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Veröffentlicht am 11.02.2025

Berührend, mutmachend, traurig-schön. Ein wundervolles Buch!

Jasper und das Lied der Nachtigall
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Der neunjährige Jasper hat zwei wichtige Dinge im Leben: Seine große Schwester Rosie, die schon volljährig ist, und seine Liebe zur Natur und Vogelwelt, die er mit Rosie teilt. Rosie war immer für ihn ...

Der neunjährige Jasper hat zwei wichtige Dinge im Leben: Seine große Schwester Rosie, die schon volljährig ist, und seine Liebe zur Natur und Vogelwelt, die er mit Rosie teilt. Rosie war immer für ihn da und nahm ihn mit auf viele Abenteuer in die Natur. Gemeinsam haben sie nach Vögeln gesucht und jedes Jahr dem Klang der derselben Nachtigall gelauscht. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn sowohl der Singvogel als auch Rosie kehren nicht zurück. Als sein Vater sagt, dass Rosie nun an einem besseren Ort sei, fällt Jasper sofort den Entschluss, sie zu suchen. Mutig und entschlossen packt er seinen Rucksack und zieht los, bewaffnet mit seinem Vogelbuch. Jasper ist sich sicher, dass er seine Schwester und die Nachtigall wiederfinden wird. Rosie wartet bestimmt an der Autobahnraststätte auf ihn und wenn er bei ihr angekommen ist, wird alles wieder gut. Auf seiner Reise begegnet Jasper vielen Menschen, die ebenfalls etwas Wichtiges verloren haben. Er hilft ihnen bei ihrer Suche, denn Jasper ist gut im Finden. Aber wird am Ende auch seine Suche erfolgreich sein?

Nachdem ich von Sarah Ann Juckes bereits „Die Tiere der Nacht“ mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich voller Vorfreude auf ihren neuen Kinderroman. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Was für ein wunderschönes und herzergreifendes Kinderbuch! Schon allein das Cover, das Tobias Goldfarb entworfen hat, hat etwas Verträumt-Melancholisches an sich und lässt eine nachdenkliche Geschichte erahnen, die man auch bekommt.

Sarah Ann Juckes gelingt es erneut, schwierige Themen kindgerecht zu verpacken. Mit viel Feingefühl erzählt sie von Verlust, Trauer, Einsamkeit, Panikattacken und Vernachlässigung, aber auch von Geschwisterliebe, Familie und Freundschaft. Vom Suchen und Finden, der heilenden Kraft der Natur und den Mut, über sich hinauszuwachsen. Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist für seine Kinder da sein und offen miteinander zu sprechen und einander zuzuhören. Sie erinnert uns daran, dass Geliebtes nie verloren geht und macht Mut, loszulassen und nach vorne zu schauen. Gleichzeitig regt sie auch dazu an, genauer hinzusehen und die Schönheit der kleinen und alltäglichen Dinge zu entdecken. Für junge Leserinnen, die ebenfalls gerade eine schwere Zeit durchmachen, kann dieses Buch sehr hilfreich und tröstlich sein. Aber auch Außenstehende sowie Erwachsene besonderer Kinder können daraus sicherlich einiges mitnehmen, da es Verständnis für Kinder weckt, die gerade eine nahestehende Person verloren haben und/oder anders sind.

Mit dem neunjährigen Jasper hat die Autorin einen außergewöhnlichen Protagonisten erschaffen, den man mit seiner liebenswerten, sensiblen und vogelverrückten Art sofort ins Herz schließt. Die Geschichte wird durchgängig aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive geschildert, sodass man seine Gefühle und Gedanken hautnah miterlebt. Es rührt einen öfters zu Tränen zu sehen, wie lieb er seine große Schwester hat und wie groß sein Wunsch ist, sie und die Nachtigall zu finden. Als Leser
in ahnt man sehr schnell, was es mit Rosies Verschwinden auf sich hat und auch Jasper scheint es unbewusst zu wissen, hält aber dennoch an dem Glauben fest, dass er sie finden wird.
Alles in allem ist dieses Buch aber nicht durchgehend traurig. Im Gegenteil, es ist überaus herzerwärmend und voller Hoffnung und beweist einmal mehr, dass aus etwas Schlechtem auch etwas Gutes entstehen kann.
Ganz nebenbei erfährt man noch eine Menge über heimische Vogelarten und die Natur, angefangen bei den Vogelfakten an den Kapitelanfängen bis hin zu den Informationen, die gekonnt in die Handlung mit einfließen. Die zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen von Sharon King-Chai runden das Ganze perfekt ab und machen das Leseerlebnis nur noch wundervoller.

