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Veröffentlicht am 22.02.2025

Lustig, liebenswert und inspirierend. Ein fröhlicher Vorlesespaß für alle ab 4 Jahren!

Jürgen Pinguin baut was, was bellt
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Jürgen Pinguin liebt es, Dinge zu bauen. Anstatt in der Schule stillzusitzen und aufzupassen, zeichnet er lieber oder bastelt an irgendetwas herum. Jeden Abend vorm Einschlafen denkt er darüber nach, was ...

Jürgen Pinguin liebt es, Dinge zu bauen. Anstatt in der Schule stillzusitzen und aufzupassen, zeichnet er lieber oder bastelt an irgendetwas herum. Jeden Abend vorm Einschlafen denkt er darüber nach, was er am nächsten Tag basteln könnte. Ob große, kleine, lange, runde oder viele andere Sachen, Jürgen Pinguin fällt immer etwas ein. Auch die gruseligen Bastelunfallgeschichten von seiner Mutter halten ihn nicht vorm Herumwerkeln ab. Als ihm eines Abends eine neue tolle Idee kommt, will er sie am nächsten Morgen sofort in die Tat umsetzen. Jürgen möchte sich einen Hund bauen, der Arne heißt und er weiß auch ganz genau, wie er aussehen soll. Zum Glück findet er auch alles, was er braucht. Blitzschnell arbeitet er mit seinen Flügelflossen, er schnippelt, klebt und malt. Seine Eltern sind nicht ganz so begeistert und auch Jürgen stellt schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, Hundehalter eines selbst gebastelten Vierbeiners zu sein.

Von Sabine Lemire und Rasmus Bregnhøi kannte ich bereits ihre erfolgreiche Mira-Reihe, die für mich zu den Entdeckungen des vergangenen Jahres gehört. Den neuen Kinderbuchhelden des dänischen Erfolgsteams musste ich daher natürlich auch unbedingt kennenlernen und ich habe es nicht bereut.

Das Autorin-Illustrator-Duo legt mit dem ersten Band von „Jürgen Pinguin“ ein wirklich schönes Vorlesebuch vor, dessen Hauptfigur man einfach lieben muss. Jürgen Pinguin ist aber auch zu niedlich. Mit seiner riesengroßen Brille und seiner fantasievollen, chaotischen und bastelverrückten Art erobert er das Leserherz im Sturm und animiert Kinder dazu, selbst kreativ zu werden und eigene Ideen zu entwickeln. Jürgens Begeisterung und Eifer fürs Werkeln und Basteln ist richtig ansteckend, man bekommt sofort Lust, sich selbst mit Schere und Kleber auszutoben. Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass das Hantieren mit Schere und Co. nicht ganz ungefährlich ist. Das Ganze hätte man vielleicht etwas kindgerechter beschreiben können – Mama Pinguins Unfallgeschichten sind schon ein wenig heftig – allerdings tut das der Lesefreude kaum einen Abbruch. Dieses Buch ist ein großes Vorlesevergnügen ab 4 Jahren, bietet sich aber auch für das eigene erste Leseabenteuer sehr gut an. Der Text (übersetzt von Franszika Gehm) ist kurz und leicht verständlich und sehr humorvoll geschrieben. Kinder werden sich schnell mit Jürgen Pinguin identifizieren und von seinen verrückten Bastelmissionen gar nicht genug bekommen können.

Rasmus Bregnhøi hat Jürgen Pinguins Welt mit seinem unverkennbaren Stil zum Leben erweckt. Witzig, farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail setzen seine Illustrationen das Erzählte gekonnt in Szene und laden immer wieder zum Schmunzeln und Mitbasteln ein.
Ein paar DIY-Anleitungen im Anschluss an die Geschichte hätten das Ganze perfekt abgerundet, die habe ich persönlich ein bisschen vermisst. Aber vielleicht wird es diese ja in den Folgebänden noch geben.

