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Veröffentlicht am 17.03.2026

Mutige Mädchen

Der beste Zufall der Welt
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Auf dem Cover sieht man die drei Mädchen fröhlich tanzen. Emilia aus Deutschland, Samia aus Syrien und Kira aus der Ukraine.
Emilia sieht Samia im Supermarkt, wo sie nach einer Tafel Schokolade mit Erdnüssen ...

Auf dem Cover sieht man die drei Mädchen fröhlich tanzen. Emilia aus Deutschland, Samia aus Syrien und Kira aus der Ukraine.
Emilia sieht Samia im Supermarkt, wo sie nach einer Tafel Schokolade mit Erdnüssen sucht. Als Emilia sie findet riecht Samia nur daran und legt sie dann wieder zurück, weil sie zu teuer ist. Ihr Mama arbeite als Putzfrau, obwohl sie Mathematiklehrerin war. Ihr Vater ist in Alepo gestorben und nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einem grauen Haus in der Nähe des Supermarktes. Die beiden Mädchen freunden sich schnell an und auch die Mütter haben Kontakt. Später kommt Kira in Emilias Klasse und auch sie hat ihren Vater im Krieg in der Ukraine verloren, da ist es für die zwei Mädchen klar, dass sie ihre Freundschaft zu Dritt weiterführen müssen. Bald planen die drei eine mutige Aktion, die ihnen zunächst Ärger einbringt.
Rafik Schami schafft es wieder sehr gut diese Mädchen zu beschreiben und sie sind so liebenswert und mutig, dass ich sie mir auch zur Freundin gewünscht hätte. Sie unterstützen sich und trösten sich und am Ende setzt Emilias Mutter, die eine bekannt Künstlerin ist für die drei ein und bietet auch den Müttern ihre Hilfe an. Ein Buch, das weder die Schrecken unserer Zeit noch die Probleme der Migration verschweigt und zeigt, dass diese drei Mädchen Lösungen finden.
Der Text ist in Großbuchstaben geschrieben und sehr gut zu lesen, dazu kommen die Bilder, die mich ein wenig an Illustrationen der Astrid-Lindgren-Bücher meiner Kindheit erinnern.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Wie war es, wie wird es sein

Ich und alle meine Ichs
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Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, ...

Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen. Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht. Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Rechnen mit den Mucklas

Alle Mucklas einsteigen!
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Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, ...

Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, es will auch noch mitfahren. Oben im Apfelbaum hängt ein Poster darauf steht „2+1=3“. Am nächsten Bahnhof steigt das Schwein wieder aus und zwei andere Mucklas steigen zu. Auf dem Stein ist die Rechnung zu sehen „3-1+2=4“. Und so geht es weiter, es wird noch ein Wagen angehangen, weil mehr als 10 Mucklas nicht in denn Wagen dürfen. Der Lokführer fragt immer wieder mal nach der Anzahl der Reisenden und als die Zahlen immer größer werden, meldet sich ein Fröhlicher zu Wort und tippt Zehntausend. Der kleine Zug kommt am Ende wieder nach Mucklabü zurück und die zwei Mucklas Plus und Minus, die am Anfang im Wagen saßen, wollen noch eine Runde fahren, so kann das Buch wieder von vorne beginnen.
Die Illustrationen wirken so vertraut, auch wenn es nicht um einen kleinen Kater, sondern um ungewöhnliche Tiere geht. Die Rechenaufgaben werden immer schwieriger und die Personen zu zählen ist nicht wirklich eine Lösung, dass die Aussteigenden und Einsteigenden nebeneinanderstehen. Ich glaube, mit so netten Reisenden macht das Rechnen richtig Spaß, zumal die Aufgaben ja immer auf den Seiten zu finden sind.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Frische neue Lyrik

Im Namen des Spektakels
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Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren, einen Vampir und Batman.
Am Anfang ...

Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren, einen Vampir und Batman.
Am Anfang des Buches können wir einen Gruß vom „Dichterbiest“ lesen und dann geht`s los „Im Namen des Spektakels“. Es tauchen auch immer wieder ein Kind mit Maske und Umhang und ein zotteliges Wesen auf, die mit Sprechblasen versehen kleine Reime absondern. So fragt der Zottel „wann werden piraten es endlich mal kapieren?“ und das Kind antwortet „schatzkarten lassen sich auch laminieren!“ Ich finde, dass ist mal ein echter Tipp an die Freibeuter der Meere. Wisst ihr, was ein „Kauarbeiter“ ist, das ist einer, der ständig Kaugummi kaut. Sehr gut gefallen mir auch die „friedlinge“, kleine Wesen die auf einem „schnuckeligen aterioden“ zu Hause sind und die wie ihr Name sagt sehr friedlich zusammenleben. „zuckerwattenträume“, dieses Gedicht ist ein echter Zungenbrecher so zuckrig ist es. Es gibt auch einige „Quick-Quiz-Rate-Runden“ dessen Lösungen wir hinten im Buch finden.
Ihr habe es wahrscheinlich schon bemerkt, in dem Buch wurde auf Großschreibung verzichtet. Die Illustrationen sind einfach wunderbarhumorvoll, schrill und kantig, Die Texte beschränken sich in manchen Zeilen auf ein Wort, trotzdem ist ihre Aussagekraft groß und das Lesen macht einfach Spaß. Ich kann da soviel Witz und Freude spüren, das schreit förmlich nach einem „Nochmal!!!“

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein ernstes Thema wird spannend und mit Leichtigkeit erzählt

Fische sind scheiße
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Till lebt seit dem Tod seiner Oma mit seinem süchtigen Vater zusammen. Zum Glück gibt es Flocke, eine riesigen Irischen Wolfshund, denn trotz seiner 11 Jahre gut versorgt. Doch dann fällt sein Vater ins ...

Till lebt seit dem Tod seiner Oma mit seinem süchtigen Vater zusammen. Zum Glück gibt es Flocke, eine riesigen Irischen Wolfshund, denn trotz seiner 11 Jahre gut versorgt. Doch dann fällt sein Vater ins Koma und Tills Welt wird eine andere. Er kommt in eine Wohngruppe für Jugendliche und Pawel, mit dem er ein Zimmer teilt, erweist sich als guter Freund. Doch Flocke kann nicht dort wohnen und muss ins Tierheim. Als Till ihn dort besuchen will, erfährt er, dass Flocke vermittelt wurde. Für Till bricht eine Welt zusammen, er wütet und kann sich kaum beruhigen. Um seinen Hund zurück zubekommen machen sich Pawel und Till auf einen Roadtrip an die Holländische Küste. Eine spannende Zeit für die beiden, die beinahe schlimm endet.
Erfindungsreich schlagen sich die beiden Jungen nach Holland durch und lernen sich dabei sehr gut kennen. So einen guten Freund wie Pawel hatte Finn noch nie. So sind die beiden sehr zufrieden mit der Unterbringung in der Wohngruppe, die Erzieherinnen und Erzieher sind sehr engagierte Menschen, die in den Jugendlichen das Individuum sehen.
Ein spannendes Buch, dass uns Einblicke in das Leben Jugendlicher gibt, die nicht in ihren Familien leben können.

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