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Veröffentlicht am 13.08.2024

Nordwind gibt Ärger

Im Nordwind
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Klappentext:

Hamburg, 1913. Es muss einen Ausweg geben! Alice wohnt im rauen Arbeiterviertel auf der Uhlenhorst, und ihr Ehemann Henk macht ihr das Leben zur Hölle. Der einzige Lichtblick: ihre Tochter ...

Klappentext:

Hamburg, 1913. Es muss einen Ausweg geben! Alice wohnt im rauen Arbeiterviertel auf der Uhlenhorst, und ihr Ehemann Henk macht ihr das Leben zur Hölle. Der einzige Lichtblick: ihre Tochter Rosa. Als sie das Kind kaum noch vor Henk beschützen kann, wagt Alice das Unmögliche. Sie will diese Ehe beenden!

Nicht weit entfernt vom Elendsviertel lebt der Rechtsanwalt John Reeven in der Villa seiner alteingesessenen Familie. Die Geschäfte florieren, John ist standesgemäß verlobt. Aus guter hanseatischer Tradition berät er auch mittellose Hamburger in rechtlichen Fragen. Das Ansinnen dieser jungen Frau allerdings ist aussichtslos: Sie will sich von ihrem Ehemann trennen.

Wider jede Vernunft willigt er ein, sie zu vertreten. Aber das Wagnis birgt ein hohes Risiko. Für Alice steht alles auf dem Spiel. Und John ahnt nicht, wie sehr seine sichere Welt ins Wanken geraten wird ...



„Im Nordwind“ ist ein fesselnder historischer Roman, der in Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Im Mittelpunkt steht die junge Alice, eine Frau mit unerschütterlichem Willen und einem klaren Ziel vor Augen: Sie will sich von ihrem gewalttätigen Mann scheiden lassen und das Sorgerecht für ihre Tochter bekommen. Trotz der Widrigkeiten der Zeit, darunter der aufkommende Erste Weltkrieg und ihrer dunklen Vergangenheit, kämpft Alice darum, ihrer kleinen Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihr Rechtsanwalt John Reeven greift ihr dabei unter die Arme und zusammen sind sie ein unschlagbares Team, welches auch den sozialen Umständen standhalten kann?



Miriam Georg zeichnet ein lebendiges Bild des historischen Hamburgs, von den belebten Straßen der Speicherstadt bis hin zu den eleganten Villenvierteln an der Alster. Ihre Beschreibungen sind so detailreich, dass man als Leser*in förmlich den Wind spüren und das geschäftige Treiben der Stadt hören kann. Das historische Hintergrundwissen wird geschickt in die Handlung eingebunden, sodass man viel über die damaligen sozialen und politischen Verhältnisse erfährt, sodass man die Protagonisten noch besser verstehen kann.

Alice ist eine starke und beeindruckende Protagonistin, die mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Mut in einer schwierigen Zeit ihren Weg geht. Ihre Entwicklung von einem jungen, schicksalsgebeutelten Mädchen bis zur selbstbewussten Frau wird realistisch und emotional nachvollziehbar dargestellt. Die Nebenfiguren, darunter Alices Ehemann und die Familie von John sind ebenfalls gut ausgearbeitet und tragen zur Tiefe der Geschichte bei.

„Im Nordwind“ ist der erste Band dieser Reihe über eine Frau, die trotz aller Hindernisse ihren Weg geht und ihre Wünsche verwirklicht. Miriam Georg gelingt es meisterhaft, die historische Kulisse Hamburgs mit einer packenden und emotionalen Geschichte zu verbinden. Das Buch ist eine Hommage an die Stärke und den Mut der Frauen, die ihren Platz in der Geschichte eingefordert haben.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Glaubst du an dein Horoskop?

Meet Me Under The Stars
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Klappentext:

Nova glaubt an Horoskope, überzeugt von der Weisheit der Sterne. Auch Weston widmet sich den Sternen, allerdings streng wissenschaftlich. Als Rockstar der Astronomie hält er Astrologie für ...

Klappentext:

Nova glaubt an Horoskope, überzeugt von der Weisheit der Sterne. Auch Weston widmet sich den Sternen, allerdings streng wissenschaftlich. Als Rockstar der Astronomie hält er Astrologie für reine Illusion. Wenig überraschend, dass bei ihrem ersten Aufeinandertreffen die Funken fliegen. Einige Jahre später braucht Nova ausgerechnet Westons Hilfe, als es um ihre Vergangenheit geht. Deshalb nimmt sie unter einem falschen Vorwand einen Job in dem Freizeitcamp an, in dem Weston mittlerweile lehrt. Zwischen Sternbildern und Sternzeichen ist da sofort wieder diese heftige Spannung. Ist es ihre Gegensätzlichkeit, die sie anzieht? Oder liegt es an diesem Moment, als sie sich beinahe geküsst hätten?




"Meet me under the Stars" von Lena Herzberg entführt die Leserinnen in eine Welt romantischer Gefühle und die astronomische Suche nach der großen Liebe. Dieser Roman erzählt die Geschichte von Nova, welche der Astrologie sehr zugetan ist und Weston, welcher der Astronomie sich verschrieben hat. Weisheit trifft Wissenschaft. Die Geschichte ist eine süße und herzerwärmende Suche nach Liebe und Freundschaft mit Hilfestellung aus dem Himmel.

