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Veröffentlicht am 03.09.2024

Schatten der Vergangenheit

Die Nacht der Bärin
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Klappentext:

Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. In dem Haus am Dorfrand will ...

Klappentext:

Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. In dem Haus am Dorfrand will sie jetzt bleiben und in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Doch dann ereilt die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter die Familie, und Jule stutzt. Warum hat ihre Mutter nie von der Großmutter oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam das Haus der Großmutter aufräumen, findet Jule Hinweise auf lang zurückliegende Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten.



"Die Nacht der Bärin" ist ein packender Familienroman von Kira Mohn, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die nach dem Tod ihrer Großmutter auf ein gut gehütetes Geheimnis stößt. Der Tod der "unbekannten" Großmutter bringt nicht nur Trauer, sondern auch zahlreiche ungeklärte Fragen und Geheimnisse mit sich, die tief in der Vergangenheit verankert sind.

Die Autorin beginnt mit dem Leben der jungen Jule. Sie flüchtet vor ihrem gewalttätigen Freund zu ihrer Familie. Dort angekommen, erfährt Jule von den Tod ihrer Großmutter, welche sie nie persönlich kennengelernt hat. Doch das Verhalten ihrer Mutter macht Jule stutzig. Gemeinsam mit ihrer Mutter, versucht sie die unbekannte Seite der verstorbenen Frau zu verstehen und zu offenbaren, doch dabei stößt Jule auf Hindernisse, die ihre eigene Mutter ihr in den Weg stellt. Doch warum?

Der Roman wird abwechseln in der Gegenwart und zu der Zeit, als Jules Mutter ein Teenager war, erzählt. Die Darstellung von Jules Mutter und ihrer Schwester sind vielschichtig und bewegend. Zu Beginn scheint die Familie liebevoll, doch je mehr wir in der Geschichte von Jules Mutter voranschreiten legt die Autorin eine düstere Vergangenheit auf. Die Enthüllung des Familiengeheimnisses schlägt bis zur Gegenwart Wellen und bewegen auch Jule zu einer schweren Entscheidung.

Die Autorin versteht es meisterhaft, die Spannung langsam aufzubauen, indem sie häppchenweise Informationen preisgibt und die Leserinnen mit jeder Seite tiefer in das Geheimnis zieht. Gleichzeitig gelingt es ihr, die emotionale Komplexität der Charaktere darzustellen und die Leserinnen an ihre inneren Kämpfe und moralischen Dilemmata teilhaben zu lassen. Die Geschichte ist reich an emotionalen Momenten.

Der Schreibstil ist fesselnd und atmosphärisch. Die Autorin nutzt eine bildhafte Sprache, um sowohl die düstere Vergangenheit als auch die emotionalen Höhen und Tiefen der Protagonistin lebendig werden zu lassen. Besonders beeindruckend ist, wie es ihr gelingt, die unterschiedlichen Zeitebenen der Erzählung – die Gegenwart und die Vergangenheit – miteinander zu verweben und so ein vollständiges Bild der Geschehnisse zu zeichnen.

"Die Nacht der Bärin" ist mehr als nur eine Geschichte einer Familie. Es ist ein Roman über die dunklen Geheimnisse, die wir oft vor unseren nächsten Verwandten verbergen, und über die Herausforderungen, die das Aufdecken dieser Geheimnisse mit sich bringt. Die Mischung aus emotionaler Tiefe, Spannung und der Erkundung menschlicher Abgründe macht dieses Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis, das lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Was wäre wenn

Lieferdienst
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Klappentext:

Neu-Berlin, irgendwann in der Zukunft: Arkadis Arbeitgeber Rio ist darauf spezialisiert, Bestellungen per 3D-Drucker herzustellen und unverzüglich auszuliefern. Der Druck ist enorm: Sobald ...

Klappentext:

Neu-Berlin, irgendwann in der Zukunft: Arkadis Arbeitgeber Rio ist darauf spezialisiert, Bestellungen per 3D-Drucker herzustellen und unverzüglich auszuliefern. Der Druck ist enorm: Sobald etwas geordert wird, egal ob Spielekonsole oder Zahnpasta, beginnt ein gnadenloser Wettlauf aller Lieferdienste um die schnellste Zustellung.

