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Veröffentlicht am 03.11.2025

Nichts für schwache Nerven!

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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Die 12-jährige Heidi lebt mit ihrem Vater und ihrer schwangeren Stiefmutter auf der schwedischen Halbinsel Hovenäset, einem kleinen, beschaulichen Küstenstädtchen. Als sie nach ihrem zweiwöchigen Urlaub ...

Die 12-jährige Heidi lebt mit ihrem Vater und ihrer schwangeren Stiefmutter auf der schwedischen Halbinsel Hovenäset, einem kleinen, beschaulichen Küstenstädtchen. Als sie nach ihrem zweiwöchigen Urlaub auf der Insel Gotland nach Hause zurückkehren, erwartet Heidi eine böse Überraschung: Der Schreiner, der ihr Zimmer renovieren sollte, ist nicht rechtzeitig geworden und wird erst in vier Wochen wiederkommen. Bis dahin muss sie ohne Wand schlafen. Na super. Als wäre es nicht schon genug, dass sich ihre Mutter gar nicht mehr bei ihr meldet. Doch es soll noch schlimmer kommen. Auf einmal folgt einem rätselhaften Ereignis dem nächsten. Erst findet sie unter dem Fußboden einen alten Kinderschuh, nachts hört sie unheimliche Geräusche (als würde jemand in ihrem Zimmer umherschleichen) und ihre Oma, die immer dementer wird, scheint riesige Angst vor etwas zu haben. Warum fürchtet sie sich so sehr vor dem neuen Riesenrad in ihrem Ort? Kann man ihre Warnungen ernst nehmen? Bill, der Besitzer des Riesenrads, der in ihr Gästezimmer gezogen ist, scheint jedoch ziemlich nett und keineswegs gefährlich zu sein. Oder? Mit der Zeit spürt Heidi, dass mit Bill etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit ihren Freunden Alva und Harry beginnt sie dem Ganzen auf den Grund zu gehen und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel in der Geschichte ihres Hauses...

Nachdem mich Kristina Ohlsson vor einigen Jahren bereits mit ihrer Glaskinder-Reihe begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf den ersten Band ihrer neuen Jugendthriller-Reihe (übersetzt von Susanne Dahmann). Schon das geheimnisvolle Cover, das uns der Tobias Goldschalt gezaubert hat, verspricht Gruselspannung vom Feinsten und genau das bekommt man hier auch.

Kristina Ohlsson versteht es zweifellos, einen direkt in den Bann zu ziehen und bis zum Schluss an die Seiten zu fesseln. Schauplatz ist der kleine schwedische Küstenort Hovenäset, in welchem auch viele ihrer erfolgreichen Erwachsenenkrimis spielen. Vor dieser idyllischen Kulisse erzählt die schwedische Bestsellerautorin eine wahre Schauerstory mit mystischem Touch. Von Beginn an herrscht eine unheimliche, fast schon beklemmende Atmosphäre. Rätselhafte Geräusche, seltsame Entdeckungen und Ereignisse, Gewitter, Stürme, die merkwürdigen Ängste der Großmutter – die Spannung ist sofort da, baut sich immer weiter auf, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Dazu tragen auch der angenehme Lesefluss sowie die sehr kurzen Kapitel bei, die mit raffinierten Cliffhangern enden. Wer sich beim Lesen gerne gruselt, ist hier definitiv genau richtig. Mich persönlich hat die Stimmung sehr an die Gänsehaut-Serie von R. L. Stine erinnert. Allerdings liegt das Horror-Level hier noch einmal ein wenig höher. Die Handlung ist stellenweise nicht ohne. Die Altersempfehlung mit ab 11 Jahren ist durchaus passend, allerdings sollten Zartbesaitete vielleicht besser die Finger von diesem Buch lassen.

Neben jeder Menge Nervenkitzel kann die Geschichte auch mit einigen ernsten Themen aufwarten wie Scheidung, Vernachlässigung und Demenz. Die Autorin hat dies stimmig in die Handlung eingebaut und auch die Charaktere sind ihr mal wieder sehr gut gelungen. Vor allem Hauptprotagonistin Heidi und ihre zwei besten Freund*innen Alva und Harry sind ein tolles Team, die man gerne auf ihrer Spurensuche begleitet. Die Auflösung am Schluss kommt etwas offen und übernatürlich daher und die letzten Sätzen lassen einen mit einem unheilvollen Gefühl zurück. Ich persönlich hätte ein etwas runderes Ende passender für ein Buch dieser Altersklasse gefunden, aber abgesehen davon bin ich begeistert und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, in welcher Alva die Hauptfigur sein wird.

