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Veröffentlicht am 26.01.2022

Ein wunderbares Kinderbuch mit Tiefgang

Aurora und die Sache mit dem Glück
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Bei einem Blick in das neue Frühjahresprogramm des Hanser Verlags, ist mir „Aurora und die Sache mit dem Glück“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover mag ich richtig gerne, ich finde es wunderhübsch, ...

Bei einem Blick in das neue Frühjahresprogramm des Hanser Verlags, ist mir „Aurora und die Sache mit dem Glück“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover mag ich richtig gerne, ich finde es wunderhübsch, und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Aurora trägt ihre T-Shirts meist linksherum, da die Etiketten sie sogar dann noch stören, wenn ihre Mutter sie herausgeschnitten hat; sie spricht gerne in erfundenen Sprachen und sie hat die Angewohnheit ihre Sätze in zwei Teile zu gliedern. Aurora besitzt so einige seltsame Eigenarten, weswegen viele sie für komisch halten. Aurora weiß, dass sie irgendwie anders ist, sie stört sich allerdings nicht groß daran. Soll die blöde Lindsey Toffle aus ihrer Klasse sie doch ärgern, Aurora will eh nicht mit ihr befreundet sein. Ihr einziger und weltbester Freund ist Duck, der klügste und treueste Hund, den es auf der Welt gibt. Als er eines Tages plötzlich spurlos verschwindet, ist Aurora am Boden zerstört. Sie muss ihren Freund unbedingt wiederfinden! Leider bleibt ihre Suche zunächst erfolglos und als wäre das nicht schon schlimm genug, beschäftigt Aurora dann auch noch eine ganz andere Sache: Ihre Eltern werden demnächst von Heidi Besuch bekommen. Diese hat früher bei ihnen gelebt und Aurora kennt sie bisher nur aus zahlreichen Erzählungen. Aurora möchte diese Frau nicht kennenlernen und nichts mit ihr zu tun haben. Ihre Einstellung soll sich erst dann ändern, als Heidi ihr bei der Suche nach Duck zu helfen beginnt – und dabei, Auroras eigenes Glück wiederzufinden.

Als ich erfuhr, dass es sich bei dem Buch um die Fortsetzung von Sarah Weeks Roman „So B. It“ handelt, war ich kurz am überlegen, ihn mir zuzulegen und schnell vor dem Folgeband zu lesen. Dann aber las ich, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann und ich habe mich kurzerhand umentschieden. Ob die Lesefreude höher ist, wenn man den Vorgänger kennt, kann ich daher nun nicht sagen – ich zumindest hatte keine Verständnisprobleme. Da allerdings die Figur Heidi, von der „So B. It“ handelt, oft im Folgeband erwähnt und später auch noch ihren Auftritt haben wird, könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht doch besser ist, wenn man zuerst ihre Geschichte liest. Aber wie gesagt, wissen tue ich es nicht. Ich habe mir nun jedenfalls fest vorgenommen, den vorherigen Teil demnächst zu lesen. „Aurora und die Sache mit dem Glück“ hat mich nun richtig neugierig auf Heidis Erlebnisse gemacht.

Mir hat mein erstes Werk aus der Feder von Sarah Weeks herrliche Lesestunden bescheren können. In meinen Augen ist der US-amerikanischen Autorin mit „Aurora und die Sache mit dem Glück“ ein bezaubernder Kinderroman mit Tiefgang geglückt, in welchem sie die Geschichte eines ungewöhnliches Mädchens erzählt und uns Leserinnen viele wertvolle Themen näherbringt wie das Anderssein und Akzeptanz, Familie, Liebe, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Das Buch ist mit viel Wärme, Feingefühl und Leichtigkeit geschrieben und wird insgesamt recht ruhig erzählt. Es ist humorvoll und ernsthaft zugleich und – dieser Punkt hat mir besonders gut gefallen – es vermittelt eine großartige Message: Es ist okay, anders zu sein. Sei immer du selbst und lass dich für andere nicht verbiegen. Jeder Mensch ist toll und einzigartig, mit all seinen Ecken, Kanten und Eigenheiten. Unsere Hauptprotagonistin Aurora geht uns da mit einem guten Beispiel voran. Sie weiß, dass sie komisch auf andere wirkt, sie akzeptiert ihre Marotten und Verrücktheiten aber und ist stets sie selbst.

