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Veröffentlicht am 17.09.2024

in den Schatten von Paris

City of Dust and Shadows
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Ich lese urban Fantasy immer sehr gerne, weil es weniger komplex aufgebaut ist und ich mich so viel leichter auf den übernatürlichen Plot einlassen kann, wenn ich nicht die gesamte Szenerie infrage stellen ...

Ich lese urban Fantasy immer sehr gerne, weil es weniger komplex aufgebaut ist und ich mich so viel leichter auf den übernatürlichen Plot einlassen kann, wenn ich nicht die gesamte Szenerie infrage stellen muss. „City of Dust and Shadows“ gelingt der Spagat zwischen Realität und Schattenwelt sehr gut und mochte, wie sich hier weltliche Probleme mit dem Übernatürlichen verbanden.

Zum Inhalt: In den Schatten von Paris lauert eine düstere, magische Welt, die nur jenen frei zugänglich ist, die selbst magischen Blutes sind oder explizit eingeladen werden. Und etwas Böses lauert darauf, aus den Schatten freizukommen. Als Tess nach Paris reist um ihre Schwester zu besuchen, gerät sie mitten in einen Kampf, von dem sie nicht einmal wusste, dass er existiert.

Ich fand die Idee mit den Schattenwelten, die sich direkt hinter der realen Welt befinden, total interessant und cool umgesetzt. Generell mochte ich auch das stimmungsvolle Paris-Setting, sowie die glamouröse Welt, in die Tess da eintaucht und die im krassen Gegensatz zu ihrem eigenen Leben und dem ungewissen Verbleib ihrer Schwester steht. Das legt einen guten Grundstein für die Fantasy-Storyline.

Ich bin gut in das Thema rund um den magischen Staub und den dämonischen Wesen, die in der Dunkelheit lauern, reingekommen. Die Storyline ist schlüssig aufgebaut und spannend geplottet, sodass es immer wieder was neues zu entdecken und neue Gefahren zu überwinden gibt. Die Figuren sind angenehm vielschichtig, sodass es auch auf emotionaler Ebene ein paar Überraschungen gibt.

Es gibt einiges an Intrigen innerhalb der Handlung, sodass sie mir fast schon etwas überladen vorkam und die Story rund um Tess‘ Schwester eher in den Hintergrund rückte. Generell wird in allen Bereichen ein ziemliches Tempo vorgelegt, was für mein Empfinden zulasten der Tiefe ging, egal ob es dabei um zwischenmenschliches geht oder um die Beweggründe für einzelne Handlungen- alles wird eher oberflächlich abgearbeitet und ich hatte am Ende noch ein paar unbeantwortete Fragen.

Insgesamt fand ich aber, dass sich das Buch leicht und flüssig lesen ließ, es kontinuierlich spannend und unterhaltsam war und für mich somit ein solides Standalone (falls keine Bände mehr folgen, aber dazu habe ich keine Infos gefunden) ist.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Zwischen den Buchseiten

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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Bücher über Buchwelten, Geschichten und die Liebe zum Lesen sind einfach wunderbare Wohlfühlorte für mich und ich werde niemals müde Bücher über die Magie von Literatur und Geschichten zu lesen. Dieses ...

Bücher über Buchwelten, Geschichten und die Liebe zum Lesen sind einfach wunderbare Wohlfühlorte für mich und ich werde niemals müde Bücher über die Magie von Literatur und Geschichten zu lesen. Dieses Buch ist ein schöner, wundervoll ausgearbeiteter Auftaktband, der den Leser mit auf eine fantastische Reise nimmt. Beim Lesen habe ich mir gewünscht mit Annie in dir Geschichten eintauchen zu können. Und weil das Buch sehr bildlich geschrieben ist, ist mir das auch gelungen.

Zum Inhalt: dass Annie adoptiert ist war für sie nie ein Geheimnis, doch als zwei Männer der Liga Lexis bei ihr auftauchen und ihr eröffnen, dass sie eine Migra ist, ändert sich ihr gesamtes Leben schlagartig. Sofort wird wie nach Bookfort Manor gebracht, wo sie lernen soll, sich in Büchern zu bewegen. Und ihr zur Seite gestellt wird Caspian de Vries, Sohn des Ratsoberhaupts, der sie im Auge behalten soll.

Die Reise in die Buchwelten ist abenteuerlich, gefährlich und total mitreißend. Ich liebe die Buchwelt, die hier errichtet wurde, die Möglichkeiten die den Migra in der Lexis geboten werden, aber auch die Gefahren, die das Reisen birgt. Denn in den Buchwelten ist etwas im Umbruch und das Reisen wird zunehmend gefährlicher, was die Geschichte sehr spannend und packend macht.

Die Referenzen zu bekannten Büchern haben mir total gut gefallen, weil man als Leseratte direkt auch einen eigenen Bezug zur Geschichte findet. Neben der Liebe zu Geschichten und den Figuren, die sie bereichern und lebendig werden lassen, stecken auch ein paar wertvolle Botschaften und Lebensweisheiten in diesem Buch.

Die Geschichte liest sich flüssig und ist durch die sympathischen Figuren sehr einnehmend und unterhaltsam. Annie und Caspian haben eine tolle Dynamik, auch wenn das Enemies-to-Lovers Konzept noch ausgeprägter hätte sein können.
Ich bin total gespannt, wie die Geschichte weiter geht und wie das Geheimnis um Annies Abstammung gelüftet wird.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Mörderische Fahrschule

Nachtfahrt
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Dieses Buch ist eine einzige Achterbahnfahrt und ein ziemlich wilder Ritt in Sachen Spannung. Stellenweise fast schon übertrieben, wie Familie Holten scheinbar vom Unglück verfolgt wird. Hat mich schon ...

Dieses Buch ist eine einzige Achterbahnfahrt und ein ziemlich wilder Ritt in Sachen Spannung. Stellenweise fast schon übertrieben, wie Familie Holten scheinbar vom Unglück verfolgt wird. Hat mich schon gut unterhalten, war aber manchmal hart in der Grenze dazu, unglaubwürdig zu sein

Zum Inhalt: nach einem traumatischen Vorfall hat Katharina ihre Familie und ihren Heimatort hinter sich gelassen um allein neu anzufangen. Doch als ihr Vater tödliche verunglückt muss sie zurückkehren, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Als auch diese plötzlich entführt wird, glaubt Katharina nicht mehr mehr an Zufälle. Irgendjemand spielt ein grausames Spiel mit ihrer Familie.

Die Geschichte kommt mit diversen Erzählperspektiven daher, von denen nicht alle sofort eine sichtbare Verbindung zur Familie Holten aufweisen. Besonders bei einem Handlungsstrang konnte ich lange nicht zuordnen, welchen Zweck er erfüllen soll, was die Handlung schon recht überladen macht.

Die Kernhandlung ereignet sich innerhalb von 48 Stunden, in denen es unzählige Tote und Verletzte gibt, was den Eindruck vermittelt, dass mit dieser überbordenden Gewalt Spannung erzeugt werden soll. Funktioniert nicht in jedem Fall.

Das Motiv, dass sich nach und nach herauskristallisiert ist durchaus spannend und perfide angelegt. Vor allem weil bis zum Schluss offen bleibt, was wirklich geschah. Das gibt dem ganzen einen sehr gelungenen Twist. Gleichzeitig werden innerhalb der Handlung diverse Nebenschauplätze aufgemacht und Figuren eingeführt, die dann kaum weiter eine Rolle spielen. Für mich waren diese ganzen Irrungen und Wirrungen ein bisschen zu viel des Guten.

Das Buch liest sich schnell und flüssig und die Auflösung kam für mich tatsächlich überraschend. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt, auch weil so viel passiert, dass der Spannungsfaden nie abreißt. Weniger und dafür pointierter wäre hier aber mehr gewesen.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Die Gefahr lauert ganz in der Nähe

Unser Buch der seltsamen Dinge
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Ein Kriminalfall aus Sicht eines Kindes klang für mich erstmal total spannend und interessant. Ich muss sagen, dass das Buch nicht spannend im herkömmlichen Sinne ist, was vor allem auch an der Erzählart ...

Ein Kriminalfall aus Sicht eines Kindes klang für mich erstmal total spannend und interessant. Ich muss sagen, dass das Buch nicht spannend im herkömmlichen Sinne ist, was vor allem auch an der Erzählart und der kindlich naiven Sicht und Handlungsweise der Protagonisten lag. Stattdessen überzeugt das Buch auf einer tieferen Ebene und durch seine feinfühlige und doch schonungslose Betrachtungsweise des Lebens in Yorkshire in den 1970ern.

Das Buch greift viele ernste und wichtig Themen auf, die damals wie heute relevant sind und das Alltagsleben der Menschen bestimmen. Und trotz allem, wirkt die Geschichte überhaupt nicht überladen, sondern sehr stimmig, weil diese stellvertretenden Einzelschicksale sehr authentisch erzählt werden.

Generell tritt der Fall rund um den Ripper schnell in den Hintergrund und wird eher zum Hintergrund des für mich eigentlichen Inhalt des Buches: die Sozialstruktur und das Gemeinschaftsleben in Yorkshire abzubilden. Und das gelingt wirklich eindrucksvoll. Es wird ein umfassendes Bild von Mivs Umfeld geschaffen, von den Menschen, denen sie täglich begegnet und was diese bewegt.

Durch die wechselnden Perspektiven bekommt der Leser viele eindrückliche Situationen vermittelt, die das Leben in einer kleinen Stadt, wo jeder jeden kennt und man viele Berührungspunkte hat, aber trotzdem gezielt aneinander vorbeilebt und gezielt wegsieht, gut einfangen. Vor allem das Kleinreden von Problemen fand ich hier sehr gut eingefangen, dieses Relativieren und Verharmlosen, bis es dann doch eskaliert.

Das Ende ist überraschend und absolut tragisch. Gleichzeitig hat es etwas Hoffnungsvolles und tröstliches, so als könnte aus den Schrecken der vergangenen Zeit auch etwas Gutes erwachsen.
Ein Buch, das nachdenklich stimmt und trotzdem zu unterhalten weiß. Für mich ein Buch, dass mich total überrascht hat und mich sicher noch lange gedanklich begleiten wird.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

mit hat es an Substanz gefehlt

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Dieses Buch ist ja bereits total gehyped worden, bevor es überhaupt erschienen ist und auch ich habe mich da total mitreißen lassen. Muss aber im Nachhinein sagen, dass ich es total overrated finde. War ...

Dieses Buch ist ja bereits total gehyped worden, bevor es überhaupt erschienen ist und auch ich habe mich da total mitreißen lassen. Muss aber im Nachhinein sagen, dass ich es total overrated finde. War eher nicht mein Buch.

Zum Inhalt: Effys Kindheit war geprägt von der harschen Kritik ihrer Mutter rund dem Gefühl nicht richtig zu sein. Geflüchtet hat sie sich in ihre Fantasie und die Welt der Literatur, sodass es ihr größter Traum ist, Literatur zu studieren. Doch in LLyr ist dies Frauen nicht gestattet und Effy gibt sich mit einem Studium der Architektur zufrieden. Als ein Ausschreiben für das Anwesen ihres Lieblingsautors gestartet wird, erhofft sich Effy dadurch einen Weg in die Welt seiner Werke. Unwissend, welche Tür sie damit öffnet.

Das Buch ist gespickt mit Zitaten von Effys eigenem Lieblingsautoren und mit Ausarbeitungen zum Thema Weiblichkeit und zu Myrddins Werken. Das gibt der Geschichte einen historischen Anklang, den ich sehr angenehm fand. Die Mystery-Komponeten fand ich an sich stimmungsvoll angelegt, vor allem weil Effy selbst aufgrund ihrer Vorgeschichte eher unzuverlässig wirkt und sich selbst nicht traut.

Die Beschreibung der Landschaft rund um Hiraeth Manor und des Herrenhauses selbst fand ich sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Mann kann sich diese wilde Landschaft und das versinkende Anwesen gut vorstellen und es schafft ein wahnsinnig tolles Setting, das an Schauergeschichten erinnert.

Alles rund um den Krieg zwischen Argant und Llyr fand ich wenig greifbar. Und generell muss ich im Nachhinein sagen, dass ich das Gefühl hatte, das innerhalb der Handlung eigentlich kaum was passiert.
Das Frauenbild das in diesem Buch gezeichnet ist eher bedenklich und Effy ist im großen und ganzen nicht stark genug es zu entkräften. Immer wieder bleibt sie scheu und stumm statt für sich einzustehen. Sie erkämpft sich kleine Siege, aber mir hat das nicht gereicht.

Insgesamt fand ich die Idee des Ganzen vermutlich besser als die tatsächlich Umsetzung, die für es meinen Geschmack nie geschafft hat, den letzten Schritt zu gehen um wirklich überzeugend und mitreißend zu sein.

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