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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2026

Ein wunderbarer dritter Band einer außergewöhnlichen Reihe.

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente: Das Tal der Lügen
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Arthur kann sein Glück immer noch nicht fassen, dass er in den Integrazirkel von Professor Sherlock Holmes aufgenommen wurde. Als dann auch noch für die Erstklässler die jährliche Klassenfahrt auf ein ...

Arthur kann sein Glück immer noch nicht fassen, dass er in den Integrazirkel von Professor Sherlock Holmes aufgenommen wurde. Als dann auch noch für die Erstklässler die jährliche Klassenfahrt auf ein altes Anwesen im Lake District ansteht, könnte alles perfekt sein. Aber während sich seine Mitschüler auf den mehrtägigen Ausflug freuen, plagen Arthur große Sorgen: Die rachsüchtige Professorin Dinah Grey hat seine kleine Schwester Mary in ihrer Gewalt und erpresst ihn. Wenn er ihr nicht ein sagenumwobenes, magisches Relikt beschafft, wird sie Mary etwas Schlimmes antun. Um seine geliebte Schwester zu retten, muss Arthur seinen Mentor hintergehen und darf seinen Freunden nichts verraten. Ob es ihm gelingen wird, aus dieser Zwickmühle wieder herauszukommen?

Endlich geht die Baskerville Hall-Reihe in die dritte Runde! Nach meiner großen Begeisterung für die beiden vorherigen Bände, konnte ich den dritten Band kaum erwarten. Dieser knüpft relativ zeitnah an die vorangegangenen Ereignisse an. Das Einhalten der chronologischen Reihenfolge ist daher durchaus von Vorteil.

Erneut entführt uns Ali Standish nach Baskerville Hall, eine ganz besondere Internatsschule. Lange halten wir uns dieses Mal allerdings nicht dort auf. Der größte Teil des Buches spielt im Lake District, was frischen Wind in die Reihe bringt. Ich persönlich habe das Internatsfeeling ein wenig vermisst, allerdings hat auch das neue Setting seinen Charme. Ali Standish hat einfach ein Händchen für wunderbare Kulissen, in die man nur zu gerne eintaucht.
Auch sonst überzeugt die US-amerikanische Autorin auf ganzer Linie. Gekonnt vereint sie wieder eine fesselnde Detektivgeschichte mit starken Freundschaftsmomenten, historischen Kontext mit Fiktion und garniert dies mit einem Hauch Magie. Die Handlung entwickelt sich rasant, steckt voller Wendungen und liest sich dank der hervorragenden Übersetzung von Jessika Komina und Sandra Knuffinke weg wie nichts. Es macht einfach wieder richtig Spaß, Arthur und seine Freunde bei ihrer abenteuerlichen Spurensuche zu begleiten und mit ihnen mitzurätseln. Die Fünf sind eine tolle Truppe, die sich mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften perfekt ergänzen. Ihre Freundschaft wird allerdings auch diesmal ziemlich auf die Probe gestellt, insbesondere die Beziehung zwischen Arthur und Jimmie Moriaty. Immer wieder kommt es zu Missverständnissen und Vertrauensbrüchen und man hofft die ganze Zeit, dass Arthur noch einen Weg finden wird, alles wieder zu richten. Ob es ihm gelingen wird, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Ali Standish hat jedenfalls mal wieder sehr geschickt Hinweise auf Sherlock Holmes spätere Fälle in die Geschichte eingebaut. Es gilt also auch in diesem Band nach cleveren Anspielungen Ausschau zu halten, die sich auf die Werke des echten Arthur Conan Doyle beziehen. Ein großes Vergnügen für jeden Sherlock-Holmes-Fan!
Zum Ende hin wird es besonders spannend und der Schluss lässt vermuten, dass es sich hier (leider) um das Finale der Reihe handelt. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja doch noch weitergehen. Potenzial für weitere Bände wäre auf jeden Fall vorhanden. Lassen wir uns überraschen.

Abgerundet wird das Ganze von einem mehrseitigen Anhang hinten im Buch, in dem man mehr über die eher unbekannten Seiten von Arthur Conan Doyles Leben erfährt.

Fazit: Eine weitere rundum gelungene Fortsetzung hat uns Ali Standish hier gezaubert. „Das Tal der Lügen“ ist ein fesselnde und unterhaltsame Abenteuergeschichte ab 10 Jahren, die durch ihre originelle Handlung und großartigen Charaktere besticht. Bestes Krimi-Lesefutter vom Feinsten für alle Sherlock-Holmes und die, die es noch werden wollen. Ich bin auch von diesem Band absolut begeistert. Diese Kinderkrimi-Reihe ist einfach großartig, ich kann sie jedem nur ans Herz legen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Humorvoll und unterhaltsam!

Die Nordseedetektive (Band 14) – Ehrliche Gangster
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Die Gangster Lang und Finger haben genug von ihrem Gaunerleben, sie wollen endlich ehrlich werden. Denn auch wenn sie immer wieder krumme Dinge drehen, haben sie das Herz am rechten Fleck. Die Nordseedetektive ...

Die Gangster Lang und Finger haben genug von ihrem Gaunerleben, sie wollen endlich ehrlich werden. Denn auch wenn sie immer wieder krumme Dinge drehen, haben sie das Herz am rechten Fleck. Die Nordseedetektive Lukas und Emma glauben jedenfalls fest daran, dass die beiden dem Verbrecherdasein den Rücken kehren können und beschließen, ihnen zu helfen. Da sich die zwei Langfinger als echte Grillmeister entpuppen, werden sie von Kommissar Stone mit dem Catering für die Abschiedsfeier des Polizeichefs beauftragt. Lang und Finger machen sich sofort ans Werk, allerdings hält ihr Gangsterchef Boss Nase gar nichts von den neuen Plänen seiner Ganoven. Eigentlich sollten die beiden ihm beim Einbruch in die Villa des Polizeichefs helfen. Nun muss er die Sache wohl selbst in die Hand nehmen. Ob es den Nordseedetektiven wohl rechtzeitig gelingen wird, dieses Vorhaben zu verhindern?

Hierbei handelt es sich um den 14. Band der Nordseedetektive, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da jeder Fall in sich abgeschlossen ist, können die Bücher problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.
Ich mag diese Kinderkrimi-Reihe unheimlich gerne und habe bisher jeden Band mit Begeisterung gelesen. Auch das 14. Abenteuer der Nordseedetektive hat mir viel Freude bereitet, wobei ich jedoch sagen, dass es für mich persönlich einer der schwächsten Bände ist.

Wie schon der Titel erahnen lässt, stehen diesmal weniger die Nordseedetektive im Mittelpunkt, sondern die Langfinger Lang und Finger (ich liebe dieses Wortspiel). Wer schon die Bekanntschaft mit den beiden gemacht hat, weiß, dass sie nicht die hellsten Kerze auf der Torte sind. Dass sie es überhaupt schaffen, einen Einbruch gut über die Bühne zu bringen, ist ein echtes Wunder. Die Zwei sind daher immer ein Garant für köstliche Dialoge und laute Lacher. So natürlich auch hier. Dieses Mal liegt der Fokus eindeutig auf dem Humor und Unterhaltungswert. Wer hier einen kniffligen Fall zum Miträtseln und große Überraschungen erwartet, wird vermutlich etwas enttäuscht werden. Zum Ende hin wird es zwar noch etwas aufregender, aber insgesamt ist die Spannung recht gering. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, dieses Buch zu lesen. Die Charaktere sind so charmant wie sie man sie kennt und werden teils herrlich überspitzt dargestellt – vor allem Lang und Finger. Sehr schön ist auch, dass die Geschichte neben den vielen witzigen Szenen auch ein paar wertvolle Botschaften bereithält. So wird unter anderem gezeigt, dass jeder Mensch sich ändern kann und eine zweite Chance verdient (auch Gangster).

Die zahlreichen Illustrationen von Franziska Harvey sind mal wieder ein besonderes Highlight. Nahezu auf jeder Doppelseite kommen wir in den Genuss ihrer zauberhaften, meist bunten Zeichnungen, die das Erzählte perfekt untermalen und das wunderbare Nordsee-Feeling, das diese Reihe auszeichnet, nur noch verstärken. Man kann das Möwengeschrei beim Lesen regelrecht hören und bekommt sofort Lust auf Urlaub am Meer.

Fazit: „Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ ist ein humorvoller und unterhaltsamer Kinderkrimi mit wunderschönen Illustrationen, liebenswerten Charakteren und jeder Menge ostfriesisches Küstenflair. Perfekt zum Vor- und Selberlesen ab 8 Jahren. Ich persönlich hätte mich über etwas mehr Detektivspannung sehr gefreut, hatte aber dennoch viel Spaß beim Lesen. Abenteuer mit den Nordseedetektiven sind einfach immer toll. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Ein wunderbarer interaktiver Rätselcomic, der zum Mitraten, Mitfiebern und wohligen Gruseln einlädt.

Licht ins Dunkel
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Rupert Rumpelstil lebt allein mit seiner Mutter in einer großen Villa und gilt an seiner Schule als ein Außenseiter und Sonderling. Ein bisschen schrullig ist er zweifellos, aber auch sehr clever und unerschrocken ...