Mit Aurora, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, hat Sarah Weeks eine ganz besondere Buchheldin erschaffen. Aurora ist sympathisch, ehrlich, pfiffig und klug und macht sich über vieles ihre Gedanken. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und besitzt so einige seltsame Tics und Angewohnheiten, die sie ziemlich schrullig wirken lassen und aufgrund derer ich mich anfangs gefragt habe, ob sie an einer Form des Autismus leidet. Im Verlauf des Buches wird allerdings noch gesagt, dass sie keine Autistin ist. Aurora ist eben einfach anders, wodurch sie es im Leben leider oft nicht leicht hat, vor allem in der Schule nicht. Also ich fand Aurora zauberhaft. Ich mochte ihre selbstbewusste, authentische und aufgeweckte Art total gerne und habe mich jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können.

Die weiteren Charaktere haben mir ebenfalls unheimlich gut gefallen. Allesamt wurden sie glaubhaft und mit viel Liebe von der Autorin ausgearbeitet. Da hätten wir zum Beispiel Auroras Eltern, die zwei herzensgute Menschen sind und ihre Tochter über alles lieben. Die Beziehung zwischen den dreien wird wundervoll veranschaulicht wird, mir ist da richtig warm ums Herz geworden.
Auch die Art und Weise wie die innige Bindung zwischen Aurora und ihrem Hund Duck dargestellt wird, hat mich sehr berührt. Die beiden verbindet wahrlich ein ganz besonderes Band der Freundschaft. Dass für Aurora eine Welt zusammenbricht, als ihr geliebter Duck auf einmal spurlos verschwindet, kann man als Leser
in daher nur zu gut nachvollziehen. Ich habe da sehr mit unserer Ich-Erzählerin mitgelitten und so für sie gehofft, dass sie ihren weltbesten Freund noch wiederfinden wird. Ob ihre Suche erfolgreich sein wird, werde ich euch jedoch nicht verraten, dass müsst ihr schon selbst herausfinden und auch über die Figur Heidi möchte ich eigentlich gar nicht groß was sagen. Nur so viel noch: Ich mochte die liebenswerte Heidi unglaublich gerne, allerdings habe ich auch Aurora verstehen können, dass sie eifersüchtig auf sie ist. Ihre Mutter redet einfach ständig von Heidi und scheint sie viel mehr zu lieben als sie – ich glaube, ich hätte an Auroras Stelle ähnlich gefühlt.
Aurora wird Heidi schließlich noch kennenlernen, aber wie ihr Aufeinandertreffen ablaufen wird und ob die beiden noch Freundinnen werden, werde ich euch hier nicht erzählen.

So, nach meinen bisherigen begeisterten Worten fragen sich manche von euch nun bestimmt, warum ich keine fünf Sterne vergeben habe. Ich habe das Buch echt gerne gelesen, aber irgendwie hat mir letztendlich dann doch etwas gefehlt, etwas, das ich leider gar nicht genauer benennen kann. Absolut empfehlen kann ich „Aurora und die Sache mit dem Glück“ aber natürlich dennoch, sowohl Kindern ab 10 Jahren als auch deutlich älteren Leser*innen.

Fazit: Eine einfühlsame und zeitlos schöne Geschichte über ein außergewöhnliches Mädchen auf der Suche nach seinem eigenen Glück.
Die US-amerikanische Autorin Sarah Weeks hat mit „Aurora und die Sache mit dem Glück“ ein wunderbares Kinderbuch aufs Papier gebracht, welches ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Die Erzählung ist tiefgründig, unterhaltsam, berührend und warmherzig, sie steckt voller wichtiger Themen und Werte und sie vermittelt eine ganz tolle Botschaft. Ich hatte jede Menge Freude beim Lesen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.01.2022

Ein spannendes und tolles Finale!

Seawalkers (6). Im Visier der Python
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Hurra, endlich geht es mit der Seawalkers-Serie weiter! Da die fünf bisherigen Bände allesamt Highlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen von Band 6 ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Auf den ...

Hurra, endlich geht es mit der Seawalkers-Serie weiter! Da die fünf bisherigen Bände allesamt Highlights für mich waren, habe ich dem Erscheinen von Band 6 ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Auf den finalen Teil der Reihe war ich ungeheuer gespannt.

Tigerhai-Wandler Tiago und seine Klassenkameradinnen von der Blue Reef High sind ganz aufgeregt: Sie werden eine Klassenfahrt nach Kalifornien machen! Alle Erstjahresschülerinnen, die ihre Verwandlungen im Griff haben, dürfen mit an die kalifornische Gestaltwandler-Schule Redcliff High, die erst vor kurzem eröffnet wurde. Tiago, Shari und Co. können es kaum erwarten, die Tierwandler von der Westküste kennenzulernen. Doch warum darf ihre Mitschülerin Ella nicht mitfahren und soll die Schule sogar verlassen? Was führt ihre Mutter, die hinterhältige Anwältin Lydia Lennox, jetzt wieder Übles im Schilde? Tiago und seine Freunde und Freundinnen ahnen nichts Gutes.
An der Redcliff High angekommen, müssen die Seawalkers schnell feststellen, dass es auch hier Schülerinnen gibt, die für Unfrieden sorgen und zudem nicht allzu begeistert von den Gästen zu sein scheinen. Der Schüleraustausch beschert Tiago und Co. aber trotzdem eine tolle Zeit an der Pazifikküste und neue Freundschaften. Als sie jedoch einen Ausflug nach San Francisco machen und dabei in das Visier von skrupellosen Tierschmugglern geraten, schweben sie auf einmal in großer Gefahr. Lydia Lennox scheint nicht ihre einzige Rivalin zu sein, das wird Tiago schnell klar. Werden er und seine Freundinnen die fiesen Pläne der Umweltkriminellen rechtzeitig stoppen können?

