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Veröffentlicht am 17.09.2019

Ein wunderbares Jugendbuch - witzig, geheimnisvoll und einfach nur schön!

Wunder & so - Falls ich dich küsse
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Die Bücher von Mara Andeck lese ich immer wahnsinnig gerne. Für mich stand daher auch sofort fest, dass ich den ersten Band ihrer neuen Jugendbuchtrilogie lesen möchte. Mich konnte bisher noch kein Werk ...

Die Bücher von Mara Andeck lese ich immer wahnsinnig gerne. Für mich stand daher auch sofort fest, dass ich den ersten Band ihrer neuen Jugendbuchtrilogie lesen möchte. Mich konnte bisher noch kein Werk von Mara Andeck enttäuschen und ich war mir sehr sicher, dass mich auch der Auftakt zu „Wunder & so“ begeistern wird.

Zusammen mit ihren Großeltern und ihrer besten Freundin Amy verbringt die 15-jährige Lou ihre Sommerferien auf dem noblen Schiff Galatea. Auf der Galatea herrscht Luxus pur. Alles ist super schick eingerichtet, Kronleuchter hängen von der Decke, auf der Speisekarte stehen die teuersten und gehobensten Gerichte, man wird von echten Butlern bedient und zu den Dinnern trägt man die schönste Abendkleidung. Alles könnte so traumhaft sein, nur wird sich die Schifffahrt ganz anders entwickeln als gedacht. Zum einen wäre da dieser mysteriöse Junge, dem Lou schon am Flughafen begegnet ist und zu dem sie sich wie magisch hingezogen fühlt. Irgendetwas verbindet die beiden, nur was? Sie kennt ihn doch gar nicht. Was auch für jede Menge Aufregung auf dem Schiff sorgen wird, ist die Passagierin Cleo, die üble Drohnachrichten erhält. So gut wie jeder könnte der Stalker sein. Wer aber ist es wirklich? Ob Lou wohl hinter diese ganzen Rätsel kommen wird?

Sieht das Buch nicht wunderhübsch aus? Also ich bin total verliebt in das Cover. In meinen Augen passt es auch einfach nur perfekt zu dieser süßen Geschichte, die einen hier zwischen diesen bezaubernden Buchdeckeln erwartet.

Mara Andeck ist mit dem ersten Teil von „Wunder & so“ ein wunderbarer Trilogieauftakt gelungen. Ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen und hätte danach am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen. Leider gibt es diesen noch nicht und so weit ich weiß, steht auch noch kein Erscheinungstermin fest. Hoffentlich müssen wir uns auf die Fortsetzung nicht allzu lange gedulden. Ich bin schon so gespannt wie es weitergehen wird!

Erfahren tun wir hier alles aus der Sicht der 15-jährigen Lou in der Ich-Perspektive. Lou habe ich vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist witzig, authentisch und total liebenswert. Eigentlich ist Lou ein ganz normales Mädchen, wäre da nur nicht die Sache mit den Déja-vus. Diese „Schon mal gesehen oder erlebt“- Gefühle hatte wohl jeder schon mal, ich zumindest kenne solche Momente sehr gut. Lous Déja-vus sind nur irgendwie schon sehr seltsam und haben etwas Magisches an sich. Was hat es nur mit ihnen auf sich? Vor allem Lous besondere Verbindung zu dem Jungen Sam gibt lauter Rätsel auf. Auf ihn wird Lou recht zu Beginn des Buches am Flughafen in einem Harry-Potter-Shop treffen. (Als großer Potterhead hat es mich übrigens sehr gefreut, dass Lou und ihre beste Freundin Amy so einen genialen Laden aufsuchen. :D )
In dem Harry-Potter-Shop jedenfalls spürt Lou sofort, dass sie und Sam etwas Außergewöhnliches verbindet. Er kommt ihr merkwürdig vertraut vor. Aber warum? Sie kennt diesen Jungen doch gar nicht. Oder vielleicht doch?
Das große Mysterium um die Déja-vus wird in diesem Band irgendwie nicht so wirklich gelüftet werden, so viel kann ich euch ja schon mal erzählen. Da hoffe ich wirklich sehr, dass wir in einem der beiden weiteren Bände mehr erfahren werden.

Ein großes Rätsel, welches hier aber gelöst werden wird, ist das um die Mitreisende Cleo und ihren geheimnisvollen Stalker. Da werde ich hier nur nicht näher ins Detail gehen, da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte. Ich persönlich hatte mit diesem Handlungsstrang gar nicht gerechnet. Fand ich aber super, dass die Autorin ihn in die Geschichte mit eingebaut hat, denn dadurch wird sie nur noch spannender und erhält den Touch eines Jugendkrimis. Da Jugendkrimis absolut in mein Beuteschema fallen, hat mir diese überraschende Wendung echt gut gefallen. Was mich dann nur ziemlich enttäuscht hat, ist die rasche Auflösung des Falls. Mir persönlich kam sie viel zu plötzlich und wurde viel zu schnell und einfach abgehandelt. Ich hatte da irgendwie mit mehr gerechnet. Bis auf diesen Punkt bin ich aber wirklich richtig begeistert von dem Buch.

Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist das Setting. Die Story spielt größtenteils auf dem Schiff Galatea, welches der Titanic nachempfunden wurde. Hach, die Kulisse wird so cool und fantastisch beschrieben! Dank der anschaulichen Beschreibungen hatte ich hier die tollsten Bilder im Kopf und habe plötzlich eine unbändige Lust auf eine Kreuzfahrt bekommen. :D
Durch das einzigartige Setting entsteht hier eine ganz besondere Atmosphäre, welche so ein richtig schönes Urlaubs- und Sommerfeeling aufkommen lässt. Für die warme Jahreszeit ist dieser wundervolle Wohlfühlschmöker definitiv am besten geeignet.

