Profilbild von Daggy55

Daggy55

Lesejury Star
offline

Daggy55 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Daggy55 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2020

Rosa mischt immer mit

Eine Hühnerschaukel für Rosa
0

Ein gemütliches Haus und ein hübsches kleines Hühnerhaus stehen auf der grünen Wiese. Hermine steht mit Latzhose auf der Leiter und will das Loch im Dach reparieren, auf der Holztreppe ist Rosa, das weiße ...

Ein gemütliches Haus und ein hübsches kleines Hühnerhaus stehen auf der grünen Wiese. Hermine steht mit Latzhose auf der Leiter und will das Loch im Dach reparieren, auf der Holztreppe ist Rosa, das weiße Huhn, und schaut zu. Während die anderen Hühner auf der Wiese picken findet Rosa neben dem Werkzeugkasten eine Tüte mit Schrauben. Diese fallen ihr in die Ritzen und Rosa stopft noch die Tüte nach. Als der Paketbote ein großes Paket bringt, nehmen Rosa und der Hund Herr Konrad es an. Rosa und die anderen Hühner picken das Paket auf und Rosa findet darin eine neue Schraubentüte. Da Hermine die verlorenen Schrauben sucht, kommt Rosa gerade recht mit der Tüte und Hermine kann das Dach reparieren. Danach macht sie sich an das Paket, nach der ersten Verwunderung, warum das Paket schon geöffnet ist, baut sie eine Bank zusammen. Doch jetzt fehlen die Schrauben, um die Beine festzumachen und Rosa muss alles gestehen. Hermine hat eine tolle Idee, die holt Seile und hängt die Sitzfläche auf. So bekommt Rosa doch nicht die erträumte Hühnerschaukel. Ein wunderschönes Bild, wie Hermine mit einer Tasse Tee gemütlich mit den Hühnern auf der Schaukel sitzt.
Die Texte sind schon etwas länger, werden aber durch die schönen Bilder sehr gut unterstützt. Es gibt einiges außerhalb der Geschichte zu sehen und das mögen die Kinder beim Vorlesen gerne. Mir gefällt es, dass Rosa Hermine erzählt, was mit den Schrauben passiert ist und dass es eine so schöne Lösung gibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 23.08.2020

Lustige Bilder, witzige Texte und doch viel Wissen

Alles lecker!
0

Das Buch wurde nach einem Internetrummel bzgl. der Beschreibung der Schweinehaltung, neu aufgelegt. Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlichstem Essen Auf den Tellern. Im Einband sehen wir verwirrende ...

Das Buch wurde nach einem Internetrummel bzgl. der Beschreibung der Schweinehaltung, neu aufgelegt. Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlichstem Essen Auf den Tellern. Im Einband sehen wir verwirrende Linien, die aufzeichnen, wer was isst. Vom Titel prostet uns ein fröhlich lachender Mann mit einem Weinglas zu, um dem Tisch sitzt eine Mehrgenerationen-Familie. Im Buch gibt es viel zu sehen, Tiere, die Pflanzen fressen, Tiere, die Fleisch fressen und Allesfresser, da ist auch ein Mensch dabei. Dann geht es zurück in die Steinzeit, vorbei am Kühlregal zur Tierhaltung. Was isst man wo und was dürfen einige nicht essen? Begriffe wie Vegetarier oder Pescetarier werden erläutert. Ein Frühstückstisch, an dem Kinder aus unterschiedlichen Ländern mit ihren Speisen sitzen und Informationen zum Frühstück sind das nächste Thema. Dann folgt, wo und wie man isst und Essen zu bestimmten Anlässen. Mia und ihre Mutter werden beim Spagetti mit Tomatensoße essen abgebildet und das sieht schon sauig aus. So geht es über ganz viele Thema bis zur Übelkeit und dem Toilettengang. Man kann Essen riechen und hören, welche Aufgabe hat dabei die Zunge? Die These, dass der Heißhunger auf Süßes mit dem Alter abnimmt, kann ich leider nicht bestätigen. Auf den letzten Seiten geht es um Ekel- und Lieblingsessen, dann folgt noch ein kleiner Fragebogen.
Ein Buch, dass auf amüsante Art den Umgang mit dem Essen beschreibt, die Bilder sind frech und witzig gezeichnet. Beim Vor oder Selberlesen werden sicher viele Fragen und Ideen auftauchen.

Veröffentlicht am 23.08.2020

Es fällt nicht immer leicht zu teilen

Muss ich was abgeben?
0

Diese schönen dünnen Bücher vom Mo Willems in denen Elefant und Schwein herrliche Texte in Sprechbasen austauschen, sind einfach ideal für Kinder, die noch nicht so gut lesen können. In diesem Buch spricht ...