Obwohl es bei mir nun inzwischen schon wieder über ein halbes Jahr her ist, dass ich den fünften Teil gelesen habe, waren mir dessen Geschehnisse noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos in das Seawalkers-Universum zurückgefunden. Kurze Info an alle Neulinge: Da die Bände aufeinander aufbauen, rate ich dringend, deren chronologische Reihenfolge einzuhalten. Die Woodwalkers-Bücher muss man allerdings nicht vorher gelesen haben. Ich würde es zwar empfehlen, da ich denke, dass die Lesefreude dann ein wenig höher ist, aber fürs Verständnis ist es nicht erforderlich.

So viel dazu. Kommen wir nun zu meiner Meinung über den Abschlussband. Dass meine Ansprüche außerordentlich hoch waren, brauche ich vermutlich gar nicht zu erwähnen, oder? Die Vorgänger fand ich schließlich allesamt richtig klasse – ich persönlich finde ja, dass die Reihe mit jedem weiteren Band besser geworden ist – und da es sich bei Teil 6 zudem auch noch um das letzte Seawalkers-Abenteuer handelt, habe ich mir wirklich ziemlich viel von dem Buch erhofft.
Langer Rede, kurzer Sinn: Meine Erwartungen konnten erneut komplett erfüllt werden!
In meinen Augen hat Katja Brandis mit „Im Visier der Python“ ein rundum gelungenes Finale aufs Papier gebracht, mit welchem sie die zweite Staffel ihrer großen Gestaltwandler-Serie würdig abschließt. Ich habe auch dieses Mal eine wundervolle Zeit mit Tiago, Shari und Co. verbracht und musste mich leider viel zu schnell wieder von ihnen verabschieden.

Mein Lesevergnügen war für meinen Geschmack leider wirklich ein viel zu kurzes. Der sechste Teil mag mit seinen gut 430 Seiten der bisher eindeutig dickste Band der Reihe sein, aber lange an diesem sitzen tut man definitiv nicht. Der flüssige Schreibstil von Katja Brandis liest sich mal wieder unheimlich gut und die Handlung reißt einen von Beginn an mit. Man fliegt beim Lesen einfach nur so durch die Seiten und mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Bei mir zumindest war es so.

Wie die fünf vorherigen Bände, so kann auch der finale Band mit einem perfekten Mix aus Spannung, Action, Humor, unvorhersehbaren Wendungen und emotionalen Momenten aufwarten und viele bedeutende Themen wie Freundschaft, Liebe, Mut und Zusammenhalt sind ebenfalls Teil der Handlung. Auch der Tier- und Umweltschutz kommt erneut nicht zu kurz, was mir besonders gut gefallen hat. Die Tier- und Umweltschutz-Thematik ist einfach eine so relevante – ich finde es daher großartig, dass Katja Brandis sie in ihren Seawalkers-Büchern mit eingebunden hat und uns vor Augen führt, wie wichtig es ist, unseren Planeten zu schützen. Der Umweltschutz liegt der Autorin sehr am Herzen, das spürt man auch dieses Mal nur zu gut.
Diversität spielt in diesem Band übrigens auch wieder eine recht große Rolle, meinem Empfinden sogar ein bisschen mehr als in den Bänden davor. Wir bekommen es insgesamt mit so einigen queeren Figuren zu tun, was ich richtig cool finde.

Zu den Charakteren kann ich mich insgesamt nur positiv äußern, allesamt wurden sie mal wieder prima von der Autorin ausgearbeitet.
Unseren Hauptprotagonisten und Ich-Erzähler Tiago habe ich schon längst in mein Herz geschlossen. Er ist ein supersympathischer und lustiger Typ, man muss einfach gernhaben. Auch seine feste Freundin, Delfin-Wandlerin Shari, zählt zu meinen Lieblingen; ich mag ihre aufgeweckte Art einfach wahnsinnig gerne.
Neben Tiago und Shari dürfen wir im Verlauf des Buches noch auf viele weitere vertraute Gesichter treffen wie Jasper, Rocket, Mr. Garcia und Ella. Sogar Carag und seine Freunde aus der Woodwalkers-Reihe sind abermals mit von der Partie, was mich sehr gefreut hat.