Womit mich die Autorin ebenfalls komplett überzeugen konnte, sind die Nebencharaktere. Ich habe nicht nur die herzliche Lou wahnsinnig liebgewonnen, auch ihre beste Freundin Amy und ihre liebenswürdigen Großeltern mochte ich auf Anhieb mega gerne.
Klasse fand ich auch die Zicke Clarissa. Natürlich war sie mir ziemlich unsympathisch, Clarissa wird wohl kein Leser ins Herz schließen. Dass Clarissa so eine blöde Kuh ist, hat mich aber nicht gestört, ganz im Gegenteil. Wäre doch irgendwie langweilig, wenn es in Büchern niemanden geben würde, über den man sich beim Lesen aufgrund seiner nervigen Art so schön aufregen kann, oder? ;)
Wer mir anfangs große Rätsel aufgeben hat, ist Sam. Sein undurchsichtiges und geheimnisvolles Verhalten konnte ich zuerst gar nicht einschätzen, da ging es mir genauso wie Lou.

Was hier neben dem Mitfiebern und Herumrätseln auch noch angesagt ist, ist das Grinsen und Schmunzeln. Der Humor kommt hier auf jeden Fall nicht zu kurz, das kann ich euch versprechen. Wie ich es von den anderen Büchern von Mara Andeck gewöhnt bin, waren auch hier meine Gesichtsmuskeln sehr aktiv. Allein schon die originellen Kapitelüberschriften fand ich teilweise so lustig!

Auch wie die Liebesgeschichte hier eingebaut wurde, konnte mich begeistern. Sie fügt sich zart und leicht in die Handlung ein und in der Kombi mit dem großartigen Setting sorgt sie für eine zauberhafte Stimmung. Ich fand die Lovestory einfach toll, sie ist romantisch, herzerwärmend und überhaupt nicht kitschig.

Ebenfalls nur loben kann ich den Schreibstil. Ich mag den Schreibstil von Mara Andeck unheimlich gerne, er ist locker-leicht und jugendlich und so schön humorvoll. Für mich hat er sich super angenehm lesen lassen. Dank der tollen Erzählweise, den herrlich kurzen Kapiteln und der mitreißenden Handlung bin ich hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen.

Fazit: Ein absolut bezauberndes Jugendbuch, welches total gute Laune macht und einen durchweg mitfiebern lässt! Mir hat der erste Band von Mara Andecks neuer Jugendbuchtrilogie wundervolle Lesestunden beschert. Die Geschichte konnte mich von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen und bis zum Schluss fesseln. Der Mix aus Spannung, Mystik, Romantik und Humor ist erstklassig gelungen und macht große Lust auf mehr. Besonders gut gefallen hat mir das Setting. Es ist einzigartig und schafft eine ganz besondere, wunderbar sommerliche Atmosphäre. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 16.09.2019

Mega spannend, super lustig und märchenhaft schön! Eine fantastische Fortsetzung!

Land of Stories: Das magische Land – Die Rückkehr der Zauberin
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Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Den ersten Band von „Land of Stories“ habe ich Anfang des Jahres quasi verschlungen und war total begeistert! Dem Erscheinen der Fortsetzung habe ich daraufhin ...

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Den ersten Band von „Land of Stories“ habe ich Anfang des Jahres quasi verschlungen und war total begeistert! Dem Erscheinen der Fortsetzung habe ich daraufhin ganz ungeduldig entgegen gefiebert.

Ein Jahr ist vergangen seit die Zwillinge Alex und Connor aus dem magischen Land der Geschichten zurückgekehrt sind. So gerne sie zu Hause bei ihrer Mutter sind, sie vermissen die Märchenwelt mit seinen vielen außergewöhnlichen Geschöpfen und wundersamen Orten doch sehr. Als ihre Mom von der bösen Zauberin entführt und ins magische Land verschleppt wird, steht für die Geschwister sofort fest, dass sie sie befreien müssen! Sie reisen also zurück ins Märchenreich. Dort werden sie allerdings nicht nur versuchen, ihre Mutter zu retten, nein, das gesamte magische Land benötigt dringend ihre Hilfe! Die böse Königin ist nämlich schon lange darauf aus, die Herrschaft des gesamten Märchenreichs an sich zu reißen. Und auch unsere Welt ist bedroht. Zusammen mit einigen Gefährten begeben sich Alex und Connor auf eine gefährliche Reise, bei der sie die am meisten gefürchteten Orte des magischen Landes aufsuchen. Sie wollen versuchen den mächtigen Stab des Staunens zu erschaffen. Nur mit diesem kann es ihnen gelingen, die böse Zauberin zu bezwingen.

