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Veröffentlicht am 18.02.2020

Ein sehr spannender Roman mit einer tollen Liebesgeschichte und jede Menge Herzstillstand-Momenten!

Strömung des Lebens
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Achtung: Triggerwarnung: Häusliche Gewalt!


Zanes Kindheit ist die Hölle. Sein Vater terrorisiert die Familie und seine Mutter tut nichts, um ihre Kinder zu beschützen. Als er 14 ist, droht sein Vater ...

Achtung: Triggerwarnung: Häusliche Gewalt!


Zanes Kindheit ist die Hölle. Sein Vater terrorisiert die Familie und seine Mutter tut nichts, um ihre Kinder zu beschützen. Als er 14 ist, droht sein Vater auf seine kleine Schwester los zu gehen, also schreitet Zane ein und wird brutal verprügelt. An diesem Tag schwört er sich, es irgendwie zu schaffen ihn aufzuhalten. Ein Jahr später gelingt ihm das sogar. Nachdem sein Vater schlimmer als je zuvor ausgerastet und seine Schwester verprügelt hat. Zane greift ein, wird selbst schwer verletzt und seine Eltern wollen ihm die Schuld zuschieben. Sein Vater zieht alle möglichen Strippen aber durch die Hilfe seiner Schwester, seiner Tante Emily und einem Detective, gelingt es die Wahrheit aufzudecken. Zane und Britt sind endlich frei.

Jetzt Jahre später ist Zane Anwalt. Er hat seinen Job als Staatsanwalt aufgegeben, um in seinem Heimatort eine Kanzlei zu eröffnen. Als er Darby begegnet ist er sofort hin und weg von ihrer Energie und ihrem Optimismus. Gleichzeitig ist er beeindruckt von ihrer Art mit Menschen umzugehen.

Darby ist Landschaftsarchitektin und auf der Suche nach einem Neuanfang. Aus diesem Grund kommt sie nach Lakeview und verliebt sich in den Ort und die Leute. Ziemlich schnell findet sie erste Kunden und Freunde. Darunter auch Emily, Zanes Tante und irgendwie auch Zane.

Doch es lauert eine Gefahr in den Schatten, mit denen keiner der beiden gerechnet hätte.


Ich habe das Buch verschlungen. Der Anfang ist schwer zu ertragen und das Leben von Zane und Britt als Kindern wirklich grauenvoll. Aber Darby sorgt im Zweiten Teil sofort für eine komplett andere Stimmung. Sie ist ein positiver Energieball. Sie beleuchtet alles, verschönert alles mit ihren Ideen und überfährt die Leute irgendwie mit ihrer Energie, bis sie alle angesteckt und begeistert hat.
Durch die Art der Beschreibung kann man Darbys Pläne richtig vor dem inneren Auge sehen und wünscht sich auch so etwas.

Die Handlung entwickelt sich langsam und vorsichtig. Es verläuft alles in geordneten Bahnen. Man folgt Zane und Darby, verbringt mit ihnen zusammen viel Zeit mit Emily und deren Familie und genießt das Kleinstadtleben. Unterbrochen wird das, wenn man für eine kurze Szene Zanes Eltern folgt, die mittlerweile ihre jeweilige Strafe abgesessen haben. Aber sie sind nicht die einzigen, die für disharmonische Töne sorgen. So idyllisch das alles auch wirken mag, auch hier gibt es dunkle Schatten und Monster, die in den Schatten lauern.

Beide, Zane und Darby haben eine dunkle von Gewalt geprägte Vergangenheit. Als es zu gewalttätigen Vorkommnissen kommt, hatte ich relativ bald einen Verdacht und lag damit auch richtig. Ich fand es echt toll, wie das aufgezogen war. Wie man den „Bösen“ gefolgt ist, ihre Taten beobachtet und ihre kranke, verdrehte Logik erfahren hat.

Ich fand das Buch sehr, sehr spannend. Ich habe mir mehrmals echt Sorgen, um die liebgewonnenen Charaktere gemacht. Vor allem, als dann noch Zod dazukam. Ich liebe Hunde einfach und er ist ein Goldstück. Aber auch um Darby und Zane habe ich mir Sorgen gemacht, wie auch um die anderen Charaktere. Nora Roberts hat es einfach geschafft, dass sie mir alle in Rekordzeit ans Herz gewachsen sind.

