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Veröffentlicht am 09.12.2018

Das Finale war mir etwas zu überzogen

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Avery Davis hat mit 18 Jahren ihren Heimatort Littletree verlassen. Acht Jahre später kehrt sie nach Hause zurück um sich von ihrer Krebserkrankung zu erholen und ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Avery Davis hat mit 18 Jahren ihren Heimatort Littletree verlassen. Acht Jahre später kehrt sie nach Hause zurück um sich von ihrer Krebserkrankung zu erholen und darüber nachzudenken, wie ihr Leben weitergehen soll.

Sie hätte es gerne vermieden, Mason King wiederzutreffen, dem Mann, dem sie in ihrer Jugend ihr Herz geschenkt hat. Doch auch Mason, der gefeierte Rodeo-Star, verbringt gerade Zeit bei seiner Familie.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten können die beiden an ihrer Vergangenheit anknüpfen. Doch Avery kann nicht damit umgehen, dass Mason dem Rodeo-Sport so intensiv verbunden ist und dadurch sorglos mit seinem Leben umgeht, während sie gerade erst gelernt hat, was es bedeutet, nicht gesund zu sein.

Meine Gedanken zum Buch
Avery hat ganz bittere Erfahrungen gemacht. Nach ihrer Krebserkrankung steht sie ohne Partner und Job da und ihre erste Begegnung mit Mason verläuft katastrophal. Beim Lesen spürt man förmlich, wie sie sich zurück kämpft ins Leben und unter den Rückschlägen leidet. Sicherlich könnte man im ersten Moment meinen, Avery übertreibt, aber wenn man bedenkt, dass sie auf einem schmalen Grad zwischen Leben und Tod gewandert ist, kann man sehr gut verstehen, dass sie mit Masons Sorglosigkeit nicht umgehen kann.

Auch Mason ist toll gezeichnet, anfangs vielleicht etwas überheblich, ganz der regionale Superstar, aber doch ein herzensguter und empathischer Mensch. Die Kleinstadtidylle, in der Emily Bold ihren Schauplatz aufgebaut hat, ist so herrlich klischeebehaftet. Ein Café als Treffpunkt und Klatsch-Oase, die feierlichen Paraden, dass jeder über jeden Bescheid weiß, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Die Geschichte selbst ist sehr emotional und geht ans Herz, wobei das etwas weniger auf das Verhältnis zwischen den Protagonisten als viel mehr auf Averys Kampf zurück ins Leben zutrifft. Mein einziger Kritikpunkt ist das theatralische Finale, das war für meinen Geschmack etwas überzogen.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Ein LARP-Krimi, für mich etwas völlig Neues

Mörderspiel - LARP-Krimi
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Lilli ist seit Kurzem mit Markus zusammen. Ihr Freund ist ein großer Fan von sogenannten LARPs, Live-Rollenspielen, in denen die Spieler ein Spielfigur selbst darstellen. ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Lilli ist seit Kurzem mit Markus zusammen. Ihr Freund ist ein großer Fan von sogenannten LARPs, Live-Rollenspielen, in denen die Spieler ein Spielfigur selbst darstellen. Als er sie einlädt, mit ihm zusammen übers Wochenende zu einem LARP zu fahren, ist sie zunächst sehr skeptisch, lässt sich aber Markus zuliebe auf das Abenteuer in einem alten Herrenhaus ein.

Das Rollenspiel versetzt die Spieler zurück in die 1960er Jahre, wo sie das Geheimnis um Charlotte und ihre angeheiratete Familie aufdecken sollen. Lilli spielt dabei Victoria Chester, eine Privatdetektivin aus Chicago, die 1938 geboren ist. Sie findet immer mehr Gefallen an dem Rollenspiel, allerdings gibt es Vorkommnisse, die sie daran zweifeln lassen, ob wirklich alles nur Fiktion ist.

Meine Gedanken zum Buch
Wie Lilli war LARP auch für mich ein ganz abenteuerliches Thema. Ich wusste zwar schon zuvor, was Live-Action-Rollenspiele sind, aber ein LARP-Krimi war auch für mich etwas vollkommen Neues.

