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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2024

Einfühlsam

Mein drittes Leben
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Die Schriftstellerin Daniela Krien
schreibt einfühlsam und fesselnd.
Ich habe schon einiges von ihr gerne gelesen.
Der neue Roman, Mein drittes Leben, ist ihr besonders gut gelungen.
In diesem Roman ...



Die Schriftstellerin Daniela Krien
schreibt einfühlsam und fesselnd.
Ich habe schon einiges von ihr gerne gelesen.
Der neue Roman, Mein drittes Leben, ist ihr besonders gut gelungen.
In diesem Roman erzählt die Autorin von der Gefühlswelt einer vierzigjährigen Frau, deren siebzehnjährige Tochter bei einem Unfall ums Leben kam. Das bringt das Leben der Eltern in eine große Trauer. Die beiden trauern verschieden.
Linda rettet sich auf einen Hof auf dem Land. Zum Hof gehört ein Hund, der durch sein Dasein, weiterleben lässt. Linda braucht starke Tabletten, sie denkt sogar an Selbstmord.
Sie trifft auch viele Personen, die ihr mit angenehmer Art weiter helfen.
Nebenbei wird auch das schwierige Verhältnis mit ihrer Mutter aufgearbeitet.
Daniela Krien versteht es sehr gut, diese Erlebnisse zu Wort zu bringen.
Sie zeigt, das das Leben weiter geht. Die Trauerarbeit bringt sie gut ins Buch.
Ich konnte mich gut in die Geschichte einfühlen. Es ist ein lesenswertes Buch.

Veröffentlicht am 20.08.2024

Wütende Geschichte

Als wir Schwäne waren
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Behzad Karim Khani ist im Iran geboren und kam mit seinen Eltern mit 10 Jahren in einen Vorort Bochums.

Als wir Schwäne waren, ist sein zweiter Roman. Er zeigt die Zeit 1990 im Ruhrgebiet. Die Eltern ...



Behzad Karim Khani ist im Iran geboren und kam mit seinen Eltern mit 10 Jahren in einen Vorort Bochums.

Als wir Schwäne waren, ist sein zweiter Roman. Er zeigt die Zeit 1990 im Ruhrgebiet. Die Eltern sind Schriftsteller und Soziologin, aber in Deutschland gelten die Abschlüsse nichts. Der Vater muss als Taxifahrer sein Geld verdienen.
Behzad kämpft sich durch. Leider sind seine Freunde kriminell. Der Umgang macht ja viel aus, wie ein Jugendlicher Fuß fast. Da werden Drogen geschmuggelt und vertickt. Sein Freund wird gefasst und kommt ins Gefängnis.

Stellenweise ist der Autor wütend auf Deutschland. Er will am Liebsten weg aus dem Land. Allerdings wohnt er jetzt in Berlin.
Der Schreibstil ist ganz gut, direkt und schlüssig. Es gibt auch einige humorvolle Stellen. Es ist gerade die Zeit, als Grönemeyer über Bochum singt.
Der Roman liest sich gut.


Veröffentlicht am 20.08.2024

Fesselnde Familiengeschichte

Nur nachts ist es hell
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Nur nachts ist es hell, ist ein interessanter Roman der Schriftstellerin
Judith W. Taschler. Sie hat ihn raffiniert aufgebaut und eine interessante Familiengeschichte konstruiert.

Elisabeth erwartet ...



Nur nachts ist es hell, ist ein interessanter Roman der Schriftstellerin
Judith W. Taschler. Sie hat ihn raffiniert aufgebaut und eine interessante Familiengeschichte konstruiert.

Elisabeth erwartet die Enkeltochter ihres Bruders, die in Wien studieren will und bei ihr wohnen wird. Es ist 1973 in Wien.
Sie schreibt ihre Familiengeschichte solange sie sie miterlebt hat auf. Es ist einiges in der Zeit geschehen und es gibt Geheimnisse, die mal gesagt werden müssen.
Sie hat noch drei Brüder, die Zwillingsbrüder sind dreizehn Jahre älter.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde sie Ärztin, heiratete und bekam zwei Söhne.
Ihre Arbeit war er sehr wichtig. Sie half gerne bei Geburten und gibt Ratschläge , das die Frauen nicht ungewollt schwanger werden.
Die Autorin schreibt die Zeiten eindrucksvoll und fesselnd. Sie versteht es gut die Emotionen der Protagonistin einzufangen. Da gehen die Gedanken auch leicht mal vor und zurück.
Der Roman ist gute Unterhaltung





Veröffentlicht am 19.08.2024

Indianische Familiengeschichte

Verlorene Sterne
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Tommy Orange Mitglied des Cheyenne und Arapaho Tribes.

Mit seinem Roman Verlorene Sterne hat er es auf die Booker Longlist geschafft.
Es ist eine Familiensagan der Cheyenne ab 1874.
Im Anfang hatte ...


Tommy Orange Mitglied des Cheyenne und Arapaho Tribes.

Mit seinem Roman Verlorene Sterne hat er es auf die Booker Longlist geschafft.
Es ist eine Familiensagan der Cheyenne ab 1874.
Im Anfang hatte ich ein paar kleine Probleme, da immer Icherzähler in Gange waren, die sich abwechselten.
Als ich den Durchblick hatte, ging alles gut.
Es ist eine Geschichte über Indianer und ihr Kampf ums überleben.
Die einzelnen Emotionen der Figuren konnten mich gefangen nehmen.
Der Roman ist vielschichtig und unterhaltend.
Es ist ein Stück Zeitgeschichte.




Veröffentlicht am 19.08.2024

Erschütternd

Wo der Wind wohnt
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Samar Yazbek ist eine syrische Bürgerschaftsaktivistin, Journalistin und Schriftstellerin.

Ihr Roman Wo der Wind wohnt, ist eine poetische und lyrische Geschichte aus Syrien. Es ist ein traumartiger ...



Samar Yazbek ist eine syrische Bürgerschaftsaktivistin, Journalistin und Schriftstellerin.

Ihr Roman Wo der Wind wohnt, ist eine poetische und lyrische Geschichte aus Syrien. Es ist ein traumartiger Roman.
Einrücklicht erzählt sie vom Unerträglichen.

Ali liegt verletzt unter einem Baum und erlebt einen scheußlichen Eindruck. Langsam findet er heraus, was ihm geschehen ist. Er denkt viel an die Vergangenheit. Dann erfährt man wie die neuen Soldaten von der Milz rekrutiert werden.
Die Autorin schreibt authentisch vom Krieg in Syrien.
Es ist ein ergreifender trauriger Roman, den man gelesen haben sollte.