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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

Wow, richtig beklemmend

Die Schanze
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Wer Lust auf einen verschneiter Thriller voller menschlicher Abgründe hat, der wird hier bestens bedient werden. Vor verschlafener Kulisse werden die Geheimnisse eines Orten offenbart, denn ein unbekannter ...

Wer Lust auf einen verschneiter Thriller voller menschlicher Abgründe hat, der wird hier bestens bedient werden. Vor verschlafener Kulisse werden die Geheimnisse eines Orten offenbart, denn ein unbekannter Täter sinnt auf Rache.

Zum Inhalt: nach einer Trennung kehrt Ellen in ihr Heimatdorf zurück, um die örtliche Hausarztpraxis zu übernehmen. Doch schon an ihrem ersten Tag im Ort, entdeckt sie beim Joggen eine Leiche an der Skischanze. Und der Tote ist kein Unbekannter.

Das Buch beginnt mit einem Mord und wirft den Leser direkt in die Handlung- so mag ich meine Thriller. Von Beginn an steht das Geheimnis um das Motiv des Täters im Raum, auch wenn schnell klar wird, dass es dabei um Ellen geht.

Vor allem die Flashbacks, die Ellen über die Nacht hat, die seitdem ihr Leben bestimmte, fand ich wirklich beklemmend. Generell liegt über allem so eine unheimliche, unterschwellig düstere Stimmung und die ungute Vorahnung, dass da noch einiges an Geheimnissen lauert. Atmosphärisch also auf jeden Fall absolut nach meinem Geschmack.

Ich fand die Geschichte sehr stimmig geplottet. Aus verschiedenen Perspektiven erlebt man, was Ellens Rückkehr in ihren Heimatort in Gang setzt und so werden nach und nach die Ereignisse rund um Ellens Abiparty offengelegt. Es geht hier viel um Schuld, um alte Wunden und offene Rechnungen und darüber, wie trügerisch so eine idyllische Kleinstadt sein kann, in der jeder seine Geheimnisse schützt.

Hat mir gut gefallen und war ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Hatte mir mehr erwartet

Drei Wochen im August
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Ich hab mich glaube ich ein bisschen von Cover und Klappentext blenden lassen, denn ich habe einfach ein völlig anderes Buch, eine andere Geschichte erwartet und bin mit dieser hier nicht so recht warm ...

Ich hab mich glaube ich ein bisschen von Cover und Klappentext blenden lassen, denn ich habe einfach ein völlig anderes Buch, eine andere Geschichte erwartet und bin mit dieser hier nicht so recht warm geworden.

Es wirkte auf mich wie eine seltsame Ansammlung von Menschen, die zwar zusammen und doch allein sind- jeder auf sich allein gestellt, gegen unsichtbare Hürden ankämpfend. Die ganze Situation wirkte seltsam unruhig auf mich.

Und in dieser Urlaubsidylle passiert dann über weite Strecken so ziemlich nichts außer träger Alltäglichkeit. Oder ich habe keinen tieferen Zugang zur Bedeutungsebene gefunden, kann auch sein. Vielleicht lags auch daran, dass ich die Charaktere alle irgendwie unsympathisch und stellenweise geradezu gestelzt fand. So als müssten gewisse Klischees erfüllt werden, damit diese Geschichte funktionieren kann.

Liest sich angenehm, wenn auch zwischenmenschlich aufgeladen. Es wird gesprochen, aber gefühlt wenig gesagt, gleichzeitig gibt es viel stummes Urteil. Wie ein schräges Sozialporträt, ein kurzer episodenhafter Ausflug in einen Sommer der Möglichkeiten und Konflikte.

Bin mir unschlüssig, ob das Buch und ich einfach nicht zusammen passen oder es mich auf dem falschen Fuß erwischt hat, aber für mich eins dieser Bücher, die mich nicht erreichen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Süße Slow Burn Romance

Daydream
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„Daydream“ ist der dritte Band der Maple Hills College Romance Reihe von Hannah Grace, die ich bisher bereits mit großer Begeisterung gelesen habe. Aber ich muss sagen, dieser band hat mich nochmal ganz ...

„Daydream“ ist der dritte Band der Maple Hills College Romance Reihe von Hannah Grace, die ich bisher bereits mit großer Begeisterung gelesen habe. Aber ich muss sagen, dieser band hat mich nochmal ganz anders umgehauen, einfach weil Halle eine deutlich weniger forsche Protagonistin ist und es quasi keine Spice innerhalb der Geschichte gibt. Stattdessen stehen Freundschaft, vorsichtige Annäherung und das gewinnen von Selbstvertrauen im Fokus. Mochte ich richtig richtig gern.

Zum Inhalt: Halle Jacob hat sich selbst und ihr eigenes Glück immer hinter dem anderer angestellt. Doch als ihr Freund mit ihr Schluss macht und sich mit ihm auch ihr Freundeskreis auflöst, will halle endlich mal sich selbst in den Fokus setzen und endlich ihren Roman schreiben. Doch leider hat sie kaum eigene Erfahrungen aus denen sie für ihren Plot schöpfen kann- bis Henry auftaucht.

Ich mochte Henry ja bereits im Band 1 der Reihe unglaublich gern und habe mich sehr gefreut ihn hier nun als Prota zu erleben. Und ich finde, man erlebt Henry hier nochmal von einer ganz anderen Seite. Er hat diese unerschütterliche Ritterlichkeit, gepaart mit seinem Golden Retriever Charisma- einfach absolutes Bookboyfriend-Material. Bin ganz hin und weg von ihm und die Chemie, die zwischen ihm und Halle herrscht, war einfach traumhaft.

