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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2019

Zauberhaft schön und herzerwärmend!

Der Weihnachtspulli
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Schaut das Cover nicht zauberhaft aus? Also ich bin total verliebt in die Coverillustration. Sie verströmt so einen schönen Winterzauber, finde ich. Und der kleine Kater Munkel sieht so niedlich aus! ...

Schaut das Cover nicht zauberhaft aus? Also ich bin total verliebt in die Coverillustration. Sie verströmt so einen schönen Winterzauber, finde ich. Und der kleine Kater Munkel sieht so niedlich aus! Auf Der Weihnachtspulli habe ich mich schon richtig gefreut. Ich war schon so gespannt, was mich wohl zwischen den wunderhübschen Buchdeckeln erwarten wird.

Der kleine Kater Munkel lebt mitten in einer Stadt in einem Pappkarton. Warm ist es seinem Zuhause nur leider nicht. Es ist Winter, der Boden ist ganz hart gefroren und der Wind pfeift eisig durch die Tür hinein. Zum Glück besitzt Munkel aber einen kuscheligen roten Wollpullover. Der hält ihn schön warm.
Am Weihnachtsmorgen macht Munkel seinen täglichen Spaziergang durch die Stadt. Hach, alles ist so wunderbar weihnachtlich! Die Schaufenster sind geschmückt, aus der Bärenkonditorei duftet es herrlich nach Zimtschnecken und ein kleiner Mäusechor singt Weihnachtslieder. Munkel ist so abgelenkt von allem, dass er viel zu spät bemerkt, dass sich sein roter Pulli aufgeribbelt hat. Nur noch ein einziger langer Faden ist übrig geblieben! Oje. Bitterkalt ist es Munkel nun am Bauch. Der Kater beschließt sofort, dem Garn zu folgen. Er möchte unbedingt seinen Pulli wiederhaben! Durch die ganze Stadt folgt er dem Faden, es geht durch Gassen, über Dächer, sogar durch Häuser schlängelt sich das Garn. Als seine abenteuerliche Jagd schließlich ein Ende findet, erwartet Munkel ein ganz besonderes Weihnachtswunder.

Cecilia Heikkilä ist mit Der Weihnachtspulli ein wundervolles Bilderbuch gelungen, welches einfach nur perfekt für die besinnliche Weihnachtszeit ist! Die Geschichte steckt voller Wärme, Liebe und Mitgefühl. Sie handelt von Freundschaft, Hilfsbereit und Zusammenhalt und davon, dass etwas Schlechtes oft zu etwas sehr Gutem führen kann.
Ich persönlich finde die Geschichte nur ein klein bisschen zu kurz. Vor allem das Ende hätte gerne noch etwas ausführlicher beschrieben werden können. Ich hatte mir da irgendwie etwas mehr von diesem besonderen Weihnachtszauber erhofft. Aber begeistert bin ich natürlich dennoch von dem Buch. Das spannende Abenteuer, das wir hier zusammen mit Munkel erleben dürfen, erwärmt einem so richtig das Herz und zaubert immerzu ein breites Lächeln auf die Lippen.

Besonders begeistert bin ich von den Illustrationen. Das bezaubernde Cover verspricht eindeutig nicht zu viel – auch die vielen farbigen Bilder im Innenteil sind traumhaft schön. Die Illustrationen erstrecken sich meist über eine ganze Seite und schaffen eine ganz wunderbare Atmosphäre. Die warmen Farben verströmen etwas Weihnachtliches und Gemütliches und die Tiere wurden allesamt wahnsinnig niedlich gezeichnet, allen voran natürlich Munkel mit seinen verschiedenen knuffigen Gesichtsausdrücken. Munkel muss man einfach lieben. Ich habe diesen kleinen putzigen Kater sofort ganz fest in mein Herz geschlossen.

Text ist, wie es sich für ein Bilderbuch gehört, nur sehr wenig vorhanden. Auf einer Doppelseite befinden sich stets nur wenige, kurze Sätze. Der Weihnachtspulli ist wirklich das perfekte Vorlesebuch und sorgt für ein kuscheliges Vorleseerlebnis in der Weihnachtszeit.