Diese schönen dünnen Bücher vom Mo Willems in denen Elefant und Schwein herrliche Texte in Sprechbasen austauschen, sind einfach ideal für Kinder, die noch nicht so gut lesen können. In diesem Buch spricht fast nur der Elefant, deshalb kann man hier nicht mit verteilten Rollen lesen.
Freudig kauft sich der Elefant ein grünes Eis und stellt fest „Ich liebe Eis!“ Doch dann fällt ihm sein Freund Schweinchen ein. Sollte er da nicht abgeben? Dann kommt eine Sprechblase in Form eines Eis und darin sind viele schöne, zum Eis passende, Adjektive enthalten? Untermalt von einigen „mmm..“ denkt der Elefant nach. Vielleicht mag Schweinchen die Sorte nicht? Und überhaupt ist Schweinchen ja gar nicht da. Dann stellt er sich aber vor, dass Schweinchen traurig ist und er ihn mit dem Eis trösten könne und sein Freund wäre dann glücklich. So entscheidet er sich doch zum Abgeben, nur leider ist sein Eis inzwischen geschmolzen, aber da taucht Schweinchen mit einem Eis auf.
Es ist nicht einfach abzugeben, dieser Konflikt begleitet uns unser ganzes Leben lang und oft ist es der Gedanke an die Freude des anderen, Auslöser fürs Teilen. Auch Vorschulkinder können das gut verstehen und da das Buch kurze Texte und einfache Bilder zur Kommunikation nutzt, kann man es sicher schon kleineren Kindern vorlesen, aber das selber lesen macht noch mehr Spaß.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Einsatzfahrzeuge mit Ton und Blaulicht

Mein blinkendes Soundbuch – Im Einsatz
0

Bücher mit Sound machen den Kleinen immer besonders viel Spaß und in diesem Buch blinkt noch zusätzlich ein Blaulicht. Schon auf dem Cover fahren die beiden Feuerwehrmänner zum Einsatz. Mit Tatütata und ...

Bücher mit Sound machen den Kleinen immer besonders viel Spaß und in diesem Buch blinkt noch zusätzlich ein Blaulicht. Schon auf dem Cover fahren die beiden Feuerwehrmänner zum Einsatz. Mit Tatütata und Blinken geht es los. Da werden die Kinder schon neugierig. Der kurze Text erzählt von einem Unfall, ab wann man vorliest oder einfach nur die Bilder schaut, kommt ganz auf die Zuhörenden an. Diesmal ist ein Motorrad im Einsatz, man kann den Motor, das Tatütata und ein Hupen hören, wenn man auf den kleinen Knopf drückt. Der Kontakt funktioniert sehr leicht. Unlogisch ist, dass bereits eine Polizistin vor Ort ist, die mit Notizblock neben dem Fahrer steht. Die Feuerwehr muss eine Katze aus dem Baum retten. Hier ist nur das klägliche Mauzen zu hören. Ein Mann mit Hund und zwei dunkelhäutige Kinder beobachten die Rettung. Danach geht es um einen Bankraub. Zusehen ist ein bärtiger Mann mit einem gefüllten Sack, der wegläuft. Das Polizeiauto folgt ihm. Nach einer Sirene hört man wieder das Martinshorn. Ein Geldautomat mit defekter Scheibe, dahinter ist eine Platine zu erkennen, und wirft noch zwei 50er aus. Dieses Bild ist unrealistisch und es war für meinen Enkel (30 Monate) schwer zu verstehen. Dann löscht das Feuerwehrboot aus zwei Schläuchen einen Schiffsbrand. Möwengeschrei und Schiffshupen passen sehr gut zum Bild. In der Dunkelheit sucht der Hubschrauber mittels eines hellen Scheinwerfers, hier hören wir die Rotoren.
Das Pappbilderbuch ist schön gemacht und wird sicher begeistert von den Kindern angenommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 23.08.2020

Manchmal ist es schwierig die Liebe zu erwischen

Das Glück in vollen Zügen
0

Da fährt man, wie so viele jeden Morgen zusammen im Zug zur Arbeit und sieht immer dieselben Gesichter. Hin und wieder bekommt man Gesprächsfezen aus Handygesprächen mit, sieht, was der andere liest oder ...

Da fährt man, wie so viele jeden Morgen zusammen im Zug zur Arbeit und sieht immer dieselben Gesichter. Hin und wieder bekommt man Gesprächsfezen aus Handygesprächen mit, sieht, was der andere liest oder handarbeitet.

Marie zog nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Mutter, sie wohnt in einem Bauwagen auf der Wiese am See. Ihre Rottweiler Hündin ist von einem Beagle geschwängert worden und die Aufzucht der Welpen ist ein interessantes Thema des Buches.

Auch Johannes ist wieder zurück zu seinem Vater gezogen. Da Horst an Alzheimer erkrankt ist, gibt es einige Szene, die zwischen Lachen und Weinen angelegt sind. Wie so oft bei dieser schlimmen Krankheit.

Die beiden sehen sich täglich im Zug nach München, wo beide arbeiten, und sie sind sich auf Anhieb sympathisch, obwohl sie nichts voneinander wissen. Dann viele Missverständnisse und keiner will sich nicht vor dem andren blamieren, bis sich die zwei endlich miteinander sprechen.

Obwohl der Roman eine sommerliche Leichtigkeit hat, werden doch Alzheimer und Endometriose, der Verlust eines Lebenspartners und der Wunsch nach Kindern angesprochen. Wie ich finde eine gut gelungene Mischung.

An manchen Stellen fühlte ich mich zu alt für dieses Buch, einige Apps, die angesprochen wurden, sagten mir so gar nichts. Ich bin auch keine Freundin von zu viel Alkohol und da gibt es einige Szenen.

Das Buch war leicht zu lesen, hatte Ernst und Humor, eine flotte Sommerlektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere