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Veröffentlicht am 16.01.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuchvergnügen für Groß und Klein!

Barbara Kadabara
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Barbara Kadabera ist eine Hexe. Aber nicht so, wie man sich eine Hexe normalerweise vorstellt. Sie wohnt in keinem schiefen Hexenhaus, sondern in einem sehr modernen Tiny House. Sie hat keinen Buckel und ...

Barbara Kadabera ist eine Hexe. Aber nicht so, wie man sich eine Hexe normalerweise vorstellt. Sie wohnt in keinem schiefen Hexenhaus, sondern in einem sehr modernen Tiny House. Sie hat keinen Buckel und keine fiese Warze auf der Nase, dafür Turnschuhe und Minirock. Auch einen Zauberstab oder Hexenkessel besitzt sie nicht und anstatt auf einem Besen zu fliegen, liebt sie es in ihrem schicken Lesesessel zu lesen. Aber ein verhextes Problem hat sie dann doch, sogar ein ziemlich großes: Immer, wenn jemand ihren Namen sagt, passiert wie aus heiterem Himmel etwas ganz Unglaubliches: Barbara zaubert völlig unbewusst, was zu sehr unangenehmen Situationen führt. Irgendwann hat sie schließlich genug. Um dem Ganzen zu entgehen, bleibt sie lieber zu Hause und liest und experimentiert alleine vor sich hin. Bis zu dem Tag, als es plötzlich an ihrer Tür klingelt...

Auf dieses Buch habe ich gefreut, seit ich es zum ersten Mal in der Verlagsvorschau sah. Kai Lüftner und Wiebke Rauers sind einfach immer ein Garant für gute Bilderbücher, die sich von der Masse abheben. Die Zwei haben nun schon einige echte Schätzchen geschaffen – und mit „Barbara Kadabara“ ist ein weiteres dazu gekommen. Schon allein das Cover sowie der wortspielerische Titel sind genial und wecken direkt die Neugier und Vorfreude auf die Geschichte dahinter.

Kai Lüftner und Wiebke Rauers beweisen einmal mehr ihr Händchen fürs Unkonventionelle. Mit der sympathischen und modernen Hexe Barbara haben die beiden eine weitere Buchfigur ins Leben gerufen, die alles andere als gewöhnlich daherkommt. Barbara bricht mit sämtlichen Hexenklischees, vom äußeren Erscheinungsbild über die Behausung bis hin zum Zaubern. Es macht richtig Spaß in ihre bunte Welt einzutauchen und gemeinsam mit ihr von einer Katastrophe in die nächste zu stolpern. Dabei leidet man mit der armen Barbara schon etwas mit, denn obwohl ihre versehentlichen Zaubereien durchaus lustig sind, spürt man natürlich, wie unschön sie für Barbara sind. Die junge Hexe lässt sich jedoch nicht unterkriegen. Sie macht dennoch weiter ihr eigenes Ding und tut alles, was sie gerne tut. Sie zeigt uns, dass es sich lohnt, anders zu sein und dass aus etwas Schlechtem auch etwas Gutes entstehen kann.

Erzählt wird das Ganze in Reimform und wie man es von Wortakrobat Kai Lüftner kennt, sind seine Verse höchst originell und voller Witz und Charme, zugleich aber auch etwas herausfordernd. Für Kinder ab 4 Jahren ist dieses Buch dennoch sehr gut geeignet. Der Text kommt wunderbar melodisch und schwungvoll daher und bereitet beim Vorlesen und Zuhören allen Beteiligten sehr viel Freude.

Ein echtes Highlight sind auch wieder die farbenprächtigen Illustrationen von Wiebke Rauers. Ausdrucksstark, fröhlich und mit viel Liebe zum Detail setzen die Bilder das Erzählte perfekt in Szene und laden zum Verweilen und Schmunzeln ein. Vor allem die Mimik der Figuren ist mal wieder großartig getroffen und einfach herrlich anzusehen.