Fazit: Ein zauberhaftes Bilderbuch für die ganze Familie! Ich kann Der Weihnachtspulli sehr empfehlen. Die Geschichte ist total süß und herzerwärmend und traumhaft illustriert. Mir persönlich war die Geschichte und vor allem das Ende leider ein klein wenig zu kurz. Ansonsten aber bin ich richtig begeistert von dem Buch. Ich habe den kleinen Kater Munkel ganz fest in mein Herz geschlossen und nur zu gerne auf seiner abenteuerlichen Jagd nach dem roten Faden begleitet. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 29.10.2019

Eine tolle Fortsetzung!

Die Nachtflüsterer - Die Bedrohung
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Da mich der erste Band von Die Nachtflüsterer Anfang des Jahres hellauf begeistern konnte, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Schon die Aufmachung ...

Da mich der erste Band von Die Nachtflüsterer Anfang des Jahres hellauf begeistern konnte, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Schon die Aufmachung vom ersten Band fand ich mega cool und auch die Gestaltung vom zweiten gefällt mir unglaublich gut. Hier war wirklich schon sehr gespannt, was mich wohl zwischen den Buchdeckeln Aufregendes erwartet wird.

Elena, Matt und Tima wachen nach wie vor jede Nacht um 1:34 Uhr auf und können erst Stunden später wieder einschlafen. Seitdem sie unter diesen schlaflosen Nächten leiden, haben sie die besondere Fähigkeit mit den Tieren sprechen zu können. Gemeinsam haben die Freunde schon ein gefährliches Abenteuer überstanden und das nächste soll nicht lange auf sich warten lassen. Bei einem ihrer nächtlichen Streifzüge stoßen die Kinder auf Spin, den Vampir. Was genau mit ihm los ist, wissen sie aber nicht. Warum liegt er so benommen am Boden und scheint sich nicht daran erinnern zu können, was mit ihm geschehen ist? Kurz darauf treffen sie nacheinander auf eine sehr seltsame fremde Frau. Wieso stellt sie so komische Fragen? Ist sie vielleicht gefährlich? Wenig später begreifen Elena, Matt und Tima: Sie können nicht nur mit den Tieren kommunizieren – sie beherrschen alle Sprachen, die es gibt! Ob ihnen diese krasse (und irgendwie auch unheimliche) neue Fähigkeit wohl dabei helfen wird, die nahende Bedrohung zu stoppen? Die drei mussten nämlich leider feststellen, dass die Welt erneut in Gefahr ist. Zusammen mit ihren tierischen Freunden versuchen sie ihren Planeten zu retten. Ob es ihnen wohl gelingen wird?

Bei mir war es nun tatsächlich schon wieder gute neun Monate her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Da ich eine absolute Vielleserin bin und leider viel zu schnell wieder Dinge aus Büchern vergesse, hatte ich hier leichte Startschwierigkeiten gehabt. Die Fortsetzung schließt direkt in an ihren Vorgänger an und leider gibt es keine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band 1 zu Beginn des Buches. Ich rate bei dieser Reihe daher sehr, mit dem Auftakt zu beginnen. Ich glaube nicht, dass man der Handlung gut folgen kann, wenn man nicht das Wissen aus dem ersten Teil hat.

Meine kleine Anfangshürde war zum Glück sehr schnell überwunden. Nachdem ich einmal in die Geschichte hineingefunden habe, wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Anfang mag noch recht ruhig sein, aber selbst dieser konnte mich schon richtig mitreißen. Als unsere drei Protagonisten schließlich herausfinden, dass sie nicht nur die Gabe besitzen mit den Tieren zu sprechen, sondern alle Sprachen verstehen können und entdecken, in was für einer großen Gefahr die Welt schwebt, nimmt die Story so richtig an Fahrt auf. Ich persönlich habe das Buch stellenweise als etwas düster empfunden, aber keine Sorge, Spannung und Grusel bleiben stets absolut kindgerecht. Die Reihe wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Allerdings sind die Bücher definitiv auch für ältere Leser absolut lesenswert! Wer gerne packende, actionreiche Tierfantasygeschichten mit Sci-Fi-Elementen liest, der wird hier garantiert ganz auf seine Kosten kommen!

