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Veröffentlicht am 13.11.2025

Hört ihr Leute

Mara und Aram
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Mara und Aram ist ein gut gemachtes Buch der Ursula Arn.
Es ist eine Liebesgeschichte, die bis zur Urgro0mutter der Protagonistin reicht.
Dann geht es auch mal in die Mythologie.
Raffiniert sind die ...



Mara und Aram ist ein gut gemachtes Buch der Ursula Arn.
Es ist eine Liebesgeschichte, die bis zur Urgro0mutter der Protagonistin reicht.
Dann geht es auch mal in die Mythologie.
Raffiniert sind die Überschriften in Art von früheren Stadtwächtern.
Hört ihr Leute lasst euch sagen, die Uhr hat geschlagen usw.
Die Liebesgeschichte von Mara und Aram, ist schon besonders.
Sonst hat Mara mit ihrem Ex ganz schön Ärger.
Der Roman liest sich wunderbar und ich gebe eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.11.2025

Hamburg im Aufbau

In den Scherben das Licht
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Die Schriftstellerin Carmen Korn schreibt gute Nachkriegsprosa.

In den Scherben das Licht, ist ein Roman, der die Situation in Hamburg. Das ist spannend gemacht. Ich kenne die Zeit aus Erzählungen meiner ...



Die Schriftstellerin Carmen Korn schreibt gute Nachkriegsprosa.

In den Scherben das Licht, ist ein Roman, der die Situation in Hamburg. Das ist spannend gemacht. Ich kenne die Zeit aus Erzählungen meiner Eltern und Gro0eltern.
N den Städten war das Wohnungsproblem besonders gro0, da viele Häuser schwere Schäden hatten. Da war die ehemalige Schauspielerin Frieda schon froh, das sie das Untergeschoss bewohnen konnte.
Im Keller hat sich der aus dem Osten geflohene Junge Gert eingerichtet. Dann purzelt Gisela durch das Fenster und er hat eine Mitbewohnerin.
Die Autorin versteht es besonders gut, die Zeit wieder lebendig werden zu lassen.
An die Radiosendungen, in denen Namen der heimkehrenden Gefangenen genannt werden, kann ich mich noch gut erinnern. Meine Oma hörte sich die Sendung immer an, wurde aber stets enttäuscht.
So wurde ich durch den Roman an meine Kindheit erinnert.
Es ist ein lesenswertes Buch, das ich genossen habe.


Veröffentlicht am 09.11.2025

Geht so

Was nicht gesagt werden kann
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David Szalay ist ein Autor mit ungarischen Wurzeln.
Mit dem Roman, Was nicht gesagt werden kann, wurde er zum Booker Price nominiert.

Er schildert das Leben seiner Figur Istvan, von der Jugend in Ungarn ...



David Szalay ist ein Autor mit ungarischen Wurzeln.
Mit dem Roman, Was nicht gesagt werden kann, wurde er zum Booker Price nominiert.

Er schildert das Leben seiner Figur Istvan, von der Jugend in Ungarn bis ins Alter, in England. Das geschieht in Episoden. Das machte es mir schwer zu lesen, denn es gab plötzliche Änderungen seines Lebens.
Der Schreibstil ist ganz gut.
Der Protagonist ist anfangs ganz in Ordnung, aber dann wird er mir doch immer unsympathischer.
Er fand sich als Mann so unwiderstehlich.
Es ist eine Geschichte des Aufstiegs und des Falls.


Veröffentlicht am 07.11.2025

Ergreifend

Lebensbande
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Mechtild Borrmann konnte mich mit ihren Romanen immer begeistern. Auch der neue Roman,
Lebensbande, zeigt die gewohnte Art.
Obwohl es oft krasse Szenen gab, bin ich durch die Geschichte gerast.
Es gibt ...



Mechtild Borrmann konnte mich mit ihren Romanen immer begeistern. Auch der neue Roman,
Lebensbande, zeigt die gewohnte Art.
Obwohl es oft krasse Szenen gab, bin ich durch die Geschichte gerast.
Es gibt zwei Zeitebenen. Es beginnt ab 1933 und dann 1993.

Leo hat bei der Geburt einen kleinen Schaden zurückbehalten.
Er ist zwar etwas langsam und er fängt bei Aufregungen zu stottern an, ist aber sonst gesund.
Aber im Dritten Reich war das schon schwachsinnig. Nora, die Cousine seiner Mutter rettet ihn vor der Deputation, aber sie ist jetzt in Schwierigkeiten. In Danzig erlebt sie das Ende des Krieges.
!993 schreibt sie alles Erlebte auf und will reinen Tisch machen.
Da erfahren wir von ihrer Verschleppung in Russland.
Es ist eine ergreifende Geschichte, die ich gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 07.11.2025

Geschundene Heimkinder

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104, ist ein Roman der Schriftstellerin Susanne Abel.
Sie zeichnet die Erlebnisse von Kindern in einem von Nonnen geführten Heim.
Der Roman ist ziemlich hart und ...



Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104, ist ein Roman der Schriftstellerin Susanne Abel.
Sie zeichnet die Erlebnisse von Kindern in einem von Nonnen geführten Heim.
Der Roman ist ziemlich hart und brutal, also nichts für zarte Gemüter.
Da werden Kinder misshandelt, vergewaltigt und wurden auch noch mit Tabletten versuchen gequält.
Nr. 104 ist Hartmut, der höchstens 3 Jahre alt ist. Er kam als Kriegswaise in das Heim.
Die etwas ältere Margret versucht ihm zu helfen. Aber auch sie hat brutale Erfahrungen zu erleben.
Später heiraten die Beiden.
Das Hörbuch wird von Vera Teltz gelesen, das macht sie perfekt.

Das Buch ist ergreifend und lässt den Leser erschüttert zurück und kann nicht gleich abschalten.