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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Etwas Liebe, viel Spannung, gute Wendungen

Kodiak Echoes – Hide me
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„Unser Ego ist ein unersättliches Biest und wir hören nie auf, es zu füttern.“ Dieser Satz aus „Kodiak Echoes“ passt auf viele Gelegenheiten im Leben. Aber hier beschreibt er eine tiefe, sehr tiefe seelische ...

„Unser Ego ist ein unersättliches Biest und wir hören nie auf, es zu füttern.“ Dieser Satz aus „Kodiak Echoes“ passt auf viele Gelegenheiten im Leben. Aber hier beschreibt er eine tiefe, sehr tiefe seelische Wunde. Kann sie mit Liebe geheilt werden?
Das Buch beinhaltet für mich etwas von einem Liebesroman und viel eines Thrillers. Der Liebesroman ist relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger faszinierend. Der Thriller dagegen ist verschlugen. Einerseits gibt es ja Brynn die im Zeugenschutzprogramm leben muss und hofft ihr persönlicher Albtraum sei bald überstanden, und andererseits finden wir in diesem kleinen Ort einen alten ungelösten Mordfall vor. Beide Stränge bieten Wendungen und überraschende Erkenntnisse. Mit der Lösung bin ich völlig zufrieden. Die Triggerwarnung finde ich gutgemeint, aber da gibt es noch heftigere Bücher ohne Warnung.
Die Figuren wirken glaubwürdig mit ihren Ecken und Kanten. Ihre Handlungen und Denkweisen sind meistens nachvollziehbar, obwohl mir zu Beginn nicht klar war, warum Brynn sich so passiv verhält. Ja, sie wurde angewiesen die Füße still zu halten, sie war verängstigt und vielleicht noch unter Schock. Da fehlte mir aber trotzdem der Elan ihr berufliches Wissen einzusetzen, vor allem, da sie zu dem Zeitpunkt nur für sich selbst verantwortlich war. Mit der Zeit bekommt der Leser immer mehr Informationen aus den Vorgeschichten der Protagonisten, sodass sich ein klareres Bild zeichnet.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es war flüssig, leicht und spannend zugleich. Mir bleibt jetzt nur noch auf den nächsten Band zu warten, denn eine große Frage, die den Ort, die Protagonisten und mich beschäftigt, ist noch offen. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Atmen nicht vergessen

Meteor
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Über so manche Seite hinweg merkte ich erst später, dass ich den Atem angehalten hatte. Dan Brown hat diesen Thriller wirklich fesselnd geschrieben. Beeindruckend und natürlich auch erschreckend fand ich ...

Über so manche Seite hinweg merkte ich erst später, dass ich den Atem angehalten hatte. Dan Brown hat diesen Thriller wirklich fesselnd geschrieben. Beeindruckend und natürlich auch erschreckend fand ich die Technologien, die es ja angeblich schon geben soll. Ich will mir das eigentlich gar nicht so wirklich vorstellen.
Aber zur Geschichte zurück. Der Handlungsstrang hat eine Dynamik und eine Schnelligkeit, dass der Leser wie von einem Sog mitgenommen wird. Ob die Handlungen, Entwicklungen und Technologien realitätsnah sind, beziehungsweise gut recherchiert wurden, kann ich am Ende nicht beurteilen, dazu fehlt mir die technische Ausbildung. Allerdings ist die Geschichte relativ glaubwürdig. Ich sage bewusst relativ, da sie sich natürlich schon sehr grenzwertig gestaltet. Eine futuristisch wirkende Technologie jagt die andere.
Rachel, als Hauptfigur, war mir sehr sympathisch, auch die anderen Protagonisten fand ich gut beschrieben. Das Ende kam dann doch überraschend, aber gut erklärt. Mir waren keine Fragen offen geblieben.
Ich habe „Meteor“ sehr gerne gelesen, das Tempo war ebenso hoch wie die Spannung.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Ernste Themen und dennoch keine schwere Grundstimmung

Schwarzwälder Treibjagd
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Mit dem vierten Band „Schwarzwälder Treibjagd“ hat Sonja Kindler wieder einen sehr pointierten, berührenden, fesselnden und mit aktuellen Themen befassten Krimi abgeliefert. Der Band ist eigenständig zu ...

