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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein tierisch schöner Vorlesespaß für Jung und Alt!

Pinguin Pepe geht auf Reisen
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Pinguin Pepe fühlt sich zu Hause in Schüttelfrost meist ziemlich klein und verloren. Von den anderen Pinguinen wird er oft ausgelacht, weil er sich vor dem Tauchen fürchtet. Dafür kann er andere tolle ...

Pinguin Pepe fühlt sich zu Hause in Schüttelfrost meist ziemlich klein und verloren. Von den anderen Pinguinen wird er oft ausgelacht, weil er sich vor dem Tauchen fürchtet. Dafür kann er andere tolle Dinge wie Lesen und Schreiben. Pepe spricht insgesamt acht Sprachen, darunter auch die Menschensprache, aber seit sein bester Freund Flutschi weggezogen ist, macht Pepe einfach nichts mehr so richtig Spaß. Wie schön wäre es, wieder einen neuen Freund zu haben, mit dem er spielen und Quatsch machen kann! Die Flaschenpost, die er eines Tages findet, kommt daher wie gerufen. In dieser steckt nämlich eine Nachricht von einem sechsjährigen Jungen namens Luca aus Venedig, der sich ebenfalls nichts mehr wünscht als einen guten Kumpel. Pepe ist sofort Feuer und Flamme und fasst einen mutigen Entschluss: Er will mit einem Eisschlittenboot nach Italien reisen und sich auf die Suche nach Luca machen. Doch so leicht, wie sich der kleine Pinguin das Ganze vorgestellt hat, ist es leider nicht. Es gibt viele Jungen in Venedig, die Luca heißen und Pepe weiß gar nicht, wie sein Luca aussieht. Und als wäre das nicht schon genug, trifft er dann auch noch kurz nach seiner Ankunft auf ein gemeines Ganovenpaar, das es auf ihn abgesehen hat (ein sprechender Pinguin – mit dem lässt sich bestimmt ordentlich Geld machen!). Zum Glück begegnet Pepe aber auch freundlichen und hilfsbereiten Personen wie der cleveren Ratte Guido mit ihrer unglaublichen MEGA MAGIC BOTTLE und der Katzendame Topolina, die mutig wie ein Löwe ist. Seine Venedigreise wird Pepe nicht nur viele neue Freundschaften bescheren, sondern auch mehr Mut und Selbstvertrauen. Aber ob er auch Luca finden wird, wird an dieser Stelle nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Ein neues Kinderbuch von Susanne Fülscher und dann ist es auch noch ein Pinguinbuch? Da stellte sich mir gar nicht erst die Frage, ob ich es lesen möchte. Pepe Pinguin musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es definitiv nicht bereut. Schon allein das fröhlich-bunte Cover zaubert einem direkt ins Lächeln ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Mit viel Liebe zum Detail hat Susanne Fülscher ein herzallerliebstes Vorlesebuch geschaffen, an dem man auch als Erwachsener seine helle Freude hat. Bereits das erste Kapitel hält ein wahres Feuerwerk an originellen Ideen bereit und sorgt für gute Laune. So liest man von Orten, die Schüttelklar und Schlittenfrost heißen und trifft auf Figuren mit ulkigen Namen wie Williwurst und Frostbeule. Es werden saure Fischdrops gelutscht und wer sich was nicht traut, ist ein Schnabelschlappi. Die Geschichte sprüht nur so vor Sprachwitz und lustigen Wortneuschöpfungen und kommt bisweilen spannend wie ein kleiner Krimi daher. Darüber hinaus präsentiert sie eine ganze Palette an charmanten Charakteren, die man einfach gernhaben muss – vor allem Pepe schließt man sofort fest ins Herz. Es macht großen Spaß, ihn auf seiner abenteuerlichen Reise zu begleiten und mitzuerleben, wie er nicht nur neue tolle Freund*innen findet, sondern auch zu sich selbst. Manchmal braucht es nur den richtigen Impuls – oder in Pepes Fall eine Flaschenpost – um zu erkennen, was in einem steckt und über sich hinauszuwachsen. Dieses Buch bietet weitaus mehr als nur ein unterhaltsames Abenteuer – es vermittelt auch wertvolle Botschaften über Freundschaft und Zusammenhalt und macht Kindern Mut, etwas Neues zu wagen und an sich selbst zu glauben.