Fazit: „Jürgen Pinguin baut, was bellt“ ist ein unterhaltsames Alltagsabenteuer, das die kindliche Fantasie und Kreativität feiert. Ein fröhlicher Vorlesespaß ab 4 Jahren für alle Tüftler, Bastler und Pinguins-Fans und die, die es noch werden wollen. Lustig, liebenswert und inspirierend. Mir hat das erste Abenteuer von Jürgen Pinguin viel Freude bereitet, auf den nächsten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Wunderschön und herzerwärmend

Zuhause ist ein Gefühl
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Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover verzückt vom ersten Moment an und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.
Autorin Smriti Halls und ...

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover verzückt vom ersten Moment an und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.
Autorin Smriti Halls und Illustratorin Alice Courtley präsentieren mit „Zuhause ist ein Gefühl“ ein wirklich bezauberndes Bilderbuch über die Bedeutung von Zuhause. In wunderbar poetischen, aber dennoch leicht verständlichen Worten erzählt die britische Autorin davon, dass unser Zuhause vielmehr ist als nur der Ort, an dem wir aufwachsen. Zuhause kann ganz vieles sein. Es ist ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit. Es ist ein Ort, wo man geliebt und akzeptiert wird, wo man Neues ausprobieren und Fehler machen darf. Zuhause heißt Erinnerungen, Freiheit und pures Glück – oder auch einfach nur zusammen Kuchen essen. Doch vor allem ist Zuhause ein Ort, wo man sich nicht verbiegen muss – wo man so sein kann, wie man ist. Wir können uns überall zu Hause fühlen, denn Zuhause ist da, wo sich unser Herz wohlfühlt. So eine tolle Botschaft, die auch schon die Kleinsten verstehen. Es macht richtig Freude, den sympathischen Bären auf seiner Reise zu begleiten und den gereimten Text zu lesen, der so harmonisch und gefühlvoll ist, dass er sich wie eine warme Umarmung anfühlt. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin Susanne Weber, die Smriti Halls’ Verse gekonnt ins Deutsche übertragen hat.

Genauso liebevoll und wohltuend wie der Text sind auch die traumhaft schönen Illustrationen von Alice Courtley. Herrlich bunt und detailreich untermalen sie das Erzählte stimmungsvoll und laden zum Verweilen und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: „Zuhause ist ein Gefühl“ ist eine wunderschön erzählte und illustrierte Vorlesegeschichte ab 3 Jahren, die auf berührende Weise zeigt, was Zuhause ausmacht – dass unser Zuhause immer in unserem Herzen ist. Ein herzerwärmender und farbenfroher Bilderbuchschatz zum Träumen, Philosophieren und Wohlfühlen. Mich haben Smriti Halls und Alice Courtley mit ihrem ersten gemeinsamen Werk komplett verzaubert, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Ein aufregendes Internatsabenteuer voller Waldmagie, Geheimnisse und Überraschungen!

Silva Akademie – Die Stimme des Waldes
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Die 12-jährigen Zwillinge Ella und Ves könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Ves zu den Beliebten und Coolen gehört und sich gerne mal über Regeln hinweg setzt, ist Ella sehr wissbegierig, ordnungs- ...

Die 12-jährigen Zwillinge Ella und Ves könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Ves zu den Beliebten und Coolen gehört und sich gerne mal über Regeln hinweg setzt, ist Ella sehr wissbegierig, ordnungs- und naturverliebt und tut sich schwer damit, Freunde zu finden. Früher standen sich die beiden ziemlich nahe, aber mittlerweile liegen sie sich ständig in den Haaren. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als eines Tages die Magie der Bäume in ihnen erwacht. Von ihrer Tante Heidi erfahren sie von dem geheimen Volk der Talissa, das inmitten der Wälder haust und die Essenz der Bäume nutzt, um Magie zu wirken. Um herauszufinden, welche Pflanzenmagie in ihnen wohnt und welchem magischen Baum-Clan sie angehören, werden die Zwillinge auf die Silva-Akademie geschickt, ein besonderes Waldinternat voller merkwürdiger Unterrichtsfächer und fantastischer Wesen. Ella lebt sich wider Erwarten sehr schnell ein, Ves hingegen verabscheut sein neues Leben und findet nur schwer Anschluss. Als auf einmal beide eine Stimme in ihrem Kopf hören, müssen die Geschwister lernen, zusammenzuhalten. Ob es ihnen wohl gemeinsam gelingen wird, das Rätsel um ihre magischen Wurzeln zu lösen?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Schon allein das Cover, das Lisa Forsch gezaubert hat, hat mich sofort angefixt und der Klappentext tat dann das Übrige. Es war mein erstes Werk der Autorinnen und ich war dementsprechend sehr gespannt, was mich wohl erwarten wird.