Die fiese Anwältin Lydia Lennox hat natürlich ebenfalls wieder ihren Auftritt und als wäre eine Widersacherin nicht schon mehr als genug, bekommen es Tiago und Co. in Kalifornien dann auch noch mit einem weiteren Schurken zu tun. Was ihre Gegner Hinterhältiges im Schilde führen, werde ich euch allerdings nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Über ein paar ein weitere Figuren möchte ich euch aber noch kurz berichten. Wir haben nicht nur das Vergnügen viele alte Bekannte wiederzutreffen – wir dürfen auch einige neue Personen kennenlernen. Ein paar Schüler und Lehrer der kalifornischen Tierwandler-Schule Redcliff High zum Beispiel, bei denen es sich größtenteils um Windwalkers handelt. Da gehe ich ja sehr davon aus, dass wir ihnen in der nächsten Gestaltwandler-Staffel wieder begegnen werden.

Vollkommen bei mir punkten konnte Katja Brandis dann auch wieder mit dem Setting. Für Kalifornien, insbesondere San Francisco, hatte ich irgendwie schon immer eine große Schwäche. Ich habe mich daher sehr darüber gefreut, dass Tiago und seine Mitschüler*innen für ihren Schüleraustausch an die US-Westküste reisen werden und die Story überwiegend in eine meiner Traumstädte spielt. Ich bin dann auch ganz auf meine Kosten gekommen, San Francisco wird echt toll beschrieben.
Meine Zeit an der Blue Reef High habe ich aber natürlich auch wieder zutiefst genossen. Diese Tierwandler-Schule ist einfach einzigartig, hoffentlich wird es uns in der nächsten Staffel ab und an mal wieder dorthin verschlagen.

Was dann selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Gestaltung des Buches, die wir der wunderbaren Claudia Carls zu verdanken haben. Das Cover ist mal wieder ein echter Hingucker, ich finde es umwerfend, und auch von den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Geschichte begleiten, bin ich hellauf begeistert. Die Claudia Carls kann einfach so schön zeichnen! Ich liebe ihren Zeichenstil.

Fazit: Spannend, witzig, lehrreich und einfach nur meerig – ein packendes Finale, das man nicht mehr aus der Hand legen mag!
Mich hat Katja Brandis mit dem Abschlussband ihrer Seawalkers-Reihe auf ganzer Linie überzeugen können. Ich hatte tierisch viel Spaß beim Lesen und habe Tiago, Shari und Co. nur zu gerne auf ihrem letztem großen Abenteuer zu begleitet. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Wundervoll und märchenhaft und traumhaft schön illustriert!

Mio, mein Mio
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Astrid Lindgren zählt seit meiner Kindheit zu meinen absolut Lieblingsautorinnen; ich kenne und liebe alle ihre Bücher. So habe ich natürlich auch „Mio, mein Mio“ in meiner Jugendzeit gelesen. Da dies ...

Astrid Lindgren zählt seit meiner Kindheit zu meinen absolut Lieblingsautorinnen; ich kenne und liebe alle ihre Bücher. So habe ich natürlich auch „Mio, mein Mio“ in meiner Jugendzeit gelesen. Da dies nun aber schon eine ganze Weile her ist, war es dringend mal wieder an der Zeit für einen Reread. Als ich hörte, dass die Verlagsgruppe Oetinger Anfang dieses Jahres eine farbig illustrierte Neuauflage von „Mio, mein Mio“ herausbringen wird, stand für mich augenblicklich fest, dass ich meine Erinnerungen an die spannenden Abenteuer von Prinz Mio mit dieser Ausgabe auffrischen möchte.


Der neunjährige Waisenjunge Bo Vilhelm Olsson, genannt Bosse, ist bei Pflegeeltern aufgewachsen, führt bei ihnen allerdings kein schönes Leben. Er fühlt sich von ihnen ziemlich unerwünscht und sehnt sich nach einer liebevollen Familie, nach Zuneigung und Geborgenheit. Eines Tages wird sein großer Wunsch endlich wahr werden: Auf wundersame Weise gelangt er in das Land der Ferne, wo der König – sein Vater – schon auf ihn wartet. Bosse ist fortan Prinz Mio und wird in dem Jungen Jum-Jum und dem weißen Pferd Miramis echte Freunde und treue Gefährten finden. Endlich ist Mio glücklich und wird geliebt und alles könnte so schön sein, wäre da nicht der böse Ritter Kato mit dem steinernen Herzen, der das Land bedroht und vor dem sich alle fürchten. Es ist nun an Mio, den Kampf gegen ihn aufzunehmen und das Königreich zu befreien. Gemeinsam mit Jum-Jum und Miramis begibt er sich auf die gefährliche Reise zu der Burg des Ritters.


„Mio, mein Mio“ - dieses Buch ist zweifellos zurecht zu so einem großen Klassiker geworden, auch wenn es im Vergleich zu vielen anderen Werken von Astrid Lindgren leider nicht so bekannt ist. Finde ich sehr schade, in meinen Augen ist der schwedischen Autorin mit „Mio, mein Mio“ ein echtes Meisterwerk gelungen. Allerdings muss ich nun zu meiner Schande gestehen, dass ich mich an die genaue Handlung nur noch recht vage erinnern konnte. Das ist mir sofort aufgefallen, als ich es mir dieses Woche mit der Neuausgabe gemütlich gemacht und mit dem Schmökern losgelegt hatte. Ein Reread war also wirklich längst mal wieder fällig!


Nun ist mir die Erzählung also endlich wieder präsent und was soll ich sagen, ich liebe sie jetzt nur noch mehr als vorher. Ich habe in all den Jahren tatsächlich vergessen, wie großartig dieses Buch ist. Die Geschichte ist so herrlich märchenhaft und zeitlos und steckt voller Spannung, Poesie und Tiefgang. Sie ist an vielen Stellen ziemlich traurig und düster, zugleich ist sie aber auch sehr hoffnungsvoll und herzerwärmend. Sie handelt von Familie, Freundschaft, Tapferkeit und Mut, von Zusammenhalt, Einsamkeit, Liebe und Vertrauen und davon, niemals die Hoffnung und den Glauben an sich selbst zu verlieren und über sich selbst hinauszuwachsen.

Mir hat es unglaublich viel Vergnügen bereitet, Mio und seinen Freund Jum-Jum nach langer Zeit mal wieder auf ihrer abenteuerlichen und gefahrvollen Reise zu begleiten und mich dabei von der poetischen Sprache und einzigartigen Atmosphäre verzaubern zu lassen. Und da diese Ausgabe zudem noch traumhaft schön illustriert ist, war mein Leseerlebnis wahrlich ein ganz besonderes.


Von den vielen farbigen, größtenteils ganzseitigen Illustrationen des schwedischen Kinderbuchillustrators Johan Egerkrans könnte ich euch nun endlos etwas vorschwärmen. Ich mag natürlich auch die Zeichnungen von der Ilon Wikland in der alten Ausgabe richtig gerne, aber die von Johan Egerkrans haben mich dann doch noch mal eine Ecke mehr begeistern können. Ihm ist es hervorragend gelungen, diese besondere dunkle Stimmung der Geschichte einzufangen und in seinen vielen ausdrucksstarken und fantasievollen Bildern wiederzugeben. Ob die Illustrationen, die voller Düsterkeit stecken und etwas Bedrohliches ausstrahlen oder die farbenfrohen und deutlich fröhlicheren Zeichnungen – allesamt veranschaulichen sie die jeweiligen Szenen rundum perfekt. Es ist einfach die reinste Freude die Bilder zu betrachten und sich in sie hineinzuträumen.


Ich kann nun jedem, der „Mio, mein Mio“ noch nicht kennt, nur ans Herz legen, dies schleunigst zu ändern. Diesen wunderbaren Kinderbuchklassiker, der uns Leser*innen an lauter tolle Orte mitnimmt und mit vielen außergewöhnlichen Charakteren gespickt ist, sollte man in meinen Augen unbedingt gelesen haben.


Fazit: Eine fantastische und märchenhafte Geschichte voller Poesie und Abenteuer.
Auf die zauberhafte Neuausgabe von „Mio, meim Mio“ habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Ich hatte unheimlich viel Freude dabei, den tapferen Prinz Mio und seinen treuen Freund Jum-Jum nach etwas längerer Zeit endlich mal wieder auf ihrer Heldenreise zu begleiten und die Geschichte dank der vielen wunderschönen und kunstvollen Bilder von Johan Egerkrans auf eine neue Art und Weise zu erleben. Ich kann diese Ausgabe nur empfehlen und vergebe liebend gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Einfühlsam, berührend, lehrreich und tiefgründig. Ein wunderbares Buch!

16 x zum Himmel und zurück
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Bei einem Blick in das neue Frühjahrsprogramm der Verlagsgruppe Oetinger, ist mir „16 x zum Himmel und zurück“ sofort ins Auge gesprungen. Das hübsche Cover gefiel mir auf Anhieb und da mich der Klappentext ...

Bei einem Blick in das neue Frühjahrsprogramm der Verlagsgruppe Oetinger, ist mir „16 x zum Himmel und zurück“ sofort ins Auge gesprungen. Das hübsche Cover gefiel mir auf Anhieb und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, zögerte ich gar nicht lange und packte das Buch auf meine Leseliste.

Der größte Hund der Welt ist die Deutsche Dogge. Wüstenheuschrecken häuten sich mehrmals am Tag. Arachitbutyrophobie bedeutet, dass man Angst davor hat, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt...Über solche Sachen denkt der 12-järhige Pelle gerne und oft nach. Fakten über die verrücktesten Dinge in seinem Kopf aufzulisten ist so viel leichter als über Papa nachzudenken.
Vor einem Jahr ist Pelles Vater an Krebs gestorben. Seitdem ist alles anders und Pelle möchte am liebsten einfach nur noch unsichtbar sein.
Als sich der Todestag des Papas zum ersten Mal jährt, wird Pelles Leben vollkommen auf den Kopf gestellt werden. Er bekommt von seiner Mama einen Schuhkarton mit 16 Briefen – geschrieben von seinem Vater – und auf allen Zetteln steht eine Aufgabe für Pelle. Pelle ist fest entschlossen alle Aufgaben zu erfüllen. Viele kleine Abenteuer erwarten ihn, er wird neuen tollen Menschen begegnen und endlich lernen den Tod seines Vaters zu akzeptieren.

Schon als ich mir damals das erste Mal den Klappentext durchlas, wusste ich, dass mir „16 x zum Himmel und zurück“ gefallen wird. Der Inhalt klang einfach nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Tja, und wisst ihr was? Ich habe mit meiner Vermutung vollkommen richtig gelegen: Mir hat mein erstes Werk aus der Feder von Marlies Slegers wundervolle Lesestunden bescheren können. Der niederländischen Autorin ist es in meinen Augen großartig gelungen, eine schwierige Thematik auf eine sanfte und leichte Art und Weise jungen Leserinnen näherzubringen. Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an. Die Erzählung ist allerdings etwas anspruchsvoller ist und besitzt viel Tiefgang – man sollte daher auf jeden Fall schon geübt im Lesen sein und emotionale und nachdenkliche Bücher mögen.
Besonders nahelegen kann ich das Buch allen – sowohl Kindern als auch Jugendlichen und Erwachsenen – die gerade eine wichtige Person in ihrem Leben verloren haben. Diejenigen werden sich in den Hauptprotagonisten Pelle garantiert am besten hineinfühlen können und aus Erlebnissen viel Trost und Kraft schöpfen.

Sterben, Verlust, Trauer und das Loslassen – dies ist die Hauptthematik des Buches. Marlies Slegers hat aber auch noch viele weitere bedeutsame Dinge in die Handlung mit einfließen lassen wie Familie, Freundschaft, die erste Liebe, Pubertät, das Anderssein und Mobbing. Die Story ist insgesamt recht ernst und an vielen Stellen auch traurig, sie wird aber niemals zu bedrückend und schmerzlich. Marlies Slegers hat es wirklich prima geschafft, all die schweren Themen in eine herzerwärmende, mutmachende und teils sogar sehr unterhaltsame Geschichte zu verpacken. Und da sich unser Protagonist Pelle, der hochbegabt ist, alles merken kann und uns an seinem beeindruckend großen Wissen aus den verschiedensten Bereichen öfters teilhaben lässt, ist das Buch auch sehr lehrreich. Sogar ich, als Erwachsene, habe dank Pelles interessanter Fakten eine Menge Neues dazu gelernt.

Mit Pelle, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, hat die Autorin einen ganz besonderen Buchhelden erschaffen. Pelle ist liebenswert, authentisch und klug und da er sich über vieles seine Gedanken macht, wirkt er oft älter als seine zwölf Jahre. Gleichzeitig besitzt er aber auch noch gewisse kindliche Züge, die einen immer wieder breit schmunzeln lassen. Also ich fand Pelle einfach nur bezaubernd; ich habe ihn sofort fest in mein Herz geschlossen und da man als Leser
in stets hautnah dran ist an seinen Empfindungen und Gedanken und sein Seelenleben unglaublich gut veranschaulicht wird, habe ich mich jederzeit mühelos in ihn hineinzuversetzen können und mit ihm mitgefühlt und mitgelitten.

Pelle macht gerade eine echt harte Zeit durch. Er musste mitansehen wie sein krebskranker Vater immer weniger wurde und schließlich gestorben ist, der Tod seines geliebten Papas hat das Leben von ihm und seiner Mutter komplett verändert, ständig bemitleiden ihn alle und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, trifft sich seine beste Freundin Eva dann auch noch auf einmal mit dem Idioten Stoß aus ihrer Klasse – ausgerechnet der Junge, den Pelle überhaupt nicht leiden kann, da dieser ihn ständig piesackt. Mir tat Pelle unendlich leid, zugleich habe ich ihn aber auch zutiefst für seine große Stärke bewundert.

Auch ins Mitfiebern bin ich beim Lesen geraten. Insgesamt wird die Geschichte zwar sehr ruhig erzählt, aber durchweg mitreißen tut sie einen dennoch. So sorgt vor allem der Schuhkarton mit den Briefen von Pelles Papa für jede Menge Spannung. Was steht wohl auf den 16 Zetteln, welche Aufgaben wird der Vater seinem Sohn stellen und was werden diese alles bewirken?
Ich habe diesen Handlungsstrang ganz gebannt verfolgt und Pelle auf seinen kleinen Abenteuern nur zu gerne begleitet. Was genau er alles erleben und welchen wunderbaren Menschen er auf seinem Weg begegnen wird, werde ich euch hier allerdings nicht verraten. Die Briefe werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass das Leben von Pelle und seiner Mama endlich wieder lebensfroher und bunter werden wird und dies mitzuerleben, macht einen als Leser*in unheimlich glücklich.

Fazit: Eine bewegende und einfühlsame Geschichte über Trauerbewältigung, dem Erwachsenwerden und noch vielem mehr.
Marlies Slegers hat mit „16 x zum Himmel und zurück“ einen gelungenen Kinderroman über eine schwere Thematik aufs Papier gebracht, welchen ich jeden, egal ob Jung oder Alt, nur empfehlen kann. Die Geschichte ist wunderschön und genau richtig humorvoll geschrieben und mit vielen zauberhaften Charakteren gespickt; sie ist herzergreifend und stellenweise recht traurig, zugleich steckt sie aber auch voller Trost und Hoffnung und macht Mut.
Mich hat das Buch tief berührt und auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.01.2022

Märchenhaft, düster und magisch. Eine schöne Geschichte!

Disney – Dangerous Secrets 2: Belle und DAS ENDLOSE BUCH (Die Schöne und das Biest)
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Da mir der erste Teil der „Dangerous Secrets“ - Reihe so gut gefallen hat und ich sowohl den Zeichentrickfilm als auch die Realverfilmung mit Emma Watson von Disneys „Die Schöne und das Biest“ unglaublich ...

Da mir der erste Teil der „Dangerous Secrets“ - Reihe so gut gefallen hat und ich sowohl den Zeichentrickfilm als auch die Realverfilmung mit Emma Watson von Disneys „Die Schöne und das Biest“ unglaublich gerne mag, musste ich natürlich auch den zweiten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf „Belle und das endlose Buch“ war ich wahnsinnig gespannt.

Um ihren Vater zu retten, hat sich die junge Belle auf einen Handel mit dem Biest eingelassen und ist fortan eine Gefangene in seinem Schloss. Mittlerweile hat sie sich mit dessen verzauberten Bewohnern angefreundet, doch Belle ist trotz allem sehr unglücklich und wünscht sich nichts mehr als nach Hause zu ihrem geliebten Vater zurückzukehren. Ein Lichtblick ist die riesige Bibliothek des Schlosses. Als das Biest ihr offenbart, dass sie von nun an ihr gehört, kann die bücherverrückte Belle ihr Glück kaum fassen. Sie beginnt die Bibliothek näher zu erkunden und stößt dabei auf einen verborgenen Raum, in welchem sich ein geheimnisvolles Buch befindet. Es trägt den Namen Nevermore und ehe es sich Belle versieht, wird sie in dessen Seiten hineingezogen und landet in einer Welt voller Prunk und Glanz. Belle ist ganz hin und weg von dieser schillernden und prachtvollen neuen Welt, in der scheinbar all ihre Träume wahr werden können. Ist das Ganze aber überhaupt real? Kann sie den Bewohnern von Nevermore vertrauen? Viel zu spät erkennt Belle, was es mit dem Buch wirklich auf sich hat...

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich tierisch gefreut. Ich liebe einfach die Disneyfilme von „Die Schöne und das Biest“ und lese zudem total gerne Bücher, in denen bekannte Erzählungen und Märchen neu und anders erzählt werden. Ein klein wenig zu groß war meine Vorfreude wohl nur leider, denn das von mir erhoffte Highlight wurde das Buch letztendlich nicht. Trotz der leichten Schwächen, die die Story in meinen Augen hat, habe ich aber tolle Lesestunden mit dem zweiten Dangerous Secrets-Band verbracht und kann ihn sehr empfehlen, allen voran natürlich Disneyliebhaber*innen und Fans von „Die Schöne und das Biest“.

