Profilbild von Daggy55

Daggy55

Lesejury Star
offline

Daggy55 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Daggy55 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2022

Fußball und Zeitreise, eine spannende Mischung

Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball
0

Locke ist ein Mädchenmit einer wilden Haarpracht und sie kann sehr gut Fußball spielen. Doch dann schießt sie ihren Lehrer an und zur Strafe muss sie den Geräteraum aufräumen, seine grässliche Arbeit. ...

Locke ist ein Mädchenmit einer wilden Haarpracht und sie kann sehr gut Fußball spielen. Doch dann schießt sie ihren Lehrer an und zur Strafe muss sie den Geräteraum aufräumen, seine grässliche Arbeit. Zum Glück hilft ihr ihr Freund Logo. Auch dieser Name sagt viel über den Jungen. Er sieht wie ein kleiner Nerd aus, mit Brille und gescheiteltem Haar.
Doch dann taucht beim Aufräumen ein Junge auf, der so ganz anders gekleidet ist und der dann noch einen schweren Lederball dabeihat. Er stellt sich als Johann vor und behauptet es wäre das Jahr 1922. Wie kommt der Junge in die Turnhalle der Gegenwart und vor allem, wie kann er wieder zurück?
Eine Fußballgeschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Denn Nino, der beste Fußballer der Mannschaft, braucht dringend die Hilfe der Freunde.
Das Buch hat große Buchstaben und viele farbige Bilder, damit kommen geübte Leseanfänger sicher gut zurecht und die spannende Geschichte wird sicher ausgelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2022

Ferienabenteuer, lustig und spannend

Unser Sommer am See
0

Auf dem Cover sehen wir die drei Geschwister, Agda, die Älteste, Nick und Jula, ihr Babyschwester. Vater Claus ist ein Träumer und Zauderer, der bekannt dafür ist, dass in seiner Nähe immer wieder Unglücke ...

Auf dem Cover sehen wir die drei Geschwister, Agda, die Älteste, Nick und Jula, ihr Babyschwester. Vater Claus ist ein Träumer und Zauderer, der bekannt dafür ist, dass in seiner Nähe immer wieder Unglücke geschehen. Die Kinder wohnen bei der Mutter, aber die hat sich entschlossen mit ihrer Freundin nach Florenz zu reisen. Die hofft, die Kinder sind alt und vernünftig genug, um einen Urlaub mit Claus zu überstehen.
Das Ziel der Autofahrt ist ein einsames Haus im Bayrischen Wald namens Krähenriegel. Leider kommen sie schon verspätet dort an und da die Smartphones leer gespielt wurden, konnten sie auch die Vermieterin nicht kontaktieren. So müssen sie zunächst den Hausschlüssel suchen. Dank Nick, der sich Abenteuer für diesen Urlaub erhofft, wird er schnell gefunden. Jula hingegen findet eine mumifizierte Katze, von der sehr Zauberkräfte erwartet. Agda will Wing Tsun, wie Bruce Lee, trainieren und eine große Kämpferin werden.
In der Nähe des Hauses gibt es einen kleinen Tümpel mit eiskaltem Wasser, in einiger Entfernung gibt es aber auch einen schönen Badesee.
Leider sind die Kinder schon bald auf sich gestellte und es kommt zu lustigen, aber auch spannenden Episoden, die sich wunderschön lesen lassen.
Mir gefallen die Kinder im Buch, die jedes für sich liebenswert beschrieben sind, richtig gut. Agda, die schon Verantwortung übernimmt, aber auch selbst Spaß haben möchte, Nick, der seine Umgebung genau beobachtet und den seine Selbstständigkeit in Gefahr bringt und die kleine Jula, die in einem einen Zauber sieht und die fest an diese Kraft glaubt.
Ein tolles Buch für die Ferien, aber auch für das restliche Jahr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2022

Das Geheimnis der Partisanin

Gran Paradiso
0

Die Frau auf dem Cover, die wir nur von hinten sehen, ist farbig im Gegensatz zum leicht verwaschenen Hintergrund, der an alte Fotos erinnert. Man kann den Berg, der dem Buch seinen Namen gaben wohl teilweise ...

