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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2019

Super mitreißend, mega witzig und einfach nur genial! Ein toller dritter Band!

Collins geheimer Channel (Band 3) - Wie ich zum Lehrerflüsterer wurde
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Da mir die ersten beiden Bände von „Collins geheimer Channel“ unheimlich gut gefallen haben, habe ich mich auf den dritten Band von schon sehr gefreut. Ich lese liebend gerne Comicromane und wer diese ...

Da mir die ersten beiden Bände von „Collins geheimer Channel“ unheimlich gut gefallen haben, habe ich mich auf den dritten Band von schon sehr gefreut. Ich lese liebend gerne Comicromane und wer diese große Leidenschaft mit mir teilt, sollte sich die Collin-Reihe in meinen Augen unbedingt zulegen! Ich finde sie so klasse und ich war sehr guter Dinge, dass mich auch Band 3 hellauf begeistern wird.

Als Frau Groß-Claudius verkündet, dass ein neuer Klassensprecher gewählt werden muss und ausgerechnet Collins Erzfeind Wilhelm von Rosenberg beschließt, dass er der perfekte Kandidat dafür wäre, steht für den 13-jährigen Collin sofort fest: Das muss unbedingt verhindert werden! Wilhelm und Klassensprecher? Nie im Leben! Eigentlich hatte Collin ja keinen Bock auf diesen Job gehabt, aber Blödmann Wilhelm darf einfach nicht Klassensprecher werden. Leider tritt aber auch Kim die Wahl an, Collins Angebetete. Gegen sie anzutreten fällt ihm schon deutlich schwerer als gegen diesen Idioten Wilhelm. Ein YouTube-Star wie Collin lässt sich aber nicht unterkriegen und denkt niemals ans aufgeben! Zusammen mit seinem besten Freund Jo-Jo, der ihm natürlich bei dem Wahlkampf unterstützt, wird es Collin ganz bestimmt gelingen die Wahl des Klassensprechers zu gewinnen. Oder?

Meine große Vorfreude war hier absolut gerechtfertigt: Ich finde den dritten Band von Collins geheimer Channel genauso genial wie die beiden Vorgänger. Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es richtig verschlungen und leider viel zu schnell wieder beendet.

Ich persönlich halte es hier für sinnvoller, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da sie etwas aufeinander aufbauen. Es mag vielleicht auch so gehen, wenn man diesen Band ohne die Kenntnisse aus den beiden vorherigen Bänden liest, da alles wichtige kurz erklärt wird, allerdings ist der Lesespaß in meinen Augen deutlich höher, wenn man bei dieser Reihe mit Band 1 startet.

Mein Lesevergnügen war hier jedenfalls rundum perfekt. Das Buch ist so lustig und so herrlich humorvoll – ich habe es quasi mit einem Dauergrinsen auf den Lippen gelesen und musste des öfteren auch mal den ein oder anderen lauten Lacher von mir geben. Der Humor in den Collin-Büchern ist definitiv absolut meiner und ich gehe sehr davon aus, dass er auch den Geschmack der Zielgruppe komplett treffen wird.

Empfohlen wird die Reihe für Jungs ab 10 Jahren, allerdings kann ich die Bücher auch Mädchen sehr ans Herz legen. Der Altersempfehlung schließe ich mich auf jeden Fall an. Für Kinder ab 10 Jahren eignet sich die Reihe wunderbar zum Selberlesen. Der Schreibstil ist einfach, locker-leicht und sehr jugendlich, die Schrift hat eine angenehme Größe und die Kapitel sind schön kurz. Hinzu kommt dann natürlich noch die supercoole Aufmachung.

Der Comic-Stil der Collin-Bücher ist einfach nur grandios! Ich liebe sie. Es gibt sehr viele Illustrationen, sodass auf den Seiten stets nur wenig Text vorhanden ist. Weniger lesebegeisterten Kindern kann ich diese Reihe daher ganz besonders empfehlen. Ich kann mir nur zu gut verstellen, dass selbst die größten Lesemuffel hier zu begeisterten Buchverschlingern mutieren werden. :D

Illustriert wurde natürlich auch dieser Band wieder von Zapf. Ich mag seine Zeichnungen richtig gerne. Sie sind so lustig und harmonieren hervorragend zum Geschehen im Text. Sehr gefreut hat mich, dass es auch in diesem Band wieder Steckbriefe der wichtigsten Figuren vorne im Buch gibt. Für Neueinsteiger ist das natürlich klasse und auch für so eine große Vielleserin wie mich, die bei Charakternamen schnell mal schwächelt, sind solche tollen Steckbriefe eine ganz feine Sache.

Ehe ich zu den Charakteren komme, muss ich hier noch eine Kleinigkeit zu den Illustrationen loswerden bzw. zu einer bestimmten. Bereits in den beiden vorherigen Bänden haben mich die Bilder zu Collins Oma Irmgard etwas ins Grübeln gebracht und auch hier bin ich wieder ins Stocken geraten. Wenn ich mich nicht irre, gibt es von der Oma zwei verschiedene Zeichnungen. Da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob das ein Fehler ist oder gewollt oder ob ich einfach etwas nicht gecheckt habe. Ich jedenfalls finde diese zwei verschiedenen Oma-Zeichnungen ein wenig verwirrend. Welche Oma ist nun die Richtige? Vermutlich die, die vorne im Steckbrief abgebildet ist. Warum aber begegnet einem ständig noch eine weitere Oma? Sehr mysteriös.