Chris Colfer ist hier eine grandiose Fortsetzung gelungen, welche mich sogar noch ein wenig mehr begeistern konnte als der erste Band. Ich bin so, so verliebt in dieses Buch! Ich warne daher lieber mal vor: Dies wird eine sehr schwärmerische Rezension werden. :D

Ich hatte einen wunderbaren Einstieg in das Buch. Obwohl wir uns zu Beginn der Geschichte noch in unserer Welt befinden und erst nach einigen Kapiteln wieder ins magische Land eintauchen, war ich bereits nach den ersten Seite vollkommen verzaubert von dem Buch. Chris Colfer hat es einfach voll drauf, uns mit der Magie seiner Worte vom ersten Moment an in seinen Bann zu ziehen und bis zum Schluss in Atem zu halten. Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf.
Ich gehe sehr davon aus, dass es den meisten so ergehen wird wie mir: Einmal begonnen mit dem Lesen, kann man einfach nicht mehr damit aufhören. Man fliegt hier nur so durch Seiten und suchtet das Buch so richtig weg. Lasst euch bloß nicht von der Dicke des Buches abschrecken. Ich kann euch versichern, dass man die über 500 Seiten rasend schnell gelesen hat. Zumindest bei mir war es so. Je näher das Ende rückte, desto wehmütiger wurde ich. Schließlich aber war der Moment gekommen und es hieß wieder Abschied nehmen von den Zwillingen und den vielen weiteren einzigartigen Charakteren. Ach, seufz, warum nur gibt es Band 3 noch nicht auf Deutsch? Leider wird er erst nächstes Jahr erscheinen. Bei mir heißt es nun also wieder ganz ungeduldig hibbeln und warten. Auf meine dritte Reise ins magische Land freue ich mich schon so sehr!

Mich konnte hier einfach alles so mega irre doll begeistern. Ich liebe diese fantasievolle Welt, die Chris Colfer hier erschaffen hat! Wie das Setting beschrieben wird, ist so atemberaubend. Ich wäre beim Lesen nur zu gerne in das Buch hinein gekrabbelt, um mir all die fantastischen Orte, die es im magischen Land gibt, selbst mal zu ansehen.

Neben der Kulisse bin ich auch von den Charakteren wieder hellauf begeistert. Als große Märchenliebhaberin ist mir hier richtig das Herz aufgegangen, weil wir erneut auf so viele bekannte Märchenfiguren treffen. Rotkäppchen, Goldlöckchen, Cinderella, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Jack aus „Jack und die Bohnenranke“ und noch so viele weitere mehr. Auf die meisten durften wir bereits in Band 1 treffen, allerdings stoßen zu meiner großen Freude in diesem Teil noch so einige weitere klassische Märchenwesen dazu wie zum Beispiel die Stiefmutter von Cinderella oder die Schneekönigin.

Wie schon beim Vorgänger, so hatte ich auch hier beim Lesen so ein angenehmes Dauerkribbeln im Bauch, weil ich es einfach so toll finde, wie Chris Colfer viele meiner geliebten Märchen in seine wundervolle Reihe eingebaut und miteinander verknüpft hat. Die Lücken, die er gefüllt hat, die neuen Zusammenhänge, die ihm absolut perfekt gelungen sind, die Persönlichkeiten der Märchenfiguren, die sich zum Teil auf eine so herrlich schräge Weise verändert haben – all das ist einfach nur große Klasse!

Aber, das möchte ich hier unbedingt noch loswerden: Ich rate sehr, dass man „Land of Stories“ erst dann lesen sollte, wenn man die klassischen Märchen (und auch bekannte Werke wie „Alice im Wunderland“ oder „Narnia“) kennt. Das Lesevergnügen ist in meinen Augen so ein viel, viel höheres. Natürlich wird man hier auch Spaß beim Lesen haben, wenn man in diesem Genre nicht so belesen ist, aber das Leseerlebnis ist dann längst nicht so ein schönes, wie es Märchenfans hier haben werden. Meines war jedenfalls rundum perfekt. Die Suche nach den Artefakten für den „Stab des Staunes“ ist so fesselnd und spannend! Hach, so, so cool, sag ich euch.
Was meine Highlights waren? Puh, schwierig. Ganz ehrlich? Ich kann es echt nicht sagen. Selbst der noch recht ruhige Beginn, wo wir uns noch in unserer Welt befinden, hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Auch bei den Charakteren kann ich mich nicht so wirklich festlegen, wen ich nun am liebsten mag. Die Zwillinge Alex und Connor gehören auf jeden Fall zu meinen absoluten Lieblingen, besonders Connor mag ich super gerne. Schon in Band 1 hat er mich mit seiner lustigen Art bestens unterhalten und auch hier habe ich öfters über ihn schmunzeln müssen.

Von den Nebenfiguren gehört Rotkäppchen ganz klar zu meinen Favoriten. Rotkäppchen ist so genial! Die rebellische und temperamentvolle Goldlöckchen finde ich aber auch einsame Spitze und den lieben Froggy habe ich ebenfalls ganz fest in mein Herz geschlossen. Ach, ich könnte hier wirklich noch so viele weitere Namen aufführen, sowohl die von Märchenfiguren als auch die von Charakteren, die nicht der Märchenwelt entsprungen sind.

Was mir auch wieder richtig gut gefallen hat, sind die Dialoge. Manche sind so witzig! Besonders die Schlagabtäusche zwischen Rotkäppchen und Goldlöckchen sind herrlich. Der Humor kommt auch in diesem Band definitiv nicht zu kurz, das kann ich euch versprechen. Hier ist nicht nur mitfiebern und miträtseln angesagt, auch die Gesichtsmuskeln haben hier einiges zu tun. :D

Am liebsten würde ich hier jetzt noch endlos weiter schwärmen und berichten. Kennt ihr das, wenn ihr von einem Buch oder auch einer Reihe so fasziniert seid, dass ihr gar nicht mehr aufhören könnt mit dem verliebten Erzählen? So geht es mir gerade. Ich hoffe nun einfach mal, dass ich euch deutlich machen konnte, wie begeistert ich von „Land of Stories“ bin.