Die Wendungen habe ich zwar alle vorhergesehen, aber das hat mich nicht gestört. Die Spannung war trotzdem da und die Herzstillstand-Momente, wenn es brenzlig wurde. Das lag auch daran, dass alle Charaktere so sympathisch waren. Zudem fand ich das alles glaubhaft und überzeugend.


Fazit: Ich war von Seite 1 an vollkommen „drin“. Der Anfang ist schwer zu ertragen, die Gewalt gegen die Kinder, die Verzweiflung, die Angst und die Wut, die man als Leser entwickelt auf diese schrecklichen Menschen und das System, das in diesem Fall viel zu lange versagt hat.
Nur wenig später wird man in den zweiten Teil des Romans geworfen und lernt die Protagonistin kennen und lieben. Sie ist ein sehr positiver, spontaner und mutiger Mensch. Sie ist aber auch ein Tornado, der einfach die Leute umwirft mit ihren Ideen und ihrer Kreativität, bis sie aufgeben und sich dann wenig später wundern, was da gerade passiert ist. Sie und Zane, der andere Protagonist, sind so sympathisch und man mag beide direkt auf Anhieb. Dieser ganze Ort, in dem sie leben ist unglaublich. Am liebsten würde ich die Koffer packen und noch heute umziehen.
Doch leider findet das Böse auch seinen Weg in so eine idyllische Kleinstadt und gerade diesen Handlungsstrang fand ich auch ganz besonders gut gestaltet. Man folgt auch den „Bösen“ und macht sich dabei die ganze Zeit Sorgen um „seine“ Charaktere.
Obwohl ich die Wendungen und Überraschungen alle vorhergesehen habe, hat mich das nicht gestört. Ich fand sie dennoch glaubwürdig und spannend.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Das letzte Viertel ist richtig, richtig gut, die erste Hälfte aber sehr langweilig

Game of Gold
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Lou ist eine Hexe. Dummerweise ist niemand in diesem Reich, vor allem die Kirche nicht gerade zimperlich beim Verbrennen von Hexen. Sie setzt also alles daran nicht als Hexe erkannt zu werden. Doch dann ...

Lou ist eine Hexe. Dummerweise ist niemand in diesem Reich, vor allem die Kirche nicht gerade zimperlich beim Verbrennen von Hexen. Sie setzt also alles daran nicht als Hexe erkannt zu werden. Doch dann bleibt ihr nichts anderes übrig als ausgerechnet einen Hexenjäger zu heiraten. Ist sie jetzt sicherer oder in größerer Gefahr? Lou weiß es nicht. Als sie dann noch erfährt, dass ihre Mutter wieder hinter ihr her ist – ihr Ziel ist Lous Tod – sieht sie sich von Feinden umzingelt und weiß nicht, ob ihr Mann auch dazu gezählt werden muss.


Ich fand die Idee von Anfang an super. Eine Hexe heiratet einen Hexenjäger, das kann doch nur spannend werden! Allerdings hatte ich von Anfang an meine Probleme mit den Charakteren. Lou ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen. Mal fand ich sie sympathisch, dann nervte sie mich wieder mit ihrer Art. Andauernd provoziert sie und wirkt dabei immer wieder wie ein bockiges Kind.
Reid ist die meiste Zeit eiskalt. Er benimmt sich abwechselnd wie ein Mönch, dem eine nackte Frau gegenübersteht und dann wieder wie ein Vater, der genervt ist von seiner Teenie-Tochter.
Ich wurde leider mit beiden nicht warm, erst im letzten Viertel ist mir das gelungen, weil sich beide sehr stark verändert haben.

Die Geschichte ist für mich lange Zeit ziellos dahingeplätschert. Über die Hälfte des Buches ging es nur darum zu zementieren, dass die Jäger Hexen für das pure böse halten, sie aber nicht alle böse sind und Lou Angst davor hat aufzufliegen. Erst nach der Hälfte des Buches entwickelt sich endlich eine gewisse Dynamik zwischen ihr und Reid, sodass ich langsam etwas mitfühlen konnte. Natürlich überschattet weiterhin ihr Geheimnis alles. Denn es wird immer deutlicher, dass Reid die Welt schwarz/weiß sieht. Er würde Lou töten.