Fazit: Das Furzipups-Erfolgsteam hat mal wieder einen echten Coup gelandet! „Barbara Kadabara“ ist eine humorvolle und magisch-unterhaltsame Geschichte über eine außergewöhnliche Hexe, die ihren Weg findet. Ein ganz besonderer Bilderbuchgenuss für alle ab 4 Jahren. Einmalig gereimt und wunderschön illustriert. Mich hat Barbara Kadabara komplett verzaubert, ich kann ihre Geschichte nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Eine weitere bezaubernde Fortsetzung!

Kikis kleiner Lieferservice 3: Kiki und die andere Hexe
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Es sind drei Jahre vergangen, seit die kleine Halbhexe Kiki ihr Zuhause verlassen und gemeinsam mit ihrem Kater Jiji ein neues Leben in der Küstenstadt Koriko begonnen hat. Kiki ist inzwischen sechzehn ...

Es sind drei Jahre vergangen, seit die kleine Halbhexe Kiki ihr Zuhause verlassen und gemeinsam mit ihrem Kater Jiji ein neues Leben in der Küstenstadt Koriko begonnen hat. Kiki ist inzwischen sechzehn Jahre alt und hat sich mit ihrem Lieferservice einen Namen gemacht. Ihr friedliches Leben wird jedoch gehörig auf den Kopf gestellt, als plötzlich die zwölfjährige Keke in der Stadt auftaucht. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen, das eine faszinierende Mischung aus unverschämt und freigeistig ist und behauptet, ebenfalls eine Hexe zu sein? Und sich kurzerhand einfach so bei Kiki einquartiert? Ständig mischt sich diese Keke in alles ein und gewinnt die Herzen aller Stadtbewohnerinnen und die von Kikis Freundinnen. Und von Tombo...Kiki beginnt immer mehr an sich selbst und ihrem Dasein als Hexe zu zweifeln. Ob es ihr wohl gelingen wird, zu sich selbst zurückzufinden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Band des modernen Klassikers „Kikis kleiner Lieferservice“. Da alles Relevante kurz erklärt wird, lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings macht es erheblich mehr Freude, wenn man die chronologische Reihenfolge einhält.
Ich bin dem Crocu Verlag nach wie vor richtig dankbar dafür, dass er die mehrteilige Reihe rund um die junge Kurierhexe Kiki endlich auch zu uns nach Deutschland holt. Der gleichnamige Studio Ghibli-Zeichentrickfilm gehört zu meinen liebsten Animes und nachdem mich auch die Romanvorlage sowie dessen Fortsetzung begeistert haben, konnte ich es kaum erwarten weiterzulesen. Schon das Cover ist wieder sehr hübsch gestaltet und macht direkt Lust aufs Aufschlagen und Losschmökern. Im Inneren geht es genauso einladend weiter.

Von den ersten Seiten an herrscht die vertraute freundlich-warme Atmosphäre, die diese Reihe auszeichnet. Mit viel Herz, Charme und einer Prise Magie entführt Eiko Kadono ihre Leserschaft erneut in die bezaubernde Welt von Halbhexe Kiki. In 12 Kapiteln erzählt sie von ihrer jungen Protagonistin, die mittlerweile sechzehn Jahre alt ist. Man merkt, dass Kiki nicht mehr das kleine Mädchen von früher ist. Sie ist spürbar gereift und an ihren Herausforderungen gewachsen, lässt sich aber immer noch schnell verunsichern, wie sich an dem Auftauchen der zwölfjährigen Keke zeigt.
Der Autorin gelingt es einmal mehr, wichtige Themen aufzugreifen und in eine unterhaltsame Wohlfühlgeschichte zu verpacken. Kikis starke Selbstzweifel und Unsicherheiten werden sehr einfühlsam beschrieben und es fällt leicht, mit ihr mitzufühlen. Kiki ist und bleibt eine überaus sympathische Protagonistin, Keke dagegen ist die meiste Zeit über ziemlich dreist, frech und unausstehlich, was aber sicherlich auch beabsichtigt war. Ihr Eindringen in Kikis Leben regt einen stellenweise richtig auf, zugleich verleiht es der Geschichte aber auch etwas Herzerfrischendes und regt zum Nachdenken an.
Es macht einfach wieder Spaß, nach Koriko zurückzukehren und Kiki auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Neben neuen kuriosen Lieferaufträgen und neuen Gesichtern kommt man auch in den Genuss von einem Hauch Romantik und trifft auf einige alte Bekannte aus den Vorgängern. Sogar mit Kikis schwarzen Kater Jiji erlebt man dieses Mal ein kleines Abenteuer, was dem Ganzen einen zusätzlichen Pfiff gibt.

Als einziger kleiner Wehmutstropfen bleibt die spärliche Bebilderung. Von Yuta Onodas schönen schwarz-weiß Illustrationen hätte es liebend gerne noch ein paar mehr geben können. Dies ist jedoch meckern auf hohem Niveau und schmälert das Lesevergnügen, wenn überhaupt, nur geringfügig.

Fazit: „Kiki und die andere Hexe“ ist eine charmante, unterhaltsame und magische Coming-of-Age-Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Platz im Leben. Ein richtig schöner cozy Wohlfühlroman für Jung und Alt. Ich persönlich fand diesen Band ein klein wenig schwächer als die zwei vorherigen Bände, hatte aber dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Auf den vierten Teil, der voraussichtlich im Juni diesen Jahres erscheinen wird, freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Ein zauberhaftes Vorleseabenteuer voller Magie und Fantasie!

Ein halber Zauber
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Habt ihr schon einmal von Zauberhexhausen gehört? Nein? Nun, kein Wunder, denn dieser kleine Ort liegt gut verborgen hinter einem Schutzzauber am Rande des riesigen, verwunschenen Dunkelwaldes. Kein einziger ...

Habt ihr schon einmal von Zauberhexhausen gehört? Nein? Nun, kein Wunder, denn dieser kleine Ort liegt gut verborgen hinter einem Schutzzauber am Rande des riesigen, verwunschenen Dunkelwaldes. Kein einziger Weg führt dorthin, nicht einmal der kleinste Pfad. Es ist das geheime Zuhause magischer Wesen, von Drachen über Werwölfe bis hin zu Hexen und Zauberern. Auch die Zauberzwillinge Trixie und Max Hixel leben hier, zusammen mit ihren Eltern. Die Ferien haben gerade begonnen und die gleichaltrigen Geschwister gehen mal wieder eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach: Streiten. Darin sind die beiden wahre Meister, sie finden einfach immer einen Grund sich zu zanken. Als es wieder einmal darum geht, wer Mamas Zauberstab benutzen darf, zerbricht dieser auf einmal in zwei Teile. Und nicht nur das: Anstatt ihn zu reparieren, lassen die Kinder auch noch die magische Quelle von Zauberhexhausen versiegen. Um die Zauberkraft zurückzubringen, machen sich die Zwillinge auf die Suche nach einem Reparaturzauber. Heimlich, versteht sich, es darf schließlich niemand von ihrem Missgeschick erfahren. Gemeinsam begeben sie sich in den unheimlichen Dunkelwald, wo sie vielen gefährlichen Wesen begegnen und vor so einige Herausforderungen gestellt werden. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die verschwundene Magie zurückzuholen?

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich es in der Verlagsvorschau entdeckt habe. Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert. Miriam Mann weiß einfach, wie man tolle Kinderbücher schreibt – was sie mit „Ein halber Zauber“ erneut unter Beweis stellt.