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit, muss ich noch auf die Gestaltung des Buches eingehen. Das Cover ist so wunderschön, ich liebe es. Der Innenteil des Buches ist aber ebenfalls traumhaft. Vorne und hinten im Buch befindet sich wieder die farbige, doppelseitige Karte, die das magische Land zeigt. Ich kann mich ja an dieser wunderhübschen Karte gar nicht sattsehen. Und die kleinen schwarz-weiß Illustrationen, die es zu jedem neuen Kapitelanfang gibt, finde ich auch so zauberhaft.

Fazit: Absolutes Jahreshighlight! Ich bin so verliebt in dieses Buch! Chris Colfer ist mit „Die Rückkehr der Zauberin“ eine fantastische Fortsetzung gelungen, welche mich sogar noch ein bisschen mehr mitreißen und verzaubern konnte, als der erste Band. Wer „Land of Stories“ noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern! Die Reihe ist so unglaublich toll und hat in meinen Augen definitiv das Zeug zu einem Klassiker. Ich habe Alex und Connor nur zu gerne auf ihrer zweiten Reise ins magische Land begleitet und freue mich schon riesig auf mein nächstes Abenteuer mit den beiden! Von mir gibt es volle 5 von 5 hellauf begeisterten Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2019

Ein wunderschöner Jugendroman!

Blind Date in Paris
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Die Bücher des Mutter-Tochter-Gespanns Stefanie Gerstenberger und Marta Martin lese ich immer richtig gerne. Als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Jugendroman der beiden erscheinen wird, war meine ...

Die Bücher des Mutter-Tochter-Gespanns Stefanie Gerstenberger und Marta Martin lese ich immer richtig gerne. Als ich hörte, dass dieses Jahr ein neuer Jugendroman der beiden erscheinen wird, war meine Freude daher groß. Da stelle sich mir auch gar nicht erst die Frage, ob ich das Buch lesen möchte. Natürlich ließ ich es nur zu gerne bei mir einziehen.  

Das Leben der 16-jährigen Wanda hat bisher eigentlich nur aus der Schule und dem Leistungssport bestanden. Für andere Dinge wie Freunde treffen oder weitere Hobbys blieb nie viel Zeit. Als sie aufgrund einer Verletzung vorerst keinen Sport mehr machen darf, wird Wanda so langsam bewusst, was sie alles in ihrem Leben verpasst hat, weil die ganze Zeit nur für Turniere, Wettkämpfe und das Training draufging. Wanda möchte etwas an ihrem Leben ändern, sie möchte herausfinden, wer sie eigentlich ist und was sie ihr wirklich wichtig ist im Leben. Der erste Schritt ist ihre Reise nach Paris, zu ihrer Tante Aurélie. Das erste Mal wird sie so eine große Tour ganz alleine unternehmen. Auf der Zugfahrt trifft sie auf den blinden Jungen Ken und seine Hündin Barbie. Wanda spürt sofort, dass Ken ganz anders ist als all die Jungen, denen sie bisher begegnet ist. Aufgrund seiner Sehbehinderung hat er schon eine Menge durchmachen müssen und eine ganz andere Einstellung zum Leben als viele andere in seinem Alter. Wanda fühlt sich vom ersten Moment an zu diesem gutaussehenden, blinden Junge hingezogen. Gemeinsam werden sie nach ihrer Tante suchen und auch nachdem sie gefunden ist, trennen sich ihre Wege nicht. Wanda und Ken kommen sich immer näher und dank ihm begreift Wanda, wie zauberhaft und außergewöhnlich die Welt um sie herum doch ist. Zusammen verbringen die beiden eine unvergessliche Zeit in Paris voller fantastischer, romantischer, ernster, turbulenter und schwieriger Momente. Was aber wird nach Paris kommen? Wird Wanda nach Bremen, zu ihrem alten Leben zurückkehren? Oder wird sie es wirklich durchziehen und etwas ändern? Was macht sie wirklich glücklich? 

In meinen Augen ist dem Mutter-Tochter-Duo hier ein wunderschöner Jugendroman gelungen. Ich glaube, für mich ist „Blind Date in Paris – Wie sieht Liebe aus?“ sogar mein neues Lieblingsbuch der beiden. Für mich hat sich die Handlung als viel tiefgründiger und ernsthafter herausgestellt als erwartet. Ich hatte hier, vermutlich aufgrund des verspielten Covers, mehr mit einer locker-leichten Liebesgeschichte gerechnet, perfekt für zwischendurch. Locker-leicht geht es zwar auch zu und die Lovestory kommt natürlich auch nicht zu kurz, aber insgesamt war das Buch schon irgendwie ein wenig anders. Anders auf eine gute und wundervolle Weise!

Was mir hier besonders gut gefallen und auch zutiefst beeindruckt hat, ist die Darstellung von Kens Leben. Ken ist, seit er 13 Jahre alt ist, komplett blind. Früher, als Kind, konnte er noch sehen, nur hat seine Sehkraft ab seinem 11. Lebensjahr immer mehr nachgelassen. Schlimm, oder? Ich stelle mir das so schrecklich vor, wenn du früher sehen konntest, dann aber miterleben musst, wie es immer weniger und schließlich komplett dunkel um dich wird. Wie das Thema Blindheit hier beschrieben wird, ist absolut authentisch und lebensecht. Hut ab vor dem Mutter-Tochter-Duo, wie großartig es ihnen gelungen ist, das Leben eines blinden Menschen hier darzustellen. Ich selbst kenne mich mit Blinden leider nicht groß aus und kenne persönlich niemanden, der an dieser Behinderung leidet. Ich denke aber, dass hier alles so beschrieben wird, wie es wirklich ist. Auf mich jedenfalls hat hier alles vollkommen realistisch gewirkt. Es ist wirklich bemerkenswert, zu was blinde Menschen alles imstande sind, obwohl sie nichts sehen können.
Mir hat das Buch allerdings nur noch mal vor Augen geführt, wie dankbar und glücklich man sein sollte, sehen zu können.