Lena Herzberg erschafft authentische Charaktere, deren Emotionen und Handlungen zum schmunzeln einladen. Die Protagonistin Nova wird mit Tiefe und Nuancen dargestellt, was ihre Entwicklung über die Kapitel hinweg glaubwürdig und mitfühlend macht. Auch West, welcher sich der Wissenschaft verschrieben hat, wirkt authentisch und seine Gefühle sind nachvollziehbar.

Der Roman spielt an der Küste Englands. Diese Gegend wird so liebevoll beschrieben und trägt zur romantischen Atmosphäre des Romans bei.
Die Autorin schafft es, die richtige Balance zwischen Romantik, Dramatik und leichten humorvollen Momenten zu finden, was dem Buch eine Leichtigkeit verschafft.

"Meet me under the Stars" ist eine gelungene romantische Lektüre für Leser
innen, die sich nach einer herzerwärmenden Geschichte für die bevorstehende dunkle Jahreszeit sehnen. Lena Herzberg beweist mit diesem Werk ihre Fähigkeit, den Zauber der Liebe bzw. die Magie des Schicksals einzufangen.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Bye Bye Nimmerland

Wendy, Darling – Dunkles Nimmerland (mit gestaltetem Farbschnitt)
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Klappentext:

Eine feministische Neuinterpretation dessen, was mit Wendy nach Neverland geschah. Nimmerland ist ein Paradies für Kinder. Keine Regeln, keine Erwachsenen, nur endlose Abenteuer und verwunschene ...

Klappentext:

Eine feministische Neuinterpretation dessen, was mit Wendy nach Neverland geschah. Nimmerland ist ein Paradies für Kinder. Keine Regeln, keine Erwachsenen, nur endlose Abenteuer und verwunschene Wälder – alles angeführt von dem charismatischen Jungen, der nie alt werden würde. Doch Wendy Darling wurde erwachsen. Sie verließ Nimmerland und wurde eine Frau, eine Mutter und eine Überlebenskünstlerin. Und jetzt ist Peter Pan zurückgekehrt, um eine neue Wendy für seine verlorenen Jungs zu holen – Wendys Tochter! Sie muss Peter zurück nach Nimmerland folgen, um ihre Tochter zu retten und sich endlich der Dunkelheit im Herzen der Insel zu stellen.

Die Autorin A.C. Wise widmet sich hier Nimmerland, das alles andere als das bunt und romantische Land der Disney-Welten ist. Dabei schafft sie es, mit einem bildgewaltigem Schreibstil einmal mehr die Atmosphäre extrem düster wirken zu lassen.

Das Buch hat einen relativ ruhige Atmosphäre, doch dabei wird es noch einmal mehr intensiv in der Handlung. Wer also viel Tempo und Action braucht, dürfte hier nicht ganz glücklich werden, auch wenn es teilweise wirklich erschreckend wirkt.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, in der wir zunächst Wendy in der Vergangenheit im Sanatorium begleiten. Der zweite Part ist die Gegenwart, bei der wir Wendy und in einer zweiten Perspektive ihre Tochter Jane durch Nimmerland begleiten.
Wir erleben ein Abenteuer einer etwas anderen Art. Einen Kampf gegen das Vergessen und gegen das Böse in einer anderen Form.
Protagonistin Wendy ist ausführlich und einzigartig gezeichnet. In der realen Welt, die von Männern dominiert wird, ist sie nur das verrückte Mädchen, dem niemand ihre Geschichte glaubt. Ihr Tochter Jane ist ein unheimlich selbstbewusstes Mädchen.

Wendy, Darling ist ein absolut düsteres Werk mit unheimlich vielen, sehr tiefgründigen Themen. Wir erleben ein Nimmerland voller Schrecken und Horror.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Ein hochexplosiver Mord

Tod auf der Elbe
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Klappentext:

Als Gustav Heller, Kriminalrat der Königlichen Polizei in Dresden, den Sommertag 1879 mit einem Ausritt an der Elbe beginnen will, zerreißt ein infernalischer Knall die Stille. Auf dem Fluss ...

Klappentext:

Als Gustav Heller, Kriminalrat der Königlichen Polizei in Dresden, den Sommertag 1879 mit einem Ausritt an der Elbe beginnen will, zerreißt ein infernalischer Knall die Stille. Auf dem Fluss ist der Kessel eines Frachtdampfers explodiert, Tote und Verletzte treiben im Wasser. Beherzt reitet Heller in den Fluss und zieht einen Schwerverletzten an Land. Der mutige Retter wird wenig später zum Ermittler in einem diffizilen Fall von Sabotage, Erpressung und Mord. Zwei Dampfschiffreedereien kämpfen erbittert um die königliche Schifffahrtslizenz auf der Elbe. Hellers hartnäckigen Nachforschungen erregen den Unwillen seines Vorgesetzten. Als auch seine Familie in Gefahr gerät, sucht Heller kurzerhand Hilfe beim sächsischen König …



"Tod auf der Elbe" von Frank Goldammer ist ein beeindruckender historischer Kriminalroman, der die Leserinnen in das Dresden des späten 19. Jahrhunderts entführt. Der Autor verbindet meisterhaft historische Genauigkeit mit einer spannenden Kriminalgeschichte, die sowohl fesselnd als auch erhellend ist.

