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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Erstes Highlight dieses Jahres

Kleine Wunder um Mitternacht
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Bereits auf den ersten Seiten zog mich das Buch völlig in seinen Bann. Die drei Protagonisten – Atsuya, Kohei und Shota – sind hervorragend gestaltet, und jeder von ihnen übernimmt eine prägnante Rolle. ...

Bereits auf den ersten Seiten zog mich das Buch völlig in seinen Bann. Die drei Protagonisten – Atsuya, Kohei und Shota – sind hervorragend gestaltet, und jeder von ihnen übernimmt eine prägnante Rolle. Während Atsuya zunächst wenig Begeisterung dafür zeigt, anderen Ratschläge zu erteilen, brennen Kohei und Shota regelrecht für diese Aufgabe. Erstmals in ihrem Leben haben sie die Gelegenheit, jemandem zu helfen, was sie mit großem Stolz erfüllt. Diese Tatsache verdeutlicht eindrucksvoll, dass auch gewöhnliche Menschen wertvolle Ratschläge geben können, die anderen helfen und zugleich Freude bereiten.

Das Buch ist in fünf Geschichten unterteilt, die als Kapitel mit Unterkapiteln strukturiert sind. Keigo Higashinos Schreibstil ist so fesselnd, dass er zum Träumen einlädt, und das Buch lässt sich dank seiner klaren, schnörkellosen Erzählweise wunderbar lesen. Obwohl Higashino bislang vor allem als Meister der Thriller bekannt war, beweist er hier sein außergewöhnliches Talent in einem völlig anderen Genre. Alle fünf Geschichten haben mich tief bewegt, mich zum Weinen gebracht und mein Herz berührt. Besonders schön ist die kunstvolle Verknüpfung der Geschichten, die mit einigen unerwarteten Wendungen überraschen.

Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight, das ich mit 5+ ⭐ bewerte und uneingeschränkt empfehle.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Pflanzen sind die älteste Lebensform

Pflanzen und ihre Superkräfte
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Die Geschichte der Pflanzen reicht über 500 Millionen Jahre zurück. Betrachtet man dies, wird deutlich, dass Pflanzen weit länger auf der Erde existieren als wir – und dennoch zerstören wir ihre Lebensräume. ...

Die Geschichte der Pflanzen reicht über 500 Millionen Jahre zurück. Betrachtet man dies, wird deutlich, dass Pflanzen weit länger auf der Erde existieren als wir – und dennoch zerstören wir ihre Lebensräume. Dabei haben sie uns so viel zu bieten. Viele Pflanzenarten besitzen beeindruckende „Superkräfte“ und versorgen unseren Planeten mit lebensnotwendigem Sauerstoff. Ihre Intelligenz wird oft unterschätzt, doch dieses Buch stellt ihre erstaunlichen Fähigkeiten anschaulich dar.

Das Buch beginnt mit einer Übersicht, in der Pflanzen als Logos dargestellt werden. Die darauf folgende Seite illustriert ihre „Superkräfte“ als Symbole, die auf den jeweiligen Pflanzenseiten erneut erscheinen. Ein Beispiel ist die Venusfliegenfalle, die durch das Symbol „Super Sensibilität“ repräsentiert wird, welches ihre außergewöhnliche Empfindsamkeit hervorhebt und im Text näher erläutert wird. Details wie Größe, Farbe, Merkmale, Alter, Verbreitungsgebiet, Fortpflanzung und Feinde sind am Seitenrand aufgeführt. Ergänzt werden diese Inhalte durch wunderschöne Illustrationen der Pflanzen, umgeben von ihren „Superkräften“ als Logos.

Dieses Buch lädt ein, auf jeder Seite neue Pflanzen und ihre außergewöhnlichen Eigenschaften zu entdecken. Der Schreibstil ist speziell für Kinder ab acht Jahren geeignet und begeistert sowohl junge als auch ältere Leser. Es inspiriert uns, die Pflanzenwelt bewusster wahrzunehmen. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Zufrieden mit dem Ende

Time Paradox Ghostwriter 2
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Nachdem ich einige nicht so tolle Rezensionen gelesen habe, dachte ich schon, der zweite und letzte Band wird ein Reinfall. Jedoch hat mich das Ende positiv überrascht und ich bin zufrieden damit. Natürlich ...