Ken ist ein einzigartiger Charakter! Ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist hilfsbereit, herzlich, unglaublich sympathisch und besitzt, trotz seines harten Lebens, einen tollen Humor. Seine Lebenseinstellung und seine Sichtweise fand ich wahnsinnig spannend und interessant. Ken ist einfach einmalig, da konnte ich Wanda nur zu gut verstehen, dass sie sich in ihn verliebt. :)

Wanda habe ich ebenfalls unglaublich liebgewonnen. Wir erfahren den größten des Buches aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive und dank es einfühlsamen und sehr bildhaften Schreibstils konnte ich mich vom ersten Moment an problemlos in sie hineinversetzen. Als Leser wird einem sofort deutlich, dass auch sie ihr Päckchen zu tragen hat. Das von Ken wiegt zwar deutlich schwerer, aber auch Wanda hat so ihre Probleme. Sie hat bisher nur für die Schule und den Leistungssport gelebt. All die Jahre hat sie versucht, es ihrem Vater recht zu machen, damit er glücklich ist. Natürlich liebt auch Wanda den Leistungssport, allerdings, so wird ihr bewusst, ist er ihr nicht so wichtig, wie ihrem Vater.
In Wanda wird ihres Parisaufenthalts ein großes Umdenken stattfinden. Mir hat ihre Entwicklung unheimlich gut gefallen. Ich fand es so schön, dass sie sich nicht mehr von ihrem Vater so kontrollieren lassen möchte und beginnt, erwachsen zu werden und ihr eigenes Leben zu leben.

Neben den Wanda-Kapiteln gibt es zwischendurch auch immer mal wieder welche, die aus Kens Sicht erzählt werden. Seine Erzählanteile sind nur deutlich kürzer als die von Wanda.
Mir persönlich haben die Perspektivwechsel sehr gut gefallen, da man sich als Leser so in beide Hauptfiguren wunderbar hineinfühlen und ihr Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen kann.

Mit Wanda und Ken sind den beiden Autorinnen zwei ganz besondere Charaktere gelungen, die man beide einfach sofort ins Herz schließen muss.
Neben unseren beiden Protagonisten haben mir aber auch die Nebenfiguren total gut gefallen. Kens Labrador-Hündin Barbie zum Beispiel (Ken und Barbie, ist das nicht niedlich?) fand ich so super! Wie sie sich um ihr blindes Herrschen kümmert ist so beeindruckend und herzerwärmend.

Ebenfalls klasse fand ich Wandas Tante Aurélie. Sie ist die jüngere Schwester von Wandas Vater und ganz anders drauf als ihr Bruder. Mir hat Aurélies flippige und liebenswerte Art richtig gut gefallen. Sie war mir auf jeden Fall viel, viel sympathischer als Wandas Vater. Ihn konnte ich irgendwie gar nicht leiden. Wie er seine Tochter behandelt mit diesen ständigen hohen Ansprüchen und Erwartungen und diesem großem Druck, den er immerzu auf sie ausübt, fand ich einfach nur furchtbar.

Wovon ich euch hier endlos etwas vorschwärmen könnte, ist das Setting! Paris wird so traumhaft und malerisch schön beschrieben. Diese typische Paris-Atmosphäre mit diesem besonderen Flair kommt hier erstklassig rüber. Ich hatte beim Lesen stellenweise richtig das Gefühl, live dabei zu sein und gemeinsam mit Wanda, Ken und Barbie die Stadt der Liebe unsicher zu machen.

Apropos Liebe: Die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls komplett überzeugen. Die langsame Annäherung von Wanda und Ken, ihre Gespräche, ihr Zusammenspiel, die romantischen, emotionalen und witzigen Momente zwischen den beiden – alles wird so zauberhaft und gefühlvoll beschrieben.

Ich habe herrliche Lesestunden mit dem Buch verbracht. Ich war hier immerzu am Mitfiebern und wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Der Schreibstil ist top, die Charaktere wurden hervorragend ausgearbeitet, die Handlung lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und regt sehr zum Nachdenken an, das Setting ist atemberaubend, das Ende ist absolut stimmig – was will man mehr? Ich jedenfalls bin total begeistert und hoffe sehr, dass es noch weitere Bücher dieses tollen Mutter-Tochter-Gespanns geben wird.

Fazit: Ein ganz besonderer Jugendroman, der den perfekten Mix aus Leichtigkeit, Humor, Spannung, Romantik und Tiefgründigkeit enthält! Wer gerne Bücher liest, die einen bestens unterhalten, zugleich aber auch sehr nachdenklich stimmen und zutiefst berühren, dem kann ich das neue Buch von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin sehr ans Herz legen. Auch Parisliebhaber und Romantiker werden hier ganz auf ihre Kosten kommen. Meine Erwartungen wurden hier mehr als erfüllt. „Blind Date in Paris – Wie sieht Liebe aus?“ ist so viel mehr als nur ein zuckersüßes, leichtes Buch für zwischendurch. Ich bin begeistert und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.09.2019

Ein toller Monsterlesespaß - spannend, witzig und wunderbar schräg!

