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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Sehr bewegend!

Am Meer ist es schön
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Als Autorin Barbara Leciejewski 2022 vom Schicksal sogenannter "Verschickungskinder" erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie darüber schreiben muss. Diese Kinderkuren wurden meist von Amtsärzten verschrieben. ...

Als Autorin Barbara Leciejewski 2022 vom Schicksal sogenannter "Verschickungskinder" erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie darüber schreiben muss. Diese Kinderkuren wurden meist von Amtsärzten verschrieben. Man wollte den Kindern etwas Gutes tun. Die Eltern konnten sich kaum dagegen wehren und eigentlich freuten sie sich auch für ihre Kinder, die kostenlose Ferien am Meer oder in den Bergen verbringen durften. Erst sehr viel später kam heraus, wie es in den Kurheimen zuging. Anstatt eine schöne Zeit mit anderen Kindern zu verbringen, war es oft die "schlimmste Zeit ihres Lebens". Und dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Oft waren auch Nazi-Ärzte involviert und die "Tanten" hatten auch ihre ganz eigene Vorstellung davon, die Kinder im Griff zu haben. Schlimmer noch als die physische Gewalt gegen die Schutzbefohlenen, die teilweise erst vier Jshre alt waren, war die seelische Grausamkeit. Die Kinder wurden geschlagen, eingesperrt, eingeschüchtert, gedemütigt und vorgeführt.

Im fiktiven Roman "Am Meer ist es schön" beschreibt die Autorin das Leben von Susanne. Sie verbrachte 8 Wochen in Haus Morgentau in St.Peter-Ording und leidet noch 50 Jahre später darunter.
Barbara Leciejewski erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. 2018 und im Rückblick 1969. Die Charaktere der Kinder (Susi, Moni, Martin, Rüdiger ...) wachsen einem sofort ans Herz. Ich konnte mich so gut in die Situation der Kinder hineinversetzen und habe regelrecht mit Ihnen gelitten. Wie kann man so grausam sein? Besonders beim kleinen Holger hat es mir fast das Herz zerrissen! Erschreckend war für mich die Wiederholung einiger Sachen im Pflegeheim der Mutter. Die alten Leute können sich auch nicht gegen die "Macht" der Pflegekräfte durchsetzen. So schrecklich das Geschehen ist, MAN KANN NICHT AUFHÖREN ZU LESEN! Ein Pageturner mit Tiefgang und mein Highlight des Monats!
Absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Interessantes Setting

Wo die Vanille blüht
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Das Schöne an dem Roman: es werden auch Themen behandelt, die aus dem Liebesroman etwas zum Nachdenken machen: es geht z.B. um Madagaskar. Wusstet Ihr, das es ein Dritte Welt Land ist? Das Buch vermittelt ...

Das Schöne an dem Roman: es werden auch Themen behandelt, die aus dem Liebesroman etwas zum Nachdenken machen: es geht z.B. um Madagaskar. Wusstet Ihr, das es ein Dritte Welt Land ist? Das Buch vermittelt dem Leser interessante Eindrücke. Dann geht es um familiäre Probleme und um Probleme durch ethnische Herkunft. Der Roman ist also recht vielschichtig, ein durchaus gelungene Mischung!
Was mir auch noch gut gefallen hat, ist, dass die Kapitel angenehm kurz sind und abwechselnd aus der Sicht von Alina und Bastian erzählt werden.
Last but not least das Cover: ein Pärchen im Sonnenuntergang (oder Aufgang!?) unterm Sternenhimmel … romantischer geht es wohl kaum!
Alles in Allem empfehle ich diesen Roman, den ich übrigens bei der Autorin gewonnen habe, sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Super!

Auf den Saiten liegt das Glück
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Rebecca Schulz, Autorin der Sonneninsel Fehmarn, hat schon einige Romane geschrieben, die genau dort spielen. Beim neuen Roman "Auf den Saiten liegt das Glück" hat sie sich von wahren Begebenheiten inspirieren ...

Rebecca Schulz, Autorin der Sonneninsel Fehmarn, hat schon einige Romane geschrieben, die genau dort spielen. Beim neuen Roman "Auf den Saiten liegt das Glück" hat sie sich von wahren Begebenheiten inspirieren lassen und eine Story drum herum geschrieben. Es geht um die Zeit vom 4. bis 6. September 1970, als auf Fehmarn das Love-and-Peace-Festival stattfand. Die drei Freunde Molly, Tom und Eddie aus Hamburg haben gerade ihre Schule beendet und wollen das Festival besuchen. Molly, weil sie einfach Musik liebt und hofft, dort ihre eigene Karriere anzukurbeln und natürlich um den MegastarJimi Hendrix zu sehen. Tom, um als angehender Journalist ein Interview mit diesem zu machen und Eddie, weil sein Bruder ihn hinbestellt hat, damit er der Rockergang bei der "Arbeit" hilft. Wir begleiten die Drei das ganze Festival über und was da so alles passiert ... müsst Ihr UNBEDINGT selbst lesen!

Ich nehme es direkt mal vorweg ... dieser Coming-of-age-Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Ende nicht losgelassen! Alles ist dermaßen gut beschrieben, dass ich den kalten Seewind und die sintflutartigen Regenfälle gespürt habe. Ich hatte die Matsche unter den Stiefeln und die Hippies der 70er Jahre, die sich mit Plastikplanen geschützt haben, direkt vor meinem inneren Auge. Ich habe die Joints mitgeraucht und die Musik lauthals mitgesungen! Rebecca Schulz hat die Vibes so gut rübergebracht, als wäre sie selbst dabei gewesen! Die drei Protagonisten sind alle, auf ihre Art, liebenswert. Klasse finde ich, dass die Geschichte nicht nur vom Festival handelt, sondern nur da spielt. Es sind nicht alle ohne Grund so, wie sie dort auftreten, denn es stecken teilweise erschütternde Ereignisse dahinter.