Nachdem ich einige nicht so tolle Rezensionen gelesen habe, dachte ich schon, der zweite und letzte Band wird ein Reinfall. Jedoch hat mich das Ende positiv überrascht und ich bin zufrieden damit. Natürlich hätte man aus dem Manga mehr machen können, aber warum? Nur, weil die Leser das da draußen so getan hätten? Dann schreibt euren eigenen Manga und seht, wie viel Arbeit hier drinnen steckt. Eine rundum gute Geschichte für mich, die so stehengelassen werden kann. Leseempfehlung: Ja!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Wenig gelungenes Debüt

Unter Grund
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Das Buch erzählt die Geschichte von Franka (eigentlich Franziska), deren Leben durch die Herausforderungen ihrer Familie und Umgebung geprägt ist. Ihre strenge Großmutter, die auch großen Einfluss auf ...

Das Buch erzählt die Geschichte von Franka (eigentlich Franziska), deren Leben durch die Herausforderungen ihrer Familie und Umgebung geprägt ist. Ihre strenge Großmutter, die auch großen Einfluss auf ihren Vater hatte, eine Schule, in der sie als Außenseiterin galt und nur ihren Freund Leon an ihrer Seite hatte, sowie eine Mutter, die ihr keine Liebe entgegenbrachte, führen zu einer tiefen inneren Vereinsamung.
Darüber hinaus greift die Autorin gesellschaftlich relevante Themen wie Landflucht, Modernisierung und die damit verbundene Naturzerstörung auf, welche die Einzigartigkeit ländlicher Gegenden zunehmend bedrohen. Auch der Einfluss des Nationalsozialismus auf das Leben in ländlichen Gebieten wird thematisiert – selbst Franka macht damit prägende Erfahrungen.
Trotz der interessanten Ansätze konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Ich fand keinen Zugang zu den Figuren, insbesondere nicht zur Hauptprotagonistin Franka. Auch der Schreibstil traf meinen Geschmack nicht, und der starke Fokus auf die NPD-Szene ließ die Hauptfigur noch unsympathischer erscheinen. Für mich leider ein wenig gelungenes Debüt, weshalb ich keine Empfehlung aussprechen kann.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Was war das?

Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen
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Dieses Buch vereint mehrere Genres und Ansätze, was zunächst vielversprechend klingt. Es handelt sich teilweise um eine autobiografische Erzählung der Autorin, die sich selbst als Protagonistin einbringt ...

Dieses Buch vereint mehrere Genres und Ansätze, was zunächst vielversprechend klingt. Es handelt sich teilweise um eine autobiografische Erzählung der Autorin, die sich selbst als Protagonistin einbringt und über ihre bipolare Störung berichtet. Ergänzt wird dies durch einen historischen Bericht in Form von Briefen aus der Ich-Perspektive sowie potenzielle Fantasy-Elemente, bei denen Realität und Wahn verschwimmen.
Während der historische Teil durchaus beeindruckt – mit detaillierten Einblicken in Themen wie sexualisierte Gewalt im viktorianischen Zeitalter, Frauenrechte und den Missbrauch durch Ehemänner, die ihre Frauen in die Psychiatrie einweisen konnten – verliert das Buch auf anderer Ebene stark. Besonders kritisch sehe ich die abwertenden Kommentare gegenüber Menschen mit Adipositas und die Bagatellisierung des Themas Suizid. Hier hätte das Lektorat eingreifen müssen.
Leider zieht sich die Handlung an vielen Stellen zu sehr in die Länge. Das Buch hätte mit 100 Seiten weniger an Intensität gewonnen. Auch das Ende enttäuscht durch mangelnde Überraschungsmomente. Einzig die Notizen der Autorin liefern einen interessanten Beitrag zur Aufschlüsselung der Story. Alles in allem kann ich jedoch keine Leseempfehlung aussprechen, und dies wird mein erstes und letztes Buch der Autorin bleiben.

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