Nun aber zu den Charakteren. In der Collin-Reihe tummeln sich wirklich so herrliche Figuren herum. Collin ist einfach nur spitze, ich liebe seine humorvolle Art. Seinen besten Freund Jo-Jo, mit dem zusammen Collin seinen YouTube-Kanal „Chill mal Channel“ macht, mag ich aber auch richtig gerne. Den beiden Jungs gelingt es einfach immer wieder mich zum Grinsen zu bringen.
Die weiteren Charaktere wurden allerdings auch prima von Sabine Zett ausgearbeitet. Nicht alle sind nett und sympathisch, aber so blöde Figuren müssen doch auch irgendwie sein, oder? Wäre doch sonst langweilig, wenn man niemanden hat, über den man sich so schön aufregen kann. :D
Wen wohl wirklich kein einziger Leser ins Herz schließen wird, ist Wilhelm von Rosenberg, Collins Erzfeind. Wilhelm hält sich für den Allertollsten und ist einfach nur der totale Kotzbrocken. Dass dieser Idiot Klassensprecher wird, geht echt gar nicht, das muss wirklich unbedingt verhindert werden!

Den Wahlkampf, den sich Collin, Wilhelm und Kim liefern werden, habe ich als richtig spannend mitempfunden. Einfach toll, was sich die drei alles einfallen lassen, um die Wähler (auch bekannt als Mitschüler) für sich zu gewinnen. Breite Schmunzler und laute Lacher sind da garantiert!

Kim ist übrigens ein sehr sympathisches Mädel. Und verdammt hübsch. Der liebe Collin ist vollkommen verknallt in sie und ihr könnt euch vermutlich schon denken, dass auch dieser Punkt für die beste Unterhaltung bei uns Lesern sorgen wird. ;)

Ebenfalls wieder richtig witzig sind die YouTube-Videos von Collin und Jo-Jo. Allerdings finde ich persönlich, dass die in diesem Band ein wenig zu kurz kommen. Mein Eindruck ist, dass es in den ersten beiden Bänden mehr youtubemäßig zugeht. Gestört hat es mich aber nicht. Wie bereits erwähnt: Ich bin hellauf begeistert von dem Buch. Auf den vierten Band freue ich mich jetzt schon sehr!

Fazit: Mega witzig, super mitreißend und einfach nur genial! Ein eine weitere tolle Fortsetzung, die einen bestens unterhält und große Lust auf mehr macht! Mir hat der dritte Band von „Collins geheimer Channel“ ein wundervolles, kurzweiliges Leseerlebnis beschert. Ich bin total begeistert von der unterhaltsamen Story, den vielen lustigen Ideen, der coolen Aufmachung und den großartigen Charakteren. Für alle, die gerne Comicromane lesen, ist die Collin-Reihe in meinen Augen ein ganz großes Muss! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 10.08.2019

Ein emotionaler, tiefgründiger und wunderschöner Jugendroman!

Marwani
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Als mir dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse „Marwani – Mitten ins Herz“ vorgestellt wurde, wusste ich sofort: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Ich lese Pferdebücher seit meiner Kindheit wahnsinnig ...

Als mir dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse „Marwani – Mitten ins Herz“ vorgestellt wurde, wusste ich sofort: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Ich lese Pferdebücher seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne und bin immerzu auf der Suche nach neuen schönen Pferdegeschichten. Bei „Marwani“ sprach mich einfach alles auf Anhieb an. Das Cover finde ich wunderhübsch und der Klappentext klang so zauberhaft schön! Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Nach einem schweren Autounfall sitzt Mira im Rollstuhl. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass sie nicht mehr laufen kann, kaufen ihre Eltern auch noch ein Haus mitten in der Pampa, direkt neben einem Pferdehof. Echt super. Mit Pferden kann Mira so gar nichts anfangen, im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester Kathi, die sofort Feuer und Flamme fürs Reiten ist. Mira hat einfach an gar nichts mehr Lust und Freude. Hinzu kommt auch noch, dass sich ihre Freunde kaum noch bei ihr melden. Mira fühlt sich allein und einsam und verschanzt sich nur noch in ihrem dunklen Zimmer. Dann aber galoppiert die Schimmelstute Marwani in ihr Leben. Wie Mira, so ist auch Marwani selbstbewusst, dickköpfig und sehr temperamentvoll. Zumindest war Mira das mal, vor dem Unfall. Dank Marwani wird Mira wieder Spaß am Leben haben und wieder fröhlicher und glücklicher werden. Wer auch mit dazu beitragen wird, ist Dan, der charmante und freundliche Stalljunge von nebenan. Mit ihm wird Mira jede Menge Zeit verbringen und sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlen.

Vermutlich war euer erster Gedanke, als ihr euch den Klappentext durchgelesen habt, dass „Marwani“ eines dieser typischen Pferdebücher ist, oder? Die Idee, Mädchen trifft außergewöhnliches Pferd, zu welchem sie eine ganz besondere Verbindung hat, ist definitiv nicht neu und ja, die Story, die einen hier erwartet, ist insgesamt schon sehr vorhersehbar. Dennoch ist Maren Dammann hier in meinen Augen ein ganz wundervoller Jugendroman gelungen, welcher mir herrliche Lesestunden beschert hat. Ich war von den ersten Seiten an wie gebannt von der Handlung und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Dank der mitreißenden Handlung, den angenehm kurzen Kapiteln und dem tollen Schreibstil liest sich das Buch wirklich klasse und so wunderbar locker-leicht. Ehe ich es mich versah, war mein Lesevergnügen auch schon wieder vorbei und es hieß wieder Abschied nehmen von Mira und ihrer Schimmelstute Marwani.

