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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Wachse über dich hinaus

A Winter to Resist
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Ich fand schon „A fall to forgive“ richtig stark und war so tierisch gespannt auf Band 2 der Reihe. Und oder hatte es wirklich wieder in sich und hat mich von Beginn an in seinen Bann geschlagen. Lily ...

Ich fand schon „A fall to forgive“ richtig stark und war so tierisch gespannt auf Band 2 der Reihe. Und oder hatte es wirklich wieder in sich und hat mich von Beginn an in seinen Bann geschlagen. Lily und Orion sind einfach ein Traumpaar und es war einfach nur schön sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Zum Inhalt: Lily lebt für den Eiskunstlauf und ihr größtes Ziel ist es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen und damit ihrem großen Idol Orion Williams nachzueifern. Doch als ihr Partner ausfällt scheint ihr Traum zu platzen. Bis sich ein unerwarteterer Ersatz auftut und der ist niemand anderes als Orion persönlich. Nur, dass er nicht ganz so begeistert von diesem Arrangement scheint.

Das Buch entwickelt einfach eine unglaubliche Sogwirkung voller sexueller Spannung und genau der richtigen Prise Drama. Ich liebe die vielen kleinen Reibungspunkte zwischen Lily und Orion. Aber noch mehr als das hat es mich in den Bann der Geschichte geschlagen, wie beiden Protagonisten sich jeder für sich, aber auch zusammen entwickeln.

Ich mochte es, wie das Thema Handicap in diesem Buch angegangen worden ist. Seelische und körperliche Beeinträchtigungen werden ehrlich und sehr offen thematisiert und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die beiden Protas sind einfach hinreißend und es hat so viel Spaß gemacht zu sehen, wie sie über sich hinauswachsen.

Für mich war „A Winter to resist“ ein Buch, das unter die Haut geht und mich sehr bewegt hat. Dir Autorin schafft es, dass mir das Schicksal der Figuren wirklich nahe ging, ich mit ihnen gelitten und gelacht habe.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

So wichtige Message

Not Worth Keeping
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Ich war ja nicht unbedingt begeistert von Band 1 und dieser zweite Band hat mich darin nochmal richtig bestätigt, denn er hatte alles, was mir damals gefehlt. Und das wichtigste, was ich aus diesem Buch ...

Ich war ja nicht unbedingt begeistert von Band 1 und dieser zweite Band hat mich darin nochmal richtig bestätigt, denn er hatte alles, was mir damals gefehlt. Und das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitnehme und was man sich selbst nie oft genug sagen kann ist: die Vergangenheit bestimmt nicht, wer wir sein können.

Zum Inhalt: nachdem Noah geflüchtet ist, kehrt auch Brooke in ihren Alltag zurück. Doch dieser wehrt nur kurz bis Talon plötzlich wieder auf die Bildfläche auftaucht und Brooke völlig aus den Bahn wirft. Und sie erkennt, sie muss sich der Vergangenheit und ihre Gefühlen stellen, wenn sie davon loskommen will. Und Noah und Grey stehen dabei an ihrer Seite.

Ich fand es so wichtig, dass es in diesem Band endlich so den Konfrontationen kam, die ich in Band 1 so vermisst habe. Brooke, Noah und Grey stellen sich endlich ihren jeweiligen Dämonen und Gefühlen und machen endlich reinen Tisch miteinander. Hier werden diverse emotionale Wunden und Traumata aufgearbeitet, was authentisch und feinfühlig rübergebracht wird.

Auch stehen die Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt stärker im Fokus als in Band 1, weil sie weniger negativ belastet sind und eher als Zuflucht und Safe Space betrachtet werden. Das fand ich eine schöne Aufarbeitung der Themen, die bereits in Band 1 angeteasert wurden. Auch die Beziehung zwischen Brooke und Noah wurde greifbarer und hat mich letztendlich doch überzeugt.

Als Gesamtkonstrukt aus beiden Bänden hat es mir dann insgesamt doch sehr gut gefallen und dieser zweite Band war für mich deutlich stärker als der erste und hat die Storyline für mich sehr stimmig abgerundet und zu einem schönen Abschluss gebracht.