Mit viel Witz, Charme und Einfallsreichtum entführt Miriam Mann ihre Leserschaft in eine Welt voller Hexerei, Magie und Überraschungen. Neben einem kaputten Zauberstab, Spaghettieis mit Tomatensoße und einer abenteuerlichen Reise erzählt die Autorin auch von Geschwisterbeziehungen, Teamwork, Mut und Selbstakzeptanz. Von den ersten Seiten an ist man ganz gebannt von der Geschichte mit ihren vielen lustigen Details und in die außergewöhnlichen Charaktere muss man sich einfach verlieben.
Mit den Zwillingen Trixie und Max können sich Kinder gleich identifizieren (vor allem, wenn sie auch Geschwister haben). Die Zwei sind sich öfters mal nicht einig, sie kabbeln und streiten sich gerne und vergleichen sich miteinander. Doch im Verlauf der Erzählung lernen sie zusammenzuarbeiten und ihre eigenen Besonderheiten zu schätzen. Sie zeigen uns, dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann als alleine. Dass es sich lohnt, einander zu akzeptieren und an sich selbst zu glauben. So schöne Botschaften, die auch schon kleine Kinder ab 5 Jahren verstehen können. Zum Vor- und Selberlesen ist dieses Buch sehr gut geeignet. Der Text ist mitreißend und leicht verständlich und durch die gelegentlichen lautmalerischen Wörter wird das Ganze noch lebendiger. Es macht richtig Spaß, die Geschwister zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Zusammen mit den beiden entdeckt man aufregende Orte und trifft auf lauter fantastische Geschöpfe wie Feen, Grolle und Einhörner. Ein besonderes Highlight ist dabei das Gestaltwandler-Haustier Edgar, der von Hahn bis Drache alles sein kann, sodass es garantiert nie langweilig wird.

Auch optisch überzeugt das Buch auf ganzer Linie. Schon das farbenfrohe Cover ist ein Hingucker und macht direkt Lust auf mehr. Im Inneren geht es genauso weiter. Witzig, fröhlich, leuchtend bunt und manchmal auch ein bisschen geheimnisvoll erwecken die stimmungsvollen Bilder von Lisa Forsch die Geschichte zum Leben und setzen das Erzählte perfekt in Szene. Sie zeigen die Vielfalt von Zauberhexhausen und laden zum Eintauchen, Wohlfühlen und Schmunzeln ein.

Fazit: „Ein halber Zauber“ ist eine fantasievolle Abenteuergeschichte ab 5 Jahren über Geschwisterstreit und Geschwisterliebe und darüber, dass Zusammenhalt und Selbstvertrauen stärker sind als jeder Zauber. Ein wunderschönes Vorlesebuch, das nicht nur halb, sondern komplett verzaubert. Spannend, lehrreich, unterhaltsam und herrlich kunterbunt und magisch. Mir hat dieses Buch überaus viel Freude bereitet, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Ein wichtiges Thema kindgerecht verpackt. Ein starker Comic!

Das Regelwerk
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Kastanienbruch. So lautet der lauschige Name des Ferienlagers, in das die neunjährige Emmi geschickt wird. Während ihr Vater der festen Überzeugung ist, dass sie eine schöne Zeit dort erleben wird, hält ...

Kastanienbruch. So lautet der lauschige Name des Ferienlagers, in das die neunjährige Emmi geschickt wird. Während ihr Vater der festen Überzeugung ist, dass sie eine schöne Zeit dort erleben wird, hält sich Emmis Begeisterung sehr ins Grenzen. Sie kennt dieses Camp gar nicht, alle sind ihr dort fremd. Ihr einziger Halt ist ihr Regelbuch von „Das blaue Auge“, das sie wie einen Schutzschild vor sich her trägt. Zu ihrer Überraschung beschert ihr gerade dieses Handbuch ihres Lieblingsfantasyrollenspiels neue Freunde. Bereits bei ihrer Ankunft stellt sich heraus, dass es eine Spielgruppe im Camp gibt und die Spielleiterin Malin nimmt sie sofort mit in die Runde. Dort sind alle sehr nett und Emmi fühlt sich auf Anhieb wohl. Die besten Voraussetzungen für eine tolle Zeit also, wenn da nicht plötzlich dieses Ziehen im Bauch wäre. Als Emmi auf dem Klo verschwindet, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie zum ersten Mal ihre Tage bekommen hat. Ausgerechnet jetzt! Zum Glück ist die Betreuerin Malin direkt für sie da und beruhigt Emmi. Mit viel Empathie erklärt sie ihr den Menstruationszyklus, beantwortet ihre Fragen und versorgt sie mit allem, was sie braucht. Nach und nach verliert Emmi ihre Furcht und Scharm hinsichtlich ihrer körperlichen Veränderungen und kann ihren Campaufenthalt endlich genießen.