Erzählt wird hier alles aus der dritten Person. Den größten Teil der Geschichte erfahren wir aus Miras Sicht, allerdings gibt es zwischendurch auch immer mal wieder kleine Passagen, die aus der Perspektive anderer Charaktere erzählt werden wie zum Beispiel Miras kleine Schwester Kathi oder ihren Eltern. Mir persönlich haben diese kleinen Sichtwechsel richtig gut gefallen, da sie die Handlung nur noch temporeicher machen. Die Story mag so einige Parallelen zu anderen Pferdebüchern enthalten, aber dank der vielen überraschenden Wendungen ist man hier dennoch immerzu am mitfiebern. Besonders zum Ende hin wird die Handlung richtig spannend. Ich hatte die letzten Kapitel spätabends gelesen und obwohl ich schon ziemlich müde war, konnte ich das Buch einfach nicht mehr beiseite legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Neben der Spannung kommen hier auch die Tiefgründigkeit und die Gefühle nicht zu kurz. Für mich hat sich „Marwani“ als deutlich emotionaler und tiefsinniger herausgestellt als ich erwartet hatte. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, es hier mit einer sehr bewegenden und gefühlvollen Geschichte zu tun zu bekommen, aber nicht so sehr, wie das dann der Fall war. Ich wurde hier wirklich auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Seien es die wunderschönen, warmherzigen Momente zwischen Mira und ihrer Stute Marwani oder die großen Hürden und Probleme, mit denen Mira zu kämpfen hat – alles wird so berührend und einfühlsam beschrieben, einfach großartig! Besonders zu Beginn, als wir erfahren, wie sehr Mira unter dem Unfall und seinen schweren Folgen leidet, habe ich zutiefst mitgelitten. Am Anfang habe ich das Buch, wenn ich ehrlich bin, als sehr bedrückend empfunden. Mira sitzt nach dem schlimmen Autounfall im Rollstuhl und hat jegliche Lebensfreude verloren. Ihre gelähmten Beine, der Umzug in dieses Kaff, das irgendwo im Nirgendwo liegt, ihre Freunde, die sich kaum noch bei ihr melden – all das lastet schwer auf Mira. Sie wird richtig depressiv, igelt sich in ihrem dunklen Zimmer ein, verweigert das Essen und hat zu gar nichts mehr Lust.

Dann aber trifft sie auf Marwani. Mit Pferden hatte Mira nie groß was am Hut, aber zu Marwani fühlt sie sich sofort hingezogen; die beiden verbindet von der ersten Begegnung an etwas ganz Besonderes. Als Leser spürt man wirklich sofort, dass Marwani eine außergewöhnliche Stute ist. Dank ihr wird Mira wieder fröhlicher und lebenslustiger werden, sie isst wieder, wird kräftiger und sie wird, trotz ihrer Querschnittslähmung, sogar das Reiten erlernen.

Ich bin wirklich ganz begeistert von dieser gefühlvollen Art, wie die Autorin hier alles beschreibt. Meine einzigen kleinen Kritikpunkte: Mir persönlich ging manches leider etwas zu schnell und nicht alles habe ich als realistisch empfunden. Zudem wurden mir ein paar Charaktere zu oberflächlich beschrieben, über einige hätte ich gerne etwas mehr erfahren. Allzu groß gestört haben mich diese Dinge aber nicht. Man darf auch nicht vergessen, dass dies ein Jugendbuch ist und ich manches aus Erwachsenensicht vermutlich etwas anders sehe und wahrnehme als die Zielgruppe. Für Mädchen ab 12 Jahren, die gerne Pferderomane lesen, ist „Marwani – Mitten ins Herz“ meiner Meinung nach ein ganz großes Muss! Besonders Ostwind-Fans kann ich das Buch sehr ans Herz legen. Obwohl die Story schon anders ist als Ostwind, hat sie mich dennoch sehr daran erinnert. Da ich die Ostwind-Reihe über alles liebe, hat es mich echt riesig gefreut, dass für mich hier etwas Ostwind-Feeling aufkam. :D

Wovon ich auch richtig begeistert bin, ist die Liebesgeschichte, die hier mit eingebaut wurde. Der Stallbursche Dan ist schon echt ein prima und total lieber und charmanter Kerl, da konnte ich es absolut verstehen, dass die liebe Mira sich ihn verguckt. ;)
Auf mich hat die Liebesgeschichte überhaupt nicht kitschig gewirkt. Sie ist authentisch und fügt sich wunderbar in die Handlung ein.

Wen ich irgendwie ganz besonders in mein Herz geschlossen habe, ist Miras kleiner Schwester, die 10-jährige Kathi. Sie fand ich einfach nur total süß.
Auch die weiteren Charakteren, allen voran natürlich Mira, haben mir richtig gut gefallen. Natürlich schließt man nicht alle ins Herz, es begegnen einem hier doch so einige Personen, die total blöd und unsympathisch sind, aber gestört hat mich das natürlich nicht. Diese Figuren mussten hier einfach sein, ohne sie hätte hier definitiv was gefehlt.

