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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Mittelalte-Männer-Probleme

Wir Freitagsmänner
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Christoph Maria Herbst hat einfach die perfekte Vorlesestimme und passte hervorragend zu Protagonist Henri.
Henris Gedankengänge zum Thema älter werden, Frauen und Dates sind klassisch seichte Männer-Gedanken. ...

Christoph Maria Herbst hat einfach die perfekte Vorlesestimme und passte hervorragend zu Protagonist Henri.
Henris Gedankengänge zum Thema älter werden, Frauen und Dates sind klassisch seichte Männer-Gedanken. Hauptsächlich befindet er, geht ihn das alles nichts an, gleichzeitig kann er es nicht lassen, sich einzumischen. Rechtfertig via Allgemeinplätzen inklusive.

So richtig sympathisch ist Henri ja nicht, bin ich ehrlich. Das Altwerden, Mannsein und vor allem auch Interaktionen mit Frauen werden hier schon irgendwie aufs Korn genommen und teilweise schon fast ins abstruse verzerrt. Henri kommt auf jeden Fall immer mal wieder wie ein Trottel rüber.

Dazu muss aber auch gesagt werden, dadd es insgesamt innerhalb dieser Geschichte eigentlich keine Sympathieträger gibt. Und so ein bisschen bin ich schon ins Straucheln gekommen was mit die Geschichte eigentlich vermitteln will. Habs irgendwie nicht gefühlt, oder vielleicht einfach nicht verstanden.

Ich fand die Geschichte jetzt gar nicht mal so bemerkenswert. War ok, aber weiß nicht, ob ich die jetzt unbedingt gebraucht hätte. Was mir hier aber einfach wirklich gefallen hat, das war der Erzählstil und die Vertonung des ganzen. Ich habs einfach super gerne gehört, auch wenn mich die Story inhaltlich nicht so 100% abgeholt hat

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Suter par excellence

Können Sie mich sehen?
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Ich bin großer Fan von Martin Suter und liebe seine satirischen Kolumnen aus dem Arbeitsleben der Führungsriege. Ist wie Mäuschen spielen in einer anderen Welt nur um dann festzustellen, dass die oberen ...

Ich bin großer Fan von Martin Suter und liebe seine satirischen Kolumnen aus dem Arbeitsleben der Führungsriege. Ist wie Mäuschen spielen in einer anderen Welt nur um dann festzustellen, dass die oberen 10000 ähnliche niedere Probleme besitzen wie man selbst.

Manche der Geschichten sind zum Schmunzeln, andere einfach nur zum Kopfschütteln, sie alle sind aber kurzweilig und unterhaltsam erzählt. Ich mag die von Selbst- und Fernwahrnehmung (auch der nicht vorhandenen) gezeichneten Geschichten, die viel über unsere Arbeitskultur, über Ego und den Drang nach Geltung aussagen.

Pointiert wird hier der Finger auf das gelegt, von dem man denken mag: gibts nur in fiktiven Erzählungen. Witzig ist aber vor allem, dass man das eine oder andere Szenario doch sogar aus dem eigenen Arbeitsumfeld kennt und hier vor allem auch „alte weiße Männer“-Themen aufs Korn genommen werden.

Ich habe mich wieder mal bestens unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ok wow

My Darkest Revenge (Demons of New York 1)
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Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High ...

Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High Society Mantel.
Chapeau an die Autorin- I love it.

Kleines Manko in der Ebook-Version: die Textnachrichten sind völlig verrutscht, teilweise unlesbar. Ich bin mir nicht sicher ob es an meinem Reader lag (habe aber zwei verschiedene ausprobiert), oder an meinem Leseexemplar.
Die Handlung hätte auch gerne etwas straffer/ komprimierter sein können, denn so richtig geht es mit Alexis Suche nicht voran und das obwohl sie und der Leser ab dem Zeitpunkt, wo sie mit den Daimonen aufrinandertrifft, mit Informationen überflutet wird.

