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Veröffentlicht am 19.03.2020

Kurz vor Schluss sehr spannend, aber für mich oft zu abrupt

Special Unit Serpent – Tödliches Verlangen
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Achtung: Band 1 einer Reihe! Ob oder wann weitere Bände erscheinen steht noch nicht fest, aber da so viel offen bleibt am Ende, gehe ich davon aus.


Riley ist zufrieden mit ihrem Leben. Naja abgesehen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe! Ob oder wann weitere Bände erscheinen steht noch nicht fest, aber da so viel offen bleibt am Ende, gehe ich davon aus.


Riley ist zufrieden mit ihrem Leben. Naja abgesehen davon, dass es ihr einfach nicht gelingen will die unehrenhafte – und ungerechtfertigte – Entlassung ihres Vaters aus der Navy rückgängig machen zu lassen. Und dann ist da auch noch die Sache mit den Männern. Irgendwie endet das für sie immer mit Schmerz.
Eines Abends steht plötzlich Killian in ihrem Tattoo-Studio. Er will sich ein Cover-up machen lassen, doch Riley bringt es nicht übers Herz die wunderschöne Arbeit zu zerstören. Es funkt und einige Tage später landen sie im Bett. Doch Riley entdeckt, dass er ein Navy Tattoo hat und kann einfach nicht bei ihm bleiben. Zu viel Schmerz ist mit der Navy verbunden.
Ein anderer Kunde lässt sich Killians Tattoo stechen und als er die Zeichnung bei ihr findet schnürt ihm ein furchtbarer Verdacht die Luft ab. Wenn er recht hat, hat er Riley in schreckliche Gefahr gebracht.


Riley war anfangs eine richtig coole Frau, die scheinbar nichts aus der Ruhe brachte, doch das war nur eine Facette ihrer Persönlichkeit. Sie steht unter unheimlichem Druck. Ihr Vater lebt in einem Pflegeheim und die Kosten fressen beinahe ihren gesamten Verdienst. Ihre Anträge auf Annulierung der unehrenhaften Entlassung werden andauernd abgeblockt. Von allen Seiten bekommt sie immer nur Magenschwinger. Sie tat mir echt leid.
Gleichzeitig hat Riley aber auch so viele schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, dass sie sofort immer das Schlimmste annimmt. Sie beißt sich an diesen Vorverurteilungen total fest, bis sie irgendwann dann doch bereit ist nachzudenken und objektiver an die Sache heranzugehen. Man kann verstehen, wo das herkommt, immerhin wurde sie in ihrem Leben so oft verletzt und so oft war auch das Schlimmste genau das, was sie bekommen hat. Trotzdem ist es schade, weil sie das auch anstrengend macht.

Killian will Riley um jeden Preis beschützen, allerdings stellt er sich da in meinen Augen ziemlich dämlich an. Er will nicht, dass seine Feinde wissen, dass sie ihm etwas bedeutet, da ist es dann sicher die falsche Taktik in ihr Haus zu ziehen, sie zu stalken und sich in der Öffentlichkeit mit ihr blicken zu lassen! Das war für mich leider unlogisch, bzw. einfach doof von ihm. Es hätte nur noch gefehlt, dass er jede Menge Pärchen-Fotos mit ihr macht, die er dann in den Sozialen Medien zeigt. Ja, ich übertreibe, aber ehrlich mal, das ergibt einfach keinen Sinn!
Es war toll gemacht, wie man erfahren hat, was damals bei dem Einsatz passiert ist und wie das das Team verändert hat. Es ist schlimm, dass sie das durchmachen mussten. Das restliche Team ist sehr sympathisch, man wünscht ihnen ein Happy End.