Erzählt wird auch dieser Band wieder abwechselnd aus den Perspektiven von Elena, Matt und Tima in der dritten Person. Bereits im ersten Band haben mir die drei richtig gut gefallen und auch hier fand ich ihre Ausarbeitung wieder hervorragend gelungen. Super finde ich, dass man auch in diesem Band wieder von ihren Familienverhältnissen und Problemen erfährt. Elena muss sich nach wie vor um ihre kranke Mutter kümmern, Matt leidet unter seinem alkoholkranken Vater und Tima hat immer noch keinen Anschluss in ihrer Schule gefunden und muss zudem bei der Schulführung ein Duett zusammen mit ihrer Erzfeindin singen. Natürlich ist es nicht schön, dass es die drei gerade so schwer haben, aber mir gefällt daran, dass die Geschichte dadurch sehr an Tiefe gewinnt und einen zum Nachdenken anregt.

Elena, Matt und Tima könnten unterschiedlicher wohl nicht sein, passen aber dennoch prima zusammen. Trotz des Altersunterschiedes und ihrer verschiedenen Lebensumstände sind die drei mittlerweile richtig gute Freunde geworden und können sich stets aufeinander verlassen. Zusammenhalt ist hier auch definitiv angesagt! Ob im Alltag oder bei der Rettung des Planeten – gemeinsam sind die drei stark, trotzen jeder Gefahr und meistern jede noch so brenzlige Situation.

Ich kann euch versichern: Langweile kommt hier an keiner Stelle auf. Es geht durchweg spannend, mystisch und magisch zu, sodass man immerzu am Mitfiebern ist.
Klasse finde ich, dass einige ungeklärten Fragen aus Band 1 hier beantwortet werden. Natürlich kommen aber auch wieder neue Rätsel hinzu, sodass auch dieser Band recht offen endet und man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Zu meiner großen Freude habe ich beim Stöbern im Internet entdeckt, dass der dritte Teil schon nächstes Jahr im Januar erscheinen wird. Allzu lange gedulden auf das nächste Nachtflüsterer-Abenteuer müssen wir uns also zum Glück nicht.

Fazit: Eine tolle Fortsetzung, die große Lust auf mehr macht und einen bis zum Schluss in Atem hält! Mir hat der zweite Band von Die Nachtflüsterer ein wundervolles Leseerlebnis beschert. Ich hatte zwar leichte Startschwierigkeiten gehabt, aber nachdem ich einmal in die Handlung hineingefunden habe, habe ich das Buch so richtig weggesuchtet. Die Geschichte handelt von Freundschaft, Familie und Zusammenhalt, von Abenteuer, Mut, Entschlossenheit und der Liebe zu Tieren. Ich kann die Reihe wärmstens empfehlen, sowohl Kindern ab 10 Jahren, als auch deutlich älteren Tierfantasy begeisterten Lesern. Die Nachtflüsterer - Die Bedrohung erhält von mir 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 26.10.2019

Noch besser als Band 1! Eine fantastische Fortsetzung!

Der Polarbären-Entdeckerclub 2 – Insel der Hexen
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Da mich der erste Band vom Polarbären-Entdeckerclub so sehr begeistern konnte, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Dieses Jahr hatte das Warten dann endlich ein ...

Da mich der erste Band vom Polarbären-Entdeckerclub so sehr begeistern konnte, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Dieses Jahr hatte das Warten dann endlich ein Ende. Endlich konnte ich mich mit Stella und ihren Freunden in das nächste aufregende Abenteuer stürzen!

