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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2025

Spannung bis zur letzten Seite

Todesspur
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Nach sieben spannungsgeladenen Büchern fragt ihr euch vielleicht, was ein Maarten S. Sneijder noch neues erleben kann. Andreas Gruber bietet dem Leser / Hörer mit "Todesspur" ein völlig neues Thema. BKA-Ermittler ...

Nach sieben spannungsgeladenen Büchern fragt ihr euch vielleicht, was ein Maarten S. Sneijder noch neues erleben kann. Andreas Gruber bietet dem Leser / Hörer mit "Todesspur" ein völlig neues Thema. BKA-Ermittler Maarten S. Sneijder ist nach mehreren Anschlägen einem Dr. Paul Conrad auf der Spur. Der Einsatz an Conrads Haus läuft schief, doch Sneijder gibt nicht auf. Zusammen mit Sabine Nemez, dem Computerexperten Mark sowie seiner ehemaligen Schüler Mio verfolgt er jede noch so kleine Spur.

Die neu gewonnenen Hinweise deuten auf ein Terrornetzwerk, bei dem es sich offensichtlich um die vierte Generation der RAF handelt. Sneijder holt Sabine Nemez aus ihrem Urlaub, um mit ihr auf Mallorca Undercover zu ermitteln. Dazu schlüpfen sie in die Rollen von Conrad und seiner Tochter. Zu Sneijders Überraschung ist er im Hotel nicht nur Gast, sondern muss an Conrads Stelle auch mehrere Kurse als Mentalcoach geben.

Andreas Gruber überzeugt erneut mit seiner Schreibkunst. Auch wenn der Fall stark politisch geprägt ist, gelingt es dem Autor eine komplexe und spannende Geschichte zu konstruieren. Interessant ist hierbei eine weitere Protagonistin namens Lea Fuchs. Sie schlüpft nach dem Tod ihrer Cousine Vicky in deren Rolle und reist ebenfalls in das Hotel auf Mallorca. Lea ist ein Zwilling. Seit der Geburt hört sie immer wieder ihre verstorbene Schwester. Diese versucht dabei, Lea bei ihren Handlungen zu beeinflussen und agiert wie ein stark ausgeprägtes Unterbewusstsein. So nimmt Camilla oft Dinge war, die Lea verborgen bleiben.

Da sich somit gleich drei Personen in falschen Rollen zeigen, entstehen teilweise verrückte Situationen. Am verrücktesten ist dabei die Rolle von Sneijder, denn Dr. Conrad ist im Hotel ebenfalls unter falschem Namen gemeldet.

Was nach einem völlig verwirrenden Rollenspiel klingt, ist dennoch eine spannende Geschichte, bei der sich Sneijder und seine Leute in Lebensgefahr begeben. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist gewohnt flüssig und Achim Buch schafft es hervorragend die verschiedenen Protagonisten, allen voran Sneijder mit seinem holländischen Akzent, zum Leben zu erwecken. "Todesspur" hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Eine gelungene Fortsetzung

Eine grenzenlose Welt – Schicksal
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Amerika 1899: Maggi und ihre Freunde sind nun schon einige Jahre in der neuen Welt. Nachdem ihr Freund Nando nach einem Missverständnis verschwunden ist, hat auch Maggi New York verlassen und arbeitet ...

Amerika 1899: Maggi und ihre Freunde sind nun schon einige Jahre in der neuen Welt. Nachdem ihr Freund Nando nach einem Missverständnis verschwunden ist, hat auch Maggi New York verlassen und arbeitet als Journalistin in San Francisco. Als alleinerziehende Mutter hat sie es schwer. Oft denkt sie an die schönen Zeiten mit ihrer Cousine Rosie zurück. Ebenso an Simon, mit dem sie zusammen den Morning Herald aufgebaut hat.

Eines Tages erhält Maggi ein Telegramm von Rosie. Sie bittet Maggi um Unterstützung, da Simon nach einem Überfall im Koma liegt. Sie bricht sofort nach New York auf. Auch wenn es sich komisch anfühlt, nach so langer Zeit zurückzukehren, will sie alles in ihrer Macht stehende tun, um ihren Freunden zu helfen. Im Gegenzug will Rosie ihrer Cousine helfen und beauftragt einen Privatdetektiv nach Nando zu suchen.

