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Veröffentlicht am 06.04.2018

Ein gi-ga genialer und herrlich sommerlicher Lesespaß!

Mia 11: Mia und der Jette-Jammer
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Auf den 11. Mia Band habe ich mich riesig gefreut. Ich mag diese schöne Mädchenbuchreihe von Susanne Fülscher richtig gerne und fiebere dem Erscheinungsdatum jedes neuen Bandes immer ganz ungeduldig entgegen. ...

Auf den 11. Mia Band habe ich mich riesig gefreut. Ich mag diese schöne Mädchenbuchreihe von Susanne Fülscher richtig gerne und fiebere dem Erscheinungsdatum jedes neuen Bandes immer ganz ungeduldig entgegen.

Mia, Jette, Alina und Leonie sind die allerbesten Freundinnen und wollen dies auch für immer bleiben. Vor allem Mia und Jette sind unzertrennlich und die wohl allerallerbesten Freundinnen, die es auf der Welt gibt. Die Mädchen sind daher mehr als entsetzt, als Jettes Mutter ihnen eröffnet, dass sie vorhat nach Sylt zu ziehen, um dort die Apotheke einer Freundin zu übernehmen. Und Jette soll mit! Aber das geht doch nicht. Jette auf Sylt, weit weg von Hamburg und ihren Freundinnen? Die Mädchen sind untröstlich. Die letzte gemeinsame Zeit genießen die vier daher auch in vollen Zügen. Leider vergeht diese viel zu schnell und ehe es sich die Mädchen versehen, ist er auch schon da, der Abschied von Jette. Alle Versuche, Jettes Mutter doch noch umzustimmen, sind gescheitert, daher heißt es nun wohl Augen zu und durch. Schon nach wenigen Tagen ist die Sehnsucht nach der Freundin kaum noch auszuhalten. Nein, so geht das einfach nicht, Mia, Leonie und Alina müssen Jette unbedingt wiedersehen! Wenn diese nicht hier bei ihnen in Hamburg sein kann, dann müssen sie eben zu ihr nach Sylt fahren. Die Mädchen tüfteln daher einen gi-ga genialen Plan aus, der sie, hoffentlich ohne Komplikationen, zu ihrer Freundin Jette bringen wird…

Auch der 11. Mia Band hat mir einen gi-ga genialen Lesespaß beschert. In dieser Reihe sind einfach alle Bände schön, mich hat da noch kein Band enttäuschen können.
Ich rate ja meistens bei Buchreihen, diese lieber in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Auch bei der Mia-Reihe halte ich es für besser, unbedingt notwendig ist es allerdings nicht. Da die Bände recht eigenständig und in sich abgeschlossen sind, sollte es meiner Meinung nach kein Problem sein, wenn man mit dem 11. Band startet. Wobei es natürlich schon schön ist zu sehen, wie Mia und ihre Freundinnen sich weiterentwickeln und dies vom ersten Band an mitzuverfolgen.

Wie alle Mia Bände, so besitzt auch der elfte Teil wunderschöne, farbige Einbandillustrationen. Diese zeigen mit Namen die wichtigsten Charaktere der Reihe, was besonders für Neueinsteiger sehr hilfreich ist.

Unsere Protagonistin ist, ihr ahnt sich sicher schon, die 12-jährige Mia, die zusammen mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern in Hamburg lebt. Da ich selbst aus der Ecke kommen, freut es mich immer wieder aufs neue, dass die Mia Geschichten in dieser tollen Stadt spielen. Ich liebe es, wenn in Büchern Orte genannt werden, die ich selbst gut kenne und besonders bei den Mia Büchern denke ich immer wieder, hey, die Straße oder diesen Stadtteil von Hamburg kennst du doch! :D

Aber nicht nur den Schauplatz mag ich supertruper gerne. Auch die Charaktere finde ich klasse, diese sind mir schon längst so richtig ans Herz gewachsen. Allen voran natürlich Mia, die man mit ihrer liebenswerten, witzigen und etwas chaotischen Art einfach sofort gern haben muss.
Aber auch ihre trubelige Familie, ihre Freunde, ja, selbst die kleinsten Nebenfiguren sind so wundervoll von der Autorin ausgearbeitet worden, dass sie einem auf Anhieb sympathisch sind.

