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Veröffentlicht am 18.04.2025

Ein wunderschöner Bilderbuchschatz für alle Jane Austen-Fans und die, die es noch werden wollen!

Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte. Jane Austen
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Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover ließ mein Herz direkt höher schlagen. Wunderhübsch und verträumt kommt es daher – ein echter Blickfang im Regal! ...

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover ließ mein Herz direkt höher schlagen. Wunderhübsch und verträumt kommt es daher – ein echter Blickfang im Regal! Und das Beste: Es verspricht auch nicht zu viel, dahinter geht es genauso weiter.

Jane Austen gilt es eine der bedeutendsten britischen Schriftstellerinnen aller Zeiten. Seit mehr als 200 Jahren werden ihre Werke überall auf der Welt gelesen und geliebt. „Stolz und Vourteil“, „Emma“, „Verstand und Gefühl“ – wer hat nicht schon von ihnen gehört? Doch wie und wo nahm eigentlich alles seinen Anfang? Wer war Jane Austen?
Passend zum 250. Geburtstag von Jane Austen präsentieren Deborah Hopkinson und Qin Leng eine zeitlos schöne Biografie im Bilderbuchformat, welche es auch Kindern ab 4 Jahren ermöglicht, die beeindruckende Lebensgeschichte von Jane Austen kennenzulernen. Warmherzig erzählt das Buch von der Kinder- und Jugendzeit Austens. Davon, wie sie ihre Leidenschaft fürs Lesen und Schreiben entdeckte, ihre ersten Romane verfasste und mutig und entschlossen ihren eigenen Weg ging. Die Texte sind kurz und einfach gehalten, schaffen es aber mit wenigen Worten einen lebendigen und spannenden Einblick in die damalige Zeit zu geben. Eine Zeit, in der es Frauen alles andere als leicht hatten, als Autorin Bekanntheit zu erlangen. Jane Austen aber gab nicht auf! Unterstützt von ihrem Vater wurde aus dem kleinen zurückhaltenden Mädchen die große Dame der englischen Literatur, die mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe Geschichten kreiert hat, deren kluger und bissiger Humor seiner Zeit weit voraus war. Und die bis heute nichts von ihrem Charme verloren haben.

Dieses Buch ist eine wahre Hommage an Jane Austen und ein Genuss für jeden Buchliebhaber! Doch es ist bei weitem mehr als nur eine Zeitreise in die Vergangenheit. Es macht Kindern Mut, an sich selbst und ihre Stärken zu glauben und zeigt ihnen, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen. Darüber hinaus weckt es auch die Neugier auf die Welt der Bücher und legt vielleicht auch den Grundstein für eine spätere Jane Austen-Liebe.

Die kunstvollen Aquarell-Illustrationen von Qin Leng sind ein weiteres Highlight. Mit ihren liebevollen Details und zarten Pastelltönen fangen sie die damalige Epoche gekonnt ein und laden zum Träumen und stundenlangen Verweilen ein. Vor allem die Seiten, die Jane in der Bibliothek zeigen, sind einfach zauberhatt anzusehen.

Eine doppelseitige Zeittafel zum Leben der Autorin sowie eine Auflistung ihrer bekanntesten Romane runden das Ganze perfekt ab und unterstreichen nochmals, was für eine außergewöhnliche Persönlichkeit Jane Austen war.

Fazit: „Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte“ ist eine wunderschöne kindgerechte Bilderbuchbiografie ab 4 Jahren für alle Jane Austen-Fans und die, die es noch werden wollen. Ein echter Buchschatz, der in keinem Bücherregal fehlen sollte. Inspirierend, informativ, bewegend und bestärkend. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen, meine Erwartungen hat es sogar noch übertroffen. Von mir gibt es nur zu gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Ein wunderbarer zweiter Band, der dem Vorgänger in nichts nachsteht!

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger
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Die Grauses versuchen immer noch, sich in der ziemlich wunderlichen Welt der Menschen zurechtzufinden. Dank ihrer hilfsbereiten Menschenfreundin Ottilie haben sie sich schon recht gut in der Sackgasse ...

