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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2024

Keine Höhen und Tiefen, stockender Lesefluss

Weiße Wolken
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Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Die Kurzbeschreibung hat mich fasziniert. Leider konnte mich „Weisse Wolken“ nicht begeistern. Die Erzählung ging plätschernd dahin. Jedes Kapitel wird aus Sicht ...

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Die Kurzbeschreibung hat mich fasziniert. Leider konnte mich „Weisse Wolken“ nicht begeistern. Die Erzählung ging plätschernd dahin. Jedes Kapitel wird aus Sicht einer anderen Person geschildert, also abwechselnd aus den drei Hauptprotagonisten.
Yandé Seck verwendet immer Wieder Fachbegriffe, die ich leider nicht kenne, sodass mir ein Glossar in diesem Buch wirklich hilfreich erscheinen würde. Mich persönlich hat auch das Gendern am angenehmen Lesefluss gehindert. Immer wieder ein Sternchen, da bleiben meine Augen jedesmal hängen. Es ist ja recht und schön, wenn das jemand will, aber in einem Buch brauche ich das nicht. Schon klar, es ist eine Ausdrucksform gerade für Zazie, dennoch empfinde ich den Text dadurch noch schwerer lesbar.
Die Figuren selbst bleiben mir ebenfalls zu flach. Ich finde keinen Zugang zu einer der drei Personen. Auch kann ich nicht jede Handlung oder Aussage von Zazie, zum Beispiel, nachempfinden. Sie will gegen Rassismus angehen, äußert sich selbst immer wieder abwertend gegen die Weißen. Das passt für mich nicht zusammen.
Den Titel habe ich mir irgendwie anders hergeleitet. Die Erklärung hier im Buch hat so irgendwie nicht viel mit der ganzen Problematik zu tun. Für mich muss ich festhalten, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Sehr gutes Verhältnis von Dominanz, Unterwerfung und Gefühl, Erotik

Das Verlangen der Lustsklavinnen | Erotische Geschichten
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Prinzessin Madara und Rose kennen das Leben als freier Mensch ihrer damaligen Zeit, bis die Umstände sie in die Sklaverei zwingen. Genauer gesagt, in die Position einer Lustsklavin. Haben beide wenigstens ...

Prinzessin Madara und Rose kennen das Leben als freier Mensch ihrer damaligen Zeit, bis die Umstände sie in die Sklaverei zwingen. Genauer gesagt, in die Position einer Lustsklavin. Haben beide wenigstens das Glück einen Herrn dienen zu müssen, den sie auch mögen und der gut zu ihnen ist, oder finden sie sich in einer unerträglichen Zwangslage wieder? Wird „Das Verlangen der Lustsklavinnen“ von ihren Herren erhört und müssen sie nur dienen und zur Verfügung stehen?
Vera Seda verbindet heiße, erotische Szenen von Unterwerfung und Dominanz, Gefühl und Gewalt, Lust und Schmerz mit den vagen Vorstellungen wie in einer vergangenen Zeit vielleicht gelebt wurde. Dieser Schutz durch die Fantasie macht die Geschichten umso anregender.
Schreibstil und Wortwahl finde ich sehr gut lesbar und weder obszön noch vulgär. Die Charaktäre sind greifbar, die Frauen, trotz ihrer Lage, starke Persönlichkeiten, die Männer sehr zuvorkommend und rücksichtsvoll, zumindest im Verständnis ihrer damaligen, männlichen Umgebung.
Im Buch finden wir zwei unterschiedlich lange Geschichten. Einzig die zweite Geschichte wäre beinahe gegen Ende kurz in einen Krimi umgeschlagen. Zumindest für mein Gefühl hätte die Umgebungshandlung von Rose und Ragan nicht länger sein dürfen.
Mein Fazit für dieses Buch ist sehr positiv. Ich empfehle es jedem Leser, der gerne in diese Richtung liest, durchaus auch für Anfänger, da immerhin die Geschichten in einer längst vergangenen Zeit spielen und somit im Reich der Fantasie bleiben können, wenn nötig.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Freunde finden, tolle Illustrationen, Mitmachseiten

Judiths kleine Farm
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Der junge, schüchterne Kater Jack sucht einen Freund. Er ist neu auf „Judiths kleine Farm“. Die vielen anderen Tiere machen ihn erst einmal nervös. Mit Gefühl führt Judith Rakers durch die Geschichte und ...

Der junge, schüchterne Kater Jack sucht einen Freund. Er ist neu auf „Judiths kleine Farm“. Die vielen anderen Tiere machen ihn erst einmal nervös. Mit Gefühl führt Judith Rakers durch die Geschichte und lässt auch den Humor nicht zu kurz kommen.
Für Kinder der Zielgruppe finde ich die Texte von ihr sehr verständlich, aber auch die Illustrationen von Julia Weinmann passen sehr gut dazu. Die wichtigen Szenen jeder Seite sind größer dargestellt, aber es gibt überall kleinere Details zu entdecken.
Nett finde ich auch die Mitmachseiten wie Rätsel, Erklärungen, Bastelanleitung. Am Beginn werden die Tiere der kleinen Farm mittels Zeichnung vorgestellt, am Ende sind sie mit Fotos abgebildet.
Unsere Kindergruppe im Alter von vier bis sechs Jahren mussten besonders über Jacks Vorstellung eines Ackers in dem Katzenfutterdosen wachsen und über den Auszug der Wühlmäuse aus der Farm lachen. Sie suchten begeistert kleine liebevoll eingearbeitete Details. Mein Fazit ist daher sehr positiv.
Für manchen könnte auch die Zusatz-App interessant sein, die den Kindern das Buch vorliest, wobei sie selbst die Seitenzahl wählen können.

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Wunderbare Illustrationen untermalen Klassiker

Biblioteca Obscura: Frankenstein
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Der im Jahr 1818 erstmals veröffentliche Roman von Mary Shelly ist hier in einer besonderen Schmuckausgabe neu aufgelegt. Die Illustrationen von Marcin Minor unterstreichen die Dualität, die Gegensätze ...

Der im Jahr 1818 erstmals veröffentliche Roman von Mary Shelly ist hier in einer besonderen Schmuckausgabe neu aufgelegt. Die Illustrationen von Marcin Minor unterstreichen die Dualität, die Gegensätze zwischen Gut und Böse. Oft in den Farben weiß und schwarz gehalten, ziehen einzelne Seiten in rot ihren Blick auf sich. Auch finden wir immer wieder Seiten in extrem großer Schrift, die ebenfalls der Geschichte eine besondere Note geben.
Diese Edition besticht auch durch einen schwarzen Buchschnitt, der dem ganzen noch eine Portion Düsternis, aber auch Eleganz verleiht.
Grundsätzlich ist „Frankenstein“ ein getriebener Wissenschaftler, der an seinem eigenen Ehrgeiz zerbricht und das von ihm geschaffene Monster bleibt eigentlich im ganzen Roman über ohne Namen.
Ich fand es spannend die Geschichte einmal wirklich zu lesen und mein eigenes Kopfkino anzuknipsen, so gibt es von mir eine volle Empfehlung. Dieses Buch ist zum Lesen und als Schmuckstück gleichermaßen interessant.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Zur Selbstanwendung durchaus hilfreich

Dein Körper weiß alles über Dich
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Es ist spannend, sich in „Dein Körper weiß alles über dich“ immer wieder selbst zu finden. Zumindest ist es mir so ergangen. Bei einigen Stellen ist es ganz klar, bei anderen kommt man ins Nachdenken warum ...

Es ist spannend, sich in „Dein Körper weiß alles über dich“ immer wieder selbst zu finden. Zumindest ist es mir so ergangen. Bei einigen Stellen ist es ganz klar, bei anderen kommt man ins Nachdenken warum und wieso. So erfüllt das Buch einen ersten Schritt sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Es werden verschiedene Themen angesprochen und bearbeitet. So geht Lise Bourbeau nicht nur in die seelische Tiefe, sondern bezieht sich auch auf Äußerlichkeiten. Bei den manchen Aussagen wäre ich aber vorsichtig um nicht Vorurteile gegenüber meinen Mitmenschen aufzubauen. Es kann schon öfter zutreffen, dass Personen mit gleichen Merkmalen auch ähnliche Charakterzüge besitzen, aber verallgemeinern würde ich hier nicht.
Bei anderen Themen wiederum kennt auch der Volksmund den Zusammenhang. Wie zum Beispiel, was willst du nicht sehen – bei Augenkrankheit – oder nicht hören, wenn die Ohren schmerzen.
Mein Fazit ist, dass ich mich gerne und relativ schnell durch das Buch gelesen habe, ich es für mich selbst an einigen Stellen hilfreich empfunden habe, aber für die Bewertung meiner Mitmenschen möchte ich es dann doch nicht anwenden.


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