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Veröffentlicht am 06.05.2020

Besser als die letzten Bände der Shepard-Reihe, aber nicht so gut wie die ersten

Die Stimme des Zorns
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Achtung: Band 1 einer Reihe, die ein Spin-Off der Shepard-Reihe ist!

Francis Ackerman Junior ist zurück und er hat sich nicht wirklich verändert. Zwar darf er nicht mehr mit seinem Bruder Marcus zusammenarbeiten, ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, die ein Spin-Off der Shepard-Reihe ist!

Francis Ackerman Junior ist zurück und er hat sich nicht wirklich verändert. Zwar darf er nicht mehr mit seinem Bruder Marcus zusammenarbeiten, doch dafür hat er jetzt eine neue Partnerin, die er sogar ganz gerne mag. Francis arbeitet mittlerweile für das FBI und bekommt die Fälle, die anderweitig nicht gelöst werden können. Er jagt immer noch Monster und versucht sie meistens einigermaßen lebendig abzuliefern – lebendig, nicht unbeschädigt.
Dieses Mal geht es um den Fall des Aliens. Ein Killer, der scheinbar von Ufos und dergleichen besessen ist und in der Stadt Rockwell sein Unwesen treibt. Zuletzt hat er eine Frau entführt, die mit Büchern über ihre angebliche Entführung durch Aliens richtig viel Geld gemacht hat. Kann Francis den Killer aufspüren, solange die Frau noch lebt?


Ich bin ja ein großer Fan von Francis Ackerman Junior. Ich finde seine Art einfach unheimlich witzig. Er ist so arrogant und knochentrocken. Er weiß, dass er alles und jedem überlegen ist und nutzt das gnadenlos aus.
Die letzten Bände der Shepard-Reihe waren nicht mehr mein Fall. Francis war zwar nach wie vor witzig und einfach Francis, aber die Handlung war mir oft zu weit hergeholt. Ich habe lange überlegt, ob ich der neuen Reihe eine Chance geben sollte, aber schließlich habe ich mich dafür entschieden. Es ist toll Francis als Protagonisten zu haben. Das Buch ist überwiegend aus seiner Sichtweise geschrieben.
Aber das Buch hat seine Längen, die sich schon sehr früh bemerkbar gemacht haben, ebenso wie die vielen Fehler. Ich weiß nicht, ob es überwiegend Übersetzungs- oder Tippfehler sind, aber es sind auf jeden Fall einige. Mir sind sie richtig störend aufgefallen. Statt „es“ steht da mal „er“, oder es werden Worte verwendet, die in meinen Augen im Zusammenhang einfach nicht passen oder sogar schlichtweg falsch sind. Und dann gibt es noch die üblichen falschen Verbformen und Tippfehler.
Ich fand das wirklich schade, weil es mich von der Handlung abgelenkt hat.

Ich fand das Buch nicht schlecht. Ich hatte zwar die Auflösung schon sehr früh erraten, aber das Buch war trotzdem gut. An die ersten drei Bände der Shepard-Reihe kommt es für mich aber nicht heran. Es hatte seine Längen und gerade die Interaktion zwischen den Brüdern fand ich immer so interessant, dass man im Grunde nie wusste, was Ackermann als nächstes machen würde und ob er wirklich mit den Shepards zusammenarbeitet oder nur auf eine Gelegenheit wartet, sie zu ermorden. All das fällt hier weg. Ackermann wirkt geradezu in sich ruhend. Das ist an sich nicht schlecht, es gibt dem Buch eine ganz andere Perspektive, aber ich vermisse irgendwie sein Monster. Das kommt leider erst kurz vor Schluss ein bisschen zum Spielen heraus.

Was mir am besten gefiel war, dass Liana Nakai wiederauftaucht und tatsächlich eine Art Beziehung mit Ackermann zu führen scheint. Ich finde das so toll! Ackerman mal so ganz anders, aber gut anders. Man hätte ihn nie so zu sehen erwartet.

Man erfährt auch wieder ein bisschen was über Ackermans Vergangenheit. Das ist sehr interessant, vor allem, wenn es um frühere Taten und deren Folgen geht.

Die Auflösung war für mich wenig überraschend, was die Identität des Täters anbelangt, aber die Situation als Ganzes war dennoch spannend.


