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Veröffentlicht am 21.07.2025

Eine großartige Comic-Adaption von „Die Königinnen der Würstchen“!

Die kleinen Königinnen
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Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ...

Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ihrem ehemaligen Kindergartenfreund Malo ins Leben gerufen wurde. Mehrmals schon hat er sie zur goldenen Wurst gewählt. Dieses Jahr jedoch hat sie nur Bronze erhalten, Astrid und Hakima seien angeblich größere Vogelscheuchen als sie. Diese Aktion ist einfach nur extrem fies, aber Mirelle hat sich damit arrangiert und nimmt das Ganze mit Humor. Da sie inzwischen ein Profi in Sachen Mobbing ist, beschließt sie die zwei anderen „Würste“ aufzusuchen, um sie aufzubauen. Zuerst versucht sie der weinenden Astrid klarzumachen, dass sie sich auf keinen Fall das Leben von diesem Idioten Malo vermissen lassen sollte. Danach machen sich die beiden auf den Weg zu Hakima, die ebenfalls ganz schockiert über ihre Platzierung ist. Zusammen beschließen die drei Mädchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und schmieden spontan einen abenteuerlichen Plan: Sie wollen mit dem Fahrrad nach Paris reisen, mit dem Ziel, die berühmte Gartenparty im Pariser Élysée-Palast am französischen Nationalfeiertag zu crashen. Jede von ihnen hat dabei ein ganz eigenes Motiv. Begleiten wird sie Hakimas großer Bruder Kader, der bei einem Militäreinsatz beide Beine verloren hat und fortan im Rollstuhl sitzt. Finanziert wird ihre Reise ironischerweise durch den Verkauf von Würstchen. Mitsamt Würstchenbuden-Anhänger radeln sie also los und erhalten immer mehr Aufmerksamkeit von den Medien. Ob sie es wohl rechtzeitig bis zum 14. Juli nach Paris schaffen werden?

Nachdem ich von Magali Le Huche bereits ihre Hexenkram-Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich bei dem hier vorliegenden Buch sofort hellhörig geworden. Als ich dann las, dass es sich dabei um eine Comic-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“ handelt, der 2017 auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen ist, ist meine Neugierde nur noch größer geworden. Über das Original habe ich schon eine Menge Gutes gehört, selbst gelesen habe ich es allerdings noch nicht. Meine Ausgabe liegt nun schon seit mehreren Jahren auf meinem SuB und wartet dort auf mich. Ich kann daher keinen Vergleich zur Romanvorlage ziehen, gehe aber sehr davon aus, dass Magali Le Huche mit ihrer Umsetzung einen hervorragenden Job gemacht hat. Mir jedenfalls hat diese Gaphic Novel ausgesprochen gut gefallen!

Die Geschichte erzählt von drei völlig unterschiedlichen Mädchen, die eines gemeinsam haben: Alle drei sind Außenseiterinnen und gelten als die hässlichsten Mädchen an ihrer Schule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, lassen sich die drei nicht unterkriegen. Vor allem Mirelle, auf der verstärkt der Fokus liegt, nimmt das Ganze bewundernswert locker. Sie ist ein richtiges Highlight unter den weiblichen Protagonistinnen: Taff, schlagfertig, erfrischend selbstironisch und direkt, aber auch sehr warmherzig. Sie hat es irgendwie geschafft, die fiesen Kommentare nicht mehr an sich heranzulassen, was früher durchaus anders war. Ihre schrullig-selbstbewusste Art wirkt überaus motivierend und wird sicherlich nicht nur die zwei anderen „Würste“ Astrid und Hakima zu mehr Selbstbewusstsein und Körperliebe ermutigen, sondern auch so manche Leser*innen, allen voran natürlich junge Mädchen und Frauen.
Obwohl hier viele ernste und gesellschaftskritische Themen angesprochen werden, kommt die Handlung in keinster Weise bedrückend daher. Bodyshaming, (Cyber)-Mobbing, Vorurteile, Diskriminierung und Feminismus werden hier auf eine wunderbar humorvolle, behutsame und bestärkende Weise behandelt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude, die drei „Würste-Königinnen“ auf ihrem chaotischen Rad-Roadtrip zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen, einiges über sich selbst lernen und keine Herausforderungen scheuen. Stets nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Man fiebert, fühlt und jubelt mit ihnen mit und bekommt beim Lesen richtig Lust darauf, selbst mal eine Fahrradtour durch Frankreich zu machen.

Magali Le Huche hat aus diesem Roadtrip-Roman eine großartige Graphic Novel gemacht. Sympathisch und lebensfroh setzt sie die spleenigen Charaktere in Szene, begeistert mit vielen liebevollen Details und fängt das französische Flair perfekt ein.

Fazit: Magali Le Huche präsentiert hier eine rundum gelungene Graphic Novel-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“, die sie sich niemand ab 12 Jahren entgehen lassen sollte. „Die kleinen Königinnen“ ist ein mitreißender Roadmovie in Comicform, der trotz ernster Themen herrlich witzig, frech und locker-leicht daherkommt. Ein wundervolles Wohlfühlbuch voller Herz, Humor und Freundschaft und zugleich ein echter Mutmacher. Ich bin absolut begeistert und kann es nun kaum erwarten, endlich die Originalgeschichte zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Genauso zauberhaft wie der erste Band!

Kevin, der kleine Vampir (2)
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Susie und der Draif Garlieb (halb Drache, halb Greif) haben sich dem Wander-Zirkus Monstrometti angeschlossen, in dem der 11-jährige Vampir Kevin zu Hause ist. Endlich muss Susie ihre schrecklichen Tanten ...

Susie und der Draif Garlieb (halb Drache, halb Greif) haben sich dem Wander-Zirkus Monstrometti angeschlossen, in dem der 11-jährige Vampir Kevin zu Hause ist. Endlich muss Susie ihre schrecklichen Tanten nicht mehr ertragen, allerdings zeigt sich sehr schnell, dass es gar nicht so leicht ist, als einziger Mensch unter Vampiren und Monstern zu leben. Während sich alle auf die Drachenparade des weltberühmten Festivals der Furcht freuen, sieht Susie diesem Spektakel mit gewisser Sorge entgegen. Auf den tödlichen Todessprung kann sie eigentlich gut verzichten, schließlich ist sie, anders als die anderen, nicht unsterblich. Kevin und seine Familie möchten die Parade aber unbedingt gewinnen, schließlich wird der Sieger als Zirkus des Jahres gekürt. Doch dann ist auf einmal Hund verschwunden (der eigentlich gar kein Hund ist). Die Spur führt in den Wilden Wald, wo die böse Hexe Furina Zorn ihr Unwesen treibt. Ein neues haarsträubendes Abenteuer beginnt...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band rund um Kevin, den kleinen Vampir, ins Deutsche übertragen von Kathrin Köller. Das Buch ist ohne Vorkenntnisse lesbar, allerdings empfiehlt es sich, mit dem ersten Teil zu starten, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Nachdem mir das erste Abenteuer so gut gefallen hat, konnte ich das nächste kaum erwarten. Schon das Cover sieht wieder richtig toll aus und steigert die Vorfreude auf die Geschichte dahinter.