Laura Tschorn hat Pepes Reise mit ihren bezaubernden Bildern zum Leben erweckt. Ob die eisige Antarktis, das sonnig-warme Venedig oder die Figuren – die zahlreichen farbenfrohen und stimmungsvollen Illustrationen setzen alles perfekt in Szene und laden zum Verweilen und Schmunzeln ein.

Fazit: „Pinguin Pepe geht auf Reisen“ ist eine witzig-turbulente und fantasievolle Abenteuergeschichte für alle ab 5 Jahren über die Bedeutung von Freundschaft und den Glauben an sich selbst. Ein tierisch schöner Vorlesespaß mit ganz viel Herz und Venedig-Flair – nicht nur Pinguinfans. Ich bin ganz verliebt in dieses Buch, aus meinem Regal ist Pinguin Pepe nicht mehr wegzudenken. Von mit gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Eine wunderschöne Mumingeschichte voller Wärme, Witz und Weisheit!

Tofsla und Vifsla im Mumintal
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An einem schönen Sommermorgen tauchen zwei Fremde bei der Muminfamilie auf: Tofsla und Vifsla. Die zwei sind ziemlich schreckhaft und sprechen in einer seltsamen Sprache, die nur den beiden eigen ist. ...

An einem schönen Sommermorgen tauchen zwei Fremde bei der Muminfamilie auf: Tofsla und Vifsla. Die zwei sind ziemlich schreckhaft und sprechen in einer seltsamen Sprache, die nur den beiden eigen ist. Die Mumins gewinnen das Vertrauen der Neuankömmlinge und nehmen sie bei sich auf. Viel Arbeit haben sie mit ihren Gästen nicht, meist laufen die zwei nur Hand in Hand herum, stets mit ihrem großen Koffer im Gepäck, dessen Inhalt niemand sehen darf. Doch sobald die Dämmerung kommt, verstecken sie sich ängstlich unter dem Teppich. Sie fürchten sich vor der grausamen Morra, die angeblich diese Nacht kommen wird. Kurz darauf steht diese tatsächlich vor der Mumintür und behauptet, dass das geheimnisvolle Etwas in Tofslas und Vifslas Koffer ihr gehöre. Und sie will es wiederhaben. Sagt die Morra die Wahrheit? Und was verbirgt sich in dem Koffer?

Als absolute Mumin-Liebhaberin freue ich mich jedes Mal, wenn ein neues Buch aus dem Mumin-Universum erscheint. Bei dem hier vorliegenden Werk handelt es sich um eine Neuinterpretation der letzten beiden Kapitel aus „Die Mumins – Eine drollige Gesellschaft“. Nachdem ich bereits die vorherigen Mumin-Bände aus dem Urachhaus Verlag geliebt habe, durfte dieser Band in meiner Sammlung natürlich nicht fehlen. Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Den schwedischen Autorinnen Cecilia Davidsson und Alex Haridi ist es erneut gelungen, ein Abenteuer rund um Tove Janssons beliebte finnische Trollwesen vereinfacht nachzuerzählen. Ohne dass der mumintypische Charme verloren geht, wurde der Originaltext so gekürzt und verändert, dass er auch für jüngere Kinder leicht verständlich ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, denn die wichtigsten Figuren werden wie gewohnt zu Beginn kurz vorgestellt und als zusätzliche Einstiegshilfe gibt es eine doppelseitige schwarz-weiß Karte, die das Mumintal zeigt. Doch egal ob Neuling oder langjähriger Besucher des Mumintals – dieses Buch macht garantiert jedem Leser Spaß.

Mit Tove Janssons charakteristischem warmherzigem und klugem Humor erzählt das Autor
innen-Duo von Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, Sprachbarrieren, Ängste, Recht und Zugeständnis. Auch diese Mumingeschichte kommt nicht nur spannend, lustig und herzerwärmend daher, sondern steckt auch voller Weisheit. Sie erinnert einmal mehr daran, wie wichtig es ist, offen und neugierig durchs Leben zu gehen und anderen mit Freundlichkeit zu begegnen. Stellenweise wird es auch noch ein bisschen unheimlich – denn so idyllisch das Mumintal auf dem bunten Cover auch erscheinen mag, es treiben dort auch einige schaurige Geschöpfe ihr Unwesen wie die schreckliche Morra. Trotz allem ist das für Kinder ab 4 Jahren sehr gut geeignet. Die Charaktere sind liebenswert-schrullig gestaltet und sorgen mit ihren verschiedenen Eigenheiten für viele herrliche Vorlesemomente. Ein besonderes Schmankerl ist diesmal die ulkige und zum Nachsprechen einladende Sprache von Tofsla und Vifsla, an der vor allem die junge Zuhörerschaft ihre helle Freude haben wird. An dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Brigitta Kicherer, die bei der Übersetzung mal wieder wunderbare Arbeit geleistet hat.

Maya Jönsson hat das Mumintal und seine einzigartigen Bewohner*innen mit ihren stimmungsvollen Illustrationen zu Leben erweckt. Mal großflächig und farbenfroh, mal in kleinen skizzenartigen schwarz-weiß Zeichnungen, an der sich besonders Nostalgiker erfreuen, unterstreichen die Bilder das Erzählte gekonnt und laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Fazit: „Tofsla und Vifsla im Mumintal“ ist ein warmherziges, unterhaltsames und lehrreiches Abenteuer aus dem Mumintal nach einer Erzählung von Tove Jansson. Eine zeitlos schöne Vorlesegeschichte ab 4 Jahren, die durch ihre unvergesslichen Charaktere und bezaubernden Illustrationen besticht. Für alle Fans und die, die es noch werden wollen. Ich bin auch von diesem Mumin-Band aus dem Urachhaus Verlag begeistert und hoffe sehr auf weitere Bände. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Eine märchenhaft schöne Fantasygeschichte!

Anis
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Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die dreizehnjährige Anis Stern allein am Rande des Weißwaldes, in einem kleinen windschiefen Haus – dem Flickwerkhaus. Als Herzseherin besitzt sie eine besondere Gabe: Sie ...

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die dreizehnjährige Anis Stern allein am Rande des Weißwaldes, in einem kleinen windschiefen Haus – dem Flickwerkhaus. Als Herzseherin besitzt sie eine besondere Gabe: Sie kann die Geistwesen sehen und hören und dient somit als Brücke zwischen den Welten. Vor allem zu dem Geisthund Wolf, ihrem treuen Begleiter, hat sie ein tiefe Verbindung. Ihr Glück wird jedoch eines Tages getrübt, als der habgierige Herr Biedermann ihr eröffnet, dass er in wenigen Tagen ihr Vormund werden soll und – schlimmer noch – ihren geliebten Weißwald abholzen will! Anis ist entsetzt und setzt sofort alles daran, dieses furchtbare Vorhaben zu verhindern. Gemeinsam mit Wolf macht sie sich auf den Weg in die Hauptstadt, in der ihr großer Bruder Bertram derzeit lebt. Sie muss ihren Bruder unbedingt rechtzeitig finden und die Hilfe des Königs erbitten. Auf ihrer Reise lernt sie den Jungen Fink kennen, der sich ihr anschließt und schnell zu einem guten Freund wird. Ein unvergessliches Abenteuer beginnt, voller magischer Begegnungen, Geheimnisse und Gefahren. Ob es Anis wohl gelingen wird, ihre Heimat zu retten?

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir einziehen muss. In das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und der Klappentext tat dann sein Übriges. Ich war voll freudiger Erwartung und wurde nicht enttäuscht. Rowan Foxwood präsentiert mit „Anis“ ein bezauberndes Kinderbuchdebüt, welches weitaus mehr enthält, als man zunächst vielleicht vermuten würde.