Gustav Johann Heller, Kriminalrat der Dresdner Staatspolizei, reitet morgens an der Elbe aus und regt sich über einen vorbeifahrenden Elbdampfer aus, als kurze Zeit später ein lauter Knall ertönt – der Kessel des Schiffs scheint explodiert zu sein. Ihm und den anderen Herbeigelaufenen bietet sich ein schreckliches Bild. In der starken Strömung treiben Tote und Ertrinkende. Unser Einsatz seine Lebens kann Gustav einen schwerverletzten Matrosen retten. Doch kann das wirklich nur ein Unfall sein?

„Tod auf der Elbe“ ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Bestseller-Autor Frank Goldammer und dreht sich um den Großvater von Kommissar Max Heller.

Gustav Johann Heller ist ein charismatischer und hartnäckiger Ermittler, dessen Vergangenheit und persönliche Verluste ihm Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Frank Goldammer schreibt mit einer klaren, präzisen Sprache, die die historische Kulisse Dresdens lebendig werden lässt. Seine Beschreibungen der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten sind detailreich und atmosphärisch, sodass die Leser
innen förmlich durch die Gassen und Plätze des alten Dresdens wandert. Die Dialoge sind authentisch und tragen zur Charakterentwicklung und Spannung bei. Frank Goldammer kann auch mit seiner neuen Reihe überzeugen. Er erzählt sehr tempo- und wendungsreich, und hält die Spannung bis zum Schluss.

"Tod auf der Elbe" von Frank Goldammer ist ein hervorragend geschriebener historischer Kriminalroman, der seine Leser*innen von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält. Mit seiner dichten Handlung und den lebendigen Beschreibungen der historischen Szenerie ist dieses Buch ein absolutes Muss für Fans von Kriminalromanen und historischer Fiktion.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Einetödliche Kur

Merano fatale
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Klappentext:

Am Tappeinerweg über Meran wird ein Kurgast ermordet. Während Ispettore Emmenegger kurz hofft, den Fall und seine Bergtour unter einen Hut zu bekommen, ändert sich alles, als die Mutter seiner ...

Klappentext:

Am Tappeinerweg über Meran wird ein Kurgast ermordet. Während Ispettore Emmenegger kurz hofft, den Fall und seine Bergtour unter einen Hut zu bekommen, ändert sich alles, als die Mutter seiner Verlobten im Kommissariat auftaucht – und behauptet, den Mann vergiftet zu haben. Das ist ja eine schöne Familie, in die Emmenegger da einheiraten wird! Widerstrebend tauscht der Ispettore die Wanderstiefel gegen Lackschuhe und nimmt die Ermittlungen in der feinen und nicht ganz so feinen Gesellschaft Südtirols auf.



"Mord Fatale" von Elisabeth Florin ist ein spannender Kriminalroman, der die malerische Kulisse der Südtiroler Stadt Meran mit einer packenden Mordgeschichte verbindet. Die Autorin versteht es, die Idylle der alpinen Landschaft und den Charme der historischen Stadt mit einer düsteren, fesselnden Ermittlung in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Café Unterweger am Tappeinerweg sitzt ein Stammgast an einem Tisch...und das...tot. Wie sich später herausstellt wurde dieser mit deinem Herzmedikament vergiftet.
Ispettore Emmenegger und seine Freundin Eva Marthaler vom Kommissariat tun sich bei den Ermittlungen nicht leicht. Man geht zunächst von einem Selbstmord aus, aber schon kurz darauf gibt es ein Geständnis: Ausgerechnet Emmis zukünftige Schwiegermutter behauptet, die Mörderin zu sein.

Das Ermittler-Duo sind vielschichtige Protagonisten. Elisabeth Florins Schreibstil ist präzise und atmosphärisch. Ihre Beschreibungen der Meraner Landschaft und der historischen Schauplätze sind so bildhaft, dass die Leserinnen die Szenerie lebhaft vor Augen haben. Florin schafft es, die Spannung kontinuierlich aufzubauen und die Leserinnen mit unerwarteten Wendungen und Enthüllungen zu fesseln. Die Dialoge sind authentisch und treiben die Handlung effektiv voran.

"Mord Fatale" von Elisabeth Florin ist ein packender und atmosphärischer Kriminalroman, der die Leser*innen von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird. Mit seinen vielschichtigen Charakteren, der dichten Handlung und den lebendigen Beschreibungen der Meraner Szenerie ist dieses Buch ein Muss für alle Krimifans und Liebhaber von Lokal-Krimis Elisabeth Florin gelingt es, die Schönheit und den Charme Südtirols mit einer spannenden Mordermittlung zu verbinden, was diesen Roman zu einem unvergesslichen und spritzigen Leseerlebnis macht.

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