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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Zuckersüß

Vier Pfoten für ein Wunder
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"Vier Pfoten für ein Wunder" von Autorin Heike Wolpert (Text) und Ann-Kathrin Busse (Zeichnungen).

Viele kennen sicher Socke, den schwarzen Kater mit den weißen Pfötchen, der in den Kriminalromanen von ...

"Vier Pfoten für ein Wunder" von Autorin Heike Wolpert (Text) und Ann-Kathrin Busse (Zeichnungen).

Viele kennen sicher Socke, den schwarzen Kater mit den weißen Pfötchen, der in den Kriminalromanen von Heike Wolpert als tierischer Ermittler schon geholfen hat, so manchen Kriminalfall aufzudecken. In der Nachbarschaft des Katers wohnt jetzt die kleine Darja, deren Vater gerade verstorben ist, mit ihrer Mutter. Darja darf Chris, Tierärztin und Menschin von Socke, ins Tierheim begleiten. Dort lernt sie den Hund Fiete kennen, in den sie sich direkt verliebt. Zuerst verspricht Olena, ihre Mutter, ihr, dass Darja den Hund zu Weihnachten bekommt. Dann muss sie das Versprechen aber zurückziehen, da sie erfährt, dass sie arbeitslos wird. Darja ist totunglücklich und versteht die Welt nicht mehr. Sie läuft von zuhause weg. Werden Socke, Clooney und Fiete das kleine Mädchen wohlbehalten finden?

Was für eine schöne Geschichte, die Heike Wolpert hier sehr einfühlsame erzählt! Die kurzen Kapitel werden hier abwechselnd aus der Sicht von Kater Socke, oder von Hund Fiete erzählt. Dabei hat die Autorin sich wirklich ganz wunderbar in die Tiere hineinversetzen! Es gibt so manche Stelle zum Schmunzeln und man denkt immer wieder: Ja, genau so ist das!
Die Story spielt in der Adventszeit und geht daher als Weihnachtsgeschichte durch. Empfohlen wird die Geschichte für jedes Alter. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass sie richtig gut zum Vorlesen ist! Vielleicht in der Adventszeit für Grundschulkinder in der Schule, oder auch für alte Leute im Seniorenheim, oder einfach nur am Abend für unsere Kleinen.

Das gebundene Buch ist sehr hochwertig gemacht, die Überschriften sogar in rot gedruckt, aber das Highlight dind die 57 wunderschönen Zeichnungen von Illustratorin Ann-Kathrin Busse. ZUCKERSÜß!
Wenn ihr wollt, dass es euch auch warm ums Herz wird, kann ich das Buch absolut empfehlen!

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Pageturner

Not Quite Dead Yet
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Als ich den Klappentext von Holly Jacksons neuem Thriller "Not quite dead yet" gelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen!

Es geht um Jet, 27 Jahre alte Tochter vermögender Eltern. Sie hat in ihrem ...

Als ich den Klappentext von Holly Jacksons neuem Thriller "Not quite dead yet" gelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen!

Es geht um Jet, 27 Jahre alte Tochter vermögender Eltern. Sie hat in ihrem Leben noch nichts wirklich auf die Reihe bekommen. Studium abgebrochen, Job hingeschmissen, lebt sie jetzt nach der Trennung von ihrem Freund JJ wieder bei ihren Eltern. An Halloween wird sie zuhause überfallen. Ihr wird der Schädel zertrümmert, aber sie überlebt. Jedoch wird sie wegen eines Aneurysmas nur noch 7 Tage leben. Mit Billy, ihrem besten Freund aus Kindertagen will sie in dieser Zeit ihren Mörder finden. Werden sie es schaffen? Wird Jet tatsächlich sterben?

Eigentlich mag ich keine unglaubwürdigen Geschichten ... mit einem zertrümmerten Schädel direkt wieder aus der Klinik herausmaschieren und auf Mörderjagd gehen ... haha, nicht vorstellbar! Aber mich hats hier tatsächlich nicht gestört, denn der Thriller war von Anfang bis Ende so spannend! Immer wieder findet das Duo neues heraus! Teilweise Geheimnisse aus längst vergangener Zeit. Da tun sich Abgründe auf ... Wahnsinn!

Mein Liebling war Billy. Jets Verhalten und ihre Kaltschnäutzigkeit waren erst im Nachhinein nachvollziehbar. Sie hat mir dann aber doch imponiert, da sie ihr Schicksal so souverän angenommen hat und ihr trockener Humor ist unvergleichlich!

Für mich ein Pageturner mit unerwartetem Ende!
Erwähnenswert ist auch das Cover: es wird der Scan eines Kopfes/Gehirns dargestellt. Das Ganze in blau und an einigen Stellen in rot (die Blutungen). Außerdem sehe ich eine Sanduhr, die darstellt, dass Jets Zeit abläuft. Und dazu ein schöner Farbschnitt!

Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Romanbiografie über eine interessante Frau

Liebesrausch
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Beim Buch "Liebesrausch" von Autorin Charlotte von Feyerabend fällt einem als allererstes das wunderschöne Cover ins Auge. Eine Leserin, so wie ich, die zuerst aufs Äußere schaut, kann daran einfach nicht ...

Beim Buch "Liebesrausch" von Autorin Charlotte von Feyerabend fällt einem als allererstes das wunderschöne Cover ins Auge. Eine Leserin, so wie ich, die zuerst aufs Äußere schaut, kann daran einfach nicht vorbeigehen! Da ist einfach alles stimmig!
Es handelt sich um eine Romanbiografie, die das Zusammentreffen/-sein von Anaïs Nin und Henry Miller in den 30er Jahren zum Thema hat.
Ich gebe zu, ich musste die Namen zuerst einmal googeln. Anaïs Nin war eine Amerikanische Schrifstellerin mit multikultureller Herkunft (1903-1977), Henry Miller ein Amerikanischer Schriftsteller und Maler (1891-1980).
Der Roman weist die "Lieben" der Anaïs Nin auf. Alle ganz unterschiedlich. Zuerst die verzweifelte Suche nach der Vaterliebe, die sie nicht erhält. Im Gegenteil. Ihr Vater, ein berühmter Konzertpianist, war ihr gegenüber gleichgültig, kalt, ja fast schon grausam. Dann die (meiner Meinung nach) echte, tiefe, emotionale Liebe zu ihrem Eheman, der sie und auch die Künstlerwelt in ihrem Kreis, immer (wahrscheinlich aus Liebe) unterstützt hat. Die Liebe zu June, der Ehefrau Henry Millers, war körperlicher Natur. Anaïs wurde von dieser Frau regelrecht angesogen. Ihre Affäre ging nur kurz, da June zurück in die Staaten gegangen ist. Zum größten Teil handelt der Roman aber von der Liebe zu Henry Miller. Schon bei ihrem Kennenlernen spüren die Beiden eine gewisse Anziehung, die sich später zu einer leidenschaftlichen, wilden, berauschenden Beziehung entwickelt. Nicht nur körperlicher, sondern auch intellektueller Natur. Das Leben dieser Frau in Paris war wirklich etwas Besonderes, über das Charlotte von Feyerabend sehr authentisch geschrieben hat.
"LIEBESRAUSCH" ist aber kein Roman, den man mal schnell nebenbei liest. Ich musste mir dabei Zeit lassen, manche Sätze auch zwei Mal lesen, um sie richtig aufnehmen und genießen zu können, denn das sprachliche Niveau ist schon etwas höher angesiedelt.
Ich empfehle diese Romanbiografie gerne weiter!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Toller Roman mit geschichtlichem Hintergrund

Das Polarlichtcafé
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Nach "Das Licht der Fjorde" ist "Das Polarlicht Café" nun das zweite Buch der Autorin Christine Kabus welches ich lese. Es gibt einige Parallelen: es ist ein Norwegen-Roman, spielt auf zwei Zeitebenen ...

Nach "Das Licht der Fjorde" ist "Das Polarlicht Café" nun das zweite Buch der Autorin Christine Kabus welches ich lese. Es gibt einige Parallelen: es ist ein Norwegen-Roman, spielt auf zwei Zeitebenen und es gibt ein Familiengeheimnis.

Dieses Mal geht es (2024) um Jule. Beim gemeinsamen Ausräumen des Hauses ihrer verstorbenen Oma, mit ihrem Vater, finden die Beiden Unterlagen des lange schon verstorbenen Opas. Dieser war anscheinend 1961 als Buchautor in Norwegen unterwegs. Davon wusste keiner etwas. Jule macht sich auf, den Spuren ihres Opas in Norwegen zu folgen und erfährt dabei Ungeheuerliches. Gleichzeitig erleben wir im Buch, wie Jules Opa Rainer und die junge Norwegerin Janne sich 1961 kennenlernen. Die Kapitel von 1961 und 2024 werden immer im Wechsel erzählt. Somit wird das Buch sehr abwechslungsreich und der Leser weiß immer schon, was in der Vergangenheit passiert ist, bevor Jule es herausfindet.

