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Veröffentlicht am 06.10.2017

Liebesgeschichte rund um´s Leben auf einem Kanalboot

Wenn die Liebe Anker wirft
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Mit ihrem Roman „Wenn die Liebe Anker wirft“ führt uns Cressida Mclaughlin ins Leben auf einem Kanalboot ein.

Ausgangssituation ist, dass Summer erst Monate nach dem Tod ihrer Mutter auf das, von dieser ...

Mit ihrem Roman „Wenn die Liebe Anker wirft“ führt uns Cressida Mclaughlin ins Leben auf einem Kanalboot ein.

Ausgangssituation ist, dass Summer erst Monate nach dem Tod ihrer Mutter auf das, von dieser geerbte Kanalboot mit dem Café in Willowbeck zurückkehrt. Zu schwer fallen ihr Erinnerung und selbst auferlegte Schuldgefühle. Anfangs will sich Summer einreden, das Café nur auf Schwung zu bringen, um es besser verkaufen zu können, doch irgendwann muss sie sich eingestehen, dass sie dieses Leben vermisst hat und liebt, oder ist daran etwa auch ihr attraktiver Nachbar Mason schuld?

Mason, der Naturfotograf, wird Summer schnell ein guter Freund. Manchmal allerdings fragt sie sich, ob sie ihm auch wirklich vertrauen kann. Ist er der, der er vorzugeben scheint?

Summers Bootsnachbarin und beste Freundin ihrer Mutter, versucht sie, so gut es geht, zu unterstützen, auch wenn es ihr Summer manchmal nicht leicht macht.

Natürlich gibt es auch etwas, bis sehr, unangenehme Charaktere. Da wären einmal Ross, der mit allerlei Dummheit versucht Summer vom Boot zu bekommen und dieses zu verkaufen. Und auch Jenny würde es lieber sehen, wenn Summer so schnell wie möglich wieder verschwindet. Dazu kommen noch mysteriöse Holzschnitzereien die auf Summers Boot auftauchen. Von wem sind sie, was haben sie zu bedeuten?

Auflockernd sind die beiden Hunde Latte und Archie zu erwähnen. Ihre Beschreibung, auch die der Landschaft und wie sich eine völlige Landratte so ein Bootsleben vorzustellen hat, sind gut gelungen. Dennoch....

Die Geschichte beinhaltet viele Fragen. Deren Beantwortung aber sicher nur dreiviertel der Seiten in Anspruch genommen hätte. Für mich war die Geschichte teilweise sehr langatmig, sich wiederholend und nervtötend, wenn sich die Protagonisten wieder mal nicht entscheiden konnten. Ebenso ist mir mit jeder Seite die doch sehr kleine Schrift schwerer zu lesen geworden. Aus ebendiesen Gründen muss ich leider Punkte abziehen und vergebe somit 3 von 5 möglichen Punkten.

Veröffentlicht am 30.09.2017

Wirrungen der Liebe vor Sevilla´s Hintergrund

Carmen reloaded
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Der Debütroman von Sonja Objartel „Carmen reloaded“ versucht uns ein Bild von den Wirrungen der Liebe zu geben.

Jonas hat sieht sein Leben mehr oder weniger vor sich, als er für ein Auslandssemester nach ...

Der Debütroman von Sonja Objartel „Carmen reloaded“ versucht uns ein Bild von den Wirrungen der Liebe zu geben.

Jonas hat sieht sein Leben mehr oder weniger vor sich, als er für ein Auslandssemester nach Sevilla geht. Anschließend will er zurück nach Kiel, mit seiner Freundin zusammenziehen, den Lehrerberuf ergreifen und irgendwann eine Familie gründen. Soweit der Plan.

Doch in Sevilla kreuzt sein Weg den von Caro. Er ist ihr vom ersten Moment an verfallen und wie Wachs in ihren Händen. Er gibt sein Leben in Kiel auf und zieht zu Caro nach Sevilla.

Kurz versucht Jonas Caro von ihren illegalen Tätigkeiten abzubringen. Doch sieht er schnell ein, dass sie sich eher von ihm als ihren Tätigkeiten trennen würde. Sie liebt ihr Leben. Jonas vielleicht sogar auch – zeitweise – doch ihn benutzt sie eher. Das wird ihm allerdings erst viel später klar.

