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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2024

Konnte mich nicht auf allen Ebenen überzeugen

Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen
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In „Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen“ befasst sich mit den Lebensgeschichten der sechs Freunde. Das plötzliche Auftauchen von Georg von Nichts bringt den gewohnten Trott durcheinander. Ungewohnt, ...

In „Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen“ befasst sich mit den Lebensgeschichten der sechs Freunde. Das plötzliche Auftauchen von Georg von Nichts bringt den gewohnten Trott durcheinander. Ungewohnt, aber ehrlich öffnen sich die Freunde diesem Fremden gegenüber und werden dadurch auch ein stückweit sensibler füreinander. Aber wer ist Georg von Nichts?
Cilla und Rolf Börjlind schreiben in einem angenehm zu lesenden Schreibstil. Die Geheimnisse und Sehnsüchte der einzelnen Figuren werden nach und nach von der jeweiligen Person preisgegeben. Es geht um Vergangenheit und Zukunftsvorstellungen. Traumata und Sehnsüchte, Hoffnung und Gewohnheit.
In den kurzen Kapiteln wechseln sich die Freunde ab. Jeder von ihnen kommt zu Wort. Auch wenn alle Leben in eine Geschichte rund um Georg von Nichts verpackt wurden, so habe ich mich doch mit diesem Buch schwer getan.
Einerseits erfahren wir sehr berührendes über die Menschen in Schattenseite, andererseits fehlt mir die emotionale Tiefe. Ich hatte den Eindruck es wird erzählt und erzählt, aber ohne nennenswerten Höhepunkt. Die Geschichte bewegt sich eher auf einer Linie, auch die Figuren konnte ich nicht wirklich greifen. Eine wohlige Feel-good-Atmosphäre wie angekündigt, habe ich nicht vorgefunden.
Es ist sicher interessant, welche Ereignisse in der Vergangenheit der Freunde vorgefallen sind, auch wie sie das Leben sehen, und trotzdem vermisste ich Gefühl und Höhepunkt.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Mit Nellie ein paar Schritte vor das Haus gehen

Im Nebel ist alles anders
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„Im Nebel ist alles anders“ ist ein Vorlese-Bilderbuch, für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Wir gehen hier mit Nellie im Nebel vors Haus und bestaunen die veränderte Umgebung.
Die Texte von Bettina Wagner ...

„Im Nebel ist alles anders“ ist ein Vorlese-Bilderbuch, für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Wir gehen hier mit Nellie im Nebel vors Haus und bestaunen die veränderte Umgebung.
Die Texte von Bettina Wagner sind kurz gehalten. Die Sätze verständlich und klar formuliert. Trotzdem lassen sie Raum auf das Kind einzugehen und die Geschichte mit eigenen Worten zu unterstützen oder abzuändern.
Die Illustrationen sind nicht überladen. Passend zum Thema Nebel und den jüngeren Kindern eher sparsam und zurückhaltend verwendet. Lisa Wagner versetzt das Grau des Nebels mit Lichtpunkten. Die Kinder haben auf jeder Seite die Möglichkeit mitzuraten, was Nellie vor sich sieht.
Interessant fand ich, dass beim Lesen in unserer Gruppe der drei- bis fünfjährigen, den Kindern ein von mir weniger wahrgenommenes Element besonders auffiel. Warum sind zu Beginn des Buches die Stofftiere so groß, dass sie oft nicht auf der Seite Platz haben und am Ende sind sie ganz klein gezeichnet?
Grundsätzlich haben die Kinder aber interessiert zugehört, die Bilder mit eigenen Worten kommentiert und es hat sich im Anschluss ein lockeres Gespräch zum Thema Nebel entfalten können.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Fast keine Antworten, eher mögliche Theorien, nicht auf den Punkt gebracht

Willkommen im Mysteriversum – 60 Geheimnisse über den Mensch, die Natur und das Universum
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Aus der Kurzbeschreibung habe ich herausgelesen, dass Clive Gifford sich 60 interessanten Fragen und Rätseln gewidmet hat und diese auf den Punkt bringt. Für mich war die Formulierung so als ob ich hier, ...