Mir ging es immer wieder zu schnell. Für mich kommen die Wendungen zu plötzlich. Ich hätte mir gewünscht, dass der Crime-Anteil etwas höher gewesen wäre. Es dreht sich mehr um Riley und Killian, ob sie sich jetzt wollen oder nicht, bzw. ob Riley ihm vertrauen kann und ob er es schafft, sie zu überreden, als um die Story rund um Serpent. Ja, es ist eine Reihe und natürlich kann die Story nicht komplett abgeschlossen werden, aber es geht hier ja darum, dass eventuell Rileys Leben in Gefahr ist, davon spürt man aber erst kurz vor Schluss etwas. Davor gibt es ganz selten mal Szenen, bei denen man sich denkt: passiert jetzt was Spannendes? Nein. Die Bedrohung existiert mehr in Killians Kopf. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sie entweder die ganze Zeit über spürbar gewesen wäre, z.B. durch irgendwelche Ungereimtheiten, die Riley Killian vielleicht nebenbei erzählt, die für ihn aber Sinn ergeben und für eine Bedrohung sprechen, oder offen in Erscheinung getreten wäre. So kamen mir die Szenen viel zu abrupt.

Ja, es gibt definitiv spannende Szenen in diesem Buch, aber eben erst kurz vor Schluss und dann sind sie auch ganz schnell wieder vorbei. Was mich dabei aber noch mehr gestört hat war, dass man eben noch mitten drin ist und ganz plötzlich ist das Kapitel vorbei und der Epilog beginnt und es wird nicht mehr erwähnt, wie es danach weitergegangen ist mit Serpent oder irgendetwas. Die Szene wird einfach abgeschnitten, bzw. der Ort gewechselt. Ich kann verstehen warum, aber mich hat es gestört.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Es hat definitiv seine schönen Szenen, aber mir ging es oft zu schnell. Nicht nur beim Crime-Anteil, der für mich deutlich höher hätte ausfallen dürfen, sondern auch zwischen Riley und Killian. Allgemein kommt für mich manches in diesem Buch zu abrupt. Das ist echt schade, denn mich wirft es dann immer aus der Handlung. Ich frage mich dann immer „huch, wann ist das denn passiert? Hab ich was verpasst?“.
Was gut dargestellt wird ist Rileys Situation. Wie sich alles über ihr auftürmt und niemand ihr hilft all die Last zu bewältigen. Sie tat mir echt leid.
Ich fand die Protagonisten nicht unsympathisch, aber ich habe Riley immer wieder an ihre Vorverurteilungen verloren. Sie ist darin untergegangen und ich musste warten, bis sie wieder auftaucht, bevor ich wieder bei ihr war.
Trotzdem ist dieses Buch kurz vor Schluss sehr spannend und ich konnte mitfiebern.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Bis zum letzten Viertel wirklich schön, aber dann doch zu viele Klischees

Das Licht von tausend Sternen
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Ashton und Harper lernen sich zufällig in der Uni Bibliothek kennen. Ashton, der sonst spielend leicht bei jeder landen kann, fällt aus allen Wolken, als Harper ihn abweist. Nicht nur deswegen ist er fest ...

Ashton und Harper lernen sich zufällig in der Uni Bibliothek kennen. Ashton, der sonst spielend leicht bei jeder landen kann, fällt aus allen Wolken, als Harper ihn abweist. Nicht nur deswegen ist er fest davon überzeugt, dass sie etwas ganz Besonderes ist und lässt nicht locker.
Harper ist anders, als andere College Studenten. In jeder freien Minute ist sie Zuhause und betreut ihren autistischen Bruder Ben. Sie hat keine Zeit für Dates oder gar einen Freund. Aber ihr Herz will davon nichts wissen, es fühlt sich zu Ashton hingezogen, obwohl so vieles dagegenspricht.