Ich kann euch „Marwani“ wirklich nur ans Herz legen. Das Buch erzählt eine so herzerwärmend schöne Geschichte über Freundschaft, Mut, Hoffnung, Geduld, Entschlossenheit, Schicksalsschläge, Liebe und Vertrauen. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier wird so traumhaft beschrieben und auch die Zusammenspiele der Charaktere sind einfach nur große Klasse.
Was das Buch dann nur noch besonderer macht, ist der Aspekt, dass vieles auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin erzählt dies in einem kleinen Vorwort und mit diesem Wissen liest sich die Geschichte irgendwie noch eindrucksvoller.

Fazit: Emotional, tiefgründig, warmherzig und traumhaft schön! Ein wundervoller und sehr bewegender Pferderoman, der einen von den ersten Seiten an mitreißt und nicht mehr loslässt! Mit „Marwani – Mitten ins Herz“ ist Maren Dammann ein ganz besonderes Jugendbuch gelungen, welches ich jedem, der gerne Pferdegeschichten liest, sehr ans Herz legen kann. In meinen Augen ist das Buch aber auch für Nicht-Pferdefans absolut lesenswert. Mir hat diese tolle Geschichte ein herrliches Leseerlebnis beschert. Für 5 Sterne hat mir zwar dann doch irgendwie etwas gefehlt, aber begeistert bin ich natürlich dennoch. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 08.08.2019

Herrlich humorvoll, super spannend und richtig genial! Ein toller Auftakt!

Die Legende von Greg 1: Der krass katastrophale Anfang der ganzen Sache
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Sieht das Cover nicht genial aus? Also mir gefällt es richtig gut, es macht einfach auf den ersten Blick deutlich, dass man es hier mit einer abenteuerlichen, actionreichen und fantasievollen Geschichte ...

Sieht das Cover nicht genial aus? Also mir gefällt es richtig gut, es macht einfach auf den ersten Blick deutlich, dass man es hier mit einer abenteuerlichen, actionreichen und fantasievollen Geschichte zu tun bekommen wird. Ich bin ja eigentlich nicht so der große Fantasyleser, aber hier sprach mich einfach alles sofort an. Das Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen, ich war schon so gespannt, was mich in „Die Legende von Greg“ wohl erwarten wird!

Greg dachte immer, dass er ein ganz normaler Junge wäre. Langweilig, pummelig, etwas verfressen und ziemlich uncool. Als sein Vater aber von einem furchtbaren Bergtroll entführt wird, erfährt Greg, was er in Wirklichkeit ist. Greg ist ein Zwerg und stammt von einem uralten Zwergenvolk ab. Und nicht nur das: Sein bester Freund Edwin ist ein Elf! Gregs Leben wird ab dem Moment völlig auf den Kopf gestellt werden. Er wird in den Untergrund Chicagos reisen, wo die Zwerge leben. Er wird erfahren, dass Zwerge und Elfen sich hassen und sogar ein Krieg zwischen den verfeindeten Völkern droht. Auf Greg wartet ein großes Abenteuer: Die Zwergenausbildung, die sprechende Axt Aderlass, die große Frage, ob er überhaupt noch mit Edwin befreundet sein kann (er ist schließlich ein Elf) und dann wäre da natürlich noch sein Vater. Wird es Greg gelingen, seinen Vater wiederzufinden?

Ich wusste hier schon nach den ersten Seiten, dass mir das Buch genau das bescheren würde, was ich mir erhofft hatte: Eine fesselnde und ziemlich abgedrehte Story voller Action, Abenteuer, Witz und Charme. Schon das erste Kapitel hat mich so mitgerissen und bestens unterhalten – ich wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es dann einfach erst einmal nicht getan und über 100 Seiten in einem Rutsch gelesen. Schon auf diesen passiert eine Menge und auch auf den weiteren Seiten geht es durchweg temporeich und spannend zu.
Das Buch liest sich zudem dank des humorvollen, jugendlichen und locker-leichten Schreibstils von Chris Rylander echt klasse. Hinzu kommt, dass die Kapitel eine perfekte Länge haben, was mich sehr gefreut hat. Ich bin überhaupt kein Fan von langen Kapiteln.

Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist der Humor. Dieser war auf jeden Fall absolut meiner, meine Gesichtsmuskeln waren hier äußerst aktiv. Zu Beginn zwar etwas mehr, aber auch im Verlaufe des Buch gab es für mich ständig Gründe zum Schmunzeln und Grinsen.

Mit am besten unterhalten hat mich der liebe Greg, aus dessen Sicht wir hier alles in der Ich-Perspektive erfahren. Greg ist einfach spitze, ich fand ihn so klasse! Er ist super witzig und so sympathisch. Das Komische ist nur, dass Greg irgendwie kaum jemand leiden kann. An seiner Schule ist er der totale Außenseiter und wird von einigen sogar ziemlich übel gehänselt. Zum Glück hat Greg aber in Edwin einen tollen besten Freund gefunden, der ihn vor den Mobbingattacken seiner Mitschüler beschützt. Edwin ist, im Gegensatz zu Greg, sehr beliebt in der Schule, schert sich aber überhaupt nicht darum, was die anderen von ihm denken, wenn er sich mit dem pummeligen und manchmal sehr merkwürdig riechenden Greg abgibt.

Greg ist eben einfach anders. Er wird auch noch erfahren, wie anders er wirklich ist. Dass seine Familie irgendwie nicht normal ist, wusste Greg schon immer. Ist ja schon sehr seltsam, dass allen in der Familie Belmont seit Urzeiten an Donnerstagen schlimme Dinge passieren, oder? Ein Donnerstag, an dem etwas Gutes geschieht und man mal so richtig Glück hat? Ein Ding der Unmöglichkeit in Gregs Familie.
Neben diesen verfluchten Donnerstagen, wäre da dann noch Gregs Vater, der schon etwas strange drauf ist. Er hegt eine große Liebe für Tees und Naturprodukte, die er selbst herstellt und in seinem Laden verkauft. Ich kann euch ja schon mal verraten, dass die Teesorten sehr...ähm, gewöhnungsbedürftig sind. Also mein Fall wären sie ganz sicher nicht. :D
Die Bioseifen von Gregs Dad übrigens auch nicht. Wer will bitte schön nach einer Mischung aus gepökeltem Schweinefleisch und isländischem Moor riechen? Also ich irgendwie nicht. ;)
Greg benutzt die Seifen seines Dads aber, daher riecht er eben manchmal etwas komisch. Für manche Jugendliche ein gefundenes Fressen für Sticheleien und Beleidigungen. Mir tat Greg richtig leid. Er ist so ein prima Kerl, aber dennoch ist er total unbeliebt an seiner Schule.

Als sein Vater entführt wird und Greg erfährt, dass er in Wahrheit ein Zwerg ist, wird sich sein Leben allerdings schlagartig ändern. Mit ihm zusammen werden wir in die Zwergenwelt unter Chicago reisen und ein phantastisches und magisches Abenteuer erleben.
Die Zwergenwelt wird großartig beschrieben. Pures Kopfkino sag ich euch. Ich konnte mir dank der anschaulichen Beschreibungen des Autors von allem ein ganz genaues Bild machen und wurde von der Atmosphäre, die durch das atemberaubende Setting entsteht, komplett verzaubert.
Total klasse fand ich auch die Darstellungen der Zwerge. Hach, manche sind so herrlich schrullig. Wie oben bereits erwähnt, in diesem Buch herrschte bei mir immer wieder ein großer Schmunzelalarm.
Allein schon die Kapitelüberschriften sind teilweise so lustig! Wenn man die liest, kann man es wirklich gar nicht mehr abwarten, sich auf die jeweiligen Kapitel zu stürzen, da man unbedingt wissen möchte, was diese skurrile Formulierungen wohl zu bedeuten haben.

Was genau Greg alles in seinem neuen Leben als Zwerg erleben wird und ob er seinen Vater finden wird, werde ich hier natürlich nicht verraten. Auch, was es mit dem magischen Trank Galdervatn und der mächtigen Axt Aderlass auf sich hat, werde ich nicht erzählen. Und ob Greg weiterhin mit Edwin befreundet sein kann, obwohl dieser ein Elf ist, nun, auch darüber werde ich hier schweigen. Wenn ihr auf all das gerne Antworten haben möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Ich kann es wirklich sehr empfehlen. Wer gerne Fantasybücher liest, die humorvoll, warmherzig, urkomisch und absolut fesselnd sind, der wird von „Die Legende von Greg“ ganz bestimmt begeistert sein. 
Vom Verlag wird dieser schöne Reihenauftakt vor allem Percy Jackson-Fans empfohlen und dieser Empfehlung schließe ich mich gerne an. Ich bin mich ziemlich sicher: Wer Percy liebt, der wird auch Greg lieben. Ich jedenfalls tue es. :D

Fazit: Ein toller Reihenauftakt, der einen durchweg mitfiebern lässt und große Lust auf mehr macht! Mich hat der erste Band von „Die Legende von Greg“ bestens unterhalten. Das Buch handelt von Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen, von magischen Wesen, Geheimnissen und jeder Menge Abenteuer und Gefahren. Die Story ist durchweg spannend und rasant und so herrlich humorvoll und schräg. Ich kann dieses zwergisch coole Buch wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein magisch schöner Hörspaß für Jung und Alt!

Die Magischen Sechs - Madame Esmeraldas Geheimnis
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Schon beim ersten Band der Magischen Sechs habe ich mir beides zugelegt: Buch und Hörbuch. Bei dieser Reihe sind einfach beide Fassungen großartig! Die Bücher sind wundervoll illustriert und die Hörbücher ...

Schon beim ersten Band der Magischen Sechs habe ich mir beides zugelegt: Buch und Hörbuch. Bei dieser Reihe sind einfach beide Fassungen großartig! Die Bücher sind wundervoll illustriert und die Hörbücher werden erstklassig von Simon Jäger vorgelesen. Da mir die Lesung von Band 1 so unheimlich gut gefallen hatte, ließ ich nur zu gerne auch das Hörbuch vom zweiten Teil bei mir einziehen.

Das Leben des Mädchens Leila war nicht immer einfach gewesen. Sie wuchs in einem Waisenhaus auf, an welches sie leider nicht die besten Erinnerungen hat. Zum Glück wurde sie eines Tages von den beiden herzensguten Mr Vernons adoptiert. Seit kurzem hat die Familie sogar Zuwachs bekommen: Carter. Leila und Carter und noch vier weitere Kinder bilden zusammen eine besondere Gruppe: Die Magischen Sechs. Zusammen haben sie schon ein fantastisches Abenteuer erlebt und das nächste wird nicht lange auf sich warten lassen. Als die berühmte Hellseherin Madame Esmeralda in Mineral Wells auftaucht, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Vor allem das Leben von Leila wird vollkommen auf den Kopf gestellt werden. Madame Esmeralda scheint tatsächlich zu wissen, wer Leilas leibliche Eltern sind. Aber kann das wirklich stimmen? Irgendetwas hat die Hellseherin zu verbergen, da sind sich die Magischen Sechs sicher. Dank ihrer bewundernswerten Freundschaft, ihren tollen Talenten und magischen Fähigkeiten werden sie ganz bestimmt hinter ihr Geheimnis kommen. Oder?

