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Veröffentlicht am 20.05.2017

Eine chaotische Familiengeschichte

Kleine Lügen erhalten die Familie
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Klappentext: „Franzi hat drei Kinder und eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Michael. Zusammenleben können die beiden nicht mehr, so ganz aufeinander verzichten aber auch nicht. Und das muss ja niemand wissen. ...

Klappentext: „Franzi hat drei Kinder und eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Michael. Zusammenleben können die beiden nicht mehr, so ganz aufeinander verzichten aber auch nicht. Und das muss ja niemand wissen. Was Franzi hingegen nicht weiß: wer ihr leiblicher Vater ist. Franzis Mutter hat in den Siebzigerjahren Villen im Grunewald ausgeraubt. Und bei ihrem letzten Streifzug ein sehr wertvolles Gemälde mitgehen lassen – das jedoch bei ihrem Geliebten blieb. Zufällig findet sie heraus, dass Franzis Vater nun offenbar ganz in der Nähe lebt. Schlimmer noch: Franzi arbeitet für ihn. Und hat keine Ahnung, wer ihr Chef wirklich ist. In dieser Familie hat jeder ein Geheimnis. Auch der Hund.“

In „Kleine Lügen erhalten die Familie“ erzählt die Autorin Katia Weber über einen Prolog und 49 Kapitel auf insgesamt 380 Taschenbuchseiten eine turbulente und dabei durchaus unterhaltsame Familiengeschichte!

Insgesamt hat mir dieser Roman gut gefallen. Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden und ich konnte daher schnell in das Buch eintauchen. Die Geschichte ist für meinen Geschmack sehr kurzweilig, vor allem aber unterhaltsam geschrieben und für mich daher perfekte Lektüre zum Entspannen! Ich musste oft Schmunzeln und habe sehr gespannt verfolgt, was für Geheimnisse die zahlreichen bunten, sympathisch gezeichneten Charaktere doch zu verbergen haben und wie sich ihr Puzzle so nach und nach zusammensetzt. Auch wenn ich das Buch eher als locker-leichte Unterhaltung für zwischendurch bezeichnen würde, ist die Handlung dabei doch so mitreißend gestrickt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte, wobei die verhältnismäßig kurzen Kapiteln ihr Übriges dazu beitragen. Mit zunehmender Seitenzahl wirkte die Geschichte dann vielleicht doch ein kleines Bisschen zu konstruiert, aber so richtig gestört hat mich das jetzt auch nicht. Im Großen und Ganzen hat mir die Lektüre nämlich einfach nur viel Spaß gemacht.

Fazit: eine chaotische Familiengeschichte, die für gute Unterhaltung sorgt!

Veröffentlicht am 08.05.2017

Unterhaltsam, aber auch nichts Besonderes

For 100 Days - Täuschung
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Klappentext: „Jede Täuschung hat ihren Preis... Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan – die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ...

Klappentext: „Jede Täuschung hat ihren Preis... Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan – die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt eine atemberaubende Welt der Dekadenz – die Welt von Dominic Baine: reich, arrogant und absolut unwiderstehlich. Der Milliardär, der das Penthouse ihres neuen Domizils bewohnt, erweckt ungeahnte geheime Sehnsüchte in ihr. Doch ihre Vergangenheit droht Avery schon bald einzuholen und jegliche Hoffnung auf eine Zukunft mit Nick zu zerstören...“

In „For 100 Days – Täuschung“ erzählt die Autorin Lara Adrian über 39 Kapitel auf insgesamt 379 Seiten den ersten Teil der prickelnden Geschichte von Avery und Nick.

Insgesamt hat mir das Buch durchaus gefallen, wobei ich auch sagen muss, dass sich die Geschichte nicht sonderlich von anderen Vertretern des Genres abhebt. Die Handlung fällt nicht nur relativ dünn aus und ist insgesamt doch ziemlich vorhersehbar, auch den Figuren fehlte es meines Erachtens an etwas mehr Tiefe. Besonders Avery war mir jetzt zwar nicht von Grund auf unsympathisch, stellenweise hatte ich aber doch so meine Probleme, ihr Verhalten nachzuvollziehen.