Fazit: Das Buch ist nicht schlecht, aber für mich kommt es nicht an die ersten drei Bände der Shepard-Reihe heran. Das Buch hat definitiv seine Längen und sie zeigen sich schon sehr früh. Zudem konnte ich sehr schnell erraten, wer der Täter ist, was irgendwie schon schade ist, aber kein K.O.-Kriterium für mich darstellt. Trotzdem, ich vermisse den alten Francis, seine knochentrockenen Bemerkungen, bei denen einem die Haare zu Berge standen.
Zum Glück gibt wenigstens die Handlung rund um Liana Nakai dem Ganzen wieder etwas Schwung. Man erlebt Ackerman von einer komplett anderen Seite, die man ihm niemals zugetraut hätte. Aber es ist echt cool. Ich meine, man wusste schon aus der Shepard-Reihe, dass er zu Gefühlen fähig ist, er hatte ja welche für seinen Bruder, dessen Freundin, seine Therapeutin und schließlich für seinen Hund. Aber mit Liana ist alles noch mal normaler und dadurch seltsamer. Denn auch wenn er sich zu ihr hingezogen fühlt, Ackerman wird nie ganz normal sein.

Die Handlung um die Jagd auf das Alien zog sich leider immer wieder. Aber am Schluss wurde es noch richtig spannend.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.05.2020

Echt heftig, aber auch sehr gut!

Das wirkliche Leben
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Achtung: in diesem Buch werden Tiere gequält und ermordet!

Achtung: in diesem Buch gibt es wirklich heftige Schilderungen von brutaler Gewalt!


Das Leben der Protagonistin – deren Namen wir im Verlauf ...

Achtung: in diesem Buch werden Tiere gequält und ermordet!

Achtung: in diesem Buch gibt es wirklich heftige Schilderungen von brutaler Gewalt!


Das Leben der Protagonistin – deren Namen wir im Verlauf des Buches nicht erfahren – ist geprägt von Gewalt. Vor allem von der Gewalt, die ihr Vater ausübt. Er tyrannisiert die gesamte Familie, aber bis die Protagonistin 13 Jahre alt ist, schlägt er nur ihre Mutter. Sie kennt es nicht anders. Er rastet aus und ihre Mutter ist vor lauter Blut kaum noch zu erkennen.
Ein Ereignis setzt die Geschehnisse in Gang, ein blutiger Unfall verändert alles für immer. Die Protagonistin und ihr kleiner Bruder – bis dahin das Licht ihres Lebens – werden Zeugen eines blutigen Todes. Das Trauma lässt in ihrem Bruder ein Monster entstehen, das dem, unter dessen Dach sie leben müssen kaum nachsteht.
Wird das Mädchen lange genug durchhalten, um eines Tages ihr „wirkliches Leben“ zu beginnen, weit ab von dieser Hölle, die sich Zuhause nennt?


Das Buch ist teilweise wirklich extrem heftig. Es werden Tiere gequält und ermordet – wobei man nur bei einem live dabei ist (wer das überblättern möchte, sollte die Seiten 223-225 meiden). Das zentrale Thema ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen. So erfährt man an einer Stelle, was einem Nebencharakter angetan worden ist und das ist wirklich widerlich, da ist mir ganz anders geworden (wer das nicht gern lesen möchte, sollte die Seiten 194 und 195 überspringen).

Die Protagonistin lebt bereits in der Hölle, ihr Leben ist geprägt von den Stimmungen ihres Vaters und dessen Gewaltausbrüchen. Ihre Mutter ist eine leblose Hülle, die ihm als Punchingball dient. Doch die Kinder lässt er in Ruhe, bis die Protagonistin in die Pubertät kommt. Das sorgt dafür, dass sie plötzlich in den Augen ihres Vaters jeglichen Wert verliert. Sie soll nur einigermaßen heil bleiben, damit er sie noch verheiraten kann, was ansonsten mit ihr passiert ist ihm herzlich egal. Sie ist für ihn nur eins: Beute. Ein Opfer.

Dabei ist das Mädchen unglaublich klug. Sie zieht ihren Bruder praktisch allein groß und ist ein Genie in Physik. Doch das macht sie nur noch mehr zur Zielscheibe. Denn wenn eines verboten ist in ihrem Haus, dann klüger zu sein, als ihr Vater.

Sie hofft so sehr ihren kleinen Bruder zurückzubekommen, die Version, die er war, bevor sie einen grausamen, blutigen Unfall mitangesehen haben. Die Version, die kein Vergnügen in Folter und Tod fand.