Willkommen in Monsterville
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Als ich das erste Mal von „Willkommen in Monsterville“ hörte, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover finde ich genial und auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. ...

Als ich das erste Mal von „Willkommen in Monsterville“ hörte, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover finde ich genial und auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Ich liebe Monstergeschichten und stehe total auf schräge, humorvolle Kinderbücher. Von „Willkommen in Monsterville" habe ich mir genau das erhofft: Eine schön schaurige und ziemlich abgedrehte Story. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Ben ist alles andere als begeistert, als seine Mutter ihm eröffnet, dass sie von New York in das kleine Kaff Ost-Emerson ziehen werden. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass er sein altes Zuhause und seine Freunde verlassen muss, ist seine neue Heimatstadt total strange und creepy. Schon bei ihrer Ankunft begegnet Ben den sonderbarsten Gestalten. Ein Mann, der in Bandagen gewickelt ist, eine Untote, ein Roboter, Kobolde...was ist hier los? Und warum sieht seine Mum diese merkwürdigen Kreaturen nicht? Ist Ben etwa gerade dabei, den Verstand zu verlieren? Den Traum, den er in seiner ersten Nacht im neuen Haus hat, ist ebenfalls mehr als seltsam. Aber was ihm sein erster Schultag bescheren wird, ist Horror pur! Auch in seiner neuen Schule wimmelt es vor Monstern! Die Lehrer sind welche (sein Geschichtslehrer, zum Beispiel, ist eine echte Mumie!), der Hausmeister ist ein Dschinn, in der Toilette treibt eine bärtige Banshee ihr Unwesen…Und nicht nur an der Schule herrscht Monsteralarm, nein, die ganze Stadt wird von den kuriosesten Wesen bevölkert. Zombies, Werwölfe, Zyklopen – Ben ist entsetzt. Für ihn steht ganz klar fest: Er muss hier weg, hier kann er auf keinen Fall bleiben. Doch dann verschwindet plötzlich sein Hund Fred. Als Ben sich auf die Suche nach seinem besten Kumpel macht, erfährt er, dass zurzeit ständig Haustiere in Ost-Emerson verschwinden. Zusammen mit seinen neuen Freunden Lucy und Linus, die Nachbarskinder von gegenüber, versucht Ben hinter die Geheimnisse von Ost-Emerson zu kommen. Ein spannendes Abenteuer erwartet die Kinder voller Gefahren und Rätsel und jeder Menge Monster.

Ich habe hier genau das Lesen zu bekommen, was ich mir erhofft hatte: Eine fantasievolle und wunderbar witzige Geschichte voller verrückter und lustiger Ideen. Schon als ich die ersten Seiten las, wusste ich: Dieses Buch ist genau dein Ding! „Willkommen in Monsterville“ beginnt mit einem sehr ulkigen Vorwort, in welchem uns der Autor (der angeblich ein echtes Monster sein soll!) davor warnt, dieses Buch zu lesen. Ich liebe so etwas ja total, wenn der Erzähler uns Leser direkt anspricht. Im Verlaufe des Buch bringt sich Autor auf eine äußerst unterhaltsame Art auch immer wieder selbst kurz mit ein, was mir wahnsinnig gut gefallen hat.

Nach dem Vorwort und einem sehr originellen Inhaltsverzeichnis geht es mit der eigentlichen Geschichte los. Wir lernen Ben und seine Mutter kennen, als sie gerade im Auto sitzen, auf in Richtung neue Heimat. Es wird einem sofort deutlich, dass Ben todunglücklich darüber ist, dass er und seine Mutter umziehen müssen. Mir tat Ben richtig leid. Umzüge sind meistens hart und wenn man dann auch noch in eine so komische Stadt wie Ost-Emerson zieht, vergeht einem nur noch mehr die Lust aufs Umziehen.

Die Kleinstadt Ost-Emerson wird so cool und skurril beschrieben! Da sind der Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt, überall trifft man auf die bizarrsten Geschöpfe. Na ja, Ben zumindest tut das. Irgendwie kann nur er die ganzen Fabelwesen sehen. Seine Mutter, seine neuen Mitschüler – für die sehen die Monster wie normale Menschen aus. Sehr komisch. Ihr könnt euch vermutlich denken, dass Ben vollkommen verwirrt ist und glaubt, in einen Albtraum gelandet zu sein.

Dank der einfühlsamen und bildhaften Schreibweise ist es mir problemlos gelungen, mich in Ben hineinzuversetzen. Ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen, er ist ein super lieber und sympathischer Junge. Er wirkt stets absolut authentisch, sodass sich die Zielgruppe prima mit ihm identifizieren kann.

Für Mädchen und Jungen ab neun Jahren bietet sich das Buch wunderbar zum Selberlesen an. Die Schrift ist recht groß, der Schreibstil ist flüssig und locker-leicht und die Kapitel sind angenehm kurz. Ich, als Erwachsene, habe das Buch nahezu in einem Rutsch durchgelesen und habe mich dabei köstlich amüsiert und auch ein bisschen gegruselt. Für die Halloweenzeit kann ich „Willkommen in Monsterville“ ganz besonders empfehlen. Da verspricht das großartige Cover eindeutig nicht zu viel, hier kommt eine richtig schöne Monster- und Gruselstimmung auf!