Fazit: „Jasper und das Lied der Nachtigall“ ist eine traurig-schöne, berührende und lehrreiche Geschichte über Trauer, unerwartete Freundschaften, die Liebe zur Natur und Vogelwelt und darüber, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Ein zeitloses Kinderbuch für alle ab 8 Jahren, das Trost und Zuversicht schenkt und trotz ernster Thematik zum Wohlfühlen einlädt. Einfühlsam aus Kindersicht geschrieben und wunderbar von Alexandra Ernst übersetzt. Ich habe Jasper nur zu gerne auf seinem Weg begleitet und kann jedem nur ans Herz legen, es mir gleichzutun. Mich hat dieses Buch sehr bewegt und beeindruckt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

So süß und zauberhaft! Ein märchenhaft schönes Bilderbuch.

Fenja und der Wirbel im Feenwald
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Mama und Papa Zaunkönig staunen nicht schlecht, als aus einem ihrer Eier eine winzige flügellose Fee schlüpft. Die anderen Vögel sind entsetzt. Heißt das etwa, dass die Feen in ihren Wald zurückkehren? ...

Mama und Papa Zaunkönig staunen nicht schlecht, als aus einem ihrer Eier eine winzige flügellose Fee schlüpft. Die anderen Vögel sind entsetzt. Heißt das etwa, dass die Feen in ihren Wald zurückkehren? Herr und Frau Zaunkönig stören sich aber nicht daran. Sie nehmen sich der Kleinen an, geben ihr den Namen Fenja und ziehen sie genauso liebevoll auf ihre eigenen Kinder. So wächst die kleine Fenja in ihrer Zaunkönigfamilie auf, nichts ahnend, dass sie in Wahrheit gar kein Vogel ist, sondern eine Fee. Mit der Zeit beginnen sich die anderen Waldtiere über sie zu ärgern. Denn so lieb Fenja auch aussehen mag, in Wahrheit hat sie eine Menge Unsinn im Kopf. Als sie eines Tages ein Gespräch mitbekommt und erfährt, dass sie eine Fee ist, begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Bestürzt muss sie feststellen, dass die Feen überhaupt nicht nett und freundlich sind, sondern richtig gemein. Anstatt selbst nach Essbarem zu suchen, bestehlen sie die anderen Waldtiere und machen alles kaputt. So eine Fee möchte Fenja nicht sein. Sie beginnt zu erkennen, wo sie wirklich hingehört, nämlich dorthin, wo sie geliebt wird, egal ob mit oder ohne Flügel.

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit es der Verlag angekündigt hat. Ich liebe die Bücher von Briony May Smith, aus meinem Regal sind sie nicht mehr wegzudenken. Die britische Künstlerin ist einfach immer ein Garant für besonders schöne Bilderbücher – und „Fenja und der Wirbel im Feenwald“ bildet da keine Ausnahme. Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und weckt die Vorfreude auf das, was sich dahinter verbirgt.

Mit viel Herzenswärme entführt uns Briony May Smith in die Welt ihrer kleinen Heldin Fenja und präsentiert eine Feengeschichte der etwas anderen Art. Hier sind die Feen mal keine liebreizenden Wesen und auch die flügellose Fenja kommt alles andere als gewöhnlich daher. Aufgeweckt, sympathisch und herrlich frech und spitzbübisch erobert dieser Wildfang die Leserherzen im Sturm und macht Kindern Mut zum Anderssein. Die Geschichte zeigt uns, dass es nicht immer auf die Herkunft ankommt, sondern darum, wer du bist und sein möchtest. In einer Familie musst du dich nicht erst beweisen, um akzeptiert und geliebt zu werden. Deine wahre Familie liebt dich so wie du bist, mit all deinen Besonderheiten. So eine schöne und wertvolle Botschaft, die dank der leicht verständlichen Sätze auch schon kleine Kinder verstehen. Dieses Buch eignet sich wunderbar zum gemeinsamen Lesen und Anschauen und bietet tolle Gesprächsanlässe über die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt, Unterschiede und Zugehörigkeit.

Genauso zauberhaft wie der Text sind auch die stimmungsvollen und ausdrucksstarken Illustrationen von Briony May Smith. Mal großformatig, mal in mehreren Einzelzeichnungen pro Seite erwecken sie den magischen Feenwald zum Leben und sorgen durch warme und erdige Farbtöne für eine heimelig-gemütliche, waldige Wohlfühlatmosphäre. Liebevolle Details laden zum Verweilen, Entdecken und Schmunzeln ein, sodass es mal wieder eine wahre Freude ist, Briony May Smiths Bilder zu bestaunen.