Unterm Strich ist es eine Geschichte voller Lügen, Intrigen und Geheimnisse, wodurch eigentlich immer irgendwas passiert und der Leser immer tiefere Einblicke in die dämonischen Pakte und Alexis Geschichte bekommt.
Vom Vibe her flacht es nach einem wirklich starken Beginn dann so ein bisschen ab. Für einen ersten Band ok, aber Band 2 muss jetzt nachlegen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Echt stark

Nightshade
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Ich liebe ja gute Dark Academia Geschichten und da legt dieses Buch wirklich stark vor. Die Schule ist auf jeden Fall ein faszinierendes Setting, nicht nur weil ich diesen elitären Einschlag kombiniert ...

Ich liebe ja gute Dark Academia Geschichten und da legt dieses Buch wirklich stark vor. Die Schule ist auf jeden Fall ein faszinierendes Setting, nicht nur weil ich diesen elitären Einschlag kombiniert mit den zwielichtigen Geschäften der Eltern dieser elitären Sprösslinge sehr spannend fand, sondern weil sich auch schnell eine eher unheimliche Atmosphäre aufbaut.

Ophelia ist eine coole Protagonistin- Außenseiterin und trotzdem irgendwie mittendrin. Und es tut in der Seele weh, wie verloren und einsam sie ist. Ich habs sehr gespürt und nachempfinden können, wie sie sich nach etwas sehnt, was scheinbar völlig außerhalb ihrer Reichweite liegt.

Das Gekabbel zwischen den Protas ist herrlich unterhaltsam und mein absolutes Highlight an diesem Buch. He falling first ist der beste Trope ever und Alex ist die perfekte Kombination aus „es ist kompliziert“ und „schweig still, mein Herz“. Die Chemie ist mit Händen greifbar und ich hab so mitgefiebert.

Dad Ende hat mich ja sowas von fertig gemacht, ich brauche schnellstmöglich den nächsten Band. Dad kann man doch nicht so stehen lassen.
Dieses Buch hatte echt alles: Suspense, Romance, College-Setting und Gangster-Vibes. Absolut fesselnd.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Düstere Fantasy mit Folklore-Charakter

The Red Winter
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ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange ...

ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange gelesen habe. Ich mochte die komplexen Verstrickungen super gern und hab den dunklen, gefährlichen Angstcharakter, der sich um die Bestie rankt, wirklich gemocht. Vom Erzählstil her hats nicht so 100% meinen Geschmack getroffen, aber ingesamt ein super starkes Buch.

Stilistisch bin ich einfach kein Fan von Fußnoten in Romanen. Ich finde die führen zu einem abgehackten Leserluss und habe sie daher oft nur quergelesen. Tatsächlich haben sie aber machmal zur Klärung beitragen, weswegen ich sie nicht völlig ignorieren wollte.
Auch die erzählerischen Exkurse fernab der Haupthandlung, geschrieben von Livia, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht, die geben der Geschichte einen für meinen Geschmack zu ausschweifenden Charakter.

Die Synergie zwischen Sebastian und Sarmodel fand ich absolut großartig und auch die gemeinsame Jagd mit Antoine fand ich spannend, aber zugleich auch unheimlich und durch die sich vertiefende Beziehung eindrücklich geschildert. Und besonders faszinierend umgesetzt fand ich die Begegnungen mit allerlei Dämonen, Bestien, gefallenen Göttern und magisch Begabten.

Die Welt, die Magie und alles was Sebastian und seine Weggefährten erleben ist packend geplottet. Die Angriffe der Bestie sind durchaus grausig und die gesamte Geschichte wird von einer Atmosphäre des Schreckens, der Zwietracht und der Pein überlagert. An machen Stellen hätte die Geschichte gerne ein bisschen knapper gefasst sein können, aber unterm Strich fand ich sie durchweg unterhaltsam.

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