Mit viel Wärme und Liebe zum Detail entführt uns Rowan Foxwood in eine Welt, die sich fremd und vertraut zugleich anfühlt – die auf der einen Seite voller Magie, Mythen und Legenden steckt und auf der anderen Seite von moderner Technik geprägt ist. Verpackt in einem fantastischen Abenteuer erzählt die englische Autorin vom Einklang zwischen Mensch und Natur, von Verlust, Freundschaft, Vertrauen, Tapferkeit und Zusammenhalt. Die Geschichte zeigt, welchen Einfluss der technische Fortschritt auf unsere Umwelt und Fantasie und unser Miteinander haben kann. Sie lehrt uns, dass man niemals die Hoffnung verlieren darf, ganz egal wie aussichtslos eine Situation auch erscheinen mag, und macht Mut, für das einzustehen, was einem wichtig ist. Anis ist eine wundervolle Protagonistin: sympathisch, stark, mitfühlend und entschlossen. Trotz aller Herausforderungen gibt sie nicht auf und kämpft für das, woran sie glaubt, was einfach großartig mitzuerleben ist.
Die zahlreichen Nebencharaktere sind jedoch nicht minder einzigartig und charmant und machen dieses Buch zu einem echten Vergnügen. Viele Charaktere sind von folkloristischen Erzählungen und Sagen inspiriert, was stellenweise leichte Studio Ghibli-Vibes aufkommen lässt. Es macht richtig Spaß, Anis auf ihrer Reise zu begleiten, die von aufregend, geheimnisvoll und ein wenig gruselig bis hin zu lustig und emotional alles zu bieten hat. Nicht nur Kinder vermag dieses Buch mit seinen ganzen fantasievollen Ideen in den Bann zu ziehen, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Ein weiteres Highlight ist die doppelseitige Landkarte von Wildland, dank der man das Setting noch besser nachvollziehen kann. Die liebevollen schwarz-weiß Kapitelvignetten von Katarzyna Doszla sowie das interessante Nachwort der Autorin runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

Fazit: „Anis – Hüterin des Weißwaldes“ ist ein magisches Fantasyabenteuer ab 10 Jahren, das Jung und Alt mit seiner mutigen Heldin, spannenden Handlung und märchenhaften Wohlfühlatmosphäre verzaubert. Eine zeitlos schöne Hommage an die Folklore und die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Berührend, tiefgründig, unterhaltsam und voller Charaktere, die man so schnell nicht mehr vergisst. Ich bin begeistert von Rowan Foxwoods Erstlingswerk und kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Ein großartiger Reihenauftakt!

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten
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Als Flora Cunabula mit 107 Jahren ihren letzten Atemzug tut, hinterlässt sie ihren Nachkommen nicht nur ihre riesigen Ländereien, sondern auch ein großes Geheimnis. Zum ersten Mal reisen ihre vier zwölfjährigen ...

Als Flora Cunabula mit 107 Jahren ihren letzten Atemzug tut, hinterlässt sie ihren Nachkommen nicht nur ihre riesigen Ländereien, sondern auch ein großes Geheimnis. Zum ersten Mal reisen ihre vier zwölfjährigen Urenkel in das beschauliche österreichische Bergdorf, wo das stattliche Anwesen ihrer verstorbenen Uroma liegt. Die Zwillingsgeschwister Tierra und Sol mit ihrem Vater aus London und Avia und Zacharias mit ihrer Mutter aus Berlin. Hier lernen sich die Kinder endlich kennen und kommen mit der Hilfe eines uralten Buches dem Geheimnis ihrer Familiengeschichte auf die Spur. Seit Generationen widmen sich die Cunabulas dem Schutz der magischen Pflanzenwelt und die beiden Zwillingspaare müssen sich nun entscheiden, ob sie diese jahrelange Familientradition fortsetzen wollen. Doch die Zeit drängt! Denn während sich die vier mit der Welt ihrer Vorfahren vertraut machen und unglaubliche Fähigkeiten in sich entdecken, setzt eine skrupellose Organisation alles daran, das Wissen der Cunabulas in ihren Besitz zu bringen.

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich es in der Verlagsvorschau entdeckt habe. Ich habe bereits einige Bücher von der Autorin gelesen und war jedes Mal begeistert! Vanessa Walder weiß einfach, wie man gute Kinderbücher schreibt, was sie mit ersten Band ihrer neuen Fantasy-Reihe erneut unter Beweis stellt.

