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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine schaurig-schöne Fortsetzung!

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht
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Seit Fynn von einem Werwolf gebissen wurde, geht er auf die Nightmore Academy, ein ziemlich gruseliges Internat in Schottland, auf dem Kreaturen wie Dämonen, Vampire und Zombies unterrichtet werden. Begeistert ...

Seit Fynn von einem Werwolf gebissen wurde, geht er auf die Nightmore Academy, ein ziemlich gruseliges Internat in Schottland, auf dem Kreaturen wie Dämonen, Vampire und Zombies unterrichtet werden. Begeistert von seiner neuen Schule ist er nach wie vor nicht (um ehrlich zu sein, hält er sie für völlig irre), aber zumindest hat er endlich ein paar Freunde gefunden. Doch ausgerechnet sein neuer Kumpel Zombie Edgar wird von Feen entführt, nur sein Auge bleibt im Kerker zurück. Da Feen äußerst mächtige Wesen sind, traut sich niemand, sich mit ihnen anzulegen. Selbst die Direktorin traut sich nicht. Und zu Fynns Überraschung ist sogar seine taffe Freundin Sinista nicht bereit, ihn zu begleiten. Davon lässt sich der junge Werwolf aber nicht entmutigen. Dann zieht er eben alleine los, um seinen Freund zu befreien. Eine gefährliche Rettungsmission beginnt...

Endlich geht es mit der Nightmore Academy weiter! Nachdem mir der Reihenauftakt so gut gefallen hat, musste natürlich auch die Fortsetzung bei mir Einzug halten. Diese kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, allerdings macht es vermutlich etwas mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.

Erneut entführt uns Vanessa Walder an die Nightmore Academy – ein magisches Internat in den schottischen, nebligen Hochmooren. Die Geschichte beginnt ohne langes Vorgeplänkel und man ist gleich wieder mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit Hauptprotagonist Fynn begibt man sich dieses Mal auf eine ziemlich abenteuerliche Rettungsmission. Vorher gilt es noch eine grausige Unterrichtsstunde im Kerker zu überstehen (und einen Besuch bei der Direktorin), aber dann geht es auch schon los und eins ist sicher: Langweilig wird es hier zu keiner Zeit. Spannende und schauerliche Fantasy-Unterhaltung wird wieder wunderbar mit einer ordentlichen Portion Humor gewürzt und auf eine herrlich lebendige Weise erzählt. Man kann wieder richtig schön beim Lesen mitfiebern und trifft auf lauter liebenswert-schräge, übernatürliche Gestalten. Auf Zombies zum Beispiel, Banshees, Dämonen, Feen und Moor-Monster. Für kleine Gruselfans ab 7 Jahren ist diese Erstleser-Reihe ein wahrer Leckerbissen und sehr gut zum Selberlesen geeignet. Die Schriftgröße und Textlänge sind entsprechend angepasst, jede Doppelseite ist reich bebildert und ganz nebenbei lernt man auch noch, wie man einige Begriffe korrekt ausspricht.
Neben jeder Menge Spaß und Spannung begeistert die Geschichte auch mit Tiefgang. Fynn wird ein weiteres Mal mutig über sich hinauswachsen und uns zeigen, was Freundschaft wirklich ausmacht. Er lässt sich so leicht nicht unterkriegen und macht Kindern damit Mut, an sich selbst und ihre Stärken zu glauben.

Die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen von Philipp Ach untermalen das Erzählte wieder perfekt und sorgen für eine schaurig-schöne Atmosphäre beim Lesen. Ich persönlich hätte es nur sehr schön gefunden, den Namen des Illustrators auf dem Cover zu finden, aber dies wäre auch der einzige kleine Wermutstropfen.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung haben uns Vanessa Walder und Philipp Ach hier gezaubert. Auch der zweite Nightmore-Band ist das perfekte Lesefutter für alle ab 7 Jahren, die sich gerne ein bisschen gruseln und es zugleich auch superwitzig mögen. Ein rasantes und unterhaltsames Grusel-Fantasyabenteuer über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Ich kann diese Erstleser-Reihe nur wärmstens empfehlen, mir hat der zweite Band genauso gut gefallen wie der erste. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ein wunderschönes und berührendes Buch, das Mut und Hoffnung schenkt!

Ayeshas Pinsel
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Bücher können eine große Hilfe dabei sein, Kinder behutsam an schwierige Themen heranzuführen und darüber ins Gespräch zu kommen. Gerade in der heutigen Zeit von Instagram, TikTok und Co., in denen schon ...

Bücher können eine große Hilfe dabei sein, Kinder behutsam an schwierige Themen heranzuführen und darüber ins Gespräch zu kommen. Gerade in der heutigen Zeit von Instagram, TikTok und Co., in denen schon sehr junge Kinder ungefiltert mit verstörenden Inhalten konfrontiert werden, ist es überaus wichtig ihnen zu zeigen, dass es auch in finsteren Zeiten immer wieder Lichtblicke gibt. Genau solch ein Buch ist „Ayeshas Pinsel“ von Cornelia Funke und der Illustratorin Pauline Pete, erschienen im kunstanstifter Verlag. Basierend auf den wahren Geschichten zweier inspirierender Frauen haben die beiden ein Bilderbuch geschaffen, das den Krieg auf eine wunderbar kindgerechte Weise behandelt.

Zu Beginn der Geschichte ist noch alles gut. Wir lernen unsere sympathische Hauptprotagonistin Ayesha kennen, die in ihrer eigenen kleinen Werkstatt wunderschöne Bilder malt, die alle Menschen glücklich machen. Denn sie erzählen von der Schönheit der Welt, Liebe und Freundschaft. Die Materialien für ihre Kunst kauft sie in einem kleinen Laden zwei Straßen entfernt. Die Besitzerin Oksana überrascht sie oft mit neuen Farben oder einem hübschen Papier und als dank schenkt Ayesha Oksanas Sohn Emil jedes Mal ein selbst gemaltes Bild. Es war ein glückliches Leben. Bis zu dem Tag, als der Krieg in ihre Stadt kommt und Angst, Zerstörung und Dunkelheit einzieht. Ayesha bietet einigen Menschen Schutz in ihrem Keller, doch vor der Traurigkeit kann er sie nicht schützen. Als Emil ihr einen Pinsel gibt, beginnt sie zu malen. Immer mehr Menschen schließen sich ihr an und während draußen der Krieg tobt, malen sie alles an die graue Kellerwand, was sie verloren haben.

Cornelia Funke erzählt diese bewegende Geschichten mit wenigen Worten, beschreibt alles aber so eindringlich und wortgewaltig, dass ihre Texte einen direkt in den Bann ziehen. Poetisch, einfühlsam und ehrlich schildert sie die Schrecken des Krieges, ohne die jungen Leser*innen zu verängstigen. Im Gegenteil, Ayeshas Geschichte steckt voller Liebe, Trost und Zuversicht. Sie zeigt uns, dass man mit der Kraft von Pinsel, Stift und Farben und der Macht der Fantasie selbst den dunkelsten Zeiten entfliehen kann. Dass man zusammen stark ist und es sich lohnt, niemals aufzugeben.
Das offene Ende lässt viel Raum für eigene Gedanken und verleiht dem Buch einen magischen und tröstlichen Zauber, der das Ganze perfekt abrundet.

Auch optisch überzeugt dieses Werk auf ganzer Linie. Die Illustrationen von Pauline Pete sind überaus detailreich, stimmungsvoll und ausdrucksstark. Mit zarten Farben und einer Mischtechnik aus verschiedenen Materialien wie Bleistift, Tusche, Kugelschreiber und Farbstift erwecken sie das Erzählte zum Leben und fangen die Atmosphäre der Geschichte gekonnt ein. Anfangs noch freundlich und farbenfroh werden die Bilder im Verlauf immer düsterer und trister. Doch der Pinsel, den Emil Ayesha reicht, leuchtet wie ein Lichtblick in all der Dunkelheit, gefolgt von den bunt bemalten Wänden, die ebenfalls viel Trost und Hoffnung schenken.

Fazit: „Ayeshas Pinsel“ ist eine berührende, poetische und hoffnungsvolle Geschichte über die Kraft der Kunst und Macht der Vorstellungskraft. Ein wundervolles Bilderbuch für alle ab 7 Jahren, das bewegt, tröstet und lange nachhallt. Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen, ich finde es großartig! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein monstermäßig unterhaltsamer Lesespaß!

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Nina wünscht sich nichts mehr als ein Monster. Ein großes, furchterregendes Monster, das sie vor dem kläffenden Nachbarshund beschützt und und dafür sorgt, dass sie in der Schule nicht mehr von den anderen ...

Nina wünscht sich nichts mehr als ein Monster. Ein großes, furchterregendes Monster, das sie vor dem kläffenden Nachbarshund beschützt und und dafür sorgt, dass sie in der Schule nicht mehr von den anderen Kindern geärgert wird. Ihre Eltern nehmen ihren Wunsch nicht wirklich ernst, schließlich gibt es Monster ja gar nicht. Zudem ist das Geld oft ziemlich knapp und genug Platz für ein riesiges Monster hätten sie in ihrer kleinen Wohnung auch nicht. Davon lässt sich Nina aber nicht entmutigen. Als sie eines Tages zufällig den Versandkatalog einer Monsterfirma findet, kann sie ihr Glück kaum fassen. Diese Agentur Franken & Stein hat die verschiedensten Monster im Angebot. Und der blaue, große Walter scheint perfekt für sie zu sein! Nina möchte Walter unbedingt kaufen. Allerdings ist er ziemlich teuer. Mit der Hilfe ihrer Oma schafft sie es tatsächlich, die benötigte Summe zusammen zu bekommen (über die Tatsache, dass ihre Eltern ihr so ein Riesenmonster nicht erlauben werden, kann sie sich ja später noch Gedanken machen). Als der große Karton mit ihrem Monster endlich geliefert wird, erwartet sie darin jedoch kein furchterregender Walter...

Bei einem Blick ins neue Programm des Tulipan Verlags ist mir „Ninas Monster“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover überzeugte mich auf Anhieb (sieht es nicht toll aus?) und der Klappentext klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack. Als ich dann sah, aus welcher Feder dieses Buch stammt, war schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Rüdiger Bertram hat mir nun schon öfters unter Beweis gestellt, dass er wunderbare Kinderbücher schreiben kann. Und der Auftakt seiner neuen Reihe bildet da keine Ausnahme.

Gleich zu Beginn der Geschichte lernen wir unsere achtjährige Hauptprotagonistin Nina kennen – ein sehr sympathisches und aufgewecktes Mädchen, mit dem sich sicherlich viele Kinder identifizieren können, besonders all diejenigen, die ebenfalls etwas ängstlicher sind und/oder in der Schule geärgert werden. Ninas Wunsch nach einem echten, eigenen Monster, das sie beschützt und verteidigt, ist mehr als nachvollziehbar, bringt einen unweigerlich aber auch sehr zum Schmunzeln. Schließlich gibt es Monster ja gar nicht...oder vielleicht doch? Nun, in diesem Buch existieren sie tatsächlich, was die meisten Erwachsenen jedoch gar nicht so sehr zu verwundern scheint. Die Geschichte wird – wie man es vom Rüdiger Bertram kennt – mit viel Witz und einem Augenzwinkern erzählt, vermittelt zugleich aber auch wichtige Themen wie Mobbing, Vorurteile, Mut und Freundschaft. Es ist toll zu sehen, wie Nina im Verlauf zunehmend mutiger wird und die kleine Mimi immer mehr in ihr Herz schließt. Sie zeigt uns, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen und man andere nicht nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilen sollte – auch keine Monster. In diesem Buch steckt mehr als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde, gleichzeitig kommt es aber auch so herrlich verrückt und aufregend daher, dass man mit dem Lesen nicht mehr aufhören mag. Auch als Erwachsene hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den liebenswert-schrägen Charakteren (Ninas hippe Oma zum Beispiel) sowie den genialen Wortspielereien wie Monsteragentur Franken & Stein, hihi.
Das Ende ist recht abgeschlossen, lässt aber genügend Spielraum für weitere Bände (auf die wir uns hoffentlich nicht allzu lange gedulden müssen).

Auch optisch ist dieses Buch ein wahres Vergnügen. Ich persönlich hätte mich zwar über farbige Illustrationen sehr gefreut, aber die Bilder von Mateo Dineen machen auch in schwarz-weiß ordentlich was her. Schaurig-schön und monsterstark erwecken sie das Erzählte zum Leben, vor allem die Monsterzeichnungen sind großartig anzuschauen.

Fazit: „Ninas Monster – Falsch geliefert“ ist ein witziges und spannendes Abenteuer für alle Monsterfans ab 8 Jahren voller Herz, Humor und Überraschungen. Ein monstermäßig unterhaltsamer Lesespaß, der nach mehr verlangt. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und kann den nächsten Band kaum erwarten. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Märchenhaft magischer Lesespaß!

Feen der Dämmerung
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Myra und Rohan sind am selben Tag im selben Krankenhaus geboren und beide nach der Geburt gestorben. Zum Glück konnten sie von den Ärzten ins Leben zurückgeholt werden und haben sich bestens erholt. Seit ...

Myra und Rohan sind am selben Tag im selben Krankenhaus geboren und beide nach der Geburt gestorben. Zum Glück konnten sie von den Ärzten ins Leben zurückgeholt werden und haben sich bestens erholt. Seit diesem medizinischen Wunder müssen sie jeden Geburtstag zusammen feiern – was beide nur wenig begeistert. Myra hält Rohan für einen absoluten Langeweiler, der null Spaß versteht. Sie dagegen ist wild, frech und impulsiv – ein wahres Gräuel für den gut erzogenen Rohan mit seiner perfekten Familie. Ihr elfter Geburtstag stellt die vorherigen chaotischen Feiern jedoch komplett in Schatten. Als wäre es nicht schon genug, dass Myra den Gartenschnuppen in Brand setzt, wird dann auch noch Rohans kleine Schwester Shilpa entführt – und zwar von einer Fee! Der Feenkönigin Gloriana. Myra und Rohan sind entsetzt und setzen sofort alles daran, Shilpa zu retten. Mithilfe der Fee Mab reisen sie in die Anderswelt, in das Reich der Feen. Doch um Shilpa zu befreien, müssen die beiden erst drei schwierige Aufgaben bestehen. Schaffen sie dies nicht, müssen sie für immer in der Anderswelt bleiben. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die hinterlistige Feenkönigin zu besiegen?

Bei diesem Buch war es zuerst das Cover von Alina Brost, das meine Neugierde weckte, sieht es nicht wunderschön aus? Der Klappentext klang jedoch nicht minder vielversprechend und als ich dann merkte, dass es sich bei der Autorin um die Schöpfern der Loki-Reihe“ handelt (die ich sehr gerne gelesen habe) war schnell klar, dass auch ihr neues Werk bei mir einziehen muss. Ich war voller Vorfreude und auch wenn ich mir insgesamt ein bisschen mehr erhofft habe, habe ich die Lektüre nicht bereut.

Louie Stowell präsentiert hier ein wunderbares Fantasy-Abenteuer, an dem vor allem Fans von skurrilen und düsteren Geschichten à la Alice Wunderland, Coraline oder Maleficent ihre helle Freude haben werden. Mit einer gelungenen Mischung aus witzigen Dialogen und bedrohlicher Atmosphäre nimmt uns die englische Autorin in die Anderswelt mit – ein geheimnisvoller und gefährlicher Ort, an dem nichts so ist wie es scheint und man besser niemanden vertrauen sollte – vor allem nicht den Feen. Es macht viel Spaß in diese mythische Welt einzutauchen und Myra und Rohan auf ihrer Reise zu begleiten. Die beiden sind zwei tolle Charaktere: Grundverschieden und eher selten einer Meinung, aber zusammen stark und unschlagbar. Trotz ihrer Reibereien halten sie fest zusammen, wachsen gemeinsam über sich hinaus und lernen dabei nicht nur eine Menge übereinander, sondern auch über sich selbst. Das Buch vermittelt einige wertvolle Botschaften über Freundschaft, Mut, Familie, Selbstfindung und Zusammenhalt. Es ist weitaus tiefgründiger als man zunächst vielleicht vermuten würde, berührt und stimmt nachdenklich. Gleichzeitig kommt es aber auch so spannend und fantasievoll daher, dass man mit dem Lesen nicht mehr aufhören mag.
Das Ende schließt diesen Einzelband gelungen ab, sodass man ihn mit einem zufriedenen Gefühl zuklappen kann.

