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Veröffentlicht am 25.09.2016

Rezepte und Geschichten eines Schiffskochs

Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte und Storys von den Jachten der Superreichen
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Klappentext: „Eine Menge Menschen dürften Stephan Staats um seinen exklusiven Job beneiden: Er fährt seit vielen Jahren auf den luxuriösen Hochseejachten der reichsten Menschen dieser Erde über die Weltmeere ...

Klappentext: „Eine Menge Menschen dürften Stephan Staats um seinen exklusiven Job beneiden: Er fährt seit vielen Jahren auf den luxuriösen Hochseejachten der reichsten Menschen dieser Erde über die Weltmeere und bekocht seine Dienstherren mit allem, wonach ihnen gelüstet. Doch die Arbeit als Chefkoch an Bord – oft monatelang ohne Auszeit und das meist bei einem 20-Stunden-Tag – ist nicht nur anspruchsvoll und anstrengend. Sie ist abenteuerlich, bisweilen bizarr und manchmal sogar lebensbedrohlich. Und während einem bei den Rezepten das Wasser im Munde zusammenläuft, bleibt einem beim Lesen der wahren Erlebnisse oft genug die Spucke weg. Zum ersten Mal erzählt der im Bergischen Land geborene und in Neuseeland lebende Koch in der Öffentlichkeit von seinen Erlebnissen und wie es wirklich auf diesen Schiffen zugeht. Dazu verrät er seine Rezepte aus den Ländern rund ums Mittelmeer, so wie er sie für Ölscheichs, russische Oligarchen, Musiker, Hollywood-Regisseure und -Schauspieler sowie Wirtschaftsmagnaten gekocht hat – landestypisch, aber immer mit dem besonderen Kick.“

In dem Kochbuch „Staats' Geheimnisse: Mediterrane Küche“ von Stephan Staats finden sich auf insgesamt 288 Seiten weit über 100 Rezeptideen, die sich alle am Ende in einem alphabetischen Index wiederfinden, sich zunächst aber in folgende sieben Kapitel bzw. Gebiete aufteilen:

Frankreich, Monaco
Spanien, Portugal, Balearen, Kanaren
Italien, Korsika, Sardinien, Malta
Albanien, Montenegro, Kroatien, Slowenien
Griechenland, Türkei, Zypern
Ägypten, Lybien, Marokko, Algerien, Tunesien
Israel, Gazastreifen, Syrien, Libanon

Hält man das Buch in den Händen, ist man wohl zunächst ein wenig von dem doch recht stattlichen Gewicht überrascht, denn das Werk ist wirklich groß und dick. Das Format habe ich persönlich als ein wenig unhandlich empfunden, es wirkt aber schon irgendwie imposant. Dieser Eindruck wird auch noch von dem mit so viel Liebe zum Detail gestalteten Umschlag bestätigt. Sowohl in optischer als auch in haptischer Hinsicht ist das Hardcover wirklich sehr schön geworden, wobei jedenfalls das eingearbeitete Lesebändchen seinen Beitrag zur praktischen Handhabung leistet.

Aber auch das innere des Buches ist schon optisch ein echtes Highlight. Zu Beginn eines jeden Kapitels ist die Region, die thematisiert werden soll, mitsamt der jeweiligen Häfen abgebildet. Sodann enthalten die Kapitel neben kulinarischen Köstlichkeiten aber eben auch diverse Geschichten aus dem (Berufs-)Leben des Autors, die auf mich schon fast zu extrem wirkten, um wahr zu sein – unterhaltsam zu lesen, sind sie aber allemal.

Die Rezepte selbst sind übersichtlich und gut erklärt. Jedes Rezept, deren genaues Herkunftsland in der oberen Ecke angemerkt ist, ist äußerst ansprechend bebildert, so dass einem schon beim bloßen Durchblättern das Wasser im Munde zusammenläuft. Auch hier merkt man wieder die besondere Liebe zum Detail, denn jedes Rezept wird individuell mit einem kurzen Text vorgestellt bzw. erklärt.