Erneut erweckt Matt Brown die lustig-trubelige Welt des Monsterzirkus Monstrometti zum Leben und präsentiert uns monstermäßig gute Unterhaltung vom Feinsten. Mit viel Fantasie, Humor und Liebe zum Detail erzählt der britische Autor von einem furchterregenden Festival, abenteuerlichen Zeitsprüngen, kniffligen Sphinx-Rätseln und schreiendem Eis. Er erzählt aber auch von Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, vom Anderssein und Glauben an sich selbst. Kevin und Susie sind zwei überaus sympathische Protagonistinnen, die einem sofort ans Herz wachsen. Sie zeigen uns einmal mehr, dass wahre Freundschaft keine Unterschiede kennt und so schnell nichts erschüttern kann. Trotz ihrer kleinen Differenzen halten sie immer fest zusammen, wachsen gemeinsam über sich hinaus und ermutigen dazu, sich selbst treu bleiben. Es macht einfach wieder großen Spaß, die Zwei zu begleiten, langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Erzählung sprüht nur so vor witzig-kreativen Ideen und schrägen Gestalten, ohne übertrieben oder albern zu wirken. Viele überraschende Wendungen halten einen in Atem und trotz Vampire, Hexen und Co. wird es an keiner Stelle gruselig (na ja, vielleicht nur ein ganz kleines bisschen). Für kleine Monsterliebhaberinnen ist diese Reihe einfach das ideale Lesefutter, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Ein echtes Highlight sind auch wieder die zahlreichen zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen von Flavia Sorrentino, die das Ganze untermalen und perfekt zur Geschichte passen. Die Monstersteckbriefe im Anschluss eines jeden Kapitels sowie die Karte zu Beginn runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen.

Fazit: Genauso spannend, fantasievoll und monströs unterhaltsam wie der Vorgänger kommt Kevins zweites Abenteuer daher und begeistert mit wohligem Grusel, liebenswert-skurrilen Figuren und ganz viel Herz und Freundschaft. Ein schaurig-schönes Lesevergnügen für alle Monsterfans ab 8 Jahren! Mir hat auch dieser Band unheimlich viel Spaß gemacht, über ein weiteres Wiedersehen mit Kevin und seiner chaotischen Monstertruppe würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wunderschön und einfach zum Verlieben!

Plötzlich Mama!
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Der alte Dachs lebt allein in seinem Bau am Waldrand. Die vielen einsamen Jahre haben ihn zu einem mürrischen Griesgram und Eigenbrötler gemacht. Er hat am liebsten seine Ruhe und verlässt seinen Bau nur, ...

Der alte Dachs lebt allein in seinem Bau am Waldrand. Die vielen einsamen Jahre haben ihn zu einem mürrischen Griesgram und Eigenbrötler gemacht. Er hat am liebsten seine Ruhe und verlässt seinen Bau nur, um auf Essenssuche zu gehen, immer darauf bedacht, den anderen Waldtieren aus dem Weg zu gehen. Doch der Tag, an dem er ein Ei findet, wird sein Leben komplett verändern. Während sich der Dachs noch überlegt, wie er das Ei am besten zubereiten soll, beginnt es darin zu rumoren. Was eigentlich als Rührei oder Spiegelei auf seinem Teller landen sollte, ist plötzlich ein kleines Entenküken. Und nicht nur das: Es hält den Dachs für seine Mama! Verärgert darüber, dass er nun statt einer leckeren Mahlzeit ein kleines Vögelchen an der Backe hat, versucht der Dachs seinen neuen Mitbewohner loszuwerden. Er bringt es dorthin zurück, wo er das Ei gefunden hat – aber das kleine Küken folgt ihm heimlich nach Hause. Der Dachs ringt sich schließlich dazu durch, den kleinen Erpel bei sich aufzunehmen. Und wer hätte das gedacht, mit der Zeit genießt er es, eine Mama zu sein und kann sich ein Leben in Einsamkeit gar nicht mehr vorstellen.

Dem Erscheinen dieses Buches habe ich voller Vorfreude entgegen gefiebert. Schon Rebbeka Stelbrinks erstes Bilderbuch „Stille Post“, das sie gemeinsam mit der Autorin Andrea Tuschka erschaffen hat, war ein absolutes Schätzchen (solltet ihr es noch nicht kennen, schaut’s euch unbedingt an!). „Plötzlich Mama!“ ist nun allein aus ihrer Feder entsprungen und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen!

Schon das Cover ist ein Highlight, sowohl optisch als auch haptisch, und dahinter geht es genauso weiter. Visuell ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Rebekka Stelbrink hat erneut zu Pinsel, Schere, Farbe, Stift und Papier gegriffen, um daraus (ganz analog) die herrlichsten Papiercollagen zu zaubern. Aus unzähligen Papierschnipseln hat sie mit viel Liebe zum Detail, Geduld und Kreativität die Welt von Dachs und Erpel zum Leben erweckt. Lauter filigrane Papierelemente wurden zu verschiedenen Szenen arrangiert und anschließend so digitalisiert, dass die Dreidimensionalität perfekt eingefangen wurde. Man taucht in wundervolle Landschaften ein, begleitet den alten Dachs und den kleinen Enterich durch die Jahreszeiten und erfreut sich an den vielen bezaubernden und witzigen Details. Es gibt hier auf einfach so viel zu zu bestaunen und durch die coole 3D-Optik überkommt einem immer wieder das Verlangen, über die Seiten zu streichen, um etwas zu erfühlen. Rebekka Stelbrinks Kunstwerke sind einfach wieder faszinierend und wirken zudem auch sehr inspirierend. Hier wird garantiert so manches Kind dazu angeregt, selbst kreativ zu werden und sich beim Collagen-Basteln auszutoben.

Inhaltlich präsentiert uns die deutsche Künstlerin eine herzallerliebste und berührende Tiererzählung über die Bedeutung von Familie, Liebe, Geschlechterrollen und das Älterwerden. Auf eine kindgerechte Weise gibt uns die Geschichte einige wertvolle Botschaften mit auf den Weg. Sie zeigt uns, dass Familie nicht allein durch Blut definiert wird, dass das Mamasein über die Biologie hinausgeht und dass es sich lohnt, Veränderungen zuzulassen. Es macht einfach unheimlich viel Freude mitzuerleben, wie der alte Dachs und das kleine Küken zueinanderfinden und fortan gemeinsam durchs Leben gehen. Wie aus dem einsamen Grummeldachs eine freundliche und fürsorgliche Mama und schließlich sogar noch eine glückliche Oma wird. Man liest und betrachtet dieses Buch mit einem Dauerlächeln auf den Lippen und beendet es mit einem warmen Gefühl im Bauch.

Fazit: Einfach zum Verlieben! „Plötzlich Mama!“ ist eine warmherzige und lustige Tiergeschichte ab 3 Jahren, die uns liebevoll daran erinnert, das Familie so viel mehr ist als nur Verwandtschaft. Ein echter Bilderbuchschatz für Leser*innen jeden Alters mit detailreichen, farbenfrohen Papiercollagen zum Immer-wieder-Angucken. Ich bin ganz hin und weg von diesem Bilderbuch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein märchenhaftes Fantasyabenteuer!

Gwin und das Herz des Drachen (Band 1)
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Die zehnjährige Gwin Erlstein lebt mit ihren Eltern in einem großen Herrenhaus, das im Inneren noch protziger ist als von außen. Der Boden ist aus Marmorfliesen, es gibt drei Kronleuchter, dreizehn beheizte ...

Die zehnjährige Gwin Erlstein lebt mit ihren Eltern in einem großen Herrenhaus, das im Inneren noch protziger ist als von außen. Der Boden ist aus Marmorfliesen, es gibt drei Kronleuchter, dreizehn beheizte Kloschüsseln und die Salatgabeln sind mit Diamanten besetzt. Herr und Frau Erlstein lieben alles, was funkelt und teuer ist und reisen daher viel um die Welt herum, um neue Dinge für ihre Sammlung zu kaufen. Immer, wenn sie auf Geschäftsreise gehen, laden sie ihre Tochter bei deren furchtbaren Tante Edith ab. Eines Tages hat Gwin genug und reißt aus. Als sie wenig später auf einen sprechenden schwarzen Kater namens Nerowitz trifft, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ehe sie es sich versieht, steht sie im geheimen Zauberladen der Hexe Madame Manou, ein absolut wundersamer Ort, wo man auf lebendige Flammen, singende Kessel und die verschiedensten magischen Wesen trifft. Die freundliche Madame Manou lädt Gwin dazu ein, eine Weile in ihrem Café zu bleiben, was diese dankend annimmt. Kurz darauf macht sie im Keller eine unglaubliche Entdeckung: Einen eingesperrten Drachen. Gwin befreit ihn aus seinem Gefängnis, obwohl der Kontakt zu Drachen streng verboten ist, da sie als herzlos und gefährlich gelten. Aber trifft dies auch auf den Drachen Jun zu?