Liest man nur den Klappentext, dann könnte man meinen dieses Buch sei einfach eine College-Romanze. Zwei Studenten begegnen sich und kommen irgendwann nach vielen Dramen zusammen. Doch dass dieses Buch anders ist, fällt schon sehr bald auf.
Ashton baggert Harper nicht an, weil er einfach mit irgendeinem Mädchen rummachen will. Sie interessiert ihn, ja, und sie ist anders als andere Mädchen, aber er spürt, dass da noch mehr ist. Sie berührt ihn. Und als sie ihm dann noch ihren Namen nennt, Harper, bringt sie ihn endgültig aus dem Gleichgewicht. Harper, der Vorname von Harper Lee, der Lieblingsautorin seiner verstorbenen Schwester. Klar gibt es jede Menge Mädchen mit diesem Namen, aber vielleicht ist es doch ein Zeichen.
Harper will nicht ausgehen, sie hat auch keine Zeit. Wenn ihre Mutter arbeitet, kümmert sie sich um ihren autistischen Bruder Ben. Sie liebt ihn mit all ihrem Herzen und empfindet ihn, bis auf ganz wenige Ausnahme-Tage nicht als Last, obwohl ihr Leben durch ihn stark eingeschränkt ist.
Beide sind unglaublich sympathisch. Sie wirken bis kurz vor Schluss nicht überzeichnet, sondern „real“.

Genau das macht dieses Buch aus. Es ist so unglaublich einfühlsam! Es hat mich direkt gepackt, ich habe gleich gemerkt, dass es anders ist. Für mich fühlt es sich am Anfang an wie die Poetry-Reihe von Colleen Hoover. Unglaublich sensibel und einfühlsam, allerdings fühlt es sich weniger künstlich dramatisch an, leider hält es das aber nicht durch.

Ich hatte anfangs einen Verdacht, was da noch kommen könnte, aber ich lag falsch. Zum Glück für mich und zum Pech für das Buch, leider. Bis zum letzten Viertel hat es mir wirklich richtig gut gefallen. Ich fand das Buch so sensibel und einfühlsam und auch die Protagonisten wirkten auf mich so. Aber leider kam dann die erste Wendung. Ja, Harper hat sich da falsch verhalten, aber Ashton führt sich auf, als hätte sie aus purer Mordlust seinen Welpen erschossen oder so! (er hat keinen Welpen, das dient nur zur Illustration seiner Reaktion) Es ist ein heikles Thema, aber ab da wirkt er egoistisch auf mich und als würde er krampfhaft alles falsch interpretieren zu Harpers Ungunsten und um sich selbst als Opfer zu sehen. Ich kann auch verstehen, wo das bei ihm herkommt, seine Eltern haben ihm da wirklich ordentlich eins mitgegeben durch ihre Art mit ihm umzugehen. Leider machen viele Eltern in dieser Situation diese Art Fehler. Ja, ihr Verhalten war sehr, sehr falsch, aber sie befanden sich auch in einer schrecklichen Situation. Ich bin in der Sache auf Ashtons Seite, aber sie tun mir trotzdem auch leid.

Ich kann Harper verstehen, immerhin wurde sie ihr Leben lang von ihrer Mutter darauf gedrillt, sich aufzuopfern und ihren Bruder vor alles und vor allem sich selbst zu stellen. Die ändert zwar immer wieder kurzfristig ihre Meinung, schafft es aber dann auch genauso schnell wieder Harper das Gefühl zu geben ein schrecklicher Mensch zu sein, wenn sie einmal auch etwas für sich tun will. Auch sie hat es nicht leicht, ganz klar, aber in meinen Augen macht sie das gleiche, oder sogar schlimmeres, als Ashtons Eltern damals. Denn Harpers Mutter wirkt immer wieder so, als würde sie Harper für jedes Lächeln außer der Reihe nur Verachtung entgegenbringen. Das wird später um 180° gedreht, aber ich kann ihr ihr Verhalten von davor nicht einfach so vergeben.

Die Wendung hat mir das Buch verdorben. Davor war es total Anti-Klischee – obwohl ich es bescheuert fand, dass Harper immer so geheimnisvoll getan hat, statt einfach von ihrem Bruder zu erzählen, aber gut, das ist halt einfach so – aber durch die Wendung ist es für mich in die typische College-Romanzen-Ecke abgedriftet. Es war total klar, wie es weitergehen würde und das Buch verlor in meinen Augen seinen Zauber und wurde zu vorhersehbar.


