Zerbrechliche Geheimnisse
Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)Wandas Leidenschaft gilt der Malerei, doch ein großes Unglück hat sich über ihre Inspiration gelegt wie ein dunkler Schleier. Eines Tages probiert sie sich dennoch an einem neuen Bild und löst etwas Unglaubliches ...
Wandas Leidenschaft gilt der Malerei, doch ein großes Unglück hat sich über ihre Inspiration gelegt wie ein dunkler Schleier. Eines Tages probiert sie sich dennoch an einem neuen Bild und löst etwas Unglaubliches aus: Neo, ihre Muse, materialisiert sich aus dem Nichts. Doch sein Auftauchen verheißt nicht nur Gutes, denn die beiden geraten aufgrund einer mysteriösen Verbundenheit in eine abenteuerliche Suche nach einem gefährlichen magischen Gegenstand …
„Musenrausch“ bildet den Auftakt der „Nektar und Ambrosia“- Reihe und warf mich geradewegs in Wandas Geschichte. Die ersten Seiten haben mich richtig gepackt, denn das künstlerische Setting, in Hamburg verortet, ist erfrischend und anders. Leider verlor ich den Fokus dann wieder, denn das Worldbuilding ist zwar bunt und wortgewaltig, war für mich aber nicht immer greif- und vorstellbar. Die Szenen wechseln rasch, die Beschreibungen sind flüchtig. Dadurch fühlte sich die Handlung für mich teilweise verwirrend und zäh an.
Wobei mir Malou Bichons flüssiger, emotionaler Schreibstil durchaus gefällt. Immer wieder waren da Szenen, die mich berührten und klare, lebhafte Bilder lieferten. Neo ist ein sehr geheimnisvoller Charakter, aber auch voller Gefühl, Leid, Fürsorglichkeit. Wanda ist sympathisch, ihre Traurigkeit real, und doch bleibt sie mir fremd. Das Buch strotzt vor Fantasie, vor verschiedensten Formen der Kunst und erzählt eine besondere Geschichte, aber mir fehlte insgesamt der Zugang, sowohl zu den Charakteren als auch zu der mystischen Welt, die Malou Bichon mithilfe der griechischen Mythologie geschaffen hat