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Veröffentlicht am 26.01.2020

Spannend, mystisch, geheimnisvoll - ein wundervoller Auftakt!

PaNia - Die Legende der Windpferde
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Als ich das erste Mal von PaNia hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit leidenschaftlich gerne und PaNia klang einfach so unbeschreiblich gut. Und dieses Cover! ...

Als ich das erste Mal von PaNia hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit leidenschaftlich gerne und PaNia klang einfach so unbeschreiblich gut. Und dieses Cover! Leute, ich liebe dieses Cover. Es hat so etwas herrlich Magisches an sich, finde ich, und wenn man das Buch ins Licht hält, schimmern der goldene Schriftzug und die Verzierungen so wunderhübsch. Optisch konnte mich PaNia also schon mal komplett überzeugen. Ich war nun sehr gespannt, ob mich wohl auch das, was zwischen den bezaubernden Buchdeckeln schlummert, genauso begeistern wird wie die Gestaltung.

Inmitten eines dichten Waldes liegt es: Windheim, Nias neues Zuhause. Hier, an diesem seltsamen Ort, wird sie zusammen mit ihren Eltern Ben und Sammy fortan bei ihrer Tante Lisbeth leben. Dass mit dem kleinen Örtchen Windheim etwas nicht stimmt, merkt Nia sofort. Gleich am ersten Tag verläuft sie sich zwischen den knorrigen Bäumen und steht plötzlich einem traumhaft schönen schwarzen Pferd gegenüber. Nia fühlt sich sofort zu dem edlen Tier hingezogen. Irgendetwas Außergewöhnliches verbindet die beiden. Das Mädchen zögert daher auch gar nicht erst und steigt auf den Rücken des Rappen. Auf einmal aber taucht ein Reiter mit Kapuze auf und fordert Nia sofort dazu auf, abzusteigen. Zusammen mit dem Pferd verschwindet der junge Mann im Wald. Nia lässt diese merkwürdige Begegnung einfach keine Ruhe. Sie möchte das Pferd unbedingt wiederfinden und versucht in Windheim mehr darüber zu erfahren. Von den Dorfbewohnern erhält sie allerdings keine Antworten auf ihre Fragen. Wissen sie wirklich nichts oder verheimlichen sie ihr etwas? Nia beginnt nachzuforschen. Woher kam das schimmernde schwarze Pferd nur? Wo ist es? Und wer war dieser komische Reiter? Hängt das alles etwa mit der Legende der Windpferde zusammen?

Cover und Klappentext haben mir eindeutig nicht zu viel versprochen – mir hat das Buch total gut gefallen! Ich bin hellauf begeistert von der fesselnden Story und dieser geheimnisvollen, schaurig-schönen Atmosphäre. PaNia enthält in meinen Augen einen rundum gelungenen Mix aus Pferderoman, Fantasy und Mystik und ist definitiv nicht nur was für Pferdefans. Ich bin mir sehr sicher, dass auch diejenigen, die sich sonst eher selten oder gar nicht in das Pferdebuch-Genre verirren, ähnlich oder genauso fasziniert von der Geschichte sein werden wie ich.

Anfangs dachte ich noch, dass es sich bei PaNia um einen reinen realistischen Roman handelt. Im Klappentext fallen zwar die Wörter „geisterhaft“ und „Legende“ aber irgendwie hatte ich dennoch nicht damit gerechnet, dass sich die Story so sehr ins Mystische entwickeln würde. Ein plötzlich auftauchendes schwarzes Pferd, der seltsame Wald, in welchem es eindeutig nicht mit rechten Dingen zugeht...da hinsichtlich des Waldes und Nias Entdeckungen und Begegnungen nicht groß was im Klappentext erwähnt wird und ich auf gar keinen Fall spoilern möchte, werde ich euch bezüglich der mystischen Elemente nicht groß was erzählen können. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass es ihr hier mit lauter Rätseln, Überraschungen und Merkwürdigkeiten zu tun bekommen werdet. Vieles bleibt am Ende auch ungeklärt, sodass man sich am liebsten sofort auf den zweiten Band stürzen möchte. Hoffentlich müssen wir uns auf die Fortsetzung nicht allzu lange gedulden. Ich bin schon so gespannt wie es weitergehen wird!

Worauf ihr euch auch gefasst machen solltet: Bei diesem Buch besteht Suchtgefahr. Zumindest bei mir war so. Ich habe die Handlung als super spannend und mitreißend empfunden, sodass ich PaNia quasi inhaliert habe. Besonders gefesselt haben mich die Beschreibungen der Schauplätze. Das kleine Dörfchen Windheim, welches abgeschieden mitten im Wald liegt, der Wald selbst – alles wird so bildhaft, atmosphärisch und fantastisch beschrieben, sodass man beim Lesen die tollsten Bilder im Kopf hat. Und diese einzigartige, unheimliche Stimmung, die durch das Setting zustande kommt – mega cool, sag ich euch. Ich hatte hier öfters Gänsehaut beim Lesen. Vor allem die Stellen, wenn Nia alleine in den dunklen Wald geht (würde ich mich ja im Leben nicht trauen!) haben mir leichte Rückenschauer beschert. Brillant fand ich auch, dass alles so wunderbar mysteriös wirkt. Große Klasse, ich bin wirklich begeistert von dieser einmaligen Kulisse, in die man hier eintaucht.

Womit mich Sabine Giebken ebenfalls komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere.
Mit Nia, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, ist der Autorin eine fabelhafte Protagonistin gelungen. Mir war Nia auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein super liebes und extrem neugieriges und mutiges junges Mädel. Vor allem für ihren großen Mut habe ich sie zutiefst bewundert. Ich meine – alleine durch einen Wald streifen, den man gar nicht kennt? Tagsüber mag das ja noch gehen, wobei ich Hasenfuß vermutlich dabei schon ein mulmiges Gefühl hätte. Wenn es aber dämmrig oder dunkel ist, würden mich garantiert keine zehn Pferde in den Wald kriegen. Bei Nia aber reicht schon ein Pferd. Sie möchte unbedingt den einsamen schwarzen Hengst wiederfinden, zu welchem sie vom ersten Moment an eine ganz besondere Verbindung gespürt hat.

Neben Nia haben mir auch die Nebenfiguren richtig gut gefallen. Viele umgibt so etwas Undurchsichtiges, sodass man irgendwie keine Ahnung hat, woran genau man bei ihnen ist. Selbst Nia umgibt ein Geheimnis. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da man endlich die Antworten auf die vielen Fragen erhalten möchte.

Ganz verzaubert bin ich dann auch von den Pferdeszenen. Pferdeliebhaber werden hier auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Für die ist PaNia meiner Ansicht nach ein großes Muss. Ausritte, die innige Bindung zwischen Nia und dem schimmernden schwarzen Hengst – alles wird so wunderschön, gefühlvoll und magisch beschrieben.

Fazit: Ein wundervoller Pferdeschmöker voller Geheimnisse und Magie! Mir hat der erste Band der PaNia-Reihe unglaublich gut gefallen. Sabine Giebken ist mit „Die Legende der Windpferde“ ein zauberhafter Auftakt gelungen, welcher riesengroße Lust auf mehr macht und einfach die perfekte Mischung aus Pferderoman, Spannung, Grusel, Fantasy und mystischen Elementen enthält. Ich bin hier nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch so richtig weggeatmetet. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Egal ob Jung oder Alt, ob Pferdefan oder nicht (für Pferdefreunde ist das Buch ein absolutes Must-Read!) - ich kann „PaNia – Die Legende der Windpferde“ wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.01.2020

Ein zauberhaftes Kinderbuch voller hexenstarker und magischer Momente!

Ein Mädchen namens Willow 1: Ein Mädchen namens Willow
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Ich liebe Kinderbücher von Sabine Bohlmann, daher war meine Freude riesengroß als ich hörte, dass Anfang dieses Jahres ein neues Kinderbuch von ihr im Planet Verlag erscheinen wird. Meine Begeisterung ...

Ich liebe Kinderbücher von Sabine Bohlmann, daher war meine Freude riesengroß als ich hörte, dass Anfang dieses Jahres ein neues Kinderbuch von ihr im Planet Verlag erscheinen wird. Meine Begeisterung nahm nur noch mehr zu, als ich das Cover das erste Mal sah. Sieht es nicht wunderhübsch aus? Also ich bin total verliebt in das Cover. Da auch der Klappentext einfach nur großartig klang, konnte ich es wirklich kaum noch abwarten, endlich mit dem Lesen loslegen zu können.

Die 11-jährige Willow Flynn ist in ihrem Leben schon viele, viele Male umgezogen. Da ihr Vater Auslandskorrespondent ist und es ihn nie lange an einem Ort hält, hatte Willow bisher nie die Zeit gehabt, innige Freundschaften zu schließen. Genau genommen hat sie gar keine Freunde. Es fällt ihr einfach schwer, auf andere zuzugehen. Ob sich das aber wohl aber nun endlich ändern wird? Willow und ihr Vater sind mal wieder umgezogen, allerdings besteht nun die Chance, dass Vater und Tochter endlich mal Wurzeln schlagen werden. Sie werden fortan in dem alten, renovierungsbedürftigen Haus von Willows verstorbener Tante Alwina wohnen. Als kleines Kind lebte Willow hier sogar schon mal, allerdings kann sie sich, seltsamerweise, an gar nichts mehr erinnern. Als die 11-jährige erfährt, dass ihre Tante ihr einen eignen kleinen Wald hinterlassen hat, ist Willow zunächst nicht so begeistert. Was soll sie denn mit einem Wald anfangen? Als sie aber damit beginnt, das Wäldchen zu erkunden, verfliegt ihre Skepsis im Nu. Nicht nur den wunderbaren Wald hat Tante Alwina Willow ihr hinterlassen – auch ein kleines Häuschen und...ihre Hexenkraft! Letzteres kann Willow zunächst gar nicht glauben. Aber es ist tatsächlich so: Willow ist eine Hexe. Aber soll sie das Erbe wirklich annehmen? Und wie soll die drei Mädchen finden, die die Gabe des Hexens ebenfalls in sich tragen? Wie erkennt man denn eine Hexe? Wo soll Willow anfangen zu suchen? Willow beschließt, sich dieser Aufgabe anzunehmen. Ein spannendes Abenteuer erwartet die Junghexe...

Ein Mädchen, das einen eigenen Wald besitzt? Ein kleines windschiefes Waldhäuschen? Hexen? Klingt das nicht mega cool? Also für mich hörte sich das einfach nur unglaublich gut an. Hexengeschichten liebe ich seit meiner Kindheit über alles und Wälder als Schauplätze mag ich ebenfalls unheimlich gerne. Ihr auch? Nun, dann kann ich euch nur sehr ans Herz legen, euch „Ein Mädchen namens Willow“ schleunigst zuzulegen. Das neue Kinderbuch von Sabine Bohlmann ist so wundervoll! Meine große Vorfreude war hier definitiv absolut gerechtfertigt. Mich hat das, was ich hier zu lesen bekommen habe, von Beginn an komplett verzaubert. Bzw. verhext. ;)
Für Hexenliebhaber ist das Buch definitiv ein großes Muss! „Ein Mädchen namens Willow“ ist ein wunderschöner Hexenschmöker, welcher eine super mitreißende und liebenswerte Geschichte voller Abenteuer, Geheimnisse, Magie und Fantasie erzählt.

Ich wusste hier schon nach den ersten Seiten, dass ich das Buch lieben werde. Willow, unsere Buchheldin, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein total liebes, mutiges und quirliges junges Mädchen. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht in der dritten Person und ich bin mir sehr sicher, dass jeder Leser die aufgeweckte Willow sofort ins Herz schließen wird. Dieses wilde, willensstarke Mädchen mit den feuerroten Haaren muss man einfach lieben.

Auch die weiteren Figuren wurden mit ganz viel Liebe und Wärme ausgearbeitet. Willows Vater, Adam Flynn, zum Beispiel ist ebenfalls ein herzensguter Kerl. Ihn und Willow lernen wir gleich zu Beginn der Geschichte kennen und es wird sofort deutlich, wie lieb sich Vater und Tochter haben.
Wer ganz klar zu meinen persönlichen Stars gehört, sind die drei neuen Freundinnen, die Willow im Verlaufe des Buches noch finden wird. Diese Mädels sind so spitze, sag ich euch! Vor allem Gretchen ist einfach nur genial. Da ich aber auf gar keinen Fall zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich euch über die weiteren Figuren nicht groß was erzählen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es in dem neuen Kinderroman von Sabine Bohlmann mit lauter einzigartigen, außergewöhnlichen und teils sehr schrägen Charakteren zu tun bekommen werdet. Nicht alle sind sympathisch, aber auch die weniger netten Figuren tragen dazu bei, dass man eine unvergessliche Lesezeit mit dem Buch verbringt. Unangenehme Gestalten begegnen einem hier übrigens so einige, so viel kann ich ja dann doch noch verraten. So muss es aber auch sein. Wäre doch auch echt langweilig, wenn es niemanden gäbe, über den man sich aufgrund seiner nervigen und unausstehlichen Art so schön aufregen kann, oder? ;)

Apropos Langeweile: Die sucht man hier wahrlich vergebens. Selbst ich, als Erwachsene, war immerzu am Mitfiebern und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es dann auch quasi in einem Rutsch durchgesuchtet. Es liest sich klasse – ich liebe den leichten und fesselnden Schreibstil von Sabine Bohlmann. Da die Kapitel zudem herrlich kurz sind und die Schrift eine angenehme Größe hat, kommt ein fabelhafter Lesefluss zustande. Mädchen und Jungen ab 10 Jahren sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Zum Vorlesen ist das Buch aber auch prima geeignet.

Aber zurück zur Handlung. Was die liebe Sabine Bohlmann hier aufs Papier gehext hat, ist so bezaubernd! Die fantasievolle Geschichte lädt von den ersten Seiten an zum Träumen ein und lässt die Herzen aller Hexenfans höher schlagen. Sie handelt von Freundschaft, Familie, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen und zaubert einem immerzu ein breites Lächeln auf die Lippen. Das Buch steckt voller Überraschungen und Geheimnisse und enthält so viele tolle Botschaften. So behandelt die Geschichte unter anderem die wichtigen Themen Natur und Artenschutz. Auf eine hexisch schöne und liebenswürdige Weise wird einem hier vor Augen geführt, wie wunderbar und wichtig Wälder sind und dass man an diesen fantastischen Orten die aufregendsten Abenteuer erleben kann.

Mit dem Stichwort Wälder leite ich dann auch gleich mal zu meinem nächsten Punkt über: Das Setting. Die Kulisse, in welche wir in „Ein Mädchen namens Willow“ eintauchen dürfen, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Alles wird so magisch, geheimnisvoll und märchenhaft beschrieben. Besonders von dem kleinen Häuschen in Willows Wald hatte ich die tollsten Bilder im Kopf.

