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Veröffentlicht am 29.06.2022

Zwei beinahe zu große Themen für ein Buch

Wo die Wölfe sind
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Dieses Buch hat mich vom Titel und der Kurzbeschreibung von Anfang an gefangengenommen. Womit ich nicht gerechnet habe, war das zweite große Thema. Es wird vorab mit keinem Wort erwähnt und entwickelt ...

Dieses Buch hat mich vom Titel und der Kurzbeschreibung von Anfang an gefangengenommen. Womit ich nicht gerechnet habe, war das zweite große Thema. Es wird vorab mit keinem Wort erwähnt und entwickelt sich im Laufe der Seiten allerdings zum Hauptthema. Ich finde daher den Titel nicht unbedingt passend und die Kurzbeschreibung beinahe irreführend.
Ich habe mir etwas mehr über die Wölfe erwartet. Mir hätte das eine Thema mit den Wölfen, der Wiederansiedelung, der Rettung der Natur völlig gereicht. Oder zumindest bräuchte ich das zweite Thema nicht ganz so ausführlich – wenngleich es von Charlotte McConaghy wirklich gut dargelegt wurde.
Als sehr positiv sehe ich die wunderbare Beschreibung der schottischen Highlands, der Lebensweise der Wölfe, wie so eine Wiederansiedelung möglicherweise vor sich geht und deren Probleme. Die Protagonisten sind großteils greifbar und in ihren Handlungen, soweit ich das nachempfinden kann, authentisch.
Zusammenfassend halte ich fest, dass bis auf obige Punkte mir „Wo die Wölfe sind“ gut gefällt.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Abenteuerliche Reise eines heranwachsenden Gauklers zum jungen Mann

Der Gesang des Gauklers
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Mit diesem Band der Northumbria-Trilogie endet die kurze Reihe. Birgit Constant lässt Lucan, den jungen Gaukler, einen geheimen Auftrag annehmen. Seine Reise bringt ihn quer durch Nordengland und an seine ...

Mit diesem Band der Northumbria-Trilogie endet die kurze Reihe. Birgit Constant lässt Lucan, den jungen Gaukler, einen geheimen Auftrag annehmen. Seine Reise bringt ihn quer durch Nordengland und an seine Grenzen. Wird er ihn dennoch positiv ausführen können und lernt er auf seiner Reise vielleicht sogar die Liebe und sich selbst kennen? Es wird jedenfalls nicht nur für Lucan, sondern auch für den Leser eine spannende Reise mit unerwarteten Enthüllungen.
Wie die ersten beiden Teile auch, liest sich „Der Gesang des Gauklers“ leicht. Das wird zum einen durch des am Ende des Buches enthaltene, übersichtliche Personen-, Ortsverzeichnis und dem Glossar ermöglicht, ebenso den Karten zu Beginn des Buches. Aber auch der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser einfach in die Geschichte einzutauchen.
Ihre Figuren sind gut beschrieben. Anfangs möchte man Lucan an die Hand nehmen und ihm das Leben erklären. Doch mit den Seiten bemerkt man wie er zum Mann reift. Manchen Protagonisten sieht man nicht sofort an, ob sie die guten oder bösen Figuren sind. Auch dieser Schachzug bringt Spannung und den Wunsch weiterzulesen.
Am Ende waren für mich alle Fragen beantwortet und der Roman fand einen guten, befriedigenden Schluss.
Von mir gibt es daher eine volle Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane lesen, in dem sich die Figuren sichtbar weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Wunderbare Freundschaft, bezaubernde Straße, mittelmäßige Liebesgeschichte

Und dann kam das Glück
4

Die Freundschaft der fünf jungen Ladenbesitzer in der Rue de la Chance sucht seinesgleichen. Sie wird von Clara Simon ebenso zauberhaft beschrieben und dargestellt, wie die kleine Straße in der sich ihre ...