Ein Buch, dass ich gerne gelesen und dass mich stellenweise sehr berührt hat. Und ein paar sehr wichtige und weise Worte gab auch noch dazu.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Erinnere dich, was du getan hast

Stalker – Er will dein Leben.
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Er gibt sich für dich aus und behauptet gleichzeitig, dass du nicht existiert- klingt erstmal skurril, ist aber eine sehr spannende Ausgangs-Prämisse für dieses Buch. Durch Social Media ist es geradezu ...

Er gibt sich für dich aus und behauptet gleichzeitig, dass du nicht existiert- klingt erstmal skurril, ist aber eine sehr spannende Ausgangs-Prämisse für dieses Buch. Durch Social Media ist es geradezu unmöglich geworden nichts von sich preiszugeben. Und gleichzeitig setzt man sich der Anonymität des Internets aus. Was, wenn man dies eskaliert und auf die Spitze treibt? Strobel zeigt es uns.

Zum Inhalt: Eric Sanders gelingt mit seiner Rolle in einen Tatort endlich der Durchbruch als Schauspieler, der ihn weg vom Theater und auf die großen Leinwände bringen soll. Doch online gibt sich jemand als er aus und bald erhält er auch Drohnachrichten. Diese verfolgen ein Ziel: er soll sich erinnern, was er getan hat und endlich gestehen.

Die Geschichte ist prinzipiell nicht schlecht geplottet und besitzt eine gewisse Brisanz und Aktualität, gepaart mit der für Strobel so typischen „Horror-Komponente“, hier Stalking. Aber irgendwie hat dem Plot für mein Empfinden ein bisschen das Tempo und der Biss gefehlt, für die Strobel vor allem auch in seinen Standalones auch so bekannt ist.

Als eingefleischter Strobel-Fan fand ich den Twist am Ende gar nicht mal so überraschend, weil es ihn so oder so ähnlich auch in vielen anderen seiner Werke gibt, aber natürlich wirft er nochmal ein besonders perfides Licht auf die vorgeschalteten Ereignisse.

Thematisch und von den Figuren her wieder grundsolide mit einer nervenzehrenden, angespannten Atmosphäre, wie ich sie von Thrillern des Autors so mag. Für mich vielleicht nicht das stärkste Buch des Autors, aber durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Underland- sind deine Albträume real?

Starling House
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Ich habe eigentlich eine Art Gruselgeschichte erwartet, oder zumindest eine düstere, schauerliche Geschichte über ein Haus, in dem etwas Dunkles lauert. Aber irgendwie wollte die Geschichte für mich nicht ...

Ich habe eigentlich eine Art Gruselgeschichte erwartet, oder zumindest eine düstere, schauerliche Geschichte über ein Haus, in dem etwas Dunkles lauert. Aber irgendwie wollte die Geschichte für mich nicht so richtig auf den Punkt kommen und eher langatmig angemutet. Da hatte ich echt mehr oder eher etwas völlig anderes erwartet.

Zum Inhalt: Opal hält sich und ihren jüngeren Bruder nach dem Tod der Mutter mit Gelegenheitsjob über Wasser, während sie davon träumt dem trostlosen Eden den Rücken zukehren. Nur das Starling House, ein düsteres, mysteriösen Anwesen birgt eine Anziehung auf sie. Als ihr ein Job als Haushälterin in Starling House angeboten wird, zögert sie nicht lange. Aber bald muss sie erkennen, dass mehr an dem Haus ist und etwas in der Dunkelheit lauert.

Ich war überrascht, dass es tatsächlich Fußnoten gibt. Für einen Unterhaltungsroman finde ich das eher ungewöhnlich. Ich habe tatsächlich auch nur ein paar davon gelesen, denn sie tragen nicht direkt zur Handlung bei.
Generell fand ich, dass für meinen Geschmack innerhalb der Handlung zu wenig passiert, beziehungsweise der Erzählton und das Tempo für meinen Geschmack zu ruhig angelegt waren. Diverse Male wird dieselbe Urspungsgeschichte aufgegriffen und leicht abgewandelt, basierend auf verschiedenen Quellen, erzählt. Auf mich wirkte das aber leider wie Lückenfüller-Material.