Ich mochte, dass dieses Buch hier im Gegensatz zu seinen Vorgängern Slow Burn war. Alles andere hätte auch nicht zu Halle gepasst. Aber so war es eine zuckersüße, wunderschöne Story über ein Mädchen, das über ihr altes Ich hinauswächst und ihre Unsicherheiten überwindet.

Das Buch ist wieder ganz toll geschrieben, so leicht und herrlich ungezwungen. Es macht einfach Spaß nach Maple Hills zurückzukehren und auf geliebte Figuren zu treffen.
Mir hats wieder richtig gut gefallen, ein Buch das einfach schön ist.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein Kapitän geht mit seinem Schiff unter

Hooked – Dunkles Nimmerland
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"Wendy, Darling" war eine der besten Adaptionen einer klassischen Kindergeschichte, die ich bisher gelesen habe. Ich fand die Geschichte so genial und den Fokus den sie setzt, dass ich die Adaption über ...

"Wendy, Darling" war eine der besten Adaptionen einer klassischen Kindergeschichte, die ich bisher gelesen habe. Ich fand die Geschichte so genial und den Fokus den sie setzt, dass ich die Adaption über Book unbedingt auch lesen wollte. Ich bin ja generell großer Villains-Fan und war so gespannt, welche Geschichte A.C. Wise Cook andichten würde. Es wird wieder düster, aber auch überraschend melancholisch.

Zum Inhalt: Hook ist bereits unzählige Male gestorben- erstochen, ertrunken, von Ungeheuern verschlungen. Doch immer kehrte er zurück, denn ein Kapitän gehört auf sein Schiff. Bis er eines Tages einen Ausweg aus Nimmerland und aus seinem Schicksal fand. Aber kann man seinem Schicksal wirklich entkommen? Zwanzig Jahre ist es her, dass Hook Nimmerland verlassen hat, doch es hat ihn in London aufgespürt und setzt alles daran, ihn zurückzuholen.

Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt, in Rückblenden erfährt der Leser nicht nur mehr über Hooks Schicksal in Nimmerland, sondern auch über seine Anfänge in London, den kalten Einbruch einer neuen Realität zwischen Drogensucht, verzweifelter Liebe und einem inneren Drang, dem nachzugeben Hook sich selbst zu verwehren versucht. Er ist eine geplagte Seele, wird hier wahnsinnig verletzlich gezeigt, ganz anders als der Schurke als den Peter ihn immer hingestellt hat. Und gleichzeitig scheint er nie gut genug, gnädig genug, generell genug zu sein.

Das Buch erschien mir tiefgründiger als der erste Band, versucht ernste Themen unterzubringen und generell in einer wehmütigere Richtung zu gehen als der erste Band. Wendy und Jane kommen auch wieder vor, generell habe ich diesen Band aber als weniger Abenteuerlich und nicht ganz so düster empfunden. Gegen Ende wird es nochmal deutlich temporeicher und es gibt einen durchaus gelungenen Showdown in Nimmerland, aber für mich hatte dieser Band eine komplett andere Grundstimmung als der erste. Die dargestellten Konflikte fand ich teilweise sehr kleinlich und manchmal hätte ich mir mehr Fokus auf der Gegenwart gewünscht.

Trotzdem ist das Buch wieder gut geschrieben und entführt den Leser auf düstere Abwege. Eine bittersüße Geschichte über Verlust und Schuld, und das ewige was wäre wenn.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Absolut genialer Jugendthriller

Five Survive
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Ich bin ja großer Fan von Holly Jackson und bei „Five Survive“ handelt es sich um einen grandios geplotteten, wendungsreichen Standalone-Thriller.

Zum Inhalt: Sechs Jugendliche auf den Weg zum Spring ...

Ich bin ja großer Fan von Holly Jackson und bei „Five Survive“ handelt es sich um einen grandios geplotteten, wendungsreichen Standalone-Thriller.

Zum Inhalt: Sechs Jugendliche auf den Weg zum Spring Break. Doch als sie mit dem Wohnmobil die falsche Abzweigung nehmen, stecken sie auf einmal fest, als ein Reifen platzt. Was zuerst wie Pech erscheint, entpuppt sich als perfides Spiel eines unbekannten Scharfschützen. Denn er hat die Gruppe im Visier. Und nur fünf von ihnen können entkommen, wenn einer aus der Gruppe bereit ist, sein Geheimnis zu offenbaren.

Das Buch ist quasi in stündliche Abschnitte eingeteilt, die gleichzeitig auch einen Countdown zum Tagesanbruch und der damit einhergehenden, erhofften Sicherheit darstellte. Das fand ich einen tollen Kniff um die Geschichte zu strukturieren, denn als Leser bekommt man auch ungefähr in diesem Rhythmus jeweils ein weiteres Puzzlestück zum Rätsel der unbekannten Bedrohung. Gleichzeitig gibt das auch das Tempo der Geschichte vor und treibt die Handlung kontinuierlich voran.

Im Fokus dieses Romans stehen wie für Jackson üblich die Figuren- ihre Beziehungen zueinander, die Gruppendynamik und die Geheimnisse, die jeder einzelne verbirgt. Und die haben es wirklich in sich. Dazu die scheinbar ausweglose Situation, die für eine angespannte Grundstimmung und eine Atmosphäre des Misstrauens sorgt. Mich hat das Buch direkt in seinen Bann geschlagen.

Ich fand den Plot richtig stark und die spürbare Eskalation der Situation war wirklich mitreißend und ist mir selbst total unter die Haut gegangen. Ein Jugendthriller voller scharfsinniger Deduktionen und psychologisch spannender Wendungen, denn hier sollte man sich nie in Sicherheit wiegen.

Starker Standalone, hat mir richtig gut gefallen.

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