Der Text ist sehr schön und klar verständlich geschrieben und die Kapitel sind chronologisch geordnet (bis auf den Prolog), so, dass man gar nicht aufhören mag und immer noch einen Abschnitt weiter liest. Dabei könnte die Geschichte von Janne und Rainer genau so passiert sein und der 2. Handlungsstrang um Jule und Andreas könnte auch in der Sendung von "Julia Leischik sucht ... Bitte melde dich" laufen. Also alles sehr realistisch. Besonders gut gefällt mir bei dieser Autorin immer, dass es reale, geschichtliche Bezüge gibt. Man lernt unheimlich viel ... z.B. über die Politik Norwegens, über die DDR, die Atomwaffentest der Sowjets und auch über die Sitten und das Leben der Norweger. Auch gesellschaftskritische Themen wie z.B. das Ansehen und das Umgehen mit den Samen (indigenes Volk in Norwegen) kommt hier auf den Tisch. Die Beschreibungen der Natur zaubern ein genaues Bild vorm inneren Auge.

Alles in Allem ein toller Roman mit viel Wissenswertem. Die Story (obwohl letztendlich vorhersehbar) bereitet auf jeden Fall kurzweiliges Lesevergnügen und somit eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Lesen, lernen, spielen

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate
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Spielerisch die Farben lernen, das kann man mit dem neuen Bilderbuch "Komm, wir lernen die Farben" aus dem Hause Ravensburger.

Es ist ein äußerst stabiles Pappebilderbuch für Kinder ab 18 Monaten. Auf ...

Spielerisch die Farben lernen, das kann man mit dem neuen Bilderbuch "Komm, wir lernen die Farben" aus dem Hause Ravensburger.

Es ist ein äußerst stabiles Pappebilderbuch für Kinder ab 18 Monaten. Auf 8 Seiten, die allesamt magnetisch sind, begleiten wir Kinder beim draußen Spielen durch die Jahreszeiten. Dabei bleibt die Kleidung der Kinder natürlich nicht sauber. Wie gut, dass die begleitende Mutti immer etwas anderes zum Anziehen dabei hat! In kurzen, kindgerechten Sätzen wird beschrieben, was die Kinder spielen und wie ihre Kleidung dreckig geworden ist. Die Kinder werden aufgefordert, bestimmte Kleidungsstücke in bestimmten Farben herauszusuchen und den Kindern im Buch anzuziehen. Hierbei kommen die mitgelieferten Magnete ins Spiel.

Beispiel:

... Doch oje, Klara hat gekleckert! Klara hat ihr gelbes Kleid dabei. Ziehst du es ihr an? Findest du noch andere Dinge, die gelb sind?

Ich finde, hier lernen unsere Kleinen eine ganze Menge! Die Jahreszeiten, die Farben, die Kleidungsstücke und nicht zuletzt wird die Feinmotorik geschult!

Autorin Kathrin Lena Orso hat kurze und klar verständliche Texte geschrieben, die Illustrator Ed Myer wunderbar umgesetzt hat. Herausgekommen sind dabei Bilder die klar, kindgerecht (eher einfach) und wunderschön bunt sind!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kinder mit diesem Bilderbuch spielerisch die Farben lernen, ihre Feinmotorik durch das Platzieren der Magnete gefördert wird und dass (laut Verlag) auch das freie Spielen angeregt wird.

Die losen Magnete werden ünrigens direkt am Buch aufbewahrt. Die durchsichtige Schachtel, in der sie aufbewahrt werden, wird ganz einfach mit einem Pappschieber am Buch befestigt! Geniale Idee!

Das einzig negative am Buch ist, dass es relativ schwer ist. Kleine Kinder können es nicht so einfach mit sich rumschleppen. Aber da die Seiten ja magnetisch sind, lässt sich das wohl nicht ändern.

Auf jeden Fall hat mich die gewohnte Ravensburger Qualität überzeugt! Und den Preis finde ich mit 14,99 € wirklich ok.

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