Bereits die doppelseitige Karte vorne im Buch, die Lisa Forsch beigesteuert hat, macht direkt Lust auf mehr. Lilly Oakley und Marie Juniper präsentieren mit ihrem ersten Kinderroman eine wirklich schöne Geschichte, die weitaus mehr ist als nur ein magisches Internatsabenteuer. Eingebettet in ein faszinierend-geheimnisvolles Waldsetting erzählt das Autorinnen-Duo von Geschwisterbeziehungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Streit, Versöhnung und Selbstfindung. Von der Schönheit und Bewahrung der Natur und der Kraft der Freundschaft und des Zusammenhalts. Die Geschwister Ella und Ves könnten unterschiedlicher kaum sein: Er der rebellische und beliebte Draufgänger, sie die pflichtbewusste Außenseiterin und Baumkuschlerin. Die meiste Zeit sind sie sich spinnefeind, aber wenn es drauf ankommt, raufen sie sich zusammen und ziehen gemeinsam an einem Strang.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Zwillinge geschildert und es macht Spaß, sie zu begleiten und ihre Entwicklung miterleben. Zusammen mit den beiden taucht man in die fantasievolle Welt der Silva Akademie ein, in der Bäume sprechen können und man Moosketieren und anderen mystischen Wesen begegnet. Beste Voraussetzungen also, dass man durchweg bei Laune gehalten wird und ja, die Handlung ist auch durchaus spannend, vor allem zum Ende hin. Mich haben die Ereignisse nur irgendwie dennoch nicht durchgehend fesseln können, irgendwie wollte der Funke nicht komplett überspringen. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen und bin neugierig wie es weitergeht. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für weitere Bände.

Fazit: „Silva Akademie - Die Stimme des Waldes“ ist ein aufregendes, unterhaltsames und lehrreiches Fantasyabenteuer voller Waldmagie, Geheimnisse und Überraschungen. Die perfekte Lektüre für alle ab 10 Jahren, die gerne Internatsgeschichten lesen und in magische Welten eintauchen. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft habe, hatte ich dennoch Spaß beim Lesen und würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eine wunderbare Fortsetzung!

Das Geheimnis von Nox 2: Aufgewacht, Schule der Nacht!
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Obwohl es den Taglingen strengstens untersagt ist, nachts draußen zu sein, hat sich Fill schon mehrmals in die Nachwelt von Nox geschlichen. Doch bei einem seiner verbotenen Ausflüge wurde seine beste ...