Fazit: Das Buch beginnt für mich richtig, richtig gut. Die ersten ¾ sind auch top, aber im letzten Viertel ziehen doch noch die Klischees ein und es driftet in die vorhersehbare College-Romanzen-Schiene ab, die es zuvor so wacker umschifft hatte.
Ja, Harper hat Fehler gemacht, die beide zu Schwierigkeiten geführt haben, aber was mich da echt genervt hat war, dass Ashton sich selbst als Opfer inszeniert hat. Er reagiert total über, aber zieht sich die ganze Zeit daran hoch, dass Harper doch, durch ihren jeweiligen Fehler „angefangen“ habe. Total kindisch.
Ich fand es auch bescheuert von Harper geheimnisvoll zu tun, statt einfach die Wahrheit zu sagen, warum sie so oft Zuhause sein muss. Es wird dafür auch kein Grund geliefert. Man muss es als Leser einfach hinnehmen.
Die Wendung hat mich aus dem Buch geworfen und ich habe nur mit Mühe wieder hineingefunden. Für mich fiel das letzte Viertel massiv gegenüber dem Rest ab.

Ich hatte eine andere Vorstellung von diesem Buch. Ich dachte, es würde sich in eine komplett andere Richtung entwickeln. Ich fand es bis zum letzten Viertel wirklich schön, aber danach war es für mich nicht mehr das gleiche. Es ist mir zu sehr in die Klischee-Schiene abgerutscht und Ashton hat bei mir ordentlich verloren. Schade!

Von mir gibt es 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2020

Mich haben die Protagonisten beinahe in den Wahnsinn getrieben!

Das Haus der verlorenen Träume
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1927: eine junge Bäuerin ist schwanger vom Sohn des Grafen. Selbstverständlich steht es außer Frage, dass sie heiraten! Die junge Frau ist schließlich kaum gut genug, um den Rocksaum der Gräfin küssen ...

1927: eine junge Bäuerin ist schwanger vom Sohn des Grafen. Selbstverständlich steht es außer Frage, dass sie heiraten! Die junge Frau ist schließlich kaum gut genug, um den Rocksaum der Gräfin küssen zu dürfen, nachdem diese ihr mitgeteilt hat, dass die alte Ordnung bestehen bleiben wird. Doch sie hat Glück, der Vater ihres Kindes hat dafür gesorgt, dass sie ein wunderschönes Haus erhält, ein bisschen Land und einen standesgemäßen Ehemann. All das wird ihr Kind erben. Sie hofft auf ein Mädchen, Ada.

2017: Für Isabel läuft gerade alles schief. Ihr Freund hat sie für eine Kollegin verlassen, die nicht so eine Spaßbremse ist, wie Isabel, seiner Meinung nach. Und sie sei auch nicht so neurotisch und langweilig. Das hat sie schwer getroffen. Zudem ist gerade ihre Tante Ada gestorben. Also reist sie wegen des Testaments nach Italien und um sich, wie ihre beste Freundin ihr rät „rar“ zu machen, damit ihr Ex Jack wieder angekrochen kommt.
Dann scheint sich alles zum Besseren zu wenden, als Isabel erfährt, dass sie das Haus ihrer Tante erbt, allerdings nur zu Hälfte, die andere Hälfte erbt Neri, der Sohn des Grafen und Isabels erste große Liebe. Eben. Es geht einfach alles schief im Moment...


Der Prolog mit dem Rückblick in die Vergangenheit hat mich schon direkt wütend gemacht. Ich weiß, dass die Hierarchien damals noch extremer waren – meine Oma hatte mir da schon so einiges erzählt und das war nur auf dem Dorf – aber das ist echt extrem. Gut, immerhin hat sie das Haus bekommen und schien einigermaßen glücklich.

Isabel hat mich auch wütend gemacht. Ich kann sie ganz ehrlich nicht verstehen. Ihr Freund knutscht mit einer anderen und statt sich zu entschuldigen wirft er ihr vor langweilig zu sein, eine Spaßbremse und neurotisch. Sie hat Flugangst und das macht sie langweilig. Idiot! Und den will sie zurück? Einen Kerl, der so wenig von ihr hält und sie so mies behandelt? Das kann ich echt nicht verstehen.

Die Idee, dass sich die Geschichte in gewisser Weise wiederholt, indem sich auch Isabel in den Sohn des Grafen verliebt, wie einst ihre Urgroßmutter, finde ich per se nicht schlecht. Heute ist ja alles anders und der Standesunterschied nicht mehr so gravierend wie damals. Obwohl die Beziehung damals genau daran zerbrochen ist und das Thema andauernd von seiner Verwandtschaft aufgewärmt wird.

Allerdings muss ich sagen, dass ich meine Probleme mit Isabel hatte. Immer wieder war sie mir sympathisch, vor allem dann, wenn man nach und nach erfuhr, was damals zwischen ihr und Neri vorgefallen ist. Ich bin echt sprachlos über sein Verhalten. Das war mein zweites Problem. Durch diese Szenen habe ich ihn gehasst. Ich mochte die Isabel aus der Vergangenheit lieber, als die in der Gegenwart und durch die Vergangenheit, habe ich Neri verachtet.

Mir sind beide so extrem auf die Nerven gefallen! Sie keifen sich an einer Tour an, benehmen sich schlimmer als kleine Kinder! Isabel zickt immer wieder rum, obwohl sie meiner Meinung nach das Recht hat stinkwütend auf Neri zu sein und er benimmt sich wie ein kleines Kind, will sie rausekeln, damit das Anwesen verkauft werden kann, einfach unmöglich. Er hat damals Mist gebaut und benimmt sich inmitten der ach so feinen Verwandtschaft immer noch wie der letzte A... und Isabel gegenüber abwechselnd als wäre sie ein unvernünftiges Kind oder total unvernünftig. Er ist ein A... und nur, weil er zu anderen nett sein kann, aber nicht zu ihr, heißt das noch lange nicht, dass er sich geändert hat. Mir gingen echt beiden total auf die Nerven. Dieses ständige Gekeife und kindische Benehmen! Statt sich einmal für sein Verhalten zu entschuldigen! Aber sie ist ja damals weggegangen, geht’s noch?! Nachdem er sie so behandelt hat wundert er sich auch noch?
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr nerven mich die beiden. Dann auch noch der Deal – wie 13-jährige Teenies. Ich hatte mich so auf einen schönen Liebesroman mit Toskana Atmosphäre gefreut, bekommen habe ich Kleinkinder, Teenies, Keifereien und jede Menge Augenrollen.

Die Erklärung, die man dann für sein Benehmen bekam, war für mich mehr als dürftig. Ja, es ist schlimm was da vorgefallen ist, aber noch lange kein Grund für sein Verhalten. Das war mehr als schäbig.


Fazit: Leider war das Buch absolut und überhaupt nicht meins. Mich haben beide Protagonisten unheimlich genervt. Isabel mit ihrem Gejammer und Gezicke und Neri, der einfach ein A... war. Die Erklärung für sein Verhalten war für mich zu dürftig. Das macht mich ehrlich gesagt sogar wütender, als ich es vorher war.
Entweder die beiden benehmen sich wie Kleinkinder und streiten auch auf dem Niveau, oder sie verhalten sich wie Teenies. Mich hat dieses Buch so aufgeregt, wie kaum ein anderes. Isabel hat durch ihr Verhalten meinen Respekt verloren. Ich empfand sie als kindisch und ihr Gejammer hat mich nicht nur genervt, ich konnte es auch überhaupt nicht nachvollziehen, was sie an beiden Kerlen fand.
Neri war ein A... als Kind und später als Teenie nochmal – da hat mir Isabel leidgetan, da war sie mir zumindest etwas sympathisch, aber die erwachsene Isabel hat das ganz schnell wieder kaputt gemacht. Als Erwachsener benimmt er sich wie ein Kleinkind und später auch wieder wie ein A... Er hat mich unheimlich wütend gemacht. Ich kann einfach nicht verstehen, warum ihm Isabel nicht mindestens eine Bratpfanne übergezogen hat.

Jetzt ist das Buch vorbei und ich bin genervt und wütend. Ich hatte mich so auf einen Liebesroman in der wunderschönen toskanischen Landschaft gefreut. Bekommen habe ich Kopfweh und Wut.

Von mir bekommt das Buch leider nur 1 Stern.

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Veröffentlicht am 16.03.2020

Ich bin total begeistert und einfach ein ganz großer Charlie-Fan!

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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Achtung: Band 1 einer Reihe!


Charlie weiß ganz genau was er will und was er nicht will. Er will unbedingt Polizist werden, immerhin stammt er aus einer Polizistenfamilie und kann sich einfach keinen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!


Charlie weiß ganz genau was er will und was er nicht will. Er will unbedingt Polizist werden, immerhin stammt er aus einer Polizistenfamilie und kann sich einfach keinen anderen Job vorstellen. Was er auf gar keinen Fall will, ist eine Beziehung.
Ever stammt aus einer langen Ahnenreihe von unabhängigen Frauen. Sie machen ihr Glück nicht von einem Mann abhängig und leben nach klaren Regeln:
1. Bleib unabhängig = keine Beziehungen!
2. Die Affäre darf nur maximal einen Monat dauern
3. Wähle nur Männer aus, die nicht für Beziehungen zur Verfügung stehen
Charlie passt perfekt zu diesen Regeln, bis Ever plötzlich doch versuchen will, eine Beziehung zu führen. Aber natürlich nicht mit Charlie, denn er will ja keine. Oder etwa doch?


Charlie und Ever sind so süß! Ich liebe die beiden! Charlie will auf gar keinen Fall eine Beziehung, aber er will auch Ever nicht aufgeben. Er kann einfach nicht! Außerdem, wer weiß, ob ihr die Typen, die sie daten will, nicht das Herz brechen? Oder sogar Serienkiller sind? Da ist es doch seine Pflicht als angehender Polizist einzuschreiten und die Dates zu sabotieren, oder? Aber das tut er selbstverständlich nicht deswegen, weil er eine Beziehung mit Ever haben will, nein, er will das, was sie vorher hatten. Aber irgendwie will er auch mehr. Er will einfach Ever!

Ever hat sich immer an die Regeln ihrer Familie gehalten. Aber als ihre Mutter ihr aufgelöst beichtet, dass sie sich einsam fühlt und dass sie sich wünscht, Ever möge das nicht erleben und solle stattdessen eine feste Beziehung eingehen, kann sie nicht anders als ihr diesen Wunsch erfüllen, immerhin hat sie noch nie einen Wunsch an Ever gerichtet. Charlie ist dafür natürlich nicht geeignet. Er will nur Spaß, also muss sie ihn aussortieren. Aber irgendwie hat ihr Körper die Nachricht noch nicht gekriegt, denn er will eindeutig Charlie.

Charlie bringt mich immer wieder zum Lachen. Allein schon seine Gedanken reichen dafür aus. Von seinen Plänen will ich gar nicht erst anfangen. Er erinnert mich immer wieder ein einen Hundewelpen, der über die eigenen Pfoten stolpert. Wenn er der Meinung ist, etwas falsch gemacht zu haben ist er unglaublich süß. Und ja: er baut viel Mist, aber irgendwie kann ich seinem Charme einfach nicht wiederstehen.
Aber in ihm steckt viel mehr als nur diese süße Seite. Man erfährt das nach und nach im Buch, welch ein Druck auf ihm lastet und was er alles aus seiner Kindheit mit sich herumschleppt. Man möchte ihn da echt nur in den Arm nehmen und seinen Vater verprügeln.
Auch Ever trägt viel mit sich herum. In ihr hat sich das nach und nach immer mehr angestaut und als sie es schließlich in Worte fasst, möchte man auch sie einfach nur trösten.

Ja, die Wendung ist vorhersehbar, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, weil sie trotzdem Sinn gemacht hat. Es war klar, was passieren würde, aber ich fand das Ergebnis des Ganzen dann so toll, dass es mich wirklich gar nicht gestört hat, im Gegenteil, ich fand sie sogar klasse.



Fazit: Manch einem werden Charlie und Ever vielleicht zu kindisch in manchen Bereichen sein. Mir ging es nicht so. In meinen Augen hat dieses Buch einfach alles. Ich habe sehr viel gelacht, wollte die Protagonisten in den Arm nehmen und habe ihnen die Daumen gedrückt. Ich fand Charlie und Ever total sympathisch und war wirklich ganz nah bei ihnen. Sie sind süß, sie sind witzig, sie sind stark und sie sind einfach sie selbst.

Ich freue mich, dass ich dieses Buch gelesen habe und werde mir sobald wie möglich Band 2 anschaffen. Ich hoffe, dass er mit Band 1 mithalten kann. Aber das letzte Kapitel hat ja schon die Weichen gestellt und das verspricht auf jeden Fall verdammt interessant zu werden!

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Sehr ungewöhnliche Idee, gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, tolle Auflösung aber das Ende war nicht meins

Tot bist du perfekt
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Vor fünf Jahren verschwand Tims Frau spurlos. Er hat diesen Verlust nie verkraftet. Um sie zurückzubekommen hat er all seine Energie in seine Arbeit gesteckt und jetzt, endlich, hat er Abbie zurück!
Abbie ...

Vor fünf Jahren verschwand Tims Frau spurlos. Er hat diesen Verlust nie verkraftet. Um sie zurückzubekommen hat er all seine Energie in seine Arbeit gesteckt und jetzt, endlich, hat er Abbie zurück!
Abbie wacht in einem Bett, an Maschinen angeschlossen auf. Hatte sie einen Unfall? Nein, Abbie ist ein Cobot, ein Roboter mit künstlicher Intelligenz, wenn man es auf den kleinsten Nenner runterbrechen will. Abbie wurde mit den Erinnerungen der „echten“ Abbie aus deren Social Media Profilen gefüttert. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas bedrohliches geht hier vor, Abbie kann nur den Finger nicht darauflegen.


Die Idee ist echt der Hammer. Mich hatte der Klappentext direkt neugierig auf das Buch gemacht. Allerdings hatte ich nicht mit KI gerechnet. Dass ein Mann sich seine verschwundene Frau neu erschafft ist gleichermaßen gruselig, wie auch auf eine verdrehte Art verständlich. Er vermisst sie und trauert, doch es steckt noch mehr dahinter und das ist dann echt ein Schlag in den Magen. Die Auflösung ist der Hammer aber der Schluss dafür deprimierend.

Ich fand es toll, wie die KI nach und nach die Puzzle Teile von Abbies Leben zusammengesetzt hat und sich in ihren neuen und irgendwie auch alten Leben langsam zurechtgefunden hat. Aber schon sehr früh gibt es erste disharmonische Töne. Irgendetwas stimmt einfach nicht, aber es dauert ziemlich lange, bis man den Finger drauflegen kann. Es gibt immer mehr Risse in der perfekten Fassade und immer mehr Abgründe tun sich auf. Tim scheint nicht der zu sein, den er Abbie sehen lässt. Er hat sie programmiert, also wer weiß, ob er ihr nicht irgendetwas einzureden versucht? Die echte Abbie ist verschwunden und ab einem gewissen Punkt fragt sich die KI-Abbie, was wohl geschehen sein mag.