Sein Leben an Caros Seite wird immer gefährlicher, bis es ihm reicht und er trotz aller Kosequenzen aussteigen will.

Sonja Objarel erzählt die Geschichte von Jonas in der ICH-Form. Die Beschreibungen von Sevilla, die Atmosphäre, Jonas Gefühlswelt, all das wird wortreich beschrieben. Die Vorstellung des Lesers kann durchaus damit Bilder bauen.

Doch für mich ist leider ab ca. der Mitte des Buches ein Einbruch feststellbar. Ich hatte den Eindruck Ereignisse werden nur mehr aneinander gereiht um die Geschichte auszubauen und zu Ende zu bringen. Die zweite Hälfte hat mich weder inhaltlich noch an Spannung fesseln können, egal wie ereignisreich die verschiedenen kurzen Kapitel waren.

Daher kann ich leider nur 3 von 5 möglichen Punkten vergeben.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Beschreibung eines Sommers aus Sicht des Nachkriegsjungen Heinz

Sssommerssseit
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Vorweg darf ich mich bedanken, da ich das Buch im Zuge einer Leserunde bekommen habe.

Armin Kastleitner nimmt uns in seinem Debütroman „Sssommerssseit“ auf eine Erinnerungsreise ins Jahr 1957 mit.

Heinz ...

Vorweg darf ich mich bedanken, da ich das Buch im Zuge einer Leserunde bekommen habe.

Armin Kastleitner nimmt uns in seinem Debütroman „Sssommerssseit“ auf eine Erinnerungsreise ins Jahr 1957 mit.

Heinz ist ein 9jähriger Junge, der mit seinen Freunden, wie damals wohl üblich, viel Freizeit auf den Straßen verbringt. Wir lernen Heinz und seine Gedanken besser kennen. Er scheint viel Fragen und keine Antworten in sich zu spüren. Es scheint auch, als wolle er manches hinterfragen. Doch die damalige Zeit gibt keine befriedigende Auskunft, bzw. ist es auch nicht üblich, dass Kinder Fragen stellen.

Heinz wächst in einer liebevollen Familie auf, nicht so sein Freund Willi. Auch von ihm erfahren wir ein kleines Stück Lebensgeschichte.

Die restlichen Freunde von Heinz werden skizziert und verschiedene Merkmale herausgearbeitet.

Grundsätzlich sind die Erinnerungsszenen sehr gut beschrieben, sodass sich jeder – egal welchen Alters – die Situationen gut vorstellen kann. Für mich sind allerdings sämtliche Begebenheiten ohne wirklichen Höhepunkt, der einem ins Auge springt. Das Buch beschreibt anschaulich aber ist eher flach gehalten.

Von mir gibt es vier von fünf möglichen Sternen. Einen ziehe ich für die einerseits höhenlose Erzählweise und andererseits für die fehlende Spannung ab. Dennoch ist es jedem zu empfehlen, der wissen will, was Jungs in den Nachkriegsjahren in der Ferienzeit so unternommen haben.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Spannende Geschichte über Vergeltung vor ernstem Hintergrund

Der Trost der Rache
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Vorerst bedanke ich mich herzlich, da ich das Buch im Zuge einer Leserunde lesen durfte.

Wilfried Steiner gibt uns in „Der Trost der Rache“ einen Einblick wie unterschiedlich vier Menschen mit dem Wissen ...

Vorerst bedanke ich mich herzlich, da ich das Buch im Zuge einer Leserunde lesen durfte.

Wilfried Steiner gibt uns in „Der Trost der Rache“ einen Einblick wie unterschiedlich vier Menschen mit dem Wissen einer bevorstehenden Racheaktion umgehen.

Eingebettet, einerseits in die Geschichte Chiles, und andererseits in Erklärungen der Astronomie, findet Wilfried Steiner eine bildhafte Sprache, die den Leser in die Geschichte zieht. Man muss weder Geschichtskenner noch Astronomiekundiger sein, um den Beschreibungen folgen zu können, auch wenn immer wieder einmal Begriffe nicht so geläufig sind.

Adrian, der Hobbyastronom, hat sich endlich überwunden sich seinen größten Traum zu erfüllen. Er will das Gran Telescopio Canarias auf La Palma besichtigen. Karin, seine Frau, begleitet Adrian. Im Laufe der Geschichte merkt man eine gewisse Distanz und Kühle in der Beziehung der beiden. Adrian, der ruhige, seine Sterne liebende und Karin, die fest in ihrem Leben und Beruf als Therapeutin steht, begeben sich auf eine Reise, bei der man nicht weiß wie sie für ihre Ehe enden wird.