Fazit: „Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad“ ist ein fesselnder skandinavischer Mystery-Thriller ab 11 Jahren, bei dem Gänsehaut garantiert ist und auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Ein gelungener Reihenauftakt und die perfekte Lektüre für die dunkle Jahreszeit. Spannend, schaurig, atmosphärisch und nichts für schwache Nerven. Mir hat dieses Buch großen Spaß gemacht, ich kann es nur empfehlen! Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein weiterer toller Band der "Little People, Big Dreams"-Reihe!

Little People, Big Dreams – Virginia Woolf
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Die kleine Virginia ist in einem künstlerischen Haushalt in London geboren und hat schon früh ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckt. Im Winter tat sie nichts lieber als in der großen Bibliothek ...

Die kleine Virginia ist in einem künstlerischen Haushalt in London geboren und hat schon früh ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckt. Im Winter tat sie nichts lieber als in der großen Bibliothek ihres Hauses zu sitzen und in Büchern zu stöbern. Bereits mit neun Jahren schrieb sie für die Familienzeitung heitere Geschichten und träumte davon, eines Tages eine Schriftstellerin zu werden. Doch dann nahm ihr Leben eine traurige Wendung. Nachdem sie ihre Mutter, ihren Vater und eine Schwester verloren hat, versank Virgina in tiefer Schwermut. Doch mit der Zeit ging es ihr wieder besser und sie fand auch wieder Freude am Schreiben. Als Erwachsene schrieb sie Briefe, Tagebuch, Essays, Gedichte und Romane, in denen sie ihre Gefühle und Gedanken und auch ihren Kummer geteilt hat. Mit ihren Werken wurde sie zu einer der einflussreichsten feministischen Autorinnen der Moderne und hat den Lauf der Literaturgeschichte mit ihrem revolutionären Stil für immer verändert.

Ich bin ein großer Fan der „Little People, Big Dreams“ – Reihe und besitze inzwischen eine stattliche Sammlung. Vor allem die Bände, die berühmte Schriftsteller*innen porträtieren, reizen mich immer ganz besonders. Auf den Band über Virginia Woolf habe ich mich daher sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein das niedliche Cover überzeugt auf ganzer Linie und dahinter schaut es ganz genauso aus.

Gemeinsam mit der Illustratorin Audrey Day hat die spanische Autorin María Isabel Sánchez Vegara eine weitere bezaubernde Bilderbuchbiografie geschaffen, in welcher eine große Persönlichkeit kurz und kindgerecht vorgestellt wird. Aufgebaut ist das Buch wie seine vielen Vorgänger: Auf wenigen Seiten wird die Lebensgeschichte von Virginia Woolf in knappen, einfachen Sätzen erzählt, beginnend bei ihrer Kindheit über ihren Werdegang bis hin zu ihren bedeutendsten Werken. Dem Buch gelingt es dabei wunderbar, ein interessantes Porträt der erfolgreichen Schriftstellerin darzustellen, mit den wichtigsten Punkten, sodass man ein gutes Bild von ihr bekommt. Auch ich, als Erwachsene, habe hier eine Menge Neues erfahren. Tatsächlich wusste ich bislang so gut wie nichts über Virginia Woolfs Leben und habe auch noch kein Buch von ihr gelesen. Mir war daher auch gar nicht bewusst, wie schlecht es um Virginia Woolfs psychische Gesundheit stand und dass sie schließlich sogar Suizid begannen hat. Trotz des schwierigen Themas wird dieser Band aber niemals zu düster oder traurig. María Isabel Sánchez Vegara beschreibt das Ganze sehr sanft und einfühlsam. Für Kinder im Vorschulalter ist das Buch in meinen Augen durchaus geeignet. Wie man aber an mir sehr gut sehen kann, ist es auch für Erwachsene äußerst spannend und informativ. Es regt dazu an, mehr über Virginia Woolf herauszufinden und legt bei Kindern vielleicht auch den ersten Grundstein für eine spätere Virginia-Woolf-Liebe. Es wird auf jeden Fall deutlich, was für eine bemerkenswerte Frau Virginia Woolf war. Schon mit fünf Jahren hat sie geschrieben, hat sich trotz schwerer Schicksalsschläge und psychischer Erkrankung ihren Traum verwirklicht und gilt heute als eine der wichtigsten Stimmen der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Auch optisch begeistert dieser Band auf Anhieb. Audrey Days bunte, großflächige Illustrationen im Retro-Look passen einfach perfekt zu Virginia Woolf, stecken voller liebevoller Details und setzen das Erzählte gekonnt in Szene.