Stella Starflake Pearl und ihre Freunde sind erfolgreich von ihrer Expedition aus dem Eisland zurückgekehrt. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt ihnen nur leider nicht, denn das nächste spannende Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. Ein riesiger knochenfressender Geier landet kurz nach ihrer Rückkehr im Vorgarten. Er wurde von der bösen Hexe Jezzybella geschickt, mit dem Auftrag, Stella zu ergreifen und zu ihr zu bringen. Stellas Familie hat vor vielen Jahren ein Unrecht an Jezzybella begangen und dafür will sich die Hexe nun rächen. Doch anstatt Stella, wird ihr Vater Felix von dem Geier geschnappt und zur Insel der Hexen gebracht. Stella ist entsetzt. Für sie steht sofort fest, dass sie Felix retten muss! Zusammen mit ihren Freunden Shay, Beanie und Ethan macht sie sich sofort auf den Weg zur Insel der Hexen. Kein leichtes Unterfangen, aber mithilfe eines gekaperten Zeppelins und eines fliegenden Teppichs landen sie schließlich auf der geheimnisumwobenen Insel. Nun müssen es die Junior-Entdecker nur noch zum Berg der Hexe schaffen. Ein gefährlicher Weg liegt vor ihnen, auf welchem ihnen lauter unheimliche Wesen begegnen werden. Ob es ihnen wohl gelingen wird, Felix aus den Fängen der grausamen Hexe zu befreien?

Obwohl es bei mir nun schon wieder eine ganze Weile her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, habe ich relativ schnell in die Geschichte hineingefunden. Anfangs musste ich zwar schon kurz überlegen, was genau noch mal in Band 1 passiert ist und wie das Buch geendet hat (der Cliffhanger war echt verdammt fies!), aber meine Erinnerungen war im Nu wieder aufgefrischt.

Ich rate bei dieser Reihe übrigens sehr, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten! Band 2 schließt ziemlich direkt an seinen Vorgänger an und in meinen Augen braucht man das Wissen aus dem Auftakt, um der Handlung im zweiten Teil problemlos folgen zu können. Zudem würde man sich zum ersten Band auch etwas spoilern, wenn man mit der Fortsetzung beginnt.

Bei mir trat hier das ein, was schon bei Band 1 der Fall war: Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich gar nicht mehr damit aufhören. Mich konnte das zweite Abenteuer unserer Junior-Entdecker sogar noch etwas mehr mitreißen und begeistern als ihr erstes. In meinen Augen ist Alex Bell mit „Insel der Hexen“ eine fabelhafte Fortsetzung gelungen! Ich habe das Buch so richtig weggesuchtet und hätte danach am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen. Schade, dass es diesen noch gibt. Da auch „Insel der Hexen“ mit einem Cliffhanger endet, kann ich es wirklich kaum noch erwarten zu erfahren, wie es mit Stella und Co weitergehen wird.

Hauptprotagonistin ist auch hier wieder das Mädchen Stella Starflake Pearl. Sie habe ich bereits im Auftakt unheimlich liebgewonnen. Ich liebe ihre mutige, abenteuerlustige und selbstbewusste Art. Im ersten Band hatten wir erfahren, was das große Geheimnis ihrer Herkunft ist. Stella ist dies bezüglich nach wie vor ziemlich verwirrt und versucht mit ihren neuen magischen Fähigkeiten klarzukommen.

Neben Stella sind natürlich auch die anderen Junior-Forscher wieder mit von der Partie.
Mein persönlicher Liebling war wieder Beanie. Er ist anders als andere, er versteht keine Ironie, nimmt alles immer wortwörtlich und ist stets sehr ehrlich und direkt. Ich finde Beanie einfach nur zuckersüß. Sein Nicht-verstehen von Witzen und Sarkasmus hat mich erneut immerzu schmunzeln lassen.
Ethan, der junge Zauberer, ist aufbrausend wie eh und je und sorgt mit seiner vorlauten Art öfters für Unruhe und Auseinandersetzungen. Gut, dass auch Shay, der Wolfsflüsterer, wieder mit dabei ist. Er ist ein sehr ruhiger Junge, weiß sich aber durchaus auch durchzusetzen.