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit man es mir auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt hat. Das Cover hat mich direkt verzaubert und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Dieses Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Verena Maier legt hier einen vielversprechenden Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe vor, bei dem es sich zugleich um ihren Debütroman handelt. Mit viel Witz und Liebe zum Detail entführt uns die deutsche Autorin in eine magische Welt, die nicht nur junge Leser*innen zu fesseln vermag. Bereits die ersten Seiten, die noch in der Realität spielen, ziehen einen in den Bann und begeistern mit träumerischen Beschreibungen und einer leicht skurrilen Atmosphäre à la Lemony Snicket. Schon nach wenigen Kapiteln stolpert man mit der 10-jährigen Gwin mitten hinein ins Abenteuer und ab da gibt es erst recht kein halten mehr. Außergewöhnliche Orte und Gestalten erwarten einen hier, jede Menge Wunder und Geheimnisse, aber auch ganz viel Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen. Gwin ist eine starke und sympathische Protagonistin, die man gerne begleitet. Neugierig und mutig wächst sie gemeinsam mit ihren neuen Freunden über sich hinaus und zeigt uns, dass es sich lohnt auf sein Herz zu hören und an sich selbst zu glauben. Währenddessen gibt es auch allerhand zum Schmunzeln und zum Staunen. Allein der Zauberladen von Madame Manou ist ein kleines Highlight, der einen gewissen Studio-Ghibli-Charme aufkommen lässt. Auch die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und machen das Lesen zu einem echten Vergnügen, allen voran die hitzköpfige Flamme Ignatius und der gefräßige Drache Jun, deren Kabbeleien sich äußerst unterhaltsam lesen.

Die wunderschönen, verspielten schwarz-weiß Illustrationen von Indiana Acosta sind das Sahnehäubchen obendrauf und fangen die magische Atmosphäre perfekt ein. Mir persönlich hat trotz allem etwas gefehlt. Ich kann noch nicht mal sagen, was genau, irgendwie wollte der letzte Funken einfach nicht überspringen. Über weitere Bände würde ich mich aber dennoch sehr freuen! Zum Glück lässt das herzerwärmende Ende auf eine Fortsetzung hoffen.

Fazit: „Gwin und das Herz des Drachen“ ist eine spannende, fantasievolle und märchenhafte Geschichte ab 9 Jahren, die an den Wert von wahrer Freundschaft erinnert und Mut macht, an sich selbst zu glauben. Ein wunderbares Fantasyabenteuer zum Wohlfühlen voller Magie, Humor und Herz. Auch wenn es mir letztendlich doch nicht für die volle Sternenzahl gereicht hat, bin ich begeistert von Verena Maiers Debütroman und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Gwin und Co. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Ein wunderbares Fantasyabenteuer voller Herz, Magie und Hoffnung!

Flammenstürmer
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Jedes Jahr ziehen die Flammenvögel durch Leuchtfeuerstedt, der Stadt, in der Ember mit ihrem Vater lebt. Das Besondere an diesen feurigen Vögel sind ihre goldenen Schwanzfedern, die Herzenswünsche erfüllen ...