Mit dem vierten Band „Schwarzwälder Treibjagd“ hat Sonja Kindler wieder einen sehr pointierten, berührenden, fesselnden und mit aktuellen Themen befassten Krimi abgeliefert. Der Band ist eigenständig zu lesen, die Protagonisten gewohnt sympathisch und kompetent, der Schreibstil wiederum leicht und flüssig zu lesen. Auch wenn die Themen Umweltschutz und Tierwohl polarisieren können, das Opfer ein junges Mädchen ist und die Ermittlungen erst einmal in einigen Sackgassen enden, so ist die Grundstimmung im Krimi dennoch nicht deprimierend, sondern die Autorin findet auch Plätze für auflockernde und lustige Szenen.
Wir haben hier in meinen Augen zwei Haupt- und einen Nebenstrang. Einmal natürlich der Tod von Michaela, dann aber auch die Geschehnisse rund um den Landrad. Als Nebenstrang bezeichne ich das Privatleben von Ines Sandner. Hier darf der Leser häppchenweise Einblick nehmen, sodass der Fokus nicht vom Fall abgezogen, die Protagonistin aber noch menschlicher wird. Als witziges Detail für mich persönlich ist, dass die Figuren von Sonja Kindler auch mal Hunger bekommen, findet man seltener.
Mir gefallen die Bände der Reihe allesamt. Dieser hier besonders, weil er keine leichten Themen als Ausgang hat, aber trotzdem nicht beschwerend wirkt. Er liest sich flüssig, hält die Spannung hoch, beinhaltet mehrere Verdächtige und einige Wendungen mit denen ich nie und nimmer gerechnet hätte. Geleichzeitig ist er gut geeignet sich selbst weiterführende Gedanken zu Umweltschutz und Tierwohl zu machen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Fesselnd erzählt, Unerwartetes

Kalt wie die Nacht
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Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie ...

Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie zurückgezogen und umgeben von einem Geheimnis, das sie nicht preisgeben will. Auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, sympathisch und authentisch, finden sie jedoch schnell eine Ebene zueinander. Ich denke, dass sie eine sehr gute Hilfe, gerade auch im privaten Bereich für den jeweils anderen sein können.
Der Fall in „Kalt wie die Nacht“ war für mich nicht sofort durchschaubar. Den Prolog konnte ich erst spät in die Geschichte einordnen, die Figuren sind miteinander verwoben oder scheinen nichts gemein zu haben, sodass ich mehrere Verdächtige hatte. Am Ende waren aber alle losen Enden sinnvoll geknüpft.
Der Krimi von Bernhard Stäber liest sich leicht, nimmt gefangen und macht neugierig was da noch kommt. Gerade Sanna hat mich fasziniert. Ihr Geheimnis ist speziell, ihre Geschichte dahinter muss ein Horror gewesen sein. Wolf arbeitet sich langsam aus seiner Trauer. Beide lassen eine Veränderung erkennen.
Eine Geschichte, die fesselt und mit Unerwartetem punktet.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Interessante Suche, aber mehr Romantik erwartet

Something Old, Someone New
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Es geht um die Herkunft eines antiken Verlobungsringes. Soweit so gut. Diese Suche, die Reise und Recherche der Hauptperson Shea fand ich ganz interessant. Immer wieder gibt es neue Wendungen und interessante ...

Es geht um die Herkunft eines antiken Verlobungsringes. Soweit so gut. Diese Suche, die Reise und Recherche der Hauptperson Shea fand ich ganz interessant. Immer wieder gibt es neue Wendungen und interessante Interpretationen. Auch die weiteren Protagonisten sind sympathisch und lebensnah. Bei der ganzen Geschichte „Something old, someone new“ fehlt mir allerdings die Romantik. Zumindest hatte ich diese erwartet.
Der Schreibstil von Jessie Rosen ist sehr angenehm zu lesen, ich bin auch in der Geschichte geblieben, wenn ich mal nicht direkt weiterlesen konnte. Den Hintergrundgedanken der Autorin kann ich nachvollziehen, finde ihn auch gut und schlüssig. Ansatzweise kommt hier auch tieferes Gefühl durch, leider etwas zu wenig.
Ich finde das Cover jugendlich, farbenfroh und passend für eine Figur wie Shea, die doch etwas unruhig und getrieben, im positiven Sinn, wirkt.
Die Spurensuche durch mehrere Länder hat mir zugesagt und wiegt für mich die fehlende Romantik soweit auf, dass ich das Buch als schöne Lektüre für zwischendurch einstufe. Es hat mich auf jeden Fall unterhalten.

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