Daniela Beck hat die Handlung auf drei verschiedenen Ebenen spielen lassen:

Ebene 1: Lilli tritt als Victoria Chester in Erscheinung und alle Spieler sind in ihrer Rolle. Diese Zeiträume werden „In-Time“ (IT) genannt

Ebene 2: Lilli trifft als Lilli auf ihre Mitspieler. Das passiert nicht nur auf Hin- und Rückfahrt, sondern beispielsweise auch abends, wenn sich die Spieler „privat“ auf ihren Zimmern treffen. Bezeichnet wird Letzteres als „Out-Time“ (OT). Außerdem gibt es noch sogenannte OT-Blasen, das sind Zeiträume, in denen die Spieler zwar IT sein sollten, aber „aus ihrer Rolle fallen“ und z.B. Gespräche außerhalb ihrer Rolle führen.

Ebene 3: Lilli findet in ihrem Nachttisch ein Tagebuch einer gewissen Charlotte, die – nach ihrer frühen Heirat – bei der Familie ihres Mannes in dem Herrenhaus lebt, in dem auch das LARP spielt. Die dritte Ebene handelt also von Charlotte und dem Menschen in ihrem Umfeld.

Wem hier die Spezialbegriffe auffallen, dem sei gesagt, dass die Autorin im Anhang des Buches viele Begriffe erklärt. Aber sie hat auch einen „Spickzettel“ in die Geschichte eingebunden, in dem sie Lilli sich hat die Begriffe mit Erläuterungen auf den Arm schreiben lassen. Immer, wenn die Protagonistin auf ihren Arm schaut, erklären sich dem Leser die Begriffe automatisch mit.

Der Roman ist überhaupt sehr übersichtlich gestaltet, denn Daniela Beck überschreibt ihre Kapitel mit Lilli, Victoria oder Charlotte, so dass sofort klar ist, auf welcher Ebene der Leser sich gerade befindet.

Die drei Ebenen greifen ineinander. Die LARPer finden IT, OT und auch im Tagebuch immer wieder Hinweise, die sie der Aufdeckung des Geheimnisses ein Stück weiter bringen. Die Handlung ist recht unspektakulär und dennoch konnte mich die Geschichte in den Bann ziehen.

Einzig der Schluss konnte mich nicht zu 100% überzeugen. Bei einem Krimi möchte ich mir meine eigenen Theorien über den Ausgang zurecht legen können. Bei diesem Roman hatte ich keine Chance, das ganze Geheimnis im Vorfeld zu überblicken, da es sehr vielschichtig war.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Tolle Protagonisten, tiefgründige Nebenhandlungen und viel Gefühl

Starting Six: Allie und Jason
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Allie Nash standen im Damen-Eishockey alle Türen offen, doch dann wurde bei ihr eine Herzerkrankung festgestellt. Schon die geringste Belastung hätte verheerende Auswirkungen ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Allie Nash standen im Damen-Eishockey alle Türen offen, doch dann wurde bei ihr eine Herzerkrankung festgestellt. Schon die geringste Belastung hätte verheerende Auswirkungen haben können, was dazu führte, dass sie die Schlittschuhe von heute auf morgen an den Nagel hängen musste. Ein Leben ohne Eishockey kann Allie sich nicht vorstellen. Deshalb ergreift sie die Möglichkeit, als Expertin bei Eishockey-Übertragungen vor dem Mikrofon zu sitzen, wo sie zu überzeugen weiß.

Jason Coltrane ist Team-Kapitän der Boston Razors und ein gefürchteter Interview-Partner. Als eine junge Frau ihm ein Mikro unter die Nase hält, schafft er es innerhalb von Sekunden, sie mit seiner „charmanten“ Art auf die Palme zu bringen. Als die Kleine ihn zu einem Shoot-Out herausfordert stimmt er amüsiert zu. Er kann ja nicht ahnen, dass Allie mehr kann, als sich nur auf den Kufen halten.

Doch nicht nur Allie kann beim Shoot-Out überraschen, es stellt sich heraus, dass Jason zwar in der Öffentlichkeit gerne den Bad-Boy, dass er aber auch eine ganz andere Seite hat. Die beiden kommen sich näher, doch dann werden sie von der Vergangenheit eingeholt.