Die Fußsoldaten dieses brutalen Wettbewerbs sind sogenannte Bringer. Auf Hoverboards sausen Arkadi und andere Kuriere durch die Stadt und versuchen, die Konkurrenz mit allen Mitteln auszustechen.

Eines Tages bittet ihn ein Kollege, einen Auftrag für ihn zu übernehmen. Kaum hat Arkadi die Lieferung übernommen, muss er mitansehen, wie sein Kollege stirbt. Der junge Kurier gerät in einen Strudel von Ereignissen, aus dem er sich kaum mehr befreien kann: Arkadi soll seltsame Sonderaufträge ausführen und seine Chefetage interessiert sich plötzlich sehr für ihn. Kann er die mysteriösen Lieferungen zustellen, bevor ihn die Marketing-Drohnen der Konkurrenz aus der Luft holen?



"Lieferdienst" von Tom Hillenbrand ist ein faszinierender Science-Fiction-Roman, der die Leserinnen in die "nahe" Zukunft Berlins entführt. Wir erleben Neu-Berlin. Eine neu aufgebaute Stadt neben Alt-Berlin. Das Leben der Menschen wird immer rasanter und spielt sich in Wohnblöcken ab, welche über 100 Etagen umfassen, oder man wohnt in seinem Auto, welches mit Autopilot unendlich lang auf dem Stadtring fährt, da man sich die Miete nicht mehr leisten kann. Alle Bedürfnisse, werden durch Lieferdienste abgedeckt. Sei es Essen, was per Drohne zugestellt wird, oder eben Produkte des alltäglichen Lebens, welche individuell durch einen 3D-Drucker hergestellt werden.

Ein Kampf der Lieferdienste herrscht: immer im Wettbewerb um die schnellsten und meisten Lieferungen. In dieser Welt lebt und arbeitet Arkadi. Als er eines Tages ein mysteriöses Paket zustellen soll, droht er in einen Strudel von Intrigen und Machtkampf zu geraten.

Der Autor entwirft eine beeindruckende und detailreiche Zukunftsvision, welche einen Angst machen kann. Trotz der Kürze des Buches, sind die Charaktere gut entwickelt und liebevoll gestaltet. Jeder von ihnen bringt seine eigene Vergangenheit und Motivationen mit, die sich im Laufe der Geschichte entfalten. Besonders gelungen ist die Darstellung der Dynamik innerhalb des Lieferdienstes.

Die Handlung ist spannend und gut durchdacht, mit zahlreichen Wendungen und unerwarteten Ereignissen, die den Leser
innen bis zur letzten Seite fesseln. Es gibt eine gelungene Balance zwischen actionreichen Szenen und nachdenklichen Momenten, die zum Reflektieren anregen.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und anschaulich, was es den Leser*innen leicht macht, in die Welt des Buches einzutauchen.

Insgesamt ist "Lieferdienst" ein packender und gut geschriebener kurzer Roman, welcher jeder Fan von Zukunftsfiktionen auf den Schirm haben sollte.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Auf dem Weg zur Legende

Rom bin ich
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Klappentext:

Rom, 77 v. Chr. Dolabella, rechte Hand des einstigen Diktators Sulla, wird von den Makedoniern der Korruption, Erpressung und des Mordes beschuldigt. Der allmächtige Konsul wähnt sich sicher. ...

Klappentext:

Rom, 77 v. Chr. Dolabella, rechte Hand des einstigen Diktators Sulla, wird von den Makedoniern der Korruption, Erpressung und des Mordes beschuldigt. Der allmächtige Konsul wähnt sich sicher. Die besten Anwälte werden ihn verteidigen. Die 52 Senatoren des Gerichts sind allesamt korrupt und von ihm bestochen. Und zudem weiß er jeden aus dem Weg zu räumen, der sich ihm entgegenstellt. In Rom glaubt daher niemand, dass Dolabella verurteilt wird. Bis ein unbekannter Patrizier von gerade einmal 23 Jahren sich bereit erklärt, die Anklage zu übernehmen und der römischen Elite die Stirn zu bieten. Sein Name: Gaius. Als Julius Cäsar wird er in die Geschichte eingehen.