Im Anschluss gibt es noch die gewohnte ausführliche Biografie inklusive Zeitstrahl und Fotos. Hier erfährt man auf zwei Seiten noch einige weitere Details über Virginia Woolf wie ihr Geburtsdatum oder ihren vollständigen Mädchennamen.

Fazit: „Little People, Big Dreams – Virginia Woolf“ ist eine wundervolle Bilderbuchbiografie ab 4 Jahren über eine starke Frau, die Kindern Mut macht, an sich selbst und ihre Träume zu glauben. Ein weiterer gelungener Band der „Little People, Big Dreams“ – Reihe für alle Virginia-Woolf-Fans und die, die es noch werden wollen. Bewegend, kindgerecht und inspirierend. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert, ich kann diese tolle Kinderbuchreihe jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Berührend, herzerwärmend und so schön illustriert!

Der Bahnsteig-Streuner
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Eines Tages verirrt sich ein einsames, schwarzes Kätzchen in einen Bahnhof. Es ist ein trister und grauer Ort, den schon längst jegliche Farben verlassen haben. Und auch die Menschen, die dort tagein, ...

Eines Tages verirrt sich ein einsames, schwarzes Kätzchen in einen Bahnhof. Es ist ein trister und grauer Ort, den schon längst jegliche Farben verlassen haben. Und auch die Menschen, die dort tagein, tagaus geschäftig umher eilen und teilnahmslos auf ihre Züge warten, wirken traurig und farblos. Die kleine Streuner-Katze beachten sie gar nicht. Ihre klägliches Miauen und ihr Wunsch nach zärtlichen Berührungen werden ignoriert. Doch sie bleibt, beobachtet die Reisenden und spürt deren Trauer und Einsamkeit. Ob der wehmütige Mann mit der Melone auf dem Kopf, der blasse Schuljunge mit den dunklen Ringen unter den Augen, die schluchzende, schwarz gekleidete Frau – alle tragen sie großen Kummer in sich. Doch das kleine Kätzchen gibt ihnen die Hoffnung und Farben zurück. Sie verwandelt den Bahnhof wieder in einen fröhlichen Ort, wo miteinander geredet und gelacht wird. Bis sie schließlich selbst ihre letzte Reise antritt.

Nachdem mir Stephen Hogtun bereits drei Bilderbuchschätze für meine Sammlung beschert hat, war ich voller Vorfreude auf sein neues Werk „Der Bahnsteig-Streuner“. Schon das Cover mit seinen goldenen Elementen verzauberte mich auf Anhieb (sieht es nicht toll aus?) und dahinter ging es ganz genauso weiter.

Stephen Hogtun hat mal wieder ein wundervoll emotionales Bilderbuch geschaffen, das das Herz berührt und Leserinnen jeden Alters anspricht. Auf eine sanfte und poetische Weise erzählt der norwegische Künstler die Geschichte vom kleinen Streuner-Kätzchen und dessen Gabe, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Doch nicht nur die einzigartige Beziehung zwischen Mensch und Katze wird hier beschrieben, dieses Buch kann auch eine große Hilfe dabei sein, Kinder behutsam an die Themen Einsamkeit, Abschiednehmen und Zuversicht heranzuführen und zu zeigen, wie wichtig Empathie für uns alle ist. Es ist unheimlich schön und ergreifend mitzuerleben, wie die kleine schwarze Katze das Leben vieler Zugreisender verändern wird. Wie sie ihnen Trost und Liebe schenkt und den tristen, grauen Bahnhof in einen farbenfrohen Ort verwandelt. Vor allem das Ende geht zu Herzen und lässt einen mit einem warmen Gefühl zurück. Katzen-Fans – egal ob Groß oder Klein – werden dieses Bilderbuch ganz besonders lieben. Aufgrund der teils etwas längeren Texte und der Tiefgründigkeit der Geschichte würde ich es allerdings erst ab etwa 6 Jahren empfehlen.

