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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Der letzte Mord am Ende der Welt

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Auf einer kleinen Mittelmeerinsel, dem letzten bewohnbaren Ort nach einer globalen Katastrophe, leben Forscher und Dorfbewohner in scheinbarer Harmonie. Ein ausgeklügeltes Schutzsystem hält den giftigen ...

Auf einer kleinen Mittelmeerinsel, dem letzten bewohnbaren Ort nach einer globalen Katastrophe, leben Forscher und Dorfbewohner in scheinbarer Harmonie. Ein ausgeklügeltes Schutzsystem hält den giftigen Nebel fern, der den Rest der Welt zerstört hat. Doch als eine Wissenschaftlerin brutal ermordet wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Der Schutzmechanismus ist gestört, und in 107 Stunden wird der Nebel auch diese letzte Zuflucht vernichten, es sei denn, der Täter wird rechtzeitig gefasst. Doch niemand weiß, was in der Nacht des Mordes geschehen ist.
Der Einstieg ist stark: Der Prolog wirft Fragen auf, die sofort Neugier wecken. Nach und nach lernt man die Gemeinschaft auf der Insel kennen, jede Person hat ihre festgelegte Rolle, nur Emory fällt aus dem Raster. Sie scheint zu nichts zu passen. Emory erkennt Zusammenhänge, die anderen verborgen bleiben.

Die Erzählweise ist ruhig, aber fesselnd. Besonders gelungen ist der Mix aus Krimi, Dystopie und Mystery, der der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Stück für Stück enthüllen sich Geheimnisse, auch das Ende überrascht positiv und ist zufriedenstellend abgeschlossen.

Fazit:
Ein spannender Roman, der Genregrenzen verschwimmen lässt und dabei eine mitreißende Geschichte erzählt.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Wenn Ende gut, dann alles

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi lebt im geerbten Wohnmobil seines Vaters, versucht sich als Schriftsteller und stolpert gemeinsam mit Putzfrau Svetlana in eine Mordermittlung. Der Fall ist spannend und realitätsnah. Die Umsetzung: ...


Tommi lebt im geerbten Wohnmobil seines Vaters, versucht sich als Schriftsteller und stolpert gemeinsam mit Putzfrau Svetlana in eine Mordermittlung. Der Fall ist spannend und realitätsnah. Die Umsetzung: eher durchwachsen.

Svetlana ist klug, mutig und originell, das Highlight des Buchs. Tommi dagegen bleibt blass und wirkt oft unbeholfen. Der Humor ist stellenweise überzogen und nimmt der Geschichte die Tiefe.

Fazit: Gute Idee, sympathische Figur, aber der Fall hätte mehr Ernsthaftigkeit vertragen. Unterhaltsam, aber nicht ganz rund.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Die Kollegin

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Mit „Die Kollegin“ liefert Freida McFadden einen Thriller, der durch raffinierte Perspektivwechsel und zahlreiche Wendungen punktet, dabei aber stellenweise an Glaubwürdigkeit einbüßt. Im Zentrum steht ...


Mit „Die Kollegin“ liefert Freida McFadden einen Thriller, der durch raffinierte Perspektivwechsel und zahlreiche Wendungen punktet, dabei aber stellenweise an Glaubwürdigkeit einbüßt. Im Zentrum steht das schwierige Verhältnis zwischen Natalie Farrell und ihrer exzentrischen Kollegin Dawn Schiff, einer Frau mit sozialer Unsicherheit, Schildkröten-Faible und einem Hang zur akribischen Routine. Als Dawn plötzlich verschwindet und eine blutige Spur zurückbleibt, gerät Natalie zunehmend unter Druck, nicht nur durch die Ermittlungen, sondern auch durch ihre eigenen dunklen Geheimnisse.

Der Roman beginnt eher ruhig, zeichnet den Büroalltag und Dawns skurrile Eigenheiten sorgfältig nach. Trotz des gemächlichen Starts liest sich das Ganze dank des flüssigen Stils angenehm und kurzweilig. Spätestens ab der zweiten Hälfte zieht das Tempo merklich an, inklusive überraschender Plottwists. Manche Enthüllungen sind vorhersehbar, andere überraschen bis zur letzten Seite. Besonders gelungen sind die Einschübe in Form von E-Mails und der ständige Wechsel zwischen den Perspektiven von Natalie und Dawn.