Neben unserem Protagonisten Ben, dem einzigartigen Setting und der schaurigen Atmosphäre haben mir auch die Nebenfiguren unheimlich gut gefallen. Linus, zum Beispiel, der schrullige Junge von gegenüber. Mit ihm wird sich Ben noch anfreunden, genauso wie mit Bens Schwester Lucy.
Linus ist so ein richtiger Besserwisser und Streber. Sein Äußeres, mit dieser großen Nerdbrille, die ihm den Look einer Eule verleiht, passt daher wirklich hervorragend zu ihm. Ich fand Linus richtig witzig. Über seine altkluge und zugleich total süße Art musste ich ständig breit schmunzeln.
Lucy fand ich aber auch große Klasse. Sie ist ein ziemlich spezieller Typ, sie ist tough, frech, extrem cool drauf und schert sich nicht darum, was andere von ihr halten. Und, so viel kann ich euch ja schon mal erzählen: Lucy ist im Besitz eines ganz besonderen Gegenstands. Was genau es aber mit diesem auf sich hat, werde ich hier verraten, hehe. 
 
Ben, Lucy und Linus ergeben zusammen schon eine sehr bunte Truppe. Gemeinsam werden sie versuchen hinter die Geheimnisse ihres Heimatstädtchens zu kommen. Was sie dabei wohl alles erleben werden? Ob sie ihr erstes großes Monsterabenteuer überstehen und Bens Hund Fred finden werden? Tja, das werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Ich kann diesen wundervollen Reihenauftakt wirklich nur empfehlen! Es geht durchweg spannend, witzig und abenteuerlich zu, es gibt lauter unerwartete Wendungen und viele Überraschungen. Mitfiebern und miträtseln ist hier definitiv Programm!

Apropos rätseln: In dem Buch verstecken sich jede Menge knifflige Codes. Manche sind echt tricky, sag ich euch. So etwas mag ich ja richtig gerne, wenn in Büchern Codes oder Rätsel versteckt sind. Das macht das Leseerlebnis noch viel aufregender und außergewöhnlicher.

Was den Lesespaß dann nur noch wunderschöner macht, sind die brillanten schwarz-weiß Illustrationen von Thomas Hussung. Von ihm stammt auch das tolle Cover. Viele werden seine Bilder vielleicht aus der bekannten Reihe „Das kleine Böse Buch“ kennen. Ich liebe den Zeichenstil von Thomas Hussung, er ist einfach monsterhaft gut und so irre witzig! Werft einen Blick aufs Cover und ihr wisst, was ich meine. ;)
Die Zeichnungen im Buch haben mir auch mega gut gefallen. Die vielen Monster, Linus mit seiner Glubschbrille, hach, einfach klasse! Von den Illustrationen hätte es gerne noch viele mehr geben können!
Die Bilder verstärken nur noch diese herrliche, unheimliche Atmosphäre, genauso wie die dunklen Seiten, die es zu Beginn und in der Mitte des Buches gibt.

Fazit: Ein toller Monsterlesespaß für Groß und Klein, welcher große Lust auf mehr macht und einen durchweg mitfiebern lässt! Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden beschert. Der Mix aus Spannung, schrägem Humor, Abenteuer, Fantasy und Grusel ist in meinen Augen erstklassig gelungen. Eine mitreißende Story, viele zauberhafte Illustrationen, knifflige Codes – klingt das nicht super? Wenn das Buch dann auch noch von einem absoluten Experten, sprich einem waschechten Monster geschrieben wurde, nun, dann muss es doch einfach monstermäßig gut sein, oder? Also ich bin begeistert und hoffe sehr, dass es noch weitere Bände von „Willkommen in Monsterville“ geben wird. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.09.2019

Auf Klassenfahrt mit den Schwesterherzen!

Schwesterherzen 2: Auf Klassenfahrt
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Da mir der erste Band von der Schwesterherzen-Reihe unheimlich gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Zu meiner großen Freude wurde auch diese als Hörbuch mit Cathlen Gawlich ...

Da mir der erste Band von der Schwesterherzen-Reihe unheimlich gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Zu meiner großen Freude wurde auch diese als Hörbuch mit Cathlen Gawlich umgesetzt. Bereits beim ersten Band hatte ich mich für die Lesung entschieden und da mich diese hellauf begeistern konnte, habe ich auch beim zweiten Teil wieder zum Hörbuch gegriffen.

Bonnie ist monstermäßig schlecht drauf, als die Ferien vorbei sind und sie wieder zur Schule gehen muss. Natürlich freut sie sich darüber, dass sie nun mit den anderen Schwesterherzen Smilla, Nuca, Jo und Monti in eine Klasse gehen wird, aber auf die blöde Trischa und ihre ätzende Tussi-Clique hätte sie gut verzichten können. Und warum muss ausgerechnet Müffelmonster Strunz ihr neuer Klassenlehrer sein? Nicht nur, dass er Mathe unterrichtet, Stinkesocke Strunz hat zudem null Komma gar keinen Humor und einen furchtbaren Mundgeruch. Echt super. Das neue Schuljahr fängt also schon mal nicht so prickelnd an. Hoffentlich wird die Klassenreise besser! Vielleicht geht es ja nach Haiwaii? Hm, nein, irgendwie nicht. Es soll nach Bad Ödersen gehen. Oh Mann, wie blöde ist das denn? Bad Ödersen, das kann doch nur öde werden. Langweilig soll die Klassenfahrt dann aber nicht werden. Auf die Schwesterherzen sollen einige aufregende Tage zukommen. Monti möchte plötzlich Trischas peinlicher Mädchenbande beitreten, Jo schmuggelt heimlich ihr Ferkelchen Godzilla mit und als wäre das nicht schon Trubel genug, wird Godzilla von gemeinen Tierdieben entführt! Nun ist der Zusammenhalt der Sicret Sistahz gefragt. Godzilla muss gerettet werden!

Lucy Astner ist mit dem zweiten Band ihrer Schwesterherzen-Reihe eine wundervolle Fortsetzung gelungen, welche mich genauso verzaubern konnte wie der Auftakt. Wenn ihr die Schwesterherzen noch nicht kennen solltet, solltet ihr es das in meinen Augen unbedingt noch ändern! Die Abenteuer, die man mit den fünf Mädchen erleben kann, sind einfach toll und machen mega gute Laune! Allerdings solltet ihr die Bekanntschaft von Bonnie und ihren Freundinnen besser in Band 1 machen. Da der zweite Teil ziemlich direkt an den ersten anschließt und auf ihn aufbaut, halte ich hier das Einhalten der chronologischen Reihenfolge für deutlich sinnvoller.

Erzählt wird auch hier wieder alles aus der Sicht von Bonnie im Tagebuchstil. Der Tagebuchstil mit dieser besonderen Aufmachung und den Illustrationen geht auch hier natürlich leider über das Hören wieder verloren, aber dies wird durch die großartige Vortragsweise von Cathlen Gawlich allemal wettgemacht!

Cathlen Gawlich glänzt auch hier mal wieder in ihrer Rolle und liest diese super schöne Geschichte, die einen hier erwartet, einfach nur fantastisch! Ich staune ja immer wieder aufs Neue, wie bemerkenswert gut Cathlen Gawlich ihre Stimme verstellen kann. Sie ist wirklich das reinste Stimmwunder. Wie sie immer alles betont, ist so grandios und lustig, tschakalaka! :D
Für die Schwesterherzen-Reihe ist sie in meinen Augen der reinste Glücksgriff. Sollte es noch weitere Bände geben (was ich so sehr hoffe!) und sollten auch diese als Hörbücher mit Cathlen Gawlich umgesetzt werden, dann steht für mich definitiv fest, dass ich mich auch dann wieder für die Lesungen entscheiden werde. Es ist einfach die reinste Freude den Hörbüchern der Schwesterherzen zu lauschen.

Neben der erstklassigen Vortragsweise bin ich auch von den Charakteren wieder hellauf begeistert. Mein persönlicher Liebling war wieder unsere Protagonistin Bonnie. Ich liebe einfach ihre lustige, aufgeweckte und herzliche Art. Die anderen Sicret Sistahz habe ich aber auch seit dem ersten Band unheimlich liebgewonnen. Durch ihre Eigenarten und Ticks wirken sie stets absolut authentisch, sodass sich die Zielgruppe prima mit den Mädels identifizieren kann.

Für Mädchen (und durchaus auch so manchen Jungen) ist die Reihe ab 9 Jahren sehr zu empfehlen, allerdings sind die Geschichten auch für deutlich ältere Leser oder Zuhörer absolut lesens- oder hörenswert. Wer, wie ich, gerne Bandengeschichten mag, wird hier auf jeden Fall ganz auf seine Kosten kommen!

Besonders gut gefallen hat mir, dass auch in diesem Band Freundschaft und Zusammenhalt wieder ganz groß geschrieben werden. Natürlich wird es auch in diesem Schwesterherzen-Abenteuer zu so einigen Unstimmigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen Bonnie, Smilla, Nuca, Jo und Monti kommen, aber so etwas gehört zu einer Freund- bzw. Schwesternhaft eben einfach dazu.

Für mich kam hier beim Zuhören an keiner Stelle Langeweile auf. Die Story geht durchweg spannend und turbulent zu, sodass mitfiebern hier auf jeden Fall angesagt ist. Die witzigen und unterhaltsamen Szenen kommen hier aber natürlich auch nicht zu kurz. Ich habe mich beim Zuhören stellenweise köstlich amüsiert und war ständig am Schmunzeln und Grinsen.

Was genau die total geheimen Geheimschwestern auf ihrer Klassenreise alles erleben werden und ob es ihnen gelingen wird, Jos Ferkelchen Godzilla vor den Tierdieben zu retten, werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr schon selbst zum Hörbuch oder zum Buch greifen. Ich jedenfalls kann die Hörbücher dieser super süßen Mädchenreihe wärmstens empfehlen, ich finde so monstermäßig klasse!

Fazit: Eine zauberhaft schöne Fortsetzung, die von den ersten Hörminuten an zum Mitfiebern einlädt und riesengroße Lust auf mehr macht! Mir hat auch das zweite Abenteuer der Sicret Sistahz ein wunderschönes Hörerlebnis beschert! Cathlen Gawlich hat mir mal wieder vor Augen geführt, dass sie zurecht zu meinen Lieblingssprecherinnen zählt, sie liest diese tolle Geschichte so grandios! Ich habe die Schwesterherzen nur zu gerne auf ihre überhaupt nicht öde Klassenfahrt nach Bad Ödersen begleitet und wollte beim Lauschen am liebsten gar nicht mehr auf die Stopptaste drücken. Wer gerne mädchenstarke Bandengeschichten mag, die von Freundschaft, Kameradschaftsgeist und Zusammenhalt handeln und einfach nur total lustig, zuckersüß und mega mitreißend sind, dem kann ich die Schwesterherzen-Reihe sehr ans Herz legen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!