Von der deutschen Künstlerin Ines Korth habe ich bereits ihre Die-drei-???-Comics gelesen, die sie gemeinsam mit Christopher Tauber herausgebracht hat. Nachdem mir ihr Zeichenstil dort sehr zugesagt hat, musste auch ihre neue Graphic Novel „Das Regelwerk“ bei mir Einzug halten, welche komplett aus ihrer Feder stammt. Schon das bunte Cover und der doppeldeutige Titel sind sehr gelungen, machen direkt neugierig auf die Geschichte dahinter. Und sie versprechen auch nicht zu viel! Ines Korth präsentiert mit „Das Regelwerk“ eine wunderbare Mischung aus Abenteuer und Wissen. Gekonnt vereint sie das schwierige Thema Menstruation mit einem Ferienlagersetting und würzt dies obendrein mit Rollenspielelementen und weiteren wichtigen Themen wie Ängste, Mut und Freundschaft.
Anschaulich und fundiert, aber ohne dröge zu wirken wird der Zyklus erklärt. Neben einer doppelseitigen Darstellung der Zyklusphasen teilen auch die Camp-Betreuerinnen ihre Erfahrungen mit der Menstruation, von der ersten Regelblutung bis hin zu den Wechseljahren. Ganz ohne Scham wird sich darüber ausgetauscht und Emmis erste Periode wird überhaupt nicht aufgebauscht. Alle im Camp – sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen – begegnen Emmi mit viel Offenheit, Akzeptanz und Mitgefühl, was einfach großartig zu sehen ist. Genau so sollte es auch im echten Leben sein. Denn obwohl die Monatsblutung rund die Hälfte der Gesellschaft betrifft, ist sie immer noch stark tabuisiert und schambehaftet. „Das Regelwerk“ ist daher nicht für Kinder sehr lehrreich, auch erwachsene Leserinnen können aus diesem Kindercomic sicherlich so einiges mitnehmen.

Der zweite Part der Handlung dreht sich rund um die abenteuerlichen Erlebnisse im Ferienlager, darunter die üblichen Verdächtigen wie Nachtwanderung und Gruselgeschichten. Ein geschickter Schachzug, da dies nicht für Spaß und Spannung sorgt, sondern der schweren Thematik auch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Und der Rollenspielfaktor gibt der Story dann noch einen zusätzlichen charmant-nerdigen Pfiff.

Neben dem Inhalt überzeugt das Buch auch optisch auf ganzer Linie. Kräftige Farben schaffen eine warme Wohlfühlatmosphäre und Ines Korths ausdrucksstarke Bilder setzen das Erzählte perfekt in Szene und zeigen völlig selbstverständlich eine herrlich bunte Figurentruppe zum Gernhaben. Der Textanteil ist recht gering, sodass sich dieser Comic ideal für Lesemuffel und Comic-Neueinsteiger ab 8 Jahren eignet.

Fazit: „Das Regelwerk“ ist ein gelungener Balanceakt zwischen Aufklärungsbuch und spannender Ferienlagerabenteuergeschichte, angereichert mit einer Portion Fantasy-Rollenspielelementen. Ehrlich, einfühlsam, informierend und unterhaltsam. Eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Ich kann Ines Korths neuen Kindercomic jedem nur ans Herz legen, ich bin richtig begeistert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Genauso wunderschön und magisch wie der erste Band!

Alga Wasserhexe (2). Magie am Muschelstrand
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In einem gemütlichen, muschelbesetzten Häuschen im Algenwald lebt die kleine Wasserhexe Alga, zusammen mit ihrem treuen Hexenbesen Aquaxas, dem schlauen Tintenfisch Lexipups, dem jungen Drachenkugelfisch ...