Erst im letzten Viertel wird das Buch in meinen Augen richtig gut. Es kommt eine Enthüllung nach der anderen, die Bösen greifen an und es geht richtig ab. Endlich passiert mal richtig was! Eine der Enthüllungen hätte ich so niemals erwartet. Ich finde es nur schade, dass man nicht mehr darüber erfährt. Ich hätte zu gern gewusst, was wirklich in diesem Charakter vorgegangen ist.
Es kommt zu mehreren Kämpfen, die alle sehr spannend und überraschend sind. Man fiebert mit und obwohl ich Reid zwischendrin echt gern eine runtergehauen hätte, gefiel mir das letzte Viertel wirklich richtig, richtig gut. Es folgt noch eine weitere Enthüllung Reid betreffend und die ist echt gut.

Ich vermute es wird einen zweiten Teil geben, das klingt alles so danach, obwohl ich auch mit dem Ende leben könnte, auch wenn einige Handlungsstränge noch nicht ganz beendet sind.


Fazit: Ich hatte meine Probleme mit dem Buch. Die erste Hälfte fand ich leider ziemlich langweilig. Mich haben die Protagonisten total genervt und es passierte gefühlt so gut wie gar nichts. Es ging nur darum zu zeigen, wie schwarz/weiß Reid die Hexen sieht und dass Lou Angst davor hat aufzufliegen.
Die zweite Hälfte war da deutlich besser, obwohl es am Anfang noch recht langsam voran ging. Es gab zwar mehr Action, aber das Herantasten an die Protagonisten ging weiterhin recht vorsichtig voran. Aber endlich konnte ich eine Beziehung zu Lou und Reid aufbauen!
Am besten ist das letzte Viertel. Da wird es extrem spannend und aufregend. Man erfährt so viel und es kommen etliche Geheimnisse ans Licht. Wäre das ganze Buch nur halb so gut gewesen, wie dieses letzte Viertel, hätte es mich begeistert. So muss ich leider sagen, dass ich ehrlich meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte.

Von mir bekommt es 2,5 Sterne. Ich fand die erste Hälfte sehr langweilig, das dritte Viertel dann schon besser und das letzte Viertel wirklich gut. Würde ich die Viertel einzeln bewerten, bekämen das erste und zweite Viertel von mir 1 Stern, das dritte Viertel 3 und das letzte Viertel 5 Sterne. Das ergibt eine Gesamtbewertung von 2,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Ein atemberaubend spannender Band!

Gilde der Jäger - Engelslied
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Achtung: Band 6 einer Reihe!

Die Kaskade tritt immer deutlicher in Erscheinung. Aber ist es wirklich nur sie, die für Chaos sorgt? Ist sie es, die dafür sorgt, dass Engel fallen? Oder spielt einer der ...

Achtung: Band 6 einer Reihe!

Die Kaskade tritt immer deutlicher in Erscheinung. Aber ist es wirklich nur sie, die für Chaos sorgt? Ist sie es, die dafür sorgt, dass Engel fallen? Oder spielt einer der anderen Erzengel hier seine Spielchen?
Rafael und Elena tun alles, um ihre Stadt zu beschützen, doch das ist nicht so einfach. Es tauchen Vampire auf, die scheinbar einer Krankheit erlegen sind, doch Vampire sterben nicht an Krankheiten! Dann scheint Rafael eine neue Kraft zu entwickeln, die ihn eiskalt werden lässt. Nimmt er diese Kraft an, verwandelt er sich in ein Monster, doch darf er sie zurückweisen, wenn sie ihm doch im Kampf gegen Lijuan helfen kann?

Eines ist auf jeden Fall klar: New York muss sich auf einen Krieg vorbereiten.


Das Buch ist wieder sehr spannend. Es gibt sehr viele neue Entwicklungen. Die fallenden Engel sind erschreckend, ebenso, wie die Kraft, die Rafael immer wieder befällt. Ist sie eine normale Entwicklung, oder hängt sie mit der Kaskade zusammen? Oder ist es etwas ganz anderes? Elena hat Angst um ihren Erzengel.

Gleichzeitig erfährt Elena wieder etwas über ihre eigene Vergangenheit und die ihrer Familie. Ihre Welt wird auf den Kopf gestellt. Aber ihre Beziehung zu ihrer jüngsten Schwester gestärkt.

Die Krankheit, die die Vampire befällt, ist wirklich gruselig. Woher kommt sie? Hat Lijuan diese Krankheit erfunden, wie auch die Wiedergeborenen? Oder gibt es einen weiteren Feind, den sie noch nicht kennen?

In diesem Buch gibt es sehr viele spannende Momente, am besten ist natürlich der Kampf am Ende. Aber auch davor ist einiges los. So gibt Rafaels Mutter Caliane einen Ball – Elena hat ja immer so viel Glück mit Bällen... Und dann wäre da auch noch eine Ex von Rafael, die scheinbar das Memo noch nicht bekommen hat, dass der Erzengel endgültig vom Markt ist. Ob sie es wohl kapiert, bevor Elena ihre Messer an ihr ausprobiert?

Man lernt auch wieder einiges über die Gesellschaft der Engel und die Machtverhältnisse innerhalb von Rafaels Herrschaftsgebiet. Aber auch über die anderen Erzengel.


Fazit: Dieser Band gehört wieder zu meinen Lieblingen der Reihe. Ich finde es steckt so viel drin, dass man kaum Zeit hat abzuschweifen. Wenn man gut kombiniert und aufpasst, bekommt man Hinweise, was hinter so manchem steckt, bevor es offiziell verkündet wird. Aber am Ende bleibt einem echt der Mund offenstehen. Ich meine, Krieg unter Engeln, das ist echt mal was. Aber das macht einen auch ziemlich fertig. Es ist unheimlich spannend und man macht sich solche Sorgen, um die liebgewonnenen Charaktere. Denn eines ist klar: Rafael und Elena sterben zusammen, wenn einer von ihnen stirbt.
Am Schluss folgt noch eine unglaubliche Entdeckung, bei der einem der Mund offen stehen bleibt.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.02.2020

Sehr spannend, aber das Ende ist nicht zu 100% meins

LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
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Leah hat vollkommen neu angefangen. Nachdem sie ihren Job als Journalistin aufgeben musste, ist sie nun Lehrerin mitten im Nirgendwo. Ihre Mitbewohnerin Emmy kennt sie noch aus College-Zeiten. Doch dann ...

Leah hat vollkommen neu angefangen. Nachdem sie ihren Job als Journalistin aufgeben musste, ist sie nun Lehrerin mitten im Nirgendwo. Ihre Mitbewohnerin Emmy kennt sie noch aus College-Zeiten. Doch dann bekommt die Idylle langsam Risse. Eine verletzte Frau wird aufgefunden und sie scheint in einer Verbindung zu Leah zu stehen. Ein Mann, der Leah scheinbar gestalkt hat, gilt als Verdächtiger. Doch er ist nicht der einzige, der sich merkwürdig benimmt. Dann wird Leah klar, dass sie ihre Mitbewohnerin seit Tagen nicht mehr gesehen hat. Zuerst hat sie sich nichts dabei gedacht, aber jetzt schon. Sie meldet sie als vermisst und lernt den Detective Kyle kennen. Es funkt, aber Leah will nicht, dass er erfährt, wer sie war. Was steckt hinter all diesen merkwürdigen Vorkommnissen? Und was hat Leah damit zu tun? Ist jemand hinter ihr her oder hinter Emmy?


Ich fand das Buch von Anfang an spannend. Man bekommt von Leah nur ganz langsam einzelne Puzzleteile, das finde ich richtig gut, es wirkt fast, als müsse sie dem Leser erst genug vertrauen, um ihm bestimmte Dinge anzuvertrauen, wie in einer echten Beziehung zwischen echten Menschen.

Je mehr man liest, desto mehr widersprüchliche Dinge erfährt man. Das interessanteste an dem Buch ist, dass man nie eine Ahnung hatte, was überall dahintersteckt. Es gibt mehr als ein Rätsel zu lösen, so viel verrate ich.