Was das Leseerlebnis dann nur noch famoser macht, ist die Gestaltung die Buches. Nicht nur das Cover ist ein Träumchen – auch die Innenaufmachung ist umwerfend. Simona Ceccarelli hat das Buch mit lauter wunderschönen schwarz-weiß Illustrationen versehen, welche einfach nur perfekt zur Geschichte passen und diese besondere, abenteuerliche Atmosphäre, die hier durchweg herrscht, nur noch verstärken.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, allerdings ist durchaus Potenzial für einen weiteren Band vorhanden. Ich persönlich gehe irgendwie schon davon aus, dass es noch eine Fortsetzung geben. Fände ich schade, wenn nicht. Ich würde mich wirklich riesig über ein weiteres Abenteuer mit der Junghexe Willow und ihren Freundinnen freuen!

Fazit: Spannend, lustig, hexenstark – ein zauberhaftes Kinderbuch voller magischer Momente! Mir hat der neue Kinderroman von Sabine Bohlmann ein herrliches Leseerlebnis beschert. Ich bin total verliebt in die warmherzige Geschichte, die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere und die traumhafte Gestaltung. Ob Jung oder Alt, ich kann jedem „Ein Mädchen namens Willow“ wärmstens ans Herz legen. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.01.2020

Packend, erschütternd, einfühlsam - ein tolles Debüt!

You are (not) safe here
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Als ich das erste Mal von „You are (not) safe here“ hörte, stand für mich einfach sofort fest: Das Buch muss ich lesen! Allein schon der Klappentext bereitete ich mir eine leichte Gänsehaut. Tausende ...

Als ich das erste Mal von „You are (not) safe here“ hörte, stand für mich einfach sofort fest: Das Buch muss ich lesen! Allein schon der Klappentext bereitete ich mir eine leichte Gänsehaut. Tausende Krähen, die eine Stadt belagern und sich immer weiter vermehren? Also ich finde, das klingt mega unheimlich. Da ich Bücher mit einem mystischen Touch super gerne lese und auch Geschichten, die ernste und schwere Themen behandeln, absolut in mein Beuteschema fallen, packte ich „You are (not) safe here“ schnurstracks auf meine Wunschliste.

Auburn, Pennsylvania: Tausende Krähen belagern die Kleinstadt und bedrohen deren Einwohner. Sie sind überall und werden immer. Die 17-jährige Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern haben allerdings vor etwas ganz anderem viel mehr Angst. Die größte Bedrohung lebt in ihrem Haus: Ihr Vater, der immer wieder seine Aggressionen an der Mutter auslebt und sogar zur Gewalt bereit ist. Die Mutter aber schweigt und unternimmt nichts dagegen. Leighton sieht es als ihre Aufgabe an, ihre Schwestern zu beschützen. Wie gerne würde sie Auburn für immer verlassen, nur kann sie ihre Schwestern einfach nicht zurücklassen. Sie ist sich sicher: Nicht mehr lange und die Situation bei ihnen zu Hause wird eskalieren.

Ich muss gestehen, dass ich hier nicht ganz das zu lesen bekommen habe, was ich erwartet habe. Ehe ihr jetzt aber denkt, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat: Doch, hat es, sehr sogar! Mich hat nur einfach etwas überrascht, wie die Autorin das Thema häusliche Gewalt behandelt. Aufgrund des Klappentextes hatte ich irgendwie mit mehr körperlicher Gewalt gerechnet. Von dieser bekommen wir Leser allerdings gar nicht groß was mit. Dafür aber müssen wir miterleben, wie sehr Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern psychischer Gewalt vonseiten ihres Vaters ausgesetzt sind. Die große Angst und Panik, die sie immerzu haben, dieses Unwohlsein, ihre Hilfslosigkeit, Unsicherheit und Wut – ich habe entsetzlich mit den drei Mädchen mitgelitten und fand es erschütternd zu sehen, was für Zustände bei ihnen zu Hause herrschen. Echt schlimm, was in vielen Haushalten so abgeht, ohne das irgendjemand von außen etwas davon mitbekommt oder - falls man es doch tut - einfach wegschaut. In meinen Augen hat Kyrie McCauley dieses immens wichtige Thema großartig behandelt. Ich muss zwar ganz ehrlich sagen, dass ich insgesamt dann doch mit einer etwas heftigeren Story gerechnet habe, aber schockiert und aufgewühlt hat mich das Ganze natürlich dennoch sehr.

Da wir alles aus der Sicht von Leighton in der Ich-Perspektive erfahren, erhalten wir als Leser einen erstklassigen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und erleben hautnah mit, wie sehr sie die Zustände in ihrem Zuhause belasten. Schon der Beginn des Buches macht deutlich, dass Leighton und ihre Schwestern ihren Vater fast schon als eine Art Monster ansehen. Sehr oft wird der Vater sogar gar nicht erst beim Namen genannt, sondern es wird nur von IHM und ER gesprochen.