Fazit: „Fenja und der Wirbel im Feenwald“ ist eine warmherzige und fantasievolle Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Platz im Leben. Ein märchenhaft schönes Bilderbuch mit einer kleinen starken Heldin, die dazu ermutigt, den eigenen Weg zu gehen und man zu selbst zu sein. Für alle Feen-Fans und Abenteurer ab 4 Jahren. Ich kann auch dieses Bilderbuch von Briony May Smith jedem nur ans Herz legen, mich hat es vom ersten Moment an verzaubert. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein spannender Auftakt!

Magic Island - Ruf der Seelentiere. Eine magische Insel und sprechende Seelentiere: Fantasy-Buchreihe ab 11 Jahren (Magic Island, Bd. 1)
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Der 15-jährige Julian Sander führt ein ganz normales Leben in Berlin und hätte nie gedacht, dass ausgerechnet er ein Held sein soll. Doch als er eines Abends in den Besitz eines mysteriösen Anhängers ...

Der 15-jährige Julian Sander führt ein ganz normales Leben in Berlin und hätte nie gedacht, dass ausgerechnet er ein Held sein soll. Doch als er eines Abends in den Besitz eines mysteriösen Anhängers kommt, ändert sich sein Leben schlagartig. Durch ein magisches Portal in einer Berliner Litfaßsäule wird er auf eine einsame Insel gezogen, wo er gleich nach seiner Ankunft von einem bösartigen Wesen angegriffen wird. Zeitgleich hört er eine seltsame Stimme in seinem Kopf, mit deren Hilfe ihm die Flucht gelingt. Nur wenig später stellt sich ihm ein sprechender Husky namens Askan als sein Seelentier vor und als wäre das alles nicht schon verrückt genug, trifft er dann auch noch das Mädchen Aiko aus Japan und ihren gesprächigen Drachen Timur. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was es mit dieser seltsamen Insel auf sich hat. Von der Inselhüterin Aliera erfahren sie schließlich, dass sie und zwei weitere Jugendliche zu Weltenretter berufen sind. Nun gilt es nicht nur die restlichen zwei Teammitglieder zu finden, sondern auch gefährliche Aufgaben zu bestehen. Es ist der Beginn ein fantastisches Abenteuers...

Nachdem mich Andreas Suchanek bereits mit seinen Flüsterwald-Büchern begeistern konnte, war ich auf den Auftakt seiner neuen Jugendbuchreihe „Magic Island“ sehr gespannt. Schon allein das Cover ist ein echter Hingucker und macht direkt neugierig auf die Geschichte dahinter. An dieser Stelle ein großes Lob an den Illustrator Timo Grubing. Diese optische Illusion mit dem Huskykopf ist wirklich äußerst faszinierend gemacht – und verspricht auch nicht zu viel.

Andreas Suchanek greift erneut bekannte Elemente aus dem Fantasy-Genre auf und macht gekonnt etwas Neues daraus. Mit seinem gewohnt mitreißend-humorvollen und bildlichen Schreibstil gelingt es ihm einmal mehr, seine Leserschaft sofort in den Bann zu ziehen. Bereits der kurze Prolog verspricht packende Lesestunden und genau das bekommt man auch. Gemeinsam mit Hauptprotagonist Julian verschlägt es einen schon nach kurzer Zeit in die geheimnisvoll-magische Welt von Elenum, wo man von einer abenteuerlichen und gefährlichen Situation in die nächste schlittert. An Spannung und Action mangelt es hier wahrlich nicht. Für meinen Geschmack schreitet die Handlung bisweilen sogar etwas zu zügig voran, sodass manches recht oberflächlich bleibt. Dies schmälert das Lesevergnügen aber nur geringfügig. Es macht Spaß, die Charaktere auf ihrer Reise zu begleiten, bei der Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und Selbstvertrauen großgeschrieben werden. Mit den vier unterschiedlichen Jugendlichen hat der Autor eine ziemlich bunte und interessante Figurentruppe erschaffen, die reichlich Identifikationspotential bietet und einem schnell ans Herz wächst. Vor allem Julien, den man von allen am besten kennenlernt, ist ein Sympathieträger, mit dem man richtig mitfühlen und mitfiebern kann. Aber auch die Seelentiere haben ihren eigenen Charme und sorgen immer wieder für Erheiterung. Die kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so dahinfliegen und die tolle Innengestaltung von Timo Grubing peppt das Leseerlebnis nochmals auf.
Das Ende hält einen ziemlich fiesen Cliffhanger bereit, sodass man die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Fazit: „Magic Island – Ruf der Seelentiere“ ist ein gelungener Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe ab 11 Jahren, der Lust auf mehr macht. Ein magisches Abenteuer voller Geheimnisse und unvorhersehbarer Wendungen. Spannend, fesselnd, unterhaltsam! Auch wenn der Funke bei mir nicht komplett übergesprungen ist, hatte ich viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Auf den zweiten Band, der voraussichtlich im Sommer 2025 erscheinen wird, freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Mal wieder ein Riesenspaß!