Aus der Kurzbeschreibung habe ich herausgelesen, dass Clive Gifford sich 60 interessanten Fragen und Rätseln gewidmet hat und diese auf den Punkt bringt. Für mich war die Formulierung so als ob ich hier, zumindest zum Großteil, Antworten finden werde. Doch leider sind bei geschätzt 80 Prozent der Fragen und Rätsel ebendiese nicht zu finden. Nachdem ich seitenweise als letzten Satz gelesen habe, das kann die Wissenschaft noch nicht klären, das muss erst erforscht werden, das können die Wissenschaftler nicht sagen, dafür gibt es noch keine Erklärung, wurde ich beinahe ärgerlich. Klar, dass es für viele Fragen (noch) keine letztendliche Antwort gibt, doch die Beschreibung fand ich irritierend oder hätte dafür etwas mehr beantwortbare Rätsel aufgenommen
Ja, es werden mögliche Theorien angeboten und das wird auch in der Kurzbeschreibung erwähnt. Aber dass der Prozentsatz so ungleichgewichtig ausfällt, das finde ich nicht gut. Wenn es mir schon die Freude am Lesen nimmt, wie muss es da einem Kind gehen?
„Willkommen im Mysteriversum“ habe ich mir definitiv anders vorgestellt.
Auch wird vorab erwähnt, dass die einzigartige, farbintensive Gestaltung vom Künstlerinnenduo Good Wives and Warriors stammt. Ja, es ist farbintensiv. Manchmal vielleicht sogar etwas viel auf eine Seite gepackt.
Positiv möchte ich erwähnen, dass die Fragen und Rätsel wirklich spannend gewählt wurden. Die Erklärungen dazu textlich für Kinder der Zielgruppe zu verstehen sind und die Grafiken den Text aufgreifen und veranschaulichen.
Der Aufbau ist übersichtlich mit Inhaltsverzeichnis, Glossar und Register versehen.
Zusammengefasst wähle ich für dieses Buch leider nur den Mittelweg. Aber vielleicht mag es ja Kinder geben, die gerade wenn sie keine Lösung angeboten bekommen, sich etwas Eigenes überlegen und das spannend finden.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Von harmlos bis deftig

Ich will es hart | 12 heiße geile erotische Geschichten
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Dieses Buch ist eine Sammlung von zwölf sehr unterschiedlichen Geschichten. Zu Beginn finden wir ein Inhaltsverzeichnis aus dem wir ersehen können, von welcher Autorin die einzelnen Kurzgeschichten geschrieben ...

Dieses Buch ist eine Sammlung von zwölf sehr unterschiedlichen Geschichten. Zu Beginn finden wir ein Inhaltsverzeichnis aus dem wir ersehen können, von welcher Autorin die einzelnen Kurzgeschichten geschrieben sind. Denn unter Mandy Moore finden wir insgesamt sieben Namen, nämlich Fabiana Coton, Josie Richwood, Litha Bernee, Louise Carrara, Mara Bellefleur, Simona Wiles und Sophie Jackman.
Dadurch entsteht eine sehr breite Streuung der Plots. „Ich will es hart“ trifft in meinen Augen nicht auf jede Geschichte zu. Allerdings gibt es sehr wohl auch deftigere. Die letzte war so gar nicht meines, sodass ich sie abgebrochen habe. Aber bei zwölf Geschichten ist dies durchaus vertretbar.
Wir finden hier verschiedenste Szenarien vor. Ob es sich um zwei Fremde handelt, die sich zufällig begegnen, oder Paare die gerne Rollenspiele spielen oder die Öffentlichkeit lieben. Auch der Dreier mit zwei Männern ist hier zu finden, genauso wie die Kombination Chef und Sekretärin. Auf jeden Fall wird sich bei mir in Zukunft beim Anblick eines Riesenrades das Kopfkino einschalten.
Ich empfehle dieses Buch, da sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei ist und Neues kann man unverfänglich kennenlernen.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Die veränderte Zukunft kann anders sein, als man sich wünscht

Das kleine Café der zweiten Chancen
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Mich hat als erstes der Klappentext angesprochen. Auch wenn ich irrtümlich davon ausgegangen bin, dass die Geschichten aus Sicht der Besitzerin des Cafes Frau Hayari geschrieben sind, hat mir der Aufbau ...

Mich hat als erstes der Klappentext angesprochen. Auch wenn ich irrtümlich davon ausgegangen bin, dass die Geschichten aus Sicht der Besitzerin des Cafes Frau Hayari geschrieben sind, hat mir der Aufbau mit der Studentin Himari ebenfalls gefallen. Grundsätzlich werden ja die Leben verschiedener Menschen, beziehungsweise Ausschnitte davon erzählt und welche Situation sie verändern würden, wenn sie es denn könnten. Und da kommt „Das kleine Cafe der zweiten Chancen“ ins Spiel.
Aber wie die veränderte Zukunft am Ende aussieht, das liegt in der Hand der Götter. Insoferne kommt der Leser auch etwas ins Nachdenken, würde ich eine Situation die ich sehr bereue ändern wollen und vielleicht eine Zukunft erleben, die auch nicht nur positiv ist?
Die Zeitabläufe sind manchmal etwas holprig. Da vergeht wenig und dort viel Zeit. Man hat nur eine ungefähre Vorstellung. Der Schreibstil hat mir zugesagt. Ja, er ist etwas eigen, mit vielen Füllwörtern, aber andererseits ist mir das schon bei anderen Büchern von asiatischen Autoren aufgefallen, nicht nur bei Shiori Ota.
Für mich hat ein klein wenig die Verbindung zwischen den einzelnen Geschichten gefehlt, auch wenn versucht wird mit Himari diese Brücke zu schlagen, so gelingt es nicht ganz.
Dennoch fand ich die Grundidee faszinierend und habe das Buch gerne gelesen.

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