Leah ist kein einfacher Charakter. Sie hält einen ziemlich auf Distanz und lässt einen selten an ihren Gefühlen teilhaben. Auch ihre Vergangenheit vertraut sie dem Leser nur in kleinen Häppchen an und die Wahrheit erfährt man auch erst kurz vor Schluss.
Emmy lernt man nur durch Leah kennen, durch ihre Erinnerungen. Das macht es besonders interessant, weil man eben alles nur gefiltert erfährt. Man lernt nicht die „echte“ Emmy kennen, sondern Leahs Version von ihr. Doch Stück für Stück bekommt man durch Leahs Recherchen mehr Antworten und bald ergibt das Bild, das man zusammensetzen keinen Sinn mehr, denn die Emmy, die Leah kennt und die Emmy, über die sie mehr herausfindet, können nicht so einfach in Einklang gebracht werden. Manche Teile passen nicht.
Kyle ist ein durchaus sympathischer Charakter, allerdings wird er später undurchsichtiger und man fängt an, an ihm zu zweifeln.

Ich fand die Idee echt super und auch die Umsetzung hat mir, bis auf ein paar Kritikpunkte sehr gut gefallen. Ich finde es gut, wie alles verknüpft wurde, aber die Auflösung ist doch auch etwas weit hergeholt, bzw. wirkt dadurch die Handlung konstruierter, als vorher. Es ist einfach etwas sehr kompliziert.
Ich fand es schade, dass das Ende halboffen war. Man hatte zwar die Auflösung, aber es blieb trotzdem noch etwas offen, was genau kann ich nicht verraten, aber mich hat das gestört. Ich mag es lieber, wenn am Ende eines Thrillers alles geklärt ist.
Leah wirkt oft recht kalt und distanziert. Einerseits passt das sehr gut, andererseits ist das schade, weil man ihr so nicht immer folgen kann. Manche ihrer Handlungen ergeben für mich nicht wirklich Sinn, bzw. frage ich mich, warum sie so handelt und bekomme keine Antwort darauf.


Fazit: Mir gefiel das Buch sehr gut. Ich fand es stimmig, aber die Auflösung war mir etwas zu kompliziert. Da sollten alle Handlungsstränge miteinander verbunden und zusammengeführt werden, wodurch es etwas unübersichtlich wurde.
Leider war es auch wieder ein halboffenes Ende und die mag ich einfach in den meisten Fällen nicht.
Interessant war vor allem, dass es mehrere Rätsel zu lösen gab. Das Buch war von Anfang an spannend und gerade, weil die Protagonistin die Informationen nur ganz langsam herausgerückt hat, kann man kaum selbst Theorien aufstellen. Kaum hat man eine, schon erfährt man wieder etwas Neues und die Theorie passt nicht mehr. Man zweifelt irgendwann an allem, auch an Leah, der Protagonistin und das macht den Reiz dieses Buches aus.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Von mir bekommt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

In meinen Augen besser als Band 2 aber stellenweise sehr brutal!

Borgia - Die Täuschung
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Achtung: Band 3 einer Reihe!

Achtung: teilweise extrem brutal! Inklusive Folter von mehreren Menschen und der Ermordung von kleinen Kindern!


1502: Cesare Borgia befindet sich auf dem Zenit seiner Macht. ...

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Achtung: teilweise extrem brutal! Inklusive Folter von mehreren Menschen und der Ermordung von kleinen Kindern!


1502: Cesare Borgia befindet sich auf dem Zenit seiner Macht. Er weiß genau, wie er sich mit dem einfachen Volk gut stellt und sich als großzügigen, gutmütigen und gerechten Herrscher darstellt. Er hat die Romagna erobert und sie mit Blut überzogen. Doch das Blut seiner Feinde geht nicht auf sein Konto. Er lässt andere die offensichtlichen Taten begehen, weiß er doch, wie wichtig es ist vom Volk geliebt zu werden. Doch Cesare hat sehr viele Feinde angehäuft, die sich nichts mehr wünschen, als ihn und die Borgias zu vernichten.


Cesare ist der wahrscheinlich bekannteste Borgia. Auch in diesem Roman kommt sein überliefertes Charisma deutlich zur Geltung und auch seine Fähigkeiten. Aber eben auch seine Ambitionen und sein zweifelhafter Charakter.
Ich fand Cesare Borgia schon immer eine sehr interessante historische Figur. Der uneheliche Sohn eines Klerikers, der es zum Papst gebracht hat und seinen Sohn zum Kardinal gemacht hat, obwohl dieser immer nur an weltlicher Herrschaft und dem Krieg interessiert war. Nun, man muss schon sagen, dass diese Wünsche auch seinen Fähigkeiten entsprochen zu haben scheinen, immerhin hat er die Romagna erobert und so einige Schlachten gewonnen. Aber über den Menschen Cesare weiß man nur wenig und vieles davon ist äußerst widersprüchlich. Sowieso gehen die Meinungen damals wie heute bei den Borgias deutlich auseinander. Ich finde es toll, wie auch der Roman es schafft, mehrere Seiten dieses Mannes zu beleuchten. Für die einen war er ein Held, für die anderen ein Monster und für andere der pure Albtraum.

Der Roman ist wieder aus sehr vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, die häufig wechseln. Man bekommt so ein vielschichtiges Bild von Cesare Borgia, seinem Wirken und auch seiner Feinde und deren Motive. Aber man erfährt auch etwas über seine Frau und seine Schwester Lucrezia, die ihm scheinbar sehr wichtig gewesen ist. Die Frage, ob die beiden in einem inzestuösen Verhältnis zueinanderstanden, wie es gern in den Romanen über die Borgia geschrieben steht, da sich das Gerücht zu deren Lebzeiten weit verbreitet hatte und gern aufgewärmt wurde, spart dieses Buch aus und das finde ich auch richtig so. Man weiß es einfach nicht und wir werden es nie erfahren, wie es wirklich war. Was man aber weiß ist, wie nahe sich beide standen und das wird hier erwähnt. Durch solche Details und die Tatsache, dass das Buch nicht jedes Gerücht aufnimmt, wirkt es sehr realitätsnah und historisch korrekt. Wobei natürlich kein historischer Roman nur auf Tatsachen beruht, es gehört immer auch Fantasie dazu. Aber hier wirkt es echt und darauf kommt es an.
Es ist interessant diese Puzzle-Teile, die man durch die vielen Charaktere erhält, zu einem Bild zusammenzusetzen und natürlich gibt es so manches widersprüchliches, was aber finde ich gut passt, denn es kommt eben auf die Sichtweise an.
Allerdings muss man das Buch eben wegen der vielen Charaktere und der vielen Sichtweisen sehr genau lesen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ich finde aber, dass es sich lohnt.


Achtung: Es gibt immer wieder sehr brutale Szenen. Da wird zum Beispiel eine gesamte Familie ermordet, inklusive der kleinen Kinder, sogar Babys. Wer also damit nicht umgehen kann, so etwas zu lesen, sollte das Kapitel „Das Bankett“ überspringen. Dann gibt es noch eines, in dem eine Frau lebendig verbrannt wird – zum Spaß der anwesenden „Herren“ – wer das auch nicht lesen will, sollte das Kapitel „Der Scheiterhaufen“ auslassen. Das Kapitel „Die Folter“ dreht sich um eben diese. Wer also diese Dinge nicht lesen will, weiß jetzt, welche Kapitel er besser auslässt.


Fazit: Mir gefiel das Buch sehr gut, allerdings war es mir manchmal zu brutal. Es wurde zum Glück nicht alles en detail beschrieben, aber für mich genug, um mir zu wünschen, manche Kapitel übersprungen zu haben.
Die Charaktere fand ich wieder sehr interessant gestaltet und auch die Handlung selbst. Vor allem gefällt es mir, dass man im Epilog erfährt, wie es mit ein paar Charakteren weiterging und im Anschluss daran, erfährt man noch mehr über die historischen Personen, deren Leben nicht in diesem Buch endete. Ich mag so etwas sehr gern.

Die vielen Perspektivwechsel machen auch hier ein gründliches Lesen erforderlich, aber es lohnt sich und man verliert etwas weniger leicht den Überblick als in Band 2. Für mich ist dieses Buch wieder etwas „runder“ als der vorherige Band.

Mir gefiel Band 3 besser, als Band 2. Wäre er etwas weniger brutal gewesen, wäre er bei mir auf der gleichen Stufe gelandet, wie Band 1, aber mir war es einfach zu viel manchmal und deswegen bleibt Band 1 mein Favorit der Trilogie.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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