Indigo Wild – Das Riesen-Chaos
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Die Eltern von Indio und Quick Wild sind mal wieder auf Forschungsreise und natürlich schicken sie ihren Schützlingen auch von dieser Expedition fantastische Monsterpost. Doch anders als sonst befindet ...

Die Eltern von Indio und Quick Wild sind mal wieder auf Forschungsreise und natürlich schicken sie ihren Schützlingen auch von dieser Expedition fantastische Monsterpost. Doch anders als sonst befindet diesmal kein magisches Wesen in dem Paket, sondern Samen von einer seltenen Pflanze, auf die sie aufpassen sollen. Endlich mal eine leichte Aufgabe, freut sich Indio, doch als kurz darauf ein Riese in ihrem Garten auftaucht, steckt sie auch schon wieder mittendrin im Abenteuer. Riese Orant und seine Schwester Osmunda benötigen dringend ihre Hilfe. Seit der Riese Wermut in ihrem Land aufgetaucht ist, verhalten sich die anderen Riesen ganz merkwürdig und richtig fies gegenüber Orant und Osmunda. Indigo ist sofort klar, dass sie dem Geschwisterpaar helfen muss und reist zusammen mit ihrem Bruder Quick ins Land der Riesen. Ob es ihnen wohl mit der Hilfe ihrer Freunde gelingen wird, dieses Riesenproblem zu lösen?

Dies ist der dritte (und leider auch letzte) Teil der „Indigo Wild“ – Reihe. Das Buch ist ohne Vorkenntnisse lesbar, allerdings macht es sicherlich mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.
Nachdem mich die ersten beiden Bände absolut begeistert zurückgelassen haben, konnte ich das nächste Abenteuer kaum erwarten. Schon das farbenfrohe Cover verspricht wieder fantasievolle Unterhaltung vom Feinsten und genau das bekommt man auch.

Die Geschichte startet wie gewohnt mit einem Zeitungsartikel und entführt uns anschließend zurück in den Geleebohnenweg 47, ins Haus der Familie Wild mit seinen vielen ungewöhnlichen Bewohner*innen. Lange halten wir uns dort aber auch dieses Mal nicht auf. Bereits nach kurzer Zeit verschlägt es einen mit Indigo Wild und ihrem gehörlosen Bruder Quick ins Land der Riesen, wo es neue Herausforderungen und riesenhafte Probleme zu meistern gilt. Wie man es von Pippa Curnick kennt, hat sie ihrer Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und präsentiert eine ereignisreiche Handlung, die vor verrückten Ideen, spannenden Wendungen und liebenswert-skurrilen Figuren nur so strotzt. Langeweile kommt auch in diesem Band an keiner Stelle auf. Es macht einfach riesig viel Spaß, Indigo und ihre Freunde in die Welt der Riesen zu begleiten und bis zum Schluss mit ihnen mitzufiebern.

Ein echtes Highlight und wahrer Augenschmaus sind auch wieder die zahlreichen Illustrationen von Pippa Curnick. Mit viel Humor und Detailliebe und wundervoll knalligen Farben ergänzen die Bilder das Erzählte perfekt und machen das Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Fazit: Pippa Curnick hat uns mal wieder ein kunterbuntes Monsterabenteuer gezaubert, welches seinen Vorgängern in nichts nachsteht! Auch der dritte Teil von „Indigo Wild“ ist ein riesengroßer Lesespaß für alle 8 Jahren. Rasant, witzig, herrlich schräg, monströs gut illustriert und wunderbar von Karolin Viseneber übersetzt. Wirklich schade, dass es sich hierbei voraussichtlich um den letzten Band handelt, mir ist diese Reihe richtig ans Herz gewachsen. Von mir gibt es auch dieses Mal sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Märchenhaft schön!