Den zweiten Band hatte ich erst vor kurzem gelesen, die Story war also noch sehr präsent in meinem Kopf. Ob mir das Hören dadurch langweilig wurde? Nö, definitiv nicht! Mir hat das Hörbuch wunderschöne Hörstunden beschert. Ich war hier wie gebannt am Lauschen, Langeweile kam für mich an keiner Stelle auf. Die Handlung ist einfach so mitreißend und liebenswert-witzig und wird so super von Simon Jäger vorgelesen – man kann da gar nicht anders als ohne Ende mitzufiebern und vor sich hin zu schmunzeln, auch wenn man die Geschichte schon kennt.

Neil Patrick Harris ist mit dem zweiten Abenteuer der Magischen Sechs in meinen Augen eine richtig tolle Fortsetzung gelungen. Der Schreibstil ist wieder so schön locker-leicht und humorvoll, die Charaktere wurden wieder hervorragend ausgearbeitet und die Story reißt einen von den ersten Hörminuten an mit und fesselt einen bis zum Schluss.

Wie ich schon in meiner Rezension zum Buch meinte, hat mir wieder ganz besonders gut gefallen, dass sich der Autor hier selbst mit einbringt und uns Leser bzw. Zuhörer direkt anspricht. Ich persönlich liebe so etwas in Büchern immer sehr.

Der Erzählerwechsel ist auch in der Fortsetzung wieder prima gelungen. Allerdings wechselt sich der Autor hier nicht mit Carter mit dem Erzählen ab, sondern mit Leila. Sie ist in diesem unsere Hauptprotagonistin, aus ihrer Sicht in der dritten Person erfahren wir den Großteil der Story. Mir hat es richtig gut gefallen, dass der Fokus dieses Mal nicht auf Carter, sondern auf Leila liegt. Carter mag ich echt wahnsinnig gerne, aber ich fand es einfach so interessant, endlich mehr über Leila und ihre Vergangenheit zu erfahren. Aus dem Vorgängerband wissen wir, dass Leila aus einem Heim stammt und von den beiden liebendwürdigen Mr Vernons adoptiert wurde. In diesem Band werden wir nun mit mehr Details versorgt. Es wird erzählt, wie aus Leila so eine professionelle Entfesslungskünstlerin wurde, wie sie von dem Waisenhaus zu ihren Adoptivpapas gelangt ist und dass sie die Besitzerin eines geheimnisvollen Schlüssels ist, der einzige Gegenstand, den ihre leiblichen Eltern ihr hinterlassen haben.
Leila muss man, wie Carter, sofort ins Herz schließen. Das trifft aber eigentlich auf alle Charaktere zu. Na ja, die Bösewichte natürlich nicht, die hat man natürlich nicht lieb. Die beiden herzlichen Mr Vernons aber und die Magischen Sechs, die eine so herrlich verrückte Truppe sind, die muss einfach gernhaben.

Böse Figuren begegnen uns natürlich auch in diesem Band, so viel kann ich euch ja schon mal verraten. Spannend und geheimnisvoll geht es hier auf jeden Fall zu, sehr sogar. Und witzig, magisch und warmherzig auch! Wie der erste Band, so erzählt auch der zweite eine so schöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Mut, Zusammenhalt und Ehrlichkeit sowie über Abenteuer, Geheimnisse und Magie. In meinen Augen eine bezaubernde Mischung, die nicht nur Kinder ab 10 Jahren begeistern wird. Die Magischen Sechs sind auf jeden Fall auch für deutlich ältere Zuhörer absolut hörenswert!

Was uns in diesem Band übrigens auch wieder erwartet, sind jede Menge coole Anleitungen zu Zaubertricks sowie versteckte Rätsel und Morsecodes. Da muss ich nur sagen, dass, wenn man diese Tricks wirklich selbst mal ausprobieren möchte, die Bücher deutlich besser geeignet sind. Simon Jäger liest die Anleitungen zwar klasse und sehr verständlich vor, nur gehen bei dem Hörbuch eben leider die Zeichnungen verloren, die die Anweisungen begleiten. Wer sich also gerne am Zaubern versuchen möchte, sollte sich zu dem Hörbuch vielleicht auch noch das Buch zulegen.
Bei den Rätseln und Morsecodes sieht es genauso aus. Bei denen sogar ganz besonders. So etwas lässt sich eben nur sehr schwer zum Hören umsetzen.

Was in den Hörbüchern natürlich auch leider fehlt, sind die zauberhaften Illustrationen von Lissy Marlin und Kyle Hilton, die die Geschichte nur noch lebendiger und atmosphärischer werden lassen.
Die grandiose Vortragsweise von Simon Jäger macht die fehlenden Bilder in meinen Augen aber allemal wett. Wie schon den Auftakt, so liest Simon Jäger auch die Fortsetzung grandios! Es macht so enorm viel Spaß ihm hier zu lauschen. Simon Jäger hat eine wunderbar angenehme und sehr wandelbare Stimme. Er betont alles immer so witzig und genau richtig, hach, einfach klasse!

Wenn man mich nun fragt, was ich eher empfehlen würde, Buch oder Hörbuch, würde meine Antwort lauten: Beides. Ja, ich kann mich einfach nicht entscheiden, ich finde beide Arten, die Geschichten kennenzulernen, so toll. Nur, wie oben bereits erwähnt: Wenn man gerne zaubern und die Rätsel und Codes knacken möchte, dann würde ich schon das Buch mehr empfehlen. Aber wisst ihr was? Macht es doch einfach wie ich: Legt euch beides zu, die Bücher und die Hörbücher! :D

Fazit: Ein magisch schöner Hörspaß für Jung und Alt! Neil Patrick Harris ist mit dem zweiten seiner zauberhaften Kinderbuchreihe eine wundervolle Fortsetzung gelungen, die einen von den ersten Hörminuten an mitreißt, durchweg mitfiebern lässt und große Lust auf mehr macht! Die Geschichte enthält neben dem Witz und der Spannung viele tolle Werte und Botschaften und wird einfach nur perfekt von Simon Jäger vorgelesen. Es ist die reinste Freude, ihm hier zu lauschen. Ich habe die Magischen Sechs bei ihrem zweiten Abenteuer nur zu gerne auch noch mal über das Hören begleitet. Ich kann das Hörbuch absolut empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.08.2019

Mitreißend, emotional, humorvoll und wunderschön! Eine tolle Fortsetzung!

Maybe Now
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Als ich hörte, dass Colleen Hoover eine Fortsetzung zu „Maybe Someday“ geschrieben hat, war meine Freude riesengroß! Colleen Hoover zählt mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, ich liebe ...

Als ich hörte, dass Colleen Hoover eine Fortsetzung zu „Maybe Someday“ geschrieben hat, war meine Freude riesengroß! Colleen Hoover zählt mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, ich liebe ihre Bücher und „Maybe Someday“ gehört definitiv zu meinen CoHo-Favoriten. Auf „Maybe Now“ habe ich mich wirklich schon riesig gefreut, ich war schon so gespannt auf Maggies Geschichte!

Kurze Info: Normalerweise mache ich das ja nicht, aber da meine Rezension so schrecklich lang geworden ist (bin einfach so schlecht im Kurzfassen, räusper) habe ich den Inhalt nun nicht in meinen Worten zusammengefasst. Da verweise ich jetzt einfach mal auf den Klappentext vom Verlag. :D

Sieht das Cover nicht toll aus? Also mir gefällt es richtig gut, ich steh total auf Streifen und mag die Kombi weiß-rosa unheimlich gerne. Super finde ich auch, dass das Cover so ein typisches Colleen Hoover-Cover ist. Die Fortsetzung passt optisch perfekt zum Vorgängerband und zu dem Zwischenband „Maybe Not“.

Zur Story muss ich allerdings sagen, dass sie mich leider nicht so mega doll begeistern konnte, wie es sonst bei den Büchern von Colleen Hoover der Fall ist. Leider gab es hier zwei Dinge, die mich ein bisschen gestört haben, sodass das Buch nicht das von mir erhoffte Highlight wurde. Begeistert bin ich aber natürlich dennoch. Colleen Hoover ist hier eine wundervolle Fortsetzung gelungen, die mir herrliche Lesestunden beschert hat. Ich würde hier auch dringend raten, zuerst zum ersten Band zu greifen und danach erst zum zweiten. In meinen Augen ist der Lesespaß deutlich höher, wenn man „Maybe Someday" zuerst liest.

Ich komme dann einfach mal zuerst zu den Dingen, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Zuerst muss sagen, dass ich etwas enttäuscht davon bin, welche Rolle Maggie hier einnimmt. Eigentlich soll dieser Band ihre Geschichte erzählen. Ja, eigentlich. Klar, wir erfahren natürlich schon so einiges über sie, aber irgendwie hatte ich erwartet, dass der Fokus der Handlung deutlich mehr auf Maggie liegt. Ich finde sogar, dass man von Sidney und Ridge mehr zu lesen bekommt als von Maggie und Jake. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe mich richtig über das Wiedersehen mit Sidney und Ridge gefreut. Ich habe die beiden im ersten Band so unglaublich liebgewonnen! Da „Maybe Now“ nur als Maggies Geschichte betitelt wird, hatte ich einfach mit mehr Maggie gerechnet. Besonders Jake kam mir zu kurz. In ihn wird Maggie sich verlieben und wie sie, so habe auch ich Jake sofort in mein Herz geschlossen. Über ihn hätte ich sehr gerne mehr zu lesen bekommen.
Worüber ich auch gerne mehr erfahren hätte, ist Maggies Bucket List. Wie viele Menschen, die todkrank sind und keine hohe Lebenserwartung haben, hat auch Maggie eine Liste mit Dingen, die sie in ihrem Leben gerne noch tun möchte. Natürlich spielt das Abarbeiten der Liste hier eine Rolle, allerdings nicht so sehr, wie in manch anderen Büchern. Gefühlt habe ich zwar schon ziemlich viele Bücher solcher Art gelesen, aber da ich solche Geschichten über alles liebe, hätte es mich hier echt gefreut, wenn das Augenmerk der Handlung mehr auf Maggies Liste gelegen hätte.

Der zweite Punkt, der mich ein bisschen gestört hat, ist das Ende. Das war mir persönlich einfach ein wenig zu kitschig. Süß und wunderschön ist es zwar, nur fand ich es dann doch etwas zu übertrieben. Aber ich spreche da auch nur für mich, so mancher wird das Ende bestimmt ganz anders empfinden.