Fazit: „Feen der Dämmerung“ ist ein fesselndes, unterhaltsames und herrlich verrücktes Fantasyabenteuer voller Herz, Magie und Freundschaft und mit wichtigen Themen, die zum Nachdenken anregen. Märchenhaft magischer Lesespaß für alle ab 11 Jahren, die gerne in fantastische Welten eintauchen. Auch wenn der letzte Funke bei mir irgendwie nicht komplett überspringen wollte, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Wunderschön und herzerwärmend!

Schnuffel und Hops
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Papa holt Dominik vom Kindergarten ab und normalerweise ist ihr Nachhauseweg immer mit jeder Menge Spaß und Abenteuer verbunden. Gemeinsam haben sie sich schon auf die Suche Dinosaurierspuren gemacht. ...

Papa holt Dominik vom Kindergarten ab und normalerweise ist ihr Nachhauseweg immer mit jeder Menge Spaß und Abenteuer verbunden. Gemeinsam haben sie sich schon auf die Suche Dinosaurierspuren gemacht. Manchmal reimen sie auch fröhlich dahin, zählen Wolken oder singen mit den Vögeln ein Liedchen. Doch heute geben die beiden keinen Mucks von sich. Papa merkt schnell, dass Dominik etwas bedrückt. Ganz finster schaut er drein und auf sämtliche vorsichtige Nachfragen des Vaters reagiert er nur mit einem Kopfschütteln oder Schulterzucken. Zum Glück hat Papa schon eine Idee, wie er seinem Sohn helfen kann. Zuhause kündigt er ihm an, dass in seinem Zimmer Überraschungsbesuch auf ihn warte. Schnell verdunkelt er den Raum, schaltet eine Taschenlampe an – und da sind sie plötzlich: Schnuffel und Hops, zwei Schattentiere, die der Papa mit seinen Händen, Licht und Schatten zum Leben erweckt und die dem Nachbarshund und einem Häschen auf Omas Bauernhof ziemlich ähnlich sehen. Verständnisvoll hören sie Dominik zu und erfahren, dass ein Streit im Kindergarten der Grund für seinen Kummer ist. Zusammen überlegen sie, wie er sich mit seinem Freund wieder versöhnen kann.

Ein wundervolles Bilderbuch haben uns Žiga X. Gombač und Tanja Komadina hier gezaubert, aus dem Slowenischen übersetzt von Alexandra Natalie Zaleznik. Sanft und voller Wärme wird schon den Kleinsten hier vermittelt, das Streiten zum Leben dazugehört und auch unter den besten Freunden vorkommen kann. In Dominik werden sich sicher viele von uns wiederfinden. Denn wer hat sich nicht schon mal wegen einer Kleinigkeiten gestritten und danach ganz niedergeschlagen gefühlt? Doch statt seinen Frust in sich hineinzufressen, sollte man über seine Gefühle sprechen. Zusammen lassen sich Lösungen oft viel leichter finden als alleine und Probleme erscheinen nach einem guten Gespräch gleich viel kleiner. Die Geschichte ist ein echter Mutmacher für alle Kinder, die gerade etwas bedrückt, da sie ihnen zeigt, dass sie nicht alleine sind. Erwachsenen wiederum wird sehr schön vor Augen geführt, wie sie mit den Emotionen ihres Kindes richtig umgehen können. Anstatt sie zu bedrängen, sollte man Empathie und Geduld beweisen und im besten Fall auch Kreativität. So wie Dominiks Papa mit seinen Schattentieren Schnuffel und Hops. Es ist einfach rührend zu sehen, wie der Vater versucht seinem Sohn zu helfen und wie es ihm schließlich gelingt, ihm neuen Mut zu schenken und wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Auch optisch ist dieses Buch mehr als gelungen. Tanja Komadinas warme, farbenfrohe Buntstiftillustrationen sind lebendig, ausdrucksstark und voller liebevoller Details, die zum Verweilen und Entdecken einladen. Sie setzen das Erzählte perfekt in Szene, vor allem das fantasievolle Schattenspiel des Vaters wird großartig dargestellt.

Fazit: „Schnuffel und Hops – Schattentiere zu Besuch“ ist eine einfühlsame und herzerwärmende Vater-Sohn-Geschichte über große Gefühle, den Mut, darüber zu reden und die Kraft des Zuhörens. Ein wunderbares Bilderbuch ab 3 Jahren, das Kinder stärkt und dazu ermutigt, ihre Konflikte zu lösen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, ich finde es ganz zauberhaft! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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