Die Grauses versuchen immer noch, sich in der ziemlich wunderlichen Welt der Menschen zurechtzufinden. Dank ihrer hilfsbereiten Menschenfreundin Ottilie haben sie sich schon recht gut in der Sackgasse Nummer 13 eingelebt, aber ob sie auch ihre neue Mission meistern werden? Diese verspricht nämlich ziemlich knifflig zu werden. Das Institut für andersartige Wesen (kurz IFAW) verlangt, dass jedes Familienmitglied innerhalb von 13 Tagen einen Freund findet. Freunde finden ist an sich schon gar nicht so leicht und wenn man Grause heißt, erst recht nicht. Doch trotz Hörner auf dem Kopf, spitzer Eckzähne oder Unsichtbarkeit – die Grauses setzen alles daran, ihren neuen Auftrag zu erfüllen. Zum Glück ist ihre kleine Nachbarin Ottilie immer für sie da und sofort bereit, ihnen zu helfen.

Hierbei handelt es sich bereits um das zweite Abenteuer der Grauses. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es erheblich mehr Freude, wenn man den ersten Band gelesen hat.
Ich liebe die Bücher von Sabine Bohlmann und nachdem auch die Grauses mein Herz im Sturm erobert haben, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Und hach, was soll ich sagen, es war mal wieder das reinste Vergnügen!

Sabine Bohlmann weiß einfach, wie man gute Kinderbücher schreibt. Ihre Geschichten sind immer wie eine warme Umarmung und voller Fantasie und guter Laune, bringen zugleich aber auch etwas Lehrreiches mit sich, ohne belehrend zu sein. Das hier vorliegende Buch bildet da keine Ausnahme. Auf ihre gewohnt liebevolle Weise erzählt die deutsche Autorin einmal mehr von Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Offenheit und Akzeptanz. Sie erinnert uns daran, dass es völlig normal ist, anders zu sein und es gerade unsere Besonderheiten und Marotten sind, die uns ausmachen. Jeder von uns ist auf seine Art ein bisschen seltsam und das ist auch gut so! Denn wie langweilig wäre das Leben bitte ohne Vielfalt? Die Geschichte ermutigt dazu, zu sich selbst zu stehen, vorurteilsfrei aufeinander zuzugehen und offen für Neues zu sein. Und darüber hinaus zeigt sie auch, was wahre Freundschaft ausmacht.
Die Grauses sind eine wunderbare schräg-charmante Truppe, jeder von ihnen ist auf seine Weise einzigartig. Man muss sie einfach alle lieben (sogar – oder eher vor allem – den muffeligen Schrat) und auch die nicht minder sympathische Ottilie wächst einem sofort fest ans Herz. Es ist großartig zu sehen, wie sie den Grauses mit Rat und Tat zur Seite steht und dabei über sich selbst hinauswächst. Dass es währenddessen mal wieder drunter und drüber geht, kann man sich denken. Ob das Fußballspiel, die Grillparty oder die Momente mit Grummelkönig Opa Grause – hier folgt einer amüsant-verrückten Szene der nächsten.
Die tollen schwarz-weiß Illustrationen von Daniel Steudtner sind erneut das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: Die Grauses sind endlich zurück und das Warten hat sich definitiv gelohnt! „Willkommen bei den Grauses – Freunde finden für Anfänger“ ist eine lustig-turbulente und liebenswerte Familien- und Freundschaftsgeschichte zum Dauerschmunzeln, Mitfiebern und Nachdenken. Ein herrlicher Lesespaß für alle ab 9 Jahren und zugleich ein Plädoyer fürs Anderssein und den Blick über den Tellerrand. Ich bin mal wieder absolut begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit den Grauses, Ottilie und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Eine wunderbare Fortsetzung, genauso großartig wie der erste Band!

Billy Plimpton startet durch
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Billy Plimpton ist nach wie vor fest entschlossen, ein erfolgreicher Komiker zu werden. Sein Stottern hält ihn nicht davon ab, aber nach ein paar katastrophalen Live-Auftritten verlässt ihn allmählich ...