Das Cover passt auch super zum Buch. Erwähneswert finde ich auch, dass, obwohl kein großer Verlag dahinter steht, mir keine Fehler jedweder Art aufgefallen sind! (Das ist absolut nicht bei jedem Buch so!)

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Gerne gelesen

Verlorene Träume
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Nach "Zwei Leben" ist "Verlorene Träume" der zweite Roman von Autorin Astrid Korten, den ich lese. Was ich direkt festgestellt habe … es gibt einige Parallelen. Es geht in beiden Romanen um Enkelin und ...

Nach "Zwei Leben" ist "Verlorene Träume" der zweite Roman von Autorin Astrid Korten, den ich lese. Was ich direkt festgestellt habe … es gibt einige Parallelen. Es geht in beiden Romanen um Enkelin und Großmutter und es spielt teilweise in Russland.
Inhalt: Die Journalistin Lilly sieht in einer Ausstellung ein altes Ballkleid. Sie findet heraus, dass dieses Kleid einst einer Russischen Gräfin gehörte und ist von der Idee besessen, die Geschichte dazu herauszufinden und darüber zu schreiben. So reist Lilly zu ihrer Mutter, die in St.Petersburg neu verheiratet ist. Christian, ein Freund ihres Stiefvaters hilft ihr bei ihren Nachforschungen und bringt sie mit den richtigen Leuten zusammen.
In (schön) kurzen Kapiteln begleiten wir Lilly auf ihrer Recherchereise und sind dabei, wie sie es schafft, sich von ihrem verheirateten Freund zu trennen und Gefühle für Christian entwickelt. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Jahre ab 1914 zur Gräfin Alexandra und ihrer großen Liebe Juri.
Ich liebe historische Romane und auch die, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen! Astrid Korten hat einen schönen bildhaften Schreibstil und sie versteht es, die Geschichte von Anfang bis Ende spannend zu erzählen. Gut gefallen hat mir auch, was ich alles über die Russische Revolution lernen durfte. Das super schön gestaltete Cover, welches sich an das Aussehen des Ballkleides anlehnt, runden diesen Roman ab. Gerne empfehle ich das Buch, welches am Ende eine wahre Überraschung bereit hält, weiter!
Einen Punktabzug in der B-Note gibt es von mir allerdings auch. Vielleicht bin ich zu pingelig, aber es hat mich gestört, dass an so einigen Stellen Fehler waren. Z.B. ist von heißem Asphalt die Rede. In einem Russischen Dorf 1914 … kaum vorstellbar! Oder es wird 1914 ein Fenster auf "Kipp" gestellt … Dreh/Kipp Beschläge gibt es erst seit ca 1930. Oder die Gräfin will sich in Russland 1917 einen "Job" suchen … Arbeitsstelle wäre wohl passender. Usw

Alles in Allem … der Roman ansich war klasse

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Ein Buch, dass nachhallt

Versprich mir, dass du tanzt
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"Versprich mir, dass du tanzt", der neueste Roman der Autorin Dani Atkins, ist vermutlich das emotionalste Buch, das ich seit langem gelesen habe!

Der Titel selbst ist etwas irreführend, denn mit Tanzen ...

"Versprich mir, dass du tanzt", der neueste Roman der Autorin Dani Atkins, ist vermutlich das emotionalste Buch, das ich seit langem gelesen habe!

Der Titel selbst ist etwas irreführend, denn mit Tanzen hat das gar nichts zu tun.

Es ist die Geschichte von Lily und ihrer großen Liebe, bzw ihrer zwei großen Lieben. Schon als Kind war sie in ihren Nachbarn und besten Freund Josh verliebt. Sie waren wie Pech und Schwefel, bevor er mit seiner Familie wegzog. Als junge Erwachsene haben sie sich wiedergetroffen, aber Josh wollte keine Beziehung mit Lily eingehen. Dann lernt Lily Adam kennen und sie wollen heiraten. Kurz vor der Hochzeit taucht Josh auf und bittet Lily, Adam nicht zu heiraten, da er sie liebe. Es kommt zum großen Krach und die Freundschaft ist Geschichte ...

Ein paar Jahre später stirbt Adam an Krebs. Auf dem Sterbebett muss Lily ihm versprechen, Josh zu suchen und mit ihm zu sprechen. Es dauert ein Jahr, bis die junge Frau sich dazu aufraffen kann. Auch Josh scheint nicht erpicht auf ein Wiedersehen zu sein. Welches Geheimnis verbirgt er? Werden sie sich wieder annähern?

Die Story spielt in der Gegenwart und fängt hochemotional an. Abwechselnd mit der Vergangenheit lernen wir in den Kapiteln die Geschichte von Josh und Lily, sowie ihre Geschichte mit Adam kennen. Zum Schluss des Romans gibt es dann noch einen Blick in die Zukunft, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und die Geschichte ansich war eine Lovestory, die ihresgleichen sucht!

Ich denke der Titel sagt aus, dass auch Adam Lily so sehr geliebt hat, dass er wollte, dass sie auch nach seinem Tod wieder ein schönes Leben hat und nicht ewig trauert.

Mir kamen mehrfach (auch schon bei der Leseprobe) die Tränen, weil sich alles so realistisch anhörte, dass ich mit gelitten habe.

Ein Roman, der lange nachhallt ...

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