Obwohl es den Taglingen strengstens untersagt ist, nachts draußen zu sein, hat sich Fill schon mehrmals in die Nachwelt von Nox geschlichen. Doch bei einem seiner verbotenen Ausflüge wurde seine beste Freundin Lenny von einer Flederratte gebissen, was furchtbare Folgen hat: Lenny beginnt sich allmählich selbst in eine Flederratte zu verwandeln! Fill möchte seine Freundin unbedingt retten und stiehlt sich erneut heimlich nach Nox. Zum Glück ist seine Nachtlingsfreundin Issa sofort bereit ihm bei seiner Suche nach einem Heilmittel zu helfen. Doch auch tagsüber hat Fill eine Menge um die Ohren, denn seine liebste Spielshow „Die Spiele des Lichts“ kommt in die Stadt und er ist Teil des Teams. Drei gefährliche Spielrunden gilt es zu gewinnen, um den Hauptpreis einzuheimsen: Die Erfüllung eines Wunsches. Und als wäre das alles nicht schon genug, kommt Fill dann auch einem Familiengeheimnis auf die Spur. Ob er es wohl mit der Hilfe seiner Freunde schaffen wird, die vielen Herausforderungen zu meistern und Lenny zu retten?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von „Die Geheimnisse von Nox“ und es empfiehlt sich, mit dem Vorgänger mit dem starten, da Bände aufeinander aufbauen.
Nachdem ich den ersten Band im vergangenen Jahr mit Begeisterung verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Die Handlung knüpft ziemlich direkt an die vorangegangenen Ereignisse an und dank kleiner Rückblicke ist man schnell wieder mittendrin im Geschehen.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Claudia Scharf ihre Leserschaft zurück in die faszinierend-magische Welt der Tag- und Nachtlinge und schafft es dabei mühelos, einen sofort in den Bann zu ziehen. Die Geschichte geht genauso aufregend weiter wie das vorherige Abenteuer geendet hat und begeistert neben vielen unerwarteten Wendungen und lauter lustigen und fantasievollen Ideen auch mit Tiefgründigkeit. Im Mittelpunkt steht erneut der sympathische und mutige Taglingjunge Fill, mit dem man abwechselnd in das Tag- und Nachtreich eintaucht. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle, ganz im Gegenteil. Es macht einfach wieder großen Spaß, Fill auf seinen Abenteuern zu begleiten und mit ihm mitzufiebern. Man trifft auf eine Menge alte Bekannte, die man bereits im ersten Band lieben gelernt hat, und begegnet außergewöhnlichen Wesen wie der Schmutzwutz (die ich persönlich besonders genial fand). Gleichzeitig vermittelt die Geschichte auch wertvolle Botschaften über Vorurteile, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Sie zeigt, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und Gesetze zu hinterfragen und dass jeder das Recht hat, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Auch optisch kann sich das Buch sehen lassen, angefangen beim Cover, das wieder ein echter Hingucker ist, bis hin zur liebevollen Innengestaltung. Gleich zu Beginn gibt es kurze Steckbriefe von den wichtigsten Charakteren, am Ende befindet sich ein mehrseitiges Kompendium der Tag- und Nachtwesen, die Vorsatzpapiere sind wunderschön bunt gestaltet und auch die Handlung ist mit zahlreichen atmosphärischen schwarz-weiß Zeichnungen von Lisa Forsch gespickt. Ein echtes Highlight ist wieder die Aufmachung der Seiten. Je nachdem wo die Erzählung spielt, ändert sich die Farbe des Papiers: Hell für den Tag und dunkel für die Nacht. Das Lesen wird dadurch zu einem ganz besonderen Erlebnis und lässt einen noch intensiver in die Geschichte eintauchen.

Am Ende bleiben auch dieses Mal einige Fragen offen, sodass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Fazit: Mit „Aufgewacht, Schule der Nacht!“ präsentieren Autorin Claudia Scharf und Illustratorin Lisa Forsch eine gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch der zweite Band von „Die Geheimnisse von Nox“ ist ein „vernoxt“ toller Lesespaß für alle ab 9 Jahren, die es spannend und geheimnisvoll mögen und gerne fantastische Geschichte lesen. Ein wunderbar magisches Abenteuer, aus dem man nicht mehr auftauchen mag. Ich bin erneut begeistert und schon voller Vorfreude auf den nächsten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Zum Wiehern schön!

Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd
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Ronny, das Pony und Gerd, das Pferd leben im selben Gestüt und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Gerd groß, anmutig und schlank ist, ist Ronny ziemlich winzig und tollpatschig und kugelrund. ...