Der Auftakt von „Flora Magica“ macht definitiv Lust auf mehr. Allein das mystisch anmutende Cover ist ein Blickfang und zieht einen direkt in den Bann. Dahinter geht es genauso weiter. Schon beim Aufschlagen spürt man den besonderen Zauber, der zwischen diesen Deckeln innewohnt. Gleich zu Beginn wird man von der Familie Cunabula in Form kleiner Porträtzeichnungen begrüßt und auch im weiteren Verlauf kommt man in den Genuss zahlreicher stimmungsvoller und detailverliebter schwarz-weiß Illustrationen, beigesteuert von Marie Beschorner. Optisch macht dieses Buch wirklich einiges her. Die Bilder sind allesamt echte Hingucker und sorgen für ein außergewöhnliches Leseerlebnis.

Auch die Geschichte vermag direkt zu fesseln, obwohl sie zunächst recht ruhig daherkommt. Vanessa Walder nimmt sich viel Zeit, ihre Charaktere und Schauplätze vorzustellen, was dem Spannungsbogen jedoch keinen Abbruch tut. Wer auf der Suche nach viel Action ist, wird hier zwar nicht fündig werden, aber Liebhaberinnen von atmosphärischen Fantasygeschichten werden ganz auf ihre Kosten kommen. „Flora Magica“ ist allerdings nicht nur ein fantastisches Abenteuer, sondern auch ein Roman mit Tiefgang. Man lernt viel über verschiedene Pflanzenarten – welche wundersame Eigenschaften und Kräfte sie besitzen und wie wichtig es ist, jede einzelne von ihnen zu respektieren, zu schützen und zu bewahren. Nach jedem Kapitel gibt es einen liebevoll gestalteten Auszug aus einem Pflanzenbuch und auch im Verlauf der eigentlichen Handlung fließen interessante botanische Informationen gekonnt mit ein. Darüber hinaus erzählt die Autorin auch von Familienzusammenhalt und Geschwisterliebe, von Freundschaft, Tod, Vertrauen, Machtgier und der Suche nach der eigenen Identität. Nicht nur für junge Leserinnen ist dieses Buch absolut lesenswert – auch als Erwachsener kann man daraus eine Menge mitnehmen. Es macht einfach richtig Spaß, die zwei Zwillingspärchen Tierra und Sol sowie Avia und Zacharias zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten schließt man die vier sympathischen Kinder sofort ins Herz und auch die Nebenfiguren, die nicht minder liebenswert und einzigartig sind, muss man einfach mögen. Dank der bildlichen Beschreibungen hat man durchweg das Gefühl, selbst vor Ort zu sein und mag aus dieser faszinierenden Welt, die Vanessa Walder hier erschaffen hat, nicht mehr auftauchen. Das Ende steigert die Neugier auf den nächsten Band, sodass man es kaum erwarten kann, weiterzulesen.

Fazit: „Flora Magica – Das Geheimnis der Nachtschatten“ ist ein spannendes Abenteuer über die Magie der Natur und Freundschaft, gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte. Eine Hommage an die Pflanzenwelt! Geheimnisvoll, lehrreich, unterhaltsam und nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ein großes Vergnügen. Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, mich vollkommen zu verzaubern. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und fiebere dem zweiten Band schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Wunderschön und herzerwärmend! Eine zauberhafte Reihe.

Amelie und Mirko. Band 3
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Viele Jahre lang waren die Einsamkeit und die Angst vor der Dunkelheit Amelies ständige Begleiter. Doch seit das Glühwürmchen Mirko in ihr Leben getreten ist, hat die Schildkrötendame ihren Alltag endlich ...

