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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2022

fatale Auswirkungen

Stille blutet
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Die 27 jährige Moderatorin Nadine Just kündigt ihre Ermordung live im TV an und wird kurz darauf tatsächlich tot aufgefunden.

Bezirksinspektorin Serafina Plank hat es nicht leicht mit ihrem ...

Die 27 jährige Moderatorin Nadine Just kündigt ihre Ermordung live im TV an und wird kurz darauf tatsächlich tot aufgefunden.

Bezirksinspektorin Serafina Plank hat es nicht leicht mit ihrem Kollegen Oliver, der sie als Frau nicht geeignet für einen Job in der Mordkommission hält.
Doch Fina beisst sich durch und folgt ihrer Intuition und findet immer mehr Hinweise auf eine völlig abwegige Geschichte.

Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin, die mir bisher alle gefielen. Aus diesem Grund waren meine Erwartungen an Schreibstil und Aufbau der Story bereits gesetzt. Die Protagonisten müssen erst einmal vorgestellt werden und die Story plätscherte so vor sich hin. Bei etwa der Hälfte war ich fast enttäuscht, ob der wenigen Spannung, die sich nicht aufbauen wollte. Doch als hätte die Autorin meine Gedanken lesen können, nahm der Spannungsaufbau plötzlich seinen Lauf und spitzte sich zu.
Bis kurz vor Schluss konnte ich mir keinen Reim darauf machen, wer der Täter und vor allem warum, war.
Auch die zweite Perspektive einer unbekannten Person blieb bis zuletzt mysteriös.
Die Auflösung war dann spannend, als auch traurig. Aber auch am Ende setzt Poznanski noch einen drauf und überlässt einen Teil der Aufklärung dem Gedankengut des Lesers.

Fazit: Ein sich langsam aufbauender Thriller einer Autorin, die zu Höchstform aufläuft. Mit einer wichtigen Botschaft an alle Menschen bezüglich Empathie und Rücksicht.

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Veröffentlicht am 30.08.2022

zauberhafte Story für Grundschüler

Die Schule der verrückten Träume 1: Die Schule der verrückten Träume
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Schon das schöne Cover hatte mich angesprochen und der Klappentext versprach eine aufregende Geschichte.
Gemeinsam mit meinem 8-jährigen Sohn lasen wir das Buch in kürzester Zeit. Das Thema ...

Schon das schöne Cover hatte mich angesprochen und der Klappentext versprach eine aufregende Geschichte.
Gemeinsam mit meinem 8-jährigen Sohn lasen wir das Buch in kürzester Zeit. Das Thema symbolisiert den Alltag von Grundschülern und hatte so auch direkt die Aufmerksamkeit meines Sohnes.
Die kleine Johanna ist in ihren Träumen eine Superheldin. Leider wird sie für ihre Tagträume ausgelacht und gehänselt und auch die Schule will dieses Benehmen nicht mehr hinnehmen.
In der Schule der Träume soll das ganz anders werden. Aber auch hier gibt es einige Probleme.
Sehr unterhaltsam und aufregend wird man in angemessen langen Kapiteln durch diese Story geführt und kann sich das Schmunzeln oft nicht verkneifen.

Fazit: Eine zauberhafte und aufregende Geschichte für Grundschüler, die sich vielleicht in der einen oder anderen Situation wiederfinden. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 25.08.2022

tolle Vorgeschichte

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
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Da ich die "Baztan-Trilogie" mit ihrer Protagonistin Amaia Salazar förmlich verschlungen habe, musste ich diese Vorgeschichte natürlich auch lesen.

Ein Spezialkommando des FBI jagt einen Serienmörder, ...

Da ich die "Baztan-Trilogie" mit ihrer Protagonistin Amaia Salazar förmlich verschlungen habe, musste ich diese Vorgeschichte natürlich auch lesen.

Ein Spezialkommando des FBI jagt einen Serienmörder, der ganze Familien radikal und brutal ausgelöscht hat. Amaia Salazar, eine junge Ermittlerin aus Spanien, die sich bisher schon einen guten Namen machen konnte und nun beim FBI ihre Fertig- und Fähigkeiten verbessert, wird bei dem Fall hinzugezogen. Sie und ihr Team werden nach New Orleans geführt - gerade dann, als ein Hurrikan auf die Stadt losfegt.

So dramatisch, wie das Szenario klingt, ist auch der Hintergrund all dessen. Redondo unterstreicht besonders aufregende Momente und setzt sie gekonnt in Szene. Ihr Stil ist pointiert und dabei feinfühlig, insbesondere beim Beschreiben von Personen und den Einblicken in deren Leben. So erzählt die Autorin von jenen Menschen, die in New Orleans geblieben sind in dem Glauben, dass dieser Sturm nicht anders sein würde als die anderen zuvor. Und man sitzt da, bangt mit, ist erschüttert, als man begreift, wie sehr sich diese Menschen geirrt hatten. Ich habe beim Lesen mehr als eine Träne vergossen.

Vor dem Hintergrund dieses mächtigen Sturms versucht das FBI-Team weiterhin, die Teile zusammenzusetzen, um den Serienmörder aufzuspüren und zu fangen, bevor eine weitere Familie zerstört wird. Amaia merkt bald, dass einige ihrer Teammitglieder Geheimnisse bewahren oder an ihrer eigenen Agenda arbeiten. Aber Amaia ist selbst nicht gerade ein offenes Buch. Dieser Fall öffnet lange verschlossene Türen, die die Geheimnisse ihrer eigenen Vergangenheit und die Geister, die sie verfolgen, zurückhalten.

Fazit: Ein unglaublicher Thriller voller Tempo, Spannung und Drama, aber auch Verlust und Trauer spielen hier eine so große Rolle, dass es beim Lesen körperlich geschmerzt hat. Viel mehr als Kopfkino - ein Jahreshighlight und eine tolle Vorgeschichte einer grandiosen Reihe.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

erschreckend realistisch und emotional

Schlaft, Kinder, schlaft (Ewert Grens ermittelt 2)
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"Schlaft Kinder schlaft" ist der zweite Teil um Kommissar Ewert Grens aus Schweden, der sich im aktuellen Fall mit Kinderpornographie, Entführung und Misshandlungen konfrontiert sieht.
Obwohl ich "Geburtstagskind" ...

"Schlaft Kinder schlaft" ist der zweite Teil um Kommissar Ewert Grens aus Schweden, der sich im aktuellen Fall mit Kinderpornographie, Entführung und Misshandlungen konfrontiert sieht.
Obwohl ich "Geburtstagskind" nicht gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme in die Story zu finden.
Der Autor beschreibt gut, mit welchen eigenen Problemen der Kommissar kämpft und man erhält ausreichend Einblicke in das "Davor".
Die Protagonisten werden einem schnell auf ihre Art sympathisch und sind glaubwürdig gezeichnet.

Die Darstellung eines Pädophilenrings ist grausam und leider nicht an den Haaren herbeigezogen. Ein wirklich emotionales Thema, dass mich sehr berührt hat, aber auch mit viel Spannung daherkam.
Die unkonventionelle Art des Kommissars zu ermitteln, begleitet man erst skeptisch, bis einem klar wird, dass eine legale Ermittlung leider auch in der realen Welt nicht so einfach ist.

Fazit: Das Buch ist erschütternd und emotional. Sehr spannend und zugleich erschreckend realistisch. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.04.2022

solider Reihenauftakt mit ungewöhnlichen Protagonisten

Schwarzlicht
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In einer Box, eine Art Zauberkiste, wird eine junge Frau tot aufgefunden und gibt der Polizei Rätsel auf. Es sieht nach einem missglückten Zaubertrick aus, denn sie ist von Schwertern durchbohrt. Da bekam ...

In einer Box, eine Art Zauberkiste, wird eine junge Frau tot aufgefunden und gibt der Polizei Rätsel auf. Es sieht nach einem missglückten Zaubertrick aus, denn sie ist von Schwertern durchbohrt. Da bekam ich direkt Gänsehaut. Sowas ist bestimmt schon mal passiert - daher würde ich nie freiwillig in solch eine Kiste steigen. Ob die junge Frau dazu gezwungen wurde?

Weil die Polizei in dem Fall stagniert und keine weiteren sachdienlichen Hinweise findet, wird der Mentalist Vincent um Hilfe gebeten. Er soll die bisher gesammelten Fakten analysieren und ein Muster erkennen. Ich fand ihn als Protagonisten super interessant. Wie kann ein Mentalist Dinge entdecken, die niemand vor ihm entdeckt hat? Wie denkt er, wie handelt er? Da hätte man für meinen Geschmack gerne näher drauf eingehen können. Stattdessen geriet zu oft das Geplänkel zwischen ihm und seiner Kollegin Mina, ihres Zeichens Polizistin, in den Fokus. Es ist absolut in Ordnung, dass in Nebensträngen auf die privaten Umfelder eingegangen wird und auch die eine oder andere Beziehung eine Entwicklung macht, aber hier störte mich das. Auch weil es an Stellen geschah, die eine gewisse Spannung aufbauten. Das fühlte sich an wie hochgeschleudert und fallen gelassen werden.

Der Fall selbst wurde klug ausgetüftelt und ließ genug Raum zum Miträtseln und Mitfiebern. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen und wird in einem gut gelungenen Ende spannend aufgelöst.

Der Schreibstil war ruhig, nicht zu fordernd und flüssig zu lesen. Typisch Läckberg eben. Die Skandinavier haben es einfach drauf, eine gewisse Atmosphäre in ihren Büchern entstehen zu lassen. Zwar war hier - im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin - noch Luft nach oben, was sicherlich daran liegt, dass sie hier nicht allein dran gearbeitet hat. Trotzdem hatte ich beim Lesen den einen oder anderen Atemstillstand.

Den zweiten Teil werde ich definitiv auch lesen.

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