Wer sich allerdings nicht großartig an diesen Punkten, sowie den fleißig bedienten Klischees des Genres stört und auf der Suche nach einer eher seichten Geschichte zum Abschalten ist, wird an diesem Roman trotz aller Schwächen seine Freude haben, denn dank des angenehmen und durchaus kurzweiligen Schreibstils der Autorin fliegen die Seiten nur so dahin.

Für diejenigen, welche die Geschichte von Avery und Nick bis hierhin schon mal überzeugen konnte, geht das Abenteuer im Übrigen mit den beiden Folgebänden „For 100 Nights - Obsession“ und „For 100 Reasons - Enthüllung“ weiter.

Fazit: relativ dünne Story und dabei auch ziemlich vorhersehbar, aber trotz allem noch recht unterhaltsam zu lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
  • Gefühle
  • Schreibstil
  • Handlung
  • Cover
Veröffentlicht am 28.04.2017

Ein wirklich smartes Kochbuch!

Björn Freitag – Smart Cooking
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Klappentext: „Einfacher geht es wirklich nicht mehr: 'Nicht viel mehr Aufwand als belegte Brote', das war die Zielsetzung von Björn Freitag für sein Smart Cooking. Das geht auch nach einem harten Tag, ...

Klappentext: „Einfacher geht es wirklich nicht mehr: 'Nicht viel mehr Aufwand als belegte Brote', das war die Zielsetzung von Björn Freitag für sein Smart Cooking. Das geht auch nach einem harten Tag, so sein Credo. Auch ein Sternekoch mag nach einem 10-Stunden-TV-Dreh für ein neues Kochbuch nicht mehr ausschweifend einkaufen und den Rest des Abends in der Küche verbringen. Aber Fastfood ist eben auch keine Option, wenn man Qualität des Essens sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat. Über die vielen Jahre seiner TV-Präsenz hat Björn Freitag eine eigene Art entwickelt, sein Abendessen ohne viel Aufwand, aber trotzdem mit Raffinesse zuzubereiten. Dabei liebt er es leicht, frisch, möglichst gesund, aber vor allem richtig lecker. Küche verwüsten kommt dabei für ihn nicht in Frage. Und das Einkaufen sollte auch in 3 Minuten erledigt sein: nur 2 oder 3 Teile Frisches, basta. Grundlage seiner Rezepte ist eine Liste mit gängigen Nahrungsmitteln und Gewürzen, die man sowieso praktisch in jedem Haushalt findet, natürlich in guter Qualität. Dazu werden 1 oder 2 hochwertige, frische Zutaten unterwegs eingekauft, dann alles möglichst in nur einem Topf, einer Pfanne oder auf einem Backblech in ein paar Minuten zubereitet! Seine 70 besten Smart-Cooking-Rezepte verrät Björn Freitag in diesem einzigartigen Kochbuch.“

Das Kochbuch „ Smart Cooking – Einfacher geht’s nicht“ von Björn Freitag umfasst rund 70 Rezepte auf insgesamt 165 Seiten und hebt sich dabei von Herangehensweise und Aufbau her doch erheblich von den sonst so üblichen Rezeptewerken ab.

Nach einer Basics-Liste, in der sämtliche Zutaten aufgeführt sind, die sich im heimischen Vorratsschrank befinden sollten, sind die Rezepte selbst dann in folgende sechs Kapitel aufgeteilt:

Einfaches mit Fleisch
Einfaches mit Geflügel
Einfaches mit Gemüse
Einfaches mit Fisch und Meeresfrüchten
Einfache Suppen und Salate
Grundrezepte

Dabei ist gleich das erste Kapitel mit 22 Rezeptideen das stärkste, während die Kapitel rund um Geflügel, Suppen und Salate, sowie die Grundrezepte jeweils „nur“ sieben bzw. sechs Anleitungen umfassen. Abgerundet wird das Ganze mit einem Index, der es einem doch relativ leicht macht, ein bestimmtes Rezept möglichst schnell wiederzufinden.

Das Erste, das beim Durchblättern dieses Kochbuchs auffällt, sind die überaus ansprechenden Fotos der vorgestellten Rezepte. Schwankt der Blick dann von dem Bild hinüber zur Anleitung, sucht man zunächst vergebens nach dem Titel des Rezepts – Titel im klassischen Sinne sind hier nämlich überhaupt nicht vorhanden. Hier heißen die Rezepte etwa „Brot / Tomaten / Ziegenfrischkäse“ oder „Hähnchen / Hokkaido / Hummus / Honig“; sprich: aus dem Titel lassen sich diejenigen Hauptzutaten entnehmen, die das jeweilige Rezept – nebst vorne aufgelisteter Basics aus dem Vorratsschrank – ausmachen und meist entsprechend eingekauft werden müssen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich auch die Zutatenliste entsprechend in Vorrats-Basics und einzukaufende Extras aufteilt.

Neben dem „Titel“ findet sich zudem ein deutlicher Hinweis, welche Gerätschaften bei der Zubereitung nötig sind, also etwa „nur eine Pfanne“ oder vielleicht „ein mittelgroßer Topf und eine Auflaufform“.

So etwas habe ich in einem Kochbuch noch nie gesehen, finde diese Gestaltung aber unheimlich praktisch. So sieht man gleich auf den ersten Blick, welche „besonderen“ Zutaten für das Gericht gebraucht werden und kann vor der Zubereitung direkt zu den richtigen Töpfen oder Pfannen greifen, die früher oder später zum Einsatz kommen, ohne dafür noch einmal die komplette Anleitung durchlesen zu müssen.

Die Zubereitungsanweisungen selbst sind dann im Blocktext geschrieben, wobei die einzelnen Arbeitsschritte sich durch eine deutlich erkennbare Nummerierung voneinander abgrenzen und die Zutaten fett gedruckt sind. Dies mag auf den ersten Blick ein wenig unübersichtlich wirken, durch die relativ große Schrift und den deutlichen Zeilenabstand empfinde ich diese Gestaltungsvariante aber durchaus gelungen und praktisch.

Ob die Rezepte den jeweiligen persönlichen Geschmack treffen, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Auch wenn hier einige Ideen dabei sind, mit denen ich mich jetzt nicht so anfreunden kann, würde ich für meinen Teil doch so einige der Rezepte wie etwa „Lachstranchen / Dill / Gurke“ oder „Paprika / Brokkoli / Eier“ als alltagstauglich einstufen.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Mengenangaben sämtlicher Rezepte auf zwei Portionen ausgelegt sind.

Fazit: ein ausgefallenes Kochbuch, das sich aufs Wesentliche beschränkt, damit aber voll und ganz überzeugt!

Veröffentlicht am 23.04.2017

Gelungener Auftakt einer Kurz-Krimi-Reihe

Cherringham - Folge 1 & 2
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Der erste Hörbuch-Satz der Reihe „Cherringham – Landluft kann tödlich sein“ von Matthew Costello und Neil Richards beinhaltet folgende beiden Kurz-Krimis:

Mord an der Themse: „Cherringham – eine beschauliche ...

Der erste Hörbuch-Satz der Reihe „Cherringham – Landluft kann tödlich sein“ von Matthew Costello und Neil Richards beinhaltet folgende beiden Kurz-Krimis:

Mord an der Themse: „Cherringham – eine beschauliche Kleinstadt in den englischen Cotswolds. Ein Ort, an dem das Berbrechen unbekannt ist. Bis eines Tages die Leiche einer jungen Frau in der Themse gefunden wird. Ein schrecklicher Unfall – zumindest laut der Polizei. Sarah glaubt jedoch nicht daran. Zusammen mit Jack, einem ehemaligen Detective der New Yorker Mordkommission, beginnt sie zu ermitteln. Dabei müssen sie feststellen, dass die Dinge nicht so klar sind, wie die Polizei das gerne hätte.“

Das Geheimnis von Mogdon Manor: „Der Eigentümer des herrschaftlichen Mogdon Manor stirbt bei einem mysteriösen Feuer. Ein tragischer Unfall? Jack und Sarah bezweifeln das. Als mögliche Erben kommen die drei erwachsenen Kinder des Opfers in Frage. Hat einer von ihnen das Feuer gelegt, um frühzeitig an sein Erbe zu kommen?“

Sowohl der erste Fall „Mord an der Themse“ als auch „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ umfassen jeweils drei Audio-CDs und werden gelesen von Sabina Godec.

Mir haben beide Geschichten insgesamt wirklich gut gefallen. Die Stimme der Sprecherin habe ich als recht angenehm empfunden und konnte den Krimis so stets gespannt folgen. Auch das Ermittlerteam konnte mich überzeugen. Sarah und Jack waren mir schnell sympathisch und es hat mir großen Spaß gemacht, ihnen bei der Aufklärung der Fälle zu lauschen. Die Krimis selbst fand ich durchaus interessant gestrickt. In klassischer Krimi-Manier lädt die Handlung gelungen zum Mitraten ein und konnte mich auf so manche falsche Fährte locken. Auch wenn in „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ die Atmosphäre meiner Meinung nach noch um Einiges gelungener rüberkam, muss ich daher sagen, dass beide Geschichten dieses Hörbuch-Satzes für sehr gute und vor allem kurzweilige Unterhaltung sorgen.

Fazit: gelungener Auftakt einer Kurz-Krimi-Reihe mit einem sympathischen Ermittlerteam!

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
  • Stimme
Veröffentlicht am 23.04.2017

Keine Liebesgeschichte für schwache Nerven

Preppy - Er wird dich verraten
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Klappentext: „Samuel Clearwater aka Preppy liebt gute Fliegen, gute Pfannkuchen, gute Freunde, gute Partys, gute Drogen und gute Orgien mit schönen Frauen. Nachdem er sich zusammen mit King aus seiner ...

Klappentext: „Samuel Clearwater aka Preppy liebt gute Fliegen, gute Pfannkuchen, gute Freunde, gute Partys, gute Drogen und gute Orgien mit schönen Frauen. Nachdem er sich zusammen mit King aus seiner schrecklichen Kindheit befreit hat, lebt er endlich das Leben, von dem er immer geträumt hat. Doch als er eines Nachts die hübsche Dre Capulet davon abhält, sich von einem Wasserturm in den Tod zu stürzen, ist er augenblicklich gefangen zwischen seinem unaufhaltbaren Verlangen nach ihr und der Angst, dass sie das Leben, das er so sehr liebt, für immer verändern könnte. Doch so sehr er auch versucht, sich von der gebrochenen Schönheit fernzuhalten und ihr zu zeigen, dass ein Leben mit ihm nur in eine Richtung – nämlich bergab – geht, spürt er doch mit jeder Berührung, dass sein Herz immer Dre gehören wird, und zwar bis über den Tod hinaus...“

Bei „Preppy – Er wird dich verraten“ handelt es sich bereits um den fünften Band der King-Reihe von Autorin T. M. Frazier. Erzählt wird dieser erste Teil der Geschichte von Samuel bzw. Preppy und Dre über einen Prolog und insgesamt 42 Kapitel.

Für mich war dies das erste Buch der Reihe, das ich gelesen habe, und obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass aus der Lektüre noch mehr herauszuholen ist, wenn man die Vorgänger-Bände gelesen hat und über entsprechend mehr Kenntnisse um die genauen Hintergründe und die (Neben-)Figuren verfügt, so hatte ich dennoch nicht das Gefühl, dass mir grundlegende Informationen fehlen.

Insgesamt hat mir der Roman recht gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte immer mal wieder wechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten Preppy und Dre, wobei die Sprache stellenweise doch sehr derbe ausfällt. Wer sich daran jedoch nicht großartig stört, bekommt hier solide Unterhaltung geliefert, die sich auf der einen Seite durch schonungslose Brutalität auszeichnet, dabei aber auch ein großzügiges Maß an Humor nicht zu kurz kommen lässt. Man kann sich gut in beide Hauptfiguren hineinversetzen und ihre Geschichte gespannt verfolgen. Vor lauter Drama, Spannung und Emotionen kam das Ende für mich aber irgendwie zu abrupt. Das Buch so plötzlich enden zu lassen, weckt natürlich verstärkt die Neugierde auf den nächsten Teil, ich hätte mir dafür aber irgendwie eine andere, nervenschonendere Lösung gewünscht.

Fazit: derber erster Teil einer nervenaufreibenden Liebesgeschichte, bei der man die Fortsetzung kaum erwarten kann!