Die Verwicklung mit der Öffentlichkeit und der Polizei fand ich sehr interessant. Wie würde unsere Gesellschaft auf einen KI Roboter reagieren? Vor allem dann, wenn er „frei“ mitten unter uns lebt?

Die Auflösung war spannend, es ging wirklich Schlag auf Schlag. Das, was da rauskommt ist wirklich heftig. Das Ende fand ich dafür sehr deprimierend. Ich hätte mir etwas anderes gewünscht.

Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Wie würde man selbst reagieren, wenn man erführe, dass es KI Roboter gibt? Würde man sich wünschen, einen geliebten Menschen auf diese Art zurückzubekommen? Wie viel von diesem Menschen steckt in der KI? Ich mag sowas, wenn man gezwungen wird nachzudenken.

Ich habe aber auch Kritik. Der Schreibstil hat mir hier echt zu schaffen gemacht. Das Buch ist in der „Du“-Perspektive geschrieben, die immer schwierig ist. Ich persönlich mag sie eigentlich ganz gern, aber nicht so, wie sie hier angewandt wurde. Ich mag es, wenn jemand damit über einen anderen Menschen spricht, den er zum Beispiel beobachtet. Das sorgt für Gruselfaktor und lässt einen selbst nach Verfolgern oder Stalkern Ausschau halten.
Hier ist es aber so, dass der Leser direkt abgesprochen wird. Mit dem „Du“ soll der Leser gezwungen werden KI-Abbies Position einzunehmen, indem sie einen direkt anspricht. Ich empfand das hier als sehr anstrengend. Die Ich-Perspektive hätte ich besser gefunden. So ließ mich der Schreibstil immer wieder abdriften und ich musste mich echt zusammenreißen dran zu bleiben. Für die Auflösung hat es sich gelohnt, aber man muss auch erstmal so lange durchhalten.


Fazit: Die Grundidee ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Allerdings empfand ich den Schreibstil in der Du-Perspektive als extrem anstrengend. Das Problem war, dass man als Leser dadurch gezwungen wurde, die Perspektive der KI-Abbie einzunehmen. Durch Sätze, die in dieser Art und Weise geschrieben werden, wie „Du deckst den Tisch.“ oder „Du hattest natürlich nie vor das zu tun.“ folgt man Ki-Abbie im Prinzip in der Ich-Perspektive, nur dass da „du“ steht und man dadurch gezwungen wird, ihren Platz einzunehmen. Es ist keine schlechte Idee, aber in der Praxis empfand ich es als sehr anstrengend und ermüdend. Ich hatte ernsthaft überlegt, das Buch nach wenigen Seiten direkt abzubrechen. Aber ich habe mich durchgekämpft und wurde mit einer tollen und spannenden Auflösung belohnt. Doch ich fürchte, es wird mehr als einen Leser geben, der es auf Grund der Erzählperspektive abbrechen wird, ohne bis zu dieser Stelle gekommen zu sein und das ist echt schade. Allerdings war das Ende nicht mein Ding. Ich empfand es als total deprimierend.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich zu diesem Buch stehe. Einerseits hat es einen wirklich ermüdenden und anstrengenden Schreibstil, andererseits ist die Idee wirklich gut, ebenso wie die Wendung. Aber man muss sich wirklich durchbeißen. Zwischendrin wird es immer wieder verwirrend, wenn disharmonische Töne aufkommen, die nicht zum Gesamtbild passen wollen. Am Ende wird klar, was es damit auf sich hat, aber man muss dafür dran bleiben und ich fürchte, das wird nicht jedem gelingen, ich musste echt kämpfen und habe zwischendrin sogar ein anderes Buch gelesen, was ich nur sehr selten tue.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 2,5 Sterne. Ich habe lange überlegt ob 2,5 oder 3 Sterne, aber für 3 Sterne habe ich zu oft überlegt abzubrechen.

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