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Veröffentlicht am 04.06.2024

Ein berührendes und vielschichtiges Buch voller Herz & Wärme

Hat irgendjemand Oscar gesehen?
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Die 11-jährige Aurora lebt mit ihren Eltern im ländlichen Maine in einem Haus direkt am Wald. Sie ist ein sehr lebhaftes, lautes und impulsives Kind, hat stets einen frechen Spruch auf Lager und muss ...

Die 11-jährige Aurora lebt mit ihren Eltern im ländlichen Maine in einem Haus direkt am Wald. Sie ist ein sehr lebhaftes, lautes und impulsives Kind, hat stets einen frechen Spruch auf Lager und muss immer in Bewegung sein. Sie mag Edelsteine, die Natur – und Oscar, ihren besten Freund, der im Nachbarhaus wohnt. Oscar ist ebenfalls elf Jahre alt, er liebt Vögel und Vertrautes und hat noch nie ein Wort mit Aurora gesprochen. Oscar spricht nicht und lebt komplett in seiner eigenen Welt. Die beiden Kinder könnten unterschiedlicher kaum sein, bilden aber ein perfektes Team und sind unzertrennlich. Zu Oscar hatte Aurora sofort einen besonderen Draht. Dank ihrer Beobachtungs- und Einfühlungsgabe kann sie Oscars Verhalten lesen und weiß immer, was er will, sie ist sein Sprachrohr und seine Beschützerin. Bisher waren sie immer in derselben Klasse, aber zu Beginn des sechsten Schuljahres werden sie in verschiedene Klassen eingeteilt. Trotz dieser Veränderung läuft erst einmal alles gut, doch dann ist Aurora eines Tages abgelenkt und achtet nicht darauf, dass Oscar in sein Klassenzimmer geht. Plötzlich ist Oscar spurlos verschwunden und Aurora beginnt sich große Vorwürfe zu machen. Hätte sie besser auf ihren Freund aufpassen müssen? Sie begibt sich sofort auf die Suche nach Oscar – und nicht nur sie: Es dauert nicht lange und der ganze Ort setzt alles daran, um den vermissten Jungen wiederzufinden.

Da mir „Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)“ von Leslie Connor so gut gefallen hat, habe ich mich auf ihr neues Werk „Hat irgendjemand Oscar gesehen?“ sehr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht! Hinter dem schönen Cover mit dem etwas ungewöhnlichen Titel verbirgt sich eine ebenso eindrucksvolle Geschichte, die hält, was sie verspricht.

Schon die Art und Weise wie das Buch aufgebaut wird, ist außergewöhnlich. Beginnen tut die Handlung in der Jetzt-Zeit und springt im weiteren Verlauf immer wieder in der Vergangenheit hin und her. So wird von Aurora mal erzählt, wie sie in die erste Klasse kommt oder von dem Tag, an dem sie Oscar kennenlernt. Hauptsächlich ist es Aurora, die uns in der Ich-Perspektive von den Ereignissen berichtet, es gibt zwischendurch aber auch Kapitel, in denen ein allwissender Erzähler die Sicht von Oscar und einiger Stadtbewohnerinnen schildert. Trotz der vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel wirkt der Roman nicht durcheinander oder zusammenhanglos, allerdings muss man sich an den Erzählstil erst einmal gewöhnen.
Mir hat der gesamte Aufbau der Handlung sehr gefallen. Durch die Rückblenden erhält man einen tollen Eindruck von der Entstehung der Freundschaft zwischen Aurora und Oscar und die verschiedenen Blickwinkel verleihen dem Ganzen mehr Spannung und Tiefe. Manchmal muss man jedoch auch ein wenig Geduld beim Lesen haben. Einiges wird sehr genau und für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben wie die Natur, das Softballspiel oder die Pausen in der Schule. Die Geschichte liest sich dadurch stellenweise etwas zäh und langatmig, vor allem jungen Leser
innen ab 10 Jahren könnte es bisweilen schwerfallen, am Ball zu bleiben.