Auch optisch ist dieses Buch ein echter Schatz. Stephen Hogtuns Illustrationen im Aquarell-Stil sind gewohnt atmosphärisch, magisch und voller Emotionen und Wärme. Anfangs grau und düster werden sie im Verlauf immer fröhlicher und leuchtend-bunter und laden zum Verweilen und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: „Der Bahnsteig-Streuner“ ist eine berührende und herzerwärmende Geschichte über die Kraft der Hoffnung, Liebe, Mitgefühl und Abschied. Ein märchenhafter Bilderbuchgenuss für Jung und Alt und das perfekte Geschenk für alle Katzenliebhaber
innen. Einfach nur zum Schnurren schön. Ich bin verliebt in dieses Bilderbuch, vor allem die Illustrationen von Stephen Hogtun konnten mich mal wieder absolut begeistern! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Ein außergewöhnliches Bilderbuch, das zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren einlädt

Noch einmal ...
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Was war meine Freude groß als ich entdeckte, dass im DRESSLERillustro Verlag ein neues Bilderbuch von Oliver Jeffers erscheinen wird! Ich bin ein absoluter Oliver-Jeffers-Fan, seine Werke sind aus meinem ...

Was war meine Freude groß als ich entdeckte, dass im DRESSLERillustro Verlag ein neues Bilderbuch von Oliver Jeffers erscheinen wird! Ich bin ein absoluter Oliver-Jeffers-Fan, seine Werke sind aus meinem Regal nicht mehr wegzudenken. Der gebürtige Nordire ist einfach immer ein Garant für herausragende Bilderbücher, was er mit „Noch einmal…“ erneut unter Beweis stellt.

Schon rein äußerlich hebt sich das Buch von der Masse ab, sticht mit seinem großem Querformat und auffallend pinken Titel sofort ins Auge. Dahinter geht es genauso ungewöhnlich weiter. Oliver Jeffers hat hier ein ganz besonderes Bilderbuch für Erwachsene geschaffen, welches uns auf eine philosophische Reise durch die Geschichte der Menschheit mitnimmt. Mit seiner einmaligen Kombination aus Bild und Text führt uns der Künstler durch die Entstehung unserer Gesellschaft – beginnend bei unseren Händen über Feuer und Werkzeuge bis hin zur heutigen Zeit.
Mit kurzen, prägnanten, fast schon stichpunktartigen Sätzen und knalligen, reduzierten Farben gelingt es ihm, große Fragen aufzuwerfen: Woher kommen wir? Wo befinden wir uns heute? Und wohin werden wir gehen? Ganz ohne erhobenen Zeigefinger regt dieses Buch dazu an, unser Leben zu entschleunigen, uns selbst und die Welt neu zu betrachten und zu überlegen, wie wir – alle gemeinsam! – die Zukunft unserer Erde gestalten möchten.
Durch die wenigen Worte und die eher einfach gehaltenen Zeichnungen mag das Buch auf den ersten Blick vielleicht etwas minimalistisch daherkommen, aber jede der 112 Seiten steckt voller Tiefe, Gefühl und Bedeutung – berührt, rüttelt auf und inspiriert. Vor allem die Illustrationen von Oliver Jeffers sind wie gewohnt grandios, ich liebe sie!

Ein ausführliches, mehrseitiges Nachwort zeigt noch mal genauer auf, was Oliver Jeffers zu diesem Buch bewogen hat und liefert einen weiteren Gedankenanstoß, unser eigenes Denken und Handeln zu überdenken.

Fazit: „Noch einmal…“ ist ein außergewöhnliches und bewegendes Bilderbuch, das zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren einlädt. Eine künstlerisch-poetische Reise durch die Menschheitsgeschichte. Oliver Jeffers hat es mal wieder geschafft, mich komplett zu begeistern! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein herrlicher Kinderkrimi-Comic, genauso toll wie der erste Band!

Ulf und die entführte Lehrerin
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Ulf und seine Freunde Tita, Otto, Heiko und Uli hoffen jeden Tag, dass etwas Aufregendes passiert. Irgendetwas, damit sie endlich wieder ermitteln können. Und wenn es nur eine geklaute Brotdose ist. Als ...