Ronny, das Pony und Gerd, das Pferd leben im selben Gestüt und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Gerd groß, anmutig und schlank ist, ist Ronny ziemlich winzig und tollpatschig und kugelrund. Gerd hat ein seidig glänzendes Fell, eine weiche, lockige Mähne und bekommt nur erlesenes Futter. Ronny hingegen hat fusselige Wuschel-Zotteln und frisst den ganzen Tag nichts anderes als Gras. Der wunderschöne Gerd ist mit Abstand das prächtigste Pferd im Stall und wird von allen bewundert, Ronny wiederum ist ein Zwerg, den alle nur niedlich finden. Das kleine Winzpony hat es wirklich nicht leicht neben Gerd, doch als eines Nachts ein Feuer ausbricht, zeigt sich, dass in Ronny in wahrer Held steckt…

Kai Lüftner und Wiebke Rauers haben nun schon öfters unter Beweis gestellt, dass sie ein Garant für großartige Bilderbücher sind. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team und zudem bekannt dafür, sich abseits des Mainstreams zu bewegen. Mich begeistert das Autor-Illustratorin-Duo mit seinen Werken jedes Mal aufs Neue, aus meinem Regal sind sie nicht mehr wegzudenken. „Ronny, das Pony und Gerd, das Pferd“ durfte in meiner Sammlung daher natürlich nicht fehlen und so viel sei schon mal verraten: Das Furzipups-Erfolgsteam hat erneut einen echten Volltreffer gelandet!

Schon allein das Cover macht direkt Lust auf mehr und lässt einen dahinschmelzen. Minipony Ronny ist aber auch einfach zu niedlich. Durch sein zottelig-knuffiges Aussehen und seine bescheidene und mutige Art ist er ein absoluter Sympathieträger und sichert sich sofort einen Platz im Leserherz. Der große, stattliche Gerd dagegen wirkt zunächst etwas überheblich und besticht mehr durch Anmut als durch Liebenswürdigkeit. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein und man kann sich fast gar nicht vorstellen, dass sie zueinander finden. Doch wieder einmal zeigt sich, dass Freundschaft keine Grenzen kennt und auch zwei scheinbare Gegensätze die besten Freunde sein können. Denn so winzig Ronny auch sein mag, in ihm schlummert wahre Größe. Als es drauf ankommt, wächst er über sich hinaus und erinnert uns daran, dass auch Kleine groß und stark sein können und wir alle das Zeug zum Helden haben. Genau das erkennt auch Gerd. Ronnys tollkühne Heldentat wird die Zwei zusammenschweißen und Gerd von seinem hohen Ross herunterkommen lassen.

Erzählt wird das Ganze in Reimform und wie man es von Kai Lüftner kennt, hat er auch dieses Mal Wortakrobatik vom Feinsten abgeliefert. Seine Verse kommen wunderbar schwungvoll und melodisch daher. Sie sind höchst originell und voller Humor und Charme, bisweilen auch etwas anspruchsvoller, aber niemals zu herausfordernd. Für Kinder ab 4 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Kai Lüfterns Texte lesen sich absolut stimmig und sind sowohl für die Vorlesenden als auch Zuhörenden ein großer Spaß.

Auch Wiebke Rauers hat sich mit ihren Illustrationen mal wieder selbst übertroffen. Mit ihrem unverwechselbaren Zeichenstil erweckt sie die Geschichte zum Leben und entlockt einem immerzu ein breites Schmunzeln. Ihre Bilder sind wie gewohnt herrlich farbenfroh und witzig und herzallerliebst anzusehen. Vor allem Ronny ist einfach nur zum Knuddeln süß.

Fazit: „Ronny, das Pony und Gerd, das Pferd“ ist eine warmherzige und lustige Geschichte über zwei grundverschiedene Pferde, einen kleinen großen Helden und eine unerwartete Freundschaft. Ein hinreißend gereimtes und illustriertes Bilderbuch, das Mut und Selbstvertrauen schenkt und einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Zum Wiehern schön, bisweilen auch sehr spannend und nicht nur für kleine Ponyfans ein großes Vergnügen. Kai Lüftner und Wiebke Rauers haben es wieder einmal geschafft, mich komplett zu begeistern. Zottel-Pony Ronny muss man einfach lieben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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