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Veröffentlicht am 17.01.2025

Ein Wochenende voller Enthüllungen

Das Wochenende
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Ich mag ja Bücher, die sich darum drehen, dass eine Gruppe von Leuten, die sich vermeintlich gut kennen, herausfindet dass sie alle Geheimnisse bewahren. So eine Art Buch ist das hier, wenn auch ganz anders, ...

Ich mag ja Bücher, die sich darum drehen, dass eine Gruppe von Leuten, die sich vermeintlich gut kennen, herausfindet dass sie alle Geheimnisse bewahren. So eine Art Buch ist das hier, wenn auch ganz anders, als von mir auf Basis des Klappentextes erwartet. Die ersten 2/3 des Buches fand ich richtig stark, die Auflösung ließ mich aber eher ernüchtert zurück.

Am Anfang wird der Leser ganz schön im Dunkeln gelassen, sowohl was den Ablauf des Wochenendes, als auch das eigentliche Verbrechen betrifft. Die Geschichte wechselt zeitlich zwischen einem kontinuierlichen Erzählsprung, der den Verlauf des Wochenendes schildert und einer polizeilichen Befragung am Ende des Wochenendes. Dabei werden allerdings nur wenige Personen befragt und es wird nie klar genannt, worauf genau diese abzielt. Stilistisch fand ich das schon spannend eingefädelt, dass man so wenige Informationen bekommt. Es erzeugt eine subtile Spannung, die mir gut gefallen hat.

Innerhalb der Gruppe kommt es schnell zu Unstimmigkeiten, die einzelne Personen und Konflikte betreffen und es kristallisiert sich schnell eine gewisse Antipathie gegen Dom heraus, der im Zentrum vieler der Spannungen und Geheimnisse zu stehen scheint. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl Flaschen Fährten aufzusitzen und gezielt getäuscht zu werden. Die Autorin spielt hier schon ein bisschen mit der Erwartungshaltung des Lesers.

Die Auflösung am Ende fand ich dann hingegen überdramatisiert und zu dick aufgetragen. Das ging mir irgendwie alles dann doch zu schnell und wollte für mich nicht so recht passen. Das Buch endet dann auch zeitnah nach der Auflösung.

Die Kapitel waren schön kurz und ließen sich angenehm lesen. Insgesamt ist der Plot auch stimmig und hat mich zumindest total in die Irre geführt mit meinen Verdächtigungen. Solider Standalone.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Ok, aber haut mich nicht vom Hocker

Racheritual
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Ich liebe Ethan Cross und war sehr gespannt auf diesen neuen Reiheneinstieg. Als langjähriger Fan der Ackermann- Bücher war meine Erwartungshaltung aber auch unglaublich hoch und vielleicht bin ich genau ...

Ich liebe Ethan Cross und war sehr gespannt auf diesen neuen Reiheneinstieg. Als langjähriger Fan der Ackermann- Bücher war meine Erwartungshaltung aber auch unglaublich hoch und vielleicht bin ich genau deswegen nicht völlig begeistert. War für mich solide, aber kein Highlight.

An sich fand ich das Thema schon interessant und vor allem anfangs auch ziemlich spannend umgesetzt. Irgendwann haben mich die fanatischen Anwandlungen aber ein bisschen verloren, das war mir alles einen Ticken zu viel und irgendwie gekünstelt. Auch die ganzen familiären Intrigen fand ich zwischenzeitlich ganz schön anstrengend zu verfolgen.

Was mich aber total überzeugt hat waren Kincaid und sein Team. Nicht nur die eher unkonventionellen Arbeitsweisen und Kincaid, der schon als klassischer Antiheld durchgeht, sondern vor allem auch Corin, die eine absolute Wahnsinnsfrau ist. Es macht einfach Spaß den Interaktionen des Teams zu folgen. Von den Charakteren her für mich ein klassischer Ethan Cross in Bestform.

Das Buch ist gut geschrieben und auch wenn ich es thematisch zwischenzeitlich etwas zäh fand, so ist die Geschichte doch temporeich und stimmig geplottet. Ich glaube mit einem für mich weniger abstrusen Thema hätte ich das Buch insgesamt auch spannender empfunden, ich bin da einfach nicht so rangekommen.

Für mich jetzt nicht unbedingt die Art Buch die mich umhaut, aber Ethan Cross hat mit diesem Auftaktband solide vorgelegt, sodass ich auch zukünftige Fälle des wilden Haufens verfolgen würde, weil ich sehen kann, wohin die Reise gehen könnte.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Coole, jugendliche Fantasy

Awakened
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Zum Inhalt: drei Jugendliche, die nichts miteinander gemein haben, die aber scheinbar durch eine unsichtbare Keaft zueinander hingezogen werden- und zu einem alten, magischen Buch, das ihrer aller Leben ...