Billy Plimpton ist nach wie vor fest entschlossen, ein erfolgreicher Komiker zu werden. Sein Stottern hält ihn nicht davon ab, aber nach ein paar katastrophalen Live-Auftritten verlässt ihn allmählich doch der Mut. Dies ändert sich schlagartig, als der berühmte Komiker Leo Leggett auf ihn aufmerksam wird und unter seine Fittiche nimmt. Er postet ein Video von Billys Stand-Up-Nummer und macht ihn damit zum bekanntesten Jungen des Landes. Billy ist zunächst ziemlich begeistert und genießt die große Aufmerksamkeit. Doch als er in seiner Lieblingssendung auftreten darf, wendet sich das Blatt. Leo stellt ihn vor laufender Kamera bloß und Billy erkennt, was für ein Mensch sein großes Idol wirklich ist. Billy ist fest entschlossen, es Leo heimzuzahlen. Er schmiedet einen Plan, merkt dabei jedoch, dass er durch seine Besessenheit nach Ruhm das wohl Wichtigste im Leben aus den Augen verloren hat.

Dies ist bereits das zweite Abenteuer von Billy Plimpton und es empfiehlt sich, mit dem ersten Band zu starten, da öfters darauf Bezug genommen wird. Zwingend erforderlich ist es jedoch nicht, man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen.
Nachdem mich Helen Rutter mit ihrem Debütroman auf ganzer Linie überzeugen konnte, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Und ich wurde nicht enttäuscht!

„Billy Plimpton startet durch“ kommt genauso gelungen daher wie der Vorgänger, angefangen beim Cover, das die Regina Kehn gezaubert hat, über die Geschichte dahinter bis hin zur Übersetzung von Henning Ahrens. Die britische Autorin Helen Rutter weiß einfach, wie man gute Kinderbücher schreibt und unvergessliche Charaktere erschafft. Mit viel warmherzigem Humor und einer wunderbaren Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit entführt sie uns zurück in die Welt des 12-jährigen Billy Plimpton – Schüler, Listenhaber, Möchtegern-Komiker und bald zum zweiten Mal großer Bruder. Billy ist ein ganz besonderer und überaus sympathischer Junge, den man mit seiner ehrlichen und authentischen Art sofort ins Herz schließt. Die Geschichte ist erneut durchgehend aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Mühelos zieht er uns Leser*innen von Beginn an in den Bann und lässt unsere Emotionen Achterbahn fahren. Von mitfühlen, mitfiebern und mitjubeln, das ein oder andere Tränchen verdrücken sowie jeder Menge Schmunzler und laute Lacher ist wieder alles dabei. Es macht richtig Freude, Billy auf seinem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie er sich weiterentwickelt und einmal mehr über sich hinauswächst.
Eine Vielzahl an Themen hat hier ihren Platz gefunden, ohne dabei überladen zu wirken. Dieses Buch feiert das Anderssein, die Kraft der Freundschaft und Zusammenhalt. Darüber hinaus erzählt es von Mobbing, Vernachlässigung, Alkoholsucht, der Gier nach Likes und den Gefahren der sozialen Medien. Es zeigt, dass es nichts Wertvolleres gibt als wahre Freunde und dass es sich immer lohnt, für die Wahrheit zu kämpfen und für sich selbst und andere einzustehen. Und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es auch dieses Mal zu Beginn eines jeden Kapitels einen kleinen Witz, von denen einige wirklich ziemlich lustig sind.

Fazit: „Billy Plimpton startet durch“ ist ein großartig erzählter Kinderroman für alle ab 10 Jahren, der Mut macht, an sich selbst zu glauben und daran erinnert, was im Leben wirklich zählt. Eine rundum gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Berührend, klug, mitreißend und trotz ernster Themen so witzig wie eine gute Comedy-Show. Ich bin auch von diesem Band absolut begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Billy Plimpton und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Monstermäßig toll!

Kevin, der kleine Vampir (1)
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Kevin Aurelius ist ein Vampir, was aber nahezu unmöglich zu erkennen ist. Na ja, bis auf die Reißzähne natürlich. Oder der Tatsache, dass er keinen Schatten hat und unsterblich ist. Aber abgesehen davon ...

Kevin Aurelius ist ein Vampir, was aber nahezu unmöglich zu erkennen ist. Na ja, bis auf die Reißzähne natürlich. Oder der Tatsache, dass er keinen Schatten hat und unsterblich ist. Aber abgesehen davon sieht er aus wie ein ganz normaler Zehnjähriger. Für einen Vampir ist er noch sehr jung. Zu jung für einen Zirkusjob und auch die Fledermausverwandlung kriegt er noch nicht richtig hin (die ist aber auch wirklich ganz schön schwer!). Seine Geschwister Silus und Sylvia hänseln ihn dafür. Denn im Gegensatz zu ihm sind sie die Stars des Zirkus Monstrometti, den seine Eltern leiten. Als sie sich auf ihrem Weg zum Festival der Furcht in Monstropolis verfahren, landen sie in einer öden Kleinstadt namens Niederbauer. Hier lebt unter anderem das Menschenmädchen Susie, die es wie Kevin nicht leicht hat (ihre zwei Tanten, bei denen sie aufwächst, sind aber auch wirklich schrecklich!). Niederbauer hat jedoch ein ungeheuerliches Geheimnis. Ein sehr altes und hungriges Geheimnis, das durch den Lärm des Monsterzirkus erwacht ist. Als es zu einer Entführung kommt, setzt Kevin mit seiner neuen Menschenfreundin Susie und seinem Lieblingsdrachen Brannie alles daran, die Stadt zu retten.

Als mir der kleine Vampir Kevin zum ersten Mal begegnete, wusste ich sofort, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das farbenfrohe Cover ließ mein Herz direkt höherschlagen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Es war mein erstes Werk von Matt Brown und sicherlich nicht mein letztes.

Mit viel Liebe zum Detail entführt der britische Autor Matt Brown seine Leserschaft in eine Welt, in der es so trubelig und lustig-verrückt zugeht, dass man aus ihr nicht mehr auftauchen möchte. Die Karte von Niederbauer zu Beginn liefert diesbezüglich bereits einen ziemlich guten Vorgeschmack. So kann man in diesem kleinen Städtchen Orte mit witzigen Namen entdecken wie „Edwina Läusetods Haarsalon“ oder „Bäckerei zum Alten Toast“ und begegnet grässlichen Tanten, die Scheuselia und Schäbigäil heißen. An dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Kathrin Köller, die bei der Übertragung ins Deutsche hervorragende Arbeit geleistet hat.
Dieses Buch sprüht nur so vor kreativen Ideen und Wortspielereien und wird zu keiner Zeit langweilig. Dafür sorgen in erster Linie auch die Charaktere, die wunderbar schräg und charmant gestaltet sind. Vor allem die beiden Hauptpersonen Kevin und Susie, die man abwechselnd begleitet, sind sehr sympathisch und wachsen einem sofort ans Herz. Es macht richtig Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich anfreunden und gemeinsam über sich hinauswachsen. Dieser Reihenauftakt garantiert nicht nur monstermäßige Unterhaltung, sondern vermittelt auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Toleranz und Akzeptanz. Die Geschichte lehrt uns, dass man andere nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild bewerten sollte und fordert dazu auf, Vorurteile zu hinterfragen – sogar bei Vampiren, Monstern und Co. Darüber hinaus zeigt sie auch, dass Freundschaft keine Grenzen kennt und ermutigt Kinder dazu, an sich selbst und ihre Stärken zu glauben.

Untermalt wird das Ganze von vielen bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Flavia Sorrentino, die genauso fantasie- und liebevoll sind wie der Text. Die witzigen Monstersteckbriefe im Anschluss eines jeden Kapitels runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer zurück.

Fazit: „Kevin, der kleine Vampir: Chaos im Monsterzirkus“ ist ein magisch-turbulentes, liebenswert-skurriles und monströs-unterhaltsames Abenteuer mit viel Herz und wohligem Grusel. Das ideale Lesefutter für alle Monster- und Vampirfans ab 8 Jahren – nicht nur zur Halloweenzeit. Ich bin begeistert von diesem Serienstart und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Ein wunderbares Gruselabenteuer, das nicht nur zur Halloweenzeit beGEISTERt!

Die Geisterhelfer – Ein Knochen kommt selten allein
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Seit der 10-jährige Leo Helsing Krüger herausgefunden hat, dass er einen siebten Sinn für Geister hat, hat sich sein Leben ziemlich verändert. In der unerschrockenen 12-jährigen Antonia hat er nicht nur ...