Mir gefällt an den Mia Büchern immer besonders gut, wie die wunderbare Freundschaft der Mädchen beschrieben wird. Mia, Jette, Leonie und Alina sind eine mega tolle Clique, die man für ihren Zusammenhalt und ihre Freundschaft wirklich nur beneiden kann. Zusammen erleben sie all die Dinge, die wohl jedes Mädchen in dem Alter erlebt und selbst sehr gut kennt. Die Zielgruppe wird sich daher problemlos mit den Mädels identifizieren können. Da die Gefühle aber wirklich erstklassig beschrieben werden, kann auch ich mich immer wieder ohne weiteres in Mia und ihre Freundinnen hineinversetzen, obwohl ich mittlerweile gut doppelt so alt bin. Ich kann daher auch älteren Lesern und Erwachsenen die Mia-Reihe sehr ans Herz legen, da man sich hier beim Lesen wieder herrlich jung fühlen kann.

Im 11. Band wird besonders deutlich, wie lieb sich Mia und ihre Freundinnen haben und dass sie sich jederzeit aufeinander verlassen können.
Nachdem feststeht, dass Jette tatsächlich wegziehen wird, sind alle vier Mädchen todunglücklich und wollen die restliche Zeit, die ihnen noch bleibt, am liebsten rund um Uhr miteinander verbringen.
Gerade die Trauer von Mia und ihren Freundinnen wird so gefühlvoll und einfühlsam beschrieben, dass ich richtig mit den Mädchen mitgelitten habe.

Zum Glück war das Buch aber nicht nur traurig. Keine Sorge, es gibt auch wieder jeder Menge zum Schmunzeln und zum Grinsen und auch mitfiebernde Szenen gibt es jede Menge. Witzig, turbulent, traurig und spannend – von allem ist etwas dabei, sodass der Lesespaß hier wirklich perfekt ist.

Mich konnte die Geschichte von den ersten Seiten an ihren Bann ziehen und dank des wunderbar flüssigen, herrlich humorvollen und mädchenhaft frechen Schreibstils von Susanne Fülscher, der sich super angenehm lesen lässt, bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen.

Besonders geeignet ist der 11. Mia Band übrigens für den Sommer, da hier eine herrlich gute Sommerlaune aufkommt. Da das Buch teilweise auch auf Sylt spielt, wird es hier nicht nur wunderbar sommerlich, sondern wir kommen auch noch in den Genuss von einem tollen Insel-Feeling.

Klingt doch gi-ga mega irre genial, oder? Ich jedenfalls bin total begeistert von dem 11. Mia Band und würde am liebsten sofort zum nächsten greifen. Diesen wird es zum Glück geben, hurra, nur leider erst im nächsten Jahr. Da heißt es also leider noch etwas warten.

Fazit: Ein rundum perfekter 11. Band, der mir herrliche Lesestunden beschert hat. Für alle Mia Fans ist dieses Buch definitiv ein absolutes Muss und diejenigen, die gerne witzig freche Mädchenbücher lesen, kann ich die Mia-Reihe wirklich sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist man für diese schönen Geschichten nie zu alt. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den 12. Band, der ganz bestimmt genauso supertruper werden wird wie die Bände davor. Witzig, liebenswert, gefühlvoll und wunderbar sommerlich – meine Erwartungen wurden hier komplett erfüllt und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.04.2018

Lustig, spannend und wunderbar abenteuerlich!

Tildas Tierbande - Wühler, das wuschelige Wunschkaninchen
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Auf den zweiten Band von Tildas Tierbande habe ich mich richtig gefreut. Vom ersten Teil war ich hellauf begeistert und als ich in der Verlagsvorschau entdeckte hatte, dass es ein weiteres Abenteuer mit ...

Auf den zweiten Band von Tildas Tierbande habe ich mich richtig gefreut. Vom ersten Teil war ich hellauf begeistert und als ich in der Verlagsvorschau entdeckte hatte, dass es ein weiteres Abenteuer mit Tilda und ihrer Bande geben wird, wanderte das Buch natürlich sogleich auf meine Wunschliste.