Jedes Jahr ziehen die Flammenvögel durch Leuchtfeuerstedt, der Stadt, in der Ember mit ihrem Vater lebt. Das Besondere an diesen feurigen Vögel sind ihre goldenen Schwanzfedern, die Herzenswünsche erfüllen können. Dieses Ereignis wird von den Einwohnern immer groß gefeiert und wenn die Feuervögel wieder aufbrechen, folgen ihnen viele Flammenjäger, in der Hoffnung, eine der wertvollen Schwanzfedern zu ergattern. Ember wollte schon immer gerne bei der Flammenjagd dabei sein und obwohl ihr Pa das genau weiß, schließt er sich eines Tages ohne sie den Flammenstürmern an – und kehrt nicht zurück. Ember ist der festen Überzeugung, dass ihr Vater noch am Leben ist. Als sie ein kleinen schwachen Feuervogel findet, ein sogenanntes Zündlein, möchte sie ihm unbedingt helfen. Hope, wie sie das Vögelchen nennt, ist zu schwach zum fliegen und seine einzige Rettung ist die Heimkehr in sein Herznest. Zum Glück haben gerade die Kapitänin Aggie und ihr Sohn Stanley im Hafen angelegt. Ember überredet die beiden, ihr bei Hopes Rettung zu helfen. Nebenbei hofft sie natürlich auch, ihren Vater wiederzufinden. Eine gefährliche und abenteuerliche Reise quer über den Ozean beginnt...

Magische Abenteuergeschichten sind genau mein Ding und wenn sie Seeräuber-Feeling aufkommen lassen, erst recht. An „Flammenstürmer“ aus der Feder von Julie Pike und übersetzt von Katharina Herzberger konnte ich daher nicht vorbeigehen – vor allem nicht an der Erstauflage, die diesen wunderschönen feurigen Farbschnitt hat. Ich war Feuer und Flamme und wurde nicht enttäuscht.

Julie Pike hat hier einen einzigartigen Kinderroman geschaffen, in dem weitaus mehr steckt als nur ein rasantes Fantasyabenteuer auf stürmischer See. Neben geheimnisvollen Inseln, gefährlichen Meeresstrudeln und einem zwielichtigen Schurken erzählt die englische Autorin auch von wahren Herzenswünschen und der Magie der Freundschaft. Von Familie, Zusammenhalt, Sehnsucht und Hilfsbereitschaft und der nie erlöschenden Hoffnung. Die Geschichte vermittelt einige wertvolle Botschaften und regt zum Nachdenken an. Was würde man sich wünschen, wenn man nur einen einzigen Wunsch frei hätte? Und wie weit würde man gehen, um ihn erfüllt zu bekommen? Lohnt es sich, an seine Wünsche zu glauben? Es ist eine faszinierende Welt, in die man hier eintaucht, mit magischen Feuervögeln, die an Phönixe erinnern und deren Schwanzfedern große Wünsche Wirklichkeit werden lassen können. Man ist sofort ganz gebannt von der Geschichte und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Überraschende und spannende Wendungen laden zum Mitfiebern und Mitzittern ein und das Setting lässt gewisse Piraten-Vibes aufkommen. Besonders schön jedoch ist das außergewöhnliche Band zwischen Ember und dem kleinen Feuervogel Hope. Es ist rührend zu sehen, wie aufopferungsvoll sich Ember um das schwache Vögelchen kümmert und wie sie alles daran setzt, es zu retten. Ihre gutherzige und entschlossene Art macht sie zu einer überaus sympathischen und starken Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Doch auch die Nebenfiguren sind wunderbar getroffen und bereichern das Leseerlebnis ungemein.

Fazit: „Flammenstürmer“ ist eine fesselnde, berührende und fantasievolle Geschichte über die Macht der Wünsche und Kraft der Freundschaft und den Mut, niemals aufzugeben. Ein zeitloses Abenteuer für alle ab 11 Jahren voller Herz, Magie und Hoffnung. Mir hat dieses Buch mal wieder gezeigt, dass der Woow Books Verlag zu Recht zu meinen Lieblingsverlagen zählt, ich finde es wundervoll. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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