Allerdings wirkt die Handlung an einigen Stellen überkonstruiert. Die Vielzahl an Twists sorgt zwar für Spannung, geht aber stellenweise zulasten der Plausibilität. Auch der Ton bleibt insgesamt eher oberflächlich.

Fazit: „Die Kollegin“ ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Thriller mit cleverem Aufbau und packendem Erzähltempo. Wer über einige unrealistische Entwicklungen hinwegsehen kann, wird gut unterhalten.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Ein Thriller der düsteren Klasse

Super Acht
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Hier geht es um einen Super Acht Film, der einen grausamen Mord zeigt. Blake soll ermitteln. Er ist kaputt aufgrund seiner Vergangenheit und des Alkohols, der ihn betäubt. Das macht ihn für diesen Fall ...


Hier geht es um einen Super Acht Film, der einen grausamen Mord zeigt. Blake soll ermitteln. Er ist kaputt aufgrund seiner Vergangenheit und des Alkohols, der ihn betäubt. Das macht ihn für diesen Fall zum „perfekten“ Ermittler. Denn egal was rauskommt, glauben wird ihm keiner. Die Art, wie die Autorin ihn zeichnet, ist unglaublich gut gelungen. Wir sehen seine Erinnerungen. Seine Fehler, seine Zerrissenheit.
Die Handlung selbst ist spannend und zeigt uns die Abgründe der Londoner High Society. Der Fall ist brutal. Die Bilder schwer zu ertragen. Obwohl Blake hadert, fliehen will, nimmt er den Fall an und macht weiter.

Ich wollte das Buch mögen, habe es dann gehasst und konnte es nicht aus der Hand legen.
Die Themen sind heftig: Gewalt gegen Frauen, Missbrauch von Macht, Schweigen, Schuld. Hier ist nichts einfach. Kein eindeutiges Gut, kein eindeutiges Böse. Keine klaren Linien. Niemand ist nur Opfer, oder nur Täter. Selbst Blake ist Täter in eigener Sache. Und die Lady, seine Auftraggeberin, bleibt ein Rätsel bis zuletzt.
Die Frau im Film hat keine Stimme. Kein Leben mehr. Aber ihre Anwesenheit füllt jede Seite.
Blake sieht sie. Und wie er sie wahrnimmt hat mich zutiefst berührt. Obwohl ich wusste, dass sie tot ist, habe ich mir gewünscht, er findet sie lebendig.

Die Sprache ist bildhaft und das Buch ist flüssig zu lesen, auch wenn man manchmal der Handlung wegen stocken muss. Die Charaktere sind gut gezeichnet.
Super Acht ist ein moralisches Minenfeld. Von mir eine absolute Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2025

One Dark Window

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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One Dark Window erzählt eine düstere Fantasygeschichte rund um Elspeth, ein Mädchen, das mit einem Nachtmahr im Kopf lebt. Sie hat eine gefährliche Infektion überstanden und muss sich seither vor der Außenwelt ...

One Dark Window erzählt eine düstere Fantasygeschichte rund um Elspeth, ein Mädchen, das mit einem Nachtmahr im Kopf lebt. Sie hat eine gefährliche Infektion überstanden und muss sich seither vor der Außenwelt verstecken. Als sie auf Ravyn, den Hauptmann des Königs trifft, schließt sie sich seiner Mission an, die Ausbreitung der Infektion zu stoppen.

Besonders interessant fand ich das Magiesystem, das auf Spielkarten basiert. Wer eine Karte nutzt, zahlt einen Preis: körperlich oder seelisch.

Die Beziehung zwischen Elspeth und Ravyn entwickelt sich langsam. Die Romantik bleibt dezent im Hintergrund, was ich passend fand. Zwar bleiben einige Nebenfiguren eher blass, doch das Hauptduo trägt die Geschichte gut.

Dieses Buch lebt von Atmosphäre und langsamem Aufbau. Wer viel Action oder sofortige Entwicklungen erwartet, wird hier nicht fündig. Geduld zahlt sich aber aus.

Was mich jedoch stark gestört hat, war die deutsche Übersetzung. Viele Formulierungen wirken gestelzt oder unnatürlich und haben den Lesefluss gebremst.

Fazit: Trotz der sprachlichen Mängel bleibt One Dark Window ein lesenswerter Reihenauftakt mit kreativen Ideen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe auf eine bessere Übersetzung im zweiten Teil.