Zuckersüßer Horror
Die Kannibalen von CandylandAchtung, Achtung! Wer sich auf "Die Kannibalen von Candyland" einlässt, sollte vorher wissen, dass dieses Buch ist nichts für schwache Nerven oder zarte Gemüter ist. Es ist sehr extravagant und punktet ...
Achtung, Achtung! Wer sich auf "Die Kannibalen von Candyland" einlässt, sollte vorher wissen, dass dieses Buch ist nichts für schwache Nerven oder zarte Gemüter ist. Es ist sehr extravagant und punktet durch seine Skurrilität. Carlton Mellick III ist bekannt für seine verstörenden, skurrilen und blutigen Romane. Auch hier wird das Nervenkostüm und das Vorstellungsvermögen der Leserinnen hart auf die Probe gestellt.
Im Zentrum steht Franklin, ein Mann mit Kindheitstrauma, der als Erwachsener Jagd auf eine geheimnisvolle Rasse von menschenfressenden Wesen macht – Wesen, die aussehen wie aus einem zuckersüßen Albtraum entsprungen. Tief unter der Erde entdeckt er schließlich Candyland – eine Welt aus Regenbogen, Schleim und Zuckermenschen, die nicht nur Fleisch fressen, sondern ein ganz eigenes moralisches System und Sexualität haben.
Mellicks Sprache ist direkt, roh und absichtlich überzeichnet. Die Welt, die er erschafft, ist ekelhaft und faszinierend zugleich. Zwischen Kannibalismus, und Horror aus dem Süßigkeitenland entwickelt sich eine Geschichte, die schockiert und unterhält.
"Die Kannibalen von Candyland" ist definitiv ein Tip für Leserinnen die bizarre und originelle Horror-Geschichten lieben.