Was kann es Schöneres geben als Sommerferien? Nichts? Oh doch, nämlich Ferien im Trüffelweg, zusammen mit der besten Tierbande der Welt! Tilda, Tati und Tomma genießen die Sommerzeit in vollen Zügen und verbringen diese am liebsten zusammen mit ihren ihren Tieren: Muffin, das Wollschwein, Kasi, das Seidenhuhn und Wühler, das Angorakaninchen. Noch schöner könnte es sein, wenn die blöden Jungs von der Gruseltierbande nicht wären, die immerzu am Streiche aushecken sind. Momentan aber konzentrieren sie sich ganz aufs Geld verdienen. Sie wollen Schneckenschleim verkaufen und hoffen, mit diesem reich zu werden. Eigentlich gar keine so schlechte Idee, finden Tilda und ihre Freundinnen. Geld könnten sie gerade auch sehr gut gebrauchen. Tilda möchte für Muffin unbedingt eine neue Leine kaufen, aus der er sich nicht mehr so leicht befreien kann. Aber wie kommt man schnell an viel Geld? Schneckenschleim kommt für die Mädchen gar nicht in Frage, der ist ihnen viel zu eklig. Dann aber hat Tati den rettenden Einfall! Ihr Wühler ist angeblich ein Wunschkaninchen. Wenn man sich um 11.11 Uhr mitten im Wald unter eine ganz besondere, silberne Birke stellt, dann an dem niedlichen Puschelschwänzchen von Wühler dreht und sich dabei etwas wünscht, dann wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen! Das müssen die Mädchen sofort ausprobieren. Direkt am nächsten Tag stehen sie frühmorgens bei besagter Birke und warten darauf, dass es endlich 11.11 Uhr ist. Doch ehe Tilda dazu kommt, sich etwas zu wünschen, reißt Muffin sich mal wieder von seiner Leine los und flitzt in einem Affenzahn davon. Oje, nicht schon wieder. Sofort starten die Mädchen eine Wollschwein-Muffin-Suchaktion, bei der ihnen dann auch unerwartet die Jungs von der Gruseltierbande zur Hilfe kommen.

Ist das nicht mal ein süßer Titel? Wühler, das wuschelige Wunschkaninchen, ich finde diesen Untertitel einfach nur genial. Und auch das Cover finde ich richtig niedlich.
Meine Vorfreude auf das Buch war daher wirklich groß und ich wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Mir hat auch der zweite Band von „Tildas Tierbande“ tolle Lesestunden beschert, wobei diese für mich leider recht schnell wieder vorbei waren, da das Buch nur gute 140 Seiten besitzt und diese auch noch voller schöner Illustrationen sind.

Für die Zielgruppe, sprich Jungen und Mädchen ab acht Jahren, ist die Seitenlänge natürlich perfekt geeignet. Auch der Schreibstil ist altersgerecht. Er ist flüssig und liest sich wunderbar leicht und sehr angenehm. Zudem sind die Kapitel schön kurz und die Schrift recht groß, sodass ich hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Ich rate hier, lieber mit dem ersten Band zu beginnen. Zwingend notwendig wird es wohl nicht sein, man versteht die Handlung auch recht gut ohne die Kenntnisse aus dem ersten Teil – aber in meinen Augen wäre es besser.

Der zweite Band schließt auch ziemlich direkt an seinen Vorgänger an. Wir haben immer noch Sommerferien im Trüffelweg, die wir zusammen mit Tilda, Tati und Tomma verbringen dürfen. Und natürlich auch mit den drei Tieren Muffin, Kasi und Wühler, die auf dem Hof von Bauer Hartmut leben und um die sich die drei Freundinnen liebevoll kümmern. Auch die Jungs von der Gruseltierbande sind wieder mit von der Partie und Sorgen für reichlich Ärger. Allerdings zeigt sich in diesem Buch auch, dass die Jungs eigentlich auch recht nett sein können und gar nicht so blöd sind, wie die drei Freundinnen immer gedacht haben.

Anna Lott ist mit dem zweiten Band von „Tildas Tierbande“ eine richtig schöne Fortsetzung gelungen, die große Lust auf mehr macht. Besonders ans Herz legen kann ich die Reihe allen Fans von Bullerbü und denjenigen, die gerne spannende und lustige Abenteuergeschichten lesen. Meiner Meinung nach sind die Geschichten von „Tildas Tierbande“ sowohl für Mädchen als auch für Jungen wunderbar geeignet.

Mich konnte die Story sofort in ihren Bann ziehen. Solche schönen Kindergeschichten, die dieses besondere Bullerbü-Feeling haben, herrlich gute Sommerlaune verströmen und einfach nur total liebenswert sind, sind immer genau das Richtige für mich.

Im zweiten Band hat mir besonders gut gefallen, dass der Wald ein wichtiger Schauplatz ist. Wälder verströmen immer eine ganz eigene Atmosphäre, die mich immer wieder aufs neue faszinieren kann.
Auch sehr schön fand ich, dass die Mädchen von Tildas Tierbande und die Jungen von der Gruseltierbande gemeinsam nach Muffin gesucht haben. Eigentlich sind die drei Jungen gar nicht so übel, im Gegenteil, sie können sogar richtig nett und hilfsbereit sein, das wird auch den Mädchen während ihrer Suche nach Muffin bewusst.

Der zweite Band von „Tildas Tierbande“ erzählt, wie bereits der erste Teil, eine lustige und abenteuerliche Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und der Liebe zur Tieren.
Diese wurde übrigens wieder richtig schön von Verena Körting illustriert. Ich mag ihre Zeichnungen total gerne. Sie sind sehr liebevoll gezeichnet und geben das Geschehen im Text immer perfekt wieder. Sehr gelungen finde ich auch die Einbandillustrationen, die alle sechs Kinder mit Namen zeigen. So hat man immer eine wunderbare Übersicht über sämtliche Bandenmitglieder, was besonders Neueinsteigern eine große Hilfe sein wird.

Ich hoffe nun sehr, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird. Auf Tilda und ihre Bande warten ganz bestimmt noch jeder Menge toller Abenteuer, welche ich wirklich liebend gerne gemeinsam mit ihnen erleben möchte.

Fazit: Lustig, spannend und wunderbar abenteuerlich! Mit dem zweiten Band von „Tildas Tierbande“ ist Anna Lott eine großartige Fortsetzung gelungen, welche mir herrliche Lesestunden beschert hat. Ich finde es immer so schön zu sehen, wie liebevoll sich die drei Mädchen um ihre Pflegetiere kümmern und wie toll die Freundinnen zusammenhalten. Sehr ans Herz legen kann diese schöne Reihe allen Bullerbü- und Tierliebhabern und denjenigen, die gerne, so wie ich, Bandengeschichten lesen. Wenn diese dann auch so schön illustriert sind wie hier, dann ist der Lesespaß wirklich perfekt! Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 03.04.2018

Ein richtig schöner Jugendroman, den ich auch Erwachsenen sehr ans Herz legen kann

DUMPLIN'
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Auf das Buch „Dumplin‘“ war ich richtig gespannt. Als es mir das erste Mal in der Verlagsvorschau auffiel, konnten mich das Cover und der Klappentext sofort überzeugen. Das Buch wanderte daher auch sogleich ...

Auf das Buch „Dumplin‘“ war ich richtig gespannt. Als es mir das erste Mal in der Verlagsvorschau auffiel, konnten mich das Cover und der Klappentext sofort überzeugen. Das Buch wanderte daher auch sogleich auf meine Wunschliste für den März.

Willowdean, genannt Will, war schon immer übergewichtig. Bisher hatte sie damit eigentlich kein Problem, sie hat sich in ihrem rundlichen Körper immer sehr wohl gefühlt. Sie ist eben dick, was ist schlimm daran? Nichts, genau. Doch dann lernt sie Bo kennen, der wie sie in dem Burgerlokal Harpy‘s arbeitet. Bo ist sportlich und unglaublich attraktiv. Es dauert daher auch nicht lange, bis Will bis über beide Ohren in ihn verknallt ist. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, dass auch Bo etwas an ihr finden würde. Doch so scheint es tatsächlich zu sein, denn es kommt zu einem Kuss zwischen den beiden, der nicht von Will, sondern von Bo ausging. Will ist verunsichert und fühlt sich plötzlich gar nicht mehr wohl in ihrem Körper. Sie, die es doch nie schlimm gefunden hat, dass sie einige Kilos zu viel auf den Rippen hat, schämt sich nun plötzlich doch für ihr Aussehen. Von Selbstzweifeln geplagt, beschließt die 16-jährige, sich bei dem legendären Schönheitswettbewerb „Miss Tenn Blue Bonnet“ anzumelden, der jährlich in Clover City veranstaltet wird. Mit ihrer Teilnahme will sie allen, und vor allen sich selbst, beweisen, dass es völlig egal ist, welche Kleidergröße man trägt. Es spielt keine Rolle, was andere über deinen Körper denken, wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und glücklich bist, genau so, wie du eben bist.

