Gelungene Fortsetzung der Reihe
Die Welt in Meran - SchattenflammeIch kenne bereits den ersten Teil von "Die Welt in Meran" und dieser hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen wollte wie es mit den Personen weitergeht. Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut ...
Ich kenne bereits den ersten Teil von "Die Welt in Meran" und dieser hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen wollte wie es mit den Personen weitergeht. Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen und hat mir das Leben in Meran Ende des 19.Jahrhunderts lebendig gemacht.
Diesmal geht es für den Leser nach Meran ins Jahr 1874: Während sich die Stadt vom Wiener Börsenkrach erholt und für die nächste Kursaison rüstet, kreuzen sich erneut die Schicksalswege dreier Menschen: Den Korsen Jean führt die Sorge um das Wohl seiner kleinen Tochter zurück in die Passerstadt. Dort trifft er auf seinen einstigen Freund und Rivalen Max. Und auf die Frau, die beide Männer lieben: Helen, die mit ihrem Bruder, einem preußischen Kriegshelden, angereist ist. Auf dem prächtigsten Ball der Saison kommt es zur schicksalhaften Konfrontation, und es droht die Enthüllung einer Glut, die für immer verborgen bleiben sollte. Doch auch für andere birgt das Leben unverhoffte Entwicklungen: Sigmund Hirsch hat geheiratet und zweifelt bald an seiner Wahl. Und bei den Hallers gibt es ein Wiedersehen mit jemandem, den sie längst verloren glaubten.
Der Schreibstil war wieder, wie auch schon beim ersten Band genau mein Fall, es liest sich alles locker-leicht und auch schön bildlich und es hat sich dadurch ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Somit hatte ich das Buch in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen. Die Stadt Meran wird sehr anschaulich und lebendig beschrieben und man bekommt als Leser richtig Lust selbst einmal dorthin zu reisen und an der Promenade entlang zu spazieren. Aber auch das Leben der Menschen wird eindrücklich beschrieben und besonders die Geschichte von Jean und Helen rückt in diesem Teil in den Vordergrund, aber auch Johann Haller, der von einer Polarexpedition zurückkehrt wird Raum in diesem Buch gegeben. Wen ich diesmal ein wenig vermisst habe ist das Mädchen Rosa, sie findet nur sehr kurz Erwähnung im Buch, das soll sich allerdings im dritten Teil der Reihe wieder ändern.
Die Handlung ist wieder sehr abwechslungsreich und ich habe die Geschichten sehr gerne gelesen, sowohl von altbekannten Personen, aber auch neue Nebencharaktere wie Clementine Kerr, eine schottische Alpinistin machen Spaß. Besonders berührend und eindrücklich habe ich am Ende des Romans den Brand des Wiener Ringtheaters empfunden, der tatsächlich auch historisch passiert ist.
Fazit: Eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils und ich freue mich schon besonders auf den dritten Teil der Reihe, in der Rosa wieder eine größere Rolle spielt und man gespannt sein kann was die Charaktere noch erleben und wie es mit Helen, Jean und den anderen weitergeht. Gerne empfehle ich das Buch weiter, besonders natürlich Lesern, denen der erste Band gefallen hat. Man könnte das Buch auch eigenständig lesen, aber in der richtigen Reihenfolge ist es noch viel schöner.