Zum Inhalt: drei Jugendliche, die nichts miteinander gemein haben, die aber scheinbar durch eine unsichtbare Keaft zueinander hingezogen werden- und zu einem alten, magischen Buch, das ihrer aller Leben für immer verändern wird.

Ich mochte es sehr, wie divers die Charaktere angelegt sind. So ergeben sich ein paar tolle Gespräche über Religion, Sexualität, Familie und Identität. Finde ich bei Jugendbüchern immer super, wenn die auch ein paar Denkanstöße mitgeben.

Einerseits fand ich es total spannend dass die drei Protas so unterschiedliche Wege einschlagen, weil man dadurch auch den neunten Pfad und die Inquisition besser kennenlernte. andererseits fand ich es schade, dass sie so wenig Berührungspunkte hatten und ihre beginnende Freundschaft dadurch nicht so richtig wachsen konnte. Denn aus meiner Sicht waren alles anderen Beziehungen, die die drei aufbauten sehr oberflächlich.

Was ich auch etwas schade fand war, dass Mos Initialmagie so wenig zum tragen kam. Dabei war sie für mich interessanteste und ich habe die Episode mit dem Gnom geliebt. Das Magiekonzept fand ich aber insgesamt sehr stimmig, genauso wie die Jagd nach Hinweisen quer durch Europa.

Es gab ausreichend Action-Moment, sodass die Handlung durchweg interessant und spannend bleibt und man hier viel entdecken kann. Ich fand die magische Sprache total interessant angelegt und hatte viel Spaß daran mehr über die Gilde und die magische Welt herausfinden. Die Sprache war ansonsten simpel und daher leicht lesbar, sodass ich schnell durch das Buch gekommen bin.

Mir hats gut gefallen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Spooky

Flutnacht – Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis.
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Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. ...

Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. Fand ich sehr geschickt geplottet.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Daisy erzählt, der jüngsten Darker-Schwester. Der Start ist eher gemächlich und das Setting fast schon gemütlich. Dass die Geschichte an Halloween spielt, war für mich ein nettes Gimmick, hat mich aber null auf das vorbereitet, was kommen würde.

In der Geschichte tauchen immer wieder böse kleine Verse auf. Hab ich sehr geliebt; die haben absolut zur schauerlichen Stimmung beigetragen. Die Handlung schreitet stetig voran, glänzt mit rätselhaften Hinweisen und ominösen Rückblenden.

Auf die Enthüllung zum Ende war ich absolut gar nicht gefasst. Alles daran war zugleich überraschend und erschreckend, wunderbar morbide und abgründig. Kann gar nicht sagen wie begeistert ich von der Idee hinter dem ganzen bin.

Bin ehrlich, es ist jetzt nicht das super spannendste Buch, in meinen Augen überhaupt kein Pageturner, aber es ist total gerissen, clever geplottet und einfache wahnsinnig einnehmend. Die Geschichte glänz mit unsympathischen Figuren, denen man die Pest an den Hals wünscht und bereitet damit ein unschlagbares Vergnügen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Irgendwie seltsam

The Hollow Places
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Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei ...

Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei dieser Geschichte bin ich allerdings unschlüssig. Ich mochte den Vibe, hatte aber über große Strecken das Gefühl nichts zu verstehen

Die Idee eines düsteren Narnia, einer verzweigten Bunkeranlage in der etwas düsteres haust, versteckt hinter einem Museum für Kuriositäten, das war in meinen Augen einfach grandios. Der Umsetzung fehlte es aber für mich an greifbarer Spannung und tatsächlichem Grusel.

Einige Passagen bestechen mit explizitem Ekel, da bin ich ja irgendwie kein Fan von. Die Horrorelemente rund um die Weiden waren mir dagegen fast schon zu vage. Am interessantesten fand ich dabei noch die gefundenen Tagebucheinträge, die zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Nebenbei werden die alltäglichen Banalitäten aus Karas frisch geschiedener Beziehung geschildert, die ich jetzt gar nicht gebraucht hätte. Diese kleinen Exkursionen trugen für mich auch nicht wirklich zur Charakterentwicklung bei. Fand den Ex einfach nur nervig. Generell sind die gesamten Begleitumstände zur Handlung (Karat Mutter, die Abwesenheit des Onkels) gefühlt nur Lückenfüller, was ich etwas schade finde.

Den Showdown und die fast schon historisch angehauchte Erklärung zum Ende fand ich dann wieder ziemlich stark. Das hat für mich die Sache irgendwie rund gemacht.

Für mich nicht das stärkste Buch der Autorin, kann man aber schon lesen. Für mich hat das Buch insgesamt sein Potential ein bisschen verschenkt und ist für mich auch zu spät auf den Punkt gekommen.

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