Ulf und seine Freunde Tita, Otto, Heiko und Uli hoffen jeden Tag, dass etwas Aufregendes passiert. Irgendetwas, damit sie endlich wieder ermitteln können. Und wenn es nur eine geklaute Brotdose ist. Als es endlich soweit ist, bekommen es die Fünf allerdings mit weitaus mehr zu tun als nur mit einer verschwundenen Lunchbox. Ihre Lehrerin Frau Süllmann taucht eines Morgens nicht zum Unterricht auf. Es werden sofort einige verrückte Theorien aufgestellt, bis plötzlich ein Hinweis auf der Tafel entdeckt wird. Ihre Lehrerin wurde entführt! Und ihr Kidnapper verlangt 495 Euro Lösegeld. Während der Rest der Klasse überlegt, wie sie diese Summe zusammen bekommen können, beginnen Ulf, Tita, Otto, Heiko und Uli zu ermitteln. Sie sind schließlich eine echte Detektivbande, das wäre doch gelacht, wenn sie diesen Fall nicht lösen können. Ihre Spurensuche verläuft jedoch zunächst etwas holprig und wird immer kurioser. Ob sie den Fall wohl lösen werden?

Endlich gibt es mit Ulf und seiner Detektivbande weiter! Hierbei handelt es sich um den zweiten Fall des pfiffigen Ermittlerquartetts, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind und die wichtigsten Figuren zu Beginn kurz mit Namen und Bildchen vorgestellt werden, kann man die Bände problemlos unabhängig voneinander lesen.
Nach meiner großen Begeisterung für den ersten Band, konnte ich den zweiten kaum erwarten. Und, hach, was soll ich sagen, Tanja Esch hat bei mir mal wieder voll ins Schwarze getroffen!

Für mich hat sich auch dieser Band wie eine Zeitreise in meine Kindheit angefühlt. Wie Ulf und seine Freundinnen habe ich damals wahnsinnig gerne Detektiv gespielt und wollte unbedingt ein richtiges Verbrechen aufklären. Ich musste beim Lesen daher ständig an damals denken und bin dabei ganz nostalgisch geworden.
Tanja Esch versteht es einfach Kinderkrimis zu schreiben, die auch erwachsenen Leser
innen eine wahre Freude bereiten. Mit viel Witz und Charme erzählt sie vom Fall der verschwundenen Lehrerin, der eine lange Zeit wirklich äußerst mysteriös ist. Wo ist Frau Süllermann bloß? Wurde sie wirklich entführt? Wer hat den Erpresserbrief geschrieben? Und warum sind es ausgerechnet 495 Euro Lösegeld? Ulf und seine Bande geben sich erneut auf eine ziemlich abenteuerliche Spurensuche und stellen die wildesten Theorien auf. Man kommt aus dem Schmunzeln stellenweise kaum mehr heraus, gerät gleichzeitig aber auch ordentlich ins Miträtseln. Ich persönlich habe mir recht früh einen Teil der Auflösung zusammengereimt (dank eines kleinen Hinweises zu Beginn), aber auf die komplette Aufklärung bin ich dann doch nicht gekommen. Es ist einfach wieder ein großer Spaß, Ulf und Co. bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Die Vier sind ein tolles Team – pfiffig, vielfältig und sympathisch. Freundschaft und Zusammenhalt wird in dieser Reihe großgeschrieben, aber auch weitere wichtige Themen haben hier ihren Platz gefunden wie dass jeder eine zweite Chance verdient und vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint.

Optisch ist dieser Band ebenfalls ein Highlight. Tanja Eschs Illustrationen sind gewohnt kräftig bunt und schräg und voller witziger Details. Die Figuren sind eher simpel, aber nicht weniger effektvoll gezeichnet. Sie sind sogar so ausdrucksstark, dass einige Szenen über mehrere Panels hinweg ganz ohne Worte auskommen. Das Zusammenspiel von Text und Bild funktioniert einfach wieder wunderbar und zieht selbst den größten Lesemuffel in den Bann. Für lesefaule Kinder, Leseanfängerinnen und Comicneueinsteigerinnen sind die Geschichten rund um Ulf ideal geeignet.

Fazit: Tanja Esch hat mal wieder einen echten Volltreffer gelandet! Auch der zweite Band rund um Ulf und seine Ermittlerbande ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte ab 6 Jahren voller Herz, Humor und Mitratespaß. Ein herrliches Comicvergnügen für Jung und Alt! Skurril, farbenfroh, zeitlos schön. Ich bin auch vom diesem Abenteuer begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Ulf und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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