Die Kochanweisungen beinhalten zwar keine Absätze oder dergleichen, dafür sind die jeweils zum Einsatz kommenden Zutaten darin zumindest fettgedruckt, was das Nachkochen zumindest ein wenig vereinfacht. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier nicht nur die Netto-Zubereitungszeit, sondern auch die jeweils benötigte Gesamtzeit angegeben ist, was bei der Planung äußerst hilfreich ist. Meinen persönlichen Geschmack konnten die Rezepte leider zum Großteil nicht treffen, aber nichtsdestotrotz ist das Buch allein schon beim Durchblättern ein echter Augenschmaus.

Fazit: optisch und inhaltlich ein wahres Highlight im Kochbuch-Regal!

Veröffentlicht am 16.09.2016

Zum Mitnehmen oder zum hier Lesen?

Liebe, Zimt und Zucker
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Klappentext: „Wenn das Leben dir nur schwarzen Kaffee gibt, frag nach Zimt und Zucker! Marit zieht für ihre große Liebe extra von Hamburg in die Kleinstadt. Doch dann verlässt Tobias sie von einen Tag ...

Klappentext: „Wenn das Leben dir nur schwarzen Kaffee gibt, frag nach Zimt und Zucker! Marit zieht für ihre große Liebe extra von Hamburg in die Kleinstadt. Doch dann verlässt Tobias sie von einen Tag auf den anderen und Marit steht vor dem nichts. Spontan nimmt sie einen Job im Coffeeshop an, was eigentlich so gar nicht ihr Ding ist. Und während sie sich mit ihrem dauerentspannten Kollegen Moritz und den anderen skurrilen Kleinstadtbewohnern herumschlägt, tritt plötzlich ein ganz neuer Mann in ihr Leben. Als sie im Coffeeshop einen USB-Stick findet, macht sie sich auf die Suche nach dessen Besitzer. Mit Julian hat sie zunächst nur per E-Mail Kontakt, doch Marit merkt, dass sie mehr möchte. Von Julian, vom Leben.“

In dem Roman „Liebe, Zimt und Zucker“ erzählt die Autorin Julia Hanel über 58 Kapitel – nebst Prolog und Epilog – auf insgesamt 412 Seiten eine zuckersüße Liebesgeschichte mit viel Humor!

Eigentlich finde ich rosafarbene Cover nicht besonders ansprechend, dieses hier ist mir jedoch trotzdem gleich ins Auge gesprungen. Bereits die Gestaltung des Umschlags ist zauberhaft und der Inhalt des Buches steht diesem ersten Eindruck in nichts nach.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Nachdem die Kapitel dabei auch noch größtenteils ziemlich kurz gehalten sind, fliegt man nur so durch die Seiten und durch Marits Abenteuer. Besonders aufgelockert wird die Lektüre dabei durch immer mal wieder eingeworfene Emails, die auch gleichzeitig den Einstieg in die Geschichte bilden. Nach meinem Empfinden eine wirklich schöne Idee, die gelungen umgesetzt wurde und schnell meine Neugierde geschürt hat.

Marit selbst war mir unheimlich schnell sympathisch. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und der Humor dabei hat mir voll und ganz zugesagt. Auch die Handlung selbst war für meinen Geschmack wunderbar interessant, teilweise sogar recht überraschend und insgesamt rundum kurzweilig gestrickt, so dass mir das Lesen großen Spaß gemacht hat.

Fazit: zuckersüße Unterhaltung mit Lachgarantie!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das liebe Geld – damals und heute!

Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt
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Klappentext: „Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber. In fast jeder Epoche schlummern ...

Klappentext: „Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber. In fast jeder Epoche schlummern für ihn versteckte Anlagetipps: Ludwig der XIV. erfindet im Barock das 'must have', der Vatikan versichert seit dem Mittelalter Unglücke, die im Sündenfall garantiert erst nach dem Tod eintreten und die zu Thun und Taxis hätten aufmüpfige Konkurrenten wie Uber einfach hinrichten lassen. Schnoy seziert die Geschichte des Geldes mit so großem Spaß an der Provokation, dass man dabei fast nicht merkt, wie viele fundierte Antworten auf aktuelle Wirtschaftsfragen dieses Buch bereithält.“

Der Autor Sebastian Schnoy erzählt in dem Buch „Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt“ über 13 Kapitel auf insgesamt 296 Seiten auf eine äußerst unterhaltsame Art und Weise „Von der irren Jagd nach dem Geld“ und welche Entwicklungen diese Jagd im Laufe der Geschichte gemacht hat.

Das Cover ist knallig bunt und ansprechend gestaltet. Bereits beim ersten Aufschlagen und Überfliegen des Inhaltsverzeichnissen kommt man nicht umhin, schon mal mit dem Schmunzeln zu beginnen: dort begegnen einem nämlich schon lustige Überschriften wie beispielsweise etwa „Zinseszinseszinseszins“ oder „Konsumier, so ich dir“.

Aber auch der eigentliche Inhalt dieses Buches steht diesem positiven ersten Eindruck in Nichts nach. Hier geht der Autor spritzig und humorvoll diversen Sprichwörtern, geflügelten Worten und Vorurteilen auf den Grund, beleuchtet allseits bekannte Alltagsphänomene und erläutert historische Hintergründe. Er nimmt den Leser dabei mit auf eine gleichsam unterhaltsame wie informative Reise durch die Jahrhunderte alte Geschichte des Geldes, die nicht nur durch die verschiedenen Epochen, sondern auch durch viele Länder führt. Aufgrund des tollen Schreibstils des Autoren, seines grandiosen Humors und seines Talents, diesen Humor auch in Schriftform perfekt akzentuiert festzuhalten, fliegen die Seiten nur so dahin und zwischen zahlreichen Aha-Momenten fühlt man sich nicht nur angenehm belehrt, sondern auch schlichtweg großartig unterhalten!

Fazit: alles rund um das liebe Geld – bekannte Alltagsphänomene und geschichtliches Wissen unterhaltsam in Szene gesetzt!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten von Süßem und Herzhaftem

sweet & salty
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Klappentext: „Die Kombination aus süßen Frühstücksklassikern und deftigem Abendessen macht den Reiz von 'sweet & salty' aus. Morgendliche Speisen wie Waffeln werden mit Herzhaftem wie Hähnchen und Pasto ...

Klappentext: „Die Kombination aus süßen Frühstücksklassikern und deftigem Abendessen macht den Reiz von 'sweet & salty' aus. Morgendliche Speisen wie Waffeln werden mit Herzhaftem wie Hähnchen und Pasto als neuartige Snacks serviert. Spiegelei, Rührei, pochierte Eier und Omeletts kommen in neuen originelle Varianten daher. Einflüsse aus fremden Küchen setzen willkommene Akzente, zum Beispiel die vietnamesische Frühstückssuppe 'Pho', die mit Vitaminen und Proteinen punktet und doch kalorien- und fettarm ist. Oder Frühstücksburritos mit gegrillten Aprikosen. Genau das Richtige für Nachtschwärmer und Spätaufsteher, die dennoch nicht auf Frühstücksklassiker verzichten wollen. Ideal auch für junge Eltern und unkomplizierte Familien oder für ein gemütliches Come-together am Samstagnachmittag oder Sonntagabend mit Freunden. Alle Rezepte sind ultraschnell zubereitet, viele auch geeignet für Low-Carb-Anhängerinnen, Vegetarier und Veganer.“

In „sweet & salty: Frühstück für den ganzen Tag“ stellen die Autoren Andrea Martens und Jo Kirchhher insgesamt fast 70 Rezeptideen vor, die Süßes und Herzhaftes interessant kombinieren.

Aufgeteilt ist das Buch dabei nach einem kurzen Info-Teil in folgende sieben Kapitel:
Smoothies & Bowls
Waffeln
Pancakes & Crêpes
Brote & Toasts
Aus dem Ofen
Omeletts & Co.
Für den größeren Hunger

Das auffallend längste Kapitel ist dabei mit 19 Rezepten eindeutig „Brote & Toasts“, die übrigen Kapitel umfassen jeweils sieben bis elf Rezeptideen, bevor das Buch dann mit einem Rezepteverzeichnis abschließt, welches nicht nur die einzelnen Rezepte selbst alphabetisch aufführt, sondern auch eine Übersicht nach Kategorien (z.B. Aufstriche, Smoothies usw.) bietet.

Optisch ist das Buch schon mal ein echter Hingucker: es liegt super in der Hand und ist sowohl reich als auch bunt sowie meiner Meinung nach absolut ansprechend bebildert.

Ich muss allerdings gestehen, inhaltlich hat mich der Klappentext wohl ein wenig in die Irre geführt. Das mag durchaus an mir gelegen haben, aber ich habe hier in erster Linie Rezepte erwartet, bei denen Frühstücksklassiker neu interpretiert und dadurch in für jede Tages- und Nachtzeit taugliche Gerichte verwandelt werden. Nicht erwartet hatte ich, dass jedes einzelne der vorgestellten Rezepte etwas Süßes mit etwas Herzhaftem kombiniert – dem ist hier aber so. Mich persönlich hat das ein wenig enttäuscht, das war aber eben vollkommen meinen falschen Erwartungen geschuldet.

Leute, die Kombinationen von Süß und Salzig lieben, kommen bei diesem Buch hingegen mit Sicherheit voll auf ihre Kosten – der Kreativität der Autoren schienen hier keine Grenzen gesetzt gewesen zu sein!

Allerdings konnte auch ich – trotz meiner dahingehend zweifelsohne leichten kulinarischen Engstirnigkeit – einige interessante und für meinen Geschmack auch möglicherweise alltagstaugliche Rezepte finden. Dabei handelt es sich um Rezepte wie „Brotaufstrich mit Datteln, Speck und Mandeln“, „Kanadisches Bananenbrot goes salty“, „Toast-Muffins mit Ei und salzigen Karamellstreuseln“ oder etwa „French Toast mit Schoko-Bacon-Streifen“ – alles schöne Kombinationen verschiedener Geschmäcker, als solche aber wohl auch schon altbewährt.

Etwas experimentierfreudigere Leser könnten sich im Gegensatz dazu zum Beispiel an „Waffeln mit Knusperhähnchen und Banane“, „Pancakes mit Gewürzapfelschwein“ oder vielleicht „Quinoa-Crêpes mit Forellencreme und Birnenchutney“ probieren – wem hier schon beim Lesen, das Wasser im Munde zusammenläuft, sollte nicht zögern und sich schnellstmöglich ein Exemplar dieses vielleicht etwas speziellen, für seine eigentliche Zielgruppe aber super gelungenen Kochbuches zulegen!

Fazit: interessante Rezeptideen für den eher etwas ausgefalleneren Geschmack, dabei aber super ansprechend aufbereitet!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kurzweiliger Auftakt der Reihe

Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1)
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Klappentext: „Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, ...

Klappentext: „Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leichtverdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr Januar.“

Das erste, das bei diesem Buch auffällt, ist das ansprechende Cover, durch dessen besondere Haptik der Roman auch noch super in der Hand liegt und ein wahres Schmuckstück im Bücherregal ist.

„Calendar Girl – verführt“ ist der erste Band, der auf insgesamt vier Teile angelegten Buch-Reihe der Autorin Audrey Carlan. Im Verlauf dieser vier Bücher begleitet der Leser die Protagonistin Mia durch das Jahr, in dem sie für die Agentur arbeitet. Dementsprechend umfasst dieser erste Band die Monate Januar, Februar und März, welche sich jeweils auf neun oder zehn Kapitel aufteilen. Insgesamt umfasst dieses erste Quartal insgesamt 364 Seiten.

Den Handlungsansatz an sich fand ich sehr interessant und auch die Umsetzung ist meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Dank des leichten und wenig anspruchsvollen Schreibstils liest sich dieser Roman wirklich locker weg. Nur leider konnte ich mich mit Mia auch bis zum Schluss nicht so richtig anfreunden. Sie ist zwar ein durchaus interessanter und eigentlich gut ausgearbeiteter Charakter, richtig sympathisch werden konnte sie mir persönlich aber leider irgendwie nicht. Dennoch habe ich ihre abwechslungsreichen Aufträge für die Monate Januar bis März gerne mitverfolgt, denn auch trotz der Bedienung diverser Klischees habe ich das Buch für einen Vertreter seines Genres als durchaus unterhaltsam und kurzweilig zu lesen empfunden.

Weiter geht die Geschichte übrigens mit „Calendar Girl – Berührt“. Auch die übrigen Bände sollen bis Ende des Jahres 2016 erscheinen.

Fazit: interessanter Handlungsansatz gelungen umgesetzt, nur leider mit einer für mich nicht wirklich sympathischen Protagonistin.