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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2024

Beinahe ein historischer Krimi

Der König und der Uhrmacher
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Wie es bei dem Titel „Der König und der Uhrmacher“ zu erwarten ist, geht es hier um die Zeit. Aber nicht nur im engeren Sinn. Es geht um Gegenwart und Vergangenheit, um Parallelen die sich aufdrängen und ...

Wie es bei dem Titel „Der König und der Uhrmacher“ zu erwarten ist, geht es hier um die Zeit. Aber nicht nur im engeren Sinn. Es geht um Gegenwart und Vergangenheit, um Parallelen die sich aufdrängen und welche die gut im Verborgenen liegen.
Die Geschichte der Gegenwart erzählt wie der kleine Uhrmacher Jon eigentlich nur die berühmte Uhr reparieren will und dabei von seinem König überrascht wird. Fortan drängt der Monarch seinen Untertan ihm aus seiner Heimat zu erzählen. Hier beginnt der zweite Strang der Vergangenheit.
In der Gegenwart ist gut herausgearbeitet wie Jon immer wieder zwischen die Fronten gerät, bis es für ihn sogar fast lebensgefährlich wird. Trotzdem konnte mich dieser Strang nicht so begeistern wie die Vergangenheit. Für mich fühlte sich diese emotionaler an. Wenn auch der Höhepunkt in beiden Zeiten heftig und packend ist, so konnte ich doch mehr mit der Vergangenheit anfangen.
Man merkt, dass der Autor Arnaldur Indriðason auch Krimis schreibt. Sein Stil ist eine Mischung aus Krimi und historischem Roman. Die geschichtlichen Fakten sind geschickt eingearbeitet und wohldosiert. Probleme machten mir hin und wieder die ungewohnten, isländischen Namen. Doch die gehören einfach dazu.
Ich habe die Stunden mit Jon und dem König genossen, so nebenbei wissenswertes erfahren und mit den Bewohnern Islands mitgelitten.

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Veröffentlicht am 25.05.2024

Ein feiner, zarter Wohlfühlroman mit kleineren Gewitterwolken

Liebe, Scones und Küstenträume (Die kleine Burg in Irland)
0

Um ihre Masterarbeit endlich fertig schreiben und sich über ein paar andere Dinge klar werden zu können, reist Susa spontan nach Irland. Eine einsame Burg soll ihr dabei helfen. Doch in der Burg ist sie ...

Um ihre Masterarbeit endlich fertig schreiben und sich über ein paar andere Dinge klar werden zu können, reist Susa spontan nach Irland. Eine einsame Burg soll ihr dabei helfen. Doch in der Burg ist sie dann doch nicht allein. Wird sie die Zeit trotzdem nutzen können, auch wenn ihr der gutaussehende David mehr und mehr ans Herz wächst?
Mit „Liebe, Scones und Küstenträume“ dürfen wir in ein kleines Fischerdörfchen in Irland reisen. Wie die Westküste wild ist, so ist dieser Roman von Hanna Holmgren ein feiner Roman zum Wohlfühlen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, die Geschichte liest sich wunderbar leicht und flüssig.
Bei der Handlung gibt es das eine oder andere Problem für die Protagonisten, aber grundsätzlich halten sich diese im Rahmen. Wir dürfen miterleben, wie sich das Liebesband um die Herzen von Susa und David festigt. Neben Gefühle beschreibt die Autorin aber auch die Landschaft und lässt Figuren aus dem ersten Band kurzzeitig auftauchen. Obwohl dies der zweite Band der Reihe ist, so kann man ihn unabhängig lesen.
Von mir gibt es eine volle Leseempfehlung wenn man abtauchen möchte. Der Roman ist zart wie eine Wolke hinter der die Sonne hervorblickt.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Manchmal lassen sich Traum und Realität verbinden

Nachts bin ich seine willige Sklavin | Erotischer SM-Roman
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Ihre Träume verstören und erregen Finja gleichermaßen. Soll sie lernen die Träume abzustellen, oder in die Realität zu holen? Jonathan ist ihr ein guter Gesprächspartner, aber kann er ihr wirklich helfen? ...