„Rom bin Ich“ von Santiago Posteguillo bietet einen tiefgehenden Einblick in eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der römischen Geschichte. Das Buch fängt das junge Leben des Imperators ein und gibt den Leser*innen einen tiefen Blick in das Leben von Julius Cäsar und seiner Familie.

Der Autor zeichnet ein detailliertes Bild von Beginn und Aufstieg Cäsars, beginnend mit seinen frühen Jahren in einer adligen, aber politisch verfolgten Familie. Die Erzählung ist reich an historischen Details und zeigt die politischen Intrigen, militärischen Erfolge und persönlichen Herausforderungen, die Cäsars Leben prägten.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Buches ist, dass der Autor versucht hat Cäsar zum Leben zu erwecken. Wir tauchen in das Leben des berühmten jungen Mannes ein und können an all seinen Gefühlen und Gedanken teil haben. Doch mit all seiner Authentizität, ist das Buch ein großer Klopper mit über 700 Seiten. An vielen Stellen wurde es mir etwas langweilig, vor allem, wenn es um die Schlachten oder Intrigen hinter Cäsar ging, welche zum Werdegang Cäsars evtl. nicht viel beizutragen hatten.

Der Schreibstil des Autors ist klar und prägnant, was das Buch sowohl für Geschichtsexperten als auch für Laien zugänglich macht.

Insgesamt ist „Rom bin Ich" ein ausführlicher und gut recherchierter Roman über den jungen Cäsar. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Bände der Reihe und kann dieses Buch jeden empfehlen, der sich für antike Geschichte interessiert.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Ein Geheimnis was alles verändert

Season Sisters – Herbstschatten
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Klappentext:

Autumn, die Herbstschwester, ist schweigsam und scheu. Nur auf der elterlichen Farm in Wales fühlt sie sich geborgen. Autumns große Leidenschaft sind Pferde – ihre Gesellschaft zieht sie ...

Klappentext:

Autumn, die Herbstschwester, ist schweigsam und scheu. Nur auf der elterlichen Farm in Wales fühlt sie sich geborgen. Autumns große Leidenschaft sind Pferde – ihre Gesellschaft zieht sie der von Menschen vor. Nur Pferdepfleger Liam erlaubt sie ein klein wenig Nähe. Durch eine unbedachte Bemerkung wird Autumn auf die Geschichte ihrer Mutter aufmerksam. Sie ist eine Deutsche, eine Adlige sogar! Aber warum schweigt Leah hartnäckig über ihre Herkunft? Neugierig geworden, vertieft sich Autumn in die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Mathilda ...



Anna Helfords "Season Sisters - Herbstschatten" ist der dritte Band der Saga rund um die Season-Schwestern, der die Leserinnen auf eine emotionale Reise durch die Geheimnisse einer Familie mitnimmt.

Nach den ersten beiden Bänden der Reihe war ich unfassbar fasziniert und gespannt auf „Season Sisters – Herbstschatten“ und ich kann es schon mal vorweg nehmen, meine Erwartungen wurden wieder einmal nicht enttäuscht!

Dieses Mal begleiten wir die ruhige, in sich gekehrte Autumn Season. Sie hat ihre Heimat und das Elternhaus nie verlassen und kümmert sich um alles, was auf dem Cottage anfällt. Als sie eines Tages aus dem elterlichen Cottage vorübergehend ausziehen soll, da ihre große Schwester Spring den Hof in in ein Bed & Breakfast umbauen will, verfällt Autumn in eine kleine Identitätskrise. Was soll sie tun? Ihre täglichen Aufgaben wurden ihr weg genommen. Durch die Nachbarin erfährt Autumn, dass das Familiengeheimnis der Seasons, doch etwas mehr verbirgt, als zunächst vermutet. Autumn begibt sich auf die Suche ihrer Wurzeln und findet in Deutschland an der Mosel ihre Familie. Doch warum hat ihr Mutter Deutschland für immer den Rücken gekehrt und ihre Familie bis heute verschwiegen?