Eine letzte kleine Sache, bei der ich etwas ins Stocken und Grübeln geraten bin, bezieht sich auf eine bestimmte Szene im Buch. An alle, die gerade dabei sind, die erste Staffel von Game of Thrones zu gucken oder noch vorhaben, mit der Serie zu beginnen: Wartet besser, bis ihr Staffel 1 beendet habt, ehe ihr in dieses Buch abtaucht. Man wird hier sehr zur ersten Staffel gespoilert! Darüber wird sich nicht nur der gespoilerte Ridge, sondern bestimmt auch so manch anderer aufregen. Es gibt ja doch noch so einige, die Games of Thrones noch nicht gesehen haben. Ich zum Beispiel. Ja, jetzt ist es raus, ich kenne die Serie tatsächlich nicht, ich habe noch keine einzige Folge gesehen. Da ich es vorerst auch nicht vorhabe, hat mich dieser Spoiler nicht gestört. Allerdings fand ich es dennoch nicht gut, dass Colleen Hoover Warren etwas so Wichtiges von der Handlung verraten lässt.

So, nun aber genug gemeckert. So langsam kann man ja den Eindruck gewinnen, dass mir das Buch gar nicht so gut gefallen hat. ;)
Dann lege ich jetzt mal los mit dem Schwärmen und Seufzen.
Zum Schreibstil kann ich nur sagen: Ich liebe ihn! Er ist so mitreißend und gefühlvoll und liest sich so schön! Colleen Hoover kann einfach großartig schreiben. Wobei ich nur die deutschen Übersetzungen kenne, ich habe bisher noch kein CoHo-Roman auf Englisch gelesen (möchte es aber unbedingt noch tun). Die Übersetzungen jedenfalls finde ich klasse.

Ebenfalls ganz begeistert bin ich natürlich auch wieder von den Charakteren.
Sidney und Ridge, die beiden muss man einfach lieben. Auch wenn ich es ein wenig schade fand, dass Maggie und Jake etwas zu kurz kamen, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, dass es wieder so viele emotionale und berührende Momente mit Sidney und Ridge gibt. Ihre Beziehung ist wirklich einzigartig. Allerdings ist sie auch nicht immer leicht. Da Ridge taub ist und Sidney die Gebärdensprache noch nicht so gut beherrscht, sind die beiden oft auf technische Hilfe (Laptops, Handys) angewiesen, damit sie kommunizieren können. Ihre Chatgespräche fand ich schon im ersten Band so toll und auch hier haben sie mich wieder vollkommen verzaubert. Super fand ich auch, dass es wieder viele Songtexte gibt, die Gott sei Dank nicht übersetzt wurden, sondern im Englischen belassen wurden. Die Songtexte sind einfach nur wunderschön und so bewegend!

Bei Maggie muss ich gestehen, dass ich bei ihr ein kleines bisschen gebraucht habe, ehe ich komplett mit ihr warm geworden bin. Nachdem meine kleine Anfangshürde aber überwunden war, habe ich Maggie richtig liebgewonnen. Mir tat sie so leid, dass sie an dieser schlimmen Krankheit Mukoviszidose leidet. Allerdings gelingt es Colleen Hoover mal wieder wunderbar, ein ernstes Thema auf eine locker-leichte Weise zu verpacken, sodass man trotz der ernsten Thematik so ein richtiges Wohlfühlbuch in Händen hält.

Wer hier auch wieder mit von der Partie ist, sind Brennan und...hurra!...Warren und Bridgette. Also, Ridge und Sidney mag ich wirklich mega gerne, aber Warren und Bridgette sind dann irgendwie doch meine absoluten Lieblinge. Warren ist einfach so witzig, seinen Humor feiere ich beim Lesen immer richtig. :D
Und Bridgette ist einmalig. Sie ist ein sehr spezieller Typ, nicht unbedingt sympathisch, aber irgendwie muss man sie dennoch ins Herz schließen. Ich finde Bridgette einfach nur genial. Über sie und Warren musste ich beim Lesen wirklich ständig breit schmunzeln und öfters auch laut loslachen.

Das Buch wird abwechselnd aus vier Perspektiven in der dritten Person erzählt: Sidney, Ridge, Maggie und Jake. Mir haben diese Wechsel wahnsinnig gut gefallen, da wir so von allen vier Charakteren einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhalten.

Mein Lesevergnügen war leider hier viel zu schnell wieder vorbei. Ich habe das Buch richtig durchgesuchtet und habe die Zeit mit dieser witzig-verrückten Truppe und ihrem großen Gefühlschaos zutiefst genossen. Über ein erneutes Wiedersehen würde ich mich echt freuen. Ich glaube zwar nicht, dass es eine weitere Fortsetzung geben wird, aber hoffen tue ich es irgendwie dennoch. :D

Fazit: Emotional, romantisch, witzig und wunderschön! Eine tolle Fortsetzung, die eine so wundervolle Geschichte über die wohl coolste und ungewöhnlichste WG aller Zeiten erzählt. Auch wenn mich der zweite Band leider nicht so flashen konnte wie der erste, habe ich dennoch unvergessliche Lesestunden mit „Maybe Now“ verbracht. Ich kann das Buch absolut empfehlen (für CoHo-Fans ist es definitiv ein großes Muss!) und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!