Auch wenn das Buch ein paar Längen für mich hatte, habe ich es innerhalb kurzer Zeit gelesen. Die Suche nach Oscar lässt einen mitfiebern und auch Oscars Kapitel und seine Gedankengänge sind spannend und interessant. Sofern ich das beurteilen kann, wird das Denken eines autistischen Jungen sehr authentisch dargestellt. Einfühlsam und voller Wärme beschreibt die Autorin Oscars Charakter und seine Andersartigkeit sowie die besondere Verbindung, die er zu der gleichaltrigen Aurora hat. Aurora ist ebenfalls eine einzigartige Figur und wunderbar getroffen. Sie ist impulsiv, immer in Bewegung und wirkt auf andere zuweilen unbedarft und vorlaut. Sie sagt stets das, was sie denkt, trägt das Herz aber am rechten Fleck und schleicht sich sofort in die Herzen von uns Leserinnen.

Im Anhang gibt es noch ein paar Fotos und Anmerkungen der Autorin, wie der Roman entstanden ist. Vorne im Buch befindet sich wiederum eine detaillierte Landkarte des Schauplatzes, dank der man das Setting noch besser nachvollziehen kann.

Fazit: „Hat irgendjemand Oscar gesehen?“ ist eine herzerwärmende Wohlfühlgeschichte über Neurodiversität, Gemeinschaft und eine ganz besondere Freundschaft zwischen dem ruhigsten und dem lebhaftesten Kind. Berührend, humorvoll, vielschichtig. Ein wundervolles und wichtiges Buch, nicht nur für junge Leser
innen ab 10 Jahren. Mir hat auch mein zweites Werk von Leslie Connor sehr viel Freude bereitet, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Eine weitere tolle, magisch schöne Fortsetzung!

Detektei für magisches Unwesen – Aufruhr in der Bonbonfabrik
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Es ist Markttag in Kiesbach und wie gewohnt herrscht auf dem Dorfplatz ein buntes Treiben. Auch Jannik, Lulu und Pola schlendern von Stand von Stand und sind mal nicht in detektivischer Mission unterwegs. ...

Es ist Markttag in Kiesbach und wie gewohnt herrscht auf dem Dorfplatz ein buntes Treiben. Auch Jannik, Lulu und Pola schlendern von Stand von Stand und sind mal nicht in detektivischer Mission unterwegs. Dies ändert sich jedoch, als sich unvermittelt alle zu streiten beginnen und völlig grundlos üble Beleidigungen und Schimpfwörter an den Kopf werfen. Warum herrscht plötzlich so schlechte Stimmung? Ob es wohl an dem Schmuddelwetter liegt, dass sich nun schon seit Wochen in Kiesbach breitgemacht hat? Auf einmal kommt aber nicht nur Regen vom Himmel herunter, sondern auch bunte Lutscher. Es sind „Yollis sagenhafte Lollis“, die wahre Wunder bewirken. Die dicke Luft ist schlagartig verschwunden – genauso wie das Geld aus vielen Kassen. Anscheinend hat jemand den Tumult genutzt und die Marktverkäufer beklaut! Ob wohl diese neue Süßigkeitenfabrikantin Yolli hinter dem Ganzen steckt? Gemeinsam mit Geheimagent Peggory Jones und Leseratte Marianne nehmen Jannik, Lulu und Pola die Ermittlungen auf. Ein neues aufregendes Abenteuer beginnt...

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Reihe „Detektei für magisches Unwesen“ und es empfiehlt sich, die vorherigen Bände gelesen zu haben. Zwingend erforderlich ist es jedoch nicht, man kann der Handlung auch ohne Vorwissen folgen.
Nachdem mir die ersten beiden Bücher so viel Freude bereitet haben, war ich auf den neuen Band sehr gespannt. Im Nu war ich wieder mittendrin im Geschehen und einmal nach dem Buch gegriffen, habe ich es nicht mehr aus der Hand legen wollen.

Schon das farbenfrohe Cover verspricht eine fantasievolle und unterhaltsame Geschichte und genau das bekommt man auch. Lotte Schweizer hat uns mal wieder ein wunderbares Kinderbuch gezaubert, mit einer perfekten Mischung aus Fantasy, Krimi und Freundschaft.
Es dauert auch dieses Mal nicht lange und Jannik, Lulu und Pola stecken wieder mitten in einem neuen kniffligen Fabelfall, der zunächst äußerst rätselhaft erscheint. Wieso sind plötzlich alle in Kiesbach so schlecht gelaunt, wer ist für die Diebstähle verantwortlich und was hat es mit der Süßigkeitenfabrik auf sich, die vor kurzem eröffnet hat? Hängt das alles miteinander zusammen? Wie die drei Freunde, so möchte man natürlich auch als Leserin unbedingt wissen, wer oder was hinter dem Ganzen steckt und fiebert und rätselt eifrig mit den Kindern mit. Unterstützt wird das Detektiv-Trio erneut von Geheimagent Peggory Jones und seiner Assistentin Leseratte Marianne – die zwei dürfen schließlich auf gar keinen Fall fehlen. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, diese ungewöhnliche Truppe bei ihren Ermittlungen zu begleiten, Langeweile kommt dabei garantiert nicht auf! Es erwarten einen 160 Seiten voller Spannung, Magie und Humor, vor allem letzteres kann sich dank der herrlich gezeichneten Charaktere mal wieder sehen lassen. Während in Kiesbach dicke Luft herrscht, ist bei uns Leserinnen definitiv durchweg gute Laune angesagt.

Neben der Lotte Schweizer hat auch die Alexandra Helm wie gewohnt einen tollen Job gemacht. Ihre liebevollen schwarz-weiß Illustrationen erwecken die Geschichte und deren Figuren auf bezaubernde Weise zum Leben und runden das Leseerlebnis gelungen ab.

Fazit: „Detektei für magisches Unwesen – Aufruhr in der Bonbonfabrik“ ist eine magische Detektiv- und Freundschaftsgeschichte ab 8 Jahren, die den Vorgängern in nichts nachsteht und Lust auf mehr macht. Spannend, lustig und einfach hinreißend originell. Ich bin auch von diesem Band absolut begeistert, über ein weiteres Wiedersehen mit Peggory Jones und Co. würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.05.2024

Eine richtig coole Agentenstory! Spannend, witzig, originell.

Nothing but Spies 1: Nothing but Spies
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Seit die 15-jährige Celia vor einigen Jahren mit ihren Eltern von Berlin nach Trockenstedt gezogen ist, ist ihr Leben die pure Langeweile. In dieser öden Kleinstadt ist einfach nichts los, nie passiert ...

Seit die 15-jährige Celia vor einigen Jahren mit ihren Eltern von Berlin nach Trockenstedt gezogen ist, ist ihr Leben die pure Langeweile. In dieser öden Kleinstadt ist einfach nichts los, nie passiert etwas Aufregendes. Dies ändert sich jedoch, als Vincent mit seiner Familie in das Nachbarhaus einzieht. Celia ist sich sicher, dass mit den neuen Nachbarn etwas nicht stimmt. Vincent, der in ihre Klasse geht, ist einfach zu perfekt. Er ist höflich, gutaussehend, sportlich, beliebt – Celia ist schnell ziemlich genervt von seinem übertrieben freundlichen Gehabe und seinen ständigen Einschmeichelversuchen. Als sie Vincent einen Kaugummi klaut, der definitiv kein normaler Kaugummi ist, wird ihr schnell klar, dass auch hinter ihrem neuen Mitschüler etwas ganz anderes steckt: Vincent und seine Bilderbuchfamilie sind ein absoluter Fake. In Wahrheit sind sie Undercover-Agenten und in Trockenstedt auf der Suche nach dem mysteriösen Erfinder Hypnos. Als Celia hinter Vincents Geheimnis kommt, nutzt sie ihr Wissen und erpresst ihn: Wenn sie nicht bei seiner Mission mitmachen darf, lässt sie ihn auffliegen. Vincent bleibt nichts anderes übrig als auf ihre Forderung einzugehen. Die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln und geraten dabei öfters aneinander. Ob es dem ungleichen Duo wohl trotz allem gelingen wird, Hypnos ausfindig zu machen?

Da ich die Bücher von Mario Fesler sehr gerne mag, war ich direkt Feuer und Flamme, als ich von seinem neuen Roman „Nothing but Spies“ hörte. Ich war unheimlich gespannt, was mich wohl erwarten wird und ich wurde nicht enttäuscht! Hinter dem originellen Cover verbirgt sich eine ebenso einfallsreiche Geschichte, die definitiv hält, was sie verspricht.

Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und laden zum Rätseln ein. Wie Vincent, dem das erste Kapitel gewidmet ist, so hat man auch als Leser*in zunächst keine Ahnung, wer Vincent eigentlich ist, wo er sich befindet und was passiert ist. Die anfängliche Verwirrung legt sich recht schnell, allerdings wird einem der genaue Zusammenhang zwischen Anfang und Ende erst ganz zum Schluss klar.
Geschildert wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Celia und Vincent, was mit kleinen Bildchen gut kenntlich gemacht ist. Aber auch ohne die grafische Hilfe weiß man eigentlich immer sofort, wer gerade erzählt, da Celias Passagen in der Ich-Perspektive geschrieben sind und die von Vincent in der dritten Person. Mir haben die ständigen Sichtwechsel sehr gefallen. Sie bringen Abwechslung und Spannung ins Geschehen und ermöglichen es einem, beide Protagonisten besser kennenzulernen.

Die Figuren sind allesamt wunderbar getroffen und äußerst erfrischend. Celia ist genau so, wie man sich einen Teenager vorstellt: Aufmüpfig, übellaunig und ziemlich vorlaut. Mit ihrer frechen Art und großen Klappe bildet sie einen herrlichen Kontrast zu dem stets gechillten und freundlichen Vincent. Die Dialoge und Kabbeleien zwischen den beiden sind einfach köstlich und sorgen für einige Lacher und breite Schmunzler. Gleichzeitig ist es aber auch richtig schön mitzuverfolgen, wie sich die Beziehung der zwei im Verlauf verändert und sie sich immer besser verstehen.

Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen und fliegt dank des fesselnden und humorvollen Schreibstils nur so durch die Seiten. Ich habe die Geschichte nahezu in einem Rutsch gelesen und mich öfters prächtig amüsiert. Vor allem die Szene im Autohaus fand ich genial und superwitzig. Dass es stellenweise auch recht technisch zugeht hat mich nicht gestört, ich finde, dass Mario Fesler diesen Aspekt sehr gekonnt in die Handlung eingebunden hat, ohne dass es langatmig oder kompliziert wird.

Das Ende kommt erfreulicherweise ohne einen Cliffhanger aus und ist sogar sehr abgeschlossen, macht aber dennoch neugierig auf den nächsten Band. Leider heißt es da nur noch ein Weilchen warten, denn der zweite Teil wird voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr erscheinen.

Fazit: „Nothing but Spies“ ist eine mitreißende und unterhaltsame Geheimagentenstory mit viel Action und Humor, tollen Charakteren und jeder Menge cooler Spionage-Technik. Spannend, ein bisschen verrückt und voller Überraschungen. Ein gelungener Reihenauftakt, der für beste Unterhaltung sorgt und große Lust auf mehr macht. Mich hat Mario Fesler mit seinem neuen Jugendroman ab 11 Jahren absolut begeistern können. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Eine wundervolle und rundum gelungene Fortsetzung!

Kaya Silberflügel − Auf verzauberten Schwingen
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Seit die 10-jährige Kaya weiß, dass sie eine Avanoste ist und sich mithilfe eines besonderen Schmuckstücks jederzeit in einen Vogel verwandeln kann, hat sich ihr Leben komplett verändert. In dem Jungen ...

Seit die 10-jährige Kaya weiß, dass sie eine Avanoste ist und sich mithilfe eines besonderen Schmuckstücks jederzeit in einen Vogel verwandeln kann, hat sich ihr Leben komplett verändert. In dem Jungen Milan, der wie sie das Vogelwandler-Erbe in sich trägt, hat sie einen guten Freund gefunden und ihre magischen Fähigkeiten gehen mit einer großen Aufgabe einher: Zusammen mit Milan muss sich Kaya auf die Suche nach zwei weiteren Avanoste-Kindern machen: Eines aus dem Wiesen- und eines aus dem Wasser-Stamm. Denn nur mit ihnen haben sie eine Chance, den fiesen Anführer Xaver Steinadler zu entmachten. Die Aufgabe scheint zunächst unerfüllbar zu sein, schließlich setzen Avanoste alles daran, ihre Magie geheim zu halten. Als Kaya von einem Gesangswettbewerb erfährt, an dem mehrere Schule teilnehmen, hat sie eine Idee. Wie sie und Milan werden auch die anderen Avanoste-Kinder wunderschön singen können. Vielleicht können sie sie ja anhand ihrer Singstimmen ausfindig machen. Xaver Steinadler schreckt allerdings vor nichts zurück, um seine finsteren Pläne zu verwirklichen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der „Kaya Silberflügel“ – Reihe und es ist von Vorteil, den Vorgänger zu kennen, da die Bände aufeinander aufbauen.
Nachdem mir der Serienauftakt im vergangenen Jahr so viel Freude bereitet hat, war ich auf die Fortsetzung sehr gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Mir hat dieser Band sogar noch etwas besser gefallen als der vorherige, ich habe ihn als noch spannender empfunden.

Die Handlung setzt ziemlich direkt an den ersten Teil an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit Ich-Erzählerin Kaya und Milan begibt man sich bereits recht früh im Buch auf die Suche nach den anderen Avanoste-Kindern und taucht dabei noch tiefer in die faszinierende Welt der Vogelwandler ein. Es ist wieder toll zu sehen, wie die beiden Freunde im Verlauf noch enger zusammenwachsen und wie Kaya an immer mehr Mut und Selbstbewusstsein gewinnt. Kaya und Milan sind zwei starke und liebenswerte Hauptfiguren, die man sofort ins Herz schließt und auch die weiteren Charaktere – ob alte Bekannte oder neue Gesichter – werden so sympathisch beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss (bis auf Bösewicht Xaver Steinadler versteht sich).

Langeweile kommt auf den 368 Seiten garantiert nicht auf. Die Story ist durchweg fesselnd, abwechslungsreich und unterhaltsam und wunderbar magisch. Auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und der Glaube an sich selbst werden wieder gekonnt mit eingebunden und die vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen von Alina Brost unterstreichen die geheimnisvolle Atmosphäre der Geschichte und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und würde nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band greifen, um zu erfahren wie es weitergeht.

Fazit: Mit dem zweiten Band ihrer Kaya Silberflügel-Reihe ist der deutschen Autorin Nelly Möhle eine tolle Fortsetzung gelungen, in welcher sie ihre Leser*innen erneut in die zauberhafte Welt der Vogelwandler entführt. „Kaya Silberflügel – Auf verzauberten Schwingen“ ist ein aufregendes und fantasievolles Abenteuer voller Freundschaft, Geheimnisse, Spannung und Magie. Das ideale Lesefutter für alle Gestaltwandler-Fans ab 9 Jahren. Mir hat es erneut großen Spaß gemacht, Kaya und Co. zu begleiten, auf den dritten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Ein rundum gelungener Abschlussband einer wundervollen Reihe!

Ria Regenbogen und die Sturmkönigin (Band 3)
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Tornadia Twist ist wieder da und schreckt vor nichts zurück, um das zu bekommen, was sie will. Als einzige Regenbogenschön ist es nun an der 10-jährigen Ria Regenbogen, die Wetterlande und die Erde zu ...

Tornadia Twist ist wieder da und schreckt vor nichts zurück, um das zu bekommen, was sie will. Als einzige Regenbogenschön ist es nun an der 10-jährigen Ria Regenbogen, die Wetterlande und die Erde zu beschützen. Zum Glück ist sie aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat die besten Freunde an ihrer Seite, die man sich nur wünschen kann. Um die fiese Sturmkönigin zu besiegen, muss Ria herausfinden, was ihre geheime magische Gabe ist und sie gegen ihre Erzfeindin einsetzen, ehe es zu spät ist. Ob es ihr zusammen mit ihren Freunden wohl gelingen wird, ihre Heimat und die Erde zu retten?

Dies ist der dritte und letzte Teil der „Ria Regenbogen“ – Reihe und es empfiehlt sich, die vorherigen Bände gelesen zu haben. Zwingend erforderlich ist es jedoch nicht. Da es anfangs eine kurze Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse gibt und sich vorne im Buch sowohl eine Vorstellung der wichtigsten Personen als auch eine detaillierte Landkarte vom Setting befindet, sollte man auch als Neueinsteiger gut in die Handlung hineinfinden.
Nachdem mich die beiden Vorgänger absolut begeistert zurückgelassen haben, war ich auf den finalen Band sehr gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich war sofort wieder mittendrin im Geschehen und einmal mit dem Lesen begonnen, wollte ich nicht mehr damit aufhören.

Laura Ellen Anderson versteht es einfach, ihre Leserinnen von den ersten Seiten an in den Bann zu ziehen und zu verzaubern. Sie entführt uns auch dieses Mal in die Wetterlande, eine unglaublich fantasievolle Welt, in der es wahnsinnig viel zu entdecken gibt: Nieselfieselsandwiches, pfützportierende Regenschöns, Sonnenblumenfinsternis, wundersame Orte wie den Tann der Temperaturen und die Trieftürme...Man kann über Laura Ellen Andersons Einfallsreichtum wirklich nur staunen, ihre Kreativität scheint keine Grenzen zu kennen. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle aber auch den Übersetzerinnen Katrin Segerer und Jennifer Michalski, die diese ganzen Wetter-Wortneuerschöpfungen so gekonnt für uns ins Deutsche übertragen haben.

Langeweile kommt hier definitiv nicht auf! Es erwarten einen 304 Seiten voller rasanter Action, Spannung und Magie und auch zum Schmunzeln und fürs Herz gibt es erneut eine Menge. Es macht einfach wieder großen Spaß, Ria Regenbogen und ihre Freund
innen zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht und endet. Gleichzeitig möchte man aber auch nicht, dass es vorbei ist, schließlich heißt es mit diesem Band Abschied nehmen von lauter zauberhaften Charakteren.

Die Figuren – ob alte Bekannte oder neue Gesichter – sind erneut wunderbar getroffen und werden so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Ria ist eine großartige Protagonistin – mutig, liebenswert und entschlossen und überaus inspirierend. Sie denkt in keiner Sekunde ans Aufgeben, verliert nie den Glauben an sich selbst und zeigt uns, dass man gemeinsam so gut wie alles schaffen kann. In dieser Reihe steckt so viel mehr als man auf den ersten Blick denken mag! Es vermittelt auch viele wichtige Lebenslektionen über Freundschaft, Zusammenhalt, Mut, Selbstvertrauen, Güte und den Klimawandel.

Die zahlreichen entzückenden schwarz-weiß Illustrationen der Autorin erwecken Rias kunterbunte Welt zum Leben und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Sie verstärken die Sogwirkung der Handlung nur noch, sodass man eigentlich gar nicht anders kann, als das Buch nahezu in einem Rutsch zu lesen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Finale einer bezaubernden Trilogie!
„Ria Regenbogen und die Sturmkönigin“ ist ein magisches und farbenfrohes Abenteuer mit wertvollen Botschaften und einer starken Heldin, die man einfach lieben muss. Spannend, unterhaltsam und voller Herz, Humor und Wortwitz. Ein regenbogenbuntes Feuerwerk der Fantasie! Ich habe auch diesen Band begeistert verschlungen und mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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