Die vier Kinder könnten unterschiedlicher wohl nicht sein und ergeben zusammen eine ziemlich bunte Truppe. Und, so viel kann euch ja schon mal verraten, sie wird in diesem Band sogar noch außergewöhnlicher werden. Neben bekannten Gesichtern treffen wir hier natürlich auch noch auf so einige neue einzigartige Charaktere. Cadi zum Beispiel, die eine Hexenjägerin ist und im Verlaufe der Geschichte zu unseren Junior-Entdeckern stoßen wird. Sie ist aber nur ein Beispiel von vielen wundervollen Figuren. Dschungelfeen, Giftkaninchen, Vampirtrolle - dem Ideenreichtum sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt. Echt Wahnsinn, auf was für geniale Wesen man in diesem Buch so stößt. :D

Wovon ich auch wieder hellauf begeistert bin, ist das Setting! Die vielen fantastischen Orte, die wir zusammen mit unseren Buchhelden aufsuchen werden, werden so grandios und atemberaubend beschrieben – einfach nur klasse. Kopfkino pur, sag ich euch! Von der Hexeninsel hatte ich die tollsten Bilder im Kopf und auch davor, als wir mit Stella und ihren Freunden durch die Lüfte fliegen, war ich komplett verzaubert von der Kulisse. Was ich nur wieder ein wenig vermisste habe, ist eine Karte vorne oder hinten im Buch, die die wichtigsten Orte zeigt. Die hätte ich bei dieser Reihe irgendwie nicht schlecht gefunden. Aber dank der bildhaften Beschreibungen kann man sich, wie bereits erwähnt, natürlich auch so alles ganz genau vorstellen.

Eine Karte gibt es also leider nicht in dem Buch, aber dafür befinden sich an den Kapitelanfängen wieder wunderschöne schwarz-weiß Illustrationen von Iacopo Bruno. Ich bin total verliebt in die Zeichnungen. Sie bereiten einen schon mal ein bisschen auf das Geschehen der jeweiligen Kapitel vor und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. 

Zur Story kann ich nur sagen: Top, beide Däumchen nach oben! Ich persönlich habe das zweite Abenteuer als noch spannender, mitreißender und fantasievoller empfunden als das erste. Es gibt lauter überraschende Wendungen, viele actionreiche Szenen und auch zum Schmunzeln und Grinsen gibt es eine Menge. Warmherzige Momente gibt es auch so einige und welche, die einen nachdenklich stimmen. Der zweite Band vom Polarbären-Entdeckerclub enthält einfach alles, was ein gutes Kinderbuch für mich ausmacht: Es geht um Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Die Geschichte handelt vom Anderssein, von Vorurteilen, Hilfsbereitschaft, Abenteuer, Magie und Fantasie. Die Polarbären-Entdeckerclub-Reihe ist definitiv nicht nur was für junge Leser ab 10 Jahren. Auch für deutlich ältere Leseratten sind die Bücher absolut lesenswert!

Fazit: Eine märchenhaft schöne Fortsetzung, die mich sogar noch mehr verzaubern konnte als der Reihenauftakt! Mir hat der zweite Band vom Polarbären-Entdeckerclub ein herrliches Leseerlebnis beschert. Die Geschichte lässt an keiner Stelle aufkommen - sie ist super spannend und mitreißend, sie ist humorvoll, herzerwärmend, abenteuerlich und unglaublich fantasievoll. Ob Jung oder Alt - ich kann euch diese tolle Fantasyreihe echt nur ans Herz legen! Ich habe unsere Junior-Entdecker nur zu gerne auf ihrer zweiten großen Expedition begleitet und freue mich schon riesig auf ihre nächste. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 25.10.2019

Ein zauberhaft schöner Reihenauftakt!

Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen
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Als ich das erste Mal von „Waldo Wunder fantastischer Spielzeugladen“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme für das Buch. Sieht das Cover nicht zauberhaft aus? Also ich habe mich auf den ersten Blick ...