Dank der einfühlsamen, bildhaften und authentischen Erzählweise ist es mir vom ersten Moment an spielend leicht gelungen, mich in Leighton hineinzuversetzen. Mit ihr ist Kyrie McCauley eine fabelhafte Protagonistin gelungen. Mir war Leighton auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine so tolle große Schwester und denkt immer zuerst an andere und dann erst an sich selbst. So würde sie zum Beispiel nichts lieber tun als endlich ihrer verhassten Heimatstadt Auburn den Rücken zu kehren, scheut aber davor zurück, weil sie ihre Schwestern nicht alleine lassen möchte. Alleine bei IHM. Die Mutter ist zwar auch noch da, nur schweigt sie stets und nimmt das schlimme, aggressive Verhalten ihres Ehemannes einfach so hin und setzt sich kaum zu wehr.

Neben Leighton haben mir auch die weiteren Charaktere unglaublich gut gefallen. Allesamt wurden sie hervorragend und sehr vielschichtig ausgearbeitet und tragen mit ihren einzigartigen Eigenschaften dazu bei, dass man eine unvergessliche Lesezeit mit dem Buch verbringt.

Wer ganz klar zu meinen persönlichen Lieblingen gehörte, ist Liam, ein Mitschüler von Leighton. Liam mit seiner ruhigen, charmanten und humorvollen Art konnte mein Herz im Sturm erobern. Und nicht nur meines. ;)
Leighton und Liam werden sich ineinander verlieben und immer mehr Zeit miteinander verbringen. Das Buch beinhaltet also auch eine Liebesgeschichte, was mir wahnsinnig gut gefallen hat. Meinem Empfinden nach fügt sie sich perfekt ins Geschehen ein und wird absolut echt und einfach nur wunderschön und gefühlvoll beschrieben. Sehr gelungen fand ich auch, dass durch die romantischen Szenen und die gemeinsamen Momente zwischen Leighton und Liam die beklemmende Handlung so schön aufgelockert wird und uns Leser sogar den ein oder anderen Schmunzler entlockt.

Was mich dafür etwas zwiegespalten zurückgelassen hat, ist die Sache mit den Krähen. Da weiß ich einfach nicht, ob ich diesen Handlungsstrang nun brillant oder komisch und verwirrend finde. Hm, ist wohl irgendwie ein Mix aus beidem. :D
Genial fand ich aber, dass diese Krähenstory dem Buch etwas Magisches und Übernatürliches verleiht. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde die Vorstellung, dass tausende von Krähen eine Stadt bevölkern, gänsehautmäßig gruselig. Zum Ende des Buches sind es sogar fast 100.000 Krähen! Krass, oder? Total cool ist auch, dass das Buch in mehrere Teile gegliedert ist und zu Beginn eines jeden Abschnitts der aktuelle Krähenbestand aufgeführt wird. Als Leser kann man also sehr gut mitverfolgen, wie drastisch schnell sich die Krähen vermehren.
Ob noch geklärt werden wird, was genau es mit den Krähen auf sich hat und ob sie am Ende wieder verschwinden werden – nun, das werde ich hier nicht verraten. Da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet!

Auch wenn sich „You are (not) safe“ nun nicht zu dem von mir erhofften Highlight entwickelt hat, bin ich dennoch hellauf begeistert von dem Buch. Es ist unfassbar gut geschrieben und reißt einen von den ersten Seiten so richtig mit. Dank dem flüssigen Schreibstil, der packenden Handlung und den herrlich kurzen Kapiteln kann man gar nicht anders, als das Buch zu inhalieren. Bei mir zumindest war es so. In meinen Augen ist Kyrie McCauley mit „You are (not) safe“ ein tolles Debüt gelungen und ich freue mich schon sehr auf ihre weiteren Werke, die hoffentlich noch folgen werden.

Fazit: Aufwühlend, einfühlsam, absolut fesselnd – ein beeindruckender und zutiefst bewegender Jugendroman, der noch lange in einem nachklingt! Mir hat Kyrie McCauley mit ihrem Debüt ein wunderbares Leseerlebnis beschert. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und geht richtig unter die Haut. Es schockiert, rüttelt auf und beschert einem dank diesem geheimnisvoll magischen Touch, der durch die Krähen zustande kommt, immerzu Gänsehaut. Ich kann „You are (not) safe“ wärmstens empfehlen und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.01.2020

Spannend, witzig, romantisch und einfach nur wunderschön - ein fantastischer Auftakt!

Royal Horses (1). Kronenherz
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Als mir „Kronenherz“ letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Klappentext klang einfach so unbeschreiblich gut und in das wunderhübsche Cover habe ...

Als mir „Kronenherz“ letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Klappentext klang einfach so unbeschreiblich gut und in das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. In meinen Augen ist es ein echter Hingucker. Das Cover schimmert so wundervoll, wenn man das Buch ins Licht hält und dieses schicke glamouröse Design ist ein wahrer Augenschmaus. Für mich stand wirklich vom ersten Moment an fest: Den Auftakt der Royal Horses-Trilogie möchte ich unbedingt lesen!