Das Mädchen will nur eins: lange genug mit intakter Seele überleben, um eines Tages ihr „wirkliches Leben“ zu beginnen, weit weg. Doch das ist alles andere als leicht, wenn man in einem Haus mit zwei Monstern lebt und nicht einmal ihre Mutter willig oder in der Lage ist, ihr zu helfen oder sie zu beschützen.


Fazit: Das Buch ist wirklich gut, es ist packend und spannend. Die Protagonistin war mir sofort sympathisch und tat mir sehr leid. Ich habe ihr wirklich die Daumen gedrückt und mehr als einmal den Wunsch verspürt ihren Vater umzubringen.

Leider gibt es im Buch drei ziemlich grausame Szenen. Eine ist ein Unfall und geht noch einigermaßen. Die zweite ist wirklich so schlimm, dass mir ganz anders geworden ist und die dritte trifft mich persönlich einfach sehr. Wer lieber nichts über unmenschliche Folter und Grausamkeit lesen will, sollte die Seiten 194 und 195 überspringen. Und wer mit brutaler Gewalt gegen Tiere in einem Buch nicht umgehen kann, sollte die Seiten 223-225 meiden.
Mir waren diese Szenen teilweise wirklich zu heftig, da wäre eine Warnung vorab ganz nett gewesen.

Trotzdem hat mir das Buch an sich sehr gut gefallen. Ich mochte die Protagonistin sehr und ihre Entwicklung war sehr interessant und glaubwürdig.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Ein ganz anderes, aber wirklich gutes Buch!

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die Ehe von Gavin und Thea ist am Ende. Zumindest scheint es so. Es hat sich in den letzten Jahren so viel aufgetürmt und der große Knall war nur noch eine Frage der Zeit. ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die Ehe von Gavin und Thea ist am Ende. Zumindest scheint es so. Es hat sich in den letzten Jahren so viel aufgetürmt und der große Knall war nur noch eine Frage der Zeit. Thea weiß, dass es nicht allein Gavins Schuld war, doch sein Verhalten war es, das letztlich das Fass für sie zum Überlaufen gebracht hat. Thea will lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende, auch mit Blick auf die gemeinsamen Kinder. Die Scheidung ihrer Eltern war damals für Thea und ihre Schwester traumatisch, das will sie nicht für ihre Töchter. Gavin will Thea aber um keinen Preis verlieren. Er weiß, dass er sich wie ein A... benommen hat und ist bereit alles zu tun, um sie zurückzugewinnen. Sogar Mitglied eines Buchclubs zu werden und Liebesromane zu lesen – auch wenn ihm das wie die Vorstufe zur Hölle vorkommt.


Gavin und Thea taten mir beide leid, allerdings war ich doch mehr auf Theas Seite. Ihre Kindheit war an dem Tag zu Ende, als die Ehe ihrer Eltern zerbrach. Beide Eltern hatten kein Interesse mehr an ihr und ihrer Schwester – kein Wunder also, dass die Sache mit Gavin da alte Wunden aufreißt. Und seien wir mal ehrlich, er hat echt ein Talent dafür genau das Falsche zu sagen oder zu tun.

Beide Protagonisten tragen viele Altlasten mit sich herum. Sie wurden beide sehr oft, sehr tief verletzt und schaffen es immer wieder einander unabsichtlich an genau dem Punkt zu treffen und diese alten Wunden wieder aufzureißen.

Ich freue mich wirklich darüber, dass Gavin ihre Beziehung retten will. Er sieht in ihr nicht nur ein Statusobjekt oder den bequemen Weg, nein, er will Thea zurück, weil es für ihn immer nur Thea gab.

Sie haben beide Fehler gemacht, allerdings hat Gavin echt ein Händchen dafür, genau das zu tun mit dem er bei Thea die tiefsten Wunden schlägt. Er denkt in dem Moment nicht daran, wie das bei ihr ankommt, er denkt nur an seinen Schmerz. Er schlägt praktisch um sich.

Der Buchclub und vor allem das Buch im Buch – der Liebesroman, den er lesen soll/muss – sorgen dafür, dass er erkennt, was in Thea vorgeht und wie sie an diesen Punkt überhaupt geraten konnten. Er erkennt auch Stück für Stück, auch mit der Hilfe der anderen Club-Mitglieder, dass es nicht nur um das geht, was er will, sondern auch um das, was Thea will. Nicht der eine Konflikt hat zu den Problemen in ihrer Ehe geführt. Der Konflikt hat sie nur deutlich sichtbar werden lassen. Gavin muss erkennen, dass er vieles einfach nicht gesehen hat und nicht sehen wollte. So wie Thea herausfinden muss, wer sie eigentlich ist, wenn man ihre Fassade der „perfekten“ Ehefrau, Mutter und Spielerfrau abkratzt.

Das Buch im Buch gefiel mir sehr gut. Ich habe mit beiden Pärchen mitgefiebert.


Fazit: Das Buch ist mal wieder etwas ganz anderes. Es geht mal nicht um zwei Menschen, die einander kennenlernen und sich verlieben und dann irgendwie zusammenfinden müssen. Nein, es geht um ein Ehepaar, dass sich selbst und einander verloren hat und sich jetzt neu kennenlernen muss. Sie müssen sich darüber klar werden, wer sie eigentlich sind und wer der jeweils andere ist. Sie müssen über ihre Altlasten hinwegkommen und einen Weg finden, sich über die Wunden ihrer Vergangenheit zu erheben.
Der Secret Book Club ist für Gavin die einzige Chance. Das ist den anderen Mitgliedern und bald auch ihm klar. Er schafft es einfach nicht, dass seine Worte bei Thea so ankommen, wie er sie meint. Er sagt und tut immer das Falsche und macht alles nur noch schlimmer. Die Protagonisten im Liebesroman, den er lesen soll/muss erleben ähnliches, wenn auch unter etwas anderen Voraussetzungen, einfach, weil der Roman in der Regency Zeit spielt. Doch gerade weil die Umstände etwas anders sind, ermöglicht das Buch Gavin zu erkennen, was er all die Jahre übersehen hat.

Natürlich gibt es viel Drama in diesem Buch, aber es ist „realistisches“ Drama in meinen Augen. Ich finde es wirklich toll, wie sich die Protagonisten entwickeln – in beiden Romanen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Book Club ist so eine tolle Truppe, die Jungs sind echt süß und was ich besonders toll finde ist, dass dieses Buch mit den gesellschaftlichen Konventionen bricht. Hier gibt es Männer, die über ihre Gefühle reden, die weinen, die nicht krampfhaft einen auf „harter Kerl“ machen, aber sie sind keine „Weicheier“, sondern einfach Männer. Dieses Buch bricht mit den gängigen Rollenklischees und das gefällt mir einfach richtig gut.

Durch die Jungs des Buch Clubs gibt es aber auch viel zu lachen. Sie sind einfach so süß! Auch Gavin gewinnt immer mehr dazu, allein schon durch seine Titeladaptionen oder seine Spitznamen für den Protagonisten des Romans. Die Krönung ist aber seine neue Art zu Fluchen! Ich habe mich weggeschmissen vor Lachen. Das sorgt für den besonderen Charme des Buches.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Für das Hörbuch habe ich Kritik, das Buch selbst finde ich wieder richtig gut

Bella und Edward 4: Biss zum Ende der Nacht - Die ungekürzte Lesung
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Achtung: Band 4 einer Reihe!

Bella und Edward heiraten endlich und Bellas Wunsch nach körperlicher Intimität mit Edward wird erfüllt. Doch dann geschieht etwas, mit dem keiner von beiden und auch sonst ...

Achtung: Band 4 einer Reihe!

Bella und Edward heiraten endlich und Bellas Wunsch nach körperlicher Intimität mit Edward wird erfüllt. Doch dann geschieht etwas, mit dem keiner von beiden und auch sonst niemand jemals gerechnet hätte: Bella wird schwanger. Sie will das Baby um jeden Preis behalten. Edward leidet Höllenqualen. Er hat ihr das angetan und jetzt muss er mit ansehen, wie sie langsam stirbt. Bella hofft, dass sie in letzter Minute verwandelt werden kann, doch Edward glaubt nicht daran.
Als Jacob davon erfährt weiß er nicht mehr, was er denken oder tun soll. Doch als Sam, der Alpha des Werwolfrudels, Bellas Tod befiehlt, steht seine Entscheidung innerhalb von Sekunden fest: er zieht Bella seiner Familie, seinem Rudel vor. Doch kann er wirklich gegen seine Brüder kämpfen? Kann Bella rechtzeitig verwandelt werden?
Und dann gibt es noch eine Bedrohung am Horizont, die ihrer aller Leben bedroht.


Die Handlung mit der Schwangerschaft ist bis heute nicht wirklich meins, ergibt aber, wenn man das Große Ganze betrachtet Sinn. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem die Handlung rund um Jacob. Seine Kommentare sind einfach toll, die Kapitelüberschriften sind so herrlich schnodderig. Die Streitereien mit Rosalie bringen mich jedes Mal zum Lachen.

