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Veröffentlicht am 17.05.2023

Indigene Gesellschaftsgeschichte.

Jahr der Wunder
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Die Schriftstellerin Louise Erdrich besticht mit ihrem Roman „Jahr der Wunder“. Sie greift die Probleme der indigenen Bevölkerung auf.
Erst hatte ich mit der Protagonistin Tookie meine Probleme.
Als sie ...


Die Schriftstellerin Louise Erdrich besticht mit ihrem Roman „Jahr der Wunder“. Sie greift die Probleme der indigenen Bevölkerung auf.
Erst hatte ich mit der Protagonistin Tookie meine Probleme.
Als sie dann in Louises Buchhandlung arbeitet, entfaltet sie sich. Das sie von Floras Geist verfolgt wird, ist mir bis zum Schluss nicht ganz klar, ob es sich vielleicht nur in ihrem Kopf stattfindet.

Nach der Hälfte steckte ich in einem Sog und mochte das Buch fast nicht unterbrechen. Die Autorin schreibt angenehm flüssig und spannend.
Witzigerweise spielte sie in dem Roman auch mal mit.
Der Roman spielt bis in die gegenwärtige Zeit, auch der Coronavirus war akut.

Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert. Ich wurde gut unterhalten.

Veröffentlicht am 17.05.2023

Mutterliebe

Die Schwester
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Das Buch „Die Schwester“ wird von der Schriftstellerin Petra Johann zu einem interessanten Thriller verwebt.

Der Roman geht um zwei Schwestern, die Eine Lisa ist hochbegabt und eine erfolgreiche Ärztin. ...



Das Buch „Die Schwester“ wird von der Schriftstellerin Petra Johann zu einem interessanten Thriller verwebt.

Der Roman geht um zwei Schwestern, die Eine Lisa ist hochbegabt und eine erfolgreiche Ärztin. Sie ist verheiratet und hat 2 Kinder. Bei ihr ist alles fest geplant und ordentlich.
Mara ist etwas ausgeflippt, so hat sie jetzt blaue Haare. Mara soll an einem Wochenende auf die Kinder aufpassen.
Da kommt Lisa nie zurück. Eine große Suche beginnt. Was Mara dann so von den Empfindungen der Schwester erfährt, bestürzt sie.
Die Autorin erzählt die Empfindungen aller Personen sehr gut. Die Suche zieht sich zwar etwas, aber was dann so herauskommt, erstaunt den Leser.
Der Thriller ist gut unterhaltend.

Veröffentlicht am 16.05.2023

Dichtung und Forschung

Das Licht im Rücken
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Das Licht im Rücken ist ein interessanter vielschichtiger Roman von der Schriftstellerin Sandra Lüpkes.

In den zwanziger und dreißiger Jahren
schreibt die Autorin über die politischen und familiären ...


Das Licht im Rücken ist ein interessanter vielschichtiger Roman von der Schriftstellerin Sandra Lüpkes.

In den zwanziger und dreißiger Jahren
schreibt die Autorin über die politischen und familiären Verwicklungen in Wetzlar.
Der Feinmechaniker Oskar Barnack entwickelt 1914 eine handliche Kamera, die Leica.
Der Werkbesitzer Ernst Leitz produziert die Kamera weiter.

Die Autorin verwebt Dichtung und Forschung.

1933 kommt die NSDAP an die Macht und einige Firmenangestellte und Freunde bekommen Probleme.
Dann kam die Kriegszeit und besonders Elsie wurde zu einer wichtigen Person.

Die Autorin hat die Geschichte der Familie Leitz und die Werke sehr genau recherchiert.
Besonders interessant war das Nachwort, in dem die Autorin berichtete welche Personen fiktiv Waren.
Über die realen Personen hat sie alle Eckdaten erfasst.
Der Roman war fesselnd und unterhaltend.

Veröffentlicht am 16.05.2023

Epos der Semperoper

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie
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Von der Autorin Anne Stern habe ich schon einiges gelesen. Es geht immer um eine starke Frau.

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie, ist der Auftakt eines neuen Epos. Der Schauplatz ist das neue ...




Von der Autorin Anne Stern habe ich schon einiges gelesen. Es geht immer um eine starke Frau.

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie, ist der Auftakt eines neuen Epos. Der Schauplatz ist das neue Hoftheater in Dresden.

Es ist das Kahr 1841 und zu der Zeit gibt es keine Frauen an der Oper. Die Musiker sind nur Männer.
Elise Spielmann spielt gekonnt die Geige. Der Vater hat sie gefördert, aber eigentlich wollte er das der jüngere Bruder ein Geiger wird. Der hat das Gespür für die Geige nicht geerbt.

Elise wird von ihren Eltern zu einer Verlobung mit einem älteren Mann gezwungen, denn der hat die Macht den Vater an seiner Karriere z stoppen.
Elise versteht es ihn zu zwingen, ihre Karriere als Geigerin zu fördern.

Die Autorin lässt uns an der Atmosphäre an dem Theater teilnehmen. So lernen wir einige spezielle Personen kennen.

Das Buch gefällt, es ist in der Art der früheren Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 13.05.2023

Kriegsende

Dunkelnacht
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Die Novelle Dunkelnacht von der Schriftstellerin Kirsten Boie hat mich total geschockt.
Es ist Ende April 1945 in Penzberg einem Ort in Bayern.
Das da noch zum Schluss ein furchtbares Massaker stattfindet ...



Die Novelle Dunkelnacht von der Schriftstellerin Kirsten Boie hat mich total geschockt.
Es ist Ende April 1945 in Penzberg einem Ort in Bayern.
Das da noch zum Schluss ein furchtbares Massaker stattfindet hatte ich noch nicht gehört. Die Autorin hat das sehr intensiv und genau recherchiert. Die Opfer und die Täter werden von ihr mit ihren realen Namen genannt.

Die Autorin hat drei Jugendliche eingebunden, die sehr gut die Stimmung wiedergeben. Man erfährt von deren Ängsten und Nöten.

Das Buch ist beeindruckend, allerdings etwas hart.
Es ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichtliche, die man nicht vergessen sollte.