Da ich zwei Kritikpunkte an das Buch habe, komme ich als nächstes einfach mal zu diesen.
Mir persönlich hat es insgesamt ein wenig an Spannung gefehlt. Langeweile kam für zwar an keiner Stelle auf, aber ein paar mehr unerwartete Wendungen und Überraschungen hätte ich sehr schön gefunden. Teilweise war die Handlung für mich leider recht vorhersehbar.
Mein zweiter Aspekt bezieht sich auf Belle. Sympathisch war sie mir, das schon, ich habe sie sehr liebgewonnen, aber über ihre Leichtgläubigkeit habe ich mich manchmal etwas aufgeregt. Für meinen Geschmack wird Belle stellenweise zu naiv und blauäugig dargestellt.

Bis auf diese zwei Punkte kann ich mich aber nur positiv zu der Geschichte äußern. Den Schreibstil mochte ich auf Anhieb, er ist packend, locker-leicht und bildhaft, für mich hat er sich wunderbar lesen lassen. Super fand ich auch, dass die Kapitel angenehm kurz gehalten sind und mit der Erzählform konnte das Buch ebenfalls bei mir punkten.
Die Handlung wird größtenteils aus der Sicht von Belle in der dritten Person geschildert, es gibt aber auch einige Kapitel, die aus den Blickwinkeln von anderen Personen geschrieben sind. So übernehmen unter anderem die zwei neu eingeführten Figuren Liebe und Tod einige Erzählanteile, aber da ich nicht zu viel verraten möchte, werde ich euch über diese zwei Schwestern nichts weiter berichten. Auch über die anderen Charaktere, die sich Jennifer Donnelly ausgedacht hat, möchte ich eigentlich gar nicht groß was erzählen. Mir haben sie jedenfalls alle sehr gut gefallen. Generell muss ich sagen, dass ich die Ausarbeitung und Darstellungsweise der Figuren, allen voran die der altbekannten Gesichter aus dem Original, ausgesprochen gelungen finde – abgesehen von Belle. Das Biest aber und insbesondere die verwunschenen Bediensteten aus dem Schloss wurden von der Autorin echt klasse skizziert. Tassilo, Lumière, Herr von Unruh - alle sind sie mit von der Partie und besitzen ihren besonderen Charme aus dem Film. Die Szenen mit dieser einmaligen Truppe zählten ganz klar zu meinen Lieblingsstellen in dem Buch, mir haben sie ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Bezüglich der Handlung habe ich euch ja bereits erzählt, dass ich mir insgesamt etwas mehr Spannung und überraschende Twists gewünscht hätte. Trotz allem haben mich die Geschehnisse aber mitreißen und unterhalten können. Die Geschichte besitzt viel Bekanntes aus dem Disneyfilm (das Buch basiert auf der Realverfilmung mit Emma Watson), sie kann aber auch mit einer Menge eigener Ideen der Autorin aufwarten. Also mir hat Jennifer Donnellys Verknüpfung aus Alt und Neu sehr gut gefallen. Ich fand es wundervoll, dass wir in den Genuss von viel Vertrautem kommen; die Erzählung verströmt dadurch dieses einzigartige „Die Schöne und das Biest“ - Feeling, das wir alle aus dem Film kennen und lieben. Die Atmosphäre mochte ich echt gerne, sie ist dunkel und märchenhaft und einfach genau so, wie ich es mir erhofft habe.
Auch die eigenen Einfälle und neuen Handlungsstränge, die Jennifer Donnelly hinzugefügt hat, konnten mich im Großen und Ganzen begeistern. Die Idee mit dem Buch Nevermore, in welches Belle reisen wird, fand ich vom ersten Moment an richtig cool. Deren Umsetzung konnte mich zwar nicht vollends überzeugen, aber mir hat es dennoch richtig viel Vergnügen bereitet, Belle in dieses verzauberte Buch zu begleiten und in eine Welt voller Intrigen, Gefahren, mysteriöser Gestalten und finsterer Magie einzutauchen.

Fazit: Jennifer Donnelly hat mit „Belle und das endlose Buch“ eine tolle neue Version von Disneys „Die Schöne und das Biest“ aufs Papier gebracht, mit welcher sie uns einen originellen Mix aus Altbekannt und Neu beschert. Die Story ist düster, magisch und geheimnisvoll und obwohl sie mich nicht komplett überzeugen konnte, hatte ich insgesamt jede Menge Spaß beim Lesen. Wer die Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ gerne einmal anders erleben möchte, sollte den zweiten Band der „Dangerous Secrets“ - Reihe unbedingt kennenlernen. Ich kann das Buch sehr empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

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