Seit der 10-jährige Leo Helsing Krüger herausgefunden hat, dass er einen siebten Sinn für Geister hat, hat sich sein Leben ziemlich verändert. In der unerschrockenen 12-jährigen Antonia hat er nicht nur eine Freundin gefunden, sondern auch eine gute Geisterhelferpartnerin. Die beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Geistern bei ihren Problemen zu helfen. Einen Fall haben sie schon erfolgreich gelöst und der nächste lässt nicht lange auf sich warten. Eine besorgte ältere Geisterdame (der ein Teil vom Kopf fehlt, megagruselig!) beauftragt sie, ihren geliebten Hund Rex zu finden. Die Suche erweist sich als recht knifflig, auch ihr Besuch im Tierheim bringt sie nicht wirklich weiter. Dafür kann sich Antonia endlich ihren großen Wunsch nach einem vierbeinigen Freund erfüllen und ihr Team wird mit Hund Bauhaus um ein Mitglied reicher. Kurz darauf bittet das hübscheste Mädchen der Schule, die beliebte Shirin-Estelle, die Geisterhelfer um Hilfe. In ihrem Haus treibt ein Poltergeist sein Unwesen und beschert ihr nachts Albträume. Leo nimmt den Auftrag sofort an, sehr zum Ärger von Antonia. Ob sie den Fall wohl dennoch gemeinsam lösen werden?

Hierbei handelt sich um den zweiten Fall der Geisterhelfer. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, da die eigentlichen Fälle in sich abgeschlossen sind, für den vollen Lesegenuss empfiehlt es sich jedoch, mit Band 1 zu starten.
Nachdem ich bereits den ersten Teil großartig fand, konnte ich den zweiten kaum erwarten. Schon das Cover mit seinem coolen Glow-in-the-Dark-Effekt ist wieder ein echter Eyecatcher und es verspricht auch nicht zu viel!

Tina Blase präsentiert mit „Ein Knochen kommt selten allein“ eine rundum gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch die zweite Mission von Leo und Antonia liest sich ungeheuer mitreißend, witzig und herzerwärmend und – wie es für eine gute Geistergeschichte gehört – bisweilen auch ein wenig unheimlich. Was jedoch im ersten Moment wieder wie eine vergnügliche Grusellektüre daherkommt, entpuppt sich sehr schnell als viel mehr. Der Autorin gelingt es erneut, wichtige Themen kindgerecht zu verpacken. Einfühlsam und ohne erhobenen Zeigefinger erzählt sie von Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Hilfsbereitschaft, Akzeptanz und Vorurteilen. Und auch der Tod spielt hier natürlich eine gewisse Rolle. Ich-Erzähler Leo und Antonia beweisen einmal mehr, dass sie trotz ihrer gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten ein unschlagbares Team sind und zusammen durch dick und dünn gehen. Sie zeigen uns, dass gegenseitiges Vertrauen stark macht und sich Herausforderungen gemeinsam meist viel leichter bewältigen lassen. Darüber hinaus vermittelt die Geschichte auch, dass vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint und es sich immer lohnt, hinter die Fassade zu schauen. Leo und Antonia sind zwei überaus sympathische und authentische Protagonist*innen und auch die Nebencharaktere sind liebevoll gestaltet (das ein Hund Bauhaus heißt, sagt schon alles, oder?). Alle haben ihre Ecken und Kanten, Sorgen und Probleme – sowohl Mensch, Geist als auch Tier. Einziger kleiner Kritik ist das Lolli-im-Mund-Genuschel vom Poltergeist, das selbst für mich als Erwachsene manchmal ein bisschen schwer zu verstehen war. Dies tut der Lesefreude aber keinen Abbruch.

Richtig toll sind auch wieder die stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Monika Parciak, die perfekt zur Geschichte passen und eine gespenstisch-schöne Atmosphäre schaffen.

Fazit: Die Geisterhelfer sind wieder da und auch ihr zweiter Fall kann sich sehen lassen! „Die Geisterhelfer – Ein Knochen kommt selten allein“ ist eine spannend-unterhaltsame und warmherzige Geistergeschichte mit wohligem Grusel, charmanten Charakteren und Tiefgang. Ein schaurig-schönes Abenteuer für alle ab 8 Jahren, das nicht nur zur Hallonweenzeit beGEISTERt. Mir hat auch dieser Band total viel Spaß gemacht, auf den nächsten freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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