Ich habe das Buch dieses Mal als Hörbuch gehört. Ich persönlich mag den Sprecher von Jacobs Kapiteln leider nicht. Wenn er Jacob spricht geht es noch, aber seine verstellten Stimmen passen für mich nicht. Vor allem wenn er Bella spricht klingt das für mich einfach nur schräg. Seine Stimme ist für mich zu hoch, zu jung. Das passt, wenn Jacob ein Teenie um die 14/15 wäre, aber da er durch seine Werwolf-Gen schneller erwachsen wird und jetzt quasi 25 Jahre alt ist, zumindest körperlich, passt für mich die Stimme nicht.

Ich will nicht spoilern, für den Fall, dass diese Rezension von jemandem gelesen werden sollte, der die Reihe noch nicht kennt. Daher kann ich einen weiteren Punkt, der mir sehr gut gefällt, nicht explizit erwähnen. Ich sage nur so viel: es wird richtig interessant und witzig.

Im letzten Drittel wird das Buch richtig spannend und so faszinierend! Man lernt noch mehr über die Welt der Vampire, die Cullens und die Werwölfe. Jedes Mal wieder packt mich die Spannung.


Fazit: Einerseits finde ich dieses Buch richtig, richtig gut. Andererseits gibt es auch Teile der Handlung die nicht zu 100% meins sind. Sie machen zwar Sinn, aber irritieren mich trotzdem noch. Man lernt wieder sehr viel über die Welt der Vampire und Werwölfe. Ich finde das immer so faszinierend!
Das Buch ist sehr spannend! Die Spannung packt mich jedes Mal wieder. Ich fiebere mit und mache mir Sorgen um „meine“ Charaktere.

Da ich dieses Mal das Buch als Hörbuch gehört habe, ist mein größter Kritikpunkt darauf bezogen. Ich fand den Sprecher, der Jacobs Teil gesprochen hat, leider nicht besonders gut. Wenn er Jacob spricht geht es noch einigermaßen, auch wenn er mir da zu jung klingt. Als Werwolf ist er schneller gealtert und jetzt körperlich gesehen 25 Jahre alt, die Stimme klingt aber sehr jung. Das passt für mich leider nicht. Was mich aber noch mehr stört, sind die verstellten Stimmen von diesem Sprecher. Ich finde sie wirklich schlimm. Die Stimmen sind so anders, als ich sie mir vorgestellt hatte, die Art zu sprechen passt einfach sehr oft nicht, zu den Gefühlen, die der jeweilige Charakter gerade fühlt und verkörpert. Die Frauenstimmen fand ich leider nicht gut. Vor allem wenn er Bella sprach klang das für mich einfach nur schräg.

Das Buch selbst würde von mir 5 Sterne bekommen. Das Hörbuch aus dem genannten Grund aber "nur" 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2020

Unglaublich spannend und einfach richtig, richtig gut!

Der Funke des Lebens
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Alles scheint simpel: ein Mann ist in Jackson, Mississippi in eine Frauenklinik eingedrungen und hat dort das Feuer eröffnet, Menschen verletzt, getötet und Geiseln genommen. Polizeiunterhändler Hugh McElroy ...

Alles scheint simpel: ein Mann ist in Jackson, Mississippi in eine Frauenklinik eingedrungen und hat dort das Feuer eröffnet, Menschen verletzt, getötet und Geiseln genommen. Polizeiunterhändler Hugh McElroy versucht zu verhandeln, als ihn die Nachricht erreicht, dass seine eigene fünfzehnjährige Tochter in der Klinik ist, sie ist eine der Geiseln.

Doch es handelt sich hier um ein Buch von Jodi Picoult, das bedeutet nichts ist simpel und nichts ist so, wie es zunächst scheint. Es geht um eine Debatte, die auf der ganzen Welt immer wieder geführt wird, mal mehr, mal weniger sachlich, mal mehr, mal weniger gewalttätig. Welten prallen aufeinander und es geht um Grundsatzdiskussionen. Hier jedoch geht es nicht um die Theorie, es geht um Menschen, die direkt betroffen sind. Es geht um das Recht auf Abtreibung.