Greta ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie möchte einfach nur weg von allem und sich mit all ihren Problemen am liebsten gar nicht mehr befassen. Da kommt ihr der Ferienjob auf dem königlichen Gestüt gerade recht. Dank Yorick, dem Patenonkel ihres Bruders, kann sie den Sommer über auf dem royalen Anwesen ein Praktikum machen. Mit Pferden kennt sich Greta zwar überhaupt nicht aus und mit der Welt der Royals genauso wenig, aber egal, Hauptsache, sie kann ihrem alten Leben für eine Weile entkommen. Auf Caverley Hall angekommen, ist Greta sofort ganz fasziniert von dem stattlichen Anwesen und den imposanten Reitanlagen. Die Arbeit mit den Pferden macht Greta dann auch unerwartet richtig viel Spaß, nur leider gerät sie bereits am ersten Tag mit dem Pferdetrainer Edward aneinander. Dieser ahnt, dass Greta etwas zu verbergen hat und lässt einfach nicht locker, um hinter ihr Geheimnis zu kommen. Als dann auch noch Edwards Freund auf Caverley Hall auftaucht, bei welchem es sich um Prinz Tristan handelt, wird Gretas Leben nur noch mehr auf den Kopf gestellt. Tristan scheint sich in sie verliebt zu haben und obwohl Greta ihn sehr charmant findet, weist sie seine Annäherungsversuche ab. Eine Beziehung mit einem Prinzen? Das klingt einfach zu verrückt. Zudem stellt Greta fest, dass sie sich immer mehr zu einem anderen Jungen hingezogen fühlt...


Wie oben bereits erwähnt, habe ich bei „Kronenherz“ gar nicht erst gezögert, ob ich das Buch lesen möchte. Ein Mix aus Pferde, Liebe und der Welt Royals mit jeder Menge Geheimnisse und Skandale? Klingt das nicht super interessant und unglaublich cool? Nun, das Buch hört sich nicht nur so an, es ist es auch! Mir hat das, was ich hier zu lesen bekommen habe, wahnsinnig gut gefallen. Jana Hoch ist mit „Kronenherz“ in meinen Augen nicht nur ein famoser Trilogieauftakt gelungen, sondern zugleich auch ein fantastisches Debüt. Echt Wahnsinn, dass es das erste Werk der jungen Autorin ist. Ihr Schreibstil liest sich so toll! Er ist mitreißend, jugendlich und herrlich locker-leicht und fluffig. Da zudem die Kapitel eine angenehme Länge haben und die Story enorm packend ist, bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen und habe deren Inhalt so richtig weggeatmet.


An alle, die mit Pferden nicht groß was am Hut haben und so gut wie nie zu Pferdebüchern greifen: Lasst euch von dem Cover und dem Titel bloß nicht abschrecken! Klar, natürlich spielen Pferde in dem Buch eine große Rolle, aber ich würde „Royals Horses - Kronenherz“ definitiv nicht als einen dieser typischen Pferdeschmöker bezeichnen. Es geht einfach noch um so viel mehr! Ich bin mir sehr sicher, dass auch diejenigen, die überhaupt keine Pferdefans sind, ähnlich oder genauso begeistert von dem Buch sein werden wie ich.

Auch unsere Protagonistin Greta ist kein Pferdemädel und hatte bisher nicht groß was mit diesen Tieren zu tun. Sie wird während ihrer Zeit auf dem königlichen Gestüt aber noch merken, wie wunderbar Pferde sind. Besonders von dem temperamentvollen Schimmel Mariscal ist sie ganz fasziniert. Und von einem sehr gutaussehenden Jungen auch. ;)


Greta war mir auf Anhieb sympathisch. Vor allem ihre toughe und sarkastische Art mochte ich unheimlich gerne. Da wir alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erfahren und ihre Gefühls- und Gedankenwelt erstklassig und sehr einfühlsam beschrieben wird, konnte mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen.


Als Leser erfahren wir gleich zu Beginn, dass Greta ein großes Geheimnis mit sich herumträgt. Irgendetwas ist passiert, was dazu geführt hat, dass die 16-jährige völlig aus der Bahn geworfen wurde und einfach nur noch eines möchte: Weg! Das königliche Gestüt erscheint ihr daher genau das Richtige, um die Geschehnisse verarbeiten zu können. Was genau Greta zu verbergen hat, erfahren wir erst so nach und nach im Verlaufe des Buches, was ich großartig fand - das Leseerlebnis wird dadurch so pricklend spannend und fesselnd.

Was mich zum Ende hin total aus den Socken gehauen hat, ist das Geheimnis eines anderen Charakters. Jetzt, im Nachhinein, frage ich mich ja, wieso ich nicht viel früher gecheckt habe, was Sache ist. Finde ich aber super, das dem nicht so ist. Diese Wendung kam für mich echt richtig überraschend. Ich hatte also einen meiner geliebten Aha-Momente. :D


Die Story kann insgesamt mit so einigen Überraschungen und genialer Plot-Twists aufwarten. Mitfiebern ist hier also ganz klar angesagt. Was auch nicht zu kurz kommt, ist der Humor. Ich war hier öfters am breit schmunzeln und grinsen. Besonders brillant fand ich die spritzigen Dialoge und den amüsanten Schlagabtausch zwischen Greta und Edward. Große Klasse, sag ich euch! Also meine Gesichtsmuskeln waren hier äußerst aktiv beim Lesen gewesen.


Neben der Spannung und den humorvollen Momenten sind natürlich auch die Romantik und das Thema Pferde wichtige Bestandteile der Handlung. Beide Aspekte wurden hervorragend in die Handlung eingefügt. Bei den Pferdeszenen merkt man, finde ich, nur zu deutlich, dass die Autorin Jana Hoch Pferdetrainerin ist und sich daher ausgezeichnet mit Pferden auskennt. Die Beziehungen zwischen Mensch und Tier werden absolut authentisch dargestellt und voller Magie und Gefühl beschrieben.


Wovon ich ebenfalls ganz begeistert bin, ist die Liebesgeschichte. Mich konnte sie vollkommen überzeugen – sie kommt ganz ohne Kitsch und Drama aus und ist einfach nur zuckersüß und wunderschön. Genauso sieht es mit dem königlichen Hintergrund aus. Auch hinsichtlich der Royals erwartet einen hier kein albernes und klischeehaftes Adligen-Tamtam. Ich zumindest habe es nicht so empfunden. Auf mich hat alles absolut realistisch und überhaupt nicht überzogen gewirkt.


Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist das Setting. Das königliche Gestüt wird so traumhaft und mega cool beschrieben! Ich hatte beim Lesen die tollsten Bilder im Kopf und die Atmosphäre, die durch diese märchenhafte Kulisse entsteht, konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und komplett verzaubern.


Fazit: Spannend, witzig, romantisch - ein großartiger Trilogieauftakt voller Geheimnisse, Überraschungen und wunderschöner Momente! Mir hat der erste Band von Royal Horses ein zauberhaftes Leseerlebnis beschert. Der Schreibstil ist grandios, das Setting ist atemberaubend, die Charaktere wurden allesamt vielschichtig und spitzenmäßig ausgearbeitet und der Mix aus Pferde, Romantik und der Welt der Royals ist einfach nur perfekt gelungen. Ich habe das Buch richtiggehend verschlungen und fiebere dem Erscheinen der Fortsetzung nun ganz ungeduldig entgegen. Ich kann „Kronenherz“ wärmstens empfehlen, sowohl Mädchen ab 12 Jahren als auch deutlich älteren Lesern, und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Witzig-frech und wunderbar abenteuerlich - eine tolle Fortsetzung!

Lenni und Luis 2: Voll geheim, Krötenschleim!
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Da mir der Auftakt der Lenni und Luis-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Band bei mir einziehen lassen. Ich war schon unheimlich gespannt, was für eine aufregende Klassenreise ...

Da mir der Auftakt der Lenni und Luis-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Band bei mir einziehen lassen. Ich war schon unheimlich gespannt, was für eine aufregende Klassenreise uns wohl mit den pfiffigen Chaos-Zwillingen erwarten wird.

Hurra, endlich geht es auf Klassenfahrt ins Schullandheim! Lenni und Luis freuen sich schon riesig auf die schulfreien Tage. Abenteuer statt Unterricht, bis in die Puppen aufbleiben und Unfug ohne Ende stiften – hach, klasse! Ihre große Freude soll aber einen gewaltigen Dämpfer erhalten, als sich Blödmann-Ben aus der Parallelklasse nicht an die Vereinbarung hält und sich zusammen mit seiner ätzenden Gang das megacoole Vierbettzimmer unter den Nagel reißt. Lenni und Luis sind stinkwütend. Für sie steht sofort fest: Ben werden sie es so richtig heimzahlen! Und das geniale Vierbettzimmer werden sie auch noch bekommen! Gemeinsam beginnen sie einen grandiosen Plan auszutüfteln und werden mal wieder für das reinste Chaos sorgen.

Da es bei mir noch nicht allzu lange her war, dass ich den ersten Teil gelesen habe, habe ich wunderbar in das Lenni und Luis-Universum zurückgefunden. Es ist allerdings auch gar kein Problem, wenn man ganz ohne das Vorwissen aus dem Vorgänger in Band 2 abtaucht. „Voll geheim, Krötenschleim!“ baut nicht groß auf den Reihenauftakt auf – man kann die Bände also prima unabhängig voneinander lesen.

In meinen Augen ist Wiebke Rhoduis mit dem zweiten Lenni und Luis-Abenteuer eine wundervolle Fortsetzung gelungen, welche mich zwar nicht ganz so begeistern konnte wie der erste Band, die mir aber dennoch ein tolles Leseerlebnis beschert hat. Mir persönlich waren ein paar der Streiche der Zwillinge etwas zu fies und hinterhältig. Ihr Widersacher Ben ist zwar echt ein absoluter Vollidiot und hat ein paar Gemeinheiten definitiv verdient, nur tat er mir trotzdem stellenweise richtig leid. 
 