Als der Wald erwachte
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Der kalte, lange Winter ist endlich vorbei und der Wald, von seinen Bewohnern auch Spinat genannt, erwacht zum neuen Leben. Alle freuen sich sehr auf den Frühling – alle, bis auf eine. Die garstige kleine ...

Der kalte, lange Winter ist endlich vorbei und der Wald, von seinen Bewohnern auch Spinat genannt, erwacht zum neuen Leben. Alle freuen sich sehr auf den Frühling – alle, bis auf eine. Die garstige kleine Spinatfrau verabscheut den Frühling. Und den Sommer und Herbst ebenso. In ihrem Herzen herrscht nur eine Jahreszeit: Der ewige Winter. Zornig, fluchend und unfreundlich stapft sie durch den Wald und verschreckt alle mit ihrer Boshaftigkeit. Bis zu dem Tag, als ein kleiner Menschenjunge mit seiner Mutter im Wald auftaucht, der genauso schlecht gelaunt und wütend ist wie die Spinatfrau und keinen Blick für all das Schöne um sich herum hat. Doch dann entdeckt er doch etwas Interessantes - und zwar niemand anderes als die Spinatfrau. Kurzerhand steckt er sie heimlich in seine Jackentasche und nimmt sie mit nach Hause. Von den Waldbewohnern trauert ihr zunächst keiner nach, im Gegenteil, vielmehr sind alle froh, die Spinatfrau los zu sein. Warum diese aber alles so sehr hasst, wissen sie nicht. Daraufhin beginnt die alte Eiche die Geschichte der Spinatfrau zu erzählen. Vor langer Zeit hat sie eine gute Freundin verloren und den Verlust bis heute nicht überwunden. Da merken die Waldbewohner, dass ihnen die Spinatfrau fehlt und sie zu ihnen dazugehört. Ob sie sie wohl retten können?

Die Bilderbücher des Erfolgsteams Martin Widmark und Emilia Dziubak sind immer ein Garant für besonderen Bilderbuchgenuss und aus meinem Regal längst nicht mehr wegzudenken. Auf das neue gemeinsame Werk der beiden, welches sie zusammen mit Emma Karinsdotter herausgebracht haben, habe ich mich dementsprechend sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.

In leicht verständlicher, aber dennoch sehr poetischer Sprache entführt uns das schwedische Autorinnen-Duo Martin Widmark und Emma Karinsdotter in einen magischen Wald, in dem es sprechende Bäume und Tiere gibt und außergewöhnliche Wesen wie die Spinatfrau ihr Unwesen treiben. Die Geschichte wird aus der Sicht der alten weisen Eiche geschildert, die uns Leserinnen gleich zu Beginn dazu einlädt, ihr zuzuhören. Einfühlsam und kindgerecht erzählt sie von Verlust, Trauer, Verbitterung und Einsamkeit, aber auch von Freundschaft, Gemeinschaft, Hoffnung und der Schönheit der Natur. Davon, dass hinter jedem Verhalten eine Geschichte steckt und man mit seinem Schmerz nicht alleine ist. Die Erzählung zeigt uns, wie wichtig es ist, anderen mit Liebe, Mitgefühl und Verständnis zu begegnen und macht Mut, nach vorne zu schauen. Denn nach schweren Zeiten kommen auch wieder bessere, so wie auf jeden dunklen Winter der Frühling folgt. So eine tolle und wertvolle Botschaft, die auch schon kleine Kinder verstehen. Die relativ langen Textpassagen könnten allerdings etwas zu herausfordernd für das empfohlene Lesealter sein. Ich persönlich würde das Buch daher eher ab 5 Jahren empfehlen.

Ein absoluter Traum sind auch wieder die farbigen Illustrationen von Emilia Dziubak, die auf jeder Doppelseite stets eine ganze Seite einnehmen und das Erzählte eindrucksvoll in Szene setzen. Gekonnt spielt die polnische Künstlerin mit Licht und Schatten und schafft dadurch eine ganz besondere, mystisch-waldige Wohlfühlatmosphäre. Liebevolle Details laden zum Staunen, Verweilen und Schmunzeln ein und ziehen Jung und Alt gleichermaßen in den Bann.

Fazit: „Als der Wald erwachte“ ist eine warmherzige, berührende und märchenhafte Geschichte, die Trost und Freude schenkt und dazu ermutigt, mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen. Ein wundervolles Bilderbuch ab 5 Jahren, das durch seine liebevolle Erzählweise und traumschönen Illustrationen besticht. Ich kann dieses Schätzchen nur empfehlen, mich hat es vom ersten Moment an verzaubert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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