Rupert Rumpelstil lebt allein mit seiner Mutter in einer großen Villa und gilt an seiner Schule als ein Außenseiter und Sonderling. Ein bisschen schrullig ist er zweifellos, aber auch sehr clever und unerschrocken Und er besitzt eine ganz besondere Gabe: Er kann Geister sehen. Er scheut daher nicht davor zurück, dem mysteriösen Verschwinden seines Vaters endlich auf den Grund zu gehen. Seit drei Jahren gibt es keine Spur von ihm und seine Mutter weicht seinen Nachfragen jedes Mal aus. Warum möchte sie nicht über seinen Vater sprechen? Was ist nur mit ihm geschehen? Rupert beginnt Nachforschungen anzustellen und merkt sehr schnell, dass seine Familie ein altes Geheimnis hütet. Ob es ihm wohl gelingen wird, es ans Licht zu bringen und seinen Vater zu finden?

Steffen Gumpert ist immer ein Garant für wimmeligen Mitmachspaß. Auch mit seinem neuen Kindercomic präsentiert der deutsche Künstler eine rundum gelungene Mischung aus Rätselbuch, Krimi und Gruselgeschichte. Schon das geheimnisvoll anmutende Cover zieht einen direkt in den Bann und dahinter geht es ganz genauso weiter.

„Licht ins Dunkel“ ist so ein Buch, bei dem man schon nach der ersten Seite komplett drin steckt und gar nicht mehr auftauchen mag. Gemeinsam mit Rupert Rumpelstil begibt man sich auf eine abenteuerliche Spurensuche und wird dabei selbst zum Detektiv. Auf jeder Doppelseite gilt es ein Rätsel zu lösen. Von Suchspielen über Labyrinthe und Puzzles bis hin zu Codes knacken ist alles dabei. Die Aufgaben sind clever und nicht zu anspruchsvoll, allerdings können manche schon etwas kniffliger sein. Hier ist definitiv genaues Hinschauen und Mitdenken angesagt! Direkt auf der nächsten Seite gibt es dann die Auflösung, sodass man immer flott weiterlesen kann und nicht erst nach hinten blättern muss, wie es bei vielen Rätselbüchern sonst der Fall ist.
Verpackt ist das Ganze in einer packenden Kriminalgeschichte, die stellenweise auch ein bisschen spooky wird. Dank des Humors und der liebenswert-schrägen Figuren wird es aber zu keiner Zeit zu unheimlich. Richtig gruseln werden sich hier vermutlich die Wenigsten. Rupert Rumpelstil jedenfalls lässt sich so schnell nicht ins Bibbern bringen. Er ist ein sehr aufgeweckter und mutiger Junge, den man als Leser*in gerne begleitet. Ob er das mysteriöse Verschwinden seines Vaters noch aufklären wird und was das große Familiengeheimnis ist, wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selber herausfinden.

Auch optisch überzeugt diese Graphic Novel auf ganzer Linie. Steffen Gumperts Zeichnungen mit Wimmelbildcharakter sind modern, überaus detailreich und verströmen eine gespenstisch-schöne Mystery-Atmosphäre ohne zu düster zu werden. Es gibt auf sämtlichen Seiten einfach so viel zu entdecken, sodass man auch nach mehrmaligem Betrachten ständig etwas Neues findet. Doch obwohl die Panels oft sehr vollgepackt sind mit Kleinigkeiten, wirken sie niemals zu überladen. Für pfiffige Kinder ab 8 Jahren und Lesemuffel ist dieses Buch ideal geeignet.

Fazit: „Licht ins Dunkel“ ist ein spannender und unterhaltsamer interaktiver Rätselcomic, der zum Mitraten, Mitfiebern und wohligen Gruseln einlädt. Perfekt für alle ab 8 Jahren, die gerne Geheimnisse aufdecken und Graphic Novels und Detektivgeschichten lieben. Schaurig-schön und unterhaltsam und mit viel Liebe zum Detail zum illustriert. Steffen Gumpert hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern, mir hat sein neuer Kindercomic richtig viel Spaß gemacht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Ein bi-ber-bombastischer Lesespaß, bei dem kein Auge trocken bleibt!

Biber Justin. Auf der dunklen Seite des Pools
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Eigentlich freut sich Lenny, dass sein Opa bei ihnen zu Hause einzieht. Okay, dass er fortan sein Zimmer mit seiner kleinen Schwester teilen muss, ist vielleicht nicht ganz so cool, aber die Tatsache, ...

Eigentlich freut sich Lenny, dass sein Opa bei ihnen zu Hause einzieht. Okay, dass er fortan sein Zimmer mit seiner kleinen Schwester teilen muss, ist vielleicht nicht ganz so cool, aber die Tatsache, dass sein Opa mal Wasserballtrainer war, macht das allemal wieder wett. Lenny liebt diese Sportart nämlich über alles und träumt davon, Profiwassersportler zu werden. Die Vorfreude ist jedoch nur von kurzer Dauer. Denn Opa hat einen neuen Assistenzhund im Gepäck – und mit diesem stimmt etwas ganz und gar nicht. Seltsamerweise scheint das aber nur Lenny zu bemerken. Für ihn ist sofort klar: Justin ist nie im Leben ein Hund, mit seinen großen orangen Zähnen und dem platten Schwanz. Bei ihm handelt es sich eindeutig um einen Biber, der nicht nur mit Vorliebe Türrahmen und Gartenmöbel anknabbert, sondern auch den Pool in Beschlag nimmt. Lenny ist stinkwütend. Wie soll er denn bitte schön trainieren, wenn ein haariger Biber ständig in seinem Pool abhängt? Und zwar mit voller Absicht! Denn zu seinem Erstaunen kann Justin sprechen (echt wahr!), aber irgendwie macht er das nur bei Lenny. Keine Frage, dieser nervige Biber muss verschwinden. Doch das ist leichter gesagt als getan.

An dem neuen Buch von Smilla Blau konnte ich natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Ihre vorherigen Bücher habe ich geliebt und ich war guter Dinge, dass es auch dieses Mal so sein wird. Schon allein das Cover und der Titel versprechen „bi-ber-bombastische“ Unterhaltung vom Feinsten und genau das bekommt hier auch.

Nach einem niesenden Rentier und einem vorwitzigen Koala ist es nun ein rotzfrecher Biber, der für jede Menge Chaos und Lachtränen sorgt. Smilla Blau hat mal wieder ein tierisch schönes Abenteuer geschaffen, das vor Humor und liebenswert-schrägen Figuren nur so sprüht und ein großer Spaß für die ganze Familie ist. Mit viel Herz und einem Augenzwinkern erzählt sie die Geschichte von „Assistenzhund“ Biber Justin, der das Leben von Lenny ordentlich durcheinanderwirbelt. Ob angeknabberte Gartenmöbel, ein besetzter Pool, haufenweise Biberhaare oder ein lahmgelegtes Stromnetz – hier folgt wirklich einer witzigen Szene der nächsten. Dass Biber Justin sprechen kann und es scheinbar niemandem außer Lenny auffällt, dass er kein Hund ist, mag im ersten Moment etwas merkwürdig erscheinen, aber gerade das macht das Ganze so cool und unterhaltsam.

Neben jeder Menge Biber-Trubel und Situationskomik steckt in diesem Buch aber noch so viel mehr. Es geht auch um Artenschutz, Empathie, Freundschaft und Akzeptanz und um das Zusammenleben von Generationen. Beim Lesen erfährt man ganz nebenbei, was für erstaunliche und faszinierende Tiere Biber sind und welche unschätzbare Rolle sie in der freien Natur eigentlich haben. Nach diesem Buch wird garantiert jeder Biber lieben – auch (oder eher vor allem) Justin. Denn zugegeben, wirklich sympathisch wirkt er zunächst nicht. im Gegenteil. Doch es zeigt sich schließlich noch, dass dieses kleine haarige Kerlchen in Wahrheit gar kein böswilliger Störenfried ist, sondern eben einfach nur ein Biber mit Instinkten. Auch Lenny wird das noch begreifen und erkennen, wie wichtig es ist, anderen offen zu begegnen, ganz besonders wenn sie anders sind. Smilla Blau gibt uns einfach wieder so schöne Botschaften mit auf dem Weg, ohne belehrend zu wirken. Gerade das macht für mich ein gutes Kinderbuch aus.

Nikolai Renger hat das Erzählte mit seinem unverwechselbarem Stil kongenial in Szene gesetzt. Seine humorvollen schwarz-weiß Illustrationen passen perfekt zu dieser urkomischen Geschichte und runden das Leseerlebnis wunderbar ab.

Fazit: „Biber Justin – Auf der dunklen Seite des Pools“ ist eine lustig-turbulente und warmherzige Familiengeschichte ab 8 Jahren, die spielerisch zeigt, was für tolle und wertvolle Tiere Biber sind und wie wichtig Offenheit und Akzeptanz im Leben sind. Ein herrlicher Lesespaß für Jung und Alt, bei dem kein Auge trocken bleibt. Smilla Blau hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich kann ihr neues Kinderbuch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Ein herrlicher Spaß, superwitzig und himmlisch gut!

OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster
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Die fast 13-jährige Amy ist entsetzt, als sie von der Ferienplanung ihrer Mutter erfährt. Anstatt wie ihre Freundinnen nach New York oder auf die Malediven zu fliegen, geht es für sie ins Kloster! Ihre ...

Die fast 13-jährige Amy ist entsetzt, als sie von der Ferienplanung ihrer Mutter erfährt. Anstatt wie ihre Freundinnen nach New York oder auf die Malediven zu fliegen, geht es für sie ins Kloster! Ihre Ma hat sie einfach so, ohne ihr Einverständnis, zu einer Mutter-Kind-Kur angemeldet. Kein Chillen am Strand, kein schickes Hotel und kein Meer – stattdessen muss sich Amy mit ihrer kleinen nervigen Schwester Fritzi (ein Teufel im Engelskostüm) eine muffige Klosterzelle teilen, jeden Tag beten und an Lesestunden aus der Bibel teilnehmen. Jetzt weiß sie, warum es Kloster heißt. In dem Wort steckt schließlich Klo. Und dieser Urlaub kann nur Kacke werden. Aus Frust erstellt sich Amy ein Spaß-Profil auf Instagram, wo sie Fotos von ihrem Horrorurlaub postet. Natürlich weiß aber niemand, dass sie dahintersteckt. Das wäre ihr sozialer Ruin! Es dauert jedoch nicht lange und Amy hat die Nase gestrichen voll. Sie muss unbedingt dafür sorgen, dass sie aus dem Kloster raugeschmissen wird. Dies erweist sich jedoch als schwieriger als gedacht...

Cally Stronk hat mich nun schon mehrmals mit ihren Büchern begeistern können. Vor allem ihre Ruby-Black-Reihe habe ich richtig gefeiert. Auf ihr neues Buch habe ich mich daher sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein der Titel verspricht beste Unterhaltung und genau das bekommt man hier.

Cally Stronk und Olivia Vieweg legen hier einen wunderbaren Comicroman vor, bei dem laute Lacher garantiert sind. Bereits nach den ersten Seiten bekommt man das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Dieses Buch sprüht einfach nur so vor lustig-chaotischen Szenen und genialen Ideen. Um sie alle zu markieren, braucht man definitiv ein ganzes Post-its-Set. Ob Kloster-Editionen von bekannten Brettspielen wie „Mönchopoly“ oder „Nonne, ärgere dich nicht“; Nonnen, die nachts heimlich zocken und sich mit Schokolade vollstopfen; eine Ordensschwester, die ihre sieben (!) Ex-Männer als „Die sieben Todsünden“ bezeichnet – ich musste so oft herzhaft lachen. Cally Stronk versteht es einfach immer bestens, genau richtig zu übertreiben ohne klamaukig zu wirken. Die Geschichte wird mit einer ordentlichen Portion Humor aus der Ich-Perspektive von Amy erzählt und greift Themen auf, die viele junge Leser*innen ab 10 Jahren beschäftigen: Peinliche Eltern, nervige Geschwister, Social Media, Freundschaft, erstes Herzklopfen – und Ferien, die überhaupt nicht so laufen wie geplant. Anfangs kann einem Amy nur leidtun. Das Kloster Maria Empfängnis erscheint zunächst wirklich nicht als ein Ort, an dem man als Teenager gerne seinen Ferien verbringen möchte. Man fühlt sehr mit Amy mit und kann es nur zu gut nachvollziehen, dass sie alles daran setzt, um diesen Klosterurlaub frühzeitig zu beenden (und zwar auf eine sehr kreative Weise). Am Ende zeigt sich jedoch, dass es vieles oft gar nicht so schlimm ist wie gedacht und es sich durchaus lohnt, offen für Neues zu sein.

Olivia Vieweg hat das Erzählte kongenial in Szene gesetzt. Auf jeder Seite kommen wir in den Genuss ihrer humorvollen schwarz-weißen Illustrationen, die sowohl eine Ergänzung als auch Teil des Textes sind. Comicelemente und Lautmalereien peppen das Ganze zusätzlich auf und ein Test im Anschluss, mit dem man checken kann, ob man reif für einen Entspannungsurlaub im Kloster ist, rundet das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „OMG! - Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster“ ist ein unheimlich witziger und moderner Comicroman mit jeder Menge Schmunzel- und Lachgarantie. Ein herrlicher Lesespaß für alle ab 10 Jahren. Mitreißend, originell, einfach himmlisch gut. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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