Die Frau auf dem Cover, die wir nur von hinten sehen, ist farbig im Gegensatz zum leicht verwaschenen Hintergrund, der an alte Fotos erinnert. Man kann den Berg, der dem Buch seinen Namen gaben wohl teilweise im Hintergrund erkennen.
Die wenig erfolgreiche Journalistin Gianna wird von ihrer Tante, bei der sie als Kind oft ihre Ferien verbrachte, gebeten einen Koffer mit Unterlagen ihrer Mutter zu sichten. Maria Lanteri ihre Mutter, war im Krieg Partisanin in der Residenza und hat an der Seite der Männer im Gebiet des Gran Paradiso mit der Waffe gekämpft. Das Buch, dass sie über diese Zeit schrieb, ist sehr bekannt und wird sogar als Schullektüre gelesen.
Doch als Gianna im Koffer ein Tagebuch ihrer Mutter findet, das sehr davon abweicht, ist sie zunächst verwundert und lernt beim Lesen ihre Mutter von einer ganz anderen Seite kennen. Die Mutter, die sich ihrer Karriere als Bürgermeisterin einer Großstadt gewidmet und die Gianna oft als kalt empfand, zeigt hier, wem ihr Herz gehörte.
Gianna fährt 1982 nach Sant´Amato an die Riviera, die Geschichte ihrer Mutter spielt im letzten Kriegsjahr, als die Alleierten bereits in Europa gelandet sind.
Die Autorin mischt geschickt geschichtliches und reale Personen mit der fiktiven Geschichte Marias. Sowohl die Härte des Krieges als auch das unmenschliche Verhalten der deutschen Besatzungsmacht werden schonungslos beschrieben. Aber auch die Gefühle der beiden so unterschiedlichen Frauen lassen sich gut nachempfinden.
Wieder ist es Grit Landau gelungen uns in einen Teil Italiens mitzunehmen, der nicht ganz so bekannt ist. Meer und Berge, aber auch Industrie und Bergbau werden hier beschrieben, sowie das Leben des Dorfes in zwei unterschiedlichen Zeiten. Starke Frauen, die sich emanzipieren und im Land mitreden. Maria hat dafür ihr Leben lang gekämpft, im Krieg sogar mit dem Gewehr ihres Vaters.
Ich habe wieder einige neue Aspekte des Zweiten Weltkrieges kennengelernt und ein neues Kapitel der Familie Lanteri aufschlagen dürfen. Obwohl es zu unterschiedlichen Zeiten spielt und viele Personen (es gibt ein Verzeichnis am Anfang des Buches) vorkommen, ist das Buch spannend und gut zu lesen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2022

Das Buch sollte in jeder Kita gelesen werden

Steck mal in meiner Haut!
0

Aufgrund der diesjährigen Aktion „Internationale Wochen gegen Rassismus“ habe ich mich besonders mit Kinder- und Jugendbüchern zum Thema beschäftigt und kann deshalb sagen, dass mir dieses Buch besonders ...

Aufgrund der diesjährigen Aktion „Internationale Wochen gegen Rassismus“ habe ich mich besonders mit Kinder- und Jugendbüchern zum Thema beschäftigt und kann deshalb sagen, dass mir dieses Buch besonders gut gefällt.
Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlicher Hautfarbe, das Vorwort der Autorinnen erklärt sehr gut nachvollziehbar ihre Intension. „Wir sind alle gleich“ ist die erste Überschrift, zu sehen ist eine Erdkugel und einen Pfeil weiß daraufhin, dass „DU!“ dort lebst. Danach geht es an den Strand und die Kinder schützen durch Creme gegen den Sonnenbrand, den alle bekommen können, egal welche Farbe ihre Haut hat. Der Text erklärt warum die Haut unterschiedliche ist und in einem zusätzlichen Kästchen ist eine hilfreiche Erklärung für die Großen zu lesen. Auf der nächsten Seite sind viele unterschiedliche Kinderköpfe zu sehen, die all etwas über sich sagen. „Ich bin Muslima“, „Ich bin Fußballerin“ ist da z.B. zu lesen. Hier finden wir auch die kindgerechte Erklärung zu Thema Rassismus. Einer kleinen Muslima sehen wir auf der nächsten Seite ihre Wut an, weil sie Rassismus erlebt hat. Der Text mit Sätzen wie „Du hast nichts falsch gemacht“ und dem Versprechen „Du bist nicht allein.“, sowie der Text, der sich an die Erwachsenen wendet „Übernehmen Sie Verantwortung.“ Wichtig ist auch der Rat Kindern, die sich mit Rassismuserfahrungen an sie wenden, ernst zu nehmen und sie zu unterstützen. „Du gehörst nur dir“ erklärt den Kindern, dass sie nicht einfach anfasst werden dürfen und dass auch unsere Haar unterschiedlich sind und egal wie wir sie tragen sollte es nicht zu abwertenden Bemerkungen kommen. Eine Seite ist voller Fische, die alle unterschiedliche Namen tragen. Auch sie sind ein Teil unserer Identität und sie sollten richtig ausgesprochen werden und auf gar keinen Fall durch bekanntere Namen ersetzt werden. Die Seite mit den verkleideten Kindern, die „alle Elsa sein dürfen“ erklärt sehr gut, warum einige Kostüme nicht mehr getragen werden sollten. Ebenso sind viele (Lied)texte rassistisch, „Überlegt gemeinsam, wie ihr damit umgehen könnt.“ Es folgen unterschiedliche Wohnsituationen und auf dem Tisch stehen die unterschiedlichsten Gerichte. Danach geht es um den unterschiedlichen Glauben und Gründe, weshalb man seine Heimat verlassen hat. Blumen werden auf die Stolpersteine, die an Juden erinnern, die im Holocaust umkamen, gelegt. Dazu gibt es eine sehr schön geschriebene Erklärung.
Im Glossar werden die benutzen Begriffe erklärt und ein QR-Code führt zu weiteren Informationen.
Ein Buch, dass nach meiner Meinung in keiner Kita und Grundschule fehlen sollte, da es einfühlsame Erklärungen für die Kinder und Ratschläge für die Erzieherinnen/Lehrerinnen beinhaltet. Ich würde gerne 6 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 30.04.2022

So sollt es klappen

Max-Bilderbücher: Max geht aufs Klo
0

Auf dem Cover hält Max eine Klorolle in der Hand und steht neben dem Klo, seine Kuschelhase sitz bereits auf dem Töpfchen. Zu beginn des Buches werden alle Personen vorgestellt und so erfahren wir, dass ...

Auf dem Cover hält Max eine Klorolle in der Hand und steht neben dem Klo, seine Kuschelhase sitz bereits auf dem Töpfchen. Zu beginn des Buches werden alle Personen vorgestellt und so erfahren wir, dass der weiße Hase Kuschel heißt. Max Familie ist zusammen im Bad. Während Mama duscht und Felix auf dem Klo sitzt, hilft Papa Max beim Zähne putzen. Max möchte auch aufs Klo gehen, aber zunächst nutzt er das Töpfchen, hält aber vorsichthalber die Windel an. Da sein zweiter Versuch ohne Windel erfolglos ist, erklärt Mama, was im Körper passiert, damit Pipi und Kacka unten herauskommen. Wir können uns das im Buch anschauen. Am nächsten Morgen gibt es „Töpfchen-Alarm“ und Max macht sein großes Geschäft dort hinein. Danach wird alles im Klo entsorgt und Papa zeigt Max, was dann damit geschieht. Ein Schaubild zeigt uns den Weg in den Fluss. Dann geht es zum Unterhosenkauf, aber zunächst trägt Max noch eine Windel. Bald kann Max über Tag ohne Windeln auskommen, dann probiert er es auch nachts. Doch da muss er Papa und Mama wecken, weil es eine „Pipi-Panne“ gab. Das findet aber keiner schlimm, weil es allen Kinder so gegangen ist. Max geht vorsichthalber mit einer Windelhose in das frisch bezogene Bett. Auch im Zoo passiert nochmal eine „Pipi-Panne“, doch auch Opa kann damit umgehen. Mama hat eine kleine Klobrille und einen Hocker für Max gekauft und nach einem „Pipitänzchen“ schafft Max es gerade noch rechtzeitig sie auszuprobieren. So endet das Buch mit einem Bild, auf dem Max auf dem Klo sitzt und Kuschel mit zwei Becken applaudiert.
Ideal für Jungen, die Unterhosen tragen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere