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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2022

Völlig unvorhergesehene Wendung, polarisierende Protagonistin

Wie ein Stern in dunkler Nacht
9

In der Kurzbeschreibung wird „Wie ein Stern in dunkler Nacht“ mit dem Satz ‚Eine bittersüße Geschichte über Liebe und Loslassen‘ beschrieben. Erst am Ende des Buches wurde mir klar wie dieser Satz gemeint ...

In der Kurzbeschreibung wird „Wie ein Stern in dunkler Nacht“ mit dem Satz ‚Eine bittersüße Geschichte über Liebe und Loslassen‘ beschrieben. Erst am Ende des Buches wurde mir klar wie dieser Satz gemeint war. Einen Roman zum Beine hochlegen und die Welt der Protagonisten freudig begleiten stelle ich mir etwas anders vor. Hier ist so etwas wie ein Schockmoment gegeben, der die schönen Szenen vorher beinahe auslöscht.
Auch wenn mir mit fortschreitender Geschichte die Figur der Christina immer mehr abhanden kam, so hat mir diese spezielle Entwicklung weder gefallen, noch fand ich sie notwendig.
Warum mir Christina zu Beginn sympathischer war, als Mitte oder Ende der Geschichte ist schnell gesagt. Ich hatte einfach das Gefühl, dass sie die Welt nur von sich aus sieht. Alle anderen leiden nicht, oder viel weniger, nur sie darf entscheiden. Auch waren mir ihre Handlungen immer wieder einmal nicht nachvollziehbar. Sie ist sicher ein Charakter der polarisiert.
Eigentlich hatte das Buch doch als leicht lesbare Lektüre mit sehr wohl ernstem Thema begonnen. Auch der Schreibstil von Violet Thomas ist durch die Bank gut zu lesen. Dennoch bin ich am Ende eher gefrustet aus der Geschichte gegangen.
Der Titel wird im Roman aufgegriffen, das Cover finde ich persönlich jetzt nicht so überragend aussagekräftig.
Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass mir dieses Buch eine gewaltige Überraschung geliefert hat. Leider nicht wirklich zum Positiven. Die Figuren haben für mich zu wenig authentisch gehandelt, dafür waren aber die Landschaftsbeschreibungen sehr gelungen.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.08.2022

Wohlfühlroman mit emotionalem Familiengeheimnis

Schottische Träume - Die Töpferei am Meer
2

Tobermory, ein kleiner Ort, eine eingeschworene Gruppe Freundinnen, ein sympathischer Pubbesitzer, ein Familiengeheimnis und eine Protagonistin mit Ecken. Das sind die offensichtlichen Bausteine für „Schottische ...

Tobermory, ein kleiner Ort, eine eingeschworene Gruppe Freundinnen, ein sympathischer Pubbesitzer, ein Familiengeheimnis und eine Protagonistin mit Ecken. Das sind die offensichtlichen Bausteine für „Schottische Träume – Die Töpferei am Meer“.
Die Autorin Cara Hay konnte damit einen Roman entstehen lassen, der perfekt geeignet ist, um sich in diesen Ort zu träumen. Ihr Schreibstil war für mich leicht lesbar, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Die Figuren sind, von meiner Seite aus gesehen, sehr unterschiedlich aufgebaut. Die Hauptprotagonisten Kirsty und Aidan habe ich als sympathisch und zugänglich empfunden. Den Freundinnen-Clan als überdreht, aber durchaus freundlich gestimmt. Fiona, Kirstys Mutter, konnte ich nicht wirklich verstehen, oder ihre Handlungen nachvollziehen. Andrew, Kirstys (Ex-)Freund, wirkt völlig unsympathisch, aber vielleicht ist er einfach nur der falsche Mann für sie? Dieser Mix aus unterschiedlichen Charakteren macht wahrscheinlich gerade eine gewisse Dynamik aus.
Handlung und Fortgang der Geschichte sind witzig, emotional und meistens nachvollziehbar dargestellt, ebenso findet eine kontinuierliche Bewegung auf das schöne, abgerundete Ende hin, statt.
Der Titel gibt schon eine gewisse Richtung vor, das Cover wirkt entschleunigend. Das ist der Roman nicht immer, aber man spürt eine Leichtigkeit und Freude beim Lesen.
Mir hat das Buch gut gefallen. Es schaffte es, mich aus dem Alltag zu holen und ein paar Stunden Entspannung genießen zu lassen.

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  • Cover
Veröffentlicht am 29.07.2022

Zwei Leben plätschern durch die Zeit

Die Wunder
0

„Die Wunder“ wird als feministischer Bildungsroman und augenöffnend beschrieben. Inwieweit sich dieses augenöffnend beziehen soll, hat sich mir nicht erschlossen. Dass beide Frauen, Großmutter und Enkelin, ...

„Die Wunder“ wird als feministischer Bildungsroman und augenöffnend beschrieben. Inwieweit sich dieses augenöffnend beziehen soll, hat sich mir nicht erschlossen. Dass beide Frauen, Großmutter und Enkelin, ihr Leben eher fristen als genießen können, das schon. Auch, dass sich ihre Leben, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sich doch in manchem gleichen.
Elena Medel beschreibt das Leben der Großmutter und ihrer unbekannten Enkelin. Eigentlich könnte sie zwei völlig fremde Frauen heranziehen um die Lebensweisen zu zeigen. Denn auch die beiden sind sich fremd. Kennen sich nicht. Der beschriebene Weg deutet auf ein gewisses Ende hin, das dann doch nicht eintritt, sondern eher die Geschichten im Sand verlaufen lässt. Schade.
Der Schreibstil der Autorin ist nicht wirklich einfach zu lesen. Kapitelweise wechseln sich Maria und Alicia ab. Überschriften erleichtern die Zuordnung der Zeit. Am Ende finden wir sogar ein Inhaltsverzeichnis der Kapitel.
Als kurzes Fazit muss ich sagen, dass die angesprochenen Themen, wie den Platz der Frau in der Gesellschaft, oder die Klassengesellschaft, interessant aufgearbeitet werden. Die Entwicklung der Geschichte mich aber nicht wirklich beeindrucken konnte. Und zum Schluss, dass man sich auf diesen speziellen Schreibstil einfach einstellen muss. Schnell mal nebenbei lesen, funktioniert hier nicht. Dennoch, oder gerade deswegen, ein Buch außerhalb der Reihe.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Starke Schwestern, gefühlvoll beschriebene Leben

Der Friesenhof
0

Der erste Teil der Teehändler-Sage „Der Friesenhof: Auf neuen Wegen“ führt den Leser direkt mitten in das Schicksal des Friesenhofs im Jahre 1948. Die Schwestern kämpfen um ihren Hof erhalten zu können, ...

Der erste Teil der Teehändler-Sage „Der Friesenhof: Auf neuen Wegen“ führt den Leser direkt mitten in das Schicksal des Friesenhofs im Jahre 1948. Die Schwestern kämpfen um ihren Hof erhalten zu können, auch gegen den Widerstand der dritten Schwester und ihres Mannes. Sie beweisen viel Stärke, Kraft und Liebe. Einerseits zum Hof, andererseits zueinander. In Herzensangelegenheit steht es aber für alle drei Schwestern nicht gerade gut. Werden sie dennoch ihr Glück finden? Können Gesa und Hanna den Hof halten?
Fenja Lüders beschreibt ein Leben am Land der Nachkriegsjahre. Ihre Figuren sind glaubwürdig, authentisch und meistens sympathisch. Der Leser darf miterleben wie eng die Anschauungen damals sein konnten. Mit welchen Problemen junge Mädchen zu kämpfen hatten und wie die Werte, die Anschauungen und das Ansehen in der Gesellschaft wichtig waren.
Die meisten Fragen sind am Ende geklärt, da es sich jedoch um den ersten Teil einer Reihe handelt, ist es nur logisch, dass die eine oder andere noch offen bleibt.
Das Cover zeigt eine junge Frau. Sie scheint ein leichtes Leben und keine Sorgen zu haben. Hier hätte ich vielleicht ein etwas anderes Bild gewählt. Denn so leicht ist das Leben am Friesenhof nicht. Auch wenn die Schwestern jung sind und lebenslustig in die Welt blicken, so sind dies doch eher seltenere Momente. Dennoch wirkt der Roman mit einem Satz schwermütig.
Ich habe das Buch schnell und gerne gelesen. Mir machte es Spaß Gesa und ihre Schwestern zu begleiten. Ein schöner Sommerroman mit einem kleinen Blick in das Leben der Nachkriegsjahre.

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Veröffentlicht am 10.07.2022

Naja, es geht so

Rehragout-Rendezvous
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Die ersten Bücher habe ich wirklich gerne gelesen. Dieses lag jetzt schon länger und ich weiß nicht, ob ich mir noch einen Band besorgen würde.
Der Schreibstiel von Rita Falk ist gewohnt leicht zu lesen. ...

Die ersten Bücher habe ich wirklich gerne gelesen. Dieses lag jetzt schon länger und ich weiß nicht, ob ich mir noch einen Band besorgen würde.
Der Schreibstiel von Rita Falk ist gewohnt leicht zu lesen. Der Soft-Krimi fliegt nur so dahin. Dennoch lässt für mich „Rehragout-Rendezvous“ wenigstens ein bisschen Spannung fehlen. Ja, es geht natürlich wieder um die Familie Eberhofer und ihre Problemchen. Daneben, oder dazwischen, soll auch noch so etwas wie ein Krimi passieren. Irgendwie hat mich die Geschichte dieses Mal nicht abgeholt.
Grundsätzlich mag ich Figuren und Witz der Reihe schon, ich finde aber, dieses Buch kann man gut lesen wenn man sich einfach die Zeit vertreiben will. Mir hat die Authentizität der Figuren gefehlt, manche Handlung war nicht nachvollziehbar und eher gefühlskalt.
Das Cover hat seinen typischen Wiedererkennungswert der Reihe. Das finde ich passend.
Als Empfehlung würde ich dieses Mal sagen, man kann es schnell lesen, wenn man die Reihe nicht unterbrechen will.

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