Das Thema des Buches mag ich nicht wirklich neu sein; ich habe nun schon so einige Bücher gelesen, in denen es um rundliche Protagonisten ging. Mit „Dumplin‘ - Go Big or go home“ ist der Autorin aber dennoch ein Werk gelungen, das aus der Masse heraussticht und das man in meinen Augen gelesen haben sollte. Wie so oft, macht es die Mischung aus verschiedenen Dingen, dass ein Buch so richtig gut ist und einem noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Es gab allerdings zwei Aspekte, die mir meinen Lesespaß ein klein wenig kaputt gemacht haben. Das Buch liest sich wirklich klasse, der Schreibstil ist herrlich locker-leicht und humorvoll, sodass ich hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen bin. Womit ich mich aber einfach nicht anfreunden konnte, waren Wills Stimmungsschwankungen und ihre Entscheidungen. Ich konnte ihr Handeln öfters nicht nachvollziehen und stellenweise habe ich mich auch etwas darüber aufgeregt. So behandelt sie den armen Jungen Mitch, der ganz offensichtlich total in sie verliebt ist, meiner Meinung nach ziemlich gemein. Mitch ist so ein lieber Kerl, da fand ich es ihm gegenüber nicht fair, dass Will ihm nicht deutlich gesagt hat, was Sache ist. Nämlich, dass sie seine Gefühle nicht erwidert und in jemanden anderen verliebt ist, in Bo.
Ein weiterer Punkt, der mich nicht so wirklich zufrieden gestellt hat, war das Ende. Hier werde ich natürlich nicht näher ins Detail gehen, aber so viel: Mich hat das Ende ein klein wenig enttäuscht, es kam mir einfach zu schnell.

Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Mich konnte die Story von den ersten Seiten an ihren Bann ziehen. Auch wenn ich mit Will nicht komplett warm geworden bin, war sie mir dennoch sympathisch, besonders ihren Humor, der öfters auch etwas Sarkastisches hatte, mochte ich auf Anhieb. Auch für ihr Selbstbewusstsein und ihre Stärke habe ich sie sehr bewundert. Will ist 16 und hatte schon immer mit Übergewicht zu kämpfen. Allerdings hat sie sich bisher nie groß etwas daraus gemacht. Mobbingangriffe in der Schule bezüglich ihres Körpers konnte sie bisher immer gekonnt an sich abprallen lassen.

Mit Will ist der Autorin eine wundervolle Protagonistin gelungen, die mich stellenweise zwar etwas mit ihrem Verhalten aufregen konnte, die ich aber dennoch richtig lieb gewonnen habe. Jeder Mensch hat eben so seine Fehler, niemand ist perfekt, vermutlich findet man mit der Zeit immer irgendetwas an einem Menschen, das einen stört.

Auch die Nebencharaktere wurden klasse von der Autorin ausgearbeitet. Diese haben ebenfalls, wie Will, so ihre Ecken und Kanten, aber die hat ein Mensch nun einmal. Besonders gerne mochte ich den bereits erwähnten Jungen Mitch und auch Bo, der wie Will im Burgerlokal Harpy‘s arbeitet, habe ich sehr lieb gewonnen.
Auch die drei Mädels, die sich zusammen mit Will beim Schönheitswettbewerb anmelden und wie Will so ihre Problemzonen bezüglich ihres Körpers haben und deswegen gehänselt werden, mochte ich richtig gerne. Ich fand es so schön zu sehen, wie die drei und Will sich immer mehr angefreundet und sich gegenseitig Mut gemacht haben.

Weniger schön dagegen ist die Sache mit Wills bester Freundin Ellen. Seit diese ihren Freund Tim hat, entfernen sie und Will sich immer mehr voneinander. In diesem Punkt habe ich vollkommen mit Will mitgefühlt, denn auch ich hatte als Teenager damit zu kämpfen, dass sich meine beste Freundin und ich immer mehr auseinander entwickelt haben, was mir damals sehr zu schaffen gemacht hat.
Auch die Beziehung zu ihrer Mutter ist schwierig. Wills Mutter ist, anders als ihre Tochter, gertenschlank und stolz darauf. Sie leitet übrigens den Schönheitswettbewerb und hat diesen selbst einmal gewonnen. Wills Mutter hat schon sehr daran zu knabbern, dass ihre Tochter nicht so dünn ist wie sie und hat ihr auch den Spitznamen „Dumplin“ verpasst, auf Deutsch „Knödel“. Nicht wirklich nett, oder? Will jedoch hat gelernt damit umzugehen, wobei es sie schon aufregt, wenn ihre Mutter sie in der Öffentlichkeit mit diesem Namen anspricht, was ja auch verständlich ist.

Das Buch vermittelt so viele schöne und wichtige Botschaften. Das Thema, sich selbst zu akzeptieren und seinen Körper, mit all seinen Makeln und Fehlern zu lieben, ist nur eines von vielen, mit welchen wir es in diesem Buch zu tun bekommen. Weitere Themen, die die Story enthält, sind Mobbing, Freundschaft, Erwachsenenwerden, Mut, Familie, Verlust, Trauer und die erste große Liebe.

Julie Murphy ist mit „Dumplin‘“ ein besonderes Buch gelungen, welches für mich leider nicht komplett perfekt war, welches mir aber dennoch tolle Lesestunden beschert hat und von mir auch definitiv eine absolute Leseempfehlung erhält!

Fazit: Ein wundervolles Jugendbuch über eine starke und mutige Protagonistin, die einem nur zu deutlich macht, dass es wichtig ist, sich selbst und seinen Körper zu lieben und dazu zu stehen, dass man eben nicht perfekt ist. Rund, na und? Diese Botschaft und noch so viele weitere sind in diesem Buch enthalten. Ich kann euch „Dumplin‘“ wirklich ans Herz legen, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen, und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 02.04.2018

Großartig!

To all the boys I’ve loved before
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Bisher haben mir wirklich alle Bücher von Jenny Han sehr gut gefallen. Sowohl ihre Sommer-Trilogie als auch die Reihe, die sie mit Siobhan Vivian zusammen geschrieben hat. Viel zu lange stand dieses Buch ...

Bisher haben mir wirklich alle Bücher von Jenny Han sehr gut gefallen. Sowohl ihre Sommer-Trilogie als auch die Reihe, die sie mit Siobhan Vivian zusammen geschrieben hat. Viel zu lange stand dieses Buch nun schon in meinem Regal und wollte gelesen werden. Endlich bin ich nun dazu gekommen und ich war hellauf begeistert!

Die Autorin hat mal wieder ein ganz wundervolles Buch für junge Erwachsene geschrieben. Es handelt sich hier um den ersten Band ihrer neuen Trilogie, der zweite erscheint im Januar 2017 auf Deutsch und auf dieses Buch freue ich mich schon sehr!

Die Protagonistin Lara Jean, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist eine wirklich sympathische Person. Ich mag ihre schüchertene und leicht naive Art und konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren.
Auch alle anderen Charaktere in dem Buch haben mir sehr gut gefallen. Richtig toll fand das Verhältnis unter den drei Schwestern. Die drei halten super gut zusammen und verstehen sich blendend. Besonders Kitty, die neun Jahre alt ist, fand ich sehr unterhaltsam. Obwohl sie deutlich jünger als Lara Jean ist, kam sie mir immer viel erwachsener vor. Sie ist für ihr Alter wirklich schon sehr reif und Lara Jean in vielen Dingen eine große Hilfe, als es heißt, ohne Margot auskommen zu müssen. Diese reist nämlich nach Schottland, um dort zu studieren. Margot, die zwei Jahre älter ist als Lara Jean, war mir persönlich eher unsympathisch. Allerdings bekommt man von ihr in diesem Buch auch nicht so viel mit, da sie,wie gesagt, die meiste Zeit in Schottland ist. Es war also nur mein erster Eindruck von ihr, vielleicht ändert sich dieser ja noch im Verlaufe der nächsten beiden Bände.
Josh und Peter, die beiden Jungen, die hier die größte Rolle spielen, haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Peter, der ein ziemlicher Macho ist, hat sich doch immer öfter richtig nett verhalten und trotz seines coolen Gehabes war er mir sehr sympathisch. Josh war mir aber dennoch eindeutig der liebere von den beiden. Er ist ein richtiger Kumpeltyp und ich persönlich hoffe ja, dass er und Lara Jean noch zusammenkommen werden.