Wieder einmal hat sich Jodi Picoult eines Themas angenommen, bei dem es kein „richtig“ und kein „falsch“ gibt. Abtreibung ist eines der sensibelsten und umstrittensten Themen unserer Zeit. Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper trifft auf das Recht auf Leben, auf Religion, auf persönliche Schicksale. Wer darf was, wer hat welche Rechte und wie bringt man all das unter einen Hut? Genau damit beschäftigt sich der Gesetzgeber auf der ganzen Welt schon seit vielen, vielen Jahrzehnten. Jeder hat seine eigene Meinung zu dem Thema, viele waren auf die ein oder andere Art schon davon betroffen. Picoult schafft es mal wieder eine Debatte zu entfachen, indem sie ein großes Thema herunterbricht auf das Leben von einer Handvoll Menschen. Man hört die unterschiedlichen Standpunkte nicht nur, man erlebt sie. Picoult agiert nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Sie belehrt nicht. Sie zwingt einem nicht ihre Meinung auf. Das ist der Grund, warum sie zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Sie lässt jeden Leser selbst entscheiden woran er oder sie glauben will und auf welcher Seite er oder sie steht.

Konkret geht es in diesem Buch um den Schützen, der sich mit seiner Tat Gehör verschaffen will und natürlich Rache, um einen Unterhändler, der Leben retten will – vor allem das seiner Tochter Wren. Es geht um ebendieses Mädchen, das sich in der Klinik befindet, erst 15 Jahre alt. Es geht um eine Krankenschwester, einen Arzt, eine Pro-Leben-Aktivistin, die sich als Patientin eingeschleust hat und jetzt selbst den Hass zu spüren bekommt, den sie predigt. Und um ein Mädchen, dass wegen Mordes angeklagt wird, weil ihm keiner helfen wollte. Es geht um Menschen, die an diesem Tag aufeinandertreffen als Sinnbilder für einen Konflikt.

Die Charaktere reißen einen direkt in die Geschichte hinein und lassen einen nicht mehr los. Man wird mitgerissen von der Handlung, berührt von den jeweiligen Gefühlen und Schicksalen. Man macht sich Sorgen und man fängt an, sich von der entstehenden Debatte, von den jeweiligen Positionen einnehmen zu lassen. Ja, es geht in erster Linie natürlich um die Handlung, aber man kann kein Jodi Picoult Buch lesen, ohne selbst ins Grübeln zu kommen.

Das Buch ist unglaublich spannend. Es dauert nur wenige Sätze und schon lässt einen die Spannung nicht mehr los. Man hat Angst um die Charaktere, vor allem Wren, man fragt sich, wie das alles enden wird. Gibt es ein Happy End? Oder bleibt am Ende nur Blut und Tod übrig?

Dann kommt kurz vor Schluss noch die Wendung und so vieles ergibt auf einmal Sinn. Einfach nur wow!


Fazit: Ich bin total fertig. Das Buch hat mich echt emotional durch die Mangel gedreht. Es ist unglaublich spannend, berührend, tragisch, schön und vor allem unbeschreiblich gut. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, geweint und sehr viel nachgedacht. Wenn man jemanden auf der Straße auf das Thema Abtreibung ansprechen würde, ich denke jeder hätte eine Meinung dazu. Die Debatte wird nicht nur hierzulande leidenschaftlich geführt. Nehmen wir nur mal Polen, dort wird das Abtreibungsrecht konsequent immer mehr verschärft. Inzwischen ist es quasi nicht mehr existent.
In den USA ist das Thema besonders brisant. Es gibt jedes Jahr Anschläge auf Abtreibungskliniken oder Frauenkliniken, in denen auch Abtreibungen angeboten werden. Es gibt Verletzte und Tote im Namen von Religion, Fanatismus und persönlichen Gefühlen. Man mag von der Abtreibung und den rechtlichen Rahmenbedingungen halten was man will, aber es ist ein Thema, das jeden beschäftigt, jeder hat eine Meinung dazu.
Dieses Buch greift die verschiedenen Positionen auf und überträgt sie auf die Charaktere. Man erlebt durch sie die verschiedenen Argumente und Überzeugungen. Gleichzeitig jedoch wachsen sie einem sehr schnell ans Herz, besonders Wren und ihr Vater. Man kann sich der Diskussion nicht entziehen, ebenso wenig aber auch der menschlichen Komponente.

Was mir besonders gut gefiel war neben der genialen Wendung, dass die Zeit im Buch rückwärtslief. Es beginnt um 17 Uhr, das nächste Kapitel startet um 16 Uhr, dann 15 Uhr und so weiter. Ich mag sowas sehr gerne.

Ich bin jetzt jedenfalls total am Ende und muss mich erstmal erholen. Das Buch konnte mich vollkommen überzeugen und erhält wohlverdiente 5 Sterne.

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