Als ich das erste Mal von „Waldo Wunder fantastischer Spielzeugladen“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme für das Buch. Sieht das Cover nicht zauberhaft aus? Also ich habe mich auf den ersten Blick in diese wunderhübsche Aufmachung verliebt. Auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Ein magischer Spielzeugladen, in dem die Spielsachen nachts lebendig werden? Das Buch musste ich einfach lesen! Von Anne Scheller hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. „Waldo Wunder fantastischer Spielzeugladen“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Der 10-jährige Lennart Lindenbaum, genannt Lenni, wohnt zusammen mit seiner Mutter in der Pulvergasse Nummer 9. Neben den Wohnungen befindet sich im Erdgeschoss des Hauses auch ein Spielzeugladen. Er gehört dem alten Waldo Wunder und früher war Lenni sehr oft bei ihm Laden gewesen. Mittlerweile aber ist Lenni der Meinung, dass er zu alt für Spielsachen sei. Was würden seine Kumpels wohl von ihm denken, wenn sie davon erfahren würden, dass er nach der Schule einem alten Herren inmitten von Puppen und Kuscheltieren Gesellschaft leistet? Als Herr Wunder aber ganz plötzlich verreisen muss und Lenni auf einmal auf den Laden aufpassen soll, wird er doch wieder mehr Zeit zwischen den Spielzeugen verbringen. Eigentlich soll Lenni ja nur ab und zu mal nach dem Rechten sehen, aber er merkt recht schnell, dass in dem Laden äußert rätselhafte Dinge vor sich gehen. Was sind das für seltsame Geräusche in der Nacht? Warum liegen die Spielsachen anders da als am Vortag? Kann es vielleicht sein, dass die Spielzeuge nachts zum Leben erwachen? Und warum darf er eigentlich nicht die dritte Schublade im Ladentisch öffnen? Das hatte ihm Herr Wunder nämlich strengstens untersagt! Lenni beginnt der Sache auf den Grund zu gehen und stolpert mitten hinein in ein aufregendes Abenteuer...

Anne Scheller ist mit „Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen“ ein ganz wundervolles Kinderbuch gelungen, welches mich komplett verzaubern konnte. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgeschmökert und hätte mich danach am liebsten sofort auf den nächsten Band gestürzt. Leider gibt es diesen noch nicht, aber ich habe gerade eben beim Stöbern entdeckt, dass er für nächstes Jahr Mai angekündigt wird. Auf das zweite magische Abenteuer in Waldo Wunders fantastischem Spielzeugladen freue ich mich jetzt schon sehr! 

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lenni in der dritten Person. Lenni habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Er ist total süßer und lieber Junge, den man einfach vom ersten Moment an gernhaben muss. Er ist mutig, clever und sehr verantwortungsbewusst. Die Zielgruppe wird sich wunderbar mit ihm identifizieren können, aber auch mir, als Erwachsene, ist es problemlos gelungen, mich in Lenni hineinzuversetzen. „Waldo Wunder fantastischer Spielzeugladen“ mag ein Buch für Kinder ab 8 Jahren sein, aber es ist definitiv auch für deutlich ältere Bücherwürmer absolut lesenswert.

Neben Lenni haben mir auch die weiteren Figuren unheimlich gut gefallen. Allesamt wurden sie total liebevoll ausgearbeitet. Den schrulligen Waldo Wunder fand ich richtig lustig und auch die lebendigen Spielzeuge mit ihren witzigen Eigenarten haben mir öfters ein breites Grinsen auf die Lippen gezaubert. Sehr liebgewonnen habe ich auch das Mädchen Merle, mit welchem Lenni sich anfreunden und dem zusammen er dieses große Abenteuer erleben wird.

Zum Setting muss ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Ich meine, ein Spielzeugladen mit magischen Spielzeug? Das kann doch nur toll sein. Nun, das ist es auch! Anne Scheller beschreibt alles so herrlich und bildhaft – man würde beim Lesen wirklich am liebsten in das Buch hineinkrabbeln, um zusammen mit Lenni und Merle auf den Laden aufzupassen.

Ich kann euch versichern: Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf! Es geht durchweg spannend, lustig und magisch zu, sodass man immerzu am Mitfiebern und Schmunzeln ist und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und lebendig, die Schrift ist angenehm groß und die Kapitel haben eine optimale Länge. Zum Vorlesen bietet sich die Geschichte in meinen Augen auch fabelhaft an.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Larisa Lauber. Ich bin total verliebt in die süßen Zeichnungen. Sie stecken voller niedlicher Details und harmonieren perfekt zum Geschehen im Text.

Was das Buch dann nur noch großartiger macht, ist der fantastische Aktivteil zum Mitmachen hinten im Buch, in welchem einen Anleitungen, Spiele und Rätsel erwarten. Kinder werden ganz bestimmt hellauf begeistert von diesen tollen Extras sein und die reinste Freude damit haben. :)

Fazit: Ein wunderschöner Reihenauftakt voller Abenteuer, Magie und Fantasie! Anne Scheller ist mit dem ersten Band von „Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen“ ein wunderbares Kinderbuch gelungen, welches durchweg zum Mitfiebern einlädt und große Lust auf mehr macht. Die Geschichte lässt Träume wahr werden; sie ist spannend, lustig und warmherzig und absolut bezaubernd von Larisa Lauber illustriert. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe 5 von5 Sternen!

Veröffentlicht am 24.10.2019

Traigisch, emotional, herzzerreißend und wunderschön - ein fantastisches Debüt!

We Will Fall
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Als ich das erste Mal von „We Will Fall“ hörte, war meine Neugierde sofort geweckt. Das Cover, muss ich gestehen, gefiel mir erst auf den zweiten Blick gut. Als ich es das erste Mal sah, konnte es mich ...

Als ich das erste Mal von „We Will Fall“ hörte, war meine Neugierde sofort geweckt. Das Cover, muss ich gestehen, gefiel mir erst auf den zweiten Blick gut. Als ich es das erste Mal sah, konnte es mich nicht so wirklich ansprechen. Nun aber, nachdem ich es mir nun schon viele Male angesehen habe, finde ich es wunderhübsch. Es ist zwar sehr schlicht, aber vermutlich gefällt es mir gerade deswegen so gut.
Der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Das Buch klang einfach nur zauberhaft, daher stand für mich sehr schnell fest, dass ich es lesen möchte.


Die Begeisterung der 16-jährigen Izzy hält sich sehr in Grenzen, als sie mit ihren Eltern und ihrem Zwillingsbruder Hull von Manhattan nach Brooklyn ziehen muss. Anders als Hull, der sich ziemlich schwer damit, sich in der neuen Umgebung einzuleben, findet sich Izzy sehr schnell zurecht. Sie freundet sich mit dem Mädchen Brianna an und als sie das erste Mal dem Jungen Tristan begegnet, ist es sofort um sie geschehen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und auch Tristan verliebt sich Hals über Kopf in Izzy. Ihre Liebe steht nur leider unter keinem guten Stern. Izzy ist weiß, Tristan ist schwarz und in dem Viertel gibt es eine ganz klare Hackordnung. Die beiden beginnen sich daher heimlich zu treffen. Als ausgerechnet Marcus, Tristans Cousin und Boss im Block, ein Auge auf Izzy wirft, ist die Tragödie vorprogrammiert.

Kennt ihr die Tragödie „Tristan und Isolde“? Also ich muss gestehen, dass ich sie nur vom Namen her kannte. Wer genau Tristan und Isolde sind und wie ihre Geschichte lautet, das wusste ich bis vor kurzem tatsächlich nicht. Ich hatte also keine Ahnung, was genau mich hier erwarten wird. Ich wusste natürlich, ehe ich mit dem Lesen begonnen habe, dass es sich bei „We Will Fall“ um eine moderne Neuerzählung von „Tristan und Isolde“ handelt, habe aber bewusst nicht nachgelesen, was für eine Handlung der Klassiker erzählt. Ich wollte mich überraschen lassen und ohne jegliches Vorwissen Tristan und Izzy kennenlernen.

In meinen Augen ist Shannon Dunlap mit „We Will Fall“ ein ganz fantastisches Debüt gelungen! Ihre außergewöhnliche Art zu schreiben konnte mich von den ersten Seiten an verzaubern. Shannon Dunlaps hat einen unglaublich tollen Erzählstil. Er ist bildhaft, modern, absolut mitreißend und einfach nur wunderschön. Für mich hat sich das Buch super angenehm lesen lassen. Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören, da mich der großartige Schreibstil und die wundervolle Handlung so sehr fesseln konnten. Das Ergebnis: Ich habe das Buch so richtig weggesuchtet und es mit einem begeisterten Wow (und ein paar Tränchen in den Augen) am Ende wieder zugeklappt. 