Die Grundstory kam mir letztendlich auch sehr bekannt vor und war in wesentlichen Kernelementen vergleichbar bis identisch mit dem Buch einer anderen Autorin, das ich im vergangenen Jahr gelesen habe. Vielleicht liegts auch an mir und dass besagtes Buch bei mir starken Eindruck hinterlassen hat, aber ich hab unwillkürlich immer verglichen. Sicher kann man in der Literatur nicht mehr das Rad neu erfinden, aber irgendwie hat die Story dadurch für mich auch einiges an Reiz eingebüßt.

Die Stimmung war prinzipiell schon auch atmosphärisch und schauerlich angelegt, aber insgesamt hat sich für mich nicht genug getan um mich wirklich mitzureißen. Für mich daher 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Besondere Menschen und eine besondere Freundschaft

Pi mal Daumen
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Bücher von Alina Bronsky lese ich sehr gerne, weil sie immer ein kleines bisschen ab der Norm, aber immer voller Herz, Witz und auf angenehme Art sonderbar sind. Geschichten, die einen nicht loslassen ...

Bücher von Alina Bronsky lese ich sehr gerne, weil sie immer ein kleines bisschen ab der Norm, aber immer voller Herz, Witz und auf angenehme Art sonderbar sind. Geschichten, die einen nicht loslassen wollen, weil sie so besonders sind und aus denen man auch immer etwas für sich mitnehmen kann. "Pi mal Daumen" macht mit seinem Klappentext schon absolut neugierig. der aber nicht mal ansatzweise wiedergeben kann, wie großartig diese Geschichte ist.

Zum Inhalt: Oscar ist der klügste in seiner Mathevorlesung. Das weiß er, bevor sie überhaupt angefangen hat, denn er ist hochbegabt, ein mathematisches Wunderkind und diese Vorlesung ebnet ihm die Weg zu seinem Traum: die Arbeiten seines Idol und Träger der Fields-Medaille Daniel Johannsen zu verstehen und eine Vorlesung bei ihm zu besuchen. Als Moni in den Vorlesungssaal stolpert, hält Oscar sie für eine verwirrte Putzfrau. Für alles außer einer Studentin. Aber auch für Moni erfüllt sich in diesem Saal ein Traum und die beiden Außenseiter werden Gefährten.

Ich liebe es wie vielschichtig die Figuren sind und wieder einmal beweisen, dass der äußere Schein trügen kann. Moni und Oscar sind absolut gegensätzlich, kommen aus Verhältnissen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber sie haben auch wahnsinnig viel gemeinsam und geben einander Halt in einer Situation, die sie zu Außenseitern macht und kompensieren die Schwächen des jeweils anderen.

Die beiden manövrieren sich immer wieder in Situationen, die man als unfreiwillig komisch bezeichnen könnte und ich habe beim lesen sehr oft geschmunzelt, so skurril waren einzelne Szenarien, z.B. wenn der sozial unbeholfene, 16jährige Oscar der gestandenen Moni mit den drei Jobs und der Großfamilie Tipps fürs Leben geben will. Aber an den richtigen Stellen wird auch ein feinfühliger, ernsterer Ton angeschlagen, wenn es darum geht für sich selbst und seine Träume einzustehen. Beide Figuren wachsen innerhalb der Geschichte, jeder auf seine ganz eigene Weise, aber in gleichem Maße beeindruckend.

Die Kapitel sind kurz, beleuchten meist ein gezielt gewähltes Ereignis im Alltag der beiden und lassen sich flüssig lesen. Obwohl die zwei Protagonistin gemeinsam im Fokus der Geschichte stehen und ihre Interaktionen den Großteil der Handlung ausmachen, bekommt Oscar auch eigene Episoden und Erlebnisse, da die Geschichte aus seiner Sicht als Ich-Erzählt wiedergegeben wird. Seine trockene Art hat dabei erheblich zum Unterhaltungswert beigetragen.

Eine fantastische Geschichte über zwei Nerds und Sonderlinge, die sich aber nicht unterkriegen lassen. Eine besondere, unkonventionelle Freundschaft, die mir das Herz aufgehen ließ. Fand dieses Buch wirklich grandios und sehr unterhaltsam.

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