Am Urlaubsort begegnen die beiden Sara, einer Ornithologin. Schon nach kurzem gibt ihnen Sara einen Einblick in ihre schmerzliche Vergangenheit und einen Ausblick, wie sie sich von diesem Albtraum lösen will. Anfangs benötigt Sara den stärkenden Rückhalt ihrer neuen Freunde, doch ab dem Punkt der Gewissheit, ist sie sich ihrer weiteren Schritte vollkommen klar und will diese auch umsetzen.

Im Ganzen spielt auch Ricardo eine nicht unwesentliche Rolle. Wenn er auch erst später so wirklich ins Geschehen einsteigt, erweist er sich als der Mann im Hintergrund, der so manches umzusetzen vermag.

Dass der Vergeltungsschlag nicht so glatt verläuft, wie er geplant war, merkt man schon sehr bald, da aus der Sicht von Adrian erzählt wird, der, von Beginn der Erzählung an, inhaftiert zu sein scheint. Ob Sara trotzdem ihre Vergeltung, ihre Rache bekommt, will ich hier offen lassen um nicht zuviel vorzugreifen.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut, regt immer wieder zum Weiterlesen an, die bildhaften Beschreibungen sind sehr gut gelungen, auch wenn dadurch manchen Schilderungen beinahe zu plastisch vor dem inneren Auge auftauchen.

Von insgesamt 5 Sternen gebe ich 4, diesen einen bringe ich in Abzug, da in einem Abschnitt für mich die eigentliche Handlung von Geschichte und Astronomie etwas verdrängt wird. Grundsätzlich ein Buch mit Tiefgang, bei dem man sich unweigerlich die Frage stellt, wie man selber an Adrians oder Karins Stelle reagiert hätte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die Bücher mit ernstem Hintergrund, spannend erzählt, lieben.

Veröffentlicht am 04.09.2017

Witzige, unterhaltsame Reise durch verschiedene (kurze) Leben

Mieses Karma
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David Safier hat uns mit „Mieses Karma“ wieder ein paar Stunden unbeschwerter Heiterkeit, gepaart mit fast schon kurios beschriebenen Ideen, beschert.

Anfangs war mir nicht klar, wie ein Buch witzig und ...

David Safier hat uns mit „Mieses Karma“ wieder ein paar Stunden unbeschwerter Heiterkeit, gepaart mit fast schon kurios beschriebenen Ideen, beschert.

Anfangs war mir nicht klar, wie ein Buch witzig und unterhaltsam sein soll, in dem die Mutter eines kleinen Kindes stirbt. David Safier hat mich eines besseren belehrt.

Als Einstieg ins Buch wird uns Kim Lange, die erfolgreiche Moderatorin, näher gebracht. Ihr Familien- und Berufsleben kurz dargestellt. Passend zur Geschichte wird Kim Lange auf ungewöhnliche Art aus dem Leben gerissen, um kurz darauf als Ameise wiedergeboren zu werden. Und jetzt beginnt der eigentliche Irrsinn – im positiven Sinn.

Wunderbar bildhaft beschriebene Szenen aus den Leben als Ameise, Meerschweinchen oder Hund, herrlich leicht zu lesender Schreibstil lässt einen das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Trotz aller interessanten Wendungen, vergnügter Unterhaltung und kurzweiligen Lesestunden steckt doch auch ein Punkt zum Nachdenken im Buch. Wie verhält es sich jetzt mit diesem Karma wirklich? Gibt es das? Wie sammelt man gutes oder schlechtes Karma? Wie auch immer. Diese Fragen sollen die Freude am Lesen dieses Buches nicht beeinflussen.

Man muss auch nicht Buddhist sein, nicht einmal an Wiedergeburt glauben, um dieses Buch genießen zu können.

Von mir eine eindeutige Leseempfehlung mit vier von fünf möglichen Sternen. Für Stunden in denen man einfach entspannen und genießen will. Einen Punkteabzug gibt es, weil mir persönlich ein anderer Schluss besser in den Fluss der Geschichte gepasst hätte. Aber das ist nur mein Empfinden.