Der Schreibstil ist wunderbar! Sehr flüssig, er liest sich herrlich angenehm. Ich war sofort von der Story fasziniert und habe das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen.
Das Buch ist wirklich nur zu empfehlen! Eine unterhaltsame und wunderschöne Teenie-Geschichte, die mich restlos begeistert hat.
Von mir bekommt "To all the boys I´ve loved before" volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.04.2018

Ein wundervolles Buch über Freundschaft, Abenteuer und Pferde!

Wilde Horde 1: Die Pferde im Wald
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Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Als ich nun auf den Reihenauftakt von „Wilde Horde“ gestoßen bin, war es Liebe auf den ersten Blick. Sieht das Cover nicht wunderschön aus? ...

Pferdebücher lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Als ich nun auf den Reihenauftakt von „Wilde Horde“ gestoßen bin, war es Liebe auf den ersten Blick. Sieht das Cover nicht wunderschön aus? In meinen Augen ist eines der schönsten Pferdebuch-Covers, welches ich kenne. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, wanderte das Buch sogleich auf meine Wunschliste.

Zaz soll die Sommerferien in der Pension ihrer Oma verbringen. Diese liegt direkt an einem großen Wald und ist daher ziemlich abgeschieden. Ferien im Nirgendwo, na super. Zaz ist alles andere als begeistert. Mit Handyempfang und Internet wird es in der nächsten Zeit wohl eher schlecht aussehen. Ob ihre Oma wohl überhaupt einen Fernseher besitzt? Murrend ergibt sich Zaz ihrem Schicksal und findet es anfangs auch richtig öde bei ihrer Oma. Dies ändert sich aber, als sie im Wald die „Wilde Horde“ kennenlernt. Die „Wilde Horde“ sind eine Art Bande, bestehend aus zwei Jungen und zwei Mädchen. Die vier treffen sich regelmäßig im Wald und durchstreifen diesen zusammen mit ihren Pferden. In ihren Augen stört Zaz nur und da diese eh lieber für sich bleibt, akzeptiert sie die Abweisung der vier. Doch dann stößt sie auf Monsun, das fünfte Pferd der Herde. Zaz hat mit Pferden eigentlich nicht groß was am Hut und war immer stolz darauf, nicht eines dieser typischen Pferdemädchen zu sein. Monsun aber ist etwas Besonderes. Sie hat lange Zeit niemanden an sich herangelassen, doch bei Zaz ist das anders. Die Stute möchte dem Mädchen am liebsten gar nicht mehr von der Seite weichen und lässt sie sogar auf sich reiten. Die „Wilde Horde“ sieht dies mit großem Erstaunen und schließlich ändern sie ihre Meinung und weisen Zaz nicht mehr zurück. Mit der Zeit lernen sich die fünf immer besser kennen und werden richtig gute Freunde. Ihr Zusammenhalt ist dann auch gefragt, als es heißt, die gemeinen Biker aus dem Wald zu vertrieben, die mit ihrer lauten Musik und ihrer Herumraserei nur Unruhe stiften und die Pferde erschrecken. Ein spannendes Abenteuer beginnt…

Mit dem ersten Band von „Wilde Horde“ ist Katrin Tempel ein richtig schöner Reihenauftakt, welcher mir herrliche Lesestunden bereitet hat.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig; er liest sich sehr angenehm und ist genau richtig für die Zielgruppe.
Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Die Protagonistin Zaz ist zwar schon etwas älter, aber in meinen Augen ist das Buch auch wunderbar für jüngere Leser geeignet und ich kann es auch Erwachsenen sehr ans Herz legen.