Viele Jahre lang waren die Einsamkeit und die Angst vor der Dunkelheit Amelies ständige Begleiter. Doch seit das Glühwürmchen Mirko in ihr Leben getreten ist, hat die Schildkrötendame ihren Alltag endlich im Griff. Mittlerweile hat sie sogar nicht nur einen guten Freund – neben Mirko sind auch noch die vegetarische Füchsin Fabienne und Dichter-Hase Pippin Teil ihres Lebens geworden. Amelie ging es nie besser und genießt jeden Tag mit ihren Freundinnen. Doch leider vergisst sie dabei, wie zerbrechlich dieses neue Gleichgewicht bleibt. Nach einem kalten, aber wunderschönen Winter beginnt es auf einmal stark zu regnen und hört nicht mehr auf. Das gesamte Tal wird verschwimmt, doch die vier Freunde können sich zum Glück rechtzeitig auf einem selbstgebauten Floß retten. Als das Wasser wieder zurückgeht, ist ihr geliebtes Zuhause jedoch komplett zerstört. Sie müssen irgendwo neu anfangen, aber Amelie kann sich von ihrer vertrauten Welt einfach nicht verabschieden und sieht sich unversehens mit ihren alten Problemen konfrontiert.

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der „Amelie & Mirko“ - Reihe, geschrieben von Anne Montel und Loïc Clément, bebildert von Julien Arnal und übersetzt von Desirée Schneider. Das Buch ist dank kleiner Rückblenden auch ohne Vorkenntnisse lesbar, allerdings empfiehlt es sich, die chronologische Reihenfolge einzuhalten, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Meinem Empfinden nach ist diese Comic-Serie bisher recht unbekannt, was unglaublich schade ist! Die Abenteuer rund um die sympathische Schildkrötendame Amelie haben einfach so viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Sie sind allesamt wahre Schätze im Regal, sowohl optisch als auch inhaltlich. Bereits die ersten beiden Bände haben mich zutiefst berührt und begeistert und der dritte Band steht dem in nichts nach. Allein schon das Cover kommt genauso bezaubernd verträumt daher wie die Vorgänger und auch die Geschichte dahinter setzt die Reihe perfekt fort.

Das Künstlerteam hat es mal wieder geschafft, wichtige und aktuelle Themen auf eine einfühlsame Weise zu verpacken. Im Kern ist auch „Die Entscheidung“ eine herzbewegende Freundschaftsgeschichte über Ängste, Selbstfindung und den Mut, Veränderungen zuzulassen. Die Erzählung lehrt uns, dass es nichts wertvolleres gibt als wahre Freundschaft und dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und den Schritt ins Unbekannte zu wagen. Sie zeigt aber auch, dass Glück niemals beständig ist und Streit auch zwischen den besten Freunden vorkommen kann. Darüber hinaus wird auch der Klimawandel kindgerecht angesprochen und damit verbunden Flucht und Migration.
Bisweilen ist die Handlung schon etwas ernster, wird aber nie zu düster oder traurig. Im Gegenteil, die Geschichte ist durchweg von einer warmherzigen und positiven Atmosphäre geprägt. Dafür sorgen vor allem die wundervoll liebenswerten Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und nur zu gerne begleitet. Es ist wieder die reinste Freude mitzuerleben, wie Amelie dank ihrer unwahrscheinlichen Freunde erkennt, was im Leben wirklich zählt und wie das besondere Band zwischen dem Quartett immer weiter wächst. Diese Reihe ist definitiv nicht nur für Kinder lesenswert, auch Erwachsenen bietet sie ein unvergesslich schönes Leseerlebnis.

Die Illustrationen von Julien Arnal sind wie gewohnt ein ganz besonderer Augenschmaus. Mit ihren sanften Pastelltönen und zarten Farbverläufen unterstreichen seine Bilder die kurzen, poetischen Texte und laden zum Verweilen, Träumen und Wohlfühlen ein. Jedes einzelne Panel ist mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, sodass man sich stundenlang darin verlieren kann.

Fazit: „Amelie & Mirko – Die Entscheidung“ ist eine berührende und traumhaft illustrierte Tiergeschichte, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und zeigt, was wahre Freundschaft ausmacht. Zeitlos schöner Comicgenuss vom Feinsten. Klug, charmant und herzerwärmend. Ich habe auch diesen Band vom ersten Moment an geliebt und hoffe sehr, dass diese Reihe noch viele Leser
innen finden wird. Ich kann sie jedem wirklich nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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