Ihre Träume verstören und erregen Finja gleichermaßen. Soll sie lernen die Träume abzustellen, oder in die Realität zu holen? Jonathan ist ihr ein guter Gesprächspartner, aber kann er ihr wirklich helfen?
Vera Seda lässt Finja in ihren Träumen in eine so ganz andere Welt eintauchen. Das Thema „Nachts bin ich seine willige Sklavin“ taucht bei ihr fast jede Nacht auf. Finja erlebt Geschichten, die hart an ihrer Grenze sind, oder diese sogar leicht überschreiten, die sie aber nie ängstlich zurücklassen.
Hier wird ein leidenschaftliches, mit Fantasie ausgeschmücktes, Bild einer speziellen Verbindung gezeichnet. Die Hauptfiguren sind sympathisch, in ihren Handlungen und Denkweisen nachvollziehbar angelegt.
Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, obwohl Finja in der eher negativ behafteten Rolle einer Sklavin gezeigt wird. Allerdings treten immer wieder die Wichtigkeit der Freiwilligkeit und das Gespür des Doms in den Vordergrund, ebenso das Band der Gefühle zwischen den beiden.
Wie für einen SM-Roman notwendig bedient sich die Autorin einer dementsprechenden Sprache. Ihr Schreibstil ist flüssig und fesselnd zu lesen.
LeserInnen sollten nicht nur erotische Bücher mögen, sondern sich auch für härtere Geschichten interessieren, dann sind sie mit diesem Werk sehr gut beraten.

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Ereignisreich, bewegend bis hin zu dramatisch, gefühlvoll und ins Herz treffend

Das Licht der Fjorde
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Zwei Zeiten, zwei Welten und doch eine Verbindung?
In „Das Licht der Fjorde“ bewegen wir uns auf zwei Zeitebenen, 1941 mit Solveig und 1970 mit Lizzy als Hauptfigur, jeweils in Norwegen.
Während wir die ...

Zwei Zeiten, zwei Welten und doch eine Verbindung?
In „Das Licht der Fjorde“ bewegen wir uns auf zwei Zeitebenen, 1941 mit Solveig und 1970 mit Lizzy als Hauptfigur, jeweils in Norwegen.
Während wir die beiden Protagonistinnen durch ihre Leben begleiten, bringt uns Christine Kabus auch einiges über die Zustände während des 2. Weltkrieges näher. Ihr Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen. Die roten Fäden der Zeitstränge verlieren sich nicht in geschichtlichen Erklärungen, sondern bleiben durchgehend im Vordergrund.
Die Zeiten wechseln sich mit jedem Kapitel ab und sind gut gekennzeichnet. Am Ende findet der Leser sogar eine mehrseitige Anmerkung in der auf bestimmte Seiten Bezug genommen oder norwegische Titel/Sätze übersetzt und erklärt werden.
Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen. Irgendwie war es in der Richtung erahnbar, aber so wie die Autorin letztlich die Fäden verknüpft hat, hätte ich es nicht erwartet. Interessante und tief ins Herz treffende Idee. Vor allem mit dem Gedanken, dass vieles damals wohl durchaus so hat passieren können.
Ich kann hier eigentlich nur sagen, dass dieses Buch für mich definitiv ein Highlight des Jahres ist.

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Veröffentlicht am 07.05.2024

Leichte Lovestory mit aktuellem Thema als beinahe Stolperstein

Blind Date mit Möwe
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Dass es sich hier um einen Liebesroman handelt, ist klar, ob er zu einem Happy End führt, lässt die Kurzbeschreibung offen. „Blind Date mit Möwe“ basiert auf einer anderen Art des Datings. Nämlich gänzlich ...

Dass es sich hier um einen Liebesroman handelt, ist klar, ob er zu einem Happy End führt, lässt die Kurzbeschreibung offen. „Blind Date mit Möwe“ basiert auf einer anderen Art des Datings. Nämlich gänzlich auf Bildmaterial und Informationen über Beruf zu verzichten. Wie es Lisa und Jonas dabei ergeht hat sich Yvonne Struck gut überlegt.
Ihr Schreistil ist leicht zu lesen, die Passagen sind immer wieder witzig, aber auch lehrreiches über die Natur ist eingebaut.
Lisa und Jonas stehen beide im Leben, zumindest beruflich. Privat kommen sie über verschiedene Wege in diese neue APP. Doch es geht nicht nur um Dating. Auch das Kennenlernen spielt eine Rolle und so manches Problem will bearbeitet und gelöst werden. Finden sie einen gemeinsamen Weg, oder passen sie eben doch nur online zusammen?
Das Cover ist jetzt nicht so ganz meines. Es ist mir etwas zu bunt, zu jugendlich, obwohl unsere Protagonisten ja noch jung sind.
Ich hatte kurzweile Stunden mit den beiden und sie gerne durch ihre Schwierigkeiten begleitet. Den Roman empfehle ich jenen Lesern die Lust auf eine schöne, leichte Geschichte haben.

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