Ich konnte mich sofort in Zaz hineinversetzen, trotz des kleinen Altersunterschieds. Zaz ist anfangs wirklich wenig begeistert, als ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie ihre Sommerferien bei ihrer Oma verbringen soll. Diese kannte sie bisher nur von Bildern und auch ihrer Pension, die den Namen Donneracker trägt, hat sie bisher nie einen Besuch abgestattet. Was, wenn es nach Zaz gegangen wäre, auch gerne so hätte bleiben können. Aber wie das halt so ist als Teenager, sitzen am Ende eben doch die Eltern am längeren Hebel. Anstatt also schön am Strand in Kalifornien zu faulenzen, wie sie es gerne gehabt hätte, muss Zaz für ein paar Wochen auf dem Land versauern und dort die Zeit totschlagen.

Es kommt dann aber alles ganz anders als gedacht. Mir hat die Entwicklung von Zaz richtig gut gefallen. Sie ist authentisch und absolut nachvollziehbar. Zaz merkt nämlich mit der Zeit, dass es bei ihrer Oma gar nicht so blöd und langweilig ist, wie sie angenommen hat und auch ihre Einstellung bezüglich Pferde ändert sich gewaltig.

Katrin Tempel ist hier ein richtig schönes Buch über Freundschaft, Zusammenhalt, Familie, Abenteuer und Pferde gelungen. Die Handlung ist spannend und lädt zum Mitfiebern ein, ganz besonders am Ende wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Pferde beschrieben wurden. An erster Stelle natürlich Monsun, die wirklich eine ganz außergewöhnliche Stute ist und die ich, wenn es so etwas zwischen Mensch und Tier überhaupt gibt, als eine Seelenverwandte von Zaz bezeichnen würde. Die beiden verbindet etwas ganz Besonderes und ich fand es so schön zu sehen, wie diese Bindung immer inniger und vertrauter wurde.
Zaz dachte immer, dass Pferde überhaupt nicht ihr Ding seien, aber durch Monsun ist sie schließlich doch noch zu einem Pferdemädchen geworden. Etwas, was Zaz vor ihren Ferien vermutlich nie für möglich gehalten hätte.

Das Buch handelt allerdings nicht nur von Pferden. Es geht darin auch im Freundschaft und darum, dass manche Dinge auf den ersten Blick täuschen können und man immer auf sein Herz und sein Gefühl hören sollte. Und auch die Familie steht sehr im Vordergrund. So erfahren wir etwas mehr über Zaz‘ Oma, deren Pension leider gerade nicht allzu gut läuft.

Mich konnte die Mischung der verschiedenen Themen richtig begeistern. Auch den Schauplatz fand ich klasse. Bücher, die in Wäldern spielen, habe ich schon immer ganz besonders gerne gelesen. Diese Kulisse hat eine ganz eigene Atmosphäre, die mich immer wieder aufs Neue faszinieren kann. Auch die Beschreibungen von Donneracker, der Pension der Oma, haben mir sehr gut gefallen. Diese mag heruntergekommen sein, aber ich bin mir dennoch ziemlich sicher, dass ich mich an diesem Ort sehr wohl fühlen würde.

Neben der spannenden Handlung und dem tollen Setting haben mir auch die Charaktere sehr gut gefallen. Diese wurden wunderbar von der Autorin ausgearbeitet. Nicht nur Zaz, auch die Mitglieder der wilden Horden sind mir recht schnell ans Herz gewachsen, genauso wie deren Pferde, die alle eine eigene Persönlichkeit besitzen und ziemlich verschieden sind.

Am Ende bleiben so einige Fragen offen, sodass man am liebsten sofort nach dem zweiten Band greifen möchte. Dieser wird leider erst nächstes Jahr erscheinen, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.


Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht. Mir hat der erste Band von „Wilde Horde“ richtig gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und lädt zum Mitfiebern ein. Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Abenteuer, Spannung und Pferde – in meinen Augen eine tolle Mischung, die definitiv nicht nur was für Pferdemädchen ist. Auch weniger pferdebegeisterten Lesern kann ich das Buch sehr ans Herz legen und auch Erwachsene werden hier viel Spaß beim Lesen haben. Ich habe sehr schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und vergebe volle 5 von 5 Sternen!