Erfahren tun wir die Geschichte im Wechsel aus drei verschiedenen Perspektiven in der Ich-Form. Zum einen hätten wir da Izzy, die mit ihren Eltern und ihrem Zwillingsbruder Hull gerade von Manhattan nach Brooklyn gezogen ist. Izzy mit ihrer zurückhaltenden und süßen Art habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen.

Auch den herzlichen Tristan, unseren zweiten erzählenden Charakter, habe ich wahnsinnig liebgewonnen. Er ist ein recht stiller und nachdenklicher Typ, er ist intelligent und hegt eine große Leidenschaft fürs Schachspielen. Das Schachspiel, so viel kann ich euch ja schon mal verraten, nimmt eine wichtige Rolle in der Geschichte ein und zieht sich durch das ganze Buch. Nicht nur, dass Tristan ein extrem begabter Schachspieler ist und sein Cousin Marcus das perfekt für sich zu nutzen weiß – das Spiel ist eine Metapher für das Leben, es steht für die Entscheidungen, die getroffen werden (gute wie falsche), für die Hierarchie und die Hautfarbe. Die Themen Rassismus, Macht, Gewalt, Drogen und Vorurteile stehen hier sehr im Vordergrund der Handlung, was mir unheimlich gut gefallen hat. Vermutlich bin ich auch gerade deswegen so begeistert von dem Buch. „We Will Fall“ ist einfach so viel mehr als nur eine dramatische Liebesgeschichte.

Izzy und Tristan lernen sich recht schnell im Buch kennen und verlieben sich ineinander. Sie, die eine weiße Professorentochter aus gutem Hause ist und er, ein Schwarzer, der aus dem Ghetto kommt. Auch wenn man den Klassiker „Tristan und Isolde“ nicht kennt, weiß man dennoch sofort, dass ihre Liebe keine einfache sein wird. Die Liebesgeschichte, die einen hier erwartet, ist tragisch und wunderschön zugleich. Sie hält einen durchweg in Atem, sie geht unter die Haut und berührt einen zutiefst.

Wer hier auch noch öfters zu Wort kommen wird, ist das Mädchen Brianna, eine Freundin von Izzy, die schon länger ein Auge auf Marcus geworfen hat. Brianna war mir sehr sympathisch gewesen, ganz anders als Marcus. Ihn konnte ich überhaupt nicht leiden. Seine Rolle in der Geschichte hat mir aber total gut gefallen. Er bringt ordentlich Spannung in die Handlung und wurde, wie alle Figuren in dem Buch, erstklassig ausgearbeitet.

Für mich war hier einfach alles stimmig. Das Ende kam vielleicht ein wenig abrupt, aber schlimm fand ich das nicht. Im Gegenteil, ich habe es als absolut passend für die Geschichte empfunden. 
Das herzzerreißende Ende hat mich richtig zerstört. Da „Tristan und Isolde“ eine Tragödie ist, habe ich mir natürlich schon gedacht, dass auch die Liebesgeschichte von Izzy und Tristan tragisch endet, aber irgendwie habe ich dennoch die ganze Zeit über gehofft, dass es gut ausgehen wird. Hier sollte man besser die Taschentücher bereithalten. Dieses Buch nimmt einen wahrlich mit auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle. Ein wirklich ganz wundervolles Debüt, welches ich jedem nur ans Herz legen kann!

Fazit: Eine tragisch-schöne Liebesgeschichte, die einen zutiefst berührt und das Herz zerreißt! Shannon Dunlap hat mit „We Will Fall“ ein fantastisches Debüt hingelegt! Ihr Schreibstil ist unglaublich gut, die Charaktere wurden ausgezeichnet ausgearbeitet, die Story reißt einen von den ersten Seiten an mit und lässt einen einfach nicht mehr los. Ich habe das Buch quasi inhaliert, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin hellauf begeistert und vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!