Die Autorin schafft es auch diesmal wieder wird geschickt mit einem perfekten Tempo ein Familiengeheimnis und Romantik zu verweben. Helford bewahrt die Spannung, indem sie nach und nach Enthüllungen präsentiert und die Leser
innen dazu anregt, mit den Charakteren mitzufiebern. Dabei gelingt es ihr, eine authentische deutsche Atmosphäre zu schaffen, die an einigen Stellen Makel hat.

Die Geschichte von Autumn macht die Leser*innen einfach glücklich und lässt den Charakter einen ins Herz schließen. Aber auch die Geschichte und das Familiengeheimnis konnten mich absolut begeistern und abholen. Ich eingespannt, wie es im letzten und finalen Band der Reihe weiter geht.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

O'zapft is

Zu Gast auf dem Oktoberfest
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Klappentext:

EIN PROSIT DER GEMÜTLICHKEIT! Warum sind eigentlich alle so „narrisch“ auf das Münchner Oktoberfest? Eins ist sicher: Das Oktoberfest versinnbildlicht all das, was Deutschland und die ganze ...

Klappentext:

EIN PROSIT DER GEMÜTLICHKEIT! Warum sind eigentlich alle so „narrisch“ auf das Münchner Oktoberfest? Eins ist sicher: Das Oktoberfest versinnbildlicht all das, was Deutschland und die ganze Welt an der bayerischen Kultur so lieben: Fesche Madln, deftige Speisen und zünftige Tanzmusik. In diesem Callwey Buch werden tiefverwurzelte Traditionen gelebt, zahlreiche spannende Fakten über die Wiesn verraten und die schönsten Momente rund um das Oktoberfest eingefangen. Zu Gast auf dem Oktoberfest bringt die Wiesn in die eigenen vier Wände: Wies‘n-Wirtinnen und -Wirte verraten die leckersten bayerischen Rezepte zum Nachkochen, ihre Lieblingsorte und Geheimtipps in ganz München, und erzählen noch nie gehörte Münchner G‘schichten. Ein Muss für Oktoberfest-Neulinge, echte Wiesn-Kenner:innen und alle Liebhaber:innen der „fünften Jahreszeit“ in München!



Dieses Buch ist wirklich eine Augenweide und ein Highlight für alle Oktoberfest-Fans. Alleine schon die Aufmachung des Covers mit der farblich Gestaltung ist dieses Buch ein absoluter Hingucker. Für alle Freunde des Oktoberfests, die ein Interesse an Kulinarik und Geschichte haben ist dieses Buch ein absoluter Muss.

Der Callwey-Verlag führt seine Buchreihe gekonnt mit diesem Prachtexemplar fort. Nach einem absolut tollen Vorwort von Christian Ude tauchen wir in die grandiose Welt des größten Volksfests der Welt ab. Zu Beginn wird uns ein illustrierter Lageplan der Wiesn vorgestellt mit seinen Zelten. Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschafft haben, entführt uns der Autor in die verschiedenen Brauereien dieser Stadt und welche Festzelte und gastronomischen Betriebe hierzu untergliedert sind. Die großen Festzelte sind nach Brauerei sortiert und werden in diesem Buch gekonnt in Szene gesetzt. Somit kann man sich schon vor dem Anstich ein Bild machen und für sich herausfinden, welches Zelt zu einem passt.

Wir bekommen nicht nur ausreichend Informationen über die einzelnen gastronomischen Highlights, sondern Wies‘n-Wirtinnen und -Wirte verraten uns noch ihre leckersten bayerischen Rezepte zum Nachkochen. So können wir zum Beispiel in der Küche mit der berühmten Hühnerbraterei um die Wette grillen oder gemütlich ein Obazdn aus dem Marstall nachmachen. Die Rezepte sind für jedermann geeignet und bringen Lust und Laune diese auch mal. auszuprobieren.

"Zu Gast auf dem Oktoberfes"t bringt die Wiesn nach Hause in die eigenen vier Wände. Ein Muss für alle Oktoberfest-Neulinge, echte Wiesn-Kennerinnen und alle Liebhaberinnen der „fünften Jahreszeit“ in München.

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