Meine Gedanken zum Buch
Die Geschichte von Allie und Jason ist der erste Band der Reihe Starting Six. Der Titel der Reihe bezeichnet die sechs Eishockeyspieler, die zu Beginn einer Partie auf dem Eis stehen. Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen.

Der Roman startet mit einem emotionalen Paukenschlag. Die Diagnose zieht Allie zunächst den Boden unter den Füßen weg. Doch schnell wird klar, dass Allie eine Kämpferin ist. Das zeigt sich auch wieder, als sie von ihrem männlichen Kollegen zunächst belächelt wird. Sie kann nicht nur mit Wissen überzeugen, sondern weiß sich durchaus auch gegen seine Sprüche zu Wehr zu setzen.

Mir hat sehr gut gefallen, wie Kim Valentine hier immer wieder die starke Protagonistin herausgestellt hat und auch perfekt mit den Vorurteilen jongliert, die weiblichen Sportreportern entgegen gebracht werden.

In einem Interview habe ich gelesen, dass die Autorin Eishockey liebt und das merkt man auch. Gerade durch Allies Job wird in diesem Roman der Sport auch thematisiert und dient nicht nur als Aufmacher für einen Protagonisten mit einem muskulösen Körper.

Der erste Roman der Reihe „Starting Six“ konnte mich mit tollen Protagonisten, tiefgründigen Nebenhandlungen und viel Gefühl überzeugen.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Überraschend tiefgründig

Him - Mit ihm allein
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Jamie Canning und Ryan Wesley kennen sich bereits seit sie in ihrer Teenie-Zeit Sommer für Sommer gemeinsam in einem Eishockey-Camp verbracht haben. Schon damals fühlte ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Jamie Canning und Ryan Wesley kennen sich bereits seit sie in ihrer Teenie-Zeit Sommer für Sommer gemeinsam in einem Eishockey-Camp verbracht haben. Schon damals fühlte Wes sich zu Jamie hingezogen. Mit einer dummen Wette hat er die Freundschaft aber aufs Spiel gesetzt und dann den Kontakt abgebrochen.

Zwischenzeitlich haben die beiden die 20 überschritten, spielen für verschiedene College-Mannschaften und stehen beide auf dem Sprung in Profi-Teams. Als sie für einen Sommer als Trainer in ihr altes Eishockey-Camp zurückkehren, sind sie bereit, ihre Freundschaft wieder aufzufrischen. Doch während Wes sich Jamie gegenüber in Zurückhaltung übt, wird Jamie klar, dass seine Gefühle weit über Freundschaft hinaus gehen.

Meine Gedanken zum Buch


Ich gehe davon aus, dass ich nicht zuviel verrate, wenn ich schreibe, dass die beiden Protagonisten eine Beziehung miteinander eingehen. Ehrlich gesagt hatte ich Befürchtungen, dass das auf der Schiene laufen wird, dass Jamie plötzlich merkt, dass er gar nicht auf Frauen sondern auf Männer steht. Aber meine Bedenken haben sich schnell zerstreut, denn das Autoren-Duo hat das anders und sehr gut umgesetzt.

Der Roman behandelt nicht nur die Liebe zwischen den beiden Männern, sondern auch ganz wesentliche Probleme. Jamie und Wes halten ihre Beziehung bedeckt, nicht, weil sie nicht zueinander stehen, sondern weil ihnen beiden klar ist, dass sie überall auf Intoleranz stoßen könnten.

Was passiert, wenn ihre Schüler sie zusammen sehen, wie reagieren die Eltern, wird es Konsequenzen haben für den Leiter des Eishockey-Teams, kommen Jamies Eltern besser damit klar, dass er einen Mann liebt, als das bei Wes Eltern der Fall war und nicht zuletzt: was passiert, wenn sie in die Profis-Teams wechseln und im Licht der Öffentlichkeit stehen, wie reagiert die Vereinsführung, wie die Team-Mitglieder? Diese Fragen beschäftigen die Protagonisten immer und immer wieder. Gleichzeitig frage ich mich, wie stark ihre Liebe sein kann und wie weit sie bereit sind zu gehen.