Der Morning Herald übersteht die schwierige Zeit und Simon kommt wieder auf die Beine. Er ist sich sicher, dass sein ärgster Konkurrent Hearth hinter dem Überfall steckt. Da er ihm das jedoch nicht nachweisen kann, versucht er es mit anderen Mitteln. Er kauft im ganzen Land kleine Zeitungen auf und will sich so gegen Hearth behaupten. Die Menschen um ihn herum warnen ihn, denn sie befürchten, dass er sich damit finanziell übernimmt, doch Simon hat sich regelrecht darin verbissen. Währenddessen schafft es der Privatdetektiv tatsächlich, Nando ausfindig zu machen. Maggi ist zunächst verärgert darüber, dass Rosie hinter ihrem Rücken nach ihm gesucht hat, doch letztlich ist sie ihr dankbar. Sie ist sich nicht sicher, ob sie ihm tatsächlich gegenübertreten kann, da er bisher nichts von ihrem gemeinsamen Sohn Nicky weiß, doch zusammen mit Rosie macht sie sich auf die Reise.

Vor Ort angekommen, schaffen sie es Karten für eine Fotoausstellung von Nando, der jetzt unter einem anderen Namen lebt, zu bekommen. Als sie dort sind, muss Maggi jedoch miterleben, wie Nandos Verlobung bekannt gegeben wird....

Sonja Roos knüpft im zweiten Band an die begonnene Geschichte an. Auch diesmal gelingt es ihr, den Leser in das Geschehen hineinzuziehen. Bildhaft beschreibt sie die Zustände der damaligen Zeit und verbindet historische Fakten wie den Streik der New Yorker Zeitungsjungen mit ihrer Geschichte. Ihren Protagonisten mutet sie sehr viel zu. Gerade wenn man denkt, jetzt läuft wieder alles rund, gibt es den nächsten Rückschlag. Die Geschichte um Maggi und ihre Freunde gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen und dank des Cliffhangers am Ende wird man quasi gezwungen auch den dritten Band zu lesen.

Von mir bekommt "Eine grenzenlose Welt - Schicksal" volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Neben der reinen Geschichte erfährt man auch so einiges über die damalige Zeit. Ich bin schon auf den letzten Teil der Trilogie gespannt.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Sünjes Alptraum

Tödliches Familienidyll
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Sünje ist bei den Pflegeltern Dilek und Gökhan aufgewachsen. Jetzt mit Anfang 20 lebt sie als Untermieterin bei Thekla. Durch ihren Ex-Freund Marco ist Sünje in finanzielle Probleme geraten und hat Thekla ...

Sünje ist bei den Pflegeltern Dilek und Gökhan aufgewachsen. Jetzt mit Anfang 20 lebt sie als Untermieterin bei Thekla. Durch ihren Ex-Freund Marco ist Sünje in finanzielle Probleme geraten und hat Thekla hintergangen. Nun will sie ihrem Leben ein Ende bereiten und ins Wasser gehen. Doch durch einen dummen Sturz kommt alles anders....

"Tödliches Familienidyll" ist das erste Buch von Anja Sietz. In ihrem Thriller hat sie gleich mehrere Themen verarbeitet und damit ihre Protagonisten ganz schön herausgefordert. So geht es um Stalking und Entführung durch einen Psychopathen. Zunächst beginnt die Geschichte eigentlich recht harmlos. Sünje ist dabei, ihre Sachen für einen letzten Ausflug zu packen. Durch das Chaos in ihrer Wohnung stürzt sie jedoch und Thekla muss ihr zu Hilfe eilen. Doch dann verschwindet Thekla von einem Tag auf den anderen und Sünje weiß nicht, wer ihr nun ihre Spritzen geben soll.

In der Folge geschehen merkwürdige Dinge. Thekla findet sich in einem Raum wieder, den sie einerseits kennt, aber andererseits doch nicht. Währenddessen lernt Sünje die Schwester ihres Kollegen Uwe kennen und freundet sich mit ihr an. Doch bald sieht es danach aus, dass eben diese Freundschaft Walburga zum Verhängnis werden könnte....

Ihr merkt schon, dass es sich um eine recht komplexe Geschichte handelt. Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, um euch nicht die Spannung zu nehmen, denn spannend ist das Buch allemal. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen und ich vergebe für Anjas Debüt 4 von 5 Sterne. Ich wünsche ihr viel Erfolg mit dem Buch und bin gespannt, ob weitere folgen.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Eine Petuh-Tante ermittelt

Ostsee, Klönschnack und ein Mord - Anni Gade und die Fördemorde
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"Ostsee, Klönschnack und ein Mord" ist der Auftakt zur neuen Buchreihe von Inga Schneider. Während die Flensburger Handballfans den Gewinn der Champions League feiern, ist Anni Gade auf dem Weg zur Arbeit. ...

"Ostsee, Klönschnack und ein Mord" ist der Auftakt zur neuen Buchreihe von Inga Schneider. Während die Flensburger Handballfans den Gewinn der Champions League feiern, ist Anni Gade auf dem Weg zur Arbeit. Sie bietet Stadtführungen an und zwar als Petuh-Tante. So kostümiert bringt sie den Touristen die Fördestadt und ihre Geschichte näher.