Die Freundschaft der fünf jungen Ladenbesitzer in der Rue de la Chance sucht seinesgleichen. Sie wird von Clara Simon ebenso zauberhaft beschrieben und dargestellt, wie die kleine Straße in der sich ihre Geschäfte befinden. Die Läden, die Umgebung, die Personen selbst entstehen durch ihre Worte wie von selbst vor dem inneren Auge.
Dagegen verblasst die eigentliche Liebesgeschichte etwas. An manchen Stellen war sie mir etwas langatmig oder unglaubwürdig. Der Titel „Und dann kam das Glück“ lässt ja erahnen, dass es ein Happy End geben wird. Nur der Weg dorthin ist manchmal leicht mühsam. Würde es hier nur die Liebesgeschichte geben, könnte ich nicht so viele Punkte vergeben, doch oben Erwähntes hebt den Roman.
Die Hauptprotagonistin Cholé hat sich in meinen Augen weiterentwickelt, zumindest ein Stück weit. Ben konnte ich bis zum Schluss nicht ganz greifen, irgendwie blieb er für mich am Rande. Die Freunde waren wieder gut beschrieben und teilweise auch dreidimensional. Manche Handlungen konnte ich nicht so richtig nachvollziehen, aber für einen Sommerroman noch vertretbar.
Das Cover wiederum hat mir gut gefallen und passt auch sehr gut zur Geschichte. Es wirkt leicht und zeigt sie einer der Läden aussehen könnte.
Ein leichter Roman für Urlaub und Entspannung.

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Veröffentlicht am 23.06.2022

Spannender vierter Teil und doch eigenständig lesbar

Der Klang des Bösen
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Das Cover des 4. Buches in der Auris-Reihe von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek garantiert Widererkennungswert.
Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt. Neben den Kapitelziffern steht immer, ...

Das Cover des 4. Buches in der Auris-Reihe von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek garantiert Widererkennungswert.
Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt. Neben den Kapitelziffern steht immer, aus welcher Personenperspektive im nächsten Kapitel gelesen wird. So können mehrere Handlungen parallel verlaufen. Die Kapitellänge ist unterschiedlich, teilweise nur 2 Seiten lang. Dieser Schreibstil lässt Spannung aufbauen und halten, da die eigentliche Handlung plötzlich unterbrochen wird und man es kaum erwarten kann zu wissen, wie es weitergeht.
Silvan wird Zeuge am Mord seiner eigenen Mutter. Doch da er gerade aus der psychiatrischen Anstalt nach Hause kommt, glaubt ihm keiner. Nicht einmal die Polizei, da er auch früher schon öfters die Realität nicht von seinem Wahn unterscheiden konnte. Er hadert damit, nicht zu wissen, was genau passiert ist. Klar ist nur, dass ihn nicht einmal sein Vater glaubt und ihn auch nicht zu Hause willkommen heißt.
Hegel, der eigentlich akut operiert werden muss, steht in persönlichem Verhältnis zum Mordopfer. Dies zwingt ihn, nochmals vom Operationstisch zu flüchten und gemeinsam mit der Journalistin aus den vorherigen Auris Reihen, den Fall lösen zu versuchen.
Die Andeutungen zum Schluss lassen das Ende offen, was auf eine Fortsetzung hoffen lässt.
Ich würde jedem/jeder das Buch empfehlen, die mit Spannung die zuvor erschienen Fitzek Bücher gelesen haben-. Das Buch ist an sich eigenständig. Hin und wieder werden zwar Andeutungen zu den früheren Büchern gemacht, jedoch ist das Buch auch allen zu empfehlen, die die vorherigen Bücher nicht kennen.

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Veröffentlicht am 15.06.2022

Interessant und ausbaufähig

Alpha und Omega -Köln 2127 - Teil 1
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Marthe und Hans leben 2127 in Köln und erleben einen Albtraum. Plötzlich verschwinden immer mehr alte Leute. Die Onko-Regierung verfolgt ganz eigenartige, undurchsichtige Pläne. Und schon sind auch die ...

Marthe und Hans leben 2127 in Köln und erleben einen Albtraum. Plötzlich verschwinden immer mehr alte Leute. Die Onko-Regierung verfolgt ganz eigenartige, undurchsichtige Pläne. Und schon sind auch die beiden im Fokus des Onko-Systems.
Karin Fruths „Alpha und Omega – Köln 2127“ ist der erste von drei Teilen über eine Zukunft, die wir hoffentlich nie erleben müssen.
Den Ansatz finde ich interessant und ausbaufähig. Leider sind momentan noch einige Probleme auszumerzen, stilistisch wie formal. Eigentlich ist die Geschichte mühelos zu lesen. Sie regt auch durchaus zum Nachdenken an. Und dies in unterschiedlichen Richtungen.
Im Klappentext ist von der Flucht die Rede. Da es sich um eine Trilogie handelt, sind die beiden Protagonisten noch nicht am Ende ihrer Reise. Ob sie es schaffen, bleibt bei diesem Teil offen.
Zum Cover kann ich nur sagen, dass ich es nicht wirklich mit der Geschichte in Bezug setzen kann.
Ich habe das Buch als faszinierend im Hinblick auf die Zukunftsprognose empfunden und bin zuversichtlich, dass nach der Überarbeitung ein sehr gutes Buch vorliegt.

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