Die Klassenreise, die wir hier mit den fünften Klassen erleben dürfen, hat es streichemäßig echt in sich. Lenni und Luis sind mal wieder vollkommen in ihrem Element und hecken am laufenden Band jede Menge Dummheiten aus und sorgen mit ihren kreativen Einfällen für das reinste Chaos. Um das heiß begehrte Vierbettzimmer zu bekommen, schrecken die beiden wahrlich vor nichts zurück: Laut quakende Kröten, die nachts für Unruhe sorgen, ein Pudding mit den widerlichsten Zutaten, welcher von den Zwillingen für Blödmann Ben zubereitet wird (na, Lust auf leckerschmecker Pudding mit köstlichem Schneckenschleim, grins?), ein wilder Schwarm Wespen – all das und noch so einiges mehr erwartet einen hier. Ich kann euch versichern: Langeweile kommt hier beim Lesen an keiner einziger Stelle auf! Einer verrückten und abenteuerlichen Idee folgt der nächsten. Durchweg mitfiebern und schmunzeln ohne Ende ist hier definitiv Programm!

Das Buch beginnt schon super unterhaltsam mit der Busfahrt, bei der Lenni und Luis Ben und seine doofen Kumpels zu einer Rülps-Wette herausfordern. Da kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass diese Szene bei der Zielgruppe wahnsinnig gut ankommen wird. Aber auch ich, als Erwachsene, habe mich köstlich über die rülpsige Wette amüsiert. :D
Insgesamt waren meine Lachmuskeln hier äußerst aktiv. Lenni und Luis haben aber auch immer Ideen – herrlich! Die beiden halten zusammen wie Pech und Schwafel und brüten gemeinsam den genialsten Schabernack aus. Wie gesagt, manche ihrer Streiche fand ich dann irgendwie doch etwas zu hart und irgendwie hätte ich es auch gar nicht schlecht gefunden, wenn sie mal Opfer einer Schandtat vonseiten Bens gewesen wären, aber unglaublich lustig ist die gesamte Story natürlich dennoch.

Erzählt wird die Handlung übrigens auch in diesem Band wieder aus der Sicht von Luis in der Ich-Perspektive. Ich könnte erneut gar nicht sagen, welchen der Zwillinge ich lieber mag. Ich finde sie beide einsame Spitze und habe sie, trotz ihrer extrem frechen Art, schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Diese beiden Chaoten muss man einfach lieben. Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob ich das auch noch sagen würde, wenn die Zwillinge mir mal einen ihrer cleveren Streiche spielen würden. ;)

Zur Handlung möchte ich dann auch gar nicht mehr groß was sagen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr zusammen Lenni und Luis eine total amüsante, sehr turbulente und unvergessliche Klassenreise erleben werdet.

Empfohlen wird die Reihe für Kinder ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Mädchen und Jungen ab dem Alter sollten bei den Lenni und Luis-Büchern keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Die Schrift ist recht groß, der Schreibstil ist flüssig, leicht und mitreißend und die Kapitel sind schön kurz.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die fabelhafte Gestaltung des Buches. Nicht nur das ulkige Cover mit dieser coolen Schleimloch-Stanzung ist brillant – der Innenteil kann sich ebenfalls sehen lassen. Sabine Sauter hat auch dieses Lenni und Luis-Abenteuer mit lauter liebevollen und richtig witzigen schwarz-weiß Illustrationen versehen, welche einfach nur perfekt zur Geschichte passen. Mir haben die vielen kleinen Zeichnungen erneut total gut gefallen und auch von dem entzückenden Daumenkino unten rechts auf den Seiten bin ich wieder hellauf begeistert.

Anders als im Vorgänger, wird in „Voll geheim, Krötenschleim!“ leider kein nächster Band angekündigt. Also ich würde mich sehr über ein weiteres aufregendes Abenteuer mit den beiden aufgeweckten Chaoten freuen. Na, lassen wir uns überraschen, ob es noch ein weiteres Wiedersehen mit Lenni und Luis geben wird. :)

Fazit: Eine tolle Fortsetzung, die einfach nur mega gute Laune macht und einem immerzu ein breites Grinsen auf die Lippen zaubert! Wiebke Rhoduis ist mit „Voll geheim, Krötenschleim!“ ein toller Folgeband gelungen, welchen ich zwar als etwas schwächer als den Auftakt empfunden habe, der mir aber dennoch ein richtig schönes Lesevergnügen beschert hat. Die Story ist so wunderbar schräg, humorvoll und abenteuerlich und die Aufmachung ist einfach nur mal wieder große Klasse. Ich habe die herzlichen Chaos-Zwillinge schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen und hoffe sehr, dass wir auch noch in einem dritten Band in den Genuss ihrer originellen Ideen und Streiche kommen werden. Ich kann den zweiten Lenni und Luis-Band wärmstens empfehlen und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!

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