In einem gemütlichen, muschelbesetzten Häuschen im Algenwald lebt die kleine Wasserhexe Alga, zusammen mit ihrem treuen Hexenbesen Aquaxas, dem schlauen Tintenfisch Lexipups, dem jungen Drachenkugelfisch Fauch und Mula, der alten Miesmuschel. Alga liebt ihr Zuhause am Meeresgrund und könnte sich keinen schöneren Ort vorstellen als ihren magischen Algengarten. Zudem ist sie auch ziemlich stolz darauf, dass König Neptun sie vor kurzem zu seiner Unterwasserhelferin ernannt hat. Trotz allem unternimmt sie aber regelmäßig heimlich Ausflüge an die Meeresoberfläche, obwohl Neptun das streng verboten hat. Denn im Gegensatz zu ihm ist die kleine Wasserhexe ganz fasziniert von den Menschen, die wie sie auf zwei Beinen gehen. Doch dann passiert bei einem ihrer Ausflüge nach oben ein großes Unglück: Aquaxas gerät in die Hände einer unfreundlichen Menschenfrau. Und als wäre das nicht schon genug, wird auch noch die wertvolle Meeresschildkröte Sprekta vermisst und Neptun vertraut darauf, dass Alga sie wiederfindet. Zum Glück ist Alga aber nicht auf sich alleine gestellt. Ob es ihr wohl mit der Hilfe ihrer Freunde und einer großen Portion Mut gelingen wird, ihren geliebten Besen zu retten und Neptuns neuen Auftrag zu erfüllen?

Hierbei handelt es sich um das zweite Abenteuer rund um die kleine Alga Wasserhexe. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, um aber in den vollen Lesegenuss zu kommen, sollte der vorherige Band bekannt sein.
Nachdem mich der erste Teil völlig entzückt zurückgelassen hat, musste natürlich auch der Nachfolger bei mir Einzug halten. Schon der Einband mit seinen fühlbaren Glitzerelementen ist wieder ein Träumchen und lädt direkt zum Aufschlagen und Eintauchen ein. Dieser Einladung sollte man auch unbedingt nachkommen! Denn auch das Innenleben des Buches verzaubert von der allerersten Seite an.

Mit viel Witz, Herz und Liebe zum Detail wird die Geschichte erzählt. Bereits der Beginn hält einige Schmunzelmomente parat und begeistert mit lustigen Ideen und Wortzaubereien sowie liebevoll gestalteten Charakteren. Die Sprache wurde erneut an die Unterwasserwelt angepasst, sodass man über lauter kreative Wortneuschöpfungen und abgewandelte Redewendungen stolpert wie „Quallenquatsch“ und „veralgt und zugenäht“. Der Text eignet sich dadurch wunderbar zum Vorlesen und bereitet nicht nur den Zuhörenden „mordsfischmäßig“ viel Freude, sondern auch den Vorlesenden.
Langeweile kommt auf den 136 Seiten garantiert nicht auf. Es macht einfach richtig Spaß, Alga Wasserhexe auf ihrer neuen abenteuerlichen Mission über und unter dem Meer zu begleiten und neben alten Bekannten auch auf neue Gesichter zu treffen. Alga ist und bleibt eine überaus sympathische Protagonistin. Mutig, hilfsbereit und aufgeweckt schleicht dieser grüne Wuschelkopf blitzfischschnell in das Leserherz und beweist einmal mehr, dass es sich lohnt, neugierig und aufgeschlossen zu sein und an sich selbst zu glauben.

Wunderschön sind auch wieder zahlreichen Illustrationen von Eleni Livanios, die die Erzählung untermalen. Mit ihren detailverliebten und farbenfrohen Bildern erweckt sie Algas Welt zum Leben und schafft eine märchenhafte Atmosphäre.

Fazit: Autorin Annette Moser und Illustratorin Eleni Livanios haben ein weiteres bezauberndes Kinderbuch geschaffen, welches dem Vorgänger in nichts nachsteht und kleine und große Leserinnen gleichermaßen begeistert. „Alga Wasserhexe – Magie am Muschelstrand“ ist eine witzig-charmante und spannende Geschichte ab 7 Jahren über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Ein magisches Abenteuer zum Abtauschen und Wohlfühlen voller meeriger Magie, liebenswerter Charaktere und guter Laune. Ich habe auch diesen Band mit dem größten Vergnügen gelesen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Alga Wasserhexe und ihren Freundinnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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