Als zwei bekannte Unternehmer der Stadt verschwinden, erinnert Anni sich, diese noch kurz zuvor auf einer ihrer Führungen gesehen zu haben. Die beiden hatten ein Streit. Anni beschließt, diesen Zwischenfall der Polizei zu melden, doch dies ist gar nicht so einfach. Der arrogante Kommissar Jan Christiansen lässt sie nicht mal richtig zu Wort kommen.

Daraufhin schnüffelt Anni selbst ein wenig herum und stößt prompt auf eine Leiche. Der Tote ist einer der Vermissten.....

Von Inga Schneider kannte ich bisher nur die Rosenborg-Saga, welche ich euch bereits vorgestellt habe. Diesmal geht es jedoch nicht um die dänische High Society sondern um einen Krimi mit viel Witz. Für Spannung ist aber ebenfalls gesorgt. Neben Anni und Jan spielen auch noch Jans Kollege Harald Boysen sowie die Frau des Toten Simone Blumberg und der zweite Geschäftsmann Erik Jebsen und dessen Sohn Moritz eine Rolle in der Geschichte. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und bilden einen interessanten Mix. In gewisser Weise hängen sie alle irgendwie zusammen. Vieles zeigt sich erst im Laufe der Geschichte. Dadurch wird es nicht langweilig und gute Unterhaltung ist bis zum Ende garantiert.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und das Buch liest sich flüssig. Ich gebe der Geschichte 5 von 5 Sterne und freue mich schon auf eine Fortsetzung. Dank des Buches weiß ich jetzt auch, was eine Petuh-Tante ist.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Ist da draußen jemand?

Leben im All
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Seit Menschengedenken richten sich regelmäßig die Blicke zu den Sternen. Oft stellt sich dann die Frage, ob da draußen wohl jemand ist. Angesichts der unvorstellbaren Größe des Weltalls und der gigantischen ...

Seit Menschengedenken richten sich regelmäßig die Blicke zu den Sternen. Oft stellt sich dann die Frage, ob da draußen wohl jemand ist. Angesichts der unvorstellbaren Größe des Weltalls und der gigantischen Menge an Sternen, bin ich mir sicher, dass wir nicht allein sind. Doch gibt es bisher keine Beweise dafür.

In seinem Buch "Leben im All" geht der NASA-Forscher Adam Frank der Suche nach dem besagten Leben auf den Grund. Zunächst blickt er weit zurück und beschreibt, welche Formen der Suche es in der Vergangenheit gab. Ein wichtiger Punkt ist hierbei SETI. Vereinfacht gesagt ist SETI ein Lauschangriff auf Aliens und genau diese Aussage hat es den Forscher immer wieder schwer gemacht. Anträge auf Forschungsgelder wurden häufig abgelehnt. Viele anerkannte Forscher trauten sich außerdem kaum, sich zu Äußerungen zum Thema UFOs oder Aliens hinreißen zu lassen. Gerade der Hype nach dem vermeintlichen Absturz eines UFOs in Roswell im Jahre 1947 machte es den Forschern nicht wirklich leichter.

Inzwischen ist viel Zeit vergangen und die UFOs heißen mittlerweile UAPs - Unidentified Aerial Phenomenon. Als vor einigen Jahren der erste Exoplanet entdeckt wurde, änderte dies alles im Hinblick auf die Suche nach Leben im All. Bis dato war ungewiss, ob es außerhalb unseres Sonnensystems überhaupt Planeten gibt. Seit diesem bedeutenden Tag wurden zahlreiche Exoplaneten entdeckt und es kommen immer mehr hinzu. Der Autor beschreibt eindrucksvoll, wie man diese Planeten trotz der Entfernung von mehreren Lichtjahren untersuchen kann. Dank moderner Teleskope ist es möglich, weit entfernte Objekte auf ihre Zusammensetzung zu untersuchen.

Damit bieten sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Nun suchen wir nicht mehr nach Signalen aus dem All oder nach UFOs auf der Erde, sondern am vermeintlichen Wohnort der Außerirdischen nach Technosignaturen und Biosignaturen.

Das Buch "Leben im All" bietet einen umfangreichen Überblick über die bisherige Suche nach Leben. Dabei beruft sich der NASA-Forscher auf Fakten und gibt Anregungen für zukünftige Suchmethoden. Zwischendurch verweist er auch auf andere Forscher wie Avi Loeb, dessen Buch "Außerirdisch" ebenfalls sehr interessant ist.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist auch für Laien verständlich geschrieben und der Autor lockert seine Erläuterungen durch Bezüge zu diversen Kinofilmen oder Science-Fiction-Serien wie Raumschiff Enterprise auf. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung.