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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2023

Heiße Szenen und tiefe Einblicke in die Gefühlswelt

Gespielin, Geliebte und gleichzeitig Hure | Erotischer Roman
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Linnea wollte so eine Situation nie. Aber dann trifft sie Jesper und befindet sich schneller in ihr als gedacht. Wird sie ewig die heimliche Geliebte bleiben oder verlässt Jesper doch seine Frau? Kann ...

Linnea wollte so eine Situation nie. Aber dann trifft sie Jesper und befindet sich schneller in ihr als gedacht. Wird sie ewig die heimliche Geliebte bleiben oder verlässt Jesper doch seine Frau? Kann sich Linnea mit der Rolle der Zweitfrau arrangieren? Wie sehr verletzt sie das Verhalten von Jesper?
In meinen Augen hat Sofie Dany die Gefühlswelt einer Geliebten sehr gut getroffen. Sie schreibt aus Sicht von Linnea, sodass der Leser auch uneingeschränkten Zugang zu ihrem Inneren bekommt, ihre Überlegungen, Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Das Ende finde ich gut abgerundet und stimmig.
Die erotischen Szenen in „Gespielin, Geliebte und gleichzeitig Hure“ sind durch die Bank heiß, detailreich, klar und anregend. Mal ist nur ein kurzes Zwischenspiel zu lesen, dann lange Stunden der Leidenschaft.
Für mich ist Linnea eine sehr sympathische Protagonistin, der man ihre Beweggründe und Handlungen abnimmt. Mit der man, in ihrer verzwickten Lage einen verheirateten Mann zu lieben, Mitgefühl haben kann.
Mein Fazit für dieses Buch ist, dass ich eine volle Leseempfehlung für alle Leser erotischer Geschichten abgebe, da wir hier sowohl die Figuren bei ihren körperlichen Einsätzen beobachten, wie auch die Emotionen von Linnea erfahren dürfen.

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Veröffentlicht am 20.12.2023

Mischung aus spannend und langatmig

5 Tage im Sommer
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Die Mischung ist irgendwie interessant. Einerseits ist der Thriller spannend aufgezogen. Andererseits geht es um sehr viele Dinge, Themen, die die Geschichte nicht weiterbringen und genauso gut weggelassen ...

Die Mischung ist irgendwie interessant. Einerseits ist der Thriller spannend aufgezogen. Andererseits geht es um sehr viele Dinge, Themen, die die Geschichte nicht weiterbringen und genauso gut weggelassen werden könnten.
Der Schreibstil von Kate Pepper ist dagegen gewohnt flüssig zu lesen, sodass ich das Buch in kurzer Zeit verschlungen habe.
Die Figuren waren für mich gut beschrieben, auch wenn ich die Entführte gerne näher kennengelernt hätte, oder sie auch in der Zeit ihrer Entführung mehr über sie erfahren hätte.
Der Titel „5 Tage im Sommer“ passt zur Geschichte, das Cover ist für einen Thriller passend in gedeckten Farben gehalten.
Mein Fazit, ein Buch für Thrillerfans, die auch Interesse an Nebensächlichkeiten haben und nicht strikt auf die Lösung eines Falls fokussiert sind.

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Veröffentlicht am 18.12.2023

Zukunftsvision oder schon Realität

Schwachstellen
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Wir haben hier ein Buch, das den Leser definitiv aufwecken soll und es in meinen Augen auch kann. Wie weit ist die Geschichte von unserer Realität noch entfernt, oder sind wir schon mittendrinn? Wo beginnt ...

Wir haben hier ein Buch, das den Leser definitiv aufwecken soll und es in meinen Augen auch kann. Wie weit ist die Geschichte von unserer Realität noch entfernt, oder sind wir schon mittendrinn? Wo beginnt Schuld und Mitverantwortung?
Siv muss sich diese Fragen ebenfalls stellen. Aber hier geht es nicht nur um Siv, der in Israel lebt und agiert, sondern im übertragenen Sinn sicher auch um uns selbst. „Schwachstellen“ zeigt ein brisantes Thema vor dem Hintergrund des momentanen Weltgeschehens auf.
Der Schreibstil von Yishai Sarid war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Der Autor schreibt in relativ einfacher Sprache mit fast keiner direkten Rede. Beim Überdenken fällt aber auf, dass genau das zu Siv passt. Nicht weil er einfach gestrickt wäre, sondern seine Figur introvertiert aufgebaut ist. So als würde er den Leser direkt in seine Gedanken sehen lassen.
Mein Fazit für diesen Politthriller ist, dass er nachhallt. Ich konnte das Buch nicht einfach zur Seite legen und abschließen. Es tauchen auch nach dem Lesen immer wieder Fragen auf. Ein Buch über das man sich Gedanken macht, ob man will oder nicht.

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Veröffentlicht am 13.12.2023

Unerbittlich erzählt, faszinierend zu lesen

Die Cousinen
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Im argentinischen La Plata der 1940er-Jahre verlebt Yuna ihre Jugendzeit. Sie erzählt hier von prägenden Frauen, wie ihre Mutter, ihre Cousine, ihre behinderte Schwester und einigen mehr, die in der männerdominierten ...

Im argentinischen La Plata der 1940er-Jahre verlebt Yuna ihre Jugendzeit. Sie erzählt hier von prägenden Frauen, wie ihre Mutter, ihre Cousine, ihre behinderte Schwester und einigen mehr, die in der männerdominierten Welt versuchen zu leben ohne zu zerbrechen.
Die anfangs relativ naive Yuna erzählt auch in ihrer eigenen Art. Sie spricht in einfachen Sätzen ohne wirklich Satzzeichen zu verwenden. Das fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz passt dieser Stil zu Yuna.
Yuna erlebt viel negatives, ihr Männerbild wird gezeichnet von brutalen und gierigen Männern. Doch sie schafft es durch ihre Kunst ein eigenständiges Leben zu führen. „Die Cousinen“ habe ich fasziniert gelesen, auch wenn Aurora Venturini die Lebensgeschichte unerbittlich erzählt.
Mit dem Cover bin ich nicht sehr glücklich. Ich kann irgendwie zu wenig Bezug zur Geschichte herstellen.
Mein Fazit ist, dass dies kein Buch für zwischendurch ist. Ich musste mir schon Zeit dafür nehmen. Aber gerade das macht die Geschichte anziehend.

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Veröffentlicht am 11.12.2023

Viele müssen mit weniger Hilfe auskommen

Mutter, wann stirbst du endlich?
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Bei dem Titel „Mutter, wann stirbst du endlich?“ hatte ich erst einmal Hemmungen das Buch in die Hand zu nehmen. Darf man so überhaupt denken? Wäre es da nicht besser, die Pflege der Mutter/Eltern in andere ...

Bei dem Titel „Mutter, wann stirbst du endlich?“ hatte ich erst einmal Hemmungen das Buch in die Hand zu nehmen. Darf man so überhaupt denken? Wäre es da nicht besser, die Pflege der Mutter/Eltern in andere Hände zu legen? Aber sich diese Frage zu stellen, fand ich dann doch schon sehr mutig, aber auch provokant. Mit Ende des Buches wurde mein innerer Wiederstand zwar kleiner, aber ganz verschwunden ist er nicht. Nur nebenbei, auch wir hatten meinen pflegebedürftigen Vater 13 Jahre zuhause gepflegt – ohne Pflegerin.
Martina Rosenberg schreibt diese Geschichte, einer ganz normalen Familie, die die Belastungen der Pflege kaum bewältigen kann, in einem gut lesbaren Stil. Aber diese ganz normale Familie kann sich Pflegerinnen leisten. Wieviel Pflegearbeit bleibt dabei der Familie selbst? Und sich in so einer Situation die Frage zu stellen, wann Mutter endlich stirbt, ist schon irgendwie sehr ichbezogen.
Das Cover ist schlicht gehalten und macht den Eindruck eines Ratgebers, der es definitiv nicht ist. Mein Fazit ist, ich habe es gelesen und damit hat es sich aber auch schon. Jeder muss in so einer Situation sowieso für sich entscheiden, wieviel Belastung – und eine Pflege ist Belastung für jede Seite – er tragen kann.