„Him“ sehr gefühlvoll, überraschend tiefgründig und kurzweilig. Hinweis meinerseits: das Buch enthält detaillierte erotische Szenen, das sollte jedem Leser vorher klar sein. Ich habe mich Mit Jamie und Wes zu jeder Zeit wohl gefühlt

Veröffentlicht am 09.12.2018

Hat mich aufgewühlt und bewegt und es hat mich von den Socken gehauen

Das Lied der Wächter - Das Erwachen
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Der Protagonist und seine Geschichte
Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar.

Erst ...

Der Protagonist und seine Geschichte
Felix war gerade ein paar Monate alt, als der Schwarzwald nach einem verheerenden Atomunfall evakuiert und abgesperrt wurde. Angeblich ist die ganze Region unbewohnbar.

Erst an seinem 16. Geburtstag erfährt er, dass seine Eltern sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Wanderung befanden, von der sie nicht mehr zurückgekehrt sind und dass die Frau, die er bisher für seine Mutter hielt, in Wirklichkeit seine Tante ist.

Er macht sich auf Spurensuche und findet heraus, dass die Regierung ein falsches Spiel spielt, denn es gibt sehr wohl noch Menschen hinter dem Zaun. Er muss wissen, ob seine Eltern noch leben und dringt in die Sperrzone ein. Dort stößt er auf eine unheimliche Kraft, die alles Lebendige gefährdet, was sich jenseits des Zaunes befindet.

Meine Gedanken zum Buch
Die Geschichte startet mit der Wanderung von Felix Eltern, mit seltsamen Vorkommnissen und Wetterkapriolen, der „Vorspann“ endet mit dem Eintritt der Katastrophe, so dass auch der Leser nicht weiß, wie und ob es mit den beiden weiterging. Es folgt der Sprung zu Felix, der zunächst nur etwas über seine Eltern erfahren möchte und dann immer tiefer hinein gezogen wird in die Recherchen seines Onkels und einer Gruppe, die vor 16 Jahren Menschen hinter dem Zaun verloren haben und fest daran glauben, dass es dort noch Leben gibt

Auf der Buchmesse hatte ich die Möglichkeit, mich mit anderen Lesern auszutauschen und wir haben darüber gesprochen, in welches Genre wir den Roman einordnen würden.

Es ist für mich kein typischer Fantasy-Roman, eher mystisch und vor allem spannend und zwar so spannend, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Die Vorstellung, dass so ein riesiges Gebiet wie der Schwarzwald zur Sperrzone erklärt wird, hat mich bewegt, sicherlich hat dabei eine Rolle gespielt, dass ich die Region kenne, weil ich am Rand des Südschwarzwalds aufgewachsen bin und die Strecke, die Felix in diesem ersten Teil der Trilogie zurücklegt, gedanklich verfolgen konnte.

Das Leben der Menschen, die noch im Schwarzwald leben, wurde um Jahrzehnte zurück gesetzt, sie mussten sich Gedanken darüber machen, wie man kocht und Lebensmittel kühlt, wie macht man Feuer, Licht, was isst man. Das hat dem Schwarzwald etwas Ursprüngliches zurück gegeben. Ich fand das aber so interessant, weil die Menschen zu dem Zeitpunkt die Elektrizität schon kannten und zu diesem Bekannten dann eben Alternativen suchen mussten.

Der Autor erzählt hier eine Geschichte über die Folgen einer Atomkatastrophe, die – so unglaublich sie auch klingen mag – durchaus vorstellbar ist. Natürlich muss man als Leser dieses Buches bereit sein, sich auf das mystische, diese unheimliche Kraft, einzulassen. Sie ist immer wieder da und doch streift Thomas Erle die Thematik nur und klärt nicht auf, was dahinter steckt, so dass ich am Ende fasziniert zurückgeblieben bin und natürlich wissen wollte, wie es weitergeht.

„Das Erwachen“ hat mich aufgewühlt und bewegt und es hat mich von den Socken gehauen. Ich bin sehr gespannt, was in der Trilogie um „Das Lied der Wächter“ noch passiert und ich